• #1

Wieso schiebt er mir den "schwarzen Peter" zu?

Hallo zusammen,

Anfang des Jahres habe ich (30) mich auf einen Mann (30) eingelassen und wir haben uns mehrmals getroffen und Zeit verbracht. Er sprach auch schon mit Freunden von uns darüber, dass er sich mehr vorstellen könnte, aber auch, dass er eigentlich keine Fernbeziehung will.
Ich habe viel versucht und ihm (aus meiner Sicht) deutlich gemacht, dass ich großes Interesse habe ihn noch näher kennen zu lernen. Von ihm kam anfangs mehr, aber dann eher nicht so viel (außer "Liebste Valentinstagsgrüße" mit Kuss-Smiley!)
Vor wenigen Tagen habe ich ihn gefragt, was das denn jetzt eigentlich mit uns ist. Seine Antwort war, dass ich, bevor wir das erste Mal was miteinander gehabt haben, gesagt hätte, dass ich möchte, dass alles so bleibt wie es war. Und das mehrmals und sehr deutlich. Problem: wir waren ziemlich angetrunken und ich wollte nur sicher gehen, dass wir am nächsten Tag dazu stehen, bzw. nichts komisch ist zwischen uns. Das hatte aber nichte mit der weiteren Entwicklung zu tun! Im Gegenteil, eigentlich wollte ich es gerne mit ihm versuchen.
Er beharrte trotz der Erklärung drauf, dass ich das deutlich gesagt hätte, dass es nur eine Affäre ist und er hätte damals okay gesagt. Auf meine Frage, ob das heißt, dass es jetzt so bleibt, sagte er nur:" Ja, hast DU ja so gesagt." Also immer wieder die Betonung, dass ICH das ja so wollte.
Ich war damals gut angetrunken, kann mich auch erinnern einmal sowas ähnliches gesagt zu haben. Aber warum ich das mehrmals so stark betont haben sollte, kann ich mir nicht vorstellen, denn eien Affäre wollte ich ja gar nicht.
Nun die Frage: Warum würde er das jetzt so behaupten (dass ich es so gesagt habe)? Ist er gekränkt? Oder im Gegenteil und er versucht sich da jetzt rauszuwinden, weil er nur eine Affäre will?
Bin ratlos und weiß jetzt gerade nicht, wie ich auf ihn eingehen soll. Soll ich ihm zeigen, dass ich es anders will und ihm "hinterhelaufen", damit er das Gefühl hat sich entscheiden zu können? (Sein letzter Satz war, dass er sich da mal Gedanken zu machen will.)
Freu mich auf eure Gedanken und Tipps!
 
  • #2
Er möchte nur eine Affäre und nagelt Dich jetzt fest, dass Du das ja angeblich so wolltest. Sonst würde er auf die direkte Frage von Dir, was ER denkt, seine Sicht der Dinge kommunizieren. So aber greift er auf Deine frühere Aussage zurück und schiebt Dir damit den Schwarzen Peter zu. Großes Interesse lese ich bei Dir auch nicht. Du schreibst, Du hättest Dich auf ihn "eingelassen". Das klingt nicht positiv.
 
G

Gast

  • #3
Bin ratlos und weiß jetzt gerade nicht, wie ich auf ihn eingehen soll. Soll ich ihm zeigen, dass ich es anders will und ihm "hinterhelaufen", damit er das Gefühl hat sich entscheiden zu können?
Wenn du Klarheit haben willst, bleibt dir nichts anderes übrig, als Farbe zu bekennen. Dann kann er dazu Stellung nehmen, und es wird sich zeigen, ob er mehr will. Falls nicht, weisst du wenigstens Bescheid.
 
  • #4
Das ist doch albern, dass er da so Wortklauberei bzw. Exegese betreibt. Das klingt wirklich so, als wollte er eine weiße Weste behalten. Wahrscheinlich hat er schon gespürt, dass Du mehr willst, hat es dann aber so weiterlaufen lassen und versucht sich nun irgendwie "formal" korrekt raus zu winden. Ich habe das auch schon erlebt, aber das führt jetzt hier zu weit.
Wenn er wirklich an einer Beziehung oder einem ernstgemeinten Versuch interessiert wäre, dann müsste er nicht so hin und her kramen, wer was wie gesagt hat.

Die Sache mit der Kränkung wäre noch zu bedenken. Allerdings fände ich es auch ganz schön affektiert von ihm, da jetzt so drauf rum zu reiten. Was für eine gravierende Kränkung soll das schon sein? Du hast Dich in der Anfangsphase in einem Statement etwas zurückhaltender gezeigt. Ja, Mei! Da sollte ein junger, selbstbewusster Mann nicht gleich dran zerbrechen! Er könnte Dich ja auch einfach in den Arm nehmen oder Dich selbst fragen, ob Du mehr willst. Oder Dir sagen, dass er Dich will. Da vergibt man sich doch nichts.

