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Gast

  • #1

Wieviel Schwiegermutter im Leben ist "normal" ?

Hallo zusammen,

im Moment stehe ich mit meiner Beziehung an einem Punkt wo ich überlege ob das noch funktioniert oder nicht !
Wir sind beide mitte 30 und seit 5 Monaten zusammen. Mein Freund und seine Mutter haben ein SEHR enges verhältnis...meiner Meinung nach fast ZU eng !
Der Vater war quasi nicht vorhanden und ist inzwischen verstorben...die Mutter verhätschelt ihn heute noch und spricht auch von ihrem Bubi. Sie will alles von ihm wissen, Planungen usw und gibt auch immer ihr Ding dazu und beeinflusst seine Entscheidungen. Bisher komme ich mit ihr aber ganz gut klar.
Am Sonntag hatten wir uns dann Unterhalten bzw. ich habe ihm gesagt, dass ich mich total unwichtig und unwohl fühle. Er bespricht Dinge mit ihr, die sie mir dann erzählt... ich sehe sie öfter. Er meinte dann selber es wäre ihm gar nicht aufgefallen, dass er mich gar nicht einbezogen hat und dass das natürlich auch nicht richtig wäre.

Versteht mich nicht falsch... ich finde es OK wenn ein Sohn ein super Verhältnis zu seiner Mutter hat. Doch im Moment fühle ich mich auf jedenfall hinter ihr angesiedelt wenn ich glück habe auf der gleichen Höhe wie sie. Es könnte sogar sein, dass er mal wegen eines Kaffees bei Ihr sie bevorzugt und mir absagt nur weil er ihr nicht "nein" sagen kann. Das hat er übrigens gesagt, dass es ihm einfach schwer fällt und er sich nicht traut ihr nein zu sagen.

Die Frage ist...mein Freund will die Beziehung zu mir behalten und wir sprechen heute Abend auch nochmal. Er meint wir würden das schaffen.
Doch wirklich realistisch betrachtet: schafft man es in dem Alter noch sich von seiner Mutter abzunabeln ??
Ist mein Anspruch zu hoch wenn ich sage ich will zumindest irgendwie das Gefühl haben die Nummer 1 für ihn zu sein??? Zumindest wenn wir zusammen eine Abmachung treffen, dss er dann zu mir steht ? Und ist das nach so einem Kuddelmuddel überhaupt noch möglich ?
Seine Mutter wird so oft erwähnt und ich habe das Gefühl sie ist voll in der Beziehung mit drin...eine enge Familie ist ja schön. ABer irgendwie muss es da doch noch eine Abgrenzung als paar geben in das die Mutter nicht einbezogen wird oder ?
Danke schonmal.
 
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Gast

  • #2
Doch im Moment fühle ich mich auf jedenfall hinter ihr angesiedelt wenn ich glück habe auf der gleichen Höhe wie sie.
Schwierig. Ich denke, nach 5 Monaten kann man so ein Verhalten noch nicht abgelegt haben, denn die Mutter hat ihn ja nun schon über 30 Jahre im Griff.

Doch wirklich realistisch betrachtet: schafft man es in dem Alter noch sich von seiner Mutter abzunabeln ??
Das schafft man in jedem Alter. Die Mutter meines Vaters hatte ihn und unsere Familie noch im Griff, als er schon an die 60 war. Immer schön mit Schuldgefühlen erzogen. Heute hat er es wohl irgendwie verarbeitet.
Das ist nun ne andere Generation und Dein Freund hat ja schon gesehen, dass es falsch ist und er sich nur nicht traut. Da ist noch nicht alles verloren. Die Nagelprobe wird sein, wenn er sich mal entscheiden muss in einem Streit oder sowas. Da würd ich dann Schluss machen, wenn er sich gegen mich entscheidet, obwohl ich im Recht bin.

Ich würde auf jeden Fall versuchen, mich erstmal gut zu stellen mit der Frau. Wenn sie komisch wird, dann aber keine Auseinandersetzung scheuen. Nur musst Du aufpassen, dass Bubi seine eigenen Kämpfe auch selber ausficht, sonst seid ihr dann - die Mutter und Du - zwei keifige Frauen, und Bubi lässt sich von Dir retten. Wenn er sich nicht traut, dann mach nicht Du es.
Und pass auf, dass Du Dich nicht in eine dominante zweite Mutter verwandelst, weil er sich auch bei Dir nicht traut "nein" zu sagen. Ich glaube, dazu müsstest Du ihn dann auch ermutigen, seine Entscheidungen selber zu treffen.

Seine Mutter wird so oft erwähnt und ich habe das Gefühl sie ist voll in der Beziehung mit drin...eine enge Familie ist ja schön. ABer irgendwie muss es da doch noch eine Abgrenzung als paar geben in das die Mutter nicht einbezogen wird oder ?
Seh ich auch so. Sag es ihm vorsichtig, denn ich denke, er ist ganz schön verstrickt in diese Beziehung. So schnell kann keiner umdenken.
 
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  • #3
Liebe FS,

Frauen wie du kommen und gehen. Eine Mutter bleibt eine Mutter. Für immer.
m, 45
 
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Gast

  • #4
Liebe FS,

Frauen wie du kommen und gehen. Eine Mutter bleibt eine Mutter. Für immer.
m, 45
Da ist was dran, aber dann müssen sich solche Männer nicht wundern, wenn sie mit Mami alleine bleiben. Was ist, wenn Mami dann im Himmel ist?

Nur ein Mann, der sich zum richtigen Zeitpunkt und vollständig von seiner Mami gelöst hat, ist in der Lage später eine gesunde Beziehung zu einer neuen Frau einzugehen.

