• #1

Wieviel Verbundenheit ist bei "getrennt lebend" noch okay?

Hallo, einen schönen guten Tag zusammen! Es würde mich sehr freuen Euere Meinung zu meinem Problem zu hören :)

Ich, 39, geschieden, 2 Kinder, bin seit ein paar Monaten mit einen Mann zusammen der nach einer 15-jährigen Ehe seit zwei Jahren getrennt lebt (Scheidung ist noch nicht eingereicht, gemeinsames Haus aber schon verkauft). Ich verstehe mich sehr gut mit seiner12-jährigen Tochter, die Kinder mögen sich auch alle untereinander. Die WE verbrigen wir zusammen, im Wechsel mit und ohne Kinder, und es läuft alles sehr harmonisch und schön.

Mein neuer Freund kümmert sich sehr intensiv um die Belange seiner noch-Ehefrau. Ob das Auto repariert werden muss, ob sie eine neue Waschmaschine braucht, ob sie in Urlaub möchte oder Geld braucht - er organisiert und übernimmt alles ("ist ja fürs Kind"). Ich habe selber ein sehr gutes freundschlaftliches Verhältnis zu meinem Exmann, finde es auch für die Kinder wichtig, würde ihn aber nie, wenn es nicht sein muss, so sehr in meinen Alltag und mein Leben einbinden wollen - dafür habe ich mich ja nicht getrennt. Aber ich halte mich da raus, es ist ja eine Sache zwischen den beiden und es geht mich eigentlich auch nichts an... Nur kurz dazu, die Trennung war wohl einvernehmlich, von beiden Seiten gewollt, es gab keinen Streit oder Rosenkrieg...

Nun meine Frage: Silvester planen wir mit unseren Kindern zusammen zu feiern, weil sie diesen Wunsch geäußert haben. Und jetzt kommt das Thema Weihnachten auf den Tisch. Meine Kinder sind an Heiligabend bei ihrem Vater und Feiern mit seiner Großfamilie, und mein Freund informiert mich jetzt dass er Heiligabend den ganzen Tag mit seiner noch-Ehefrau und dem Kind verbringt, mit der Begründung "das ist bei uns immer so". Sie werden also zu dritt in die Kirche gehen, Fondue essen, etc... bis in den Abend, am Tag der Liebe und Zugehörigkeit. Er hat mir angeboten, er könne sich danach ins Auto setzten und zu mir kommen, dann wäre er nachts da (wir wohnen etwas weiter entfernt voneinander). Schluck.... ich verstehe ja dass wir noch sehr frisch zusammen sind und habe nicht die Erwartung dass er mich mit einbezieht.... es macht mir auch nicht sooo viel aus den Tag alleine zu verbringen... aber es fühlt sich für mich an wie ein absolutes Bekenntnis zu einer Familie die ansonsten keinen Bestand mehr hat... und ich habe gerade richtig Schwierigkeiten damit.

Es würden mich wirklich sehr sehr Euere Erfahrungen und Meinungen dazu interessieren...

Vielen Dank!
 
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  • #2
Meiner Meinung nach gehört Weihnachten unbedingt der neuen Partnerschaft. Ich finde es sehr unsensibel von Deinem Partner, dass er da nicht von selbst drauf kommt.

Ich würde das meinem Partner niemals antun! Dieser ganze Familienbohei mit ehemaligen Schwiegereltern und Schwagergedöns, da will ich nicht dabei sein und das erwartet auch keiner von mir. Daher kommuniziere ich immer schon ganz lange vorher, dass ich über Weihnachten mit meinem neuen Partner im Urlaub bin und Papa hat das Kind. Das ist auch die Gelegenheit für Kind und Papa, gemeinsam in Urlaub zu gehen.
 
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  • #3
Au weia! Du Arme! Du hast ZU RECHT Schwierigkeiten damit! Er spielt nach wie vor noch "schöne heile Welt" mit seiner Ex-Frau. Die Begründung "war schon immer so" ist ja wohl ein Witz...?! Du, das geht gar nicht. Dein Freund zieht keinen klaren Schlussstrich - und was er Dir da zumutet, ist wirklich ein Graus! Seinem Kind tut er mit dieser Scheinwelt auch keinen Gefallen - das sieht nur vordergründig so aus. Mit klaren Verhältnissen kommen Kinder nämlich viel besser zurecht als mit diesem ständigen Hin und Her, mit dem Hoffen und Bangen.

Meine Liebe, ich hoffe für Dich, dass Du Dir selbst so viel wert bist, dass Du ein so scheußliches Spiel nicht mitmachst. Halte den Platz an Deiner Seite lieber frei für einen Menschen, der sich eindeutig zu Dir bekennt und mit Dir gemeinsam auch das "Fest der Liebe" gestalten möchte.

