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  • #1

Will er mich doch nicht heiraten?

Mein Freund (36) hat mir vor über einem Jahr gesagt, dass er mir bald einen Heiratsantrag machen will. Dann hat er mir einen Ring geschenkt, mit der Bemerkung, dass er ihn bald durch einen richtigen ersetzen wird. Vor einem halben Jahr hat er nochmal gesagt, dass er mich sehr bald heiraten möchte. Als wir auf einer Hochzeit waren hat er gefragt, welchen Namen wir nehmen wollen.
Ich fand das vorher eigentlich nicht so wichtig und habe mir nicht weiter Gedanken um`s Heiraten gemacht. Aber seine Bemerkungen haben mich sehr gefreut und ich fand den Gedanken sehr schön. Da ich dachte, dass es bald soweit ist hab ich mir auch einmal ein paar Kleider angesehen. Ich weiß das war vefrüht.
An jedem besonderen Tag, wie meinem Geburtstag, unserem Jahrestag und im Urlaub dachte ich, heute fragt er bestimmt. Aber er hat alle verstreichen lassen.
Unsere Beziehung läuft aber nach wie vor super.
Was soll sein Verhalten? Warum kündigt er großartig an mich fragen zu wollen, wenn er es überhaupt nicht vorhat? Er hat mir zu meinem Geburtstag und zum Jahrestag tolle Geschenke gemacht, aber ich war nur enttäuscht, da ich etwas anderes erwartet hatte. Hätte er es nicht angekündigt wäre ich gar nicht auf den Gedanken gekommen, er könnte mich fragen und alles wäre bestens. Aber so muss ihm doch klar sein, dass ich darauf warte und er mich enttäuscht.
w, 30
 
  • #2
Wow, ich wusste nicht, dass es Frauen gibt, die noch so denken. Alleine schon der Gedanke eines "Antrags" kommt mir unwahrscheinlich anachronistisch vor. Und dann noch an "speziellen Tagen", ja warum das denn?

Warum fixierst Du Dich so schrecklich auf Antrag und Heirat? Vielleicht hat er genau das bemerkt und es stört ihn an Dir?

Vielleicht ist er sich nicht mehr so sicher oder hat einfach andere Probleme oder Prioritäten?

Wielange seid Ihr denn schon zusammen? Wohnt Ihr zusammen? Möchtest Du ihn denn wirklich schon heiraten oder schwebt das nur in der Luft, weil er das gesagt hat?
 
  • #3
Ich finde einen Antrag nicht altmodisch. Etwas seltsam ist, dass er ihn angekündigt und dann aber doch noch nicht ausgeführt hat. Vielleicht wollte er testen, was Du von der Idee hältst.

Hast Du ihm gezeigt, dass Du Dich darüber freuen würdest, oder hast Du Dich cool gegeben? Kann es sein, dass er den Eindruck gewonnen hat, Du hättest vielleicht kein Interesse daran?
Oder kann es andererseits sein, dass Du in seinen Augen zuviel Interesse und damit Bedürftigkeit signalisiert hast und ihn das nun stört?
Er hat Dich im Grunde auf eine Gratwanderung geschickt. Jede Reaktion konnte richtig oder falsch sein.

Ich würde ihn einfach, wenn sich die Situation ergibt, mal auf die Sache ansprechen, z.B. wenn er nochmal eine solche Andeutung macht oder wenn im Bekanntenkreis die nächste Hochzeit ansteht. Vielleicht reicht ja schon eine kleine Bemerkung, dass Du Dich an seine Ankündigungen erinnerst und bemerkt hast, adss noch nichts darauf gefolgt ist. So weiß er, dass es für Dich nicht in Vergessenheit geraten ist.

Insgesamt aber solltest Du, denke ich, locker bleiben. Du bist 30. Viele Frauen heiraten heute erst in einem höheren Alter. Und Du sagst ja selber, dass Eure Beziehung gut läuft und Du es mit der Hochzeit auch nicht so eilig hättest, wenn die Sache nicht durch sein Gerede im Raum stünde. Mach Dir also klar, dass Du auch ohne die Heirat momentan eigentlich ganz glücklich bist.
 
