G

Gast

  • #1

Wieviel PC ist bei Jugendlichen in Ordnung?

Es geht darum: Ich habe eine Tochter und einen Sohn, der bereits studiert und lebe nun mit meinem Lebensgefährten zusammen. Seit längerer Zeit schon. Leider macht der Sohn von ihm nichts anderes wie PC spielen. Der junge Mann ist 15. Bald 16. Er kommt nach Hause, isst zu Mittag, verschwindet in seiner Bude und dort bleibt er sitzen bis er wieder zu Bett geht und spielt ausschließlich. Am PC und zum Ausruhen kommt er kurz in die Küche, holt sich was zu essen, zu trinken, aber immer bewaffnet mit dem Smartphone dann, um dann währenddessen youtube-videos anzuschauen. Er macht keine Hausaufgaben, kümmert sich um rein gar nichts und ist auch wenig bereit mal was zu helfen, er ist zwar nicht unfreundlich im Ton oder so, aber sein Interesse gilt ausschließlich dem PC-Ballerspiel.
Mich zieht das immer mehr runter, weil ich das Gefühl habe, dass in meiner Wohnung ein Geist umherwandelt... er ist da, aber er nimmt an nichts teil und ich fühle mich gestört oder eben immer wieder verantwortlich einzugreifen, ihn eines besseren zu "bekehren". Er raubt mir meine Energie. Die Tatsache, dass da einer hockt und einfach null am realen Leben teilnimmt... Es macht mich fertig.
Der Vater ist ja tagsüber nicht da. Abends hat er dann alles mögliche zu machen und er weiß genau, was der Sohn so treibt, aber er greift nicht ein. Meine Bezziehung leidet immer mehr darunter, weil ich meinen Partner als Vater immer mehr ablehne.
Wie soll ICH mit dem Junior umgehen? Was soll ich denn tun? Ich weiß es einfach nicht mehr.
Ich kann doch jetzt nicht den Entertainer für ihn spielen?! Außerdem habe ich auch zu tun. Ich arbeite auch, von zu Hause aus und von daher bekomm ich ja mit, was sein Junior so macht. Ich finde es krank, ungesund und nicht normal, dass ein Jugendlicher nichts anders tut als PC und das von mittags 14uhr bis abends 23 Uhr. Nonstop.
Was soll denn aus ihm werden? So eine Entwicklung ist doch fatal ? Oder spinn ich jetzt???!?
Ich wäre sehr dankbar, würden sich ein paar Leute hierzu melden, ich bin wirklich sehr sehr verzweifelt. Und natürlich sehr unglücklich, dass meine Beziehung langsam aber sicher droht daran zu zerbrechen.
Vielen Dank. w 47
 
G

Gast

  • #2
Ihm das Spielen verbieten, wird es nur schlimmer machen. In dem Alter ist das total faszinierend. War bei mir ja auch so. Das Problem ist eher, dass er keine Hausaufgaben macht. Hat er denn Freunde? Ich hätte ja gesagt, dass das eben die Pubertät ist, wo man halt durch muss. Er geht ja immerhin nicht komasaufen, oder?

Was kann man tun? Leider sind Jugendliche beratungsresistent.
 
G

Gast

  • #3
Du könntest ihn ja fragen, ob er Spieleentwickler werden will oder bei McDo arbeiten möchte. Für ersteres braucht es Fleiß und Motivation. Für letzteres auch, aber ersteres ist für ihn sicherlich cooler.

Ich habe damals schon selber immer drauf geachtet, dass meine Noten nicht schlecht sind. Denn dann konnte ich machen was ich wollte. Wobei ich da auch eher der brave war.
 
M

Mooseba

  • #4
Wieso lässt du ihn auch so lange am PC sitzen? Das hätte ich mir nie getraut. Den Liebesentzug bzw. die Belehrungen meines Vaters (nur nach dem Motto: "Sei fleißig, sonst landest du in der Gosse!") wollte ich möglichst selten.
Mittlerweile habe ich meinen Berufsabschluss, einen gut bezahlten Job, Depressionen (weiterhin trotz einiger Behandlungen), bin meist ungelassen und unlocker trotz täglichen Sportprogramms und gesunder Ernährung. Also alles gut, denn typisch deutsch.

(m, 32)
 
  • #5
Verständlich, daß Dich das auf die Palme bringt und eines der Hauptprobleme mit Jungen in dem Alter. Meiner ist 10 und wenn ich nicht massiv eingreifen würde, wäre der von Dir geschilderte Tagesablauf auch der von ihm bevorzugte. Daher habe ich auch nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen, aber vielleicht helfen folgende Grundsätze:
- ein bis zwei familiäre Aufgaben pro Woche sind auch für einen Fünfzehnjährigen nicht zuviel
(Müllruntertragen, Tischdecken, Kochen etc.) Am besten aufschreiben, was alles pro Woche erledigt werden muß und er darf sich unter zwei oder drei Sachen was aussuchen und das wird in eine Art Familien-Wochenplaner eingetragen (z.B. Micha hat Freitagabend Küchendienst)
- Eine ausserhäusige Sportart finden lassen für wenigstens 1 x pro Woche
- Schulische Verpflichtungen müssen als erstes erledigt werden! Ist dies nicht geschehen, gibt es keinen Computer!
- Befristung der täglichen Computerzeit auf 90 min.
Versuche, etwas über seinen Freundeskreis herauszufinden und diese einzubeziehen. Das Ganze funktioniert natürlich auch nur, wenn Du mit dem Vater an einem Strang ziehst. Steht dieser nicht 100%ig hinter Dir, kannst Du Dein Vorhaben vergessen.
Ich bin auch kein Freund davon, daß Jugendliche ihren eigenen Fernseher im Zimmer haben.
 
