• #31
Ich nehme an, du willst kein "bester Freund" sein. Ein Freund ist immer da, hat Zeit, hört zu. Das ist ja nett, aber das mache ich mit meinen gleichgeschlechtlichen Freunden, wo es hingehört.
Du willst eine Partnerin kennenlernen, man will sich anziehen, es soll knistern.
Vielleicht mal flirten lernen?
Wann hast du das letzte Mal einer Frau tief in die Augen geschaut?
Wann hast du mal ihre Hand genommen einfach so?
Man geht zusammen ins Kino, um mal den Arm um die Dame zu legen oder mal nach dem Kino, die Hand zu nehmen. Für sonst nichts! Dein Fokus liegt bitte hoffentlich nicht auf dem Action-Film! Das wäre nämlich ziemlich asexuell! Du solltest das Treffen nutzen, um etwas anzubändeln als Mann!

Wie zeigst du denn deine Gefühle? Hoffentlich nicht per Chat!
Du triffst dich mit einer Frau und legst den Fokus zu 100 % auf sie. Lehnt sie eine Umarmung oder ein Händchenhalten ab oder einen ersten Kussversuch, dann war es das! Dann heißt es weitersuchen, weil die Frau sexuell nicht von dir angezogen ist. Es würde deine und ihre Zeit verschwenden, da weiter dran zu basteln und es ist so wischi-waschi von einem Mann. Aber das MUSS einfach von dir kommen, damit Frau ziemlich schnell nach dem Treffen weiß, wohin es mit dir geht und damit sie sich darauf einstellen kann.
 
  • #32
Lieber FS
Ich denke, das mit der Liebe/Beziehungsanbahnung ist ein komplexes Verfahren, worauf weder Mann noch Frau adäquat vorbereitet und erzogen wurden.
Aber sie verlieben sich nicht in mich. Und umso mehr Zeit vergeht, umso mehr lande ich in dieser Ecke. Und ich weiß jedes mal, dass es traurig und mit Abschied enden wird, trotzdem warte ich, hoffe ich und das jedes mal...
Nun, du nimmst eine zu passive Rolle ein, so wie ich das lese. Zuhören und abwarten und hoffen.
Wenn du nicht ausdrückst, dass du die Frau auch sexuell begehrst, dann kriegst du auch nie Sex mit ihr und das ist gleichbedeutend mit Kumpelschiene.
Und ja, in Zeiten von metoo kann man durchaus verunsichert werden, was geht und was nicht. Darum muss man eben "eskalieren" können.
Frauen verlieren dann das Interesse weil die meisten ja leider von sich aus nicht auf Tuchfühlung gehen.Ganz selten bis gar nicht.Woran das liegt weiß ich nicht.
Ich habe gelernt, eine Frau, welche die Initiative ergreift, ist verzweifelt, jemand der sich herabwürdigt. Denn jeder Mann, der sie wirklich toll findet, ergreift sofort hemmungslos die Initiative. Der Mann ist ja ein Jäger. Und wenn er nicht initiativ ist, findet er sie eben nicht toll genug und dann ist es ganz peinlich, so einem Mann noch "nachzulaufen".
Sprich, wenn ein Mann nicht die Initiative ergreift bei einer Frau, erlebt das die Frau irgendwann als Ablehnung und Desinteresse.
Und ja, es ist vielleicht schade, dass das so abläuft. Man kann es als individuelle Frau bei sich selbst ändern, aber das kulturelle Grundgerüst bleibt vorerst.
 
  • #33
Wenn du nicht ausdrückst, dass du die Frau auch sexuell begehrst, dann kriegst du auch nie Sex mit ihr und das ist gleichbedeutend mit Kumpelschiene.

So einfach ist dies ja nun auch nicht. Selbst wenn ich erfolgreich eskaliere und die Frau die dazu tendiert mich zu Kumpelsieren dann doch herum bekomme, bedeutet dies nicht, dass ich wirklich von der Freundschaftsschiene herunter und stattdessen Liebe bekomme. Siehe z.B. den Thread https://www.elitepartner.de/forum/frage/was-ist-es-denn-nun.75685/page-3#post-1050247

Insbesondere das "Herum kriegen", von dir hier als notwendig beschrieben, wird wieder von anderen Damen als "böse" stigmatisiert, insoweit gibt es für den FS hier kein Lehrbuch in dem steht wie er es richtig machen kann.

Bei der gleichen Dame kann je nach Situation (oder vielleicht hormoneller Lage bzw. genereller Stimmung) es total positiv ankommen wenn ich quasi zur Begrüßung gleich sexuell zufasse bzw. dieses Vorgehen zu absoluter Ablehnung führen. Dies ist allerdings etwas mit dem sich Männer wohl einfach nur abfinden müssen.

Der FS sollte tatsächlich mit verschiedenen Vorgehensweise experimentieren und nicht bei seinem authentischen Standard bleiben wenn er auf diesem Weg bisher nur erfolglos war. Die Pick up Kritik zu dieser Idee nehme ich gerne in Kauf. Aber letztlich hat auch der FS einen Anspruch auf Zuneigung und sollte deswegen verschiedene Wege ausprobieren.
 
  • #34
In meiner Studienzeit hatte ich ein richtiges Aha-Erlebnis zu dem Kumpelthema. Wir sind zu mehreren nach Italien in den Urlaub gefahren und haben dort zu mehreren ein altes Haus gemietet.

Einer meiner besten Freunde war auch dabei und er war mit einer sehr hübschen blonden Frau zusammen. Ich kannte sie vorher auch schon und fand sie durchaus nett. Daneben gab es mehrere Leute, die ich entweder gut oder gar nicht kannte. Er ist mit ihr vorher noch alleine unterwegs gewesen und hat u.a. die Eltern besucht. Irgend etwas muss vorgefallen sein. Er sagte mir bei Ankunft, dass seine Freundin nicht möchte, dass sie ein Paar sind.

