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  • #31
... meine Bedenken sind alles in allem ob ich mir für die Beziehung einen wirklich freien Mann ausgesucht habe....

Du hast dir einen verheirateten Mann ausgesucht - ein verheirateter Mann mit Kind ist niemals frei. Mindestens das ganze Scheidungsprozedere steht euch allen noch bevor, das alles kann doch für dich nicht überraschend kommen, du bist doch selber geschieden, das weisst du doch am aller besten welche möglichen und unmöglichen Einflussmöglichkeiten die Noch-Ehefrau hat.

Offensichtlich ist deinem Partner ein gutes und freundschafliches Verhältnis zu seiner Noch-Ehefrau wichtig ist - in erster Linie zum Wohle des Kindes. Aber auch für ihn wird die gute Stimmung noch elementar wichtig, spätestens wenn es an die Scheidung geht. Eine emotional entrückte Ex-Frau würde deinem Partner das Leben zur Hölle machen, und du müstest mit ihm leiden. Der Mann handelt sehr sehr klug, macht gute Mine zum bösen Spiel, und wenn du klug bist unterstützt du ihn dabei.

Möglicherweise macht sich die Noch-Ehefrau auch noch Hoffnungen, und mit Sicherheit wird sie versuchen all ihren Einfluss bei ihrem Noch-Ehemann geltend zu machen, das alles natürlich ganz in ihrem Sinne und für ihre Zwecke. Das ist doch logisch, oder? Welche Frau würde das nicht?

m
 
  • #32
Ich denke, Du hast Dir ein ziemliches Herzchen ausgesucht, bei dem es sich erst noch einpendeln muss, wie er in der neuen Situation möglichst allen, insbesondere aber dem Kind, gerecht werden kann.

Und sie ist wohl der Typ Ex-Frau, die sich auch noch als die 'wahre' Frau wähnt/phantasiert, wenn der Ex-Mann schon seit zwanzig Jahren mit einer anderen verheiratet ist und mit dieser seit zehn Jahren glücklich in einer Blockhütte in Kanada lebt...
Gibt es haufenweise. Das ist aber ihr Problem. Sie hat ja auch die Trennung hinterfragt, nicht er.

Von Deinem Herzchen denke ich nicht, dass er nach zwei Jahren nochmal zu ihr zurückkehrt, auch wenn er natürlich noch an ihrem Gesicht ablesen kann, wie es ihr geht. Das können meine Exen noch zwanzig Jahre nach der Trennung, sonst wären sie ja unsensible Holzklötze.

Und nein, wenn es um solche Belange geht, wie Waschmaschine reparieren oder das Auto, dann wird der noch länger nicht frei sein, denn er ist es einfach noch gewohnt, sich um sowas zu kümmern und da Verantwortung zu übernehmen.

Es gibt solche und solche Getrennten mit Kindern - die einen werden zu ihrer Ex sagen: "Weißt Du, wie wurscht mir das ist, wie Du Deine und der Kinder Klamotten sauberbekommst?"
Und die anderen werden sich halt kümmern, weil das ihre Wesensart ist und sie es (noch) gewohnt sind.

Dein Herzchen schätze ich von letzterer Wesensart ein, und langfristig wirst Du es sein, die davon profitiert, denn er wird auch für Dich auf Dauer dieses familiäre Empfinden entwickeln.

Sicher hat er sich heute noch nicht völlig abgegrenzt von der familiären Situation, die 15 Jahre bestand.
Und das wird er auch nicht tun, solange das Kind nicht erwachsen ist - oder aber wohnsitzhalber zum Papi überläuft. Schätze, da ist er schlicht nicht der Charakter dazu.

Und der Gedanke, Du firmiertest als heimliche Geliebte, der ist schon weit hergeholt. Du beschreibst eine ausgesprochen familiäre Situation im normalen Alltag mit ihm, mit seiner Tochter, die Euch regelmäßig besucht, und mit Deinen Kindern. Das klingt, als würde das nach so kurzer Zeit schon ganz toll fluppen und Ihr Euch alle ziemlich gut verstehen. Ich kann da beim schlechtesten Willen keine 'Geliebte'-Situation hineininterpretieren. Und lese auch in keinster Weise heraus, dass Deine Existenz geleugnet wird.

Sie will Dich möglicherweise nicht kennenlernen, damit sie ihre Phantasie von der einzigen Richtigen nicht verliert (siehe oben). Ihr Problem. Aber so, wie sich das liest, hat er sich längst vor Jahren gegen sie und seit diesem Jahr für Dich entschieden.

Entweder Du kannst das einstweilen so nehmen und davon ausgehen, dass Dir diese seine Wesensart automatisch binnen näherer Zukunft ebenso zugute kommt, tut sie ja jetzt schon - oder Du hängst jetzt diese ganze (gut klingende) neue Beziehung an solchen Dingen wie dem ersten Heilig Abend oder einem außertourlichen Tochterbesuch an die Messlatte und stellst sie nach so kurzer Zeit komplett in Frage.
 
  • #33
Liebe frizzante, herzlichen Dank für Deine Beiträge, es hilft sehr es für sich klarer zu sortieren... zum Teil hast Du eben genau meine Gedanken formuliert...

Es stimmt, er ist absolut ein Herzchen :) Das finde ich ja auch besonders toll an ihm - wieviel Teilnahme dieser Mann am Leben seiner Tochter hat - trotz eines sehr intensiven Jobs. Das finde ich überwältigend und absolut liebenswürdig von ihm. Und recht hast Du, das sind ja genau die Eigenschaften die man sich bei dem Partner wünscht!