G

Gast

  • #6
Du übertreibst meiner Erachtens ziemlich. Wie sind denn seine Schulnoten? Wenn die passen, dann ist das Ganze wenig tragisch, die "alte Generation" hat eben ein komplett anderes Verständnis von digitalen Medien als die "digital natives". Bist du überhaupt sicher, dass er die ganze Zeit Egoshooter spielt und nicht doch auch ab und zu Produktives am PC erledigt?

Er raubt mir meine Energie. Die Tatsache, dass da einer hockt und einfach null am realen Leben teilnimmt... Es macht mich fertig.
Bitte was? Wie kann dich ein Mensch, der dich nicht aktiv physisch stört, fertig machen? Stören würde er, wenn er den Computer so laut aufdreht, dass du dein eigenes Wort nicht mehr verstehst oder er (absichtlich) viel Dreck macht um dich zu ärgern. Aber so... ich kann nicht verstehen, wie er hier Energien rauben soll.

Du machst dich selbst fertig, nicht der Sohn!
 
G

Gast

  • #7
Hallo Fs,

deine Geschichte erinnert mich etwas an die von einer guten Freundin.
Sie hat eine Tochter auch ungefähr in dem Alter und nimmt kaum am realen Leben teil, zumindest vor kurzer Zeit noch.

Meine Freundin hatte auch einen Lebensgefährten, der dies sah und sich zu viel einmischte.
Nun, die sind jetzt getrennt!

Also ich finde du spinnst nicht, aber du kannst nicht viel bewirken, machst dich nur zum Außenseiter. Mach es geschickt, wenn du ihm tatsächlich helfen möchtest. Versuch eine Freundschaft zwischen Euch Beiden aufzubauen, so dass er dir vertraut und auf dein Wort hört und zählen kann.
Aber wenn du seinen Vater alarmierst, oder versuchst ihn zu erziehen, wird er sich noch mehr zurück ziehen.
 
G

Gast

  • #8
Liebe FS,

ja, das ist krank und vor allem auch sehr ungesund. Ich bin alleinerziehend und habe selbst einen Sohn, der jetzt 15 wird und die Tendenzen sind genau dieselben wie übrigens bei vielen Jungs. Da hilft nur Grenzen ziehen. Aber das kostet Kraft, die auch ich täglich aufbringen muss.

Wir haben am Ende der Sommerferien einen Vertrag geschlossen. Während der Woche kein PC, am Freitag 2 Stunden, nachdem alle Schulsachen erledigt sind und am Samstag und Sonntag jeweils 3 Stunden, auch nachdem alle anderen Aufgaben, vor allem Lernen (er macht G8) erledigt sind. Wenn er sich nicht daran hält, ist der PC komplett weg. Das hat er unterschrieben. Trotzdem gibt es immer wieder Diskussionen, weil er die Regel aufweichen will. Aber ich bleibe hart.

In den Ferien gibt es einen "Durchzocktag" und ansonsten ebenfalls 3 Stunden pro Tag, unter der Voraussetzung, er geht vorher an die frische Luft oder macht Sport.

Ich habe Bekannte, deren "hochbegabter "Sohn bereits ein halbes Jahr Entwöhnung auf einem therapeutischen Bauernhof machen musste, weil er PC-süchtig war.

Trotzdem gibt es auch bei uns jeden Tag Diskussionen, weil mein Sohn stattdessen auf dem Handy weitermacht. Das nervt unglaublich. Aber pubertierende Kinder sind halt anstrengend ;-)

Dein Lebensgefährte muss unbedingt einschreiten, nicht nur weil es dich fertig macht, sondern weil es für die gesundheitliche, psychische, soziale und schulische Entwicklung des Jungen Gift ist, wenn er so weitermacht. Du hast die erzieherische Autorität nicht, das ist Sache des Vaters. Ich weiß, Väter sind da leider oft sehr bequem.

Vielleicht klappt es auch bei euch mit einem Vertrag, dessen Regeln der Vater dann natürlich auch konsequent einfordern und umsetzen muss. Sprich ernsthaft mit dem Vater und zeige ihm Studien und medizinische Berichte, die du zuhauf im Internet findest und die erklären, wie schädlich übermäßiger PC und Handykonsum für Jugendliche ist.

Ich wünsche Dir viel Kraft. Und Eltern mit größeren Kindern, die du ja selbst hast, sagen: Mit 17 wird es langsam besser :)
 
G

Gast

  • #9
danke für dieses Thema.
Ich finde überhaupt nicht, dass Du übertreibst.
Bei meinem Sohn war es ähnlich. Ein riesen Problem für mich.
Zwar hat der mehrmals in der Woche außer Haus Sport getrieben, und zwar ohne dass ich ihn dazu motivieren musste, aber die Schule hat er aufgrund der Computerspiele definitv vernachlässigt.
Jede Hausarbeit hat er nicht dann erledigt, wenn es angestanden ist, sondern meist erst 3 Tage später....und ich war immer AE, ohne jegliche Unterstützung des Vaters, auch nicht finanziell, sprich, ich stehe unter einem andauernden Existenzdruck, auch wenn ich nicht selbsständig bin.
Ich habe alles mögliche versucht....u.a. war ich bei einer Suchtberatungsstelle für Jugendliche. Dort hat man mich quasie ausgelacht, und mir klipp und klar gesagt, wie Computersucht definiert ist, nämlich dass eine tägliche Anzahl von Stunden mit PC Spielen ausgefüllt sein müsse, und, dass der Jugendliche übergewichtig sein müsse, und nicht mehr aus eigener Motivation Sport treibt. Sprich, mein Sohn war also nach dieser Definition schon mal nicht computersüchtig. Der "Suchtberater" hat mir dann auch noch ein Bild eines typischen Computersüchtigen gezeigt....Mein Sohn ist ja schlank und spielt begeistert Fußball, also....
AUs meiner Sicht wird dieses Phänomen noch zu schwerwiegenden Folgen führen.
Und im Übrigen...mir hat das ebenfalls Energie abgezogen, dass dort im Nebenzimmer jemand sitzt, der aber nicht wirklich da ist. Ich war auch noch in einer andern Beratungsstelle....Mich hat wirklich mit dem Problem keiner ernst genommen. Im Gegenteil!
 
  • #11
Es gibt Spielesucht.. die unterscheidet sich nur in einem Fakt von der Drogensucht: sie zerstört den Körper sehr sehr langsam..
 
G

Gast

  • #12
Ich finde, du kannst die heutige Jugend nicht reflektieren und weißt nicht, wie wichtig der Pc noch für die heutige Jugendgeneration später mal sein wird! In 30 Jahren wird keiner mehr in die Stadt gehen und für etwas zahlen, man muss sich im Internet mit der ganzen Technik auskennen! Das ist eben das, was die heutigen Kinder machen - an der Zukunft für morgen bauen.

Ich sitze selber seit meiner Studienzeit jeden Tag mindestens 10 Stunden oder mehr am Pc, ich arbeite aber auch am Pc. Ich habe nach dem Studium direkt eine Internetkarriere angefangen und so mein Geld verdient, weil es mir einfach furchtbar Spaß gemacht hat und aus mir ist auch was geworden und nein, ich bin nicht überfettet und ein Nerd!

Heute spielt der Computer eine wichtige Rolle und dadurch werden im Internet auch viele Arbeitsplätze geschaffen. Vielleicht möchte dein Sohn später ja mal was mit Computer machen? Frag ihn doch mal lieber, was daran so spannend ist und ob er sich vorstellen könnte, später mal Computerspielentwickler zu werden? Damit verdient man übrigens eine Schweinegeld! Technische Berufe werden später immer wichtiger.

Es ist nun mal so, dass das ganze Leben sich im Internet abspielt - für die heutigen jungen Leuten von heute später noch viel mehr. Viele werden von der Schule gleich eine Arbeit oder Karriere übers Internet starten. Man kann mit dem Internet heute Geld verdienen, und zwar richtig gut, Webseiten erstellen, sich Wissen aneignen, ganze Bücher lesen, sich wegen Hausaufgaben austauschen, Vokabeln lernen, man hat einen schnelleren Duden zur Hand, und man muss nicht nur spielen! Und ja, man könnte sogar mit dem Onlinespielen Geld verdienen, wenn man zu den Topspielern gehört und Zeit investiert.

Ich finde, du kannst da irgendwie gar nicht mitreden, weil Kinder mit 17 schon sehr wohl wissen, wohin in Zukunft gehen soll und die sieht meist anders aus, als Eltern sich das vorstellen
 
G

Gast

  • #13
Vielen Dank für Eure Beiträge, hier die Fragestellerin. Ein Forummitglied fragt mich, warum ich ihn am PC sitzen lasse oder was mir denn da Energie raubt.... es ist in Ordnung, dass mein Problem nicht für eden nachvollziehbar ist. Nachvollziehen kann das wohl sehr gut @4, 7 und 8. Ich danke Euch allen, vor allem auch @8, 7 und 4 für die Tipps. Ja, und es zieht Energie. Ich weiß zwischenzeitlich, dass dieses PC-Problem nicht nur bei mir im Hause ist, trotzdem nervt es mich, dass da einer sitzt und einfach nichts sonst tut. UND er vernachlässigt ALLES. Er macht keine Hausaufgaben, also irgendwann schon, so mit Ach und Krach und eben Nebensache und wenn er am PC sitzt, da macht er nichts vernünftiges, egal wann ich an seinem Zimmer vorbeigehe, ich sehe IMMER dasselbe Bild.
Er hat null Motivation etwas von sich aus anderes zu machen. Er ist in meinen Augen süchtig, OBWOHL er nicht dick, eher dünn, ist.
Die Idee, dass man ihm den PC freischaltet für 3 Stunden oder utner der Woche gar nicht... hm.. das werde ich ohne den Vater niemals durchsetzen können. Aber der ist ja nie da...
Es nervt, es stresst, es fühlt sich ganz schlecht an, einen Mitbewohner hier zu haben, der lediglich den Kühlschrank leert und sonst am Leben bei uns nicht teilnimmt. MICH ZIEHT DAS RUNTER und fordert mich ständig, etwas "besseres " entgegenzusetzen. Ich bekomme immer mehr eine Wut auf meinen Partner, weil der zuschaut, bzw. er ist ja bis abends außer Haus und MUSS dieses Elend gar nicht ansehen... ABER ICH und ich bin doch nicht die Mutter oder Vater?!!! Klar will ich ihm helfen, ich mag ihn ja auch, aber ich fühle mich so allein gelassen mit dem Problem. Ich musste bei meinen beiden Kindern doch auch dafür sorgen, dass sie Werte und Interessen entwickeln konnten. Beide Kinder von mir hatten Zeiten, wo der PC mal sehr interessant war, aber nie in dem Ausmaß. Nie 8 Stunden oder am Wochenende 16 Stzunden am Tag. Es war Arbeit, Erziehungsarbeit für mich, ja, aber es war mir wichtig, immer auch noch was anderes dagegenzusetzen, Sport, häusliche Pflichten, Freunde, Familie, miteinander plaudern und lachen oder über politische Dinge reden, auseinandersetzen mit der Welt... Puh ich bin mit dem Sohn überfordert, letztendlich weil ich mich vom seinem Vater nicht unterstützt fühle. Er hockt in seiner Arbeit und macht in aller Ruhe seinen Job, während ich zu Hause versuche meine Arbeit zu machen, aber mich ständig von meiner sozialen Verantwortung gefordert fühle, den Jungen nicht so in seiner Bude sitzen zu lassen.
Danke Euch allen.
 
G

Gast

  • #14
Versuche es mal aus der Sicht des Sohnes zu sehen. Wer interessiert sich denn für ihn? Seine Eltern offenbar nicht! Sein Vater ist (für ihn) nie da, d.h. seinem Vater scheint er doch egal zu sein. Wo ist seine Mutter, was ist mir ihr? Die Mutter hast du, bemerkenswerterweise, mit keinem Wort erwähnt … Im Grunde wird er von seinen Eltern vernachlässigt.
Ein Kind und auch ein Jugendlicher, auch wenn es in dem Alter oft nicht so aussieht, braucht elementar das Gefühl und die Gewissheit, dass seine Eltern sich für es/ihn interessieren, und zwar nicht nur dafür, dass er seine "Leistungen" erbringt und sich dem Wunsch der Eltern gemäß verhält, sondern dafür interessiert, was ihn beschäftigt, was ihn erfreut, was ihn ängstigt, was er mag, was er nicht mag usw.
Natürlich ist es schwer, in diesem Alter Dinge zu finden, die man gemeinsam machen kann, die beiden Generationen Spaß machen, weil sich die Pubertierenden ja in diesem Alter gerade von der Elterngeneration emanzipieren wollen/müssen. Aber ich denken, hier liegt der Schlüssel! Der Sohn ist im Grunde abgeschoben und einsam. Weitere "Verpflichtungen" für ihn, z.B. außerhäusig zum Sport zu gehen, werden die Sache nicht besser machen, denn das ist für ihn auch nur ein weiterer Punkt, funktionieren zu müssen, die Erwartungen der Erwachsenen erfüllen und dabei möglichst nicht zu stören.

FS, du bist in der Tat in einer blöden Situation, da du nicht die Mutter bist. In erster Linie sind Vater und Mutter gefragt. Wenn er nun mal bei euch lebt, wie es sich anhört, kannst du höchstens o.g. versuchen, eher auf einer freundschaftlichen Ebene ihm Interesse entgegenbringen. Von dir wird er sich kaum erziehen lassen wollen, wenn er sich insgesamt von seinen Eltern vernachlässigt fühlt.


w49
 
G

Gast

  • #15
Hallo FS,
bei allem Respekt, dir scheint jede Toleranz für den 'Lebensentwurf' des Buben zu fehlen, weil er nicht DEINEN Vorstellungen entspricht. Das ist eine andere Generation. Hast Du als Jugendliche nie etwas gemacht, was deinen Eltern suspekt war ? Ich würde einen emotionalen Zugang zu ihm suchen und ihm dann Schritt für Schritt gehen um die Computerzeit zu reduzieren. Kinder/Jugendliche spüren ob man sie wirklich mag und sich kümmert oder eine eigenes Program mit eigenen Werten anspult (sorry, aber so kommst Du rüber).
Pass auf, das deine Beziehung nicht an dem Thema zerbricht (wenn sie dir wichtig ist).
Viel Glück
M41
 
G

Gast

  • #16
So wie es klingt, istd er PC ein toller Rückzucksraum für den Jungen. Immerhin istd a die ganze Zeit eine Frau zu hause, die nicht seine Mutter ist und das in einem Alter, wo man nicht die ganze Zeit einen Überwacher haben will. Alleine mit dem Vater war es da wahrscheinlich für ihn entspannter, er fühlte sich nicht überwacht.

Es klingt auch nicht so, als hättet ihr ein gutes Verhältnis. Das entsteht auch meist nicht so einfach. Vermutlich bist du zum falschen zeitpunkt in das Leben gekommen, hast es dann versucht, ein besseres Verhältnis aufzubauen, warst dabei aber vielleicht etwas zu bemüht gewesen.

Mein Tipp: Nimm dich zurück und erwarte nicht, dass Du zu dem Jungen das gleiche Verhältnis haben wirst, wie zu Deinem Sohn. Lerne ihn etwas mehr auszublenden, mach ihn auch nicht dauerhaft zum Thema eurer Beziehung. Biete deinem Partner und seinem Sohn an, sie können sich an Dich wenden, wenn sie deine Unterstützung wollen. Ansonsten lass ihnen ihr Leben. Man kann leider niemanden zu seinem Glück zwingen.
 
G

Gast

  • #17
Wieso lässt du ihn auch so lange am PC sitzen? Das hätte ich mir nie getraut. Den Liebesentzug bzw. die Belehrungen meines Vaters (nur nach dem Motto: "Sei fleißig, sonst landest du in der Gosse!") wollte ich möglichst selten.
Mittlerweile habe ich meinen Berufsabschluss, einen gut bezahlten Job, Depressionen (weiterhin trotz einiger Behandlungen), bin meist ungelassen und unlocker trotz täglichen Sportprogramms und gesunder Ernährung. Also alles gut, denn typisch deutsch.

(m, 32)
Meinst du allen Ernstes, dass Liebesentzug eine Lösung ist. Dann kann er später statt vorm PC in der Therapeutenpraxis sitzen.

Du bist noch viel zu jung, um verstehen zu können, wie sich Eltern fühlen, die ein pubertäres Kind haben.
Es ist sehr leicht gesagt, dass man es dem Kind verbieten sollte, wenn man selbst keine Ahnung hat.

Mein Sohn hatte ähnliche Phasen. Ich war auch am Verzweifeln, habe immer wieder versucht, ihm Alternativen zu bieten. Aber als Mutter (und auch als Vater) hat man in dem Alter wenig Einfluss.
Zum Glück hatte er dann eine Freundin, die ihm sehr gut getan hat. Plötzlich war sie wichtiger als der PC und hat ihn auch dazu gebracht, dass er ein ganz gutes Abi geschafft hat.
Heute spielt er auch noch, aber nicht mehr so intensiv. Und er hat eine Arbeit.
 
G

Gast

  • #18
Falls Du ihn als Mensch erreichen willst, dann rate ich Dir Dich für ihn und sein jetziges Leben zu interessieren, auch wenn Du es nicht verstehst, sogar darüber abwertend urteilst.

Wenn Du in Deiner jetzigen Haltung ihm und auch seinem Vater gegenüber verharrst, führt das zu absolut garnichts, außer natürlich Streit.

Klopf bei ihm an, frage höflich nach ob Du hinein darfst und dann interessiere Dich einfach nur für ihn und das was er tut. Frag ihn was er da spielt, worum es in dem Spiel geht. Das sollte aber nicht länger als 5 Minuten dauern und nicht routinemäßig jeden Tag um 16:15 Uhr stattfinden, sonst wirst Du ihm früher oder später auf die Nerven fallen. Mach es aus der aufrichtigen Motivation heraus, nämlich der, ihn als jungen Menschen kennenlernen zu wollen und Du wirst damit Erfolg haben. Du solltest nicht versuchen ihm das nur vorzugaukeln, weil Du ihm sonst, ohne es vielleicht zu wollen, abwertend begegnen wirst und dann ist die Chance verspielt.

Zeig Verständnis und Interesse dann wird er von ganz allein auf Dich zukommen und dann, erst dann, hast Du die Möglichkeit Einfluss auf ihn zu nehmen.


M 24
 
G

Gast

  • #19
Du hast ein Problem.
Du kannst Menschen die anders sind als du nicht akzeptieren.
Du musst an Dir arbeiten.

Das Geschwätz vom "Ballerspiel", dem "nicht am realen Leben teilnehmen", vom "Elend" entlarvt dich.
Was soll denn ein Teenager für ein Interesse daran haben, mit dir in deiner Lebenswelt was zu unternehmen? Noch dazu wenn du so abfällig auf ihn herabzublicken beliebst?

Meiner Großmutter hat mein Vater auch bloß "die Energie geraubt", weil sie ihn bei Sonnenuntergang an den Ohren heim schleifen musste, weil er nichts außer spielen im Kopf hatte.
Ich hoffe nur, dass aus mir nicht mal so ein alter Sack wird, der die Freude am Spielen vergisst.

Lern damit zu leben und andere Lebensentwürfe zu tolerieren.
Erst wenn du das geschafft hast, kannst du überhaupt darüber nachdenken, ob du anderen Menschen "auf den rechten Weg" helfen kannst.
 
M

Mooseba

  • #20
Meinst du allen Ernstes, dass Liebesentzug eine Lösung ist. Dann kann er später statt vorm PC in der Therapeutenpraxis sitzen.

Du bist noch viel zu jung, um verstehen zu können, wie sich Eltern fühlen, die ein pubertäres Kind haben.
Es ist sehr leicht gesagt, dass man es dem Kind verbieten sollte, wenn man selbst keine Ahnung hat.

Mein Sohn hatte ähnliche Phasen. Ich war auch am Verzweifeln, habe immer wieder versucht, ihm Alternativen zu bieten. Aber als Mutter (und auch als Vater) hat man in dem Alter wenig Einfluss.
Zum Glück hatte er dann eine Freundin, die ihm sehr gut getan hat. Plötzlich war sie wichtiger als der PC und hat ihn auch dazu gebracht, dass er ein ganz gutes Abi geschafft hat.
Heute spielt er auch noch, aber nicht mehr so intensiv. Und er hat eine Arbeit.
Um Gottes willen, nur keinen Liebesentzug. Ich habe nur etwas polemisiert, das mache ich in Zukunft kenntlich.
Bei der FS muss eine goldene Mitte gefunden werden. Aber ohne etwas Druck auf den Jungen wird es sicherlich nicht gehen.
 
G

Gast

  • #21
Falls Du ihn als Mensch erreichen willst, dann rate ich Dir Dich für ihn und sein jetziges Leben zu interessieren, auch wenn Du es nicht verstehst, sogar darüber abwertend urteilst.
Ich finde, das ist der beste Rat, den Du bekommen konntest. Allerdings ist er für die meisten Menschen nicht einfach umzusetzen. In dem Post kommen shcon so viele Vorurteile gegen das Spielen durch, da wird es verdammt schwer, ihn darauf unvoreingenommen anzusprechen. Das ist oft ein Generationenproblem, es ist schwer etwas zu verstehen, was man selbst nicht kennengelernt hat.

Wahrscheinlich würde es Dir helfen, erstmal zu verstehen, was es alles für verschiedene Spiele gibt. Und dann halt mal schauen, was der Junge genau so spielt. Vielleicht entdeckst Du ja ein Genre, was Du besonders spannend findest.

Deinem Partner sollte diese Rolle eigentlich leichter fallen, also vielleicht sollte lieber er etwas mehr Zeit mit seinem Sohn verbringen und Du da vor allem etwas Zeit für geben.
 
G

Gast

  • #22
Hallo hier die Fragestellerin, vielen Dank für die vielen Beiträge. Mir hilft das sehr. Für viele Beiträge bin ich wirklich sehr dankbar, weil sie für mich die Chance geben, einfach mal mit einer anderen Sichtweise auf die Dinge zu schauen. Und es stimmt schon, dass ich so einen Plan von gut und schlecht habe, eben mein Plan und den dann nicht ganz bewusst versuche den anderen überzustülpen. Und es stimmt auch, dass ich sehr abfällig über das Spielen und Zocken rede, weil ich selbst null Interesse an solchen Spielen habe und ja, es ist wirklich richtig, dass man Zugang zu dem jungen Mann schaffen muss, indem man sich für SEINE Welt auch mal ernsthaft interessiert - das werde ich seinem Vater unterbreiten, denn Spielen im PC ist so gar nicht meines und ich finde auch, dass es eher seine Aufgabe ist als Vater.
Klar, "früher", also vor 20 Jahren, da haben Kinder und Jugendliche auch gespielt, aber nicht PC, sondern irgendwas anderes, Brettspiele gemacht, sonst irgendwie kreativ irgendwelche Spiele erfunden, sich mit anderen Jugendlichdn zusammengetan u.s.w., vielleicht ist das mit dem PC ja auch nichts anderes, nur eben kein Brettspiel mehr, sondern halt am PC, anderer Spielaufbau, anderer Ablauf, anders eben.... Ja, so sollte ich mir das einfach klar machen, dass da halt einfach "nur" gespielt wird. Trotzdem bleibt eines für mich äußerst! fragwürdig: wie soll ein Jugendlicher sich für noch weitere Dinge interessieren, wenn dieser tagtäglich! mindestens 8! Stunden mit "Spielen" verbringt? Da ist doch gar kein Platz mehr, für nichts, weder für reale Freunde, noch für die Schule, noch für irgendwelche Erledigungen die die Familie und das Familienleben angehen.
Haben die hier älteren im Forum auch tagtäglich, wirklich tagtäglich mindestens 8 Stunden am Stück ohne Unterbrechung Ringelreihen gespielt?!
Ich glaube nicht!!!
 
G

Gast

  • #23
Hallo FS,
der Sohn deines Freundes hat ein Problem - pathologische Mediennutzung/Computerspiele wird mittlerweile als Suchtkrankheit diagnostiziert. Das sollte man nicht verharmlosen und abtun mit Bemerkungen wie: Das sei nun mal eine andere Generation.
Wenn du in diesem Punkt Hilfe und Unterstützung suchst, ist das hier auch nicht das richtige Forum.
Google mal "Aktiv gegen Mediensucht" oder rollenspielsucht
Da solltest du ein Forum mit Ansprechpartnern finden.

Ich kenne das Problem aus dem Freundeskreis: Junger Mann, guter Schüler - so gut, dass er auch nie was für die Schule machen musste bis zum Abi. Jede freie Minute am PC. Sozialverhalten und Kommunikation entwickelten sich zurück, ein Studium war nicht mehr vorstellbar. Die Ausbildung scheiterte nach drei Jahren an der letzten Prüfung. Stand dann ohne Abschluss, ohne Arbeit und mit der Diagnose Computerspielesucht da. Es folgten mehrwöchige Therapie und Reha ... ein langer und schwerer Weg...

Solche Lebenswege wird es künftig häufiger geben, wenn das Problem nicht früh genug erkannt und ernst genommen wird.

Nicht jeder wird süchtig, aber wenn es zusätzlich andere Probleme gibt - etwa Trennung im Elternhaus, Depressionen, Ängste etc. wird der PC zum Rückzugsort, zur vertrauten "Heimat". Wenn Suchtpotential vorhanden ist, geht es dann ganz schnell.

Sprich mit dem Vater des Jungen, nehmt das ernst. Computerspiele wirken auf ein jugendliches Gehirn ganz anders, als auf ein erwachsenes, siehe hier: Prof. Manfred Spitzer "Digitale Demenz". Ist alles bekannt.
 
G

Gast

  • #24
Es ist nicht Dein Sohn und es ist weder Deine Aufgabe noch Dein Recht, anderer Leute Kinder zu erziehen. Der Junge tut Dir nichts sondern ist einfach nur da. Daß Du so intolerant bist, Dich darüber aufzuregen, sagt viel über Dich aus. Daß Du das als Ursache für ein Scheitern Eurer Beziehung betrachtest, ebenso. Wenn Eure Beziehung leidet, dann offensichtlich unter Deiner Intoleranz. Darüber solltest Du mal nachdenken.