Das "warum" wurde sehr schnell klar. Einer von den Leuten, die ich nicht kannte, himmelte sie ständig an. Er hätte alles für die getan und wäre sicher auch vom Empire State Building gesprungen, wenn sie das verlangt hätte. Eine ziemlich arme Wurst. Dann war noch einer dabei, der ein stiller Verehrer war. Der hat nichts gemacht, aber er suchte immer ihre Nähe. Sie hat das sehr genossen und hat dann ihrerseits versucht, mit einem weiteren, der auf sie angesprungen ist, zu flirten. Der war nicht wirklich der Frauentyp und wusste gar nicht, wie ihm geschieht, war geschmeichelt und dachte, er bekommt eine Freundin. So kann man sich irren, er hatte nicht den Hauch einer Chance. Das beste war, dass mich dann eine andere gefragt hat, warum ich nichts versuchen würde? Ich habe nur gesagt, dass ich kein Interesse habe. Sie hat tatsächlich von sich einen Anlauf bei der Rückreise gestartet, aber da ich nicht darauf reagiert habe, war das schnell erledigt. Die Spannungen zwischen der Frau und meinem Freund haben ständig zugenommen und das war es auch. Sie sind getrennt aus dem Urlaub zurück gekommen.

Er sagte mir, dass er ständig diese Kumpelsituationen erlebte. Wenn er bei ihr war, hat sie ständig Kumpel gehabt, die irgendetwas für sie erledigen. Zugegeben: Sie sah sehr gut aus, hatte eine Top-Wohnung, kam aus reichem Elternhaus und war als Mensch in Ordnung. Aber als Frau hätte ich sie nicht haben wollen. Viel zu anstrengend. Da sie äußerlich viele positive Dinge in sich vereinigte, hatte sie eine Menge Verehrer. Alles Kumpel, die es nicht schaffen.

Ich hatte immer am meisten Erfolg, wenn ich ihr gezeigt habe, dass ich interessiert bin. Natürlich habe ich Körbe gesammelt, aber das gehört dazu. Wenn ich nichts gewagt habe, bin ich nicht mal in die Nähe von Sex gekommen. Ich bin durchaus verständnisvoll, höflich und zuvorkommend, aber wichtig ist, zu zeigen, dass Du sie magst. Nicht nur verbal, sondern auch in der Annäherung. Und lass dich nicht als Kümmeronkel missbrauchen. Da wirst Du immer der gute Kumpel und das willst Du nicht sein. Zeige, wer Du bist und was Du willst. Das gefällt nicht allen Frauen, aber vielen schon. Und das reicht, eine feste Freundin zu finden.
 
  • #35
Ich verliebe mich recht schnell und zeige generell gerne meine Gefühle, höre Frauen aufmerksam zu, bin sensibel, verständnisvoll etc.

Da steht der Kern Deines Problems. Die meisten Frauen wollen letztlich doch einen Mann und kein sensibles Weichei (sorry für die Übertreibung). So wie umgekehrt auch die "Powerfrau" meist eher alleine bleibt.

Da bleibt nur, in "veganen Yogagruppen" nach Frauen zu suchen (nach meiner Erfahrung suchen manche Frauen da durchaus nach Männern wie Dir), denn Dich grundsätzlich zu ändern wäre wohl eher gespielt und bringt dann wenig...
 
  • #36
Im allgemeinen wollen Mann und Frau immer das was man gerade nicht im Angebot ist. Das betrifft Partnerschaften analog wie Autos, TV´s und/oder Wohnungen.

Auch sind unterschiedliche Sichtweisen verständlich, werden aber oft gnadenlos unterschätzt. Wer aufmerksam und regelmäßig hier im Forum ließt wird 3 unumstößliche Tatsachen erkannt haben.

1.) Du bekommst nie die Antwort, auf die Frage die Du gestellt hast
2.) Die meisten Antworten bekommst Du, wenn Du nicht dem Syntax folgst, sondern in der Lage bist zwischen den Zeilen zu lesen
3.) Die besten Bindungen zwischen Männlein und Weiblein, sind diejenigen in denen der Altersunterschied von "anderen" als zu groß, unpassend oder erheblich eingestuft wird.

Wenn die Beziehung diese/deine/eure Kriterien erfüllt, ist sie zwar nicht allgemein anerkannt, aber sehr harmonisch für die Protagonisten.

Warum das unter 3.) beschriebene so ist, dafür gibt es ebenso verschiedene, wie unterschiedliche Thesen. Pragmatisch denken hilft unwahrscheinlich. Warum werden Männer zum Beispiel immer weiblicher? Menschen leben nach und ahmen nach. Wir haben in Deutschland die geringste väterliche Abdeckung ever. Wo also sollen die Jungen und heranwachsenden Männer sich etwas ab schauen. Also schauen sie bei den weiblich geprägten ab.

Die Mutter und ihre besten Freundinnen , Oma, Tante? Die Haushalte von AE´s sind eher weiblich geprägt, wie der Junge dann eben auch. Wenn er dann noch ein weibliches Gehirn hat (ist Genetik und führt hier zu weit) ist das Unglück vorprogrammiert.

Bleiben die BadBoys. Die natürlich männlich sind, weil sie in der Horde aufgewachsen sind. Also mehr Wohnblock im Stadtkern als Reihenhaus am Rande der Großstadt. Die sind deswegen männlich, weil sie immer aufpassen mussten, um nicht unter gebuttert zu werden. Die Grenzen verschieben sich. Und so ändern sich die Frauen, die Männer und die Beziehungen.
 
