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Gast

  • #1

Wieviel Kontakt zur Ex (mit Kindern) muss ich aushalten können?

Ich lebe mit meinem Freund seit 2 Jahren zusammen. Er hat zwei Kinder (3 und 5) mit seiner Ex, die er für eine Beziehung mit mir verlassen hat. Die Trennung war für alle eine schwierige Zeit. Er wollte um jeden Preis die Familie aufrechterhalten und konnte sich ein Leben ohne die Kinder nicht vorstellen. Es gab eine Paartherapie, aber die Gefühle zur Ex haben nicht gereicht und die Gefühle für mich waren zu stark. Dass ging ein halbes Jahr mit hin und her, bis er nach zwei Ein- und Auszügen bei mir endgültig zu mir gekommen ist. Inzwischen herrscht einigermaßen Normalität und die Kinder kommen auch schon zu uns. Trotzdem leidet er sehr unter dem Verlust – weiß aber eben auch, dass es keinen anderen Weg gab und er lernen muss damit zu leben. Er hat mit seiner Ex ein gutes Verhältnis und sieht die Kinder sehr oft. Das finde ich gut, denn für die Kinder ist es wichtig, dass sie Eltern bleiben und sie ihren Vater haben. Dennoch überkommen mich oft Gefühle, die ich nicht einordnen kann und die mich richtig nerven. Ich muss dazu sagen, dass die Wohnung der Ex und sein Arbeitsplatz sehr nah beieinander sind, was dazu führt, dass sie ihn bittet mal kurz auf die Kinder aufzupassen (in der ehemals gemeinsamen Wohnung) wenn sie mal zum Einkaufen muss, oder er die drei auch mal zum Kindergarten fährt wenn es regnet oder die Zeit knapp ist. Er findet es natürlich gut weil er die Kleinen dann sieht. Außerdem hat er die Kinder zweimal unter der Woche und dann aber auch in der ehemals gemeinsamen Wohnung. Das ist schon okay, denn es lässt sich nicht anders organisieren und er soll die Kinder so oft sehen wie es geht. Sie ist dann weg und kommt später heim - dann kommt er nach Hause. Wenn solche Situationen, wie oben beschrieben, eintreten, oder er an dem Abend wo er die Kinder in der ehemals gemeinsamen Wohnung hat, spät kommt, steckt ein Kloß in meinem Hals und manchmal kommen mir gar die Tränen. Ich weiß, dass es eigentlich völlig okay ist. Was macht mich so traurig? Ich fühle mich dann plötzlich wieder wie die Geliebte von vor zwei Jahren. Bin ich neidisch? Er hat mir einen Heiratsantrag gemacht und möchte ein Kind mit mir. Aber momentan kann ich mir nicht vorstellen schwanger zu sein. Ich fühle mich wie seine Zweitfamilie. Habe ich ein Egoproblem? Seine Eltern gehen bei uns ein und aus, er ebenso bei meinen, wir leben sehr harmonisch zusammen und der Sex ist der Wahnsinn. Alle um mich herum sagen, es ist doch alles gut und ja, ich glaube ihm, dass er mich liebt und alles ernst meint. Ich spüre das auch. Aber sowie er in seinem "alten Leben" ist, in seiner Arbeit und damit in der Nähe und in Kontakt mit der Ex und den Kindern, fühle ich mich schlecht. Ich arbeite hart an mir um das irgendwie loszuwerden. Kennt jemand dieses Gefühl? Ist das so, wenn man von der Geliebten zur Frau wird? Und bitte nicht falsch verstehen. Ich empfinde keine Eifersucht im Sinne von "er steigt wieder mit ihr ins Bett oder verliebt sich wieder in sie". Ich weiß nicht was es ist.
 
G

Gast

  • #2
Sorry aber Du fängst ein Verhältnis mit einem Mann an, der ein einjähriges und ein dreijähriges Kind hat. Für mich seid ihr beide unten durch und vor allem Dein Freund ziemlich charakterschwach. Schon mal davon gehört, dass die Ehefrau nach der Trennung oft die neue Geliebte wird? Mit dieser Unsicherheit wirst Du wohl leben müssen. Sicher sein, dass dein Freund Dich nicht anlügt kannst Du nicht, denn schliesslich hat er seine Frau ja auch lange angelogen und betrogen. What goes around comes around! Hoffe, eure Liebe ist stark genug. w31
 
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Gast

  • #3
Hm, echt schwierig hier etwas zu raten...
Das sind eben leider die typischen Probleme, wenn Familien auseinander gehen.
Und du als Frau ohne Kinder empfindest das natürlich umso dramatischer.
Kann ich voll verstehen.
Geht aber andersrum einem Mann ohne Kinder nicht anders, wenn er sich auf Frau mit Kind einlässt. Wobei da aber gelegentlich erleichternd hinzu kommt, dass dort kein Vater aktiv existent. Aus welchen Gründen auch immer...
Du beschreibst halt das typische Patchwork Dilemma.
Aber noch kannst du ja selbst entscheiden, ob das das für immer möchtest.
Mein Fall als Mann wäre es ehrlich gesagt nicht.
 
