• #31
Hallo @FragendeSie,

ich lasse den ganzen moralischen Aspekt mal außen vor; du weißt es ja selber und es ist auch nicht Kern der Frage.

Deine Beschreibung erinnert mich an eine Affäre, die ich einmal hatte. Wir waren beide Single und nach ein paar Dates war klar, dass es für mehr als etwas sexuelles nicht reichen würde. Mit der Zeit hat sich aber auch bei uns ein Drumherum entwickelt: Anteilnahme am Leben des anderen sowohl in Form von vertrauten Gesprächen darüber, was uns gerade bewegt, als auch in Form von gemeinsamen Ausgehen, Tanzen und Spielen. Ich habe sogar einmal zufällig seine Eltern kennengelernt.

Bei manchen Treffen kam es nicht mal zum Sex, sondern "nur" zu stundenlangen Umarmungen. Er hat einmal sogar gesagt, dass ihm am Single-Sein das Kuscheln mehr fehlen würde als der Sex. Es ist also nicht so, dass, nur weil ein Mann irgendwann mehr will als den reinen Akt, er deswegen andere Gefühle entwickelt hätte oder doch eine Paar-Beziehung anstreben würde. Es ist einfach nur eine andere Art von Bedürfnis, die er bei längerem, vertrauensvollen Kontakt noch zusätzlich mit-stillen kann.

Bei mir hat dieses "Mehr" letztendlich dazu geführt, dass ich mich doch verliebt habe – reinen Sex kann man vielleicht noch von Gefühlen trennen, aber wenn dann auch noch stundenlanges, zärtliches Kuscheln (Stichwort: Bindungshormone...) und vertrauensvolle Gespräche dazukommen, wird es wirklich eng.

Ich glaube, das könnte dir auch passieren, und möchte dich davor warnen. Ab diesem Zeitpunkt habe ich für ein paar schöne Stunden nämlich einen hohen Preis an Liebeskummer und Selbstzweifeln bezahlt. Bis mir meine beste Freundin eines Tages gehörig den Kopf gewaschen hat und ich es endlich beendete.

Also, pass auf dich auf – und hinterfrage nicht seine Gefühle und Motive, sondern deine.

W, 27
 
  • #32
Im übrigen glaube ich auch nicht, dass der erst 40 jährige Ehemann der Fragestellerin völlig sexlos sein Dasein fristet, er wird sich sicher ebenfalls woanders ausleben.
Ja aber zur Ehe gehört eben (zumindest solange diese besteht) auch, daran zu arbeiten.
Und nicht nur, wie die FS, "Gepräche" zu führen, die sich in den Ohren des Ehemannes wahrscheinlich wie eine einzige Anklage und nutzlose, hintenrum egeomane, Selbsbezichtigungen der FS anhörten (2Bin ich Dir zu Fett..." oder sowas eben , s.o. ),
Damit sagt die FS doch nur, dass sie die tatsächliche Situation ihres Mannes im Grunde nicht interessiert und ihn lieber betrügt.

Und DAS ist defenitiv keine Grundlage für eine Fortsetzung der Ehe.
 
  • #33
Ja aber zur Ehe gehört eben (zumindest solange diese besteht) auch, daran zu arbeiten.
Und nicht nur, wie die FS, "Gepräche" zu führen, die sich in den Ohren des Ehemannes wahrscheinlich wie eine einzige Anklage und nutzlose, hintenrum egeomane, Selbsbezichtigungen der FS anhörten (2Bin ich Dir zu Fett..." oder sowas eben , s.o. ),
Aber wie sollte denn deiner Meinung nach ein solches "Arbeiten an der Beziehung " aussehen?

Sie fragt, warum er keine Lust auf sie hat und bekommt keine Antwort. Was soll sie denn dann tun?

Klar ist Fremdgehen sicher der falsche Weg, aber er bemüht sich ja auch nicht um eine Verbesserung der Situation, wenn er sie nicht mal aufklären will, was der Grund für seine Unlust ist.

Egomane Selbstbezichtigung ? Wohl eher frauentypische Selbstzweifel, Gefalllenwollen.

Ich erinnere mich gerade an den Threat von @Sirikit, wo ihr vom Ehemann 5 kg "Übergewicht" bei einem Gewicht von um die 50 kg auf über 170 cm vorgeworfen wurden und als Grund für die Sexverweigerung genannt wurden und sie verzweifelt überlegte, durch eine Brustvergrößerung seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Durch solche Geschichten kommt doch die Frau erst auf solche Selbstzweifel.

