• #1

Wieso verliebe ich mich nicht mehr?

Liebe Foris,
ich (w/44) war 12 Jahre mit meinem Mann zusammen, davon 9 Jahre verheiratet (20-jährige Tochter). Danach gab es eine Beziehung, die nach 5 Jahren in die Brüche ging. Seitdem sind sechs Jahre vergangen und ich habe mich nicht wieder verlieben können, obwohl ich es gerne würde und offen dafür bin. Ich bin allerdings nicht krampfhaft auf der Suche, es geht mir gut, sowohl beruflich als auch im sozialen Umfeld. Ich habe nette Männer kennengelernt, aber mich auch nach mehrmaligen Treffen niemals verliebt. Was läuft da falsch? Ich möchte ja nicht ewig alleine bleiben, aber "verliebt sein" ist für mich die Voraussetzung, eine neue Beziehung einzugehen.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Hat sich dann jemand nach so langer zeit doch wieder verlieben können? Die Aussage "der Richtige war halt noch nicht dabei" kann ich auch langsam nicht mehr hören....
Schönen Abend!
 
  • #2
Hallo!
Also ich denke, du brauchst Dir keine Sorgen zu machen, daß Du Dich nicht wieder verlieben kannst! Ich war 7 Jahre alleine und dachte auch, ich bleib für immer allein. Ich lernte zwar Männer kennen, aber verliebt hab ich mich nie, bis ich meinen jetzigen Freund kennenlernte, wir sind mittlerweile 21/2 Jahre zusammen!
Auch Du wirst Dich wieder verlieben, Du wirst sehen!
Alles Gute Dir!
Miezekatzen
 
  • #3
Unsere Seele hat sich eine Menge Mechanismen angeeignet, um nicht wieder verletzt zu werden.

Der Bindungsstil wird nicht nur in der frühen Kindheit erworben. Er kann sich auch im Erwachsenenalter, gerne mal nach einschlägigen Erfahrungen, ändern.

Die berühmten Beziehungsvermeider sind eine harte Nuss, vor allem die, die gar nicht selbst darunter leiden. Leidest Du deshalb? Dann suche Dir Hilfe. Ansonsten lass es langsam angehen.

Gut finde ich, dass Du das schon vor der Beziehungsanbahnung feststellst und somit niemanden verletzt.
 
  • #4
Hat sich dann jemand nach so langer zeit doch wieder verlieben können?
Ja, habe ich. Ich war 10 Jahre allein und dann sah ich "ihn" und der Himmelschor hat gesungen.

Die Aussage "der Richtige war halt noch nicht dabei" kann ich auch langsam nicht mehr hören....
Auch wenn Du diese Aussagen nicht mehr hören kannst, macht es sie nicht weniger wahr:)
Ich habe genau das so angenommen damals, was soll man machen, wenn man sich nicht verliebt, es passt dann einfach nicht. Bis der Richtige eben doch um die Ecke kommt.
Weniger danach suchen macht auch noch Sinn.
W
 
  • #5
Was tust du denn aktiv, um neue Männer kennenzulernen? Mach dir eine Liste, wie viele Männer du gedatet hast, und wie du die Anzahl verdoppeln kannst!
Wie gehtst du aktiv auf die Männer zu? Und welche Männer sind das? Und wo findet man die?
Womit erweiterst du in kleinen Schritten dein soziales Umfeld?

Wer etwas will, muss aktiv was dafür tun. Wenn ich Sängerin werden muss, muss ich mich eben jeden Tag hinsetzen und mich jeden Tag verbessern, ansonsten bleibt man ziellos.
Es reicht nicht, mich am Wochenende mal 2 Stunden damit flüchtig zu beschäftigen und sich dann zu wundern, warum es nicht klappt.

Also entweder das, oder entweder ziellos abwarten.

Menschen, die ständig in Beziehungen sind und keine Probleme damit haben, die sind hochaktiv draußen. Sie sind auf alles neugierig und wollen ständig neues sehen und kennenlernen, sie lassen keine Party aus, sie probieren gerne neue Bars aus, sie lassen einfach keine Möglichkeit aus, wo die Gesellschaft tobt. Sie gehen mit viel mehr Elan und Zielorientierung an die Sache als der gewöhnliche Durchschnitt.
 