Ich gebe es ungerne zu, aber ich bin eben einfach nur verunsichert und eifersüchtig, denn ich kann es überhaupt nicht einschätzen ob es hier noch um eine tiefe Verbundenheit zweier Menschen geht die eine lange Zeit zusammen waren oder ob da noch einer (beide?) nicht "abgeliebt" hat? Du hast recht, er wirkt manchmal selber unsicher in dieser neuen Situation und versucht einen Weg zu finden um es allen recht zu machen - aber das geht ja eben leider nicht immer, manchmal muss man auch Farbe bekennen. Es irritiert mich und ich empfide es als eine emotionale Unsicherheit seinerseits wenn er in solchen Situationen die Entscheidungen zugunsten des Komforts seiner Noch-Ehefrau trifft. Mag sein dass es hier einfach nur ein typisch männliches Verhalten geht und er des lieben Friedens Willen der Frau entgegenkommt die gerade mehr Stress macht :) Ich habe mich ja auch noch nie beschwert :p Für mich fühlt sich das aber manchmal an als würde er unser Mieinander nach dem Restprinzip behandeln (vielleicht kommt mir daher der Vergleich mit einer Geliebten?). Ich bin mir sicher dass ich mit so einem Empfinden nicht jahrelang leben möchte, u.U. bis seine Tochter erwachsen ist. Auf der anderen Seite hast Du absolut recht, diese Beziehung hat für so eine kurze Zeit schon so viel an Intensität und schönen Seiten gewonnen, dass es ziemlich dumm von mir wäre sie wegen solcher Dinge in Frage zu stellen.

Nochmal Danke!!!
 
  • #34
Frizzante hat es genau getroffen, ich seh es auch so.
Wie wäre es mit einem Türkei-Urlaub über Weihnachten, wirkt souverän-entspannt, und Du kommst mit aufgefrischtem Teint zurück...
 
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  • #35
Schnackeliges Fondue essen zu Weihnachten mit dem Ex-partner, Tannenbaum, Rotwein und Kerzenschein und der neue Partner sitzt alleine daheim? Ich dachte, ich lebe schon in komischen Verhältnissen, aber das echt der Knaller. Lass es dir ruhig genüsslich auf der Zünge zergehen und denke vielleicht nochmal darüber nach, ob du das die nächsten Jahre praktzieren möchtest, denn die Erfahrung zeigt, den Ex-partner mitsamt Kind geht nie so ganz aus dem Leben und wird immer eine Rolle spielen und dann auch jedes Jahr zu Weihnachten vor der Türe stehen. Als Hauptgrund werden die Kinder vorgeschoben, oder um Geld und Geschenke abzugreifen.

Es gibt alle möglichen Konstellation
-Männer die an ihren Söhnen/Töchtern hängen... ja gibt es... aber auch nicht so lange, bekanntlich vollziehen Väter die Abnabelung der Kinder um einige Jahre früher als die Mutter und dann auch ziemlich emotionslos. Eigenes Leben und Geliebte ist oftmals wichtiger als die Kinder, sonst hätte Mann ja auch daheim bei Frau und Kind bleiben können.


-Zweitens: Weihnachten wird überbewertet. Man sollte mit dem zusammen sitzen, den man gern
hat und mag.


Für mich gehört es zum Prinzip, sich erst auf einen Mann einzulassen, wen dieser NICHT mehr bei seiner noch EX-Partnerin wohnt! Bzw. sind mir solche Männer schon von grundauf unsympathisch, die zwar getrennt sind, aber gemütlichkeitshalber noch zusammen wohnen. Geht gar nicht.

Da lehne ich eine Bindung generell ab und sage ihnen, sie können sich wieder melden, wenn sie ihre Hauswirtschaft geregelt haben.
Kinder beim Mann sind heutzutage sicher kein Problem, aber der Mann sollte sich durchsetzen können, insbesondere gegen die Ex-Frau, sonst hast du die die nächsten Jahren bei jeder Gelegenheit auf deiner Matte stehen.
 
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  • #36
Du fühlst es schon richtig, du bist nur seine Geliebte, ich bin mir mehr wert! Solche Spielchen mache ich prinzipiell nicht mit, es liegt also an jedem Einzelnen selbst inwieweit er sich auf etwas (so was) einlässt. Ein Mann, der seine Freundin liebt macht so etwas nicht! Meine Freundin als Partnerin steht bei mir immer an 1. Stelle und Punkt! Ich möchte z. B. auch nicht an 2. oder an 3. Stelle bei ihr stehen! Was dein Freund macht, geht gar nicht! m
 
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  • #37
Die Scheidung ist - noch immer - nicht eingereicht, obwohl Dein Freund und seine Frau schon 2 Jahre getrennt leben. Warum ?

Das Kind meines Freundes verbringt Weihnachten entweder mit seinem Vater und mir, oder mit seiner Mutter und deren neuem Ehemann.
Die Noch-Ehefrau Deines Freundes hat keinen neuen Partner, sondern versucht immer wieder Deinen Freund in die alte Familie zurückzuholen. Mit Erfolg wie man sieht.

Ich würde diese Situation dieses Jahr noch hinnehmen und in Urlaub fahren an Deiner Stelle.
Gleichzeitg würde ich klarstellen, dass Du von ihm erwartest, dass er seine Familienverhältnisse ordnet, wenn er weiter Wert auf Eure Partnerschaft legen sollte.
Alles Gute .
w55
 
  • #38
Vielen lieben Dank für alle Antworten, jede hat mich ein Stück weiter gebracht :) Das Thema mit Weihnachten habe ich angesprochen, und sein Vorschlag war dass ich bei ihm zuhause auf ihn warte... immerhin sah es nach einem Versuch aus einen Kompromiss zu finden...