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Gast

  • #4
Außerdem hat er die Kinder zweimal unter der Woche und dann aber auch in der ehemals gemeinsamen Wohnung. Das ist schon okay, denn es lässt sich nicht anders organisieren und er soll die Kinder so oft sehen wie es geht.
Nein, das ist nicht ok. Aus meiner Sicht ist die Wohnung eines der Haupt-Probleme für dich. Das 2. Problem scheint, du hast keinen Bezug zu den Kindern, das solltet ihr ändern. An den Besuchstagen sollen die Kinder zu euch (beiden !) kommen. Seine Kinder gehören im Grunde genauso zu dir wie sie zu ihm gehören.

m
 
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Gast

  • #5
Ich frage mich immer wieder, wie man einem Fremdgeher vertrauen kann. Ist das nicht ein Pakt mit dem Teufel?
Anscheinend vertraust du ihm gar nicht, sonst hättest du keine Probleme damit, dass er seine Kinder oft sieht, oder? Tief in dir sitzt die Angst, dass er doch mit seiner Ex-Frau wieder was anfangen wird, oder?
 
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Gast

  • #6
Hallo Fs,

ich weiß auch nicht, was es ist, aber wenn es so schlimm ist, dass dir die Tränen kommen, nimm ruhig ein bißchen therapeutische Hilfe in Anspruch. Das ist aller Ehren wert.

Viel Glück!
 
G

Gast

  • #7
Liebe FS,

Deine Gefühle kann ich gut verstehen - sie sind nicht behandlungsbedürftig. Der Kopf hat nun mal nicht die vollständige Herrschaft über die Gefühle.
Das Ganze hat was mit Eifersucht, vermissen, Verlustangst zu tun. Wenn er bei seinen Kindern in der alten Familienwohnung ist, kann er nicht bei Dir sein. Dass er Dir fehlt, wenn er dort und Du allein bist - total normal bei Liebe. Verlustängste auch normal, schließlich hast Du gesehen, wie er einen Partnerwechsel zu Deinen Gunsten vollzogen hat. Da hängt immer im Hinterkopf, dass es Dich selber mal treffen kann, dass er geht. Damit musst Du umgehen lernen.

Versuch' es einfach mit einem Perspektivenwechsel: wieviel Unterstützung/Kontakt würdest Du Dir denn von ihm wünschen, wenn Du die verlassene Frau mit 2 kleinen Kindern wärst? Die Antwort solltest Du auf sie übertragen und gib' dabei nicht den Altruisten, um das Ergebnis zu Deinen Gunsten zu verfälschen.

Die familiären Sondereinsätze (schnell einspringen), die er macht, finde ich ok - immerhin zeigen sie Dir, dass er seine Vaterschaft ernst nimmt. So, wie er sich für seine Kinder engagiert, wird er sich auch für Eure gemeinsamen Kinder engagieren. Also wünsch' Dir nichts Schlechteres, es würde dann später auch Dich und Dein Kind treffen.
Die Ex-Frau, bei der die Kinder leben, hat immer den größten Aufwand mit der Kinderversorgung, egal, wie oft er kurzfristig einspringt, denn sie putzt, kocht, wäscht, bügelt, kauft überwiegend ein, transportiert die Kinder, tröstet, spielt, räumt auf, absolviert die meisten Kinderarztbesuche usw. Sie aht die Kinder 7 tage in der Woche. Wieviel das ist, wirst Du feststellen, wenn Du selber Kinder hast und dann stell' Dir mal vor, Du müsstest den größten Teil allein absolvieren, weil getrennt. Das sollte Dein Leid relativieren.

Wenn Ihr selber Kinder habt, muss für die Betreuung der Kinder eine andere Lösung gefunden werden, damit Euer Kind nicht so viel auf den Vater verzichten muss. Aber dann sind seine Kinder schon etwas größer und er muss sie eben etwas mehr hin- und herkutschen und noch den zusätzlcihen Wohnraum zu den Unterhaltszahlungen finanzieren.

Du hast das typische Problem, was die zweiten Frauen eben haben, wenn die Männer sich nicht total aus der Verantwortung stehlen - einen Mann mit Altlasten. Du (und ggfs. Eure gemeinsamen Kinder) hast bei ihm in zeitlicher, emotionaler und finanzieller Hinsicht keine Alleinstellung. Das muss man bedenken, BEVOR man eine Beziehung mit einem verheirateten Mann und Kindern aufnimmt. Andererseits ist Liebe nicht beherrschbar und dann passieren solche Dinge, die dann eben anständig gelebt werden müssen.
 
