• #31
Mir ist generell ein Mann lieber, dessen Einrichtungsgechmack sich flexibel dem Meinen anpasst.
Das wäre ja mal gar nix für mich.
Ich wünsche mir (ich weiß, das Leben ist kein Wunschkonzert) einen Mann, der den gleichen Wohngeschmack hat, wie ich.
Anders würde es auch nicht passen, da ich eher ein gemütlicher Stubenhocker bin, der sich eine Wohnoase schafft, der aber dafür seltenst verreist.
 
  • #32
Wenn ich in eine Wohnung komme, geht es mir vor allem um die Atmosphäre.
Fühle ich mich da wohl, oder nicht.
Das liegt dann nicht an einem gewissen Stil, daran woher die Möbel kommen, ob günstig oder teuer.
Ich habe mich auch schon in super gestylten Wohnungen äußerst unwohl gefühlt.
Unwohl fühle ich mich auch, wenn eine Ex noch spürbar präsent ist.
Genauso eben die Hygienefrage, ich war schon in Wohnungen, da war es so steril, dass ich wirklich Hemmungen bekomme - nicht nur dort, sondern dann auch bei der Vorstellung, mit so einem zusammen zu leben. Ich bin sicher ordentlich, aber es finden sich immer Krümel. Das Gegenteil ist natürlich auch schwierig.

Ich bin umgekehrt auch nervös, wenn jemand das erste Mal zu mir kommt, wie ist dann sein Empfinden.
Fühlt er sich wohl - könnte er sich Zuhause fühlen.

Und tatsächlich kommt da der etwas andere Knackpunkt - eine LAT wäre für mich auf Dauer nichts, zu wenig. Dann braucht es die gemeinsame Wohnung.
Nun, und ich habe neu gebaut, vollständig entworfen, einschließlich Garten, Möbel, Farbgestaltung, alles für mich stimmig gemacht. Und ich habe Glück mit dem Ort, den Nachbarn, ich fühle mich hier endlich angekommen, sauwohl... Endlich, nach 48 Jahren ein Zuhause.
Würde ich da etwas ändern wollen, oder sogar verlassen?

Wobei ich festgestellt habe, dass Männer glücklicherweise offener sind und flexibler.
 
  • #33
Und tatsächlich kommt da der etwas andere Knackpunkt - eine LAT wäre für mich auf Dauer nichts, zu wenig. Dann braucht es die gemeinsame Wohnung.
Nun, und ich habe neu gebaut, vollständig entworfen, einschließlich Garten, Möbel, Farbgestaltung, alles für mich stimmig gemacht. Und ich habe Glück mit dem Ort, den Nachbarn, ich fühle mich hier endlich angekommen, sauwohl... Endlich, nach 48 Jahren ein Zuhause.
Würde ich da etwas ändern wollen, oder sogar verlassen?

Wobei ich festgestellt habe, dass Männer glücklicherweise offener sind und flexibler.

@Lionne69 wenn bei dir tatsächlich alles durch gestylt ist, kommt eigentlich nur eine LAT für die in Frage. Wenn bei dir jemand einzieht wird er automatisch Dinge verändern und das bringt dein Wohnkonzept und damit Wohlbefinden durcheinander.

Bei manchen Menschen reicht schon ein dauerhaft plazierte Tube Zahnpaster für die gelegentlichen Übernachtungsbesuche als entscheidende Störung, die zur Aufkündigung einer Beziehung führt.

In so einem Fall hilft nur eine strenge LAT. Untensilien werden jedes mal wieder eingepackt und mitgenommen auch wenn das unpraktisch ist.

Es ist übrigens tatsächlich so, dass Männer da flexibler sind. Sie brauchen allerdings Raum um sich auszubreiten, wenn sie dann einziehen sollen. Ordnungsmaßstäbe der "Hausherrin" können da schnell zu Schwierigkeiten führen. Z.B. wenn eine Zeitung liegen bleibt.
 
  • #34
Wenn bei dir jemand einzieht wird er automatisch Dinge verändern und das bringt dein Wohnkonzept und damit Wohlbefinden durcheinander.

