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  • #61
Ok, ich sage mal etwas provokant: Wenn du dein Ansprüche nicht deutlich machen bzw. durchsetzen willst, aus welchen Gründen auch immer, bleiben dir ja eigentlich nur 2 Möglichkeiten:
1. Du nimmst alles weiter so hin und machst weiter wie bisher.
2. Du trennst dich. Nicht, um ihn zu bestrafen, sondern weil es für dich auf Dauer nicht auszuhalten bzw. glücklichmachend ist.

Alles klar?! Oder siehst du noch eine andere Möglichkeit?

w47
 
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  • #62
Liebe Secret,

ich würde empfehlen, dass Du schlicht & ergreifend Deine Gefühle zum Leitbild Deines Handelns erhebst. Fühlst Du Dich mit der Situation wohl - oder nicht?

Die Hinweise von w47 könnten die Psyche Deines Freundes durchaus treffend beschreiben. Natürlich ist das hier alles nur ein Außenblick aufgrund weniger Zeilen, aber dieses scheinbar verantwortungsvolle Handeln hat auch nach meiner Einschätzung durchaus andere nicht ganz selbstlose Motive.

Ich habe selbst nicht gegen eine freundschaftliche und harmonische Beziehung mit dem Ex-Partner, aber die von Dir beschriebene Situation ginge auch mir zu weit und klingt ehrlich gesagt ungesund. Ich rede jetzt gar nicht von Weihnachten. Da ihr Euch erst ein paar Monate kennt, kann das schon lange geplant sein - und wäre dann auch ok. Die Unwucht in Eurer Beziehung entsteht eher durch ein Bündel von Punkten, die gerade in Kombination auch für mich nicht tragbar wären. Generell hängt er seine familiären Pflichten zu hoch auf - oder nutzt dies gar als Instrument, um Dich zu verunsichern und sich selbst eine komfortable Zone zu schaffen, die ständige Einsatzbereitschaft für seine Frau ist übertrieben und die Beschreibung Eurer Beziehung als Urlaubssituation finde ich in der Tat verletzend. Auch ist Feststellung einer anderen Foristin, dass doch Dein Freund und seine Ex quasi noch so leben als seien sie ein Paar nicht ganz aus der Luft gegriffen. Sorry - irgendwie schräg. Übrigens auch schräg, wenn es Dich gar nicht geben würde. Die Trennung scheint noch nicht wirklich vollzogen oder es schweben Motive, wie von w47 benannt im Raum.

Aber letztlich bist Du, Secret, der Maßstab! Wie ich eingangs schrieb: Was tut Dir (und Deiner Seele) wirklich gut, was nicht. Lies einfach Deine eigenen Postings durch und schaue selber, wo Du in Deinen Aussagen authentisch bist. Ich habe den Eindruck, dass Deine Repliken auf die Mails von frizzante überhaupt nicht authentisch sind. Dort versuchst Du gedanklich in das zeitweise hier gepostete Mainstream-Wasser zu fahren, nach dem doch Dein Liebster ach so verantwortungsvoll agiert - und Du dabei auf der Strecke bleibst.

Nur so'n paar Ideen von mir, die mir beim Lesen des Threats durch den Kopf schossen.
 
  • #63
Vielen Dank Euch!

#60 Tatsächlich sehe ich keine dritte Möglichkeit - wobei beide auf eine Trennung hinauslaufen, die erste wahrscheinlich nur etwas verzögert, weil es ein versuch wäre sich selbst zu verleugnen. Wäre die evnt dritte Option viel energischer Ansprüche zu stellen, ihm die Pistole auf die brust zu setzten? Ich habe ihm doch schon vor ein paar Wochen deutlich zu verstehen gegeben dass diese Situation für mich ziemlich unangenehm ist. Der Kompromiss, den er vorgeschlagen hat - und zwar dass ich Heiligabend alleine bei ihm zuhause auf ihn warte statt bei mir, ist in meinen Augen überhaupt keiner. Er weiss ja ganz genau um meine Gefühle, zieht es aber trotzdem vor es zu übergehen. Übersehe ich da tatsächlich noch irgendwelche Optionen?

#61 Dankeschön... nein, ich fühle mich überhaupt nicht wohl mit der Situation und die Entscheidung wegzufahren spiegelt meine derzeitigen Gefühle absolut. Schräg, ja... trifft es gut. Ich habe versucht auf alles ehrlich und authentisch zu antworten. Der Eindruck entsteht wahrscheinlich dadurch dass ich total verunsichert über diese Situation bin und phasenweise selber ziemlich schwanke - zwischen Versuchen Verständnis für sein Handeln aufzubringen und totalem gekränkt sein.
 
  • #64
ich würde empfehlen, dass Du schlicht & ergreifend Deine Gefühle zum Leitbild Deines Handelns erhebst
Warum gelten nur die Gefühle als "eigene", die eine schnelle Bedürfnisbefriedigung versprechen?
Motto: Ganz oder gar nicht? Ist die Welt so schwarz-weiß?
Secrets Zögern, jetzt schon solche Bedingungen zu stellen, beruht sehr wohl auch auf eigener Wahrnehmung.
Findet sich ein anderer, unbelasteter Partner so einfach, dass man alles über Bord werfen sollte?