G

Gast

  • #8
Hier ist die FS:
Ich akzeptiere Meinungen wie von #1, denn ich weiß, dass es eine moralische Schwierigkeit ist in eine Beziehung einzudringen und seiner Verliebtheit oder Liebe zu folgen. Und ich weiß auch, dass es leicht ist zu verurteilen und sich mit oberflächlichen, klischeehaften Meinungen zu profilieren. Ich wünsche niemanden Mitglied einer solchen Dreierkonstellation zu sein, wenn sich daraus zwei Menschen finden, die den Rest ihres Lebens miteinander verbringen wollen. Das ist für alle Beteiligten ein Alptraum. Aber es passiert und wenn es wirklich ernst ist, kann man sich dem nicht entziehen sondern muss sich der Situation verantwortungsvoll (ich weiß, dass dieses Wort in diesem Zusammenhang schwierig ist und Zündstoff bietet) stellen. Deshalb sind Beiträge wie von #1 für mich wenig hilfreich aber nicht zu vermeiden. Ich habe geschrieben, dass es mir nicht um eine (kindische) Eifersucht geht und ich Sorge habe, dass jetzt die Ex jetzt die Geliebte ist. Ich vertraue meinem Partner voll und ganz und bin mir seiner Liebe und seiner Absichten sicher. Das muss ich auch und halte mich an dieser Stelle auch nicht für naiv. Wir sind erwachsen und ehrlich genug, reden sehr viel über die Situation und unsere Gefühle. Ich verstehe, was #4 meint. Es scheint, man könne einem Fremdgänger nicht vertrauen und sicher gibt es davon auch einige Exemplare. Ich denke es kommt immer auf die Umstände und die Menschen an. Aber mal ehrlich, wenn ich von meinem Partner keine Fremdgängergeschichten kenne, heißt das noch lange nicht, dass die Liebe für immer hält. Entweder man vertraut, oder sollte die Partnerschaft überdenken – egal wie die Vorgeschichte aussieht. Darüber sollte man sich schnell im Klaren werden, denn das ist nicht die einzige Hypothek die man in eine Liebe aus einer solchen Konstellation mitnimmt.
Die FS
 
G

Gast

  • #9
Hier ist nochml die FS:
An #6: Vielen Dank für Deine Worte. Ich teile Deine Gedanken und der Ansatz, die Situation auch aus den anderen Perspektiven zu betrachten halte ich für völlig richtig. Das tue ich oft und hilft mir mit meinen Gefühlen zu Recht zu kommen. Ich schätze es sehr, dass er sich so liebevoll um die Kinder kümmert und würde ihm niemals die familiären Sondereinsätze wie Du sie nennst, verbieten – auch wenn es weh tut. Ich kann ihn und die Situation nicht ändern, sondern muss lernen damit umzugehen. Ich wusste, dass er Vater ist, ich möchte, dass er sooft für seine Kinder da ist wie er möchte und darf, ich möchte auch, dass er die Verantwortung, die er für seine Ex empfindet wahrnehmen kann, ohne mich dabei leiden zu sehen (Denn Du hast Recht, sie hat sehr viel mit den beiden zu schaffen und den Alltag plötzlich alleine zu bewältigen ist sicher nicht einfach. Seitdem die Kinder auch regelmäßig zu uns kommen, kann ich es live erleben, wie es ist, sie unter Kontrolle zu behalten. Wir haben im Übrigen ein sehr gutes Verhältnis. Ich habe sie sehr ins Herz geschlossen und sie mögen mich auch). Ich möchte diesen Kloß im Hals loswerden und suche deshalb den Austausch hier. Die Situation muss „anständig gelebt werden“ – das hast Du wirklich gut geschrieben. Das ist es was ich möchte und woran ich arbeite.
Vielleicht ist es eine Eifersucht auf das was die beiden teilen? Gemeinsam zwei Kinder zu bekommen und als Familie zu leben verbindet sicher auf eine ganz besondere Weise. Sie hat ihm das geschenkt, wovon er heute unendlich schwärmt, worauf er so furchtbar stolz ist und was sein Leben unheimlich bereichert. Ich denke dann manchmal, dass das was wir zusammen haben, dagegen sehr wenig ist. Wobei ich diesen Gedanken auch wieder schnell relativiere, denn unsere Liebe ist toll und unser gemeinsames Leben aufregend und erfüllend. Klingt auch irgendwie nach Neid, oder? „Du (und ggfs. Eure gemeinsamen Kinder) hast bei ihm in zeitlicher, emotionaler und finanzieller Hinsicht keine Alleinstellung“ – ich glaube das ist auch ein springender Punkt. Manchmal habe ich das Gefühl, ich sehe das als „Konkurenzleben“. Ich suche einfach nach dem springenden Punkt, denn ich will dieses Gefühl unter Kontrolle bekommen, denn es tut niemandem gut.
Die FS
 
  • #10
Liebe FS, im Grunde kannst Du doch froh sein einen Partner zu haben, der so zu seinen Kindern steht und so einen guten Draht zu deren Mutter hat. Schlimm wäre es doch wenn sie nur Streit auf Kosten der Kinder hätten.
@1und 4manchmal ist es einfach Liebe, und die fragt nicht nach dem Trauschein. Schade, dass ihr dies nicht kennt. w51
 
  • #11
Ein warmer Wechsel - die Ehefrau samt kleinen Kindern abserviert, und Du konntest natürlich nicht die Finger von einem gebundenen Mann mit Familie lassen. Gibt es sonst keine Männer auf der ganzen Welt, dass es ausgerechnet dieser sein musste, dessen Kinder nun Scheidungskinder sind? Und Liebe ist nicht beherrschbar? Mag bis zu einem bestimmten Punkt ja stimmen - aber man muss sich ja nicht zum Opfer seiner eigenen Gefühle und Launen machen und sollte gelernt haben, sich ein bisschen zusammenzureißen, wenn es um solche elementaren Dinge geht, zumal es ja auch immer eine Wahlfreiheit gibt und man über seine Gefühle auch ein Stückweit selbst bestimmt kann!