  • #37
Da steht der Kern Deines Problems. Die meisten Frauen wollen letztlich doch einen Mann und kein sensibles Weichei (sorry für die Übertreibung). So wie umgekehrt auch die "Powerfrau" meist eher alleine bleibt.
Nee also ganz so krass sehe ich das nicht.
Ich denke, die Qualitäten des FS sind in einer bereits etablierten Beziehung sehr nützlich. Dass man sich zuhört, aufeinander eingeht, das wird dem FS sehr zu Gute kommen, wenn er und eine Frau sich mal gefunden haben. Einfach in der Anbahnungsphase braucht's noch etwas Mut, Initiative, oder das beherzte Beenden dauerhaft aussichtsloser Treffen.
Sagen wir so: Der FS hat wunderbare Qualitäten, die für den platonisch-freundschaftlichen Teil der Beziehung sehr gut sein werden. Er muss aber noch etwas am erotisch-verführerischen Teil arbeiten, damit das Ganze eine runde Sache wird.
Wäre ich in diesem Teil der Beziehungsanbahnung besonders begabt, würde ich dem FS gern was raten, aber ich eiere im Anfangsstadium auch schrecklich herum.
Ich hatte übrigens einen Kollegen, der steckte auch immer mal wieder in der Kumpelschiene fest. Da traf er auf eine wunderschöne Südamerikanerin und diese fand seine Zurückhaltung wohl eine erfrischende Abwechslung zu den gewohnten Annäherungsversuchen. Sie sind jetzt glücklich verheiratet.
 
  • #38
Such dir mal eine Frau die nicht so viel von aussen braucht (einen Mann der sie dominiert z.B) und die weiß dass ein netter, verständnisvoller, liebevoller Mann sehr viel besser ist. Und schau, dass du optisch in deiner Liga bleibst.
 
  • #39
In einem anderen Thread hast du geschrieben, dass du gerne in der Natur bzw. im Wald bist und da leider noch keine Frau getroffen hast. Ich dachte mir bei diesem Satz....hmm schade. Ich bin ja auch so eine Naturbegeisterte und leider treffe ich sehr selten Männer da draussen. Nur beim Wandern trifft man ab und zu Männer, aber eher mehrere auf einmal.

Ich glaube, dass du auch das falsche Beuteschema hast. Suche doch lieber da wo sich die Frauen aufhalten könnten. Naturbegeisterte sind da draussen und gehen gerne in die Berge wandern.
Versuchs da mal ;)
 
  • #40
Prinzipiell ist es ganz oft so, dass genau die Frauen, die du gerne als Kumpel hättest, mehr wollen. Oder?
Wenn das bei dir so ist, dann beobachte dich selbst, wie du dich diesen Frauen gegenüber verhälst. Lockerer, lässiger, ohne Angst deinen Humor spielen zu lassen?
Ich vermute, genau in deinem angespannten Verhalten liegt der Knackpunkt.
Schalte gedanklich mal zurück - du möchtest die Frau erst kennen lernen bevor du sie heiratest. Also geh an die Frau mit dem Gedanken heran - die will ich kennen lernen. Ist ihre Art so toll, wie ihre Optik?

Du hast nämlich auch was zu bieten. Und das darf sie entdecken. Versuchs mal ... vielleicht hilft dir das.
 
  • #41
@Thegan In einem anderen Thread schreibst du von einer Frau, bei der du nach einem Jahr auf der Kumpelschiene landest, obwohl ihr Sex hattet. Und du schreibst von eigenen Kindern. Die ganzen Aufreißertipps hier werden also nichts helfen. Die Frage wäre eher, warum du keine dauerhafte Beziehung hinbekommst.
 
  • #42
Aus Antworten die du in einem anderen Thread gegeben hast ("was ist bloss mit Frauen um die 30 los") schliesse ich auf eine grosse Verbitterung gegenüber "den Frauen" und wohl auch gegenüber den Männern, die bei Frauen landen können. Zwar verständlich, aber wirkt sich doch eher negativ auf die Ausstrahlung aus...
 
  • #43
Aus Antworten die du in einem anderen Thread gegeben hast ("was ist bloss mit Frauen um die 30 los") schliesse ich auf eine grosse Verbitterung gegenüber "den Frauen" und wohl auch gegenüber den Männern, die bei Frauen landen können. Zwar verständlich, aber wirkt sich doch eher negativ auf die Ausstrahlung aus...

Nein, vielleicht ein wenig Verbitterung mir selbst gegenüber.
Ich war auch schon verheiratet, məhrere Beziehungen gehabt aber jede Geschichte endet im Chaos. Oder unglücklich.. oder, oder. Ich bin auch nicht "immer" der Kumpeltyp, mein Beitragstitel wurde so umgeändert.
 
  • #44
In einem anderen Thread hast du geschrieben, dass du gerne in der Natur bzw. im Wald bist und da leider noch keine Frau getroffen hast. Ich dachte mir bei diesem Satz....hmm schade. Ich bin ja auch so eine Naturbegeisterte und leider treffe ich sehr selten Männer da draussen. Nur beim Wandern trifft man a
Ich glaube, dass du auch das falsche Beuteschema hast. Suche doch lieber da wo sich die Frauen aufhalten könnten. Naturbegeisterte sind da draussen und gehen gerne in die Berge wandern.
Versuchs da mal ;)

Meine letzte "Beziehung" hatte ich mehr oder weniger so kennengelernt. Irgendwann werd ich es mal so wieder probieren. Im September in den Alpen :)
 
  • #45
Du schreibst: "Wenn ich eine Frau kennenlerne habe ich habe keine Lust, mich zu verstellen und "Strategien" bewusst anzuwenden sondern möchte sein, wie ich bin."

Das behauptest du. In Wahrheit verstellst du dich:
Du begehrst die Frau und statt ihr das Begehren zu zeigen, spielst du ihr den Kumpel vor.

Hör auf, dich zu verstellen. Wenn du begehrst, zeige Begehren!
Mann kann sein Begehren respektvoll zeigen, aber nie unterwürfig und auch nie kumpelhaft.
 