Natürlich ist es nicht gut, was da abläuft. Es schadet dem Jungen (nicht Dir). Es ist aber Sache des Vaters, da einzugreifen. Du kannst lediglich den Vater darauf hinweisen.

M 49
 
G

Gast

  • #25
... Klar, "früher", also vor 20 Jahren, da haben Kinder und Jugendliche auch gespielt, aber nicht PC, sondern irgendwas anderes, Brettspiele gemacht, sonst irgendwie kreativ irgendwelche Spiele erfunden, sich mit anderen Jugendlichdn zusammengetan u.s.w., vielleicht ist das mit dem PC ja auch nichts anderes, nur eben kein Brettspiel mehr, sondern halt am PC, anderer Spielaufbau, anderer Ablauf, anders eben.... ...
Das ist heutzutage virtuell nicht viel anders. Vielleicht hat es einen anderen Rahmen, aber denke nicht, dass der Junge so lange vorm PC sitzt und nur Single Player Spiele spielt und keine Kommunikation über irgendein soziales Netzwerk, Forum, Chat oder Teamspeak führt. Es ist eine andere Zeit, es gibt andere Medien, andere Wege zu kommunizieren.

Über die Gesamtzeit müsste man sicher reden, zumal, wenn die Schule darunter leidet, aber so drei, vier Stunden täglich braucht man schon, um einen entsprechenden Spiellevel zu halten oder die Kontakte nicht zu verlieren (zumindest in der "In"-Group).

Zu euren auseinanderklaffenden Lebensentwürfen wurde schon einiges gesagt. Ich rate Dir, für Deine Zufriedenheit Deine Wünsche nicht auf den Jungen zu projizieren - der Unterschied scheint mir zu groß, das würde bei Dir nur zu mehr Frustration führen.

Ich denke, Du musst Dir auch nicht den Erziehungsauftrag des Vaters aneignen. Vielleicht ist dem Jungen gar nicht an Familienleben mit der Freundin seines Vaters gelegen (in dem Alter wahrscheinlich nicht einmal nach Familienleben).
 
G

Gast

  • #26
Trotzdem bleibt eines für mich äußerst! fragwürdig: wie soll ein Jugendlicher sich für noch weitere Dinge interessieren, wenn dieser tagtäglich! mindestens 8! Stunden mit "Spielen" verbringt?
Das war doch aber wie bekannt früher nicht anders. Nach der Schule sofort auf den Sportplatz, in den Ferien von früh bis spät und kaum zum Mittag heim zu bekommen. Trotzdem ist aus meinem Vater dann noch was vernünftiges geworden, trotz der Spiel/Sport-Sucht.

Da ist doch gar kein Platz mehr, für nichts, weder für reale Freunde
Du musst dir bewusst machen, dass die Menschen, mit denen du über's Internet Kontakt hast, also auch wir alle hier, völlig real sind. Das sind nicht einfach nur Bits und Bytes, sondern lebende, fühlende Wesen. Die sind nicht "unreal".
Ob genug Zeit für die Schule bleibt, dafür sind die Noten ein Indikator, wurde auch schon gesagt. Und erledigt er denn nicht die Aufgaben, die ihm in der Familie aufgetragen werden? Oder ist das nur eine diffuse Angst?
 
G

Gast

  • #27
Leider macht der Sohn von ihm nichts anderes wie PC spielen. Der junge Mann ist 15. Bald 16. Er kommt nach Hause, isst zu Mittag, verschwindet in seiner Bude und dort bleibt er sitzen bis er wieder zu Bett geht und spielt ausschließlich. Am PC und zum Ausruhen kommt er kurz in die Küche, holt sich was zu essen, zu trinken, aber immer bewaffnet mit dem Smartphone dann, um dann währenddessen youtube-videos anzuschauen. Er macht keine Hausaufgaben, kümmert sich um rein gar nichts und ist auch wenig bereit mal was zu helfen, er ist zwar nicht unfreundlich im Ton oder so, aber sein Interesse gilt ausschließlich dem PC-Ballerspiel.
Klingt so wie ich damals war, nur habe ich auch noch exzessiv geschwänzt. Heute habe ich einen Universitätsabschluss in Informatik und kann mir meine Arbeitgeber aussuchen.

Mich zieht das immer mehr runter, weil ich das Gefühl habe, dass in meiner Wohnung ein Geist umherwandelt... er ist da, aber er nimmt an nichts teil und ich fühle mich gestört oder eben immer wieder verantwortlich einzugreifen, ihn eines besseren zu "bekehren". Er raubt mir meine Energie. Die Tatsache, dass da einer hockt und einfach null am realen Leben teilnimmt... Es macht mich fertig.
Da folgt jemand seiner Passion, die nicht schädigend ist und es macht dich fertig? Wie egoistisch bist du denn bitte? Der Junge ist nicht dazu da dich zu bespaßen, such dir gefälligst ein paar eigene Hobbies und lass ihm seine! Meine Eltern sind übrigens im Nachinein froh, daß es so war wie es war und ich mich so etwas vom vorherigen Freundeskreis distanziert habe. Von denen ist nämlich ein nicht geringer Prozentsatz mittlerweile tot! Drogen und Kriminalität sei dank und der Rest fristet in prekären Beschäftigungsverhältnissen sein Dasein. Was erwartest du denn wie sich ein 15-16jähriger sonst entwickelt, wenn er nicht vorm Rechner sitzt? Gangsterrap, Gras und Koks sind dann angesagt.