  • #6
Ich habe irgendwo mal gelesen, dass man sich nur dann verlieben kann, wenn man auf volles Risiko geht, also alle Sicherheits- und Schutzmechanismen fallen lässt. Das fällt mit zunehmendem Alter immer schwerer, denn die Angst vor Verletzung ist groß.

Wenn Du sagst, Du wärst nicht wirklich auf der Suche, ist das auch ein Hemmnis - und übrigens auch ein Schutzmechanismus gegen Verletzung, etwa für den Fall, dass Du "ihn" nicht findest. Du banalisierst die Sache dadurch für Dich, aber Dein Post zeigt, dass Du nicht wirklich glücklich darüber bist, sonst würdest Du hier die Frage nicht stellen. Du musst "bereit" sein, jemanden zu finden und anzunehmen - und hier geht wieder das volle Risiko los. Klar kann es dann Enttäuschungen geben, aber wer nichts riskiert, gewinnt auch nichts, und ohne Liebe ist das Leben halb so interessant.
 
  • #7
Wenn Du sagst, Du wärst nicht wirklich auf der Suche, ist das auch ein Hemmnis - und übrigens auch ein Schutzmechanismus gegen Verletzung, etwa für den Fall, dass Du "ihn" nicht findest. Du banalisierst die Sache dadurch für Dich, aber Dein Post zeigt, dass Du nicht wirklich glücklich darüber bist, sonst würdest Du hier die Frage nicht stellen. Du musst "bereit" sein, jemanden zu finden und anzunehmen - und hier geht wieder das volle Risiko los. Klar kann es dann Enttäuschungen geben, aber wer nichts riskiert, gewinnt auch nichts, und ohne Liebe ist das Leben halb so interessant.
Stimmt, sich zu verändern - zum Beispiel einen neuen Menschen ins Leben zu lassen, ist riskant. Wenn man es nicht tut, beginnt man mit Sterben.

Zum eigentlichen Thema: Wenn die Wahrscheinlichkeit für etwas sehr gering ist (sich verlieben), muss man die Anzahl der Versuche erhöhen (jemanden kennen lernen). Wenn ich beim Basketball den Korb nur alle 100mal treffe, muss ich eben durchschnittliche 100mal werfen; jemand der alle zehn mal trifft ist da schon längst fertig, aber was soll's?

Also oft dort hingehen, wo Männer sind, im eigenen Wohnzimmer ist meist keiner, außer der Heizungsableser ist grad da. Dort, wo sie sind, auch ansprechbar wirken: offener Blick, auch mal lächeln, kontaktfroh wirken.

Kurse besuchen, die auch Männer interessieren, also nicht grad so was wie "rebirthing mittels Pulloverstricken".

Auf der Suche musst du nicht sein, aber gefunden werden solltest du können. Je öfter desto besser.
 
  • #8
Ja, liebe FS, mir geht es genauso. Bin seit 4 Jahren Single, treffe viele (sehr unterschiedliche) Männer im beruflichen Umfeld, habe ein großes Netzwerk - aber zum Verlieben ist da nichts dabei. Online-Dates mache ich auch nur noch wenn ich im Vorfeld schon irgendwie ein gutes Gefühl habe und sowohl optische Attraktivität als auch Interessen passen. Kommt äußerst selten vor, leider. Ich beneide auch die Leute, die leichter zu begeistern und "schnell entflammbar" sind. Bin durchaus offen und gehe gerne auf Menschen zu...oft verlieben sich die Männer, dann habe ich ein schlechtes Gewissen und bin traurig, wenn keine Freundschaft möglich ist. Aber Gefühle lassen sich nicht erzwingen, da kann das Gegenüber noch so nett sein:)
 
  • #9
Ich bin allerdings nicht krampfhaft auf der Suche, es geht mir gut, sowohl beruflich als auch im sozialen Umfeld.
Das ist die Ursache. Das Defizit, welches Dich antreiben könnte ist gering.
Die meisten Männer in deinem Alter sind gebunden. Als erstes ist es schwierig, einen freien Mann zu finden. Dann muss er Dir gefallen UND Du musst ihm gefallen. Da wird die Treffermenge mit 40+ gering.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Hat sich dann jemand nach so langer zeit doch wieder verlieben können?
Ja, ich habe die Erfahrung gemacht. Etliche Jahre nach meiner Scheidung, als ich gezieltes Datiung aufgegeben hatte begegnete mir der passende Mann im RL - beiderseitige Begeisterung füreinander.