Jammere nicht, Du hast es Dir so ausgesucht - jetzt komm damit klar. Die Leidtragenden sind die Kinder, wie immer...
 
G

Gast

  • #12
Hier ist die FS:
1.) ... ich weiß, dass es eine moralische Schwierigkeit ist in eine Beziehung einzudringen und seiner Verliebtheit oder Liebe zu folgen. Und ich weiß auch, dass es leicht ist zu verurteilen und sich mit oberflächlichen, klischeehaften Meinungen zu profilieren.
2.) ... wenn es wirklich ernst ist, kann man sich dem nicht entziehen sondern muss sich der Situation verantwortungsvoll (ich weiß, dass dieses Wort in diesem Zusammenhang schwierig ist und Zündstoff bietet) stellen.
3.) ... Ich vertraue meinem Partner voll und ganz und ... halte mich an dieser Stelle auch nicht für naiv. Wir sind erwachsen und ehrlich genug, ...
4.) Entweder man vertraut, oder sollte die Partnerschaft überdenken – egal wie die Vorgeschichte aussieht.
Drei, vier Kommentare dazu, liebe FS:

1.) Ja, es ist leicht (und billig, bisweilen regelrecht selbstgerecht), von außen mit dem Finger auf andere zu zeigen. Dennoch giilt Satz 1 uneingeschränkt.
2.) Verantwortung fängt bei den Kindern an... und bei Fragen der Loyalität, was ein einmal gegebenes Wort angeht - so lange es eben geht.
3.) Naivität ist genau DAS, was Sie hier beschreiben. Sorry!
4.) Die Vorgeschichte spielt immer eine Rolle, alles Andere ist unglaublich _naiv_ - siehe Satz 3.

M50
 
G

Gast

  • #13
Hier die FS:

Okay, ich merke, dass die Diskussion an meinem eigentlichen Thema vorbeigeht. Threads über die moralische Sicht auf eine Trennung durch das Eindringen eines Dritten gibt es hier genug – das soll dieser nicht werden. Mein Anliegen hat wenig damit zu tun, dass er sie meinetwegen verlassen hat. Ich hätte diesen Aspekt auch weglassen können – jetzt meine ich, ich hätte es sogar tun sollen. Denn das was ich beschreibe, ist einfach die Situation mit einem Mann zusammen zu sein, der bereits Kinder hat, für sie Verantwortung trägt und in diesem Rahmen sehr viel mit der Ex zu tun hat. Aber offensichtlich bin ich als Eindringling oder Geliebte gebrandmarkt. Wer meine Beiträge neutral und aufmerksam liest, versteht, dass ich weder jammere oder mich anderweitig beklage, sondern einen Austausch über meine momentane Situation und den Empfindungen dabei suchte.

Im Übrigen — und ich denke das weiß jeder, aber viele wollen es nicht wahrhaben, weil es einfacher ist mit dem Finger auf andere zu zeigen — gehören zu einer Trennung in dieser Konstellation immer alle Drei. In einer guten und funktionierenden Beziehung ist kein Platz für Geliebte, oder sie ist ein Anstoß die Beziehung neu zu überdenken, an ihr zu arbeiten, sie wiederzubeleben. Aber manchmal funktioniert das eben nicht und da sollte Loyalität durch Verantwortung und Aufrichtigkeit ergänzt werden. Denn geht es einem Kind, deren Eltern seinetwegen zusammen geblieben und im Grunde nicht glücklich sind, besser, als einem Kind, dass nach einer sauberen Trennung beide Elternteile hat, die aufrichtig und verantwortungsvoll mit der Situation umgehen, das vielleicht zwei neue Familien mit viel Platz und Raum für seine Entfaltung hat? Aber das ist eine rhetorische Frage und bitte nicht zu beantworten. Wenn das jemand diskutieren möchte: Es gibt hier die Möglichkeit einen eigenen Thread zu eröffnen. Wie geschrieben, das ist nicht der Austausch den ich angestrebt habe. Schade….

Die FS
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #14
Liebe FS, mit dieser Situation wirst du leben müssen, denn die Mutter seiner Kinder wird zeitlebens eine wichtige Bezugsperson bleiben, und er wird alles tun, um den Kindern weiterhin ein "Familienleben" vorzuspielen. Besonders, weil ihn garantiert das schlechte Gewissen plagt, seine Familie dieser unseligen Situation ausgesetzt zu haben.

Was die Liebe anbetrifft:

Zum einen: Auch mit seiner Ex- Frau wollte er sein "Leben verbringen", und trotzdem wurde er zum Fremdgänger...
Zum anderen: Liebe überfällt ein Paar nicht wie ein Grippevirus! Man findet sich sympathisch, eventuell tanzen die Schmetterlinge im Bauch, aber da ist noch genügend Zeit, den Kopf einzuschalten und sich der Verantwortung bewusst zu werden.