Wie soll ICH mit dem Junior umgehen? Was soll ich denn tun? Ich weiß es einfach nicht mehr.
Ich kann doch jetzt nicht den Entertainer für ihn spielen?!
Nein verdammt, er ist bestens unterhalten, lass den armen Jungen einfach in Ruhe!

Außerdem habe ich auch zu tun. Ich arbeite auch, von zu Hause aus und von daher bekomm ich ja mit, was sein Junior so macht.
Typische Frauentaktik, dein Problem zu seinem machen. DU kommst nicht aus dem Haus und langweilst dich. Deshalb soll ER DICH bespaßen. Surch dir nen vernünftigen Job.

Was soll denn aus ihm werden? So eine Entwicklung ist doch fatal ? Oder spinn ich jetzt???!?
Ja alte Frau du spinnst, der Junge beschäftigt sich mit neuen Technologien, die ihm eventuell seinen späteren Broterwerb sichern werden. Aber du willst ihn in das gesellschaftliche Korsett des letzten Jahrtausends pressen und wirst ihm, solltest du damit Erfolg haben, massiv Schaden.

m28
 
G

Gast

  • #28
@alle:
Ehrlich gesagt finde ich 90% der Beiträge hier nur unqualifiziert!
Wie soll bitte etwas bewertet werden, was keiner von euch richtig kennt?
Wer von uns weiß WAS genau der junge Mann da treibt?
Bevor hier für oder gegen ein Medium gewettert wird:
- ist er gesund ( seelisch und körperlich)
- was genau tut er da ( sollte für den Vater möglich sein zu verfolgen)
- wie ist sein Stand in der Schule ( Leistung/ aber auch Stellung in der Klasse)
- gibt es Freunde in seinem Leben?

Was ich seltsam finde: immer das gleiche Bild am PC, wenn die FS in reinkommt?!

Ich hab selbst einen PC und war eine zeitlang Pornosüchtig ( 2-3 Jahre) allerdings ü20jahrig..
Hab eine Phase lang nächtelang in Foren diskutiert, gespielt... Was sinnvolles machte ich nicht.
Nun ist das Internet mittlerweile eine gute Informationsquelle und ich lerne online ( hab ein Studium angefangen)
Als Kind hatte ich keinen PC und las jede freie Sekunde Bücher... Hab sie verschlungen.
Für mich eine Flucht. Ich war ein Trennungskind mit psychisch kranker Mutter, schlechtem Stand in der Klasse( Außenseiter ) mit einem Klassenlehrer der mich für beschränkt hielt...
Wer mir half:
Lehrer in der Oberstufe die an mich glaubten, mein Vater, neues Umfeld und endlich echte Freunde.
Und auch ja:
Ponokonsum begann mit 9, der Vater meiner Freundin lagerte die im Keller und wir schauten uns das Zeug an... Gesund war das für uns nicht.
Solange nicht geklärt würde was da am PC gemacht wird, ist alles möglich:
- er spielt egoshooterspiele
- er konsumiert gewaltvideos
-....konsumiert Filme für über 18 jährige
- er tauscht sich in fragwürdigen Foren aus ( es gibt dort alles: Teenager die sich Tipps für Selbstmorde geben, oder zum abnehmen ( sprich verhungern, wie die pro Anas).., Teenager die sich für den Islam begeistern lassen, oder den Mord an ihren Lehrern planen..))
Natürlich kann es sein, das er sich selbst programmieren beibrachte, nur mit intelligenten fernen Menschen chattet und wenn er spielt, Spiele auswählte, die seine logische denkfahigkeit, sein Räumliches denken und mathematische Fähigkeiten trainiert...

Aber jetzt mal ehrlich... Beide Extreme sind unwahrscheinlich .
Tatsache ist, er ist erst 15! Sehr wohl sollte sein Vater acht geben und überprüfen ob seine Seele oder sein Geist in Gefahr sind...

( 34/ und ja, ich bin eine Frau )
 
G

Gast

  • #29
Du kannst einem 16 jährigen keinen Computer verbieten. Ich sitze selbst 12 Stunden und mehr davor. Gehört eben zu unserer Zeit dazu.

Ich würde gar keinen 16 jährigen Halberwachsenen in meiner Wohnung haben wollen! Die Leute gehören in ihr eigenes Leben, wo sie tun und lassen können, was sie wollen, damit ihr als Eltern auch wieder ein Leben habt. Ich würde das Kind ziehen lassen und wäre froh, er beschäftig sich 10 Stunden mit dem PC oder irgendwas.

Nicht mehr lange, und solche Konstellationen wie bei euch wird es bald gar nicht mehr geben (Gott sei Dank).

w (kinderlos). Ist doch schrecklich, solche großen Leute bei sich in der Wohnung stehen und gehen zu haben. Wenn ich zu meinen Nachbarn rüber gucke, trifft mich der Schlag. Kleines Häuschen, fitte moderne Eltern, die 3 Kinder werden immer älter (20,22, 25), schleppen sich von ihrem erste Geld BMW und Mercedes an, weil sie ja nicht für ihre eigene Bude zahlen müssen. Der erste kriegt schon ein Kind. Jetzt wohnen sie bald zu 9 Erwachsenen Leute unter einem Dach. Wohin führt das bloß? Also früher gab es sowas nicht! Da hat man die Kinder mit 16 rausgeschmissen! Da können sie machen, was sie wollen! Und nochmal: der Pc gehört heute dazu. Nach der Schule macht man paar Minuten Hausaufgaben, für die Schule muss man heute eh nichts mehr lernen und dann hat man nun mal Freizeit bis nachts.