Ich kann daher nur empfehen, einfach Dein Leben zu leben und es zuzulassen wenn es passiert, aber dem vermeintlichen 2er-Glück nicht aktiv hinterherzurennen.
 
  • #10
Mir geht/ging es auch so, dass ich nicht unbedingt einen Mann brauchte und nicht auf der Suche war.
Allerdings: Wenn man als Frau nicht aktiv auf die Suche geht mittels Onlinedating und gewissen Apps, dann passiert da nichts.
Ab und zu habe ich dann das Gefühl gehabt, ich muss selber etwas tun und dann in 1-2 Wochen gleich 3-4 Männer gedatet.
Natürlich war da auch nicht gleich Mr. Right dabei.
Ich hing auch noch etwas an einer Ex-Affäre, hatte dann einen Freund, in den ich aber nie so wirklich verliebt war - vielleicht waren wir auch zu unterschiedlich.
Jetzt habe ich einen neuen Freund, wir kennen uns schon fast ein Jahr, aber es fing sehr sehr langsam an. Ich hatte keine wirklichen Erwartungen und wir hatten manchmal auch wochenlang gar keinen Kontakt - es entwickelte sich wirklich stückchenweise und ich dachte schon, dass das sowieso nichts wird.
Wenn man viele negative Erfahrungen gemacht hat oder vielleicht auch keine weiteren Enttäuschungen will, dann stürzt man sich auch nicht mehr so bereitwillig ins nächste Abenteuer.
Dann will man, dass es WIRKLICH passt und das tut es eben nicht sofort - manchmal nähert man sich auch langsam aneineinander an.
Bleib entspannt und geh aktiv auf die Suche... einen MAnn, der zu Dir passt, findest du oft nicht über Nacht, aber da kommt sicher noch einer demnächst!
Vielleicht bist du auch jetzt erst wieder wirklich bereit!?
 
  • #11
Wie viel Zeit gibst du dir denn, um dich zu verlieben?
Als ich jünger war, ging das manchmal richtig schnell, bei meinen jetzigen Freund gab es eine kleine Anlaufphase. Wir haben uns einen Monat lang regelmäßig getroffen, bevor überhaupt was passiert ist. Ich fand ihn zu diesem Zeitpunkt attraktiv und interessant und konnte mir durchaus vorstellen, dass es passen könnte, aber verliebt hätte ich es noch nicht genannt (auch wenn ich aus heutiger Sicht vermutlich schon auf dem Weg dahin war). Es kam dann nach und nach und wurde dann, als wir schon zusammen waren, auch immer stärker.
Ich glaube, nicht immer verliebt man sich Knall auf Fall, sondern sollte sich ein wenig mehr Zeit nehmen, um jemanden kennen zu lernen.
 
  • #12
Die erste Hürde ist, ob du dich überhaupt wieder verlieben willst. Es gibt genug Singles, die als Single sehr zufrieden sind und sich eine neue Liebesbeziehung garnicht mehr vorstellen wollen.

Dann müsstest du deine Ansprüche an Männer prüfen. Jeder Mensch hat Fehler. Auch du. Und das ist gut so.

Jetzt müßtest du noch grundsätzlich geeignete Männer treffen. Die laufen ja nicht durch dein Wohnzimmer. Also schau dich draußen um.

Man verliebt sich in einzelne Details, zB Lachfalten, das Glitzern der Augen, den Klang der Stimme. Achte auf diese Details bei Männer.

Angeblich verliebt man sich leichter, bei aufregenden Erlebnissen und hohem Puls... Wohl weil der Körper die Symptome mit Verliebtheit verwechselt.

Also besser im Waldkletterpark oder zum Achterbahnfahren verabreden, statt zum Kaffee trinken, wenn du dich verlieben willst.
 