Naja, zu spät! Dass du jetzt unglücklich bist, in dieser Situation, kann ich sehr gut nachvollziehen!
 
G

Gast

  • #15
Liebe FS,

diese Situation kenne ich gut. Als ich meinen Partner vor 12 Jahren kennenlernte, bin ich auch mit seinen Kindern aus erster und zweiter Ehe konfrontiert worden. Am Anfang war es schwer für mich damit umzugehen, da man aber bekanntlich mit seinen Aufgaben wächst wurde es mit der Zeit leichter. Meine Kinder (die ich mit ihm zusammen habe) ebenso wie seine finden das eher witzig. Sie überraschen dann immer mal Lehrer und Erzieher mit weiteren Geschwistern. Ansonsten habe ich sehr von seinen vorherigen Vaterschaften profitiert. Er ist nachts aufgestanden zum Baby füttern, ist zum Arzt gefahren und hat auch die Windeln gewechselt.

Versuch' es einfach mit einem Perspektivenwechsel: wieviel Unterstützung/Kontakt würdest Du Dir denn von ihm wünschen, wenn Du die verlassene Frau mit 2 kleinen Kindern wärst? Die Antwort solltest Du auf sie übertragen und gib' dabei nicht den Altruisten, um das Ergebnis zu Deinen Gunsten zu verfälschen.

Dies ist ein guter Tipp.

P.S. Dein Partner scheint ein verantwortungsvoller Vater zu sein, immer hin versucht er den Spagat zwischen Kindern und neuer Frau (was sicher auch für ihn nicht so leicht ist). Steh' es durch, es wird leichter mit der Zeit.
 
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  • #16
Hallo,

ich bin mit meinem Partner nach ähnlicher Vorgeschichte wie Du fest zusammen. Wir werden diesen Sommer heiraten.
Seine beiden Kinder leben bei uns obwohl sie anfänglich bei der Mutter waren.

Kämst Du auch damit klar kein eigenes Kind zu haben sondern seine beiden voll zu akzepieren ?

Ist mir so passiert............... und klappt sehr gut weil ih nie eigene wollte.....
 
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Gast

  • #17
Sei doch froh, dass er sich so toll weiter um seine Kinder kümmert. Es soll ja auch "Väter" geben, welchen die Ex-Familie egal wird, wenn ihnen nach ein paar Jahren die Frau und Mutter ihrer kleinen Kinder zu unattraktiv/langweilig geworden ist und sich in was Neues verlieben.

So weißt du zumindest, dass er auch dich und euer bereits geplantes Kind nicht ganz im Stich lassen wird, wenn du in ein paar Jahren die langweilig gewordene Mutter seines kleinen Kindes bist, und er sich dann wieder neu verliebt. Zumindest eine intensive Kinderbetreuung durch den Vater bleibt auch dir dann vermutlich erhalten.
 
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Gast

  • #18
Ich finde es super, dass sich Dein Freund so sehr um seine Kinder kümmert. Eindeutig zu weit ginge es mir aber, dass das scheinbar grundsätzlich in der Wohnung seiner Ex-Frau geschieht. Meines Erachtens hat er in dieser Wohnung nichts mehr zu suchen; die Kinder sollten bei Euch sein (außer, Ihr entscheidet Euch fürs "Nestmodell", dann bleiben die Kinder immer dort, wo sie wohnen, und abwechselnd ziehen die Eltern dort ein -dann haben aber sowohl Vater als auch Mutter dort ihr eigenes Zimmer, und der jeweils andere Elternteil ist abwesend), mit ihrem Papa und ihrer Stiefmama (DU!!!).
Du schreibst, das ließe sich nicht organisieren - warum nicht? Mit etwas gutem Willen und Improvisationstalent sollte das auch in einer kleineren Wohnung möglich sein, bzw. schlimmstenfalls müsst Ihr Euch vergrößern.
Und absolut wichtig ist auch, dass DU die Kinder kennenlernst, und sie Dich - dann kannst DU einspringen falls Dein Freund mal keine Zeit hat.
Diese Punkte finde ich 100% wichtig.

Außerdem solltet Ihr bedenken, dass Dein Freund zwar weiterhin der Vater der Kinder ist, aber nicht mehr der Mann seiner Ex....d.h. sie sollte andere Alternativen (als ihren Ex-Mann) haben, wie / wo sie ihre Kinder betreut, falls sie abends mal was vorhat, oder was auch immer (Ausnahme: wirkliche Notfälle).
Ich fände einen Kontakt über die Übergabe der Kinder hinaus (inkl. 5-15 Minuten freundlichem Gespräch, Berichte über die Zeit mit den Kindern, Organisatorisches was die Kinder betrifft) unpassend.