Alles Gute für Dich!

w, 39
 
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  • #4
Ich bin eine Ex-Frau ;-) mit zwei Kindern und einem Ex-Mann, Trennung vor einem Jahr (nach 15 J) war einvernehmlich. Für uns beide gibt es 100% kein zurück. Und wir werden gemeinsam Weihnachten feiern. Mein Ex hat eine neue Freundin, ich habe vor kurzem jemanden kennengelernt, ohne zu wissen, ob und wie es weitergeht. Wie es in solche Patchwork Familien die Feiertage gefeiert werden, müssen wir alle noch herausfinden. Ich hätte auch kein Problem, wenn mein Ex seine Neue mitnimmt, sie hat aber auch Kids und Ex... Gemeinsam feiern mit den gemeinsamen Kindern ist mir wichtig - hier sind die Kinder am ersten Platz, nicht wir. Helfen - ja; wenn ich Computerprobleme habe, hilft mir mein Ex auch - wir sind Freunde aber kein Paar!

Mach Dir bitte keine Sorgen. Dein Partner bietet Dir an, zu Dir zu fahren - das hört sich gut und richtig an. Vertraue! Es hört sich so an, als würde er Dich sehr lieben...
LG
w,40
 
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  • #5
Für manche Männer ist das wichtigste in ihrem Leben ihr Kind - dann kommt lange nichts - dann kommt vielleicht die neue Freundin. Die Neue kann da aber auch gar nichts erreichen mit Eifersucht, und Fordern von exklusiver Zuwendung und absoluter Aufmerksamkeit. Wenn das Kind den Vater braucht, dann sollte die Neue nicht im Weg stehen. Die Ex-Frau spielt nur eine Nebenrolle als Mutter, besser man hat sie zum Freund als zum Feind.

Die neue Frau sollte nicht den Fehler machen und argumentieren, dass Kinder es lernen müssten auf ihren Vater manchmal zu verzichten, und es ganz allgemein besser wissen wollen was richtig für das Kind ist. Es besteht sofort Verdacht auf Eigennutz.

m
 
  • #6
FS, womit hast Du ein Problem. Dein Partner kümmert sich um sein Kind, das ist doch toll. Ihr seid doch erst kurz zusammen, da kannst Du doch nicht erwarten, dass wegen Dir so ein wichtiges Ritual wie Weihnachten abgeändert wird. Mir ist ein Partner, der ein gutes Verhältnis zu seiner Ex hat, 10x lieber als jemand der jahrelang im Rosenkrieg lebt. w51
 
  • #7
lilli2000, das ist keine Frage, ich habe selber auch ein gutes Verhälnis zu meinem Ex, und finde es für die Kinder sehr gut... mein Problem ist gerade das Ausmaß an Verbundenheit und Verantwortung welche mein Freund seiner ExPartnerin noch entgegenbringt, und es verunsichert mich ob es dafür spricht das die Verhältnisse wirklich geklärt sind (ich rede nicht von dem kümmern um das Kind, um Gottes Willen!!!) ...

Dann eben anders gefragt - nach welcher Zeit wäre es angebracht in irgendeiner Form mit einbezogen zu werden, wenn ich mich ansonsten auch jedes zweite Wochenende bei mir zuhause um das Kind kümmern darf und wir uns gut verstehen?
 
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  • #8
Ich verstehe mich sehr gut mit seiner12-jährigen Tochter, die Kinder mögen sich auch alle untereinander. Die WE verbrigen wir zusammen, im Wechsel mit und ohne Kinder, und es läuft alles sehr harmonisch und schön.


Silvester planen wir mit unseren Kindern zusammen zu feiern, weil sie diesen Wunsch geäußert haben. Und jetzt kommt das Thema Weihnachten auf den Tisch.

und mein Freund informiert mich jetzt dass er Heiligabend den ganzen Tag mit seiner noch-Ehefrau und dem Kind verbringt, mit der Begründung "das ist bei uns immer so". Sie werden also zu dritt in die Kirche gehen, Fondue essen, etc... bis in den Abend, am Tag der Liebe und Zugehörigkeit.

Er hat mir angeboten, er könne sich danach ins Auto setzten und zu mir kommen, dann wäre er nachts da

aber es fühlt sich für mich an wie ein absolutes Bekenntnis zu einer Familie die ansonsten keinen Bestand mehr hat... und ich habe gerade richtig Schwierigkeiten damit.

Weihnachten ist ein harter Brocken, emotional hochexplosiv, doch es geht vorbei und erwachsen sind wir auch.

Das einzige, was mir ein wenig ungeschickt seinerseits anmutet, ist, dass er dich vor vollendete Tatsachen stellt (für den 24.12.13 vormerken). Doch mit dem Angebot anschließend zu dir zu fahren, zieht er ja den Kopf wieder aus der Schlinge.

Weihnachten dauert wenn es hochkommt ein paar Stunden und dann zählt wieder das, was zuoberst im von dir Zitierten steht.

Apropos, ich sehe meine 3 Kinder erst am 26.

M48
 
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  • #9
4@FS
Dann eben anders gefragt - nach welcher Zeit wäre es angebracht in irgendeiner Form mit einbezogen zu werden, wenn ich mich ansonsten auch jedes zweite Wochenende bei mir zuhause um das Kind kümmern darf und wir uns gut verstehen?