Daher lass ich die Finger von solchen Mamasöhnchen.

w
 
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  • #5
Mein Partner hat so ziemlich am Anfang unserer Beziehung einmal über seine Mutter gesagt:

"Ich bin nicht ihr Eigentum!"

Das hilft mir immer wieder.
 
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  • #6
Na, dann kann Sohnemann ja eine Familie mit der Mutter gründen.

Sorry, aber da stellen sich mir die Nackenhaare auf. Ein gesundes Verhältnis, dieses kann auch enger sein, ok. Doch wenn mein Partner möchte, dass ich ihm vertraue und ggfs eine Familie mit ihm gründe, dann erwarte ich, dass seine Kernfamilie Prioirität hat und nicht Mutti.

In meinem Familienkreis gibt es übrigens so eine Kombi: Söhnlein ist Mitte 40, Single, weil Muttern stets am wichtigsten war. Glücklich ist er übrigens nicht und ich frage mich, was er macht, wenn die Eltern irgendwann nicht mehr da ist.
 
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  • #7
Gibt ihm letztmalig eine Chance, dass er sich dir zuwendet und das enge Verhältnis der Mutter stark lockert.

DU musst die Nr. 1 sein - schafft er das nicht, lass ihn ziehen. Seine Mutter wird im Denken, Handeln und Fühlen immer seine Nr. 1 bleiben - Muttersöhnchen eben. Du kannst in dieser Konstellation nicht gewinnen, wirst immer hinten an stehen. Und das ist wohl nicht dein Ding, warum auch! w/45
 
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  • #8
Um deine Frage in der Überschrift zu beantworten: Soooviel Schwiegermutter ist nicht normal, zumindest nicht für den Großteil der über 18-jährigen, denn Abnabelung von den Eltern gehört ja nun mal zum Erwachsenwerden dazu. Schräg finde ich vor allem, dass er seine Mutter so oft erwähnt. Dass er sie nicht verägern will und lieber Verabredungen mit dir absagt als mit ihr, ist zwar auch nicht so gesund, aber dass sie quasi omnipräsent ist, au weia.

Schwierig, auch wenn die Einsicht bei ihm vorhanden ist.

w Ü45
 
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  • #9
Lass ihn, das spielt sich irgendwann ein, wirst sehen. Und aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass Männer, die gut zu ihrer Mutter sind, auch gut zu dir sein werden :)

Das heißt nicht, dass du nicht an erster Stelle stehst. Die Mutter ist keine Konkurrenz.

W, 36
 
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  • #10
Kannst du vergessen. Ein richtiger Mann, der schaut, dass er früh einige hundert Kilometer zwischen Mutter und sich bringt, um eigene Wege einzuschlagen. Und zwar vor dem 25. Lebensjahr! Das wirst du bei allen eigenständigen Machern von Männern erleben, die ihr Leben in der eigenen Hand haben und Lust auf ein Leben mit einer Frau als Ehefrau haben! Die schlagt es wie ganz natürlich in weite Ferne, weil Jungs, im Gegensatz zu Töchtern, einfach im Normalfall viel freiheitsliebender und unbändiger sind und sich wenig sagen lassen.

Ab 30 (das sagen auch viele Familientherapeuten) ist die Wahrscheinlich so gering, dass ein Mensch sich nochmal von der Familie löst. Man ist schon zu feste integriert in der Gewohnheit. Ab 40 ist man dann loyal "verpflichtet", die alte Mutter zu unterstützen. Es wird im Alter immer enger. Überlege auch, ob du dann die Rolle der Pflegerin für die Mutter übernehmen willst, weil dein Freund ja arbeiten geht und solche Menschen ihre Mutter nichts ins Heim abschieben.

Nein, es gibt keine Abgrenzung. Im Zweifelfall bist du diejenige, die gehen darf! Seine Mutter ist ihm wichtiger als jede Partnerin. Manche Menschen habe eine verschobene Prioritätenliste. Du bist seine erste Freundin, er wird Frauen auch nie soweit vertrauen oder sich drauf einlassen können, weil seine Mutter stets die bessere Partie war.

Der Mann kann leider nix dafür. Es sind die Mütter, häufig mit fehlender Vaterfigur. Die Mütter sind meist burschikose Rollen. Die Männer werden weichgewaschene Spüllappen.
 
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  • #11
Ist dein Freund Italiener? Scherz.
Was Ihr da habt, ist wohl eine Rangstreitigkeit. Da hilft nur trennen, unterordnen oder den Ranganspruch abschaffen, was mit unterordnen wohl gleichzusetzen wäre.
Im allgemeinen ist Blut dicker als Wasser, daher hast du sehr schlechte Karten, wenn die Mutter in der Beziehung mitmischt. Ich würde mich trennen, denn so etwas kann man nur ertragen, wenn man selbst so ein Mamakind ist.
 
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  • #12
Der Mann kann leider nix dafür. Es sind die Mütter, häufig mit fehlender Vaterfigur. Die Mütter sind meist burschikose Rollen. Die Männer werden weichgewaschene Spüllappen.
In meinem Fall hatte der Sohn aufgrund der zu engen Beziehung zur Mutter schon eine chronische Krankheit entwickelt, dieses von der Mutter nicht loslassen dürfen, hat ihm so viel Energie gekostet, dass er dazu depressiv wurde. Ein Vater war übrigens vorhanden, aber war kaum männlich präsent, anscheinend auch ein Muttersöhnchen, der dann die nächste Mami gesucht hat.

Auf die Frage, warum seine Mutter nie ein zweites Kind bekommen hat, in unserer Generation sind Einzelkinder relativ selten, bekam ich nie eine Antwort. Fand ich auch komisch. Ich habe dann den Kontakt zu diesem Mann beendet, weil er mich nur als Batterie benutzt hätte.

w 51