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Gast

  • #1

Wievielen Kindern wird man finanziell und zeitlich gerecht?

Hallo zusammen,
wir haben ein Kind unter einem Jahr, wollen aber noch gerne ein oder auch zwei weitere. Nun würde mich eure Meinung interessieren:
-Wievielen Kindern kann man zeitlich und finanziell gerecht werden?
-Wie ist die finanzielle Situation wenn man 3 oder 4 Kinder hat?
-Welcher Abstand ist sinnvoll?
-Ein Nachzügler, wie ist das?
 
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Gast

  • #2
2 Kinder
Abstand 2 Jahre
darauf achten nicht in wichtigen Entwicklungsphasen des 1. Kindes das Zweite bekommen. Denn dann gibt es massive Probleme, die bis ins hohe Alter der Geschwister wirken können.

Wenn der Abstand zu groß wird (Nachzügler), dann ist die Gefahr von Einzelkind-Phänomen sehr groß. Ich empfehle es nicht.

Finanziell braucht man nicht so viel. Zeit haben ist viel wichtiger als viel Geld und Schnickschnack den viele Kinder haben.

w mit einem Kind, die lange auf H4-Niveau gelebt hat, aber dafür ausreichend Zeit fürs Kind hatte und viel draussen in der Natur war. Kind ist inzwischen fast volljährig, hat nie Konsum vermisst, hat sich nie beschwert und hat trotzdem das bekommen, was dem Kind wichtig war.
 
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Gast

  • #3
Ich durfte als Kind erleben, dass 5 Kinder kein Problem sind, davon 1 Nachzügler, bei nur einem Arbeitergehalt und einer nebenberuflich tätigen Mutter. Keinem hat es geschadet keine Helikopter-Mutter gehabt zu haben, und keinen Puderzucker in den Po geblasen zu bekommen. Alle 5 Kinder haben sich gut entwickelt, jeder hat eine Ausbildung/Studium und heute sein Auskommen.

Die einzige unüberwindbare Hürde ist die in deinem eigenen Kopf. Die Bedenken anderer Menschen sind nur deren Ängste und deren Grenzen.

m
 
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Gast

  • #4
Es hat doch maßgeblich mit deinen / euren persönlichen Lebensumständen zu tun. Bist du Vollzeitmama und hast 24 Std. Zeit für dein Kind - weil Papa dich/euch versorgt - dann hast du Zeit genug. Bist du voll berufstätig, musst du dir Qualitätszeit fürs Kind nehmen. Man kann mit 1.500 netto durchaus eine Familie durchbringen - andere schaffen es mit 5.000 netto nicht. Es gibt kein Mittelmaß. Und wenn die Planung vom Kinderkriegen so einfach wäre - Stichtag: xy, dann wäre es ein Versandhausartikel der pünktlich ausgeliefert wird, aber kein Kind mehr, oder? Ich persönlich habe die Variante ein Kind und Vollzeit beschäftigt. Mehr Kinder wollte ich da nicht haben, weniger arbeiten kann ich nicht, da ich das Geld brauche.
 
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Gast

  • #5
Ich durfte als Kind erleben, dass 5 Kinder kein Problem sind, davon 1 Nachzügler, bei nur einem Arbeitergehalt und einer nebenberuflich tätigen Mutter.
Und wie alt ist dieses Kind jetzt?

Mein Vater hat 8 Schestern, meine Oma war eins von 16 Kindern. Diese Konstellationen könnte ich mir mit einem Durchschnittsgehalt und den derzeitigen Lebenserhaltungskosten nicht mehr vorstellen.
 
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  • #6
Wenn beide arbeiten, sind drei Kinder (bei uns ein Teenager, ein Grundschulkind und ein Kleinkind) gut zu vorsorgen, sowohl finanziell als auch was die Zeit betrifft. Bei nur einem Verdienst finde ich es unverantwortlich, mehr als ein Kind in die Welt zu setzen (Beamte ausgenommen), weil dann viel zu viel Verantwortung auf dem Alleinverdiener lastet.
 
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  • #7
Diese Konstellationen könnte ich mir mit einem Durchschnittsgehalt und den derzeitigen Lebenserhaltungskosten nicht mehr vorstellen.
Ich schon, weil ich weiß wie man die Rahmenbedingungen schafft, damit es geht. Ich werde es aber nie beweisen können/dürfen/müssen, weil ich kein Arbeiter mit Durchschnittsgehalt bin, und zu alt für 5 Kinder.

m41 (nr.2)
 
  • #8
...Bei nur einem Verdienst finde ich es unverantwortlich, mehr als ein Kind in die Welt zu setzen (Beamte ausgenommen), weil dann viel zu viel Verantwortung auf dem Alleinverdiener lastet.
Hängt da nicht auch ein bisschen ab von der Höhe des einen Verdienstes und davon ganz abgesehen davon, ob jemand in Gegenden wie Zürich, London, München wohnt oder andererseits da, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen?
 