Gegen gemeinsames Feiern mit Freunden spricht gar nichts. Es sei denn, zwischen dir und der Ex-Frau herrschen Spannungen die allen die Stimmung verderben würden.
 
  • #10
Danke Euch allen für die Antworten!

Ich hätte deutlich weniger Probleme mit der Situation wenn er zumindest versucht hätte mich mit einzubeziehen .... Das er mir anbietet mitten in der Nacht noch zu kommen fühlt sich fur mich gerade an wie eine Geliebte behandelt zu werden :-/

Ich bin doch selber Exfrau und hab gutes Verhältnis zu meinem exmann... Als er jemand kennengelernt hat, habe ich sie beide mal zum Kaffee eingeladen - schließlich verbringt die Frau ja auch jedes zweite we mit meinen Kindern... Meine Tür steht offen für den Vater meiner Kinder, aber ich würde eben nicht auf die Idee kommen mit ihm Familienfeste zu feiern mit der Erwartung dass er seine aktuelle Partnerin fern hält :-/
 
  • #11
Für manche Männer ist das wichtigste in ihrem Leben ihr Kind - dann kommt lange nichts - dann kommt vielleicht die neue Freundin. Die Neue kann da aber auch gar nichts erreichen mit Eifersucht, und Fordern von exklusiver Zuwendung und absoluter Aufmerksamkeit. Wenn das Kind den Vater braucht, dann sollte die Neue nicht im Weg stehen. Die Ex-Frau spielt nur eine Nebenrolle als Mutter, besser man hat sie zum Freund als zum Feind.

m

Jo, so habe ich das auch erlebt - mein Ex zog zuhause aus, als die Tochter fünf war, als wir zusammenkamen, war sie sieben. Da gab es überhaupt keine Diskussion um Weihnachten. Er hatte soundso permanent ein schlechtes Gewissen dem Kind gegenüber, weil er die Familie verlassen hatte - und er hätte niemals dem Kind beigebracht, dass auch noch das gewohnte Weihnachtsritual ausfällt. So wurde sein Weihnachten immer nach den Wünschen der Tochter verbracht: Will heißen, mit der Ex-Frau zu den Ex-Schwiegereltern 700 km weit weg.
Blut ist dicker als Wasser.

Muss aber sagen, dass mir das nie was ausmachte und ich das auch nie hinterfragte. Für mich war immer klar, dass Weihnachten ein Fest für Kinder ist und dass die ihre Weihnachtsidyll-Illusionen noch schnell genug verlieren.
Ich feierte schon vor ihm hier stets mit Freunden mit schönem Essen und ohne großes sonstiges Weihnachtsgedöns und behielt das einfach bei. Als die Tochter ins Teeniealter kam, forderte sie ganz von selbst nicht mehr dieses Ritual ein, zumal ihr klar war, dass die 'happy family' an diesem Heilig Abend ja nur künstlich ihretwegen zusammen an einem Tisch saß und feierte. Nicht, weil sich diese Familiarität im echten Leben noch ereignete.
Ab da kam er an Heilig Abend hierher in die gesellige Runde.

Ich würde aus meiner Erfahrung sagen, FS: das wächst sich aus im Laufe der Zeit.
Und einen Streit gegen die Weihnachtswünsche von Kindern vom Zaun zu brechen - da zieht man als neuer Partner automatisch und garantiert den kürzeren; das lohnt die Nerven nicht.
 
  • #12
Für manche Männer ist das wichtigste in ihrem Leben ihr Kind - dann kommt lange nichts - dann kommt vielleicht die neue Freundin. Die Neue kann da aber auch gar nichts erreichen mit Eifersucht, und Fordern von exklusiver Zuwendung und absoluter Aufmerksamkeit. Wenn das Kind den Vater braucht, dann sollte die Neue nicht im Weg stehen. Die Ex-Frau spielt nur eine Nebenrolle als Mutter, besser man hat sie zum Freund als zum Feind.

Die neue Frau sollte nicht den Fehler machen und argumentieren, dass Kinder es lernen müssten auf ihren Vater manchmal zu verzichten, und es ganz allgemein besser wissen wollen was richtig für das Kind ist. Es besteht sofort Verdacht auf Eigennutz.

m

Oh je, es wäre ganz sicher nicht in meinem Sinne den Eindruck zu erwecken, ich würde mit seiner Tochter um seine Aufmerksamkeit kämpfen wollen :-( .... ich habe lediglich das Problem dass es sich nicht anfühlt als hätte die Noch-Ehefrau eine "Nebenrolle als Mutter"... er kümmert sich um ihre sämtlichen alltäglichen Belange und zwischendurch kommt von ihm auch mal so ein Satz wie "wenn man so lange zusammen war, dann braucht man sich ja nur ansehen, dan weiss man ja wie es dem anderen geht".... joooaar, das kann ich gut nachvollziehen, nur mit dem Uterschied, dass ich mich seit meiner Trennung ganz bewusst nicht mehr sooo sehr für die seelische Verfassung des ExPartners verantwortlich gefühlt habe... und eben all diese Dinge zusammen, nicht nur Heiligabend alleine, geben mir ein ungutes Gefühl.
 