  • #4
Warum fragst du nicht einfach mal, wann für euch beide ein schöner Termin für eure Hochzeit sein könnte?
Schließlich hat er bereits einige eindeutigen Hinweise gegeben, dass er dich heiraten möchte, da vergibst du dir wirklich nichts!

Schon zu "meiner Zeit" fand ich es ganz normal, dieses Thema gemeinsam auf diese Art zu besprechen, als klar war, dass wir zusammen bleiben wollten.

Nur Mut, ich wünsche dir alles Glück der Welt!
 
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  • #5
Hier die FS:
Mag sein, dass meine Vorstellung da etwas altmodisch ist, ich finde es aber romantischer, wenn der Mann noch einen Antrag macht, anstatt, dass man irgendwann sagt: "Du, steuerlich wäre es vielleicht gut zu heiraten, was hältst du davon." Es ist meiner Meinug nach eine Geste die zeigen soll, dass man zusammen gehört, ich finde nicht, dass es da falsch ist das auch so zu zelebrieren.
Und irgendeinen Tag muss der Mann sich ja aussuchen, warum dann nicht einen besonderen?
Ich glaube nicht, dass ich bedürftig auf ihn wirke, ich habe gelächelt und ihn geküsst, als er das gesagt hat. Ansonsten habe ich das Thema niemals angesprochen. Ich glaube aber, dass er gemerkt hat, dass es mich freuen würde.
Wir sind 2 Jahre zusammen und wohnen seit einem halben Jahr zusammen. Ich bin mir sicher, dass wir zusammen bleiben und fände es schön, das auch nach außen zu zeigen. Auf die Idee wäre ich ohne seine Andeutungen, nach einem Jahr, das wir da zusammen waren, aber nicht gekommen. Aber dann habe ich mich eben gefreut, habe das als tollen Liebesbeweis empfunden und verstehe überhaupt nicht, was jetzt los ist.
 
  • #6
Wir sind 2 Jahre zusammen und wohnen seit einem halben Jahr zusammen.
Na, da kommen wir der Sache doch näher. Warum nicht gleich diese Infos?

+ Ihr seid seit zwei Jahren zusammen.
+ Er hat vor einem Jahr vom Heiraten geredet.
+ Ihr wohnt erst seit sechs Monaten zusammen.

Ich sage es immer wieder: Zusammenziehen verändert eine Beziehung fundamental. Zusammenwohnenbringt ganz neue Aspekte und Dimensionen in eine Beziehung und ohne längere Zeit (mindestens ein Jahr) zusammengewohnt zu haben, sollte man auch niemals auch nur über weitreichende Entscheidungen wie Kinder oder Heirat nachdenken.

Es kann sein, dass er auch nur abwarten will, wie es läuft, es kann auch sein, dass das Zusammenwohnen für ihn längst nicht so harmonisch läuft wie erhofft. Vielleicht ist er ja in Wirklchkeit mit einigen Aspekten unzufrieden oder weiß nicht, wie es sich entwickeln wird?

So oder so wäre es falsch, nur sechs Monate nach dem Zusammenziehen schon zu heiraten und noch falscher war es von ihm, vordem Zusammenziehen von Heirat zu quatschen. Aber nun gut, geschehen ist geschehen.

Mein Rat: Eile mir Weile. Lebt erst einmal mindestens ein Jahr zusammen, erlebt alle Familienfeste zusammen und fahrt ein paar Mal in Urlaub und entscheidet dann, ob sich das alles richtig anfühlt.

Aber dann habe ich mich eben gefreut, habe das als tollen Liebesbeweis empfunden und verstehe überhaupt nicht, was jetzt los ist.
Genau das war es damls wahrscheinlich sogar. Ein Liebesbeweis, ein Ausdruck seiner Liebe. Einfach mal nicht überinterpretieren.

Was mich wundert ist, dass moderne, womöglich emanzipierte Frauen immer noch auf diesen einseitigen Heiratsantrag wert legen. Wie passt das zusammen? Rosinenpickerei in den Anachronismen?

Ich selbst wünsche mir, darüber zärtlich und liebevoll auf Augenhöhe zu sprechen. Dass man sich liebt, gerne hat, sein Leben zusammen verbringen möchte. Da muss keiner einen Antrag machen, da kann man einfach drüber sprechen.
 