Mittlerweile bin ich aber ziemlich ratlos und überlege mich nun wirklich aus aktuellem Anlaß komplett zurückzuziehen: der Geburtstag seiner Tochter wurde auch zu dritt verbracht, mit Essen gehen und spät Abends das Kind gemeinsam ins Bett bringen (sie ist 12 geworden). Nun versetzt er mich auch noch für den Sonntag, da der Geburtstag der Tochter im gemeinsamen Erwachsenen-Freundeskreis nachgefeiert wird und er dabei sein möchte. Er babsichtigt auch bis zum Schluss dort zu bleiben und danach seiner Ex beim Aufräumen zu helfen.... ab da habe ich nicht mehr das Gefühl dass es hier nur um das Kind geht.
 
  • #39
Ich sehe es zwar immer noch genau wie frizzante, auch nach den neuen Informationen, aber letztlich muss Eure Beziehung zu Dir und Deinen Erwartungen passen.
Objektiv kann man nicht sagen, dass sein Verhalten zeigt, dass er unangebracht an seiner Ex hinge. Subjektiv kann Dich die Aufmerksamkeit für die alte Familie und die freundliche Hilfsbereitschaft gegenüber der alten Partnerin natürlich trotzdem ausreichend stören, um die Beziehung mit ihm zu beenden.

Niemals würde ich selbst einen passenden Partner wegen einer vielleicht noch sechs Jahre dauernden partnerschaftlichen Extrabelastung verlassen. Wahrscheinlich auch keiner zwanzigjährigen ;-), aber das ist auch ganz subjektiv. Und hin und wieder mache auch ich noch was für meinen Ex.... ohne ihn mir im Geringsten als heutigen oder zukünftigen Partner zu wünschen.
 
  • #40
Liebe Michaela71, ganz lieben Dank!
Für mich ist ein gutes freundschaftliches Verhältnis zu dem Vater meiner Kinder auch sehr wichtig und gegenseitige Hilfe findet auch bei uns statt... nicht aber eine absolute Verantwortung für das Leben des Anderen. Es stellt sich mittlerweile für mich dar als wären sie noch emotional, wirtschaftlich und organisatorisch genauso miteinander verbunden wie zu Zeiten der Ehe, lediglich ist die Familie auf zwei Wohsitze verteilt. Diese Situation, und die Tatsache dass der Mann nichts daran ändern will, verbunden mit dem Hintergrundwissen dass die Frau wohl noch in regelmäßigen Abständen fragt ob die Trennung nicht ein Fehler war, gibt mir dass Gefühl dass er einfach noch nicht Stellung beziehen möchte und sich noch nicht von ihr gelöst hat. Theoretisch erzählt er mir dass ich seine Traumfrau bin und er gerne eine gemeinsame Zukunft mit mir haben möchte - praktisch entscheidet er aber in Zweifelsituationen bis jetzt immer zugunsten des Komforts seiner Noch-Frau. Kann man das wirklich nur als temporäre "Extrabelastung" sehen?
 
  • #41
Liebe Secret, ja, ich glaube wirklich, dass es gut möglich ist, dass diese Extradienste für seine Noch-Frau ab dem Zeitpunkt des Auszugs seiner Tochter bei der Mutter aufhören. Dass er erst dann in der Lage sein wird, diese Frau ihr eigenes Ding machen zu lassen, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Schließlich würde die Kraft, die ihr ohne seine Hilfe fehlt, seiner Tochter unmittelbar schaden, und er fühlt sich sicher auch so schon etwas schuldig seine Familie verlassen zu haben.
Trotzdem, ich kann mir schon vorstellen, dass Dir das immer mal wieder weh tut.
Aber Liebeserklärungen à la
dass ich seine Traumfrau bin und er gerne eine gemeinsame Zukunft mit mir haben möchte
sind doch nicht nur theoretisch ;-) , nicht? Das meint er bestimmt so. Und wenn Du diese -ich hasse das Wort- "Altlast"- Geschichte mitträgst, souverän und begehrenswert bleibst, und nicht unsicher-klagend mehr forderst als sein Gewissen zulässt, hast Du zumindest mit Abstand die besten Chancen... sowohl, ihn langfristig zu behalten, als auch, Dein Leben zu genießen, auch wenn es wirklich nicht perfekt ist.
Alles Gute Dir und die richtige Entscheidung ;-) !
 
  • #42
Liebe Secret!

Du könntest es ja so machen: Gib Eurer ja noch sehr jungen Beziehung einstweilen etwas mehr Zeit, sich zu manifestieren - und wähle einen Zeitpunkt in absehbarer Zukunft, an dem Du erneut Bilanz ziehst, ob das Pendel inzwischen vermehrt in Richtung Eurer Beziehung und Eurer gemeinsamen Zukunft ausschlägt.
Zum Beispiel den 01.12.2013.
Dann kannst Du Dir immer noch überlegen, ob Du den Versuch abbrichst oder ob Du dann die Taktik wählst "die Frau zu sein, die mehr Stress macht". ;-)

Ein Jahr würde wohl auch mindestens vergehen, um erneut einen Mann zu finden, der ähnlich gut mit Dir und Deiner Familie harmoniert und der zusätzlich keine Altlasten hat / alte Verpflichtungen weiterlebt. Also so lange könnte man Eurer Geschichte durchaus Zeit geben, sich zu entwickeln und alte Gewohnheiten allmählich von neuen ablösen zu lassen.