  • #13
Kann ich gut verstehen. Ging mir nach einer Trennung vor einigen Jahren auch so. Zwar nicht 6 Jahre, aber 1,5. Ich hab's nicht mal geschafft, in dieser Zeit ein einziges Date zu haben und war sehr frustriert.
Die Männer, die mir gefielen, waren ausnahmslos verheiratet oder liiert und damit für mich tabu. Diejenigen, die zu haben waren, gefielen mir nicht als Gesamtpaket. Irgendwas hielt mich immer vom Verlieben ab: das Alter, das Aussehen, der Bildungsstand... und auf eine Affäre hatte ich zu dieser Zeit keine Lust. Mir einen dieser Männer zu nehmen, und damit einen faulen Kompromiss einzugehen, danach stand mir zu keiner Zeit der Sinn. Halte ich auch für unklug. Entweder man verspürt anfangs zumindest ein leichtes, ausbaubares Kribbeln, oder es bleibt aus.

Insofern schließe ich mich meinen Vorrednern an. Wenn Du Lust auf Liebe hast, dann werde aktiver. Erweitere dein persönliches Netzwerk, geh neue Wege, entdecke dich selbst neu.
 
  • #14
Ich bin auch schon länger Single und inzwischen sehr zufrieden damit.

Es gibt dazu wenig Männer da draussen, die neben halbwegs gutem schlanken Aussehen noch beziehungsförderne Basics wie Verbindlichkeit, Zuverlässigkeit, wirklich frei von der Ex, Schuldenfrei, entspannt, mit sich selbst und dem Leben zufrieden, wirklich erwachsen sind, das Leben gut wuppen, offen, emotional frei, selbstbewusst, kontaktfreudig sind.

Ich sehe nur ernste Gesichter, glotzende Männer und sowas mag ich als Frau nicht anlächeln.

Wenn ich mir das Leid von Kolleginnen und Freundinnen anschaue, kurz vor der Hochzeit nach 10 Jahren Beziehung für eine Frau, mit der schon seit einem halben Jahr was nebenbei läuft, verlassen, da bin ich ja mit meinen Erlebnissen noch harmlos weggekommen.

Beim Daten habe ich viele jammernde, unglückliche Männer kennengelernt. Das ist wenig sexy und interessant. Dazu oft gebunden, die nur vom sinkenden Schiff auf ein noch stehendes Schiff aufspringen wollen. Nicht mit mir.

Es hat also mit sehr sehr viel Glück zu tun, einen der begehrten wirklich freien und körperlich sowie seelisch fitten Ü-50er zu finden, wobei die Begeisterung auf beiden Seiten da ist.

W ü 50
 
  • #15
Mein Partner war 50, als er mich traf. 10 Jahre zuvor war er Single. Eigentlich dachte er schon, dass es das war. Kurze Affären gab es, aber nichts mit Substanz. Ja, und dann begegnete er mir oder ich ihm oder wir uns. Und es war wie in einem romantischen Film. Wie nie zuvor erlebt. Also ja, so etwas gibt es. Auch noch im fortgeschrittenen Alter. Nur Mut! Nicht aufgeben. Das Leben (respektive Liebesleben) ist mit Ü40 nicht vorbei!
 
  • #16
Es gibt dazu wenig Männer da draussen, die neben halbwegs gutem schlanken Aussehen noch beziehungsförderne Basics wie Verbindlichkeit, Zuverlässigkeit, wirklich frei von der Ex, Schuldenfrei, entspannt, mit sich selbst und dem Leben zufrieden, wirklich erwachsen sind, das Leben gut wuppen, offen, emotional frei, selbstbewusst, kontaktfreudig sind.

Na das hört sich sehr negativ an - wenn man vorher schon weiß, dass sowieso angeblich alle Singlemänner das Letzte sind, sollte man es natürlich gleich bleiben lassen.
Wenn man nicht an die Liebe und an das Gute im Manne glaubt, dann wird das auch nichts mit der Liebe.
Kann schon sein, dass ein Mann, den du triffst nicht völlig frei ist, da er Kinder und ne Ex hat... na und?
Deswegen kann es trotzdem passen .... ich kann nicht sagen, dass alle Dates unbrauchbar waren oder beziehungsuntauglich.
Alles Männer waren nett und auch wenn es nicht immer passte und der Ein oder Andere größere Macken hatte, kann ich nicht sagen, dass alle Männer nichts taugen.
Manche passen, manche nicht, ich bin sicher auch nicht für jeden Mann der Traum auf 2 Beinen mit 2 Kindern in Teilzeit arbeitend mit unzuverlässigem Exmann.
Trotzdem waren alle Männer positiv und aufgeschlossen mir gegenüber und wollten mich näher kennenlernen.