  • #46
Wenn eine von meinen Bekanten irgendwas von mir will, dann kann kriegt sie regelmäßig klare Absagen. Es sei denn ich habe richtig Bock drauf oder es ist ein absoluter Notfall.

Ehrlich gesagt finde ich solche Aussagen ziemlich seltsam. Wenn man jemanden regelmäßig Absagen schickt, dann wäre man eigentlich die längste Zeit ein Bekannter oder gar Freund gewesen. So wäre das bei mir, an so einer Person hätte ich kein weiteres Interesse an einen Kontakt. Nicht falsch verstehen, man hat nicht immer Zeit und manchmal sind andere Dinge wichtiger. Aber da zeigt sich doch eigentlich, auf wen man sich verlassen kann, wenn die Person mir trotzdem versucht weiterzuhelfen (z.B. einen anderen Termin vorschlägt).

Viel spannender finde ich die Frage, wie man sich wirklich männlich gibt. Ich glaube das wissen die meisten nicht. Bei einigen reduziert sich das auf den Tipp, dass man der Frau zeigen soll, dass man mit ihr Sex haben will. Wie originell. ;) Leider nehmen sich manche Frauen auch nicht die Zeit einen Mann richtig kennenzulernen. Es soll beim 1.Date richtig Bang machen. Naja, ich will mich auch nicht ständig wiederholen, kurz gesagt, viele wären in ihrer jetzigen zufriedener, wenn sie sich mehr Zeit beim Kennenlernen genommen hätten und nicht an den falschen Stellen Kompromisse eingegangen wären.
 
  • #47
Viel spannender finde ich die Frage, wie man sich wirklich männlich gibt.
Genau da hast du den Fehler - egal, wie du dich gibst - stehst du nicht wirklich zu deinem Verhalten, dann empfinden Frauen die kleinen Risse in der Fassade.
Was du tun kannst, um männlicher zu wirken?
Wie beim Sport - verstärke deine Stärken und Vorzüge, lerne das zu minimieren, was dich hindert.
Beispiel: Du bist gross und kräftig, sportlich und beweglich - erhalte dir das, indem du nicht aufhörst, Sport zu betreiben.
Ist dein Selbstvertrauen im Keller - dann arbeite daran, es zu stärken. Denn dann trittst du automatisch selbstbewusster auf.

Deine Persönlichkeit, deinen Charakter sollst du dabei aber gerade nicht ändern, um nicht als Schauspieler entlarvt zu werden. Auch hier ein Beispiel: du kannst Sport treiben, um nicht zuzunehmen. Aber dann gibs auch zu, stelle dich nicht als Sportfreak hin.

Ich hoffe, ich konnte das begreifbar darstellen.

Wenn du dich verstellst, den freundlichen, aber uninteressierten Kumpel darstellst - nun, dann wunder dich nicht, wenn du genau der Kumpel auch wirst.
 
  • #48
Gibt nur einen Grund, warum Männer in der Friendzone landen:

Schlichte Angst ins kalte Wasser zu springen. Also eine große Gehemmtheit sich Frauen körperlich und sexuell zu nähern. Wenn du wartest, nicht, weil du warten willst, sondern, weil du etwa Angst hast eine Frau mal schön zu küssen bei Date 1, 2 oder aller spätestens bei Date 3, dann wird dir das immer wieder das Genick brechen.

Begehrte Frauen die ein paar Mal gut verführt wurden, werden sich selten mit weniger zufrieden geben. Wenn eine Frau auf dich steht, was glaubst du woran sie so denkt, wenn sie nicht ultra konservativ ist sondern Blut bei ihr durch die Adern pumpt, eh?

Sie wird sich vorstellen, wie es sich anfühlt von dir geküsst zu werden, und, ja, auch wie es wohl wäre mit dir zu schlafen.

Warte zu lange, sei 3 + Dates zu gehemmt und Frauen werden der Reihe nach einfach das Interesse verlieren und sich einen selbstbewussteren, mutigeren und aktiv führenden/verführenden Kollegen suchen. Rede 5 Std. mit einer Frau auf einem Date.

Erinnern wird sie sich jedoch an den einen Augenblick, als ihr Herz schneller schlug, sie nervös und/oder verlegen oder sogar erregt wurde, weil du ihren Hals, ihren Mund geküsst hast oder ihr was echt nettes ins Ohr geflüstert hast, als es gerade echt flirty war beim Date.

Das sind die Momente an die sie sich erinnert. Du selbst musst das initiieren. Du bist der Mann.

Aufgeregt oder nervös zu sein ist häufig kein Problem.

Aber du musst handeln und zeigen, dass du sie begehrst. Im besten Fall zweifelt eine Frau sonst sogar an sich und ihrer weiblichen Ausstrahlung (und glaub mir, das willst du nicht) und im schlimmsten Fall nehmen Frauen dich so wahr, wie das hier erwähnt wurde:

Als asexuelles Neutrum = Welcome to the Friendzone
 
  • #49
Ehrlich gesagt finde ich solche Aussagen ziemlich seltsam. Wenn man jemanden regelmäßig Absagen schickt, dann wäre man eigentlich die längste Zeit ein Bekannter oder gar Freund gewesen. So wäre das bei mir, an so einer Person hätte ich kein weiteres Interesse an einen Kontakt.

Ich habe weibliche Bekannte v.a. für gemeinsame Aktivitäten, die beide toll finden. Aber wenn ich jetzt mit einer meiner Bekannten, mit der ich z.B. lange die neusten Ausstellungen besucht habe, etwas unternehme, dann weil ich das darauf Lust habe.

Ich würde dann nicht nur meiner Bekannten zu Liebe in eine Ausstellung gehen, von der ich denke, dass sie mir nicht gefällt. Freundschaft hin oder her, da kann sie dann mit jemand anderem hingehen.