Vor der Gesellschaft steht er als Gutmensch dar, ...
Ein wenig erinnert mich das an den anderen Thread, wo der Mann die Exfrau, die Borderlinerin ist.....
Ja, mich auch. Hier wie da wird ein Partner, der die Verantwortung für seine Ex nicht komplett ablegt, als Narzisst/ Gutmensch/etc. gesehen, und nicht als jemand, der Skrupel hat, jemandem mögliche Zuwendung zu versagen, den man mal sehr geliebt hat, bei dem eine Vertrautheit zurückbleibt, auch wenn die eigene Sehnsucht nicht mehr in Richtung Beziehung zeigt.
Das ist eine etwas altmodische, sehr ethische Haltung.

Liebe Secret, wenn Dein Freund es nach 15 Ehejahren noch nicht schafft, seine Ex, die offensichtlich auf breiter Front versagt hat, an einem so exponierten Tag in ihrer vielleicht selbstverschuldeten Einsamkeit bloßzustellen, auch vor der Tochter, heißt das wirklich nicht, dass er Dich nicht von ganzem Herzen lieben würde. Und Deine Liebe auch schmerzlich vermissen würde.
 
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  • #65
Übersehe ich da tatsächlich noch irgendwelche Optionen?

Ja. Wie wäre es mit Beziehungsarbeit? Nicht 1x, nicht 2x, nicht 5x, sondern immer wieder mit ihm reden. Solange, bist du ihn verstanden hast. Solange, bis er dich verstanden hat. Solange, bis kein Platz mehr für Mutmassungen ist. Solange, bis ihr euch blind versteht. Solange, bis ihr aus aus Unwissenheit den andern nicht mehr verletzen könnt. Beziehungsarbeit ist Arbeit die nie aufhört. Das ist das Fundament für eine glückliche und lange Beziehung.

m
 
  • #66
#64, Dankeschön! Ich verstehe das und bin da grundsätzlich mit Dir einer Meinung. Aber wenn das Thema schon besprochen ist und jeder sich dazu geäußert hat, was gibt es da immer und immer wieder zu bereden? Seine Aussage war mehr als deutlich: "Es tut mir leid, meine Liebe, aber an dem Tag kann ich nicht mit mir dienen, das ist nun mal so, ich muss hin."... Fertig, da gibt es keinen Raum für Diskussionen. Seinen Standpunkt verstehe ich sogar und respektiere ihn, dennoch bin ich sehr enttäuscht. Das ist doch nicht verletzten aus Unwissenheit - das ist eher verletzten, wohl wissentlich, in Kauf nehmen.

Liebe Michaela 71, Dankeschön! So weit denke ich gar nicht - ich habe mich ja auf diesen Mann eingelassen, also wird das hier erst einmal so oder so weiter gehen - wie auch immer. Die Illusion von einer unbelasteten Partnerschaft habe ich nicht, erst recht in unserem Alter nicht - ich selber bringe ja auch dieverse Altlasten mit. Ich würde nie verlangen dass er die Verantwortung für die Frau komplett ablegt oder die Vertrautheit verleugnet. Nur habe ich leider das Gefühl, er trägt die gesamte Verantwortung für ihr Leben, zwei Jahre nach der Trennung immer noch. Es zieht sich über sämtliche Lebensbereiche durch - emotional, finanziell, organisatorisch. Ob Wohnungssuche, Urlaubsbuchung, Versicherungen, kaputte Haushaltsgeräte, Ärger mit dem Nachbarn oder das Aufräumen der Küche nach der Geburtstagsfeier der Tochter... es ist ja ALLES in seiner Verantwortung. Ich weiss eben nicht ob an seiner Seite Platz für eine neue Partnerin ist.
 
  • #67
@ 63 Michaela und 64 Gast:

Ja, es ist erstaunlich, wie arg die Tendenz der Ratschläge in diesem Forum gen Wegwerf-Mentalität geht, wenn nicht auf Anhieb alles in allen Bereichen perfekt läuft.
Und obwohl die Beziehung, die Secret da gerade mit ihrem Holden begonnen hat, für sie in vielen Parametern auch einen Glücksgriff darstellt.

- Sie verstehen sich gut, es ist echte Zuneigung vorhanden
- Sie kommen gegenseitig mit den Kindern sehr gut klar und diese untereinander auch (wie oft liest man hier über diesbezüglich ganz schlimme Reibereien in allen möglichen Varianten)
- Sie empfinden sich 'eigentlich' beide gegenseitig als Traumpartner
- Ganz allgemein scheinen sie in sehr ähnlichen Wertesystemen zu ticken
- Für ihn scheint das eine völlige Selbstverständlichkeit zu sein, damit zu leben, dass sie auch zwei Kinder hat, die aber im Gegensatz zu seiner Tochter überwiegend bei ihr wohnen und allein schon von daher ein mehr an Aufmerksamkeit, Zeit und gelebter Verantwortung darstellen
- Da treffen sich zwei eingefleischte Familienmenschen und sind sogar in der Lage, recht schnell neue Familiarität in einer neuen Situation aufzubauen

Das ist in meinen Augen unter den persönlichen Voraussetzungen, dass beide keine unbeschriebenen Blätter sind, sondern beide halt schon mal über viele Jahre eine alte Familie hatten und halbwüchsige Kinder haben, eine sehrsehr vielversprechende Basis.

Es wird doch möglich sein, über den Rest zu reden und langfristig (neue) Arrangements zu finden?