Hast Du Dir mal überlegt, wie es sein würde, Ihr hättet eigene Kinder - wärst Du dann zu den "Vaterzeiten" deines Freundes alleinerziehende Mutter?!

w, AE (in der Whg meines Ex war ich genau 1x, um sie mir anzuschauen und eine Vorstellung zu haben, wie/wo unser Sohn dort wohnen wird - andersrum verhält es sich sehr ähnlich)
 
G

Gast

  • #19
Hier ist die FS:
Danke an #14, #15 und #17. Es tut gut zu lesen was Ihr davon haltet. Ja, ich bin auch sehr froh, dass er sich so gut um die Kinder kümmert. Das ist etwas, das ich sehr an ihm schätze. Deshalb freue ich mich auch für ihn, wenn er die Kinder sehen kann. Das alles kommt aus meinem Verstand aber mein Gefühl schlägt halt manchmal Purzelbäume wenn ich dann plötzlich denke, gut, jetzt ist er in der ehemals gemeinsamen Wohnung und verbringt dort seine Zeit, irgendwie in seinem alten Leben. Und dann ist die Ex eben nicht nur die Mutter der Kindern, sondern irgendwie eine Freundin. Wenn sie dann kommt, reden sie nicht nur über die Kinder, sondern auch über Ihre Arbeit, ihr Umfeld und was weiß ich worüber. Ist doch prinzipiell auch okay. Sie hat ihm nichts getan, er kann froh sein, dass sie ihm so viel Kontakt zu den Kindern lässt und einen vernünftigen, ich würde sagen freundschaftlichen Kontakt zu ihm pflegt. Und warum soll das Interesse aneinander plötzlich weg sein, nur weil man sich nicht mehr liebt. Da spricht wieder mein Verstand – mein Bauch sieht das oft anders. Ich fühle mich plötzlich so ausgeschlossen und er ist mental so weit weg. Er weiß, dass es mir damit nicht gut geht und ruft mich inzwischen auch in dieser Zeit an, wir reden viel und er versucht mir seine Zeit dort genau zu beschreiben. Ich habe für mich entdeckt, dass es am schlimmsten ist, wenn ich nichts vor habe und zu Hause sozusagen „auf ihn warte“. Ein gutes Mittel ist, an diesen Abenden etwas zu unternehmen. So habe ich mich inzwischen eingerichtet, es klappt immer besser.

Vielleicht habe ich das nicht deutlich geschrieben, ich kenne seine Kinder und wir verstehen uns super. Ich habe sie ins Herz geschlossen und sie mögen mich auch. Wir haben für sie ein Zimmer eingerichtet und kommen inzwischen einmal in der Woche – bleiben jedoch nicht über Nacht. Die Tage sind immer sehr schön, aber natürlich mit Mittagsschlaf zwischendurch sehr kurz. Und weil sie halt noch nicht hier schlafen, geht das eben auch an den Tagen in der Woche nicht anders. Es würde zeitlich keinen Sinn machen sie hierher zu holen um sie dann gleich wieder nach Hause zu bringen. So kann mein Freund mit ihnen Abendbrot essen und sie ins Bett bringen. Das ins Bett bringen ist auch etwas das er sehr genießt und auch braucht.

Und ja, ich kann mir vorstellen sie voll zu akzeptieren. Das mit dem eigenen Kind ist halt so eine Sache. Ich habe mir immer sehr ein Kind gewünscht, hatte aus anderen Gründen jedoch bereits schmerzlich mit dem Thema abgeschlossen. Aber nun steht es wieder im Raum aber ich will auch nichts überstürzen. Ich denke es ist klug, erst mal die momentane Situation zu stabilisieren und dann sehen wir weiter.

Die FS
 
G

Gast

  • #20
Hallo FS,
[mod]

Du hast einfach Angst, ihn *über* die Kinder zu verlieren... Vertraue ihm doch einfach mehr...diese..DEINE Art Gedanken - sind Eifersucht.
w53
 
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Gast

  • #21
Du wirst den Kontakt Deines derzeitigen Lebensabschnittsgefährten zur seiner Ex aushalten müssen, solange ihr ein Paar seid.

Der Mann hat mit dieser Frau zwei Kinder bekommen und damit eine Verantwortung übernommen, die er nun auch nach der Trennung von der Mutter der Kinder weiterhin wahrnimmt.

Die Situation, in der Du Dich befindest, hast Du Dir selbst ausgesucht - sehenden Auges sozusagen. Der Spruch mit der nicht beherrschbaren Liebe zieht nicht, wie schon einer der Vorschreiber anmerkte.

Mein Eindruck:
Du redest Dir die Situation schön, willst nicht als die eifersüchtige Next dastehen.

Aber im Grunde Deines Herzens bist Du unendlich eifersüchtig auf das, was diesen Mann trotz aller Trennungsquerelen für immer mit seiner Ex verbindet.
Und Du bist es um so mehr, weil Du keine eigenen Kinder hast, weder mit ihm noch aus einer vorherigen Beziehung.

Sieh dieser Tatsache einfach ins Auge und höre auf, Dir Deine eigene nicht vorhandene "Toleranz" einzureden.
Es nervt Dich doch in Grunde unendlich, dass er soviel Zeit in "seinem alten Leben" verbringt.