Ein anderer User meinte hier mal seiner Freundin Sex komplett zu verweigern, weil sie ihn irgendwann mal beleidigt hatte. Und er fühlte sich ganz toll und stark dabei sie zappeln zu lassen und sich nur noch mit ihrer Begleitung zu schmücken in der Öffentlichkeit. Ich denke auch da wusste die Frau nicht wirklich was der Grund seiner Verweigerung ist.

Wenn der Mann nicht in der Lage ist zu sagen was er will, kann doch die Frau nichts dafür, wenn sie dann versucht durch Rätselraten dem Problem auf der Spur zu kommen.
 
  • #34
Ja aber zur Ehe gehört eben (zumindest solange diese besteht) auch, daran zu arbeiten.
Wahrscheinlich ist die Ehe ganz in Ordnung. Beide gute Eltern, beide mögen sich. Nur Sex gibt es keinen.
Was also spricht dagegen, sich diesen woanders zu holen ? Wenn deine Frau nicht backen kann holst du dir deinen geliebten Kuchen doch auch ganz einfach vom Bäcker.
Hier sehe ich nur einen Kritikpunkt - dem Ehemann reinen Wein einzuschenken. Diskret scheint das Ganze doch abzulaufen.
Der IM kann doch nur deshalb bei jeder Flatulenz zur Trennung raten weil er nie auch nur andeutungsweise in die Nähe von Sex kommt. Aber wir anderen können ruhig mal überlegen: Muss ich ganz viel Gutes wegwerfen weil eine Sache richtig ungut ist ?
 
  • #35
Ja aber zur Ehe gehört eben (zumindest solange diese besteht) auch, daran zu arbeiten.
Und nicht nur, wie die FS, "Gepräche" zu führen, die sich in den Ohren des Ehemannes wahrscheinlich wie eine einzige Anklage und nutzlose, hintenrum egeomane, Selbsbezichtigungen der FS anhörten (2Bin ich Dir zu Fett..." oder sowas eben , s.o. ),

Damit sagt die FS doch nur, dass sie die tatsächliche Situation ihres Mannes im Grunde nicht interessiert und ihn lieber betrügt.
Aber es ist doch vollkommen normal, dass man das Problem auf sich bezieht, wenn der Partner den Sex verweigert.
Du schreibst von "Beziehungsarbeit". Klar, bin ich ganz bei dir. Voraussetzung dafür ist doch aber, dass beide Partner ein Problem-Bewusstsein entwickeln.
Wenn es jedoch für den Einen so passt wie Brüderchen und Schwesterchen zu leben, hat der Andere schlechte Karten und jedes Gespräch läuft ins Leere.

Wenn man sich dazu im Grunde nicht trennen möchte, weil ansonsten alles läuft, muss eben eine Lösung her. Das könnte beispielsweise eine Öffnung der Beziehung sein. Sowas gehört halt miteinander besprochen.
 
  • #36
Egomane Selbstbezichtigung ? Wohl eher frauentypische Selbstzweifel, Gefalllenwollen.
Entschuldige mal, das ist der realen Wirkung aber effektiv doch dasselbe, weil der Mann ja weiß, dass er eben nicht adäquat anworten kann z-.B. "Ja, Du bist mir zu ...kräftig" ?
Da könnte er auch gleich die Trennung verkünden. Es mag Frauen geben die damit ratinal und lösungsorientiert (meinetwegen mit seiner Mithilfe) umgehen können; indes: Ich kenne keine.

Nein, er hat in dem Fall keine reale Chance auf eine Änderung auf Ihrer Seite. Und die Frau weiß das auch, deswegen ist diese Aussage letztlich egoman dominierend.

Wahrscheinlich ist die Ehe ganz in Ordnung. Beide gute Eltern, beide mögen sich. Nur Sex gibt es keinen.
Ach, Du weißt so gut wie ich dass dies letztlich weder der wirkliche Sinn oder ein erstrebenswerter Zustrand für eine Ehe ist. Die Kinder tun mir leid. Wenn nicht jetzt dann später passiert. Irgendwann fliegt der FS dieser jetzige Zustand um die Ohren.
Wieviel Affären beliben denn auf Dauer geheim ?
Also alleine die regelmäßige Abwesenheit und Nicht-Erreichbarkeit....
und das bei Kindern...