Das kommt aber alles nicht. Daher vermute ich auch stark, dass da nichts dahinter ist. Wenn er am Ende auch noch einen rhetorischen Sieg einfahren will, dann lass ihn und streite nicht mit rum. Wahrscheinlich lohnt es nicht.
 
P

Provence

  • #5
Seine Antwort war, dass ich, bevor wir das erste Mal was miteinander gehabt haben, gesagt hätte, dass ich möchte, dass alles so bleibt wie es war. Und das mehrmals und sehr deutlich. ...
Ich war damals gut angetrunken, kann mich auch erinnern einmal sowas ähnliches gesagt zu haben.
… (Sein letzter Satz war, dass er sich da mal Gedanken zu machen will.)
Er nimmt dich ernst, und das ist doch auch gut! Da er aber im letzten Satz anbietet, sich Gedanken zu machen (Affäre oder mehr), gib ihm diese Zeit, warte eure Gefühle füreinander ab (könnte sich bei dir ja auch noch mal ändern?) und laufe ihm nicht hinterher. Genau damit hätte er dann nämlich nicht mehr das Gefühl, » .. sich frei entscheiden zu können«.
 
  • #6
Ich glaube, Du würdest hier nicht fragen, wenn Du nicht deutlich mehr als eine Affäre wolltest.
Wenn Du selber nicht mehr weißt, was Du dem Mann gegenüber alles gesagt hast, dann wissen wir das hier auch nicht besser.
Und ja, sicherlich will er auf eine Affäre mit Dir raus.

Und er tut jetzt einfach so, als ob es nie um etwas anderes gegangen wäre. Beweisen wirst Du ihm nichts können; und es ist jetzt auch sowieso egal.

Kannste einfach Ja oder Nein sagen. Liegt also bei Dir.
 
G

Gast

  • #7
Liebe FS,

der Kerl spinnt doch. Der will sich rausreden und zum Schwarzer-Peter-Karte schieben gehören immer zwei.

Du weisst doch, was du willst. Er hat dir deutlich gezeigt, dass er was anderes will.

Du zeigst ihm nichts, lass ihn ins Leere laufen, warum gibst du dich mit so einem Mann überhaupt erst weiter ab?

Du verschwendest nur Energie und Zeit für einen Spieler, Ego-Pusher.

w
 
  • #8
Er selbst will ja nur Affäre unabhängig davon, was du in betrunkenem Zustand gesagt hast. Selbst wenn du das heute nicht willst projiziert er das, was er selbst will auf dich.

Frage ihn einfach deutlich, obwohl das eigentlich nicht nötig ist: "o. k. das stimmt, ich will nur eine Affäre und was möchtest du selbst?".

Nur so findest du heraus, was er wirklich möchte und wenn dir das nicht genügt, kannst du den Kontakt abbrechen.
 
  • #9
Du scheinst mit 30 J. noch sehr naiv zu sein! 1. Lässt man sich im betrunkenen Zustand auf nichts ein und 2. gibt man sich als Frau für Sex nicht so schnell und so billig her! Das ist jetzt das Ergebnis dafür. Mein Tipp: Schieß diesen Typen ganz schnell und für immer in den Wind, denn für ihn war von Anfang an klar, du bist ein gefundenes, billiges und schnelles Fressen für ihn, das ausschließlich für Sex zu benutzen ist und Punkt. Jede weitere Diskussionen mit diesem Typ ist unreif, überflüssig und verplemperte Zeit und Energie und mache bitte niemals den Fehler hinterherzulaufen. Lerne daraus! (erf. m)
 
H

Halbtrocken

  • #10
Er beharrte trotz der Erklärung drauf, dass ich das deutlich gesagt hätte, dass es nur eine Affäre ist und er hätte damals okay gesagt. Auf meine Frage, ob das heißt, dass es jetzt so bleibt, sagte er nur:" Ja, hast DU ja so gesagt." Also immer wieder die Betonung, dass ICH das ja so wollte.
Liebe FS,
hier ist einer der wenigen Fälle, wo zutage tritt, daß sämtliche Genderforschung vergebliche Liebesmüh ist, weil geschlechtliche Unterschiede nicht anerzogen sind.
Männer und Frauen haben grundsätzlich andere Auffassungen bezüglich des gesprochenene/gegebenen Wortes.
Nimm Dir folgenden Satz zu Herzen, um die Handlungsweise Deines Freundes zu verstehen UND bring ihm gleichzeitig diesen Satz nahe, damit er Dich versteht.

"Das Wort eines Mannes ist ein Ehrenwort.
Das Wort einer Frau entspricht ihrer Wahrheit im gegenwärtigen Augenblick."