Liebe FS, wenn Dir dein Singledasein reicht und Du wieder einen Mann an der Seite haben willst, dann werde aktiv und such Dir einen.
Mach 2-3 Dates aus die Woche, wenn du den Kopf dazu hast und schau dir ein paar Männer an.
Es sind meistens nette Abende, manchmal entwickelt sich sogar ne Freundschaft oder es wird erst ein halbes Jahr später was draus.
Wenn man keine 20 mehr ist, wird man selten angesprochen (ich zumindest nicht), aber über 30 oder gar über 40 erwarten ja auch alle, dass man verheiratet oder anderweitig liiert ist - da wird das nichts mit dem spontanen Kennenlernen in einer Bar oder dem Supermarkt.

Such dir selber einen Mann, hab ich auch so gemacht.
Ganz konventionell auf einer Datingseite, angeschrieben, gedatet über Monate immer mal wieder und jetzt nach 8 Monaten ist erst was draus geworden.
Wir hatten den Kontakt verloren und ICH habe ihn wieder angeschrieben... er hat sich sehr gefreut und ab da lief es auch, aber ohne Eigeninitiative wäre rein gar nichts passiert.
Warte nicht drauf, dass Dich einer findet - such Dir selber einen guten Mann aus ;-)
Es GIBT natürlich verbindliche, ehrliche und gutaussehende Single-Männer. ;-)
 
  • #17
Hallo, hier ist die Fragestellerin :)
Danke für die zahlreichen Antworten!
Was mir auffällt ist, dass viele von Euch raten, aktiv zu werden, um einen Mann zu finden, in den Frau sich verlieben kann. So nach dem Motto, je mehr ich kennenlerne, desto höher ist die Chance, mich zu verlieben.
Mindestens genauso viele raten, NICHT zu sehr zu suchen, sondern abzuwarten, dass "es" irgendwann passiert da man ja nichts erzwingen kann. Nicht "als Suchend" rüberkommen, da es eventuell eine schlechte/bedürftige Ausstrahlung hervorruft.
Aber genau das ist ja das Dilemma. Was soll man denn nun machen als Single mit Partner- oder Verliebtheitswunsch? Für alle Ratschläge gibt es gute Gründe und erfolgreiche Geschichten......
Ich finde es echt schwierig, zumal ich in meinem Job keine Zeit habe (und da bin ich sicherlich nicht die einzige) pro Woche 3-4 (oder gar mehr) Dates zu haben. Leider unmöglich.
Ich hoffe trotzdem weiter........
 
  • #18
Hallo Medigyn,
wenn ich sage, du sollst aktiv raus gehen, meine ich folgendes als Beispiel:

Ich kann morgens auf dem Weg zu Arbeit auf meinem Smartphone tippen, sodass ich bis zur Arbeit keinen Blickkontakt mit anderen Fahrgästen hatte. Das selbe wenn ich abends ins Fitnessstudio gehe, hinfahren, trainieren, heim fahren ohne Blickkontakt. Gerade wenn ich beruflich eingespannt bin, habe ich keinen Kopf für mein Umfeld, obwohl Flirts und zwischenmenschliche Kontakte Stress mindern würden.

Oder aber ich schaue mir die Leute auf dem Bahnsteig und meiner Umgebung an, rede kurz mit der Frau am Kiosk, dem Mann am Trainings-Gerät usw.
Dabei hängst du den Männern aber nicht am Bein, sondern wechselst einfach kommunikativ ein paar Worte.
 
  • #19
Moin @medigyn ,

diesen seltsamen Tipp...
können eigentlich nur Menschen brauchen, die sowieso schon, in ihrem ganz normalen Alltags- und Freizeitverhalten, z.B. über einen großen Freundeskreis viele mögliche Kandidaten treffen. Die anderen müssen natürlich selbst aktiv werden, um ihre Auswahl zu erhöhen, wie soll es denn sonst klappen?