Wenn man sich klar abgrenzt und nur die Dinge tut, die man auch tun will, dann wird man nie in der Freundschaftsfalle landen und sich später fragen, warum man soviel Zeit an eine Frau verschwendet hat, die dann auf ersten maskulinen Typen fliegt, der sie schlecht behandelt.

Und wenn jemand unbedingt mal Hilfe braucht, dann kann man statt "klar mach ich..." auch sagen "was kannst Du denn im Gegenzug für mich machen". Und dann läuft das auf Gegenseitigkeit.
 
  • #50
Ich würde dann nicht nur meiner Bekannten zu Liebe in eine Ausstellung gehen, von der ich denke, dass sie mir nicht gefällt. Freundschaft hin oder her, da kann sie dann mit jemand anderem hingehen.

Okay, das ist etwas, was wir beide wohl unterschreiben können. Im ersten Auszug klang es für mich noch ziemlich schroff. Wenn ich mir vorstelle, ich lade jemanden zu einer bestimmten Ausstellung ein und bekomme als Antwort nur ein "Nee, das mache ich nicht", dann würde ich mich ziemlich zurückgewiesen vorkommen. Es geht nicht um den Punkt, dass jemand diese konkrete Ausstellung nicht will. Ich fände sogar den Gedanken schlimm, jemand würde nur mir zuliebe zu einer solchen Veranstaltung gehen, sich aber nicht wirklich dafür interessieren. Aber gerade bei einer Freundschaft gehört es dazu, dass man Alternativvorschläge macht. Das man auch deutlich macht, was einen wirklich interessiert. Wenn ich weiß, was meinen Freund interessiert, dann kann ich auch beim nächsten Mal bessere Vorschläge machen und habe eine Ahnung, ob er oder sie zusagen wird.

Und wenn jemand unbedingt mal Hilfe braucht, dann kann man statt "klar mach ich..." auch sagen "was kannst Du denn im Gegenzug für mich machen". Und dann läuft das auf Gegenseitigkeit.

Das wiederum finde ich in einer Freundschaft ziemlich berechnend, wenn man sowas sagt. Eigentlich erwarte ich sogar in einer Freundschaft, dass sich die Hilfeleistungen ungefähr die Waage hält. Aber ohne darüber Buch zu führen und ohne das extra zu erwähnen. Wenn ich merke, da ist ein Ungleichgewicht drin, dann ziehe ich mich zurück. Wenn eine Freundschaft wirklich funktioniert, dann wird die Gegenseite mir auch helfen, wenn ich Hilfe brauche. Und so ist das auch in meinen aktuellen Freundschaften.

Noch was zu männlichen Verhalten und was Tom26 geschrieben hat. Ergänzend dazu, Männlichkeit zeigt sich nicht nur in sportliche Aktivitäten, sondern auch das man bei Problemen sehr hartnäckig sein kann und nach Lösungen sucht. Das man sich energisch für jemanden einsetzt. Das man Sachen auf die Beine stellt. Das sind Dinge, die ich auch praktiziere. Das "Dumme" ist nur, es sind Dinge, die meine Freunde deutlich erkennen, die mich schon länger kennen und dafür schätzen. Es sind aber keine Eigenschaften, die beispielsweise beim 1.Date sofort auffallen. Manches erfährt man eben nur, wenn man bereit ist, jemanden tiefer kennenzulernen. Das klappt aber nicht, wenn eine Reihe von Damen schon nach dem 1.Date überwältigt sein wollen.
 
  • #51
Und wenn jemand unbedingt mal Hilfe braucht, dann kann man statt "klar mach ich..." auch sagen "was kannst Du denn im Gegenzug für mich machen". Und dann läuft das auf Gegenseitigkeit.

Klar sollte man mittelfristig auf Ausgleich bedacht sein. Und die Gegenseitigkeit kann man ohne Risiko schrittweise aufbauen.

Abe das zitierte Beispiel beschreibt das Ausnutzen eines Hilfeersuchens, indem man gleich eine Gegenleistungsverhandlung daraus macht. Das ist kleinlich. Eine solche Haltung macht dich nicht attraktiv.
 
  • #52
Männlichkeit zeigt sich nicht nur in sportliche Aktivitäten, sondern auch das man bei Problemen sehr hartnäckig sein kann und nach Lösungen sucht. Das man sich energisch für jemanden einsetzt. Das man Sachen auf die Beine stellt. Das sind Dinge, die ich auch praktiziere. Das "Dumme" ist nur, es sind Dinge, die meine Freunde deutlich erkennen, die mich schon länger kennen und dafür schätzen. Es sind aber keine Eigenschaften, die beispielsweise beim 1.Date sofort auffallen.
Doch: Wenn du das tatsächlich tust, wenn du das an dir auch schätzt, wenn du so souverän bist, dass du damit nicht prahlen musst, dann hast du eine Ausstrahlung, die das auch beim ersten Date zeigt. An den Bewerberinnen, die das nicht erkennen können, bist du ohnehin nicht interessiert. Die Oberflächlichen sind ja auch gleich wieder weg, wenn es anderswo glitzert und glänzt.

An dieser Ausstrahlung kann man arbeiten. Das tut einem sogar unmittelbar selbst gut.
 
  • #53
Männer, die sich sofort in mich verlieben, ohne mich körperlich zu kennen (Küssen, Sex, das ganze Handling drumherum), finde ich immer sehr merkwürdig und creepy. Auch die meisten Frauen haben sich das zum Glück abgewöhnt, man will ja erstmal schauen, was für einen Liebhaber und Stoffel man sich da ins Bett holt oder an sein Leib lässt und wie er mit einem körperlich umgeht, bevor man sein Herz verschenkt. Siehe andere Threads & Katastrophen hier.