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  • #7
+ Ihr seid seit zwei Jahren zusammen.
+ Er hat vor einem Jahr vom Heiraten geredet.
+ Ihr wohnt erst seit sechs Monaten zusammen.

Im Gegensatz zu Frederika könnte man es auch so sagen:
Ihr wohnt jetzt zusammen. Er hat doch alles, was er wollte. Warum sollte er jetzt noch heiraten wollen?

Vielleicht sollte man überhaupt erst zusammenziehen, wenn feststeht, dass man bald (!) heiraten möchte.
Und: einen Antrag finde ich alles andere als altmodisch. Ich habe einen bekommen, und wir haben geheiratet. Ja, damals haben wir auch schon zusammengewohnt, aber die Heirat zeichnete sich zumindest schon ab.
 
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  • #8
Hmmm, so eine Ankündigung könnte auch heissen, dass er Angst vor einem Antrag hat, da er nicht weiss, wie Du auf einen Antrag reagierst..... . Hast Du Ihm zu verstehen gegeben, dass Du "JA" sagen würdest? Männer haben nun mal oft Angst vor Liebeserklärungen, Anträgen etc....

m/31
 
  • #9
Hmmm, so eine Ankündigung könnte auch heissen, dass er Angst vor einem Antrag hat, da er nicht weiss, wie Du auf einen Antrag reagierst..... . Hast Du Ihm zu verstehen gegeben, dass Du "JA" sagen würdest? m/31
Ich finde diese Idee sehr gut. Das kann gut der ursprüngliche Anlass gewesen sein. Gerade bei so einem quasi verklausulierten Antrag wie "ich würde gerne einen Antrag machen" könnte man als Frau doch vorgreifen und sagen: "Klar, ich würde dich auch gerne heiraten. Lass uns mal drüber sprechen, wie und wann." Macht Euch doch nicht immer alles künstlich kompliziert!
 
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  • #10
Also wer da heiraten will, das bist du und (noch) nicht dein Freund. All seine Andeutungen könnte er eventuell schon als Antrag empfunden haben. Für ihn ist die Sache möglicherweise klar. Fehlt sozusagen nur noch der Termin.
Wenn dir so viel daran liegt, dann gib dir doch einfach einen Ruck und frage du ihn, ob er dich heiraten möchte. Dann wirst du sehen, wie er reagiert. Stammelt er rum, vergiss die Sache. Strahlt er dich an, ist klar, was er möchte. Du wirst seine Reaktion zu deuten wissen.
Als moderne Frau darf man ruhig dem Mann einen Antrag machen, finde ich. Sollte er nicht wollen, hast du wenigstens Klarheit.
 
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  • #11
Du hast eine zu hohe Erwartungshaltung an ihn (Geburtstag, Jahrestag, Urlaub) und das wird er spüren.

Du schreibst, ihr wohnt erst seit 6 Monaten zusammen, ich persönlich finde diese Zeit zu kurz, um schon von einer Heirat zu sprechen. Aus meiner Sicht sollte man mindest ein Jahr zusammengelebt haben, bevor man heiratet. Ausserdem bist Du erst 30, also keine Panik. Wenn Dir das Thema so sehr am Herzen liegt, dann mach Du ihm doch einen Antrag, Interesse hat er doch schon mal signalisiert, also wäre diese Aktion nicht peinlich, liebe FS.

w
 
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Vicky

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  • #12
Ich würde ihn an Deiner Stelle einfach fragen, ob er das damals eigentlich ernstgemeint hat, dass er Dir bald einen Heiratsantrag machen möchte oder ob das nur aus einer romantischen Situation heraus gesagt wurde aber eigentlich kein festes Fundament hatte.

WENN ein Heiratsantrag schon sein muss, so würde ich ihn als Frau nicht machen, sondern darauf warten, dass der Mann ihn macht. In meinen Augen ist aber überhaupt kein Antrag nötig. Wenn man eine gewisse Zeit zusammen ist, auch schon zusammen wohnt, die Beziehung harmonisch verläuft, man in Sachen Lebensplanung, Träume, Wünsche, Ziele, Werte, Lebenseinstellung usw. zusammen passt und beide voneinander wissen, dass auch der jeweils andere dem Heiraten generell positiv gegenüber steht, kann man doch einfach so darüber sprechen. Ich persönlich fände einen richtigen Antrag wahrscheinlich sogar etwas kitschig-peinlich. Kommt aber auf den Einzelfall an.