Diese Anzahl
ist selbstverständlich extrem hoch. Würde ich mir auch als Mann nicht antun wollen, schaffe ich mental und organisatorisch nicht, macht ganz schnell überhaupt keinen Spaß mehr. Warum nicht 1-2 Dates die Woche?
Und diese Zeit sollte ja eine sehr begrenzte Phase darstellen - wie bei der Stellensuche investiert man da viel Energie und Nerven, man muss sich da nicht dran gewöhnen, man darf diese Phase ruhig stressig und relativ unangenehm finden.

manchmal
 
  • #20
viele von Euch raten, aktiv zu werden ......
Mindestens genauso viele raten, NICHT zu sehr zu suchen, sondern abzuwarten, dass "es" irgendwann passiert
Liebe FS,
es geht nicht darum, was viele raten, jeder muss tun, was sich für ihn stimmig anfühlt und das ist typbedingt. Darüber hinaus geht es auch noch darum, was Du für eine Beziehung suchst.
Tu' nicht, was die höchste Anzahl Ratschläge ist, weil das richtig ist, sondern nimm es als persönliche Erfahrungsberichte und versuch' zu erkennen, welche Strategie Dich mehr anspricht.

Ich habe nur kurz und mit Unterbrechungen aktiv gesucht - irgendwas zeigte mir schon, dass das nichts für mcih ist und ich hatte allein ein gute ausgefülltest Leben, guter Job, nette Kollegen, gute Freunde, sonstige Interessen.
Genau wie Du hatte ich wenig Zeit für gezieltes Datung und insgesamt wohl zu wenig Interesse daran.
Es zeigte sich, dass ich bei den Dates nicht locker war und dass ich auch ein sehr spezieller Typ bin, der wenig Resonanz bei Männern im Hinblick auf eine Partnerschaft findet.
Ich sah gut aus, bin schlank, klug, gutverdienend - für Affären wäre ich weggegangen wie geschnitten Brot, aber weder wollte ich eine Affäre noch einen Affärenwilli. Damit war das gezielte Dating obsolet, denn dort triffst Du auf diesen Männertyp gehäuft.

Was soll man denn nun machen als Single mit Partner- oder Verliebtheitswunsch?
genau das:
ich schaue mir die Leute auf dem Bahnsteig und meiner Umgebung an, rede kurz mit der Frau am Kiosk, dem Mann am Trainings-Gerät usw.
offen sein für Kontakte/Gelegenheiten, wahrnehmen, was um Dich herum passiert, ansprechbar sein, aber auch ablehnend, wenn Du einen Mann nicht willst. Für mich war das der Schlüssel zum Erfolg.
 
  • #21
ja, das mit dem Ausgehen...

Wir kennen Dein Freizeitverhalten nicht, deshalb ist uns nicht klar, ob Du hier mehr machen solltest.

Es ist uns allen und auch Dir aber klar, dass Du zuhause im Wohnzimmer keinen Mann treffen wirst, außer Du hast ihn vorher dahin eingeladen, oder Du verliebst Dich in den Heizungsableser.

Du musst selbst entscheiden, ob Du mehr raus gehen kannst.

Mich würden 3-4 Dates in der Woche sehr nerven. Außer Du rechnest das Mittagessen mit einem Arbeitskollegen in der Kantine usw. dazu.

Und da sind wir wieder bei meinem "aktiv suchen".
Wenn Du mit deinen Arbeitskollegen zu Mittag beim Italiener isst, ist die Wahrscheinlichkeit höher einen hübschen Mann zu sehen, als wenn Du alleine im Einzelbüro sitzen bleibst.
 
  • #22
Hallo, hier ist die Fragestellerin :)
Danke für die zahlreichen Antworten!
Was mir auffällt ist, dass viele von Euch raten, aktiv zu werden, um einen Mann zu finden, in den Frau sich verlieben kann. So nach dem Motto, je mehr ich kennenlerne, desto höher ist die Chance, mich zu verlieben.
Mindestens genauso viele raten, NICHT zu sehr zu suchen, sondern abzuwarten, dass "es" irgendwann passiert da man ja nichts erzwingen kann. Nicht "als Suchend" rüberkommen, da es eventuell eine schlechte/bedürftige Ausstrahlung hervorruft.
Aber genau das ist ja das Dilemma. Was soll man denn nun machen als Single mit Partner- oder Verliebtheitswunsch? Für alle Ratschläge gibt es gute Gründe und erfolgreiche Geschichten......
Ich finde es echt schwierig, zumal ich in meinem Job keine Zeit habe (und da bin ich sicherlich nicht die einzige) pro Woche 3-4 (oder gar mehr) Dates zu haben. Leider unmöglich.
Ich hoffe trotzdem weiter........
Für mich ich sehr wichtig bei sich zu sein. Ich lese und lerne gerne, auch hier, was andere sich vorstellen und wie sie sich verhalten, aber genauso gut weiß ich, was für mich gut und richtig ist.