  • #13
Also das beide Elternteile Weihnachten und das ist in Deutschland halt der 24., mit den Kindern verbringen wollen, finde ich nachvollziehbar, vor allem wenn man sich so gut versteht, dass es keinen Stress gibt. Ich würde aber erwarten, wenn beide Ehepartner sich gegen die ehe entschieden haben, dass jeder seinen neuen Partner selbstverständlich zu Weihnachten mitbringt. Es also eine Feier mit allen Kindern und Elternteilen gibt. Ich selber würde nie freiwillig auf einen Heiligabend mit meinem Sohn verzichten und mein Mann auch nicht, daher gibt es nur die Chance es gemeinsam zu machen. Das Vorgehen deines Freundes dich auszuschließen zeigt nicht nur, dass ihm die Kinder wichtig sind, sondern das ihm die Gefühle seiner Nochfrau wichtiger sind als deine und das wäre für mich nicht akzeptabel.
 
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  • #14
.... joooaar, das kann ich gut nachvollziehen, nur mit dem Uterschied, dass ich mich seit meiner Trennung ganz bewusst nicht mehr sooo sehr für die seelische Verfassung des ExPartners verantwortlich gefühlt habe...

Als Frau redest du dich da natürlich sehr leicht, du hast ja auch die ungleich stärkere Position nach der Trennung. Als Mann bist du nach der Trennung auf das Wohlwollen der Mutter angewiesen wenn du ein einigermassen normales Verhältnis zu deinem Kind haben willst. Das kannst du nur durch Freundlichkeit und Entgegenkommen erreichen.

Und auch dein Kind wird es dir irgendwann zum Vorwurf machen, wenn es mitgekommt die Eltern hätten sich leicht gegenseitig helfen können, haben es aber nicht getan. Versuche das doch mal deinem Kind zu erklären: der Mutter geht's nicht gut, der Vater könnte leicht helfen, will aber nicht. Tolle Situtation für das Kind, oder? Soll das Kind erst für die Mutter bitten müssen? Oder sich gar für das Problem verantwortlich fühlen?

m
 
  • #15
<Mod. Chat entfernt.>

... sie gehen zur Abendmesse nicht weil die Tochter es gerne möchte, sondern weil die Frau es so will... er stellt es nicht in Frage, genau wie er recht oft sich spontan nach ihren Wünschen richtet die Tochter zu sich zu nehmen, zum Bespiel am nächten langen (eigentlich, laut Plan, für uns kinderfreien!) WE... da hätten wir vier Tage zu zweit wegfahren können... aber sie möchte gerne augehen, deswegen ist es für ihn selbstverständlich das die Tochter dann ausser Reihe bei ihm ist.... ich frage mich aber, ist sowas immer noch "nur für das Kind"? :-/

<Mod. Es ist nicht notwendig jeden Beitrag zu kommentieren. Bitte geben Sie anderen Teilnehmern genug Raum um Ihre Frage zu diskutieren. Sollten neue Fakten Ihrerseits dazukommen, werden wir diese gern veröffentlichen. Von weiteren Chats bitten wir abzusehen. Danke.>
 
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  • #16
Es würde mich ärgern, wenn mein Partner sich den Anordnungen seiner Ex-Frau fügen würde .
Er läßt Dich an Weihnachten alleine, weil sie das so wünscht.
Nein, tut mir leid, ich finde das nicht ok. "Das ist bei uns immer so" macht die Sache noch schlimmer.
Er könnte den Nachmittag mit der Tochter und ihrer Mutter verbringen und dann um 20 Uhr bei Dir sein. Vielleicht machst Du ihm diesen Vorschlag ?

Auf sein nächtliches Kommen würde ich mich nicht einlassen.
Dann würde ich mit SKR-Reisen eine schöne Weihnachtsreise machen und ganz von der weihnachtlichen Bildfläche verschwinden. An Heiligabend alleine zu Hause zu sitzen, wähernd er mit der alten Familie feiert, halte ich für eine Zumutung.
w55
 
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  • #17
Die beiden waren 15 Jahre verheiratet! Was erwartest du? Nur weil du nicht dabei bist wenn dein Ex mit der Großfamilie feiert? Es geht ganz sicher nicht nur drum, was die Exfrau will, auch für sein Kind ist es sicher nicht einfach. Ich würde ihn fragen ob er nicht früher wieder zurückkommen kann, das hängt natürlich auch von der Entfernung ab. Hätten die beiden das Kind nicht liefe es sicher auch anders.
Du idealisierst hier auch Heiligabend, an dem noch fast den ganzen Tag gearbeitet und eingekauft wird. "Abend der Liebe und Zugehörigkeit" hab ich wirklich noch nie gehört. Weihnachten hat so gesehen drei Tage. Die müssen nun mal dann aufgeteilt werden. Die Beziehung ist wie du sagst frisch. Was erwartest du? Das jetzt alles für dich über Bord geworfen wird und du von der nächsten sicheren Sache in die andere umschaltest? Das muss nun langsam weiter zusammen wachsen. Am besten man macht aus solchen Feiertagen keine Gradmesser, wie schnell und wie beweisbar das geht. Gibt noch 364 andere Tage im Jahr auf die es ankommt. Mach also nicht zu viel draus, bereite noch was vor und guck einen Film. Immerhin kommt er ja dann irgendwann auch. Wenn auch spät. Beweise, dass du dich durchaus alleine beschäftigen kannst. Du verunsicherst dich selber. Wo bleibt dein Selbstwertgefühl, dass du daraus auf einmal interpretierst du würdest nicht zählen? Was würdest du machen, wenn du ihn nicht kennengelernt hättest? Wir haben gerade mal Anfang/Mitte Oktober. He da muss ja wohl was zu finden oder zu besprechen sein bis dahin!
 