Sie verliebt sich ja auch schon in den Typ (der Gottseidank noch genug Resthirn hat, um zu wissen, dass die FS + Anhang für ihn jetzt nicht die neue Lebenspartnerin werden wird, das vermute ich sehr stark)


Und Du weiß als Mann auch, dass eine generelle (totale) Unlust bei einem gesunden Mann Mitte 40 extrem unwahrscheinlich ist.WEniger OK, aber nichts ?
Viel wahrschewinlicher ist es dass er seine Lust anders auslebt und die FS nur sich damit einfach nicht befassen will. Das ist aber exakt das Gegenteil zu den Zielen einer Ehe (oder einer vergeichbaren Partnerschaft).

Ja, natürlich muss er sich in der Beziehung auch bewegen und auch relativ klar Dinge benennen, aber nach einem für beide Seiten nachvollziebaren und letztlich dann abgesprochenen Kodex.

Und nicht mit betrügerischer heimlicher Fremdgeherei zum Schaden fast aller Beteiligten.

Wir lesen doch sehr deutlich, dass die FS sich aus der Ehe entfernt.
Also redet da doch bitte keine glücklichen Zustände herbei, die erwartbar nicht eintreten werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #37
Warum fragt sie nich den Ehemann, warum sie keinen guten Sex haben oder zumindest versuchen?

Auf so eine Mutter und Ehefrau kann man dann nur noch verzichten.
So kalt, wie wir schon erfahren haben hat sie immer wieder das Gespräch gesucht! Aber ER blockt, wahrscheinlich weil er schon jahrelang eine Affäre hat. Und wieso ist nicht ER daran interssiert dass seine Ehefrau ein erfülltes Sexualleben hat? @Kirovets?? Wieso muss sie ihn fragen? Auf diesen Ehemann kann man verzichten,

liebe FS, du hältst an der Ehe fest und hast noch Gefühle für ihn, das glaube ich, aber wenn es ihm so egal ist wie es dir als Frau geht, musst du abwägen wie lange du dir das noch antun willst, ist er bereit eine Therapie zu machen, klärt es dort wenn er zuhause nicht fähig ist zu sprechen!
 
  • #38
Ps

Ja da messen die Männer und auch Frauen mit zweierlei Maß, bei einer negativen Reaktion könnte dann das passieren:

Muss ich ganz viel Gutes wegwerfen weil eine Sache richtig ungut ist ?
aus Egoismus, es gibt noch nicht so viele Menschen die verstehen dass der andere mehr Sex braucht und ihn diesen auch gönnen.
Diesen Widerspruch habe ich noch nie verstanden warum darf er oder sie keinen Sex haben nur weil er keinen will, oder aber wieso will er nicht? Oder aber wie kann man schlafen, wenn man weiß der andere ist unbefriedigt??

Diese Unbefriedigtheit macht auch was mit der Seele, das ist toxisch für den der gerne wollte.
 
  • #39
Und wieso ist nicht ER daran interssiert dass seine Ehefrau ein erfülltes Sexualleben hat? @Kirovets?? Wieso muss sie ihn fragen? Auf diesen Ehemann kann man verzichten,
Wenn sie auf den Ehemann verzichten kann, soll sie sich trennen und scheiden lassen. Das wäre ja OK.

Aber so ist es eben nicht.

Ich glaube der FS auch nicht, dass sie wirklich konstruktiv mit ihrem Ehemann gesprochen hat. Zum Partnersex gehören nämlich zwei, und dann hätte sie auch irgendwo Zugeständnisse machen müssen, oder sie hätte eine Carte Blanche von ihm bekommen. Aber davon kein Wort bei der FS.

Sie geht einfach nur fremd, weil sie sich vom Ehemann nicht passend sexuell bedient fühlt. Aber: Er ist aber nicht ihr Diener, genau wie andersherum eben auch nicht.

Wie so oft glaubt Frau, sie müsse nur irgendwie anwesend sein und schon läuft sexuell alles und wenn vom Mann nichts kommt, dann hat ER ein Problem, was nur ER lösen muss. Sie konsumiert nur, oder eben gerade nicht. Das wird hier auch so ähnlich sein.

Solange man verheiratet ist, sollte man Kontakte zum anderen Geschlecht in der Ehe ausleben, das hat man schließlich am Anfang mal vereinbart.
Und selbst wenn sich keine direkte Lösung findet, muss einem schon der Andere eine Erlaubnis geben, so zu handeln, wie die FS.
 
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  • #40
Entschuldige mal, das ist der realen Wirkung aber effektiv doch dasselbe, weil der Mann ja weiß, dass er eben nicht adäquat anworten kann z-.B. "Ja, Du bist mir zu ...kräftig" ?
HE! In einem anderen Thread hast Du doch gerade geschrieben, dass Frauen ