• #1

Wieviel Schicksal gehört zur Liebe?

Manche suchen und finden nicht.
Andere finden und suchen nicht.
Gehört Glück oder Schicksal nicht doch dazu den richtigen Partner zu finden?
Früher lehnte ich das kategorisch ab, Blödsinn.
Heute kenne ich etliche Paare, die sich z.B. regelm. auf der Arbeit, im Zug, im Sportclub sahen, es gefunkt hat und heute schon Jahre zusammen sind.

Viele fragen sich, ich auch, warum habe oder hatte ich nie so ein Glück?
Was meint ihr? Gehört Glück oder die richtige Zeit am richtigen Ort dazu?
Oder sind wir am Ende wirklich selbst immer Schuld, dass wir nicht fündig wurden?
 
G

Gast

Gast
  • #2
Ich behaupte einmal, die Basis muss man selbst legen, dann entscheidet das Schicksal.

Wer eine endloslange No-Go-Liste hat, wer nur zuhause sitzt, wird nie den passenden Partner kennenlernen. Wer vielen Aktivitäten nachgeht und tolerant ist, hat bessere Chancen, aber ob es schlussendlich wirklich funktioniert, ist Glück.

Wer sich selbst für unwiderstehlich und super-attraktiv hält (weil von den eigenen Freunden immer eingetrichtert) obwohl es objektiv nicht stimmt, wird immer von den falschen Leuten angesprochen werde. Wenn das Selbstbild passt, dann kommen auch automatisch die passenden Menschen. Und ob es dann passt, ist wiederum Glück.
 
G

Gast

Gast
  • #3
Dieses fündig werden ist es doch, wovon wir träumen. Der richtige Ort zur rechten Zeit und die richtige Stimmung / Ausstrahlung sind die magische Mischung.

Vergiss alle Wunschlisten und vertraue Deinem Gefühl. Verlange nicht mehr, als Du selbst bieten kannst. Fahre Deine Antennen aus und schlage zu, wenn die Gelegenheit sich bietet. Riskiere auch einen Korb und suche unbeirrt weiter. Wenn Du ein Ziel hast, wirst Du ankommen, vorausgesetzt Du glaubst daran.

Erfolg ist, von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren (Winston Churchill).

Ich habe lange gebraucht. Bin viele Irrwege gegangen, wo es doch so einfach ist. Nicht umsonst haben wir ein Bauchgefühl. Es richtig zu deuten ist der Weg, denn wo Liebe ist gibt es immer einen Weg. Es ist nicht Schicksal, sondern das was wir daraus machen.
 
G

Gast

Gast
  • #4
ich habe nie gesucht! uns immer gefunden!
Bleib locker, denn man(n) merkt sehr schnell, ob DU aus bestimmsten Gründen suchst, oder es einfach mal "entspannt" angehen lässt...

Vor Frauen die wirklich "SUCHEN" laufen die meisten Männer davon.
Wenn ich ein Mann wäre, würde ich es auch tun.
Am schönsten ist es, wenn ER und SIE sich WIRKLICH verstehen und MÖGEN!

ich habe so jemanden gefunden, hat allerdings auch lange gedauert bis wir "zusammen" waren!
das Leben schreibt die schönsten Geschichten!!

lg
 
G

Gast

Gast
  • #5
Das ist eine Mischung aus beidem, denke ich. Und man muss sein Glück auch erkennen können!
Nicht immer ist es eben die Liebe auf den ersten Blick...(w)
 
  • #6
Die Offenheit, es zuzulassen, die ist kein Schicksal.
Wenn da jemand ist, dann sollte man aktiv werden. Das Schicksal lässt uns ggf. begegnen, etwas daraus machen müssen wir selbst.
Glück ist, wenn man zur rechten Zeit am rechten Ort ist.
 
  • #7
Schicksal?

Gut, eine willkommene Ausrede für so ziemlich alles was einem im Leben wiederfahren kann. Zudem eine willkommene Rechtfertigung auf der manche Religionen und Autokratische Staatssysteme aufgebaut sind. Versuchs gar nicht erst, ist ja eh vorherbestimmt...

Und wer ist der "Gewinner" in einem solchen System?

Eben, der der nicht ans unveränderbare Schicksal glaubt und macht.

Was uns bei der Liebe gerne ans Schicksal glauben lässt sind zwei Faktoren:
-Wenn keines ist, ist man ja selbst verantwortlich- das ist in anderen Lebenssituationen schon unangenehm, hier aber besonders.
- Und der Umstand dass es oft erst dann klappt wenn man nicht darauf fokussiert sind DEN Partner zu finden.

Zweiteres ist aber einfach erklärt: Dann fehlt die Lockerheit, man ist verkrampft und versucht zu gefallen. Wie ein Hund Angst riecht (ja die verd*** Botenstoffe) "riechen" das auch Menschen, man kommt unecht rüber was nicht gerade zum Vertrauen beiträgt da man für sowas intimes wie die Liebe nunmal braucht.

Selbst wenn man "gefunden" werden möchte muss man die Gelegenheit schaffen und sichtbar werden. Mit nem Stöpsel im Ohr und dem Smartphone vorm Gesicht in der S-Bahn... wie man das Heute viel zu oft sieht wird das eher nix. Ebenso wenn man laufend einen Gesichtsausdruck spazieren trägt wie Bernd das Brot.

Wenn man authentisch bleibt, offen auf die Menschen zugeht und sich selbst nicht zu engen Vorstellungen unterwirft wird man auch schnell feststellen dass es nicht nur EINE Frau gibt in die man sich verlieben kann.

Natürlich gehört auch ein wenig Glück dazu- das aber hat auf Dauer nur der tüchtige.
 
G

Gast

Gast
  • #8
Ich glaube inzwischen, es ist Schicksal wem wir begegnen. Was wir dann daraus machen ist dann eher selbstbestimmt.

Wenn ich rückblickend alle meine Beziehungen (auch plantonisch) betrachte, muss irgendwie Schicksal im Spiel sein.

Aber auch die endlosen Bemühungen, die Suche, die sicherlich oft zermürbend ist, führen dann letztendlich bei dem/der Richtigen zur Entscheidung, gehört also für mich dazu.

Ja, es gibt Schicksal!!!
 
G

Gast

Gast
  • #9
Es gibt kein Schicksal. Liebe ist wissenschaftlich schon längst berechenbar. Je mehr Zeit man miteinander verbringt, desto höher die Möglichkeit, Sympathien zu entwickeln und sich zu verlieben. Siehe: Konstruktionen wie "Big Brother" oder "Bauer sucht Frau".

Verlieben kann man sich in alles, wenn man nur will, etwas Schönes daran zu erkennen. Und von dieser Eigenschaft und Begeisterungsfähigkeit hat man als junger Mensch eben noch mehr als als Alter.
Zur Liebe gehört für mich also nicht Schicksal, sondern der Wille zu einem aktiv gepflegtem, soziales Netzwerk.

Wenn du Dauersingle bist, sitzt du doch bestimmt permanent daheim oder vor dem PC, hast weniger Freunde und Lust auf Bekanntschaft als vielleicht früher, hast weniger Lust, auszugehen oder nur Lust an oberflächlichem Sex... Das sind eben die typischen Verfallsmerkmale des Alters. Was gegen dich arbeitet, ist vermutlich die Sturheit im Alter, sich nicht mehr so schnell binden zu wollen und weniger Leuten vetrauen zu wollen. Zudem hemmen dich negative Erfahrungen, es einfach mal mit einer Person anzupacken und jemanden erstnhaft kennenlernen zu wollen, auch wenn er vom ersten Blick vielleicht nicht deinem Traumpartner entspricht.

Je älter Leute werden und je länger sie allein sind, desto empfindlicher, weniger empfänglicher und negativer werden sie meist, in Sachen Partnersuche und anderen Menschen, so stelle ich häufig fest. Wenn du mal 10 Jahre aus der sozialen Welt raus bist, findest du kaum mehr Anschluss an andere Menschen. Schau dir doch mal die Leute an, die sich gänzlich zurückgezogen haben. Denen ist irgendwann jeder Gang zum Supermarkt und jedes Gespräch müßig. Die wollen nur noch ihr Ruhe und könnten sich gar nicht mehr verlieben.
 
G

Gast

Gast
  • #10
Ein klein wenig vielleicht - den Rest macht man selbst mit seiner Persönlichkeit etc.
 