Ein 'richtig freier Mann' wird er auch in einem Jahr nicht sein, aber Du bist ja auch keine 'richtig freie Frau', da Du selber Verantwortung für Deine Kinder hast und im Alltag noch längere Zeit haben wirst.
 
  • #43
Liebe frizzante, ich freue mich so dass Du schreibst, Dankeschön! :) Ja, das habe ich mir auch so ähnlich vorgenommen - sich jetzt erst einmal entspannt zurücklehnen und schauen was passiert, ohne sich selber oder ihm zuviel Druck zu machen :) Ein Jahr finde ich ehrlich gesagt recht lange um für sich zu entscheiden ob man das ganze denn überhaupt möchte (oh je, Geduld scheint nicht gerade meine Stärke zu sein ;-)) .... nach einem Jahr weiss ich es schon ganz sicher und möchte dann wahrscheinlich am liebsten schon zusammenziehen :) Das "souverän bleiben" ist sooo wichtig, weiß ich - es erschwert sich nur leider durch die Entfernung ungemein, aber ich werde mich bemühen. Unser miteinander ist für so eine kurze Zeit doch zu schön und harmonisch um es einfach so wegzuwefen und vieles andere in der Beziehung ist genau so wie ich es mir vorstelle und wünsche... Es ist auch toll wie gut es mit den Kindern klappt - alle drei begrüßen unsere Beziehung sehr und wir verstehen uns auch jeweils mit dem Kind des Anderen sehr gut, das ist sehr viel wert!

Die "Frau die mehr Stress macht" werde und möchte ich nicht werden, dafür bin ich zu harmoniebedürftig und das "Erkämpfen" ist sowieso nicht meine Vorstellung von Beziehung... mittlerweile erkenne ich aber meine Schwäche des nicht-gerne-über-Probleme-reden-wollen's und werde bewusst versuchen gegen zu steuern :) Dankeschön nochmal!
 
  • #44
Ich bin 40, meine Eltern trennten sich, als ich 20 und meine Schwester 18 war. In den folgenden Jahren verbrachte man Weihnachten zusammen. Meine Mutter hat einen neuen Partner, mein Vater ist seit der Scheidung allein (und einsam). Über all die Jahre habe ich gelernt, dass die meisten Menschen eine Sehnsucht haben, die Weihnachtstage sollten "so wie die letzten Jahre/ so wie immer sein", um Tradition und Verbundheit erleben zu können. Aber wenn sich Beziehungen auflösen und neu zusammenfinden, muss man lernen, von dieser Vorstellung Abschied zu nehmen.
Bei uns war es so, dass natürlich meine Schwester und ich dann irgendwann auch Partner hatten, dh. da kamen dann "Schwiegereltern". Brüder, Schwester, Tanten, Onkel, "Schwiegergrosseltern" ins Spiel, die einen auch sehen wollten zu Weihnachten, wenn möglich noch weit weg im Ausland. Dann hat man sich wieder getrennt und das fiel wieder weg, dann kommt aber irgendwo z.B. ein Patenkind dazu, eben meine Mutter fand dann auch einen neuen Partner, der natürlich auch geschieden ist und eine Ex-Familie hat zu der er auch noch Kontakt pflegt, und eigene erwachsene Kinder die dann wiederum heiraten also der Verwandtenkreis wird immer grösser und es wird immer komplizierter das zu jonglieren, dass sich alle sehen können und auch das Gefühl haben in den "wichtigen" Momenten eingeladen zu sein nicht unter "ferner liefen" irgendwann am 26. zu Kaffee und Kuchen...
Die Lehre daraus ist, es ist ein Aushandlungs- und Lernprozess. Bei dir und deinem neuen Partner fängt das jetzt erst an. Teile es ihm mit dass du nicht Freude hast an der "Einteilung" dieses Jahr, aber mach kein Drama draus, sondern fang diesen Lernprozess jetzt mit ihm zusammen an, nächstes Jahr kann es anders gestaltet werden usw.
 
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  • #45
ohne alle Postings gelesen zu haben, mein Erfahrungswert - funktioniert nun seit mehreren Jahren, nachdem im ersten Jahr auch so ein Kuddelmuddel stattfand, der von uns beiden keinem gefallen hat. Zudem ist es schwierig, wenn der Vater mit dem Trennungsgrund gemeinsam unterm Weihnachtsbaum sitzt und die Ex einen auf happy-family - und DU störst veranstaltet.

Bei uns geht es seitdem im 2-Jahres-Turnus wie folgt:
ein Jahr: Weihnachten und Silvester mit allen Kindern (seine und meine)
nächstes Jahr: wir als Paar im Urlaub - Kinder bei den geweiligen Expartnern, in diesem Fall feiern wir mit den Kindern ein Wochenende vor Weihnachten die Bescherung vor

Es muss ganz klar geregelt sein, damit ALLE wissen, was los ist. Die Ex meines Lebensgefährten wollte auch immer an Heiligabend neue Regeln - sprich SIE hat an diesem Abend immer die Kinder, danach können wir sie ja haben - einführen. Das darf man dann nicht einreissen lassen, sonst hat man verloren.