Wer hier sofort zur Trennung rät, blendet nur die paar Probleme fokussiert ein, aber die vielen von vorneherein schon mal stimmigen Elemente zwischen den beiden völlig aus.

Wer der Trennungsratgeber garantiert der lieben Secret aber, dass sie nicht beim nächsten Beziehungsversuch erneut schlechte Gefühle hat, weil der Partner sich nicht mit ihren Kindern versteht, weil sie dessen Kinder nicht mag, weil er nicht sehr liebevoll und verantwortungsvoll ist, weil er unsensibler ist, weil er mit seiner Firma verheiratet ist, weil er sie für sich alleine haben will und die Kinder im Weg stehen, weil er seine Zuneigung zu wenig äußert (endlos fortsetzbar, lässt sich hier täglich nachlesen, gerade bei Alleinerziehenden)?

Mit dem Weihnachten, da muss sie jetzt durch. Sie sagt ja selber, dass das normalerweise kein Problem wäre, denn sie feiert üblicherweise mit ihren Kindern. Dann würde sie seine Anwesenheit wohl weniger vermissen. Jetzt ist es dieses Jahr einmal anders als gewohnt. Das ist es nunmal, wenn man alte Lebensverhältnisse ändert und die neuen noch so frisch sind, dass sie nicht bereits fix etabliert sind.

Trennung ist natürlich immer eine Lösung, wenn man sich nicht mit Situationen auseinandersetzen oder arrangieren oder neue Wege anstreben will. Aber so wird man nach dem x-ten gescheiterten Versuch, die optimale Beziehung auf dem Silbertablett vorzufinden, bei der man nie den Hauch schlechter Gefühle hat, zum Dauersingle, noch viel frustrierter.
 
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  • #68
... als jemand, der Skrupel hat, jemandem mögliche Zuwendung zu versagen, den man mal sehr geliebt hat, bei dem eine Vertrautheit zurückbleibt, auch wenn die eigene Sehnsucht nicht mehr in Richtung Beziehung zeigt.
Das ist eine etwas altmodische, sehr ethische Haltung...

Nein, zwischen Zuwendung/Unterstützung/gutem, neutralem Verhältnis zum Expartner und dem, was der Freund der FS da betreibt, liegt ein himmelweiter Unterschied! Da muss man z.B. nicht Heilig Abend den kompletten Abend zu Dritt in "heiler Familie" verbringen und man muss nicht nach dem bereits gemeinsam verbrachten Kindergeburtstag einen zusätzlichen Abend mit den gemeinsamen erwachsenen Freunden in trauter Runde den Kindergeburtstag nachfeiern incl. trauter Vor- und Nachbereitung als Paar! Das überschreitet den Rahmen des notwendigen guten Umgangs von Expartnern bei weitem und ist mehr als grotesk!

Die FS schreibt mehrfach, dass von außen gesehen nicht klar zu sein scheint, wer hier ein Paar ist! Dieses Gefühl ist alarmierend und sollte ernst genommen werden!

w47
 
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  • #69
64@FS
#64, Aber wenn das Thema schon besprochen ist und jeder sich dazu geäußert hat, was gibt es da immer und immer wieder zu bereden?

Das wirkliche Thema, das was dich bewegt, ist aber im Grunde nicht Weihnachten. Es sind deine Gefühle, und es ist deine Unsicherheit über seine Gedanken und Gefühle, zu dir, zu euch, zu seiner Tochter, zu seiner Ex. Ich beide habt noch wirklich viel zu sprechen, über eure Gefühle, eure Gedanken, eure Wünsche, eure Visionen. Und hab keine Angst davor, wenn ihr beide wirklich zusammen gehört, dann wird eure Beziehung daran wachsen. Am leichtesten ist damit anzufangen ihn wirklich verstehen zu wollen, seine Gedanken, seine Gefühle, seine Zerissenheit, seine Ängste. Lass ihn erzählen, und wenn es ihm schwer fällt anzufangen, dann erzähle von dir. Was hättest du zu verlieren? Nichts. Und zu gewinnen? Alles.

m
 
  • #70
frizzante und Michaela, lieben Dank! Ja, genau das ist es ja - es passt zwischen uns so ziemlich auf allen Ebenen, und das ist sehr viel... mehr als ich mittlerweile erwartet hätte bei einem neuen Partner anzutreffen. Ich habe nach meiner letzten Beziehung, die schon etwas zurück liegt, hin und wieder Männer kennengelernt, und mich dann, genau all die aufgezählten Probleme schon frühzeitig vorahnend, die u.U. bei einer neuen Partnerschaft auftreten könnten, erst gar nicht auf jemanden wirklich eingelassen. Bei ihm war es anders, vieles ist von alleine sehr entspannt und selbstverständlich vom ersten Moment an. Ich muss es ihm auch hoch anrechnen dass ich vieles von dem was mich so irritiert, überhaupt nur aufgrund seiner absoluten Ehrlichkeit erfahren habe. Es wäre, gerade in einer WE-Fernbeziehung, ein Leichtes gewesen, vieles davon erst gar nicht zu erwähnen oder anders darzustellen, um Stress zu vermeiden. Das tut er nicht - wir haben uns von Anfang an versprochen ehrlich zueinenader zu sein, und daran hält er sich. Es nesteht für mich kein Zweifel dass er sich noch nicht vollständig aus der Ehe gelöst, und inwiefern es meine Aufgabe ist ihn dabei zu unterstützen, und ob er überhaupt will und kann, muss ich wahrscheinlich noch rausfinden... aber je mehr ich über die ganze Situation nachdenke, desto mehr komme ich zur Erkenntnis das mein Verhalten auch nicht richtig war/ist... ich habe aus Trotz eine Reise gebucht, aber statt das Gespräch zu suchen und ihn nach seinen Motiven zu fragen und ihm zu erklären was in mir vorgeht, ziehe ich mich gekränkt emotional zurück. Wenn es sich noch weiter aufstaut, könnte es zu spät sein.

An dieser Stelle einen ganz ganz herzlichen Dank für die Postings und Ratschläge von #64 (68). Es liegt ja eigentlich auf der Hand das es keinen anderen Weg gibt, wenn man es so erklärt bekommt, und trotzdem, wohl aus eigener Unsicherheit und Angst, für mich eine große innere Überwindung auf diese tiefere Ebene zu tauchen. Werde es sehr bewusst versuchen... Danke nochmal!
 
  • #71
Ach, das freut mich!!!! Danke für die Rückmeldung und gutes Gelingen!
 
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  • #72
Liebe FS,

beim Lesen Deines Threads fällt durchaus auf, dass Du in Deinen Antworten ungefähr genauso pendelst, wie eine Nussschale auf stürmischer See.

Nach einigen Mails, in denen zwei Foristinnen das Verhalten Deines Freundes und Eure Beziehung sehr positiv beleuchteten - bis hin zu der Formulierung, es sei doch ein "Glücksgriff", schreibst Du: "Ja, genau das ist es ja - es passt zwischen uns so ziemlich auf allen Ebenen."

Zwei Tage vorher verschlägt es Dir (im positiven Sinne) die Sprache, als w47 sich sehr kritisch mit mit den Verhaltensweisen und Motiven Deines Freundes, Eurer Beziehung und Dich auseinander setzte: "Immerhin habe ich für ähnliche Erkenntnisse über meine Persönlichkeit einige Sitzungen beim Therapeuten gebraucht." Und ein paar Stunden vorher sagtest Du zu dem Inhalt von mehreren Beiträgen von w47, die das Verhalten Deines Freundes recht deutlich in Frage stellen: "Liebe #47, vielen Dank für deine Beiträge! Du triffst es genau."

Du beschreibst es selber folgendermaßen: "Der Eindruck entsteht wahrscheinlich dadurch dass ich total verunsichert über diese Situation bin und phasenweise selber ziemlich schwanke - zwischen Versuchen Verständnis für sein Handeln aufzubringen und totalem gekränkt sein."

Ich kann das gut verstehen, da ich selbst mal in einer Beziehung war, in der ich - ähnlich wie Du aktuell - pendelte. Aus meiner Erfahrung würde ich die ruhigeren Stunden dieser dunkleren Jahreszeit und Deines Kurzurlaub intensiv für Dich nutzen, um zunächst mal Klarheit für Dich zu erlangen, was DIR wichtig ist, wo DEINE Grenzen liegen - und was DU nicht möchtest. Und nachdem Du Klarheit gewonnen hast, würde ich entsprechend handeln und kommunizieren.

Ich möchte jetzt gar keine Stellung beziehen, welche der obigen Positionen (frizzante & Michaela) oder w47 "richtiger" sind.

It's up to you!
 
  • #73
* @71: Ei, ei, ei... Und trotzdem darf und sollte sich Secret mit dieser Entscheidung auch Zeit lassen, und in einem Jahr ein Resümee ziehen. Denn Anfangsschwierigkeiten gibt es IMMER. Schwanken, ob in der Diskussion oder allein, ist auch ganz normal. Mach ich auch aktuell bei meiner eigenen Beziehung.
Jedes Gefühl will gespürt werden, die Abwägung ist nicht nur rational und darf nicht einseitig sein.

*Und die Weihnachtsreise vielleicht genießen, auch wenn sie nur aus Gekränktsein heraus gebucht wurde.

* Drittens werden echte Gespräche zwischen den Beiden die Beziehung noch vertiefen.
Ob dann tatsächlich mal die Tochter des Freundes wochenweise im Wechsel bei den beiden einzieht, ist auch offen. Entsprechend die nächste Weihnachtsfrage.
 
  • #74
Liebe (r?) Gast #71, vielen Dank! Ja, tatsächlich schwanke ich absolut, so sehr hin-und-her gerissen kenne ich mich selber nicht. Mir hat jede Meinung hier sehr geholfen, und, wenn sie auch unterschiedliche Standpunkte vertreten, haben für mich die Beiträge von frizzante, Michaela71, w47 und #64 eine wichtige große Gemeinsamkeit. Es geht darum zu reden statt wegzulaufen. Ich bleibe dabei - für mich ist dieser Mann ein Glücksgriff. Meine Vorstellungen von meinem Partner und die Erwartungen an das Miteinander sind mehr als erfüllt, deswegen möchte ich es zumindest versuchen. Es ist nur der Anfang, aber er ist gemacht und das Thema angesprochen. Ich habe mich ernst genommen gefühlt und das Gefühl gehabt ehrliche Antworten bekommen zu haben. Das hat mich sehr beflügelt... bis zum nächsten Hammer, als sich jetzt auch noch rausstellte das seine (Noch?)Frau ihm zwei Jahre nach der Trennung immer noch die Wäsche macht. An dieser Stelle beantworte ich meine Thread-Titelfrage selber: soviel ist (für mich) definitiv ZU VIEL. Dennoch, werde ich jetzt nicht sofort weglaufen sondern mich überwinden zu reden um zumindest die Hintergründe zu verstehen und für mich rauszufinden ob es für uns eine reelle Chance gibt, und wenn - um welchen Preis.

Michaela71, Dankeschön! Ich werde die Reise genießen. Ich werde über Weihnachten eine sehr gute Freundin besuchen, die ironischerweise die ExPartnerin meines ExMannes ist und z.Z. im Ausland lebt. Wie gesagt, mit Ex und Next gab es bei mir noch nie Probleme, wenn die Umstände klar sind. Ich hoffe sehr, hier kann ich sie auch demnächst für mich klären.
 
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  • #75
Liebe Secret,

ich danke dir an dieser Stelle auch mal für deine regelmäßigen, sorgfältig durchdachten und formulierten Rückmeldungen! Das ist auch für uns mal sehr angenehm. So macht man sich auch gerne Gedanken über "anderer Leute Probleme" und teilt diese gerne mit!

Gut, dass du das Problem nun nochmal begonnen hast anzusprechen! Ja, es wird sicher ein längerer Prozess sein.
Aber, das mit der Wäsche ist ja echt ein Hammer! Ich muss schon sagen, es kommt immer dicker! Es wird immer schräger! Wie ich schon sagte: Die beiden leben im Prinzip noch zusammen!

Dann wünsche ich dir mal, dass du eine für dich gute Lösung finden mögest!

w47
 
  • #76
Jetzt ist er zwei Wochen alt, der Thread.
Gibts schon erste konstruktive Gesprächsansätze mit dem Holden zu vermelden - oder wissen das immer noch nur wir fremden Leute, was Dich stört und dass es in Dir brodelt?
 
  • #77
Aber erst vor zwei bis fünf Tagen hat sich Secret selbst klarer positioniert, innerlich sortiert, die widerstreitenden Meinungen hier haben ja gut ihre beidseits berechtigten Gefühle gespiegelt, und wenn sich die innere Unruhe etwas gelegt hat und sich die Gelegenheit dazu ergeben wird, wird sie es sicher vertiefen.
Allgemein angesprochen, gerade Weihnachten, hatte sie die Dinge ja schon...
Tiefe, ruhige Gespräche kann man aber auch nicht über das Knie brechen, die Gelegenheit muss passen. Fühl Dich nicht gedrängelt, sondern sprich es dann an, wenn es Dir sinnvoll erscheint...
 
  • #78
Ihr Lieben! Vielen Dank für Euere Teilnahme!

Ich habe zumindest angefangen zu reden... und kann leider nicht von positiven, aber dennoch von Erkenntnissen sprechen. Er ist theoretisch sehr entgegenkommend, bittet mich es ihm mitzuteilen wenn mich etwas stört. Gleichzeitig signalisiert er mir aber im nächsten Satz: "ich kann ja dann darüber nachdenken, und wenn ich der Meinung bin, ich handel für mich richtig, dann solltest Du es so akzeptieren können".

Ich habe für den Anfang erst einmal nur Situation mit der Wäsche angesprochen. Er erklärt es pragmatisch - die Frau bekommt so viel Geld, also kann sie zumidest das für ihn erledigen. Auf meine Einwände dass es ein Stück, mitunter unserer gemeinsamen, Intimität und Privatsphäre ist, mach er das Zugeständniss für die Bettwäsche eine andere Lösung zu suchen.... auf meine Versuche zu erklären wie ich es empfinde kommen eigentlich nur wenige, aber bestimmt geäußerte Argumente. Das wäre keine Gefühlssache, es wäre eine Lösung die so okay für ihn ist.

Auf meinen Versuch die Gesamtsituation anzusprechen kommt recht schnell das Argument man solle das Vorleben des anderen tolerieren, und es wäre eine Sachen der Verpflichtung und wenn es für mich seltsam ist, so liegt es wohl daran dass bei mir eine andere Situation herrscht. Solange zwischen uns alles in Ordnung ist, bräuchte ich mir doch keine Gedanken über solche Dinge machen.

Ich habe es nicht weiter versucht, war doch recht platt und enttäuscht von dem Verlauf dieses Gesprächs. Ich hatte zum Schluss das Gefühl ein dummes kleines Kind zu sein was sich verzogen und daneben benimmt und die einfachsten Zusammenhänge nicht hinnehmen mag wie sie nun mal gegeben sind.....
 
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  • #79
Liebe Secret, bleibe dran. Ich kenne einen solchen Verlauf von Gesprächen und habe gelernt, trotzdem weiter zu machen. Es kann nicht angehen, dass er dich glattbügelt und deine Gefühle und Argumente wegwischt, weil sie IHM nicht in den Kram passen. In einer Partnerschaft gilt nicht nur SEINE Meinung, sondern der Kompromiss aus beiden Meinungen, wenn keine gemeinsame Haltung möglich ist. DAS muss ER lernen! Du fühlst dich behandelt wie ein kleines Kind, bist es aber nicht. Emanzipiere dich! Bleibe sachlich, auch wenn es schwer fällt - gelingt mir auch nicht... Aber verleugne dich nicht. Du bist Du - und auch das muss er lernen zu akzeptieren. zeige ihm, dass du ihn nicht brauchst zum Leben (im Gegensatz zu seiner Ex, die ohne ihn nicht lebensfähig ist), du aber bei ihm bist, WEIL du ihn liebst. Das ist eine ganz andere Grundvoraussetzung. Du bist praktisch für ihn - und ja, er mag dich lieben. Aber es ist ihm nicht bewusst, dass du eben nicht aus Abhängigkeit bei ihm bist, sondern freiwillig. Lehre ihn diesen wesentlichen Unterschied, indem du auch mal weg bist, wenn er gerade Zeit hat. Wenn er nun fest mit dir rechnet, den 2. Weihnachtsfeiertag mit dir zu feiern, sag ihm, du bist weg bei einer Freundin. usw. Durchkreuze mal seinen Terminplan und lass ihn zuhause alleine auf dem Sofa zappeln. Dann merkt er sehr schnell, dass auch er etwas für eure Beziehung tun muss. BEIDE müssen an der Beziehung arbeiten. Wir tun das seit fast sechs Jahren - in dieser Zeit ist meine Liebe zu meinem LG immer größer geworden und wir kommen uns Stück für Stück näher. Aber du kannst mir glauben, es waren und sind viele Gespräche, auch Tränen, auch Emotionen, auch Streit. Aber es hat sich gelohnt und lohnt sich noch immer! Viel Glück! w/43
 
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  • #80
Ich hatte zum Schluss das Gefühl ein dummes kleines Kind zu sein was sich verzogen und daneben benimmt und die einfachsten Zusammenhänge nicht hinnehmen mag wie sie nun mal gegeben sind.....

Dann biete doch auch Lösungen für deine Problemstellung an. Es ist nicht damit getan den gegenwärtigen schwierigen Zustand zu kritisieren, dabei aber die Sachlage nur noch weiter zu verkomplizieren, und die Kosten in die Höhe zu treiben.

Wenn es dich stört, dass die Ex ihm die Wäsche macht, dann biete du es ihm an. Klar könnte er alles auch in die Profi-Reinigung bingen, das wären dann noch einmal etliche Wege mehr, mehr Organisationsaufwand, und irre Kosten. Das kann man nur machen wenn man ansonsten von Allem zuviel hat, ausser Zeit.
 
  • #81
Ich habe zumindest angefangen zu reden... und kann leider nicht von positiven, aber dennoch von Erkenntnissen sprechen. Er ist theoretisch sehr entgegenkommend, bittet mich es ihm mitzuteilen wenn mich etwas stört.

Na, also lädt er Dich doch ein, mit ihm zu sprechen - dann sprich mehr mit ihm. Ich glaube nämlich, dass er von vielen Dingen, die Du hier mit uns besprichst und uns als für Dich problematisch schilderst, gar nicht so genau weiß, dass die für Dich problematisch sind.
Es sei denn, er könnte Gedanken lesen.

Formuliere die Dinge, die für Dich im Innenverhältnis zwischen Euch wichtig sind.

Das mit der Ehrlichkeit habt Ihr doch auch schon ganz zu Beginn als Anliegen formuliert - da ging offensichtlich noch was mit der Kommunikation.

Gleichzeitig signalisiert er mir aber im nächsten Satz: "ich kann ja dann darüber nachdenken, und wenn ich der Meinung bin, ich handel für mich richtig, dann solltest Du es so akzeptieren können".
Ja, so läuft Positionsfindung und 'Zusammenraufen'.
Ansprechen; Bewusstsein schaffen, dass da Anliegen existieren - und dann entweder etwas fundamental ändern oder einen gangbaren Kompromiss/Mittelweg finden oder Gegebenheiten als Fakt akzeptieren.
Ich hab mit meinem Freund auch einzelne Themen und er mit mir, wo ein Kompromiss für ihn (oder für mich) ausgeschlossen ist. Die sind aber alle angesprochen (!) und man hat beschlossen, dass der Vogel lieber frisst als stirbt... ;-)

In meinen Augen musst Du Dich wirklich mehr mit ihm unterhalten statt mit uns. Oder zeig ihm diesen Thread.
Wenn Du nix sagst, geht er sonst bis ultimo davon aus, dass schon alles passen wird, so wie es läuft.
 
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  • #82
Liebe FS,

ein paar Gedanken von mir:

Eine Diskussion mit jemanden, der seine aktuell durchaus komfortable Situation gar nicht ändern möchte, führt vermutlich zu keinem Erfolg - zumindest dann, wenn dieser erkennt, dass Dein Du selbst bezüglich Deines Anliegens wankst und Dich am Ende eines Gespräches, wie ein kleines Kind fühlst.

Natürlich muss man reden, aber nicht nur.

Richtig gut fand ich den Beitrag von w/43 unter #78. Sowohl deren Aufmunterung (bleib' dran, aber auch deren Tipps für Verhaltensänderungen: Es wäre hilfreich (für Euch beide), wenn Du Dich etwas emanzipierst von seinem Verhalten. Aktuell besteht eine Asymmetrie, aus der Du herauskommst, wenn Du etwas mehr Dein Leben lebst. Nicht, um ihn weh zu tun oder um zu flüchten. Nein, Sei einfach eine Frau, die gerne Ihr Leben lebt. Verabrede Dich mit Freundinnen und Freunden, mache Sport, gehe aus und tanzen - was auch immer Dir Spaß macht. Sei nicht immer verfügbar.

Man kann Verhaltensänderungen nicht erzwingen. Mitunter führt sogar eine häufige Ansprache des an sich immer gleichen Themas dazu, dass es nur noch nervt. Ich glaube übrigens, dass er recht genau weiß, was er tut - und was dies mit Dir macht. Vielleicht genießt er es sogar ein wenig. Keine Ahnung.

Es ist viel besser, wenn er - von sich aus - begreift, dass Du für ihn wertvoll bist und nicht immer verfügbar bist. Wie bereits gesagt: Dies soll kein Spiel sein, sondern muss - sofern Du diesen Weg wählen möchtest - auf Deiner Überzeugung fußen, dass Du sehr wohl offen bist für eine Beziehung zu ihm, aber sehr wohl Dein Leben weiterlebst - und den jetzigen Zustand durch praktisches Handeln für Dich wieder erträglich machst und vor allem wieder würdevoll auftreten kannst (und Dir morgens wieder mit Freunde in den Spiegel blicken kannst).

"Das, was wir wirklich haben möchten, müssen wir bereit sein, loszulassen." Ich finde diesen Aphorismus sehr hilfreich. Er ermöglicht, dass man sich neu sortiert und dem anderen Luft für eine Entscheidung lässt. Loslassen heißt nicht Trennung und auch nicht Flucht. Das ist etwas anderes. Es kann aber bedeuten, dass Du Dich später trennst - dann aber aus Überzeugung und mit erhobenen Haupt.
 
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  • #83
Kleine Ergänzung zu #81:

Vermeide bitte Gespräche mit Konzentration auf ein spezifisches Detail, z.B. Das Wäsche-Waschen der Ex oder der gemeinsame Weihnachtsfeiertag mit der Ex und den Kindern.

Diese Einzelaspekte für sich kann er nämlich jeweils bestens begründen - zumal Ihr erst ein paar wenige Monate zusammen seid. Eine Diskussion hierüber macht Dich nur kleiner als Du bist.

Wenn eine Ansprache, dass über das Kernthema: Er lebt in vielerlei Hinsicht so weiter, als ob er noch mit der Ex-Frau zusammen wäre. Nach außen hin erkennt man quasi keinen Unterschied. In Kurzform: Er hat die Trennung anscheinend noch nicht wirklich verarbeitet und ist noch nicht willens, sich von eingeübten - vielleicht für ihn auch noch wichtigen - Verhaltensweisen zu verabschieden. Auch das ist schon wieder zu lang formuliert.

Also wenn Ansprache über das Kernthema: Was macht das mit Dir? Wofür braucht er das? Das Wäsche-Waschen ist nur ein kleines Puzzle-Stück und für sich genommen völlig egal. Ehrlich gesagt würdest Du doch das Thema selber nicht ansprechen, wenn der Rest "normal" wäre.

Vor allem: Wenn Ansprache, dann musst Du ihm schon Raum geben und Dich einfach dafür interessieren, warum er so agiert, wie er es tut. Er hat seine Gründe, die auf Dauer natürlich nicht akzeptieren kannst, aber den Schritt der Veränderung muss er selbst machen wollen - oder auch nicht.

Etwas bedanklich finde ich allerdings schon, dass er Dich so "auflaufen" lässt. Natürlich kann man dies Wäsche-Waschen-Thema Dir quasi im Mund umdrehen - und Dich somit alt aussehen lassen (oder wie ein kleines Kind). Aber warum macht er das? Es ist doch letztlich offensichtlich, worum es geht (unterstellt man zumindst keinen Soziopathen und dass Du gelegentlich zu diesem Gesamt-Thema Deinen Unmut geäußert hast). Also warum macht er das? Genießt er Deine (momentane) Abhängigkeit? Hast Du das Thema in der Vergangenheit schon so offensiv und aggressiv angesprochen, dass er dicht macht? Letzteres schien mir nicht so. Jemand, der wirklich liebt und nicht nur abtrakt von Verantwortung spricht, würde nach meiner Erfahrung einen Weg finden, der ein (meinetwegen langsames) Abnabeln von seiner Ex auch aufzeigt - und die Gefühle von Dir nicht als minderwertig darstellt.

Ganz wichtig: Emanzipiere Dich! Löse Dich aus der einseitigen Abhängigkeit - wie im vorherigen Beitrag und den von w/43 beschrieben.
 
  • #84
Ihr Lieben, einen ganz lieben herzlichen Dank an alle die Ihre Meinung zu meiner Frage geäußert haben. Jeder Post hat mir geholfen es für mich zu überdenken und zu sortieren, und mein Fazit der letzten Wochen ist zu kommunizieren - soviel habe ich begriffen. Die Tage hat sich für mich die Situation aber nochmal komplett neu geordnet und ich würde es Euch gerne wissen lassen.

Es hat sich so ergeben dass ich dabei war als er seine Tochter nachhause brachte und bei der Gelgenheit habe ich (auf ihre Initiative) die NochFrau kennengelernt. Wir haben uns nur ein paar Minuten unterhalten, und sie war sehr freundlich, offen und herzlich zu mir. Hat sich bedankt dass ihre Tochter sich bei mir wohl fühlt und mich sogar eingeladen zu der Feier im Freundeskreis dazuzukommen. In den paar Minuten hat sie es geschafft mir von Frau zu Frau das Gefühl zu vermitteln dass ich keinen Konkurrenzkampf von ihrer Seite zu befürchten brauche. Sie verhält sich mir gegenüber einfach nur normal (auch wenn es etwas subjektives ist... aber es trifft eben mein "normal" in solcher Situation). Auch ihr Umgang miteinander den ich live mitbekommen habe - freundschaftlich innig, aber auch nicht mehr als das.