Das heißt zweierlei:
1. Er meinte es damals schon so, wie er es heute immer noch sagt und glaubt von Dir gleiches.
2. Du übst die weibliche Form der Kommunikation, die ein gegebene Wort als Produkt der Situation bei seiner Formulierung lebt und kannst Dir seine Seite daher nicht vorstellen.

Ihr beide habt Recht - für euch selbst.
Versuch ihn davon zu überzeugen, daß sich (seine) Meinungen auch ändern dürfen (Deine tun es schon weil Du eine Frau bist) und versuch gleichzeitig zu akzeptieren, daß er diese Überzeugung trotzdem nicht annehmen muß.
Eine verfahrene Kiste - ich weiß aber es gibt zwei Wahrheiten, eine männliche und eine weibliche und es kommt für die jeweilige andere Seite darauf an, dies zu erkennen, danach ist alles einfacher.

PS: Wenn euch aneinander liegt, lest auch mal das Buch "Der Weg des wahren Mannes" ist zwar ein wenig esoterisch angehaucht aber bietet in der heutigen Zeit "geschlechtlicher Verwirrungen durch Vermischen der Geschlechterrollen" ein wenig Halt und Aufklärung. Am besten nacheinander lesen, erst er dann Du ;-)
 
  • #11
Die FS legt die typisch weibliche Ambivalenz an den Tag wenn es um Verbindlichkeit und Verantwortung geht. Es findet sehr selektiv statt. Der Mann hat mit ihr betrunken(!) "rum gemacht" und sie hat in diesem Zustand auch noch betont, nichts festes zu wollen. Für jeden normalen Mann steht fest, in welche Schublade er solch eine Frau einordnet. Alles andere ist Rationalisierung.
Die FS sollte sich nicht an irgendwelchen Details wie "Betonung" festbeißen und Zeit verlieren, da die Sache sowieso gelaufen ist.
 
  • #12
@Halbtrocken eigentlich gäbe es weder männliche noch weibliche Art zu kommunizieren, wenn es um Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle geht.

Dass es zwischen den Geschlechtern nicht klappt mit einer dauerhaften und festen Beziehung, liegt gar nicht an der Kommunikation meiner Meinung nach, sondern nur an einer Sache: Angst vor Enttäuschungen und Verletzungen. Diese Angst macht den Beginn einer neuen Beziehung so holprig und unsicher bis zum völligen Abbruch. Kaum hat es begonnen ist es schon zu Ende!

Im Grunde genommen glaube ich, dass sowohl Männer als auch Frauen grundsätzlich eine dauerhafte, feste Beziehung wollen und irgendwie anstreben.

Angst und Sehnsucht sind siamesische Zwillinge. Das ewige zueinander hin und voneinander weg, die Irrungen und Wirrungen entspringen nur dieser Sehnsucht und gleichzeitig der großen Angst.
Und weder sie noch er wagt es sich emotional zu öffnen und über die eigenen Ängste und andere Gefühle zu sprechen.
 
G

Gast

  • #13
Aus m60+-Sicht:
"Ich habe viel versucht und ihm (aus meiner Sicht) deutlich gemacht, dass ich großes Interesse habe ihn noch näher kennen zu lernen." => Aus DEINER Sicht - Muss er Glaskugel lesen können?

Von ihm kam anfangs mehr, aber dann eher nicht so viel => Er hatte den Eindruck, gegen eine Wand zu rennen.

WVor wenigen Tagen habe ich ihn gefragt, was das denn jetzt eigentlich mit uns ist. Seine Antwort war, dass ich, bevor wir das erste Mal was miteinander gehabt haben, gesagt hätte, dass ich möchte, dass alles so bleibt wie es war."
=> Er hört von Dir: Du willst nicht in Verbindlichkeit einsteigen

Auf meine Frage, ob das heißt, dass es jetzt so bleibt, sagte er nur:" Ja, hast DU ja so gesagt."
"denn eine Affäre wollte ich ja gar nicht." - Ist für ihn aber so rübergekommen.

Deine Schlussfolgerung ist aus männlicher Sicht („Ist er gekränkt? Oder im Gegenteil und er versucht sich da jetzt rauszuwinden“) ziemlich unlogisch – oder willst du ohnehin, dass er das, was du sagst (egal ob nüchtern oder besoffen) nicht ernst nimmt?!

Dein letzter Satz („Soll ich ihm zeigen, dass ich es anders will und ihm "hinterherlaufen", damit er das Gefühl hat sich entscheiden zu können?“) ist ja sowas von verquer – was hat denn eindeutige Kommunikation mit „hinterherlaufen“ zu tun?!

Sag einfach deutlich, was du möchtest, versuche (eindeutig!) ihm zu erklären, was du in deinen früheren Aussagen wirklich gemeint hast, nicht welche Hintergedanken zu dabei hattest.
 
  • #14
@LivingRed : Ich habe nicht betont, nichts Festes zu wollen, .......weil es so nicht stimmt: ich hätte gerne jemanden (ihn). Wir kommen nur aus dem gleichen Freundeskreis da wollte ich nichts komisch für uns beide machen bzw. sicher stellen, dass wir uns auch danach weiterhin gut verstehen.
Dass ich was mit ihm anfangen wollen würde, stand für mich außerdem auch schon mehere Wochen vorher fest. Der Alkohol hat leider nur sein übriges getan, weil ich diesen Plan (der nicht unbedingt Sex beinhaltete, aber bei zwei Menschen, die sich mögen und der Alkohol dann das übrige tut!) in angetüdeltem Kopp unbedingt noch umsetzen wollte. Deshalb muss ich @Mandoline vollkommen recht geben...ich fürchte auch, dass die Angst ein großer Begleiter ist....evtl auch bei ihm, aber das weiß ich eben nicht und wollte es mit eurer Hilfe rausbekommen! ;)
Werde ihm jetzt die Zeit geben und mich nicht melden. Sehe ihn eh in ein paar Wochen ganz unverfänglich in einer großen Gruppe wieder. zur Not erkläre ich ihm dann nochmal, was eigentlich in mir vorgeht.
 
G

Gast

  • #15
Grundsätzlich gebe ich Mandoline #11 mit den Ängsten und der Unfähigkeit, sich emotional zu öffnen, ja recht.
Aber: mMn wird allzu oft die gegenteilige Ansicht vertreten, denn wer will den schon Looser? Sich öffnen bedeutet auch, seine eigene Verletzlichkeit preiszugeben, was dann sofort als Schwäche ausgelegt wird. Das passt doch absolut nicht zu all den taffen m und w, die sich am Partnermarkt tummeln. Jede(r) will den/die anpassungs- und dennoch durchsetzungsfähige(n), kritische(n) und dennoch vertrauende(n), in jeder Hinsicht selbstständig-unabhängige(n) und dennoch kuschelweiche(n) Partner(in), der/die aus tiefster innerer Überzeugung das gleiche wie man selbst will, aber trotzdem eine eigene Meinung hat. Kompromisse? Sind Schwäche!
 
G

Gast

  • #16
Oder im Gegenteil und er versucht sich da jetzt rauszuwinden, weil er nur eine Affäre will?
Genau das ist es. Nach kurzer Zeit war ihm klar, dass Du für ihn nur eine Affäre bist. Die will er sich nun nicht entgehen lassen und versucht, Dich darauf festzunageln. Selbst Schuld ist dabei immer ein gutes Argument. Die einzige Chance, halbwegs aus der Sache ohne Gesichtsverlust wieder rauszukommen ist, die Sache sang- und klanglos zu beenden, garkein Gespräch mehr zu suchen. Lass' ihn agieren und pass' auf, dass der Beziehungsstatus vorher geklärt wird, d.h. diverse Treffen ohne anschließend Sex zu haben. Wenn sein Interesse dann wieder nachlässt, dann weißt Du, dass er Dich nur als Affäre will und das auch nie anders wollte.


Erst hat er sich bemüht, dann ließ das Interesse massiv nach, weil er ohnehin keine Fernbeziehung will und nun will er bedarfsgerecht abstauben, was Du ihm in betrunkenem Kopf nachgeworfen hast - Sex. Besser geht für ihn nicht und super, wenn Du das Spielchen mitspielst.
Von ihm kam anfangs mehr, aber dann eher nicht so viel (außer "Liebste Valentinstagsgrüße" mit Kuss-Smiley!)
....dass er sich mehr vorstellen könnte, aber auch, dass er eigentlich keine Fernbeziehung will.
Ändern wird sich an seiner Einstellung zu Dir auch nichts mehr. Welcher halbwegs gescheite Mann, will eine Frau als Partnerin, die betrunken mit jedem ins Bett springt und ihm gleich erzählt, dass sie eine Affäre akzeptiert, wenn es für eine Partnerschaft nicht reicht - sorry, darüber kann Mann bei einer 16-jährigen hinweg sehen, aber doch nicht bei einer 30-jährigen. Die kommt in die Schublade, der Sex-Ja-Schublade, aber niemals als Partnerin infrage, siehe:

Außerhalb einer festen Partnerschaft solltest Du mit 30 Jahren Deinen Alkoholkonsum soweit im Griff haben, dass Du mit keinem Mann ins Bett gehst, mit dem Du das zu dem Zeitpunkt nicht willst und vor allen Dingen den Mund halten, damit Du kein dummes Zeug schwatzt, welches Du später bereust, weil Deine Hirnfunktion eingeschränkt ist, dass Du Dich in Deiner eigenen Taktik verhedderst.
Wenn Du einen Hauch von Selbstwertgefühl hast, dann läufst Du ihm nicht nach, sondern sagst ihm, dass "es für eine Affäre mit ihm bei Dir nicht reicht". Denk' immer dran, das Ganze findet im Freundeskreis stat. da solltest Du Dich nicht zu billig machen.
 