  • #9
Das hängt auch von der eigenen Belastbarkeit und Fruchtbarkeit ab... als ideal würde ich einen Altersabstand zwischen zwei und drei Jahren ansehen. Sind mehr als vier Jahre zwischen den Kindern, ist es unwahrscheinlich, daß sie im Kindesalter zusammen spielen. Aber nicht jede Mutter eines Babies oder Kleinkindes mag gleich schon wieder schwanger werden. Nachzügler werden eher wie Einzelkinder groß.
 
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  • #10
Wenn beide arbeiten, sind drei Kinder (bei uns ein Teenager, ein Grundschulkind und ein Kleinkind) gut zu vorsorgen, sowohl finanziell als auch was die Zeit betrifft. Bei nur einem Verdienst finde ich es unverantwortlich, mehr als ein Kind in die Welt zu setzen (Beamte ausgenommen), weil dann viel zu viel Verantwortung auf dem Alleinverdiener lastet.
Warum nimmst du Beamte aus? Ein Beamter muss nicht wirklich gut verdienen, er hat lediglich einen sicheren Job. Aber das nützt ihm auch nichts, wenn er in München arbeitet und nur 2500 netto hat. Da hilft auch der Familienzuschlag nichts. Wenn eine 4-Zi-Wohnung nicht unter 1500 zu bekommen ist, wird es eng.
Andererseits kann ein Alleinverdiener mit 4000 netto in einer Kleinstadt doch locker eine 6-köpfige Familie versorgen, ein großes Haus kostet da weniger als eine kleine Wohnung in München.
Unverantwortlich finde ich das nicht.
Ich finde, diese Frage kann man überhaupt nicht beantworten, denn es ist einfach sehr individuell.
Manche Familien sind mit einem Kind überfordert, andere kommen mit 10 Kindern klar. Es ist die Frage, was ich will und was ich kann. Was ist mir wichtiger - Kinder oder Konsum. Familie oder Freizeit.
 
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  • #11
Ich kenne eine Familie mit mehr als zehn Kindern. Alle sind gut erzogen, anständig, kreativ, begabt und sie wirken zufrieden. Die Familie schwelgt nicht im Luxus, aber braucht man das? Es gibt also keine Antwort auf deine Frage. Für manche Leute sind schon zwei Kinder eine zu hohe Belastung, andere haben eine ganze Schulklasse und sind glücklich.
 
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  • #12
Ich bin das Kind eines Beamten, mittlerweile 44, und mein Bruder ist mittlerweile 41.
Mein Vater hatte 1800,- netto, Mutter einen Minijob. Er beklagte sich ständig, dass er kein Geld hat und seine Kinder Schuld dran wären. Vor allem ich! Weißt du was aus mir geworden ist: Eine kinderlose Frau mit gescheiterter Ehe! Mit den Sprüchen hat er mir das Familienleben gründlich versaut!
Ach ja, vergessen: Wir waren niemals arm! Wir hatten alles!
 
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  • #13
Ich bin mit zwei Geschwistern aufgewachsen und hatte eine tolle Kindheit. Die Abstände zwischen uns beliefen sich auf anderthalb und zwei Jahre. Obwohl wir so dicht beieinander waren, haben wir relativ wenig miteinander gespielt, sondern eher gestritten. Aber auch das will ja gelernt sein. Meine familiäre Vorstellung belief sich ebenfalls auf drei Kinder. Das erste Kind war jedoch dermaßen anstregend, dass vorläufig nicht an eine weitere Familienplanung zu denken war. Nach 6 1/2 Jahren wurde dann unser zweiter Sohn geboren. Dass es sich hierbei um zwei Einzelkinder handelt, kann ich nicht behaupten. Nach der Trennung vom Vater meiner Kinder, war ich froh, kein weiteres Kind bekommen zu haben. Es war eine äußerst anstrengende Zeit, in der vieles auf der Strecke blieb. Noch ein kleines Wesen mehr hätte für eine in Vollzeit berufstätige Mutter einiges erschwert. Bei der Planung sollte man vielleicht auch daran denken, dass man das Leben eben nicht planen und eine heile Familie auch irgendwann zerbrechen kann. Wie sieht es z. B. mit der Unterstützung seitens der Großeltern aus, gibt es Kita- und Hortplätze oder wirst du "nur" Hausfrau und Mutter sein? Von diesem Lebensmodell kann ich nur abraten. Für mich jedenfalls war es immer wichtig, mir meine finanzielle Unabhängigkeit zu bewahren.
w/46
 
  • #14
Soviele Kinder, wie man Arme hat = Zwei. So kann man es am besten handhaben, besonders wenn man alleinerziehend ist.
Ich sehe Mütter mit drei Kindern beim einkaufen, die es schwer haben, alles im Überblick und im Griff zu haben.

Aber auch nur ein Kind = Einzelkind ist knifflig. Soziale Kontakte, Sozialverhalten etc. lernt es m.E. schwerer.
Man lebt in der Angst, das ein Kind verunglückt, und man dann ohne Kinder leben muß. So wäre ein zweites Kind noch ein Trost.

Altersabstand: 2-3 Jahre. Die sieben Jahre Altersunterschied zu meinem Bruder waren zuviel.