Ich bin nicht der Meinung, dass man erst mindestens ein Jahr zusammen gewohnt haben muss, um weitreichende Entscheidungen zu treffen. Die FS ist bereits 36, wird schon einige Beziehungen gehabt haben, vielleicht auch schon mit einem oder mehreren Partnern zusammen gewohnt haben. Genauso ihr Freund. Mit wachsendem Alter hat man mehr Lebens- und Beziehungserfahrung, erkennt schneller als mit 22, ob man zusammen paßt oder nicht. Wer Zeit und Lust hat, kann natürlich auch länger warten. Aber wer sich schon früher sicher ist, soll es doch einfach probieren.

Ich denke, die meisten von uns kennen mindestens ein Beispiel aus dem Freundes- und Bekanntenkreis wo ein Paar schon etliche Jahre zusammen war und dann heiratete - und kurze Zeit später geschieden wurde. Wer kennt nicht mindestens ein Paar, das wirklich lange genug zusammen war, um sich eigentlich sicher sein zu können, dass man zusammen ein gutes Elternpaar abgeben würde. Dann kommt das Kind und noch vor der Einschulung ist die Familie kaputt. Ich denke, es ist gut und richtig, eine so weitreichende Entscheidung wie Heiraten und Kinder kriegen nicht übereilt zu treffen. Aber ich bin auch ziemlich sicher, dass mehrere Jahre des Zusammenseins die Sache nicht sicherer und krisenfester machen.
 
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  • #13
ich bin der auffassung "drum prüfe, wer sich ewig bindet".
ich halte nichts von übereilten und in rosaroten wolken schwebend vorschnell abgeschlossenen geschäftsverträgen - genannt "ehe".

was nützt es, rasch geheiratet zu haben, (weil man es versprochen hat) und mit dem ehering am finger festzustellen: "sie/er" ist es nicht.

dann doch lieber eine trennung nach einer intensiveren kennenlernzeit verkraften, anstatt eine zeitverzögerte scheidung.

oder wäre eine scheidung genehmer?
 
  • #14
Was ist er denn für ein Typ ?

1) Er hat Angst davor / hat seine Meinung geändert

2) er sucht die besondere Gelegenheit. Die hat sich eben noch nicht ergeben. Die Ereignisse und Termine die Du vermutetest, sind alle solche, die berechenbar sind.

3) Er erwartet von Dir, daß Du ihn frägst, seine Bereitschaft zur Ehe hat er Dir ja bereits mitgeteilt. Nur unter Druck setzten mit der Entscheidung will er Dich offensichtlich nicht.

4) Er hat vorläufig davon Abstand genommen weil alles gut ist, wie es ist.

Warum betonst nicht einfach das Thema "Ehe" deutlich, wenn es Dritte betrifft - vielleicht begreift er das Singal.Oder Du sagst ihm einfach, daß Du was vermißt, frägt er, sagst ihm "das mußt Du rausfinden."
 
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  • #15
Ja, du meine Güte. Welcher Mann holt sich denn gerne beim Heiratsantrag einen Korb. Also tastet er sich erst einmal heran, um zu sehen, wie Du dazu stehst.

Aber von Dir kommt nix.

Dann mußt Du Dich doch auch nicht wundern, wenn er die Absage (mit der er möglicherweise fest rechnet) möglichst weit hinausschiebt.
 
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  • #16
Der Artikel ist schon älter, doch heute erst las ich ihn undi kann nur sagen, dass wir seit 5 jahren zusammen wohnen, wir über 50J. sind, er romantisch ist, mich auch heiraten will, doch nie einen Antrag macht. Er will mich heiraten, findet aber eine Heirat nicht erforderlich. Das ist sehr zwiespältig und verunsichert mich mit seiner Absicht. Ich verstehe Dich und es würde mich interessieren, wohin das bei Euch führte. Schöne Grüße :)
 
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