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  • #31
@6: Macho mimen? Doch, ich würde sagen, manche Frauen mögen das ein wenig im Bett und davor, das bedeutet abes nicht rücksichtslos.

Kenne Dein Situation ansonsten auch schon zwei Mal sehr ähnlich, kann aber, wie hier auch schon gesagt, auch ganz anders sein ;-), zum Glück.

Ne stachelige, rote Rose hatte ich schon quer im Gesicht, ..., aber zum Pfadfinder nach Rosenblattspuren und dahingeblätterten Kleidungsstücken, die zum Schmaus führen, bin ich auch noch nicht gemacht worden. ;-( Wäre auch mal ganz schön. :)

@12: nö, nur Frauen dürfen schlechte Laune haben!?

@16, 18: arme Frauen, die sich über den Mann definieren. Männer tun dies wohl weniger, oder? Stattdessen klagen sie dann eher wie hier, dass ...

@28: mich würde interessieren, woher das Material "erotische Geschichten" stammt?
 
G

Gast

  • #32
@28: Was, wenn es genau umgekehrt ist? Wenn Krise dazu führt, daß genau dadurch einfach kein Sex mehr möglich ist? Hast du dann auch einen Tip?

Ich frage, weil es bei uns nach 28 Jahren ähnlich ist, wie es offenbar bei dir WAR: 20 Jahre OHNE Krisen, dann kriselnd, seit 3 Jahren Großkrise mit ständigem sehr destruktivem Streit (+wenig Sex), seit 4 Monaten kein Sex (der 25 Jahre lang immer gut - für beide - war!), vor 1 Monat unmittelbar vor Trennung stehend beschließen "Wir versuchen es noch einmal ernsthaft", aber:

Das "Ernsthaft" ist, na ja (alle paar Tage ´mal miteinander über die Beziehungsprobleme reden, eine Liste mit Wünschen+Problemen aufstellen, wenig streiten (Müdigkeit? Resignation?), freundlicher gucken, eben vorwiegend ein wenig "reden", kaum "machen".

Und was den Sex dabei angeht: Sex ist für sie das Produkt einer stimmigen Beziehung => die Beziehung muß in Ordnung sein, dann führt das zu Sex.

Resultat in der Großkrise: Sie erklärt "Du mußt anfangen. Die Beziehung muß stimmen, damit ich die Initiative ergreifen kann". Er (ich, schon klar) tat das 3x in kurzem Abstand, dann nicht mehr, da sie zwar sagte, sie genoss es, aber weiterhin nicht anfängt, selbst Interesse zu zeigen - und ihn das so frustriert, daß er keine Lust mehr hat.

Hast du einen Tip für diese Situation (das ist nicht sarkastisch gemeint, sondern vollkommen ernsthaft, da leider nur zu klar ist, daß so in ein paar Monaten nach 28 Jahren definitiv Schluß sein wird)?
 
G

Gast

  • #33
@ #24 = #28:

Mein ganz großes Lob! Es zeigt, dass es Liebe und "Ehe" (nicht "Lebensabschnittspartnerschaft") gibt. Ihr habt erkannt, in einer Tiefphase zu sein, habt Euch aber nicht voneinander abgewendet, sondern Wege gesucht, wieder zueinander zu finden. Viele geben einfach zu schnell auf oder sind nicht offen genug, noch oder wieder aufeinander zuzugehen. Sehr schön, dass Ihr es geschafft habt. Vielleicht färbt dieses Vorbild ja auch auf andere ab. Wäre doch sehr schön, wenn mehr Paare ihre Liebe wieder neu entflammen.

@ FS:

Ist zwar schade, dass sie Dir den Gefallen nicht von alleine machen möchte, aber Druck oder "Einfordern" ist die falsche Richtung. Vielleicht kannst Du ja auch Wege finden, wie sie mehr Lust bekommt oder von sich aus verführen "möchte". Bei Frauen baut sich das oft über (neu entflammte) Nähe und Vertrautheit auf. Lass ihr Aufmerksamkeit zukommen, redet miteinander, zeige ihr Deine Zuneigung durch nette Gesten. Wenn Frau solche "Liebesbeweise" bekommt, möchte sie Mann doch auch welche zukommen lassen. Vielleicht entwickelt sich aus diesem Sie-Verführen ja ein Verführt-Werden. Einen Versuch ist es doch wert. Und neuen Schwung bringt es bestimmt in die Partnerschaft. Viel Erfolg und alles Gute!
 
  • #34
Nun, selbst, wenn sie seltener das Bedürfnis hat, mit dir Sex zu haben.
Was spricht dagegen, dass sie dich dann mal verführt?
Ich finde es schade, dass sie gar kein Bedürfnis danach hat, dich mal zu reizen, 'scharf' zu machen.
D. h. für mich im Ergebnis, dass sie nie Lust auf dich hat, es sei denn, du verführst sie, machst sie an? Dann erst bekommt sie Lust.
Ist das so?
Irgendwie macht das auch auf mich den Eindruck, dass sie in dieser Hinsicht 'faul' ist.
Keinen Aufwand betreiben möchte.
Warum soll denn immer nur der Mann?
Ich bekomme schon alleine bei dem Gedanken, den Partner zu verführen, Lust ... auf ihn! Dementsprechend schön, erfüllend und geil ist dann auch der gemeinsame Sex.
Und der Partner findet es doch auch toll, zu erleben, dass seine Frau ihn begehrt, ihm Lust machen will.
Ich habe dann immer nochmal soviel davon!
Ich weiß, das ist ja recht schwer ... aber vielleicht solltest du dich mal so lange zurückhalten, bis sie es nicht mehr aushält und von selbst (darauf) kommt!?!?! ... Nur mal so ein Gedanke.
 