  • #18
Dankeschön für alle Antworten! Die Idee mit einer Reise hatte ich auch schon, habe ihm gestern mitgeteilt, dass ich überlege über Weihnachten wegzufahren. Seine Reaktion war freundlich und fast erleichtert: "Das ist eine gute Idee, dann musst du nicht alleine zuhause hocken" ... muss das erst einmal verdauen und überlegen ob es wirklich das ist was ich will. :-(
 
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  • #19
Dankeschön für alle Antworten! Die Idee mit einer Reise hatte ich auch schon, habe ihm gestern mitgeteilt, dass ich überlege über Weihnachten wegzufahren. Seine Reaktion war freundlich und fast erleichtert: "Das ist eine gute Idee, dann musst du nicht alleine zuhause hocken" ... muss das erst einmal verdauen und überlegen ob es wirklich das ist was ich will. :-(

Ok, der hat dich wörtlich genommen. Du sagst du willst eine Reise machen und wolltest eigentlich keine machen. Heißt: Es stimmt gar nicht was du da vorbringst. Ich glaube dir das dich die Antwort jetzt schockt. Es hilft nichts. Du musst aufhören um den heißen Brei zu reden. Die Kommunikation geht aneinander vorbei. Du hast Angst das es kaputt geht, wenn du die Wahrheit sagst. Das wird es so aber ganz bestimmt. Was ist denn nun mit dem 1. und 2. Weihnachtstag?
Auf jeden Fall willst du das sicher nicht. Die fehlt es an Sicherheit. Und die bekommst du nicht auf die Art. Nimm die Sache in die Hand und mach ihm klar, dass dich diese Antwort enttäuscht hat. Die Idee so zu bringen war aber auch nicht richtig von dir. Eigentlich ein blöder Test, wenn man mal ehrlich ist. (Wenn auch menschlich) die #16
 
  • #20
Seine Reaktion war freundlich und fast erleichtert: "Das ist eine gute Idee, dann musst du nicht alleine zuhause hocken" ... muss das erst einmal verdauen und überlegen ob es wirklich das ist was ich will. :-(

Also, erst Mal musst Du keineswegs alleine zu Hause hocken. Du hast noch gut zweieinhalb Monate Zeit, Dir für Heilig Abend etwas zu überlegen; das reicht wirklich Dicke.
Zweitens sehe ich das so, dass er nach erst wenigen Monaten (!) Beziehung nicht die Verantwortung für die Gestaltung Deines Weihnachtsfestes unterschwellig aufs Auge gedrückt bekommen darf - er sehr wohl aber die Verantwortung für das Weihnachtsfest seiner Tochter hat.
Was würdest Du unternehmen, wärst Du noch Single?
Oder wenn Du auch ein Weihnachtsritual hättest, beispielsweise stets bei Deinen Eltern zu feiern?
Diese Variante ist ja auch sehr üblich - und ich kenne niemanden, der nach nur wenigen Monaten Beziehung einen neuen Partner mit zu den Eltern gebracht hätte an Heilig Abend. Nach einem Jahr vielleicht.
Dass man bei einer so jungen Beziehung gleich den Weihnachtsabend zusammen verbringen muss, halte ich für sehr ungewöhnlich. Kenne ich auch nur für den Fall, dass im Freundeskreis ohne Eltern, Verwandte und ohne Kinder gefeiert wird.
Dann eben anders gefragt - nach welcher Zeit wäre es angebracht in irgendeiner Form mit einbezogen zu werden (...)
Gegenfrage: Könntest Du bitte präzisieren, wie Du Dir die Einbeziehung konkret vorstellst?
Möchtest Du mitgenommen werden dorthin oder Ex und Kind zu Euch einladen?
Oder soll er nachmittags schnell dort ein Geschenk abwerfen, die Tochter kurz in den Arm nehmen und ihr schöne Weihnachten wünschen und dann begeistert zu Dir an die Abendtafel eilen?
Für diesen Fall: Stellst Du ihn Dir sonderlich entspannt vor am 'Abend der Liebe und Zugehörigkeit', wenn er gedanklich beim geliebten und zugehörigen Kind weilt, das traurig erstmals ohne Papi unterm Weihnachtsbaum sitzt?
Wie oben schon gesagt - ich denke, das wird sich im Laufe der Zeit relativieren, vielleicht schon nächste Weihnachten.
Auf den ersten Heilig Abend in einer so frischen Beziehung würde ich kein derart großes Gewicht legen.
Dann hättest Du Dir keinen Gebrauchtmann mit geliebtem Kind suchen dürfen.