  • #17
eigentlich gäbe es weder männliche noch weibliche Art zu kommunizieren, wenn es um Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle geht.
Das hättest Du wohl gerne so....
damit müßte Mann und Frau ja nix mehr machen alles easy...Kommunikationsprobleme ???? wo denn ...alles nur Angsthasen oder Angsthäsinen (so viel Zeit muß sein) Mit mehr Mut wird alles gut. (Kopfschüttel)
"Das Wort eines Mannes ist ein Ehrenwort.
Das Wort einer Frau entspricht ihrer Wahrheit im gegenwärtigen Augenblick."
Nun ja, vielleicht etwas sehr pragmatisch, aber es zeigt die unterschiedliche Denkstrukturen und Herangehensweisen doch deutlich auf.

Doch zurück zu FS...
Er hat in einer "entspannten" Phase Eures kennenlernens für ihn deutliche Worte zum Beziehungsstatus gehört. Das ist für ihn nun "Gesetz". Ein Mann ein Wort halt, nur das es von damals einer Frau kam (sein Denkfehler). Jetzt hat er sich darauf eingestellt. Vielleicht ist es auch inzwischen bequem für ihn geworden....wer weiss.
Mein Tipp an Dich...finde eine für Euch passende Situation und erkläre Dich ihm. Sag ihm, dass sich für Dich die damalige Situation geändert hat, dass Du Dir mehr vorstellen möchtest oder kannst. Seine Reaktion darauf sollte Dir bei Deiner Entscheidungsfindung sicher helfen.
 
G

Gast

  • #18
Liebe FS,

ganz leicht: er macht es sich einfach, sich aus der Verantwortung zu ziehen.
Wenn ein Mann dir so kommt, will er mit Sicherheit nicht, dass du dich an ihn bindest. Ich glaube, dass Beste was du tun kannst ist dich von so einem ungesunden Kontakt zu trennen. Du willst mehr, er nicht. Daraus kann sich keine vernünftige Ebene, auch nicht freundschaftlich ergeben. Schau einfach genau bei den Männern hin, es gibt auch welche die nicht so verantwortungsscheu sind.

LG w
 
  • #19
"Das Wort eines Mannes ist ein Ehrenwort.
Das Wort einer Frau entspricht ihrer Wahrheit im gegenwärtigen Augenblick."...
1. Er meinte es damals schon so, wie er es heute immer noch sagt und glaubt von Dir gleiches.
Ach, Halbtrocken, nicht alle Frauen sind gleich. Und wenn Männer nur "Ehrenwörter" geben würden, hätte sich etliche Fragestellungen hier nie ergeben. Einer der Klassiker ist doch: Mann erzählt etwas von "wunderschön, Liebe, das mit uns passt" und nach 3 Wochen ist alles anders.

Für mich stellt sich die Situation so dar, FS: Zwei Menschen gehen miteinander ins Bett, du machst Andeutungen in Richtung Affäre (aus persönlichen Gründen) und er stimmt zu (warum auch immer). Und nun könnte sich daraus, wie bei manchen Paaren der Fall, eine Beziehung entwickeln. Beide Geschlechter sind sich - mit zunehmender Reife - ihres Gestaltungsspielraumes bewusst und nutzen diesen, wenn der Wille da ist. Und um eben jenen geht es in dieser Frage.
Vor wenigen Tagen habe ich ihn gefragt, was das denn jetzt eigentlich mit uns ist. ...=> Er hört von Dir: Du willst nicht in Verbindlichkeit einsteigen.
Wieso hört er aus einer offenen Frage dein "Nichtwollen" heraus? Nein, er hält mit klaren Ansagen, was er JETZT will, hinter dem Berg und pocht auf deine Aussage in betrunkenem Zustand.
Unschöne Kommunikationsstrategie.

Gehe auf Risiko - löse die Pattsituation auf, indem du ihm offenlegst, was du fühlst. Und lasse dich nicht mit "du hast doch gesagt" abspeisen.
w
 
  • #20
Genau.
A und B lernen sich näher kennen. A hat gerade nicht vor, eine neue (Fern-)Beziehung einzugehen. B sagt: "Lass uns eine Affäre haben". A denkt: Super, perfekt, genau das stimmt für mich jetzt in dieser Situation.

Auf einmal fängt B an, komische Dinge zu sagen wie "was das denn jetzt eigentlich mit uns ist". A denkt: "WTF? Wir haben uns miteinander eingelassen unter der Prämisse, dass wir keine Beziehung anpeilen, und jetzt will sie auf einmal die Regeln ändern?Das hatte ich nun wirklich nicht vor, und ich dachte, dass sie das genauso sieht. Ich will das eigentlich nicht... und bin davon ausgegangen, dass sie das auch so sieht. Wie kann ich ihr klarmachen, dass ich eben nicht einen Schritt weitergehen will?" Aus welchen Gründen auch immer, das muss man schon ihm überlassen.

So kompliziert ist das doch eigentlich nicht, oder?

Habe ich auch schon erlebt, man spricht sich aus, sagt, was man sich wünscht, und wenn man merkt, es passt so nicht und man leidet zu sehr, dann geht man eben wieder getrennte Wege. So wie das Erwachsene machen sollten.
 
  • #21
Das hättest Du wohl gerne so....
damit müßte Mann und Frau ja nix mehr machen alles easy...Kommunikationsprobleme ???? wo denn ...alles nur Angsthasen oder Angsthäsinen (so viel Zeit muß sein) Mit mehr Mut wird alles gut. (Kopfschüttel) Nun ja, vielleicht etwas sehr pragmatisch, aber es zeigt die unterschiedliche Denkstrukturen und Herangehensweisen doch deutlich auf
Jeder Erwachsene, ob Mann oder Frau, hatte mindestens eine schlimme und schmerzhafte Enttäuschung und weiss, dass jede neue Beziehung potenziell auch das Risiko birgt, wieder enttäuscht und verletzt zu werden. Und logisch kommunizieren deshalb beide sehr vorsichtig, uneindeutig, schwammig, doppeldeutig usw.
Erstens aus Angst die wahren eigenen Gefühle zur Sprache zu bringen, weil z.B. eine Verliebte nicht weiss, ob das Objekt der Begierde auch verliebt ist und Angst vor seiner Antwort hat.
Auch Männern geht es genauso und dann lesen wir hier im Forum, dass er für eine Frau mehr empfindet und Angst hat auf die Kumpelschiene zu geraten.

Die Liebe macht abhängig voneinander und wer emotional abhängig ist, weil er sich geöffnet und emotionale Nähe hergestellt hat, kann auch leichter verletzt werden, als ein introvertierter Mensch, der praktisch nichts persönliches preisgibt und in Emotionen investiert, kann nicht so leicht verletzt werden. D.h. die Liebe ist auch potenziell gefährlich für die seelische Gesundheit, wenn es zur Trennung kommt. Aus Angst vor Verletzungen wird verschleiert oder undeutlich bzw. mehrdeutig kommuniziert, dann darf der Mann rätseln, was es bedeutet, wenn die Frau ihm bestimmte sms schreibt oder was der Mann genau meint, das Date wäre auch für ihn schön und er würde sich auf ein 2. freuen.
Ohne diese Angst vor Enttäuschung/Verletzung würden beide Geschlechter in Beziehungsfragen ehrlicher, offener und mutiger miteinander kommunizieren. Sie müssten nur beide dieselben Wörter des deutschen Vokabulars wählen!
 
  • #22
Ich gebe euch allen vollkommen recht! @Hugo @beeberlin !

Es ist nur so, dass ich mir zu 99% sicher bin, dass ich keien Affäre mit ihm "abgemecht" habe! Nur 99% weil ich ja nunmal angetrunken war.
Entweder hat er das was falsch interpretiert (warum???) oder sich bewusst so zurechtgelegt...vermute ich! Und das verstehe ich halt nicht, wieso man das macht.
Ich werde es wirklich so machen, wie @beeberlin es rät: Ich lege die Karten auf den Tisch, erkläre/erzähle ihm, was von Anfang an in mir vorging und wie es jetzt ist. Dann kann er gucken, was er draus macht.... Mehr kann ich dann nicht tun!
 
A

Ars_Vivendi

  • #23
Ich war damals gut angetrunken, kann mich auch erinnern einmal sowas ähnliches gesagt zu haben.
Nicht nur im Strafrecht bin ich schon lange dafür, dass "betrunken" nicht mehr als Ausrede gilt, sondern strafverschärfend wirkt.

Was ist genau Dein Problem? Äußere doch schlicht, dass Du Deine Meinung geändert hast! Willst Du eine Affäre? Ist Dir das zu wenig oder zu viel? Warum diskutierst Du überhaupt weiter über irgendwas, was Du irgendwann mal gesagt hast?
 
  • #24
Ich möchte ein Beispiel geben. Wenn ein Mann eine Frau kennenlernt und mit ihr eine Beziehung beginnt aber weiss oder spürt, dass sie nicht die Frau ist mit der er eine Familie gründen und mit ihr alt werden will, so sagt er ihr das nicht deutlich und klar von Anfang an: "ich möchte mit dir zusammen bleiben aber nur solange ich nicht die Frau fürs Leben gefunden habe." Welcher Mann sagt das einer Frau? Kaum einer. Und wenn doch, so bleibt kaum eine Frau.

Warum er nicht ehrlich kommuniziert, hat verschiedene Gründe: 1) keine Zeit und Motivation zu dem Zeitpunkt nach der Richtigen zu suchen, 2) Ungewissheit und Zweifel, ob es die Richtige überhaupt gibt und ob mit ihr alles schöner wird, 3) er braucht selber trotzdem emotionale Nähe und will die Sexualität leben usw.

Stattdessen wird gesagt: "es ist doch so schön, wie wir es im Moment haben und wir können es so laufen lassen, solange es geht, ein offizielles Bekenntnis macht unser Verhältnis nicht schöner oder besser." Mit Betonung auf im Moment.

Damit wird die Frau beschwichtigt, beruhigt und warm gehalten bis die Richtige am Horizont auftaucht. Mit dieser Aussage verschleiert er seine wahre Absicht, nämlich: "mit dieser Frau kann ich mir nicht vorstellen alt zu werden".

Die Frau denkt sich: "stimmt eigentlich, im Leben gibt es keine Sicherheiten - nur der Tod - und man kann das Leben im Moment auch so geniessen und eines Tages werden wir heiraten und eine Familie gründen."
Sie macht sich aufgrund seiner (verschleierten) Aussagen Hoffnungen und weil sie ihn liebt, Hoffnungen, die nur enttäuscht werden!

Nicht nur in diesem x-fachen und realem Beispiel, ist es möglich die wahren Absichten so zu kommunizieren, wie sie auch empfunden werden, sondern in allen Bereichen. Denn nur der Mann weiss wirklich, was er spürt und (nicht) will. Das könnte er genauso sagen, nur tut er es nicht. Oder er "verspricht" ihr eine Familie und findet immer wieder Ausreden, warum es gerade nicht geht.

Man kann immer ehrlich und offen reden aber die wenigsten tun das. Es liegt nicht daran, dass es eine männliche oder weibliche Kommunikationsart gäbe. Die Sprache kann auch eine mächtige Manipulationswaffe sein, wenn man weiß wie man mit ihr umgeht und welche Worte man wählt, um das eigene Ziel zu erreichen! Ob es dasselbe Ziel, wie das des Partners, ist, steht auf einem anderen Blatt!
 
  • #25
Man kann auch unbeabsichtigt etwas falsch machen... Mir so passiert, eine Affäre gehabt, wir haben aber recht viel miteinander geskypt und gesprochen, gemeinsame Hobbys, etc... trotzdem wollte ich nicht mehr von ihr.
Tja, und dann starb ein naher Verwandter von ihr, ich habe sie in den Arm genommen, getröstet, usw., nicht weil ich damit irgend etwas erreichen wollte, sondern weil sie mir leid tat, so wie es bei guten Freunden eben ist. Sie hat das leider in eine falsche Richtung interpretiert, sie meinte, so etwas macht nur jemand, der "mehr" will... nein, das hat sie absolut falsch verstanden.

Aber soll ich aufhören, nett zu sein, nur weil ich Gefahr laufe, dass die Frau dann das falsche von mir denkt?
 
  • #26
Zitat: "Er könnte Dich ja auch einfach in den Arm nehmen oder Dich selbst fragen, ob Du mehr willst. Oder Dir sagen, dass er Dich will. Da vergibt man sich doch nichts."

So einfach ist es nicht. Erstens ist es schonmal generell nicht für jedermann einfach. Zweitens hat er bereits gesagt, dass er sich mehr vorstellen könnte (ausdrücklich zu Freunden und indirekt zu wird m.E. aus der ganzen Beschreibung durch die FS deutlich, dass er mehr "wollen würde"). Und er ist manns genug, sich nicht zu wiederholen. Und drittens hat er bereits eine eindeutige und wiederholte Antwort der FS darauf gehört. SIE war es ja, die anfangs deutlich kommuniziert hat, dass es nur eine Affäre sein soll. Auch hier ist er manns genug, eine eindeutig beantwortete Frage nicht erneut zu stellen.
Unter diesen Umständen liegt es nun an der FS, nicht nur zu sagen, sondern auch mit Taten "zu beweisen", dass sie ihre Auffassung gründlich geändert hat. Das ist schwer, keine Frage, denn es ist ähnlich wie einen Fehler eingestehen. Zwar denkt jedermann von sich, er könne das, aber wir wissen alle, dass es mit zu den schwersten Herausforderungen des Alltags gehört und wir längst nicht jeden Fehler gestehen. Denn es ist bequemer, irgendwie anders aus der Situation herauszukommen.
Im übrigen dürfte auch das Vertrauen des Mannes in die FS leicht gestört sein, denn schließlich sagte sie das mit der Affäre unter Alkoholeinfluss. Vielleicht denkt der Mann auch (unbewusst), dass er keine Frau möchte, die unter Alkoholeinfluss offenbar Dinge sagt (also tut), die sie später am liebsten ungeschehen machen will.

Die FS soll ihm nicht "hinterherlaufen", aber sie soll natürtlich ihm ganz klar sagen, dass sie es anders will!!!
 
  • #27
Jeder Erwachsene, ob Mann oder Frau, hatte mindestens eine schlimme und schmerzhafte Enttäuschung
Das mag ja für manche zutreffen aber sicher nicht für alle.

Die Liebe macht abhängig voneinander und wer emotional abhängig ist, kann auch leichter verletzt werden, D.h. die Liebe ist auch potenziell gefährlich für die seelische Gesundheit, wenn es zur Trennung kommt
Die Liebe macht nicht abhängig voneinander. Die Menschen machen sich selbst abhängig voneinander, weil sie meinen, der andere müsste ihnen etwas geben, was sie sich selbst nicht geben. In Wahrheit sind für unser Glück selbst verantwortlich. Damit führen unser eigenes Verhalten und unsere eigene Einstellung zum Seelenschmerz. Die Natur der Liebe schließt das aus.

Die FS hat ein totales inneres Hin- und Her. Sie ist nicht authentisch, aus Angst vor emotionaler Verletzung – wie von mandoline beschrieben. Wenn man nicht ehrlich ist zu sich und damit zu anderen, kommt genau so eine Situation raus, wie die FS beschreibt. Wie oder was soll der Mann ihr noch glauben? Erst sagt sie Hüh (Affäre), dann meint sie Hott (Beziehung).

Im übrigen dürfte auch das Vertrauen des Mannes in die FS leicht gestört sein, denn schließlich sagte sie das mit der Affäre unter Alkoholeinfluss. Vielleicht denkt der Mann auch (unbewusst), dass er keine Frau möchte, die unter Alkoholeinfluss offenbar Dinge sagt (also tut), die sie später am liebsten ungeschehen machen will.
Er mag sie zwar, aber dass er sie hierauf „festnagelt“ zeigt, dass er nicht daran glaubt, dass sie stabil werden wird, sprich das sagt und danach handelt, was sie wirklich will, und das in allen Situationen und auch in Kauf nimmt, dass sie das Gewünschte auch mal nicht oder nicht bekommt. Liebe Nina: Du wolltest das Zusammensein gleich und in diesem Moment. Für eine Beziehung muss man auch mal warten können. Wohin oberflächliche Erfolge führen, hast du ja inzwischen gesehen. Ich würde es machen, wie beeberlin geraten hat: Ihm die Karten auf den Tisch legen und auch was zu deinem betrunkenen Zustand sagen und dass dir das leid tut. Und sagen, dass du Angst hattest. Und er dir wichtig sei. Rechne damit, dass ihr dennoch nicht zusammen kommt und sieh’ es als wertvolle Erfahrung für dich. Alles Gute.
 
  • #28
Die Liebe macht nicht abhängig voneinander. Die Menschen machen sich selbst abhängig voneinander, weil sie meinen, der andere müsste ihnen etwas geben, was sie sich selbst nicht geben. In Wahrheit sind für unser Glück selbst verantwortlich. Damit führen unser eigenes Verhalten und unsere eigene Einstellung zum Seelenschmerz. Die Natur der Liebe schließt das aus.
"Alle Menschen sind in irgendeiner Weise abhängig voneinander" - sagte mir ein Psychiater aber es gibt konstruktive (positive) und destruktive, zerstörerische Abhängigkeit und in der Liebe, kann die eine oder andere sichtbar werden. Wir sind alle soziale Wesen und brauchen unter anderem auch Liebesbeziehungen. Das entspricht unserem Wesen.

Die Liebe kann einen glücklichen Menschen entweder glücklicher oder unglücklicher machen. Wenn beide sie positiv gestalten, liebe- und respektvoll miteinander umgehen, hat sie eine Chance auf Langlebigkeit. Ist sie destrukiv wirkt sie auf beide zerstörerisch und die Trennung ist vorprogrammiert.
 
G

Gast

  • #29
Liebe Nina,
was Anfang des Jahres war, war damals. Gefühle und Pläne können sich jedoch rasch ändern. Heute bist du an näherem Kennenlernen und Beziehung interessiert und kannst deinen Freund diesbezüglich genau so ansprechen und nach seinen Vorstellungen fragen.
Wenn er nach wie vor auf deiner Ursprungsaussage beharrt, dann hat er dir damit schon die Antwort gegeben. Er will nur eine unverbindliche Affäre und möchte dir lediglich keine klare Beziehungsabsage erteilen.
Wichtig ist also was DU willst und ob du mit einer Affäre und Hingehaltenwerden zufrieden bist.