G

Gast

  • #35
Guten Morgen,

@#31 (von #24/#28):

früher war Sex in meinem Empfinden, ein Element der Beziehung, ein Erker im Partnschaftsgebäude. Ja, es ist einfach schön mit meiner Partnerin zu schlafen, aber hat das wesentliche Auswirkungen auf andere Themen und Bereiche der Partnerschaft? Ich war der Meinung eher nein.

Heute hat es für mich deutlich mehr Charakter eines Fundaments, oder von tragenden Wänden. Das mag daran liegen, dass physiologisch durch Sex etwas passiert. Es wird Dopamin produziert, werden Endorphine ausgeschüttet, alles Dinge, die uns Wohlfühlgefühle, Glücksgefühle, ein wenig Rausch, etc... vermitteln. Und nicht zuletzt wird dabei eine ordentliche Dosis Oxytocin produziert, was Bindung zwischen Menschen verstärkt.

Als wir vor der Frage der Trennung standen hat uns das erschüttert. Und fähig gemacht aus dem Streitmodus rauszukommen. Uns gegenseitig unsere Traurigkeit einzugestehen. Ich glaube, dass es dieser Augenblick der Offenheit war, der uns erst ermöglicht hat, unsere Sexgewohnheiten zu ändern.

Es gab dabei diverse Dinge, die wir dann versucht haben anders zu machen. Nur, die Voraussetzung dafür war, dass wir offen und freundlich damit umgehen. Dass wir den Dingen, die wir am anderen nicht gleich verstehen, trotzdem positiv begegnen. Und diese Voraussetzungen wurden dadurch geschaffen, dass wir - jetzt nochmal physiologisch -, ausreichend Glücksgefühle und Bindungshormone erzeugen. Ausreichend die Grundlagen dafür schaffen, lieb und nett dem anderen auch am Küchentisch begegnen. Dafür eben jeden Tag Sex.

Ich kenne das Argument, wenn der Umgang miteinander im Alltag lieb und nett ist, dann kann's auch Sex geben. Da ist sicher was dran. Jedenfalls macht es die Sache leichter. Aber es ist (und das war meine Motivation von meinen Erfahrungen hier in dem Thread zu berichten) auch umgekehrt. Sex schafft auch die Umstände, im Alltag lieb und nett miteinander umzugehen. Und (wieder zur FS zurück) wieviel Sex braucht man? Mindestens soviel, damit das Miteinander ausreichend tolerant funktioniert. Wieviel das ist? Na ja, hängt sicherlich davon ab, wie unterschiedlich die Partner sind.

Deine Situation erscheint mir als Teufelskreis. Schwierig den zu durchbrechen.
In der Klärung, die Du mit Deiner Partnerin vorantreibst, hat es da nach Deinem Emfpinden schon dieses Gefühl der Offenheit gegeben?
Ja? Dann würde ich versuchen ausgehend aus dieser Offenheit den Weg zur Gemeinsamkeit zu suchen. Nein? Dann glaube ich seid Ihr noch auf der Suche. Und ich kann da nur sagen, nicht aufgeben.
Vielleicht noch was, ich habe in der Klärung mit meiner Partnerin gelernt nur noch sparsam Warum-Fragen zu stellen, sondern mich auf Was- und Wie-Fragen zu konzentrieren. Und dabei stets ihr Empfinden, ihr Fühlen zu verstehen. Letzteres signalisiert im Gespräch die Bereitschaft sich auf die Partnerin einzulassen, ersteres nötigt sie eher zur Rechtfertigung.
 
G

Gast

  • #36
@#24/#28#34 von #31:
Danke für deine Antwort. Ehrlich gesagt, euer "jeden Tag"-Programm wäre uns beiden zu anstrengend...

Scherz beiseite, ich verstehe sehr wohl, was du meinst: Wärme, Nähe wird durch Sex zweifellos erzeugt/verstärkt, auch dein "Fundament" kenne ich (ich habe für mich immer "eine der tragenden Säulen einer Beziehung" gesagt, meine also genau das gleiche).

Leider ist all das nur meine (und offenbar deine/eure) Meinung. Wie gesagt muß die Reihenfolge für sie jedoch umgekehrt sein. Daher empfinde ich es ebenfalls als Teufelskreis. Und ´raus kommen wir nicht, weil es mit der (verbalen) Kommunikation auch nicht klappt; da bin ich analytisch und dominant (dieser Programmierer-Typ, von dem in einem Thread gerade die Rede ist), sie das Gegenteil; ohne jene Säule ist dieser Gegensatz nun weit störender als zuvor.

Vielleicht sollte ich ihr diesen Thread ´mal zeigen, auf das wir vielleicht doch ´mal beide aus dem "Streitmodus", wie du so schön schreibst, heraus können, in den wir bei Beziehungsgesprächen leider immer wieder verfallen. Nochmals vielen Dank.
 
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