Darüber hinaus denke ich, dass Du Deine Einbeziehungs-Erwartungen für Heilig Abend ihm gegenüber bis dato genauso wenig konkretisiert hast wie uns gegenüber. Er bietet jedoch ganz von selber an, abends zu Dir zu fahren. Finde ich völlig okay. Weihnachten hat schließlich noch zwei Feiertage, an denen man es sich gemütlich machen kann mit dem neuen Partner. Und Silvester ist eh schon gemeinsam verplant. Ist doch ein fairer Kompromiss.
 
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  • #21
Hallo Secret,
dass er jetzt erleichtert ist, dass du Weihnachten wegfahren willst ist der absolute Hammer!
Ganz ehrlich, das geht gar nicht.
Tut mir echt leid für dich, aber das ganze hört sich an, als ob er dich in die Rolle der Geliebten drängt, die halt warten soll bis er von seiner Familie zurückkehrt.
Etwas anders wäre die Situation, wenn du diesen Abend ebenfalls mit deinem Ex und deinen Kindern verbringen würdest....Dann wärst du wenigstens nicht alleine.
Wirklich kränkend das ganze, und ich kenne das auch. Schon allein die Sache mit der Waschmaschine und das ganze allltägliche Zeugs, was da noch im Busch ist.
Er ist nach wie vor für seine Exfrau da, kein Wunder nach 15 Jahren. Wenn sie wenigstens schon einen festen Partner hätte, dann ginge das vielleicht.
Sorry, dass ich dir das so sagen muss, aber es wirkt so als ob er eigentlich nicht eine Frau hat, sondern eigentlich mit zwei Frauen zusammen ist. Mit dir und ihr.
Und von beiden Frauen das Beste rausholt.
Lösen lässt sich das kaum, und dass du jetzt die "Flucht" ergreifst macht das ganze nicht besser.
Viel Kraft.
w 38
 
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  • #22
zur Antwort von Nr 19

Vorbemerkung; ich bin eine Frau.

Wie kann man seine Freude, dass das seine Partnerin für sich eine Lösung gefunden hat, dem Mann so anlasten. Das ist ja unglaublich. Was sollte er denn sagenß Warte auch mich? Die wenigen Minuten, die vom Weihnachtsfest bleiben, sollen Dir die Wartezeit versüßen. Bleib bei mir ich gebe alles auf.

Lieber Gott. Man kann es sich und den anderen aber auch schwer machen.

Ich schliesse mich den meisten der VorrednerInnen an. Es ist eine neue Beziehung, das Kind ist wichtig und es geht "nur" um Heiligabend. Er kommt sogar dann gleich zurück. Was mehr könnte Frau sich - bitte realistisch - wünschen????
 
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  • #23
Liebe FS, ich kann Dich sehr gut verstehen!!
Ich war vor 3, 2 1 Jahr genau in der selben Situation. Mein Freund weilte in seinem Haus, in dem seine Frau mit Tochter wohnt. Er wurde ausgezogen, als wir uns kennenlernten.
Auch er sagte immer für das geliebte Kind.... er kaufte ein... bereitete vor.... ging mit in die Kirche....
als "heile" Familie...
Mir war einfach nur unwohl und es fühlte sich schlecht an.
Er sagte, so ist es eben, da müssen wir beide durch... Weihnachten gehört der Familie.
Aber es war auch Eifersucht von mir dabei, denn es bedarf mehr Absprachen zwischen den Elternteilen, als mir lieb war.
Für mich war Weihnachten auch immer bedeutend und ich war für meine Kinder immer da, aber ich erachte es auch für wichtig, daß man dieses emotionale Fest mit dem Menschen verbringt, den man liebt.
So sehe ich es auch, daß

1.Dein Partner noch an seiner Exfrau hängt, sonst wäre sie ihm egal und sie käme nicht dauernd an mit irgendwelchen Gründen... die an den Haaren herbei gezogen sind.

Auch das kenne ich, sie ruft ihn mit irgendwelchen Vorwänden teils spät abends an.

2.kann natürlich auch sein, daß sie das Glück ihm unbewußt nicht gönnt und die Kontrolle über ihn haben möchte... und er entspricht seiner Ex dann auf vielfältige Weise auch - das hat nichts mit Wohl des Kindes zu tun...
Kenne ich auch: sie hat keine Lust nachts die 17j Tochter von der Disco abzuholen, sie bittet den Vater doch die Tochter abzuholen... er stellt sich nachts den Wecker... und hat am nächsten Tag einen anstrengenen Tag vor sich... die Frau aber ist zu Hause...