Du machst Dir mit Deiner Verständnis-Tour bloß selbst etwas vor.


w, 44, zwei Kinder, AE
 
G

Gast

  • #22
Hier ist die FS:
Du redest Dir die Situation schön, willst nicht als die eifersüchtige Next dastehen. Aber im Grunde Deines Herzens bist Du unendlich eifersüchtig auf das, was diesen Mann trotz aller Trennungsquerelen für immer mit seiner Ex verbindet. Und Du bist es um so mehr, weil Du keine eigenen Kinder hast, weder mit ihm noch aus einer vorherigen Beziehung. Sieh dieser Tatsache einfach ins Auge und höre auf, Dir Deine eigene nicht vorhandene "Toleranz" einzureden. Es nervt Dich doch in Grunde unendlich, dass er soviel Zeit in "seinem alten Leben" verbringt.
#20, vielleicht ist da mehr dran, als ich wahrhaben will und ist mit die Antwort auf die Frage, warum mein Verstand und mein Bauchgefühl manchmal so gegeneinander arbeiten.
Aber ich möchte, dass diese Toleranz nicht nur scheinbar ist, sondern von Herzen kommt, denn sie ist eine Grundlage für unsere Zukunft. Und ja, Vertrauen ist sicher ein großes Stichwort, ich MUSS ihm vertrauen und auf das vertrauen was wir haben. Denn wie schon am Anfang geschrieben, ist doch eigentlich alles gut. Wir leben zusammen, er liebt mich, will mich heiraten, ein Kind mit mir und er will, dass seine Kinder in Zukunft öfter und länger hier sind (momentan hat die Ex damit noch Probleme). Ich muss an mir arbeiten, denn ich will mit ihm zusammen sein. Und natürlich wusste ich von Anfang an worauf ich mich da einlasse, wir haben auch sehr oft offen darüber gesprochen. Aber das zu wissen, heißt noch lange nicht es gleich 100 Prozent zu können. Der Austausch hier hat sich doch noch als richtig für mich rausgestellt, denn es ist gut, einige Gedanken bestätigt zu bekommen oder auch wie von #20 sehr kritisch (aber sachlich) betrachtet zu werden. Danke.

Die FS
 
  • #23
Naja, wenn ich das mal ganz krass sagen darf: Frau tritt in Leben eines Familienvaters, die beiden finden sich, Vater verläßt Frau und Kinder. Man arrangiert sich, er zieht zur Freundin - aber das reicht ihr nicht, der Vater soll am besten keine Zeit mehr bei seiner Exfrau und schon gar nicht in der alten Wohnung verbringen, und die die Gespräche sollen sich nur um die Kinder drehen - private Worte sind unerwünscht, weil er sich dann "mental entfernt"... Also sollen die Kinder künftig am besten an der Wohnungstür abgegeben werden und im neuen Kinderzimmer beim Vater und seiner neuen Freundin wohnen... Prima geklappt - erst den Mann unter den Nagel gerissen, und dann die Kinder noch dazu... Das nenne ich mal erfolgreiches Territorialverhalten und Verdrängung der vorherigen Frau und leiblichen Mutter der Kinder... Nichts anderes ist das nämlich, auch wenn es natürlich unter mit einem romantischen Schleier tapeziert ist.
 
G

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  • #24
Hier ist die FS:

@MonaPax
Wenn das so rüberkommt, dann tut mir das leid. Ich denke jedoch ausführlich geschildert zu haben, dass ich nichts erwarte und schon gar nichts fordern will. Du großer Gott, ich will ihr nicht die Kinder wegnehmen, im Gegenteil, ich möchte eine eigene Familie (ob mit oder ohne eigene Kinder) - und ja, mit diesem Mann - und ich möchte, dass er weiterhin ein guter Vater ist und auch mit seiner Ex den Kontakt pflegt den er möchte, auch wenn er freundschaftlich ist. Ich suche den Austausch darüber, wie ich mit dieser Situation (ja, die ich mir selber ausgesucht habe und die moralisch fragwürdig ist) zu Recht komme. Ich denke meine Frage ist auch eher an Menschen gerichtet, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Wie ich bereits etwas weiter vorne darlegte, solche Pauschalverurteilungen (erfolgreiches Territorialverhalten und Verdrängung der vorherigen Frau und leiblichen Mutter) und klischeehaften Äußerungen (erst nimmt sie ihr den Mann weg und dann auch noch die Kinder) gehen für mich in die falsche Richtung und sollten einen eigenen Thread eröffnen. Ich respektiere diese Haltungen und kann verstehen, dass gerade Menschen, die in meiner momenanen Situation der oder die Verlassene waren so denken - das würde ich vielleicht auch - aber sie sind in diesem Zusammenhang hier wenig konstruktiv.

Die FS
 
  • #25
Hier ist die FS:

. Ich denke jedoch ausführlich geschildert zu haben, dass ich nichts erwarte und schon gar nichts fordern will.
Liebe FS, das hältst du, auf Dauer, nicht aus!

So darf es dann auch wieder nicht sein, dass du nichts "erwarten" oder "fordern" darfst. Natürlich darfst du das! Eure Lebenssituation ist jetzt eben, wie sie ist, und dein Partner muss es schaffen, die Bedürfnisse der Kinder, und die deinigen unter einen Hut zu bringen.
Bei allem Mitgefühl für die Ex- Frau, jetzt sollte er auch dein Wohlbefinden in den Mittelpunkt des Interesses rücken. Er muss es jetzt aushalten (trotz des schlechten Gewissens), seine Ex- Frau links liegen zu lassen.