  • #11
Sich zu verlieben, ist eigentlich gar nicht das Problem, es geht viel mehr darum, dass diese Liebe auch erwidert wird.
Und den Menschen zu treffen, dazu braucht man Glück und den richtigen Zeitpunkt (im Sinne, das der Mensch auch Single ist).
 
G

Gast

Gast
  • #12
Es hängt zu 100% von Glück und Zufall (kann man auch Schicksal nennen) ab!

m.
 
  • #13
Ich spreche in solchen Fällen schlicht von Zufall. Ich gehöre auch zu denen, die nicht suchen.oder sich mit Beziehungsfragen aktiv beschäftigen. Wenn es gut paßt, geht man irgendwann eine Beziehung ein, aber das geschieht so still, daß man es nichtmal mitbekommt, zumindest für Leute, die nicht suchen.

Wer aggressiv sucht, wirkt verkrampft, unsicher und das merkt das Gegenüber.
 
G

Gast

Gast
  • #14
Ja, vielleicht ist Liebe auch ein wenig Schicksal. Eines ist sie sicher nicht: Ein "Projekt" - ich möchte nicht wissen wie viele Menschen die Liebe inzwischen zu einem persönlichen Projekt machen. Da ist kein Raum für spontane Empfindung, weil alles bereits durchdacht und festgelegt ist.

Wie soll er/sie sein: Wissenschaftliche Ergebnisse werden zur Grundlage der Partnersuche heran gezogen. Es gibt genaue Kennzahlen, Beschreibung der äußerlichen und innerlichen Attribute. Und wehe es weicht jemand davon ab, der wird rigoros aussortiert.

Wo ist da denn noch Raum für Schicksal?

Schicksal ist wohl nicht mehr zeitgemäß. Ich finde es schade und wenn mir das Schicksal einen Menschen beschert, greife ich zu.

w/52
 
G

Gast

Gast
  • #15
Nein, kein Schicksal.

Wenn man nur 3 Situationen im Jahr erlebt, wo einem der Traummann (oder Traumfrau) in einem unpassenden Moment begegnet, und man sich entweder nicht wohl fühlt, zu schüchtern ist, usw., dann hat man ggf. 3 mal verhindert, den evtl. Mann des Lebens kennenzulernen.

So etwas passiert selten, aber es passiert. Und oft genug lässt man selbst Momente vorüberziehen. Es kann mir keiner erzählen, dass er das nicht schon gemerkt hat...

Dann macht man auch Fehler beim Kennenlernen. Bei mir gab es schon oft Lebensphasen, wo ich so gar nicht gut aussah, so ganz andere Sachen im Kopf hatte. Man lenkt es letztlich selbst.

Und die Leute, die sich so zufällig kennenlernen, muss man dann auch mal beobachten. Ich kommte solche Kennenlernaktionen schon beobachten. Die Leute waren z. B. offen, beide. Manchmal haben sich auch Leute gefunden, die erst nicht so ganz passten, aber sich passend machten. Es gibt viele Möglichkeiten, aber die Leute bestimmen es letztlich selbst.

Klar, manche haben natürlich mehr Gelegenheiten, z. B. beruflich, je nachdem, ob man nur mit Frauen, nur mit Männern oder meist alleine arbeitet. Das lässt sich nicht leugnen. Ein Begriff wie "Schicksal" passt dazu dennoch nicht.

Wenn ich mir überlege, welche Erlebnisse ich mir schon vorenthalten habe, wird mir ganz übel. Das ist alles slebst zu verantworten. Aber man kann es auch ändern, und das wirkt.
 
G

Gast

Gast
  • #16
Es gibt kein Schicksal. Liebe ist wissenschaftlich schon längst berechenbar. Je mehr Zeit man miteinander verbringt, desto höher die Möglichkeit, Sympathien zu entwickeln und sich zu verlieben. Siehe: Konstruktionen wie "Big Brother" oder "Bauer sucht Frau".
[Mod]
Schau dir doch mal die Leute an, die sich gänzlich zurückgezogen haben. Denen ist irgendwann jeder Gang zum Supermarkt und jedes Gespräch müßig. Die wollen nur noch ihr Ruhe und könnten sich gar nicht mehr verlieben.

Naja das ist schon sehr pauschal betrachtet. Ein großes soziales Netzwerk als Garant für eine erfolgreiche Partnersuche anzusehen und Dauersingles dieses abzusprechen, finde ich falsch. Auch entwickeln sich Sympathien nicht automatisch, nur weil man ständig mit jemanden rumhängt, da muss von Anfang an schon was da sein.