Wir genießen dieses Jahr wieder unseren Urlaub und freuen uns drauf! w/42
 
  • #46
Liebe singeline, vielen Dank! Ich verstehe wie Du es meinst... der Kreis der wichtigen Menschen verändert sich, man ist immer bemüht gerade an solchen Festen alles irgendwie unter einen Hut zu bekommen um niemanden vor den Kopf zu stoßen. Ich habe kein Problem damit dass mein Partner Heiligabend mit seiner Tochter verbringen möchte, aber es verletzt mich dass ich offenbar gut genug bin sie jedes zweite Wochenende bei mir zuhause zu versorgen, nicht aber um mich an solchen Tagen als Partnerin mit einzubeziehen, in welcher Form auch immer. Ich bin mittlerweile überzeugt dass diese Konstellation eben nicht auf den Wunsch der Tochter aufrecht erhalten wird. Somit vermittelt er mir dass die Gefühle seiner Noch-Ehefrau für ihn momentan wichtiger sind als die der aktuellen Partnerin. Ich habe irgendwann beschlossen nicht (nur) auf Worte zu hören, sondern nach Taten zu urteilen - deswegen verlieren Liebesbekundungen in meinen Augen an Bedeutung, wenn man sich dann doch in der Tat nicht zu der Beziehung bekennen mag.

Ich habe ihm zu verstehen gegeben dass es mich nicht glücklich macht, aber sein Vorschlag darauf war bei ihm zuhause zu warten. Als er dann sagte: "nächstes Jahr haben wir das Problem ja nicht", habe ich erfreut und voller Hoffnung nachgefragt wie er das meint... die Antwort hat mich doch wieder sehr geerdet: "Na dann hast Du ja Deine Kinder, dann bist Du doch nicht alleine" :-(
 
  • #47
Liebe Gast #44, vielen Dank für Deine Erfahrungswerte. Ich würde so eine Regelung wie bei Euch sehr begrüßen - eigentlich wäre ich sogar mit fast allen Optionen einverstanden, wie man es aufteilen könnte. Ich bin nicht der Grund für die Trennung, sie hat zwei Jahre vor unserem Kennenlernen stattgefunden, deswegen hätte ich auch keine Probleme mit allen beteiligten Ex/Next und Kindern unter dem Tannenbaum zu sitzen. Egal wie, es wäre alles okay für mich, solange nur klar ist wer hier nun ein Paar ist.
 
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  • #48
Mit jedem post mehr von dir, liebe FS, drängt sich mir die Frage mehr auf: Warum haben dein Freund und seine Ehefrau sich eigentlich getrennt??? Ich meine die Frage wirklich ernst! So wie es sich anhört, führen die beiden eine harmonische Beziehung! Er kümmert sich rührend und intensiv ums Kind, ist bei jeder Hilfsbedürftigkeit im Haushalt zur Stelle, liest seiner Ehefrau (Scheidung ist nach 2 Trennungsjahren, trotz neuer Partnerin, noch nicht eingereicht) jede Stimmung von den Augen ab, sie verbringen ausgiebig jedes Fest als Paar, inclusive Vor- und Nachbereitung, präsentieren sich so auch Freuden, Familie, sogar der Kirchgemeinde (!) zu Weihnachten! Das ist eine besser laufende Beziehung, als viele sie haben, die sich nicht als getrennt bezeichnen würden! Man kann sich auch kaum vorstellen, dass es in solch einer harmonischen Beziehung am Sex gehapert hat.
Also bitte: Warum haben die beiden sich getrennt?
Wer von beiden wollte die Trennung (stärker)?

Nein, wirklich, normal ist das nicht, was da läuft! Das empfindest du schon ganz richtig!
Ich könnte mir vorstellen, dass der Mann es auch sehr stark genießt, von zwei Frauen gewollt und toll gefunden zu werden. Wenn der Mann das so sehr braucht, dann viel Spaß! Dann wird er die Situation möglichst nie verändern!

w47
 
  • #49
Liebe Gast #47, vielen Dank... genau diese Frage habe ich meinem Freund vor kurzen auch gestellt, mit den gleichen Gedanken die Du auch äußerst: wenn alles noch so harmonisch ist, warum trennt man sich überhaupt? Die Antwort war für mich nicht sehr aufschlussreich. Er meinte, sie wären sehr unterschiedlich und hätten in vielen Dingen grundsätzlich verschiedene Auffassung. Damit weiss ich nicht so richtig viel anzufangen. Die Trennung soll allerdings mehr von ihr ausgegangen sein. Die letzten Jahre war sie zunehmend unglücklich, und infolge von manchen Ereignissen in Ihrem Elternhaus sogar depressiv geworden, sie hätte sich von ihm in allen Bereichen ziemlich zurückgezogen, und das Zusammenleben wäre zum Schluss unterträglich geworden.

Aus dem was er über seine Ehe erzählt hat, meine ich rausgehört zu haben dass er eindeutig der "tragende und führende" Part in allen Bereichen dieser Beziehung gewesen ist, und es offensichtlich trotz Trennung immer noch ist. Er beteuert, es würde ausschließlich an einem Verantwortungsgefühl liegen, definitiv aber nicht an noch evtl vorhandenen Gefühlen. In seinem Umgang mit mir gibt es für mich aber keinerlei Zweifel an seinen Gefühlen für mich.
 
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  • #50
Hier nochmal #47:

Ich glaube das auch, dass dein Freund dich aufrichtig liebt und es an seinen Gefühlen für dich nichts zu zweifeln gibt. Was du schreibst, bestätigt mir genau, was ich vermutet hatte. Ich hatte in meinem ersten post tatsächlich überlegt, noch die Frage anzufügen, ob die Ehefrau vielleicht psychisch labil oder krank oder sonst irgendwie krank oder fragil ist - hatte mir die Frage aber vorerst verkniffen.
Ja. Es geht hier, für ihn, überhaupt nicht um die Entscheidung: du oder sie. Er ist aber offenbar ein Typ Mann, der meint und für den es absolut vorstellbar ist, für zwei Frauen dauerhaft verantwortlich zu sein. Für seine Ehefrau geschieht das auf einer anderen Ebene, als für dich. Er liebt sie nicht mehr als "Partnerin", aber seine Verantwortungs"Gefühle" für seine Ehefrau führen eben zu all dem, was er für sie tut und was du beschreibst, worunter du leidest.
Auch wenn man/du an seinen Gefühlen für dich nicht zweifeln musst, nutzt dir das aber letztlich auch nicht viel, wenn er aus einem Verantwortungsgefühl heraus, welches er offensichtlich gerne auslebt, so viel Zeit mit seiner Ehefrau und damit auch Nähe zu ihr hat und du an diversen Tagen (heute, hl. Abend) auf ihn verzichten musst. Verstehst du, was ich meine?

Ein wenig erinnert mich das an den anderen Thread, wo der Mann die Exfrau, die Borderlinerin ist, weiterhin sehr stark unterstützt. Und es erinnert mich an ein Paar in meinem Bekanntenkreis, wo der Mann quasi "ein Leben lang" eine enge, unterstützende Beziehung zur Exfrau pflegte, die depressiv war, obwohl er lange eine neue Beziehung mit gemeinsamem Kind hatte.

Ich fürchte, das wird sich nicht ändern! Du hast es bereits richtig erkannt, dass es nicht um das Kind geht, sondern in Wirklichkeit natürlich um die Frau. Du wirst dir ernsthaft überlegen müssen, ob du auf Dauer in so einer "Dreierbeziehung" leben möchtest.

w47
 
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  • #51
Und noch etwas von #47:

Wahrscheinlich wirst du nicht drumherum kommen, das Problem mal grundsätzlich mit ihm zu thematisieren. Und zwar, gar nicht an einzelnen Ereignissen wie Hl. Abend festmachen, denn da gibt es immer eine Erklärung und Rechtfertigung (die i.d.R. mit dem Kind begründet wird), warum das so sein muss; nein, sondern insgesamt dein Problem, welches du mit seiner übermäßigen Sorge um das "Wohlfühlen" der Ehefrau hast, zu Ungunsten deines "Wohlfühlens", auf den Tisch bringen.
Aber dann bist du natürlich "die Frau, die mehr Stress macht" - und die willst du nicht sein!
Er wird dich wahrscheinlich nicht "zufällig" erwählt haben, sondern womöglich wird er u.a. besonders an dir lieben und schätzen, dass du ein "großes Mädchen" bist, stark, selbständig und unabhängig und nicht so, wie seine "bedürftige" Ehefrau, wo er sich ganz viel kümmern muss und immer der Tragende sein muss. Wenn du nun auch anfängst, "bedürftig" zu werden, "Stress zu machen", wird er womöglich sogar enttäuscht reagieren, denn das, was er in dir sehen wollte und liebt, trifft doch nicht in dem Maße zu. Du hast dann Angst, seine Liebe zu verlieren, möchtest ihn nicht enttäuschen.

Die Frage ist, warum er solch eine seltsame Konstellation braucht. Hier die bedürftige, schwache Frau, die seine dauerhafte Unterstützung braucht - dort die starke, unabhängige Frau, bei der er sich vielleicht auch mal fallenlassen kann. Dass er diese Konstellation "braucht", daran zweifle ich nicht, denn niemand erhält eine Situation dauerhaft aufrecht, aus der er nicht selbst einen erheblichen Gewinn zieht! Welchen Gewinn zieht er also aus dieser Konstellation für sich?

w47
 
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  • #52
Welchen Gewinn zieht er also aus dieser Konstellation für sich?
<Mod.>
... - das ist doch offensichtlich. Vor der Gesellschaft steht er als Gutmensch dar, deine seine Frau, die ihn verlassen hat, nun aufgrund ihrer Depri nicht verlässt und sich kümmert. Oh welch Held- vor der Gesellschaft. Und seine Freundin nutzt er aus - mit Sex, mit Aktivitäten - tankt bei ihr auf und das Doppelleben zu führen. Saugt sie aus, sie hält ja still und liebt ihn. Und die Ehefrau freut sich, dass sie ihn in der Hand hat. Das wird sich erst ändern, wenn die Ehefrau einen neuen Partner hat. Dann wird sie ihn abservieren und er fällt in ein tiefes Loch. Er darf dann nicht mehr ins Haus. usw. Alles schon erlebt. Liebe FS, rede mit ihm Tacheles. Er wird nicht alles sofort ändern können, aber er muss vieles ändern, um dich zu halten. So geht das nicht. wasch mich, aber mach mich nicht nass. Sicherlich bist du finanziell unabhängig, seine Ehefrau wird er noch unterstützen müssen - und sie wird auch nicht Vollzeit arbeiten, obwohl sie könnte. Denn sie liebt die Macht über ihn - nicht ihn! Bitte nicht verwechseln. Und sie wird ALLES tun, um ihn als Diener zu halten - wie gesagt, so lange kein anderer Versorger in Sicht ist.

Und du bist am Ende doch die Dumme, wenn er nicht lernt, für sich und SEIN Leben verantwortlich zu sein. Die Tochter immer vorzuschieben ist einfach, aber gelogen. Stecke dein Leben und deine Wünsche ab, sonst wirst du weiter ausgenutzt. Liebesgesäusel bekunden und andere Taten folgen lassen - ein doppeltes Spiel, bei dem nur er gewinnt.
 
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  • #53
Meiner Meinung nach gehört Weihnachten unbedingt der neuen Partnerschaft. Ich finde es sehr unsensibel von Deinem Partner, dass er da nicht von selbst drauf kommt.

Nein,Weihnachten gehört grundsätzlich der Familie und nicht der Partnerschaft!
Ich könnte ohne meine Kinder nicht Weihnachten verbringen. Im Fall der FS würde ich Weihnachten zu meinem Exmann fahren und es mit den Kindern verbringen.
Die FS kann auf keinen FAll verlangen, dass ihr Freund Weihnachten anders verbringt - dann hätte sie schon frühzeitiger dafür sorgen müssen, dass ihre Kinder auch da sind!
Er hat auch ein Kind und wenn es schon immer so war, dann kann man das Muster zwar durchbrechen, aber ich verstehe vollkommen, dass er Weihnachten bei seinem Kind sein will.
Weihnachten hat einen ganz besonderen Zauber für Kinder: Die Engel, das Christkind, die Kirche, der Baum, die Geschenke...
Die beiden sind nunmal kein Paar, sondern auch beide Eltern. Wenn sie das so stört, wie es ist, muss sie es anders organisieren. Finde es etwas naiv, zu glauben, dass der Mann mit ihr alleine Weihnachten verbringt!? Silvester vielleicht, aber Weihnachten?
 
  • #54
Liebe #47, vielen Dank für deine Beiträge! Du triffst es genau - er sagt es selber, bei mir ist es "wie im Urlaub". Ich finde das zwar sehr schön, allerdings auf Dauer nur "der Uralub" für ihn zu sein während er familiäre Verpflichtungen woanders lebt, wäre auch nichts für mich. Ich weiss nicht ob er einen "Gewinn" in der Situation hat - vielmehr habe ich den Eindruck, er fühlt sich in dieser Verpflichtung gefangen (Man(n) lässt halt nicht eine Frau fallen mit der man lange zusammen war, um so weniger wenn sie so labil ist... und wenn es der Mutter nicht gut geht, dann kann es der Tochter auch nicht gut gehen). Ich respektiere und achte solche haltung - nur geht es mir teilweise doch zu weit. Ja, recht hast Du - ich werde ein grundsätzliches Gespräch mit ihm darüber führen müssen. Jedoch finde ich es in so einer frühen Phase der Beziehung ziemlich schwierig, denn eigentlich finde ich es selber viel zu früh für Ansprüche und Problemgespräche.

#51, Dankeschön. Ich verstehe wie Du es meinst, kann es aber nicht ganz bestätigen. Keineswegs fühle ich mich in unserem Miteinander ausgenutzt, oder gar ausgesaugt. Die gemeinsame Zeit ist sehr schön und ich tanke sicherlich auch auf. Ich habe auch nicht das Gefühl dass es ihm darum geht als Gutmensch vor der Gesellschaft da zu stehen, vielmehr empfinde ich dass es bei ihm ein innerer Konflikt zwischen Verpflichtungen, neuen Gefühlen, schlechtem Gewissen und eigenen Wünschen ist den er ohne äußeren Druck für sich selber lösen muss.
 
  • #55
Liebe Gast #52, das muss ich nochmal klarstellen - ich würde nie erwarten dass er auf Weihnachten mit seinem Kind verzichtet um es mit mir zu verbringen!

Mich irritiert an dieser Konstellation lediglich dass hier die "heile Familie" vorgespielt wird und ich als aktuelle Partnerin komplett ausgeschlossen werde - insbesondere mit dem Hintergrundwissen dass mein Partner sich noch sehr verpflichtet fühlt und die Frau vor kurzem erst gefragt hat ob die Trennung nicht doch ein Fehler war. Das Kind ist 12 und kommt mit der Trennung gut zurecht. Sie verbringt jedes zweite WE mit ihrem Vater bei mir zuhause und wir verstehen uns wirklich gut. Deswegen frage ich mich einfach, wer von den Beteiligten sich denn am meisten einen Kirchenbesuch mit anschließendem Fondue, Kerzen, Wein, Bescherung und Weihnachtsromantik unterm Baum zu dritt "als Familie" wünscht. ;-)

Ich hatte bereits erwähnt - ich hätte dieses Jahr planmäßig meine Kinder an Heiligabend bei mir, habe aber extra mit meinem Exmann getauscht, damit wir Silvester (auf Wunsch seiner Tochter) alle zusammen sein können. Ich bin wirklich sehr offen was Patchwork-Konstellationen angeht und bei mir sind schon immer sämtliche Kinder, Ex und Next herzlich willkommen gewesen - vorausgesetzt es herrschen klare Verhältnisse und für niemanden stellt sich mehr die Frage ob man es nicht doch noch miteinander versuchen sollte.
 
  • #56
Liebe #47, vielen Dank für deine Beiträge! Du triffst es genau - er sagt es selber, bei mir ist es "wie im Urlaub".

Je mehr Du erzählst, desto mehr denke ich, dass die Tochter das ähnlich sieht. Wenn Ihr zusammen bleibt, wage ich die Prognose, dass über kurz oder lang die Tochter es sein wird, die mit dem Wunsch ums Eck kommt, Ihr möget doch zusammenziehen und sie mit in die Familie aufnehmen...
Dem Mädel muss die Olle ja auch gewaltig auf den Senkel gehen.
 
  • #57
<Mod. Chat entfernt.> ... seine Tochter hat ein gutes Verhältnis zur Mutter, fühlt sich aber auch sichtlich wohl bei uns, und hat schon in dieser kurzen Zeit sowas angedeutet. Meinem Freund war das in dem Moment recht peinlich, ich fand's total süß von ihr und fühlte mich geschmeichelt. Dennoch wäre es schöner wenn er seine Entscheidungen ohne den Druck seiner Frauen (ob nun Ex, Tochter oder ich) treffen würde.