So denke ich, wie meine Vorredner, laß die Tage ins Land ziehen, bis dahin ist noch Zeit, gerade an diesen Feiertagen ist Anspannung vorprogramiert.... laß Dich da nicht hinein ziehen,
aber verstehen kann ich Dich ganz und gar....

Alles Liebe und viel Kraft
 
  • #24
Sooo... Dankeschön an alle... Die klare Tendenz in den antworten bringt mich zum
Nachdenken :) Ich versuche mal auf alles einzugehen...

Wäre ich noch alleine, hätte ich nicht mit meinem Ex getauscht und hätte meine Kids bei mir - es war vordergründig der Wunsch seiner Tochter mit uns allen Silvester zu feuern, und das habe ich somit möglich gemacht...

Ihr hab recht, mir fehlt das Selbstbewusstsein und die emotionale Sicherheit bei der ganzen Sache... Es ist nicht der Heiligabend als solches, sondern der Gedanke daran wie er noch vor kurzem erzählte, sie hätte ihn gefragt ob er das mit der Trennung nicht bereut, und es würde doch keinem besser damit gehen... Es sind seine Worte "ich brauche sie nur ansehen dann weiß ich wie es ihr geht"... Die Situationen in denen er ihren Komfort über unsere Pläne stellt... Das verunsichert mich ungemein... Mit dem Hintergrund dass es nicht der Wunsch der Tochter sondern der Frau ist zur Messe zu gehen... Alles in allem habe ich einfach ein subtiles Gefühl er hat sich emotional noch lange nicht aus der
Beziehung gelöst...
 
G

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  • #25
hallo hier eine ungeschiedene nicht getrennte w, mal eine ganz andere perspektive vielleicht:
von außen betrachtet stimmt für mich da tatsächlich auch etwas nicht. ich finde es ganz und gar nicht normal, dass ein getrennter mit seiner ex an weihnachten zusammen sein will! wer das hier als praxis gängig hinstellt, hat meiner meinung nach vermutlich selbst ungeklärte familienverhältnisse.
ich kann alle deine zusatz- kommentare und bedenken, liebe fs total nachvollziehen. egal was hier leute in ähnlicher situation sagen, du solltest auf deinen bauch hören und du schreibst ja selbst, dass du dich momentan wie eine für weihnachten abgelegte geliebte fühlst mit einem mann, der emotional noch nicht 100% getrennt ist. ich sehe das genauso. ein bißchen kritik muss ich an dir aber trotzdem äußern. bei einem seit 2 jahren getrennten aber (noch?) nicht geschiedenen muss man mit sowas rechnen. bei mir gibt es da klare grenzen; auch getrennt ist verheiratet, nix anderes...
gute entscheidung! aber ich denke du solltest eine treffen...
w
 
G

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  • #26
noch ein nachtrag, ich bin die #24:
... dass er anbietet, danach noch zu dir zu fahren ist mit verlaub gesagt nun wirklich keine mühe. wenn das familien(pflicht?)programm absolviert ist und dann noch der ganze körperliche teil übrig bleibt... glaub mir, dafür fahren männer einige km!!
da lassen sich frauen immer wieder täuschen. ein "liebesbeweis" an dich ist das nicht, liebe fs, leider. bitte nicht mit den wirklichen! liebesbeweisen (z.b. weihnachten gemeinsam mit der aktuellen partnerin feiern!!) verwechseln.
w
 
  • #27
ein "liebesbeweis" an dich ist das nicht, liebe fs, leider. bitte nicht mit den wirklichen! liebesbeweisen (z.b. weihnachten gemeinsam mit der aktuellen partnerin feiern!!) verwechseln.
w

Ja, genau. Der erste Heilig Abend in einer taufrischen Beziehung zu einem Menschen, der für sein Kind verantwortlich ist, ist natürlich der ideale Zeitpunkt, um Fußangeln für erzwungen romantische "Liebesbeweise" zu stellen.

Bei so begnadet egoistischen Ratschlägen aus der Ponyhof-Barbie-Welt wundert mich nicht, dass eine halbwegs realistische Wahrnehmung der Bedingungen in Patchwork-Familien in diesem Forum so gut wie völlig ausgeblendet wird zugunsten verfrühter bzw. nicht ohne (unnötige) Zerrissenheit erfüllbarer Erwartungen.
 
  • #28
Wäre es für Dich so abwegig, mit Deinem Ex und Euren Kindern bei den Ex-Schwiegereltern zu feiern?

Mein Ex besuchte uns letztes Weihnachten, wir versuchten relativ erfolgreich so etwas wie ein freundschaftliches Miteinander durchzustehen, die gemeinsamen Kinder sind glücklich- für uns beide die Hauptsache-, und dieses Jahr verzichten mein neuer Partner und ich darauf, gemeinsam mit den Kindern dieses traditionelle Fest zu verbringen, weil es meinem Ex nicht zuzumuten ist, meinen neuen Partner zu sehen, und die Kinder nicht auf beide leibliche Eltern verzichten sollen. So gern sie meinen neuen Partner haben, bei dem Gedanken, dass an einem der Weihnachtstage möglicherweise ihr Vater ausgeschlossen sein könnte, waren meine Mädchen spontan entsetzt. Entsprechend wird er auch dieses Jahr bleiben, solange er möchte. Nur nicht an Sylvester, auf das neue Jahr anstoßen möchte ich mit meinem neuen Partner. Bis dahin wird mein Partner die Zeit bei seinem Vater verbringen. Auch ich konnte ihm nur mitteilen, was sich meine Kinder so vorgestellt hatten- er hat es aber unmittelbar akzeptiert. Finde ich sehr nobel.