Dass man im Alter entliebter ist, tritt glaub ich nur ein, wenn man allgemein emotionsloser wird. Die Begeisterungsfähigkeit die ich bei frisch verliebten Frauen erlebe, ist auch im Alter ungetrübt. Vielleicht bin ich da aber noch zu jung, um es genau zu wissen.

Gruß m30
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
G

Gast

Gast
  • #17
Ich glaube nicht an das Schicksal im Sinne von Mythologie, Vorsehung oder höherer Macht.

Ich glaube an den Zufall. Den Zufall, daß wir uns gerade an diesem Tag getroffen haben und zufällig die ähnlichen Werte und Interessen haben.

Wenn alles passt, dann geht man eine Beziehung ein und die Liebe kommt dazu. Alles davor ist für mich unheimlich große Symphatie.

w
 
G

Gast

Gast
  • #18
Nunja, ein klein wenig Hilfe von oben gehört schon dazu. (ein nicht-religiöser Mensch würde hier wohl eher den Zufall bemühen)
Aber ich glaube auch, dass das meiste schon aus einem selbst kommen muss.

Ich hatte schon ein paar Mal mein Glück versucht, muss aber gestehen, ich wusste zum damaligen Zeitpunkt gar nicht, wie ich mit diesen Frauen umgehen sollte (oder wussten sie nicht, wie sie mit mir umgehen soll? Wer weiß...)
Dann gab es ein-zwei Begegnungen, bei denen ich nicht suchte, aber die betreffenden Frauen meine Sehnsucht spürten. Das ganze nahm kein gutes Ende. Nun ja, auch Männer können sich ausgenutzt vorkommen.
Und schließlich gab es das bisher einzige Mal, bei dem wir beide wussten, was wir tun müssen und dass wir einander auch wollen. Es ist also ein Zusammenspiel von beidem. "Schicksal" und eigenes Tun.
 
  • #19
Liebe FS,

Du schreibst es selbst: die, die nicht suchen, finden. Warum ? Weil sie sich nicht mit der Partnersuche beschäftigen, sondern damit, sich selbst Erfüllung im Leben zu schenken. Diese Menschen sind zufrieden mit sich und dem Leben und strahlen dies auch aus. Das ist es, was anziehend wirkt.

Wenn Du die von Dir genannten Paare beneidest: arbeite an Dir und schau nach innen statt nach außen. Zu Deiner letzten Frage: ja, Du hast es selbst in der Hand, nur Du allein. Fange bei Dir selbst an und das Glück kommt automatisch zu Dir.

Alles Liebe für Dich !
 
G

Gast

Gast
  • #20
Ein Fall von selektiver Wahrnehmung. Menschen, die ihr Glück einem Zufall verdanken, glauben natürlich eher an das Schicksal als solche, die ihren Idealpartner knapp verpaßt haben. Sie wissen es ja nicht.
 
G

Gast

Gast
  • #21
Schicksal und Glück fangen ja bereits bei der eigenen Persönlichkeit an, die durch die Eltern geprägt ist, zum einen aufgrund der Gene zum anderen aufgrund der Erziehung.
Ein gut aussehender Mensch, der dazu noch von den Eltern zu einer selbstsicheren und souveränen Persönlichkeit erzogen wurde, ob nun absichtlich oder einfach nur so nebenher, hat sicher bessere Chancen als ein weniger gut aussehender Mensch, der unsicher und introvertiert ist.

Dennoch kann man sein Schicksal in die eigenen Hände nehmen und sein Glück versuchen. Ob es klappt oder ob man Pech hat, hat man nicht komplett selbst in der Hand, weil das Glück auch vom Partner abhängt, der seine eigene Geschichte hat.

Dennoch glaube ich, dass sowohl Berufswahl als auch Partnerwahl wiederum etwas mit der Persönlichkeit zu tun haben. Also im Umkehrschluss: Man kann schlechterdings sagen, mein Beruf passt gar nicht zu mir, ich habe so viele Chancen vergeben etc. aber eigentlich bin ich ja ganz anders und verstehe nicht, warum es nicht klappt.

Um Glück in der Liebe zu haben, braucht man Fähigkeiten, Erfahrung, Persönlichkeit und Glück.

m
 
Top