Wenn Männer bei mir in der Freundschaftsschiene landeten, dann weil sie:
- kein sexuelles Knistern verströmt haben, durch steigernde Nähe, Spannung, leichte Berührungen, tiefe Blicke, wortlose Aussagen, die vermitteln: "ich will dich" ... "aber bei Bedarf kannst du mich nicht haben." (Aber Vorsicht! Es soll hier nicht in Übergriffe enden, sondern ihr kennt euch schon gut, mögt euch und das ist Sympathie genug um alles auf eine Karte zu setzen, denn nur Aas gewinnt.)
- sich verliebt haben und drangeblieben sind


Du bist einfühlsam. Super! So einen Mann braucht man am Schwangerschaftsbett, der einem die Hand hält. Also durchaus nützlich. Und jetzt schau zu, dass du dir die anderen Qualifikationen der Männlichkeit zusätzlich erarbeitest, die es dir erstmal ermöglichen, einen Schritt weiter zu kommen, denn du brauchst sowohl männliche als auch weibliche Anteile in dir und in dir sind eben vor allem die weiblichen Eigenschaften sehr ausgeprägt.
 
  • #54
Nochmal zum männlichen Verhalten und was ich darunter verstehe. Das scheint in der Kumpelfalle eine Rolle zu spielen. Für mich sind es "Macher"-Qualitäten, Dinge in die Hand nehmen, Entscheidungen zu treffen, ohne aber die Bedürfnisse anderer völlig zu ignorieren. Zu führen (nicht nur beim Tanzen, aber auch da), zu helfen (wenn Hilfe angesagt ist), sich nicht immer darum kümmern, ob man bei allen sympathisch rüberkommt, auch mal Kritik zu riskieren. In manchen Stellen sind Frauen auch mal froh, wenn ein Mann ihnen lästige Entscheidungen abnimmt, wenn er konkrete Empfehlungen macht und damit der Frau Zeit ersparen, sich ausführlich mit einem Thema zu beschäftigen.

Das ist übrigens Dinge, die man nicht sofort als Mann kann. Man muss das echt lernen. Ich bin in der Hinsicht ein Spätentwickler. Und ich erlebe das manchmal bei meinen männlichen Freunden, wie schwer das ihnen fällt. Einmal wollten wir in einer Gruppe zum Essen gehen, wir hatten schon einen Tisch reserviert. Ein guter Freund von mir sollte nun die Kellnerin fragen, wie es mit der Reservierung aussieht. Die Bedienung war nicht wirklich beschäftigt, und kruschtelte im Besteckkasten rum. Mein Freund stellte sich so hin, dass sie ihn nicht bemerken konnte und seine Ansprechversuche kamen sehr zögerlich rüber. Es war ehrlich gesagt ein trauriger Anblick und nicht wirklich männlich.

Ich weiß aber nicht, ob männliches Verhalten wirklich verhindert, in die Kumpelschiene zu rutschen. Und keine Ahnung, ob man damit körperliche Anziehung bei Frauen erzielt. Die Ratschläge mit den Berührungen und in die Augen schauen und Küsse initiieren sind ja alle ganz nett. Aber ich glaube nicht, dass beispielsweise Professoren oder Ärzte alle die Körpersprache eines Don Juans haben. Manche kommen sogar sehr trocken und nüchtern daher und haben trotzdem ihre Ehefrauen gefunden.

Im übrigen finde ich, vergibt man sich selbst ein Chance, einen Freund einen Korb zu geben, nur weil er lange Freund war, aber ansonsten ein ordentlicher Kerl ist, gute Manieren hat, einen tollen Charakter, man sich auf ihn verlassen kann und nicht bei Windstärke 5 das Schiff verlässt. Der große Vorteil ist doch, dass man seine Schwächen schon kennt, während die aufregende Blitzbekanntschaft eine Wundertüte ist.
 
  • #55
Im übrigen finde ich, vergibt man sich selbst ein Chance, einen Freund einen Korb zu geben, nur weil er lange Freund war, aber ansonsten ein ordentlicher Kerl ist, gute Manieren hat, einen tollen Charakter, man sich auf ihn verlassen kann und nicht bei Windstärke 5 das Schiff verlässt. Der große Vorteil ist doch, dass man seine Schwächen schon kennt, während die aufregende Blitzbekanntschaft eine Wundertüte ist.

Im Single-Markt gibt es nicht wenige Menschen mit unsicheren Bindungsstil (Bindungsangst usw.)

Ich denke Frauen aus diesem Segment sehen männliche Freunde als wertvoller an als einen Liebhaber. So eine Freundschaft hält bei ihnen vielleicht ein Leben lang, während Beziehungspartner schneller gehen als sie kommen.

Dies liegt eventuell daran, dass solche Frauen Beziehungen auf Verliebtheit reduzieren und echte Liebe (in der Regel in Kombination mit Freundschaft) nicht kennen.

Sie haben oft schlechte Erfahrungen gemacht (daher die Beziehungsangst, wobei chronische Beziehungsangst zu weiteren schlechten Erfahrungen führen kann bzw. beziehungsängstliche Frauen zum Teil gezielt Liebhaber such, die selbst beziehungsunfähig sind). Sie misstrauen ihren Liebhabern deswegen nicht selten. Freunden (auch männlichen) bringen sie dagegen Vertrauen entgegen.

In ihren Augen gefährden sie daher die Freundschaft mit einem Mann, wenn sie es zu lassen, dass daraus mehr wird.

Das Motiv für das Vermeiden der Verdichtung einer Freundschaft zu einer Beziehung ist daher nicht unbedingt fehlende Attraktion des Mannes sondern eher Angst. Die fehlende Attraktion kann sogar durch diese Angst entstehen. Denn diese Angst überdeckt ggf. die attraktiven Eigenschaften des Freundes als potentiellen Gefährten.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #56
Interessant, was hier so alles erzähhlt wird.

Also der einzige tatsächlich praktische Rat wurde hier u.A. von Zuhii gegeben.