Was nicht so einfach ist.
 
G

Gast

  • #26
Liebe Fragestellerin,
ich kann verstehen, wie schwer Dir ums Herz ist, wenn Dein Liebster in seiner alten Wohnung ist und mit der Ex-Frau und den gemeinsamen Kindern ein Familienleben lebt. Das tut weh.
Du sitzt alleine in der Wohnung und wartest auf ihn....scheußlich.

Hast Du Dir mal überlegt, wie seine erste Frau sich fühlt, wenn ihre Kinder bei Euch sind ?
Sie weint auch - da kannst Du Dir sicher sein.

Mit der Zeit wird es besser werden. Die Kinder werden gößer und können vielleicht sogar alleine zu Euch kommen. Sie werden auch über Nacht bleiben.
Irgendwann hat die erste Frau Deines Freundes einen neuen Partner. Das wünsche ich ihr - und Euch.
Dann wird sich die Situation von alleine entspannen.

Ich treffe die erste Frau meines Partners gelegentlich auf Familienfeiern. natürlich werden von den erwachsenen Kindern beide Elternteile eingeladen. Sie hat ihren neuen Ehemann an ihrer Seite und die Situation ist völlig locker.

Die Zeit arbeitet für Dich. Und wenn du ihn liebst, dann heirate ihn !
w55
 
G

Gast

  • #27
Ich wüsste gerne, wie es der Ex-Ehefrau geht.
Wie ist das Verständnis zwischen der FS und ihr? Hat die Exfrau einen neuen Mann an ihrer Seite oder versucht sie ihren Mann über die Kinder wiederzubekommen?
Um diese Angst geht es doch, oder?
Die FS hat im Grunde Sorge, dass ihr Partner mittels Kinder und vertrauten und idyllischen Geschichten über alte Gemeinsamkeiten der Ehepartner swowie charmant-verführerischem Auftreten der Ex weichgeklopft wird. Wenn sie sich sicher sein könnte, dass in der anderen Wohnung eine ungepflegte und grobe Giftnudel ihrem Exmann das Leben schwer macht, hätte sie keine Probleme - überspitzt gesagt.
 
G

Gast

  • #28
Ich habe ebenfalls meine erste Ehefrau für meine Frau verlassen. Das ist liegt schon sehr lange zurück und es war auch bei mir die richtige, sehr späte Entscheidung. Wenn ein Mann diesen Schritt tut, ist es ihm durchaus ernst. Denn es ist einfacher, feige und charakterlos bei einer Frau zu bleiben, die man nicht mal mehr sehen will, dafür sich aber nicht zusätzlich zu dem Stress im Beruf mit dem übrigen unvermeidlichen Stress auseinandersetzen zu müssen ("Ich werde Dich ruinieren, Du wirst Dein Kind nicht mehr sehen etc.). Das kennt jeder Mann, der diesen Weg gegangen ist und ich kenne viele. Dein Riecher ist absolut richtig. Es ist völlig normal, dass die Ehefrauen sich zunächst so lange wie möglich unwissend stellen, danach drohen und ein Ultimatum stellen und sogar auf deutliche gegenteile Ansprache nicht glauben mögen, dass man sie nicht mehr liebt und einfach nicht mehr mit ihnen leben kann. Dann folgt unweigerlich die Phase, in der sie die Kinder missbrauchen, je nach Intelligenz als Druckmittel oder als Köder. Im Fall Deines künftigen Mannes sind sie der Köder. Dass er seine Kinder so oft wie möglich zu sich nimmt, ist gut und richtig. Sie brauchen nach wie vor beide Elternteile, wenn auch bestimmt nicht mehr unter einem Dach. In die Wohnung der Exfrau sollte der Mann aber nicht gehen. Er wäre tatsächlich nicht der Erste, bei dem die Exfrau peinliche Annäherungsversuche gemacht hat. Diesen Blödsinn, dass ein Mann, der die erste Frau für die zweite Frau verlässt, sie auch irgendwann betrügt, solltest Du nicht glauben. Es ist meines Erachtens eine Erfindung der verlassenen Ehefrauen. Ich kenne nur Männer, die, nachdem sie ein wirklich tiefes Tal für die zweite Frau durchschritten haben, auch zu schätzen wissen, was sie gewonnen haben. Übrigens würde ich tatsächlich mit dem Mann ein eigenes Kind bekommen. Vertrau Deinem Gefühl, aber mach Deinem künftigen Mann klar, wo die Grenzen sind. Gerade Männer sind manchmal naiv.
 
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Gast

  • #29
Nochmal die FS:

Ich habe viel nachgedacht in der letzten Woche und meine Erkenntnis ist, ich sollte vielmehr auf seine Entscheidung mit mir zu leben vertrauen, mich auch mal etwas entspannen und versuchen das Glück zu genießen. Vielleicht auch nicht allzu oft zurück schauen, sondern viel mehr nach vorn. Klingt eigentlich ganz leicht :(
 
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  • #30
Hallo FS wie geht es dir denn heute mit deiner Situation und wie fühlst du dich?