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  • #1

Wieviel Zeit hat ein Single für eine Beziehung?

Einen netten Mann habe ich hier kennengelernt. Nach Schreiben kam Telefonieren. Wir erzählen uns ein wenig aus dem Leben. Er ist ehrenamtlich täglich unterwegs. Ich habe Freundinnen und Familie um die ich mich kümmer. Nun fragt er mich wo in meinem Leben denn noch Platz für ihn sei. Gern möchte ich eine Partnerschaft, jedoch kann ich doch nicht alles fallen lassen für ihn...
 
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  • #2
Halten wir mal folgende Tatsache fest: Ihr habt euch noch NIE gesehen und redet schon über eine Partnerschaft?? Sorry, aber das ist einfach nur naiv. Wie alt bist du denn?? Unglaublich ist außerdem, dass du Freunde und Familie für einen bislang Fremden vernachlässigen willst bzw. dies überhaupt in Erwägung ziehst!!!
 
  • #3
Es geht überhaupt nicht darum, alles fallen zu lassen. Aber jeder muss sich fragen, was ihm wie wichtig ist, wo die Prioritäten sind. Und so kommt es dann, dass für die eine oder andere Sacche eben doch weniger Zeit als vorher zur Verfügung steht, wenn man ernsthaft eine Partnerschaft führen möchte.

Denn zur Partnerschaft gehört auch, dass man mit dem anderen Zeit verbringt, sich bemüht, ihn immer wieder zu entdecken und besser kennenzulernen, gemeinsam schöne Dinge zu erleben und wertvolle Erinnerungen aufzubauen, die die Beziehung stabilisieren. Was man dafür kürzt, kann ganz unterschiedlich sein. Vielleicht putzt man mal weniger die Fenster, vielleicht nimmt man sich etwas weniger Zeit für sein Hobby (falls man es nur alleine ausüben kann), vielleicht sieht man auch die Freundinnen oder die Familie seltener oder nimmt den Partner eben mal mit.

Wenn man so gar keine oder kaum Zeit für eine Partnerschaft findet oder eben dies vom Gegenüber vorgeworfen bekommt, dann kann das auch ein Zeichen sein, dass man sie nicht wirklich will - oder das die beiden Partner hinsichtlich ihres Nähebedürfnisses eben sehr unterschiedlich und damit wenig kompatibel sind.
 
  • #4
Einerseits kann man nicht im Moment des Kennenlernens alle Aktivitäten und Sozialkontakte reduzieren, andererseits muss man natürlich einfach Freiräume für den neuen Partner schaffen. Am besten ist hier ein schrittweise Prozess und eine gewisse Lässigkeit im handeln.

Man muss nicht steif zu jeder Sportsession oder jeder sobst üblichen Veranstaltung gehen. Wenn man krank wäre, in Urlaub führe oder eine Dienstreise hätte, würde man das auch nicht tun und ein neuer Partner ist allemal wichtiger als diese drei Beispiele.

Ich habe es bisher immer so empfunden, dass man, wenn man WIRKLICH verliebt und hin und weg ist, sich die Zeit einfach gerne nimmt und gar keine innere Frage aufkommt, was man lieber machen würde. Genau diesem Gefühl sollte man dann auch folgen. Es ist absolut normal, während der rosa-roten Verliebtheitsphase die eigenen Freunde etwas zu vernachlässigen, den Sport etwas nachlässig zu betreiben und stattdessen ganz besonders oft und viel zusammen machen zu wollen. "Muss Liebe schön sein", sagen wir in unserer Mädelsrunde, wenn es mal wieder eine erwischt hat. Das nimmt man einer Freundin doch auch nicht übel, sondern freut sich für sie -- Verliebtheit ist so schön und leider ja auch zeitlich begrenzt, bis es zur nüchterneren Differenzierungsphase kommt, dass man sich diese tolle Phase nicht durch künstliche Beschränkungen ruinieren sollte. Sport läuft nicht weg, gute Freunde auch nicht und jedem geht es hier gleich: Neue Partner verschieben die Prioritäten und schaffe neue Interessen, Hobbies und Vorlieben. Das ist toll und nicht etwa schlecht. Das ist Weiterentwicklung und Genuss und nicht etwas Selbstaufgabe.

Ich kenne leider auch genug Männer wie Frauen mit diesem Tick in Richtung Freiheit, Unabhängigkeit, alles beibehalten und nichts aufgeben für einen Partner. Sie sind alle in unglücklichen, halbherzigen Beziehungen oder aber Single. Ein neuer Partner verändert das Leben und die Prioritäten. Wenn er das nicht tut, dann ist es sogar der falsche.

Mein Rat an Dich: Gehe in Dich, ob Du wirklich in ihn verliebt bist. Frage Dich einfach: "Würde ich diesen Abend jetzt am liebsten in seine Augen schauen, mich vom ihm streicheln lassen, ihm nahe sein. Sehne ich mich nach ihm?" oder sagst Du ganz nüchtern "Nö, Volleyball/Mädelsabend/VHS am Abend bringt mehr Spaß als mit ihm reden und zusammen dasitzen." Wenn letzteres der Fall ist, dann einfach trennen, dann ist er nicht der richtige. Wer in der Verliebtheitsphase nicht hin und weg ist, der ist auch nicht verliebt.

(Mal ganz abgesehen davon, dass solange man sich nicht gesehen hat, das ganze sowieso nur Quatsch ist. Trefft Euch ein paar mal, verliebt euch oder auch nicht und dann schaut weiter.)
 
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  • #5
Die Frage ist doch: hast du keine Zeit für eine Beziehung, WEIL du Single bist oder bist du Single, WEIL du keine Zeit für eine Beziehung hast?

Es ist doch ganz normal, dass Singles die Zeit, die andere mit ihrem Partnber verbringen für sich ausfüllen, in dem sie den verschiedensten Aktivitäten nachgehen. Sie sitzen ja nciht auf dem Sofa und warten auf einen Partner, sondern gestalten ihre freie Zeit. Wenn dann ein neuer Partner ins Leben tritt, muss natürlich die verplante Zeit wieder freigeräumt werden. Dann ist eben die Priorität der Partner und nicht mehr der zigste Vereinsabend.

Logisch und wunderschön, Gibt es denn einen schöneren Grund für eine Absage als eine neue Liebe?
 
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  • #6
für jeden Typen gibt es einen passenden Partner. Wenn du weiterhin viel Zeit mit Freunde, Familie, etc. verbringen willst, dann tu es. Wenn er es nicht versteht, ist er auch nicht der richtige Mann für dich...Punkt!!!
Ich bin da genauso. Entweder mein Freund kommt damit klar oder eben nicht. Und meiner hat selber viele Hobbys, will mal alleine in den Urlaub fahren usw. Mehr als 2-3 Mal in der Woche, haben wir uns bisher noch nie gesehen (außer im Urlaub). Und die Beziehung funktioniert sein 1,5 Jahren wunderbar :)
Mein Rat also: Bloß nichts wegen eines neuen Partners einschränken. Jeder ist nunmal anders...
 
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  • #7
Ich denke, Du hast die Frage nicht korrekt gestellt. Du solltest nicht verallgemeinernd fragen, wieviel Zeit hat EIN SINGLE für eine Beziehung? sondern eher: Weviel Zeit bist DU ereit, in eine Beziehung zu investieren? Das Gleiche trifft doch auf Deinen Kontakt zu, der, wenn ich Dich richtig verstanden habe, ebenfalls zeitintensive Freizeit-Aktivitäten ausübt?

As ich Single war, hatte ich auch niemals Langeweile. Einfach deshalb, weil ich mich durchaus selbst beschäftigen und das sehr genießen kann, z.B. kann ich es mir sehr gemütlich machen und mich mit einem spannenden Buch auf der Couch einkuscheln oder ins Feuer des offenen Kamins sehen oder auch nur in meinem Wintergarten sitzen und den tanzenden Schneeflocken zusehen. Natürlich habe ich auch sehr viel mit Freundinnen und/ oder Familien-Mitgliedern unternommen oder habe meine damals 85-jährige Mutter besucht.

Nun habe ich seit gut 1 1/2 Jahren einen Lebensgefährten, mit dem ich sehr glücklich bin. Natürlich teile ich meine Freizeit nun mit ihm. Bei allen anderen Dingen trete ich etwas kürzer (lese z.B. nicht mehr ganz so viel), mit Freundinnen gehe ich zwar immer noch aus, aber i.d.R. kommt dann mein LG, der sehr kommunikativ und unterhaltsam ist, mit. Gelegentlich machen wr noch einen reinen "Mädelsabend", aber eben nicht mehr ganz so oft. Meine Mutter besuche ich immer noch, oft aber auch mit meinem Freund, der sie sehr gerne mag und sie ihn eben auch.

Es ist -wie alles im Leben- eine Frage, was man möchte und wie man seine Prioritäten setzt. Wo ein Wille ist, ist bekanntlich auch ein Weg!
 
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