Ich frag mich sowieso, wie das funktionieren kann. Ich hab mein Haus auch komplett eingerichtet, natürlich nach meinem Geschmack, ohne dass irgendwo noch Platz für andere Möbel wäre.

Seine Sachen etc ließen sich unterbringen und würden mich auch nicht stören, aber weitere Möbel? Hmm.

Wenn ein Mann zu mir ziehen würde, wäre das mit Möbeln auch eher schwierig. Wie löst man sowas?

Mein Ex hat mir solche Sachen damals auch komplett überlassen, es war ihm egal und mein Geschmack hat ihm offenbar zugesagt, so dass es da nie irgendwelche Meinungsverschiedenheiten gab.

Und mit allen anderen hab ich nicht zusammen gewohnt.
 
  • #35
Ich frag mich sowieso, wie das funktionieren kann. Ich hab mein Haus auch komplett eingerichtet, natürlich nach meinem Geschmack, ohne dass irgendwo noch Platz für andere Möbel wäre.
Ich kenne das Problem auch!
Meine Massivholzmöbel irgendwo zu lagern, mit allen möglichen Gefahren wie Feuchtigkeit, das würde ich nicht übers Herz bringen.
Ich hätte keine ruhige Nacht.
Ich weiß auch nicht, wie man das lösen könnte, außer bei LAT.
Naja… vielleicht ein 2-Familien- Haus kaufen :)?
Jeder hat seine Etage und trotzdem leben beide zusammen.
 
  • #36
bei dir jemand einzieht wird er automatisch Dinge verändern und das bringt dein Wohnkonzept und damit Wohlbefinden durcheinander.

Im anderen Thread war ich ausführlicher.
Aber natürlich verändert jemand, und für einiges ist gerne Raum, oder man schafft ihn, schließlich liebt man diesen Menschen so, dass man dies auch möchte.
Sachen unterbringen, ist kaum ein Thema.
Möbel sind tatsächlich schwieriger, ich wohne ja nicht mit Leerstand. Also müsste man evtl. entscheiden. Aber Möbel, die entweder selbst entworfen oder Erbstücke, einfach entsorgen?
Da bräuchte es noch etwas Phantasie.

Zahnbürste, und weiteres fand sich immer sehr schnell bei mir, das ist gar kein Thema.
Mein guter Freund hat Duschzeug hier, weil wir zusammen intensiv Nordic Walken, das ist einfach praktisch.

Nur hinterher räumen mag ich weniger, aber da geht es nicht um eine Zeitung, sondern z.B. um den Zustand eines Bades, wie man dieses nach Nutzung hinterlässt. Gab selten Divergenzen, und meist aus Unbedachtheit.

Meine Erfahrung - wichtig, Platz für die Technik, - finde ich einen sehr positiven Nebeneffekt -, Platz im Keller, ggf. Werkstatt, oder / und eine Hobbyecke.
Alles andere - so wie hier
..Mein Ex hat mir solche Sachen damals auch komplett überlassen, es war ihm egal und mein Geschmack hat ihm offenbar zugesagt, so dass es da nie irgendwelche Meinungsverschiedenheiten gab
Bis auf ganz seltene NoGos.

Wandfarben und ähnliches sind den meisten Männern ziemlich egal. Hauptsache, das Zeug ist praktisch, bequem und macht wenig Arbeit :).

Männer sind meiner Erfahrung nach da wirklich einfacher.

Was ich aber bei einer Bekannten erlebte, und seitdem gehe ich auf Abstand.
Sie zog zu ihrem Freund, lamentierte ausgiebig über seinen Wohnstil, nicht ihm gegenüber, sondern anderweitig - , ich empfand es in der Art als respektlos und beleidigend.
Und sie zog ein mit dem Ziel, diesen Zustand allmählich zu verändern, auch ohne ihn zu fragen. Nach den Motto, er wird es schon akzeptieren. Beide Ü60.
Dann sollte ich es lassen.
Das ginge gar nicht.

Deswegen ist es ein Balanceakt, wenn aus einer LAT mehr werden soll, und nicht nur bezüglich Möbel.
Es gbt einige Punkte, die man besprechen sollte.
Mit zunehmendem Alter ist man nicht mehr so flexibel.

Und wenn möglich, Zusammenziehen ja, aber keiner sollte sein Eigentum aufgeben. Lieber vermieten, aber diese Sicherheit sollte bleiben.
Oder man schafft gemeinsam neues Eigentum.
 
  • #37
Zahnbürste, und weiteres fand sich immer sehr schnell bei mir

Im Extremfall lösen bereits solche Utensilien beim Gastgeber ein Gefühl der Überfremdung und den Drang zur Spaltung aus.

Kommt dann noch das Gefühl der Unzufriedenheit mit dem Wohnstil des Gastes hinzu, ist ein Ausweichen in dessen Wohnung auch problematisch. Die Beziehung kollabiert.

Ich gehe aber davon aus, dass der o.g. Extremfall nur bei Menschen mit sehr wenig Erfahrung im Zusammenleben (Langzeitsingle, Junggesellin/e usw) eintritt. In Kombination mit einem höheren Alter (steigende Unflexibilität und Intoleranz) führt dies schnell in die Krise.

Ein Beispiel für Intoleranz: Eine im Wohnzimmer plazierte Spielkonsole (die nicht in der Paarzeit genutzt wird) führt zur massiven Abwertung des Besitzers durch seinen Partner. Das Wissen allein über diese Spielkonsole wird zum Problem. Die Konsole soll weg oder eben wer anders ;)

Was mich betrifft. In hoher Geschwindigkeit werden bei mir jetzt Sachen deponiert. Kratzt mich nicht die Bohne. Den Symbol Charakter erkenne ich natürlich. Alles Anker nach dem die Ankerketten in der anderen Wohnung gekappt wurden. Das bestehende Ungleichgewicht stört mich nicht, solange die Umerziehungsversuche nicht überhand nehmen. Leider sind Lehrer gerne sehr lehrerhaft.
 
  • #38
Lieber FS,

die meisten Männer wissen ja leider noch nichtmal, welchen Einrichtungsgeschmack sie überhaupt haben. Und sind dazu nicht in der Lage, sich in einen Besucher/eine Besucherin und deren Bedürfnisse einzufühlen. Das ist alles andere als souverän... und schon gar nicht "Elite". Am Geld oder an der Zeit liegt es dabei natürlich nicht.

Zumindest in meiner Welt hatten und haben Männer ja Gottseidank auch mit wenigen Mitteln zumeist großartigen Stil!

Wenn mann will, dass ich ein paar Tage bleibe: Da ein großes Bett, da die Leinwände und die Farben, dort mindestens 20 Meter Bücher, zwei Schreibtische und zwei Staffeleien, weiße Wände zum Arbeiten, sorgfältig gefüllte Playlists, schöne Vasen, ein Schachspiel, feine Handtücher und Bettwäsche, ein Sofa, auf dem man auch Sex haben kann, und eine hochwertige Teekanne und guten Tee.

Unsere Ehe-Wohnung hat hingegen schon viele Stadien durchlebt. Von der Aufbauphase über die Kuratierungsphase bis hin zur deadcleaning- Phase. Das heißt, es gibt nur noch Dinge in der Wohnung, die so schön und einzigartig sind, dass wir sie den Kindern vererben möchten.

Als wir uns kennenlernten, hatte ich einen Aura-Retro-Stil gemixt mit maritimen industrial und mein Mann irgendwas zwischen Kompetenz und Ethno. Das knirschte am Anfang, passt aber heute sehr gut zusammen.

Mit einem Mann, der Scandi-Schick, Landhaus, pures Design oder italienischen Stil bevorzugt, könnte ich nicht einen Tag zusammenleben. Und Männer, die in Möbelhäusern einkaufen gehen ... die sind für mich so reif wie Teenager... die treten erst gar nicht in mein Leben...

Also, liebe Männer, ihr könnt da ordentlich punkten, wenn ihr euch ein wenig Mühe gebt!

LG

Noor
 
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