Wenn man ein Kind hat, wird es mit dem zweiten Kind nicht automatisch doppelt so teuer.
Oder mit dem dritten Kind = dreimal. Denn Vieles in der eigenen Infrastruktur wird mehrfach genutzt.
Aber man sollte einplanen, daß irgendwann jedes Kind sein eigenes Zimmer braucht.
Ich habe Familien erlebt, wo die Kinder selbst mit 14 oder gar 20 J. sich ein Zimmer teilen mußten. Das gab tägliche Spannungen und Streit unter diesen Geschwistern.
 
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  • #15
Na die Frage ist aber sehr allgemein gestellt!?
Wir wohnen in einer Großstadt, da bekommt man in besseren Gegenden keine 4-Zimmer-Wohnung unter 1800,-kalt. Und das sind noch keine Luxuswohnungen, die kosten das Doppelte!
Dann kommt es drauf an, wie die Kinderbetreuung bei Euch in der Gegend geregelt ist und was das kostet. Wie sind die Kitas - habt ihr schon Euer Kind angemeldet?
Wichtig ist, dass du nicht völlig aus dem beruf rauskommst trotz Kinderwunsch und -planung.
Deshalb solltest du 12-18 Monate nach dem ersten Kind wieder anfangen zu arbeiten, zumindest 1-2 Jahre.
Altersabstände der Kinder: Altersabstände unter 2 Jahren sind eine absolute anstrengende Vollkatastrophe für die Mutter! Man hat 2 Wickelkinder, 2 Tragekinder, man braucht theoretisch einen Doppelkinderwagen, wobei man sich ja schon mit einem normalen Kinderwagen behindert fühlt (keine Treppen, keine Rolltreppen usw...), das Schlafdefizit ist noch größer!
Ich kann aus meiner Sicht auch nicht bestätigen, dass Kinder in ähnlichem Alter besser miteinander spielen.
Sie streiten bei größerem Altersabstand weniger miteinander, weil das größere Kind schon zumindest etwas über den Dingen steht und sozialer handelt. Deshalb ist es auch eine nicht ganz so nervliche Belastung, wenn der Altersabstand größer ist.
2 Kinder sind wesentlich mehr Arbeit als 1 Kind. Das sollte man nicht unterschätzen.
Habt ihr Großeltern in der Nähe? Ohne Unterstützung ist es oft schwierig. Wieviel bindet sich dein Mann ein?
Hast du einen Ausgleich neben den Kindern? Eine Mutter sollte auch immer Frau bleiben, nicht nur Mutter, da sonst erstens die Gefahr besteht, dass die Ehe in die Binsen geht (Männer mögen keine Nur-Mamas) und zweitens hat man sonst als Frau irgendwann das Gefühl, auf der Strecke geblieben zu sein, mal abgesehen vom beruflichen Nachteil(Rente Berufschancen, Verdienst).
Heutzutage kann man nicht mehr davon ausgehen, dass eine Ehe lebenslang hält - die meisten trennen sich nach dem 2. Kind, zumindest in meinem Umfeld. Was daran liegt, dass die Väter sich nicht genug in die Familie einbinden, die Mütter zu wenig arbeiten und alle mit den Kindern und der Gesamtorganisation überfordert sind.
Auch wenn deine biologische Uhr tickt und du unbedingt gerne noch ein Kind hättest, überlege, was für Dich in Zukunft wichtig ist und bedenke auch immer, dass du deinen Beruf nicht außer Acht lassen solltest.
Ach ja - wir brauchten als Familie und wir haben nicht teuer gelebt (keine Designerklamotten, keine teuren Urlaube, kaum Restaurantbesuche,...) so an die 6000,-/Monat.
w,40
 
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  • #16
es kommt sehr auf das umfeld an. manche in den grossstaedten werden als vollverdiener beide gerade mal maximal 2 kindern gerecht. andere aus meinem alten dorf waren zu 6. durch das vererben des hauses und dem guten verdienst des vaters als ingenieur als grenzgaenger war das kein problem - ich kenne die familie sehr gut.

wie man sieht geht die spanne von 0 bis n. pauschalaussagen gibst da nicht
 
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  • #17
Danke für eure Antworten bisher. Da weichen die Meinungen doch etwas ab. Wir merken auch, dass es mit Kindern finanziell mehr wird. Mein Mann hat ein nichteheliches Kind, das uns immer besuchen kommt und natürlich auch sein Zimmer möchte, dann unsere Kleine. Wenn nochmal eins kommt dann brauchen wir einfach Platz zum Wohnen und auch mit dem Autofahren wird es langsam kompliziert.
 
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  • #18
Das kommt darauf an, wie viel man verdient. Mit einem Gehalt von 5000 € aufwärts, kann man ruhig 4-5 Kinder bekommen. Warum auch nicht? Schließlich sind viele Kinder Luxus, was sich ja nicht jeder leisten kann. Sie sind manchmal zwar anstrengend, aber das ist der Job heutzutage auch. Also für mich wäre das keine Frage. Ich kenne selbst aus der näheren Umgebung Familien mit 5 und 6 Kindern und denen fehlts an nichts.