Was für Theorien aufgestellt werden, ist teilweise abenteuerlustig. Wie gesagt, wenn ein Mann eine Frau nicht verführt und harmlos Dates lang neben ihr sitzt, dann ist das bereits die sog. Friendzone.

Diese berüchtigte Friendzone ist ein state of mind. Sprich, habe ich als Mann zu viel Angst vor einem Korb oder davor bei einem Kuss geblockt zu werden und insgesamt zu viel Angst nicht gut anzukommen, bin also immer im Kopf der Frau und versuche jede ihrer Regungen zu deuten, um mich selbst zu versichern, dann werde ich als Mann wahrscheinlich Ewigkeiten zögern.

Einer Frau verbal zu kommunizieren, dass man sie will, sich verliebt hat usw usf ist nicht einmal ein tausendstel so effektiv, wie die Frau physisch zu begehren und nicht darüber zu reden, dass man sie willt, sondern das einfach zu zeigen. Frauen wissen sehr wohl das mangelnder Mut der Grund dafür ist. Männer sagen und fragen in diesen Kontexten, weil sie das berüchtigte Go der Frau wollen. Sie wollen absolute Sicherheit, dass sie jetzt dürfen.

Das ist das Gegenteil von Führung und Verführung. Wirkt wenig selbstbewusst, kaum männlich.

Wer also stets nach Sicherheit und dem Go von Frauen strebt, der muss zwar nie Risiken eingehen, aber diese Sicherheit hat einen Preis. Und zwar, dass ein Mann fast sein ganzes Verführungspotential verschenkt. Frauen wollen genau das nicht. Dass du ängstlich wartest, auf Sicherheit, auf das Go, dass du keine Risiken eingehen willst, dass du dich nicht selbstverständlich näherst.

Wenn jmd. immer wieder nur der Kumpel wird, dann liegst es zu 99,9 % genau daran. Zu harmlos. Zu ängstlich, zu freundschaftlich.
 
  • #57
Mein Freund stellte sich so hin, dass sie ihn nicht bemerken konnte und seine Ansprechversuche kamen sehr zögerlich rüber. Es war ehrlich gesagt ein trauriger Anblick und nicht wirklich männlich.
Ein schönes und prägnantes Beispiel dafür, wann Männer von Frauen in der Regel als unmännlich empfunden werden.
Dieses Verhalten findet bei entsprechenden Herren natürlich nicht nur bei der Kellnerin statt, sondern zieht sich in verschiedenen Facetten durch seine gesamte Persönlichkeit.

Ein gekrümmter Gang, ein unsteter Blick, eine insgesamt unsichere Körperhaltung.
Keine tollen Ideen, immer unentschlossen, stets erst einmal nachfragend, wie die Frau das wohl sieht.
Brennt für nichts, keine Hobbies (Schlafen und Netflixen zählen nicht), keine wirkliche Freude am Job, keine richtige Begeisterungsfähigkeit, nichts Interessantes zu erzählen.
Keine oder sehr wenig Entscheidungskompetenz, kein Anpacken der Dinge (egal ob Küssen oder Reparatur der Toilettenspülung), saft- und kraftlose Aura.

Mein saftloser Kumpel, von dem ich hier schon das eine oder andere Mal berichtete, sagt stets "Sag Bescheid, wenn ich dir helfen kann." Etwas zu sehen, was gemacht werden könnte, und es einfach zu machen habe ich bei ihm noch nie erlebt. Wenn wir gemeinsam kochen einfach mal die Tomaten nehmen und kleinschneiden oder eine Flasche Wein mitbringen scheint ihm unmöglich. Er braucht stets eine Anweisung, und die bitte möglichst genau. Anstrengend... Man kommt sich als Frau auch blöd vor, ständig sagen zu müssen "Mach jetzt mal dies, und jetzt mal das...", nur weil er sich ständig sorgt, keinen Fehler zu machen.
Gehen wir Shoppen, brauche ich ihn nicht nach seiner Meinung zu fragen. Er findet alles hübsch.
Stylen mag er sich nicht. Er könne nicht mit diesen Haarprodukten umgehen, sagt er. Wieder zu saftlos, um es zu erlernen.

Er ist fraglos ein lieber Kerl, das kann keiner bestreiten. Er würde keiner Fliege etwas zuleide tun, wäre als Partner treu und bemüht und anhänglich. Nur leider ist er so schrecklich unmännlich...
 
  • #58
Vielleicht nicht krampfhaft nach "Beziehung" suchen. Einfach locker angehen lassen und gucken was sich entwickelt. Wenns am Ende für ne gute Freundschaft reicht. Hallo ? Ne gute Freundschaft hat nen verdammt hohen Wert. Unterm Strich kann das sogar nen richtiger Zugewinn fürs eigene Leben sein, der wiederum massiv Selbstvertrauen bringt. Selbstvertrauen wiederum bringt genau das, was man braucht um ne Beziehung zu finden. Die ganzen Strategien kann man getrost vergessen. Wer sich verstellen muss, wer Strategien "abarbeitet" wird das eh nicht dauerhaft durchhalten. Was soll denn eine Beziehung bringen, die nur zustande kam weil man sich gekonnt anders dargestellt hat als man ist. Wenn man also von vorneherein eine Freundschaft nicht als Niederlage betrachtet, sondern als evtl massiven Zugewinn, nur dann hat man auch die nötige Lockerheit und das Selbstvertrauen. Wer krampfhaft "sucht" ist am Ende eh erfolglos. Weil unentspannt, mit Scheuklappen auf ein Ziel fixiert. Keine Frau der Welt findet einen krampfhaften "Sucher" attraktiv. Einen Sucher der ihre Handynummer löscht, weil sie "nur" Freundschaft anbietet erstrecht nicht.
Wie albern allein der Spruch... Es geht nur Freundschaft ? Dann zieh weiter. Erwartet man tatsächlich von einer Frau die man links liegen lassen würde, wenn sie einem "nur" Freundschaft bieten kann, dass diese mit einer solchen Person gar eine Beziehung beginnt ?
Alleine viele weibliche Freunde zu haben, macht am Ende enorm attraktiv, solange man nicht den unterwürfigen "Dackelfreund" spielt. Auf solche Freundschaften sollte man(n) verzichten können. Das sind nämlich keine.
 