Also nehme die Ratschläge, die Du hier bekommst, und prüfe wie diese sich für Dich anfühlen. So findest Du einen Weg zu Dir und damit zu anderen.

Ich habe für mich erkannt, dass das was ich (fast) 26 Jahre an Partnerschaft hatte nicht (mehr/so schnell) wiederkommt und lebe mit/in dem was mir möglich ist, mit der notwendigen Offenheit und möglichen Konsequenzen.

Ich finde nicht, dass zum Kennenlernen 3-4 Date/Woche notwendig sind. Du solltest aufmerksamer im Hier-und-Jetzt-und-Augenblick leben, Deinen (hoffentlich vorhandenen vielseitigen) Hobbies nachgehen und das Leben inhalieren. Wenn ich sehe wie viele Menschen unachtsam durch ihren Alltag rennen, wundert es mich nicht, dass sie wenig Gelegenheit haben andere Menschen wahrzunehmen und kennenzulernen, auch eine/n Partnerer/in, und ihr Leben verpassen.
 
  • #23
Mindestens genauso viele raten, NICHT zu sehr zu suchen, sondern abzuwarten, dass "es" irgendwann passiert da man ja nichts erzwingen kann. ...
Ich finde es echt schwierig, zumal ich in meinem Job keine Zeit habe (und da bin ich sicherlich nicht die einzige) pro Woche 3-4 (oder gar mehr) Dates zu haben. Leider unmöglich.
Ich hoffe trotzdem weiter........
Du hoffst also weiter....!?
„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“
(Albert Einstein, )
Könnte auch noch mit "Wer will, findet Wege, wer nicht will Gründe...." hinterherkommen....
Du musst nicht 3-4 Dates machen - nur wenn du gerade Zeit hast.
Ansonsten reicht 1 Date am WE.
Wenn du 3-4 Männer kennengelernt hast, ist meist schon einer dabei.
Zumindest war das so bei mir.
Klar kann einem der Zufall auch helfen im Job oder im Supermarkt, beim Sport oder bei Freunden.
Aber da wir heutzutage alle viel arbeiten und abends müde sind, bleibt die Freizeit doch sehr beschränkt und am WE trifft man sich dann eben mal mit ner Freundin zum Frühstück, vielleicht mal Sport oder ne Ausstellung - das wars... manchmal aber auch nur PC, Laptop, TV und whats app am WE.
Also MUSS man aktiv werden und Dates ausmachen.
Und selber anschreiben, weil man sonst ja nur die abbekommt, die man sowieso nicht will.
Schreibe selber mal 5 Männer an und mach zumindest 1 Date aus.
Das klappt schon!
 
  • #24
Und diese Zeit sollte ja eine sehr begrenzte Phase darstellen - wie bei der Stellensuche investiert man da viel Energie und Nerven, man muss sich da nicht dran gewöhnen, man darf diese Phase ruhig stressig und relativ unangenehm finden.
"Zeitlich sehr begrenzt" ist die Suchphase nur, wenn man schnell fündig wird - und wie wahrscheinlich ist das, wenn man sich wie die FS wirklich verlieben will?

Wie wahrscheinlich ist es überhaupt, sich bei einem Date zu verlieben, zu dem man sich lustlos hingequält hat? Mit einer genervten "Ich-mach-drei-Kreuze-wenn-der-Mist-vorbei-ist"-Haltung? Also ich persönlich hatte nach einer Handvoll Versuchen das deutliche Gefühl: so wird das nichts. Ich kann jetzt noch 3 Jahre so weitermachen und werde dabei vielleicht auch interessante Männer treffen, aber zum Verlieben brauche ich ein anderes Setting.