Damit kann ich sehr gut leben. Es vermittelt mir genau das Gefühl von dem ich zwischendurch schrieb - jeder weiss wohin/zu wem er gehört, und es ist für alle okay so. Als ich in einem späteren Gespräch erwähnte dass ich den Eindruck hatte, er hätte eigentlich nicht vor uns vorzustellen, meinte er verlegen, er war sich unsicher ob es mir denn recht wäre.... somit wären wir wieder mal beim offenen reden. Ich denke, in manches habe ich mich z.T. grundlos reingesteigert und werde versuchen daraus zu lernen.
 
  • #85
Na dann wünsch ich doch eine konstruktive weitere Entwicklung!

Halt uns auf dem Laufenden, wenn Du magst - bitte... :)
 
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  • #86
Man kann nicht auf zwei Hochzeiten tanzen. Wenn man getrennt lebt muss man sich nicht unbedingt streiten und in die Wolle bekommen. Aber wie du schon sagst, mann trennt sich ja nicht um anschießend Zeit zusammen zu verbringen. Und schon garnicht an Weihnachten . Es ist doch klar das er auf deinen Gefühlen rum trammpelt. Schön das er an seine Kinder denkt aber es reicht auch wenn er am ersten oder zweiten Weihnachstag einen kurzen Besuch macht.Eher wäre es angebracht das seine Kinder ihn Besuchen kommen, das reicht ja völlig aus. Die EX hat da nichts zu suchen.Ich würde sagen er muss sich schon entscheiden was ihm wichtiger ist. Wenn du nicht das wichtigste für ihn bist solltest du überlegen was dir wichtig ist.
 
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  • #87
Ich kann Dich sehr, sehr gut verstehen!!

Ich bin in der gleichen Situation. Mein Freund, mit dem ich seit Sommer 2012 zusammen bin, hat den heilig Abend 2012 mit seiner Ex und den Kindern (13 und 15 Jahre) verbracht. Die Beiden haben ein gutes, freundschaftliches Verhältnis und täglich Kontakt. Natürlich alles nur wegen der Kinder!
Auch ich habe Kinder.. aber ich kann dieses "Kinder vorschieben" nicht mehr ertragen. Die Kinder werden vorgeschoben! Für Alles!
Die beiden sind seit 5 Jahren getrennt aber sie benimmt sich, als hätte sie weiterhin alle "Rechte" an ihm.
Sie ruft an wann sie will... zuletzt weil die Spülmaschine kaputt war..

Nach monatelangem Leiden habe ich ihn irgendwann vor die Wahl gestellt.

Heilig Abend hat er mit mir verbracht.

Das ist auch das Einzige was geht. Überhöre das Gerede, dass man erwachsen sein soll und das dies ja schließlich alles für das Kind ist.

Höre auf Deinen Bauch und höre auf zu leiden.

Ich vertrete hier nicht die Meinung, dass es zwischen den Expartnern Streit geben sollte. Nein!
Aber KLARE VERHÄLNTNISSE! Damit können auch die Kinder gut leben.

Das er heilig Abend nicht da war, war übrigens gar kein Problem für die Kinder. Nur für die Ex.

Lass Dich nicht auf die zweite Position drängen! Eine Partnerschaft zu Dritt funktioniert selten. Er muss sich entscheiden, wohin er gehört. Wenn er die alten Familientraditionen aufrecht erhalten möchte, sollte er wieder zu ihr ziehen. Er darf dies nicht auf Deine Kosten tun.

Ließ das Buch: Im Schatten der Ex. Es hat mir sehr geholfen und ich habe vor allem gemerkt, dass ich NICHT egoistisch denke. Auch wenn gleich wieder die "aber es ist das alles für die Kinder" Aufschreie kommen. Lass Dich davon nicht beirren. Du alleine weißt, mit was du leben kannst und mit was nicht.

Alles Gute!
 
G

Gast

Gast
  • #88
Ums Kind kümmern und um die Exfrau kümmern sind ja zwei ganz verschiedene Dinge und wenn ein Mann das nicht getrennt hat, ist er noch gar nicht richtig getrennt. Du bist dann als neue Freundin in einer ganz blöden Situation, denn wenn du dich darüber beschwerst, argumentiert er immer, er mache das nur für sein Kind und du müsstest das doch verstehen und so. Rede mal mit ihm darüber, wie du das mit deinem Exmann machst und dass dir das nicht gefällt, wenn er noch so viel für seine Exfrau tut. Wenn er dann sagt, er will das so und er wird das auch nicht ändern, wenn er mit dir zusammen bleibt, würde ich mich lieber trennen, denn das wird dann für dich zu kompliziert und auf Dauer ein ständiges Streitthema sein. Er könnte ja sein Kind mit zu dir bringen oder dich wenigstens an Weihnachten mit zur Exfrau nehmen. Wenn nicht, dann spielt er da noch heile Familie und dann ist er innerlich noch nicht getrennt, also auch nicht frei für dich. Das hat auch sicher psychologisch noch eine bestimmte Bedeutung, aber darüber sollte eigentlich er sich den Kopf zerbrechen und nicht du.
 
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