Also lässt man, was an Weihnachten die Kinder-Stimmung nachhaltig trüben könnte, klar.
Ich kenne dieses versteckt seufzend hingenommene Arrangement auch von anderen Geschiedenen.

Ich könnte mir aber vorstellen, dass es Deinen Kindern bei dem Gedanken, dass Du Weihnachten allein verbringen sollst, auch nicht gut geht... und dass sie Dich gern zusätzlich zum Vater dabei haben würden. Wär es für Euch ein No Go?

Weihnachten ist für Kinder ein freudiges emotionales Großereignis, und für Erwachsene eine große emotionale Herausforderung ;-), manchmal aber auch schon ohne Scheidung, nicht?
 
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  • #29
Dass er Weihnachten mit seiner Ehefrau verbringt finde ich absolut normal und nachvollziehbar. Sie ist seine Ehefrau, auch wenn Du als (Noch)Ehefrau titulierst, nicht Du.

w/50
 
  • #30
Erst einmal ganz herzlichen Dank an alle die Ihre Meinung geäußert haben, jede davon nehme ich zu Herzen und bin auch für wirklich jede dankbar!

#24 ... ganz lieben Dank für Dein Mitgefühl! Zu Deiner Kritik muss ich Dir wahrscheinlich recht geben. Ich bin von mir selber ausgegangen - ich hatte lange um meine Ehe gekämpft, aber als dann meine Entscheidung fiel zu gehen, war sie endgültig. Ich habe mich ab da von meinem ExMann emotional distanziert und es kam mir seitdem nie der Gedanke es wäre evtl ein Fehler gewesen zu gehen... die Scheidung hat dann noch drei Jahre gedauert. Hat sich halt nur mit Bank, Haus, Kredit usw eeeewig hingezogen, auch weil wir beide keinen Elan hatten es schnell über die Bühne zu bringen. Auf beiden Seiten war klar das es schon geklärt ist und der Rest nur noch eine Formalität ist. Ich habe angenommen bei meinem Freund wäre es ähnlich.

@ frizzante: Vielen Dank für Deine Beiträge. Also, ich glaube, ich muss da etwas klarstellen. Ich möchte mich absolut auf keinen Fall zwischen Vater und Kind stellen oder dem Kind in irgendeiner Form die Aufmerksamkeit des Vaters wegnehmen. Auch erwarte ich nicht dass er meine Weihnachtsgestaltung übernimmt... Das Problem was ich habe, ist - wo geht es noch um das Kind und wo geht es eigentlich nur noch um die Wünsche der Frau? Ich stelle mich jetzt nich dumm, aber vielleicht kann mir jemand erklären, was es für einen tiefen Sinn hat an dem Tag dem Kind, was sehr gut mit der Trennung der Eltern klarkommt, ein Familienbild vorzuspielen was so nicht mehr existiert? Seit ein paar Monaten verbringt dieses Kind jedes zweite WE in meinem Haus und kann es jedes Mal kaum erwarten wieder zu kommen... sie wäre (o-Ton!) am liebsten für die ganzen Ferien zu uns gekommen.... also wird es in dem Fall doch nicht das arme Kind sein, vor dem man an diesem Tag meine Existenz leugnen muss... oder? Abgesehen davon, ich selber als auch ExFrau wollte zu gegebener Zeit auch gerne die Frau kennenlernen, bei der meine Kinder seit ein paar Monaten ständig zu Gast sind... natürlich nur wenn die Fronten geklärt sind und nicht hinterfragt wird ob die Trennung ein Fehler war :-/ Ich bin nicht der Grund für diese Trennung, diese soll doch einvernehmlich vor zwei Jahren stattgefunden haben... warum ist es dann alles so schwierig?

@Michaela71 Vielen Dank für Deinen Vorschlag... Wir haben es die letzten Jahre so praktiziert dass wir Heiligabend und die restlichen Weihnachtstage möglichst fair und nach Kinderwunsch aufteilen und damit kommen die Kinder sehr gut zurecht. Zu der Großfamilie meines Exmannes möchte/kann ich an Heiligabend nicht, da das Verhältnis seit der Trennung sehr kühl, wenn auch höflich ist. Wir haben uns früher sehr gemocht und sie waren sehr über die Trennung enttäuscht. An so einem Abend würde das die Stimmung für alle trüben. Wie gesagt, mein Problem ist nicht Weihnachten alleine - meine Bedenken sind alles in allem ob ich mir für die Beziehung einen wirklich freien Mann ausgesucht habe....
 
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