Jetzt könnte man natürlich sagen, dass ich zu schnell aufgegeben habe. Aber ich behaupte mal, dass ich mich selbst ganz gut durchschaue. Mir war bald klar, aus welchen Gründen gezieltes Dating für mich nicht funktioniert - es ist mir viel zu direkt und erfordert unnatürlich schnelle Entscheidungen für oder gegen einen Menschen - und dass diese schwer behebbar sind, weil man seine Persönlichkeit nicht um 180° drehen kann.

Nun ist nicht jeder so gestrickt wie ich. Es mag sicher Leute geben, für die Online-Dating die perfekte Strategie ist. Aber egal, für welche Form der Partnersuche man sich entscheidet: ich denke, ein bisschen Spaß an der Sache ist unabdingbare Voraussetzung dafür, sich verlieben zu können. Die Art und Weise des Kennenlernens darf einem nicht widerstreben - sonst baut man gegenüber den Menschen, denen man auf diesem Wege begegnet, von Anfang an eine Mauer auf.

Ich kann der FS nur raten: versuche, Männer bei Aktivitäten kennenzulernen, die dir selbst Spaß machen.
 
  • #25
Ich kenne einige Ehepaare, die sich online gefunden haben und inzwischen seit Jahren glücklich sind.
Für mich war das Online-Dating nichts. Mich muteten die ersten Treffen wie Bewerbungsgespraeche an.

Für mich war es sinnvoller, mit sympathischen Bekannten und Freunden etwas zu unter und über diese neue sympathische Menschen kennenzulernen.
 
  • #26
Wie wahrscheinlich ist es überhaupt, sich bei einem Date zu verlieben, zu dem man sich lustlos hingequält hat? Mit einer genervten "Ich-mach-drei-Kreuze-wenn-der-Mist-vorbei-ist"-Haltung? ....
Mir war bald klar, aus welchen Gründen gezieltes Dating für mich nicht funktioniert - es ist mir viel zu direkt und erfordert unnatürlich schnelle Entscheidungen für oder gegen einen Menschen
zu deinem ersten Punkt:
Wie wahrscheinlich ist, es, sich zu verlieben, wenn man sich lustlos hinquält?
Also ich bin auch tendenziell immer lustlos, weil ich Blind-Dating anstrengend finde. Außerdem bin ich meistens viel zu bequem dazu, aber wenn du willst, dass sich etwas ändert, musst du deine Comfortzone mal verlassen.
Der Mensch ist ja nur das erste Mal fremd und man darf nicht mit der Erwartung hingehen: "Hoffentlich verliebe ich mich" ... es reicht ja, wenn man erst mal entscheidet: Den würde ich gerne wiedersehen, war ein netter Abend.

Wenn du Dates hattest, bei denen du dachtest, wann ist der Mist vorbei, dann hast du keine gute Vorauswahl geleistet, denn das dachte ich nie bei einem Date, selbst wenn ich manchmal wusste, dass der Mann nicht für mich in Frage kommt.

Und eine unnatürlich schnelle Entscheidung muss man auch nicht treffen.
Beim ersten Date muss man ja nur wissen: Den möchte ich wiedersehen... und dann trifft man sich nochmal, vielleicht unternimmt man was, vielleicht whats-appt man erst mal... ich habe meinen jetzigen Freund 8 Monate gekannt, ohne dass irgendwas war. Wir hatten 5 Dates, haben uns ne Weile nicht gesehen und das ging sehr langsam.
Auch andere Dates melden sich teilweise nach nem Jahr erst wieder, oder nach einigen Monaten.
Nicht alles läuft nach Drehbuch, aber online/per Dating-App lernt man eben schneller kompatible Männer kennen, als per Zufall.
Das klappt nur in jungen Jahren, wenn sowieso fast alle Single sind.
Übrigens waren meine Dates nie wie Bewerbungsgespräche - es war einfach ein netter Abend mit leckerem Essen oder auch mal ein Lunch und meist sehr lustig. Die Männer sahen alle ziemlich gut aus, hatten Manieren und Stil und wir hatten immer gute Gespräche.
Aber vielleicht kann ich auch besser mit Fremden umgehen und mich gut auf andere einstellen!?