<Mod. Emoticons entfernt.>
 
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  • #58
Liebe #47. ... Jedoch finde ich es in so einer frühen Phase der Beziehung ziemlich schwierig, denn eigentlich finde ich es selber viel zu früh für Ansprüche und Problemgespräche.

Tja, und da ist meiner Meinung nach der Punkt, wo du, wie ich schrieb, Angst hast, seine Liebe zu verlieren, ihn zu enttäuschen, weil du selbst ahnst, dass er dich genau deshalb "erwählt" hat, weil du eben nicht anstrengend bist, sondern ganz pflegeleicht - Du willst nicht "die Frau sein, die mehr nervt" - wie du ja selbst bereits schon schriebst!
Aber lügst du dir da nicht selbst was in die Tasche? Um welchen Preis für dich, bist du so pflegeleicht? Der Satz von dir oben ist eine einzige Selbstverleugnung deinerseits, wenn man überlegt, dass du wegen dieses "Problems" hier immerhin einen Thread eröffnest ... lies dir einfach deine eigenen Posts in diesem Thread nochmal durch! Dann fällt dir auf, dass dir doch bereits mehr und erheblicher auf den Magen schlägt (mMn - zu Recht!), als du dir eingestehen willst, wenn es daran geht, deine (berechtigten!) Ansprüche geltend zu machen!

Und, natürlich hat er einen "Gewinn" daraus! Vermutlich genießt er es, von dieser Frau so sehr gebraucht zu werden, der Macher zu sein, der deutlich Überlegenere! Das ist schon auch ein sehr schönes Gefühl für einen Mann, unterschätze das mal nicht! Für die "Erholung" hat er ja dich, aber würde er seine Rolle als Macher bei seiner Ehefrau aufgeben, hieße das für ihn, dass er dieses schöne Gefühl aufgeben würde, weil du ja nicht so bedürftig bist! Es wäre schon auch ein Verlust für ihn. Ich glaube nicht an dieses völlig uneigennützige Verantwortungsgefühl! Jeder, der besonders "gut", "nett" und "aufopferungsbereit" ist, hat auch immer selbst viel davon, nämlich dass er i.d.R. sehr gemocht wird, sich unentbehrlich macht!

w47
 
  • #59
Dankeschön... jetzt verschlägt es mir die Sprache, immerhin habe ich für ähnliche Erkenntnisse über meine Persönlichkeit einige Sitzungen beim Therapeuten gebraucht. Alles absolut richtig - aber ich bin nun am Ende mit meinem Latein. Erkämfte Zugeständnisse in der Beziehung empfinde ich tatsächlich nur halb so viel wert wie etwas, was man aus Liebe und Empathie selber für den anderen tut. Sicher, manchmal solte man seine Ansprüche durchsetzten - aber gerade hier bin ich sehr unsicher, ob sie berechtigt sind. Die Hälfte der Antworten in diesem Thread lautete unter dem Motto "stell Dich doch nicht so an, sie sind immer noch Familie, und er kümmert sich um sein Kind - wer bist Du denn überhaupt das in Frage zu stellen?"... Sein Argument "es ist doch alles nur für das Kind" ist absolut unschlagbar - sobald ich etwas in Frage stellen würde, wäre ich doch diejenige die dem Kind etwas missgönnt, und das ist wirklich das Letzte was ich möchte.

Ich habe heute einen Flug über Weihnachten gebucht. Es ist für mich eine Flucht aus der Situation, aber keine zufriedenstellende Lösung.
 
  • #60
Liebe Secret,
dann wünsche ich Dir einen guten Flug und einen wunderschönen Urlaub!! Und:
Zitat von Secret "...wer bist Du denn überhaupt das in Frage zu stellen?"
hab ich ehrlich gesagt bei keinem Thread rausgelesen, hoffentlich Du auch nicht bei meinen!!

Dass Dein Ex auch nächstes Jahr Weihnachten ganz ohne Dich- im doppelten Sinn- plant, finde ich nicht richtig. Sicher verübelst Du ihm sein
Na dann hast Du ja Deine Kinder, dann bist Du doch nicht alleine" :-(
Hast du ihm gesagt, wie unglücklich Dich das macht? Dass du mitplanen möchtest, generell, unabhängig von der Lösung? Weil das seine Wertschätzung für Dich spiegelt, Dich in Überlegungen miteinzubeziehen?

Mein Freund hat sich dieses Jahr sofort bereitwillig zurückgezogen, aber indirekt angedeutet, dass er nächstes Jahr mit einem anderen Arrangement rechnet..., wenigstens für den zweiten Weihnachtstag.
Ich hab schon überlegt, ob es insgesamt unverkrampfter für alle wäre, zusätzlich zum neuen Partner und zum Ex eine liebe alleinstehende Freundin mit Tochter einzuladen.. dann wäre das Verhältnis insgesamt lockerer, nicht streng familiär. Dieses Jahr üben wir schon mal mit zwei zusätzlichen Personen, einem Schüler- Austauschkind und dessen deutscher Tante.

Ist die Noch-Frau Deines Partners für ein großes Weihnachten zu labil?
Wären Deine Schwiegereltern auch nächstes Jahr noch durch Deine Anwesenheit an Weihnachten gestört?
Könntest Du Dir vorstellen, die Ex zu Euch (an Sylvester?) einzuladen, oder überhaupt einmal, z.B. zum Kaffee/ Mittagessen?

Vielleicht ergibt sich ja noch von selbst eine bessere Lösung. Ein Jahr zu warten, Geduld mit Deinem Freund genauso zu haben wie Deine eigene Sehnsucht zu respektieren ohne dieser Sehnsucht zu erlauben, Dir einen schnellen Weg zu diktieren, ist sicher gut...
 
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