  • #59
Im übrigen finde ich, vergibt man sich selbst ein Chance, einen Freund einen Korb zu geben, nur weil er lange Freund war, aber ansonsten ein ordentlicher Kerl ist, gute Manieren hat, einen tollen Charakter, man sich auf ihn verlassen kann und nicht bei Windstärke 5 das Schiff verlässt. Der große Vorteil ist doch, dass man seine Schwächen schon kennt,
Genau dieser Punkt - SIE kennt deine Schwächen besser als du selbst.
Es gibt ja eine Männerphantasie - die geht ungefähr so: Es klingelt an deiner Türe, du öffnest, eine absolute Traumfrau steht vor dir - öffnet ihren langen Mantel, trägt darunter: Nichts (oder einen Hauch von Nichts)
Diese Phantasie kann wahr werden - entweder will dir deine Freundin etwas Gutes tun (oder sie feiert so deinen Geburtstag). Das macht sie aber nur, wenn du ihr davor von dieser Phantasie erzählt hast.
Du als Mann hast gewisse Erwartungen an deine Traumfrau. Du lernst sie sogar kennen - und bist darüber derart baff, dass du den "guten Kumpel" spielst - weil du darauf hoffst, dass ..s.o. Du denkst, du würdest sie vertreiben, wenn du ihr ganz frech zeigst: Ja, mit dir will ich ins Bett.
Frauen haben aber auch Erwartungen an Männer. Sie wollen keinen kleinen Bruder - sondern einen Mann. Lies mal einen Frauenroman.... und schau dir an, wie der Held agiert, der die Frau bekommt. Und auch, wie der Bösewicht agiert, der eine nach der anderen flachlegt. Beide haben eines gemeinsam - sie erobern die Frau. Auch wenn der Held länger Zeit benötigt - auch er hat etwas von einem Abenteurer, einem Eroberer, einem Freibeuter. Wie der Bösewicht.
Willst du also eine langjährige Kumpeline als deine Freundin haben, dann hast du nur eine Chance - zeig ihr, dass du sie sexy findest. Ruhig ein wenig frech ..... sag ihr: "Wow, schaust du sexy aus" damit sie auch weiss, dir fällt das auf. Du siehst sie mit den Augen eines Mannes. Ähnlich, wenn du merkst, du wirst gerade zum Kumpel gemacht. Eine Frau hat die Erwartung, dass du sie begehrst und liebst. Nicht, dass du ihr Auto durch die Waschanlage fährst.
Du hast ja selbst deinen Kumpel als "Traurige Figur" bezeichnet. Und genau so hätten ihn die Frauen auch gesehen - wenn sie ihn überhaupt gesehen hätten. Und nun stell dir vor - ein anderer Kumpel, lächelt, sagt hörbar "Guten Abend, ich bin ... - ich habe reserviert" - kannst du dir den Unterschied vorstellen? Auch den, dass die Frauen diesen Kumpel viel eher sehen würden?
 
  • #60
Was für Theorien aufgestellt werden, ist teilweise abenteuerlustig. Wie gesagt, wenn ein Mann eine Frau nicht verführt und harmlos Dates lang neben ihr sitzt, dann ist das bereits die sog. Friendzone.

Jede Theorie kann sich an der Praxis beweisen. :) Ich kenne Männer, die ihre Frauen nicht verführen mussten, sondern es reichte, dass sie einfach da waren. Man sollte sich vielleicht mal von dem Gedanken lösen, dass jede Beziehungsfindung bei allen Menschen auf die gleiche Art abläuft.

Einer Frau verbal zu kommunizieren, dass man sie will, sich verliebt hat usw usf ist nicht einmal ein tausendstel so effektiv, wie die Frau physisch zu begehren und nicht darüber zu reden, dass man sie willt, sondern das einfach zu zeigen.

Solange man nicht dazusagt, wie man das zeigen soll, ist das so herrlich unkonkret. Davon mal abgesehen, zu zeigen, dass man eine Frau physisch begehrt, sendet lediglich der Frau das Signal, dass man mit ihr schlafen will. Ob es genau das ist, was Frau unbedingt hören möchte, wenn sie eigentlich eine feste Beziehung sucht und keine Bettgeschichte, ist mal dahingestellt. Aus meiner Sicht wird das "verführen" wieder mal auf das Körperliche reduziert.

Danke Ejscheff für Deinen Beitrag, ich fand den sehr interessant und werde weiter darüber nachdenken müssen. :) Das gilt auch für Tom. Vielleicht sollte ich meinen Freund auf dieses Erlebnis ansprechen, auch wenn ihn das nicht gefallen wird (oder sich zu rechtfertigen anfängt nach dem Motto "ich kann das nicht"). Und sehr bildhaft was Jana als unmännliches Verhalten beschreibt. Es ist eben nicht dieses machohafte was fehlt, sondern der Mut Entscheidungen zu treffen und vielleicht damit daneben zu liegen. Und eben zu sehen, welche Hilfe angebracht ist. Ich denke mal, mit Anfang 20 war ich dem nicht ganz unähnlich. ;) Was mir geholfen hat war, beruflich und privat Verantwortung übernommen zu haben (mein oben erwähnter guter Freund tut das leider nicht), Sachen ausprobiert zu haben, Gruppenveranstaltungen zu organisieren und nicht zuletzt auch tanzen und führen zu lernen. Eine Beziehung zu führen, kann da auch helfen, aber nützt wenig, wenn man wieder in die alten Muster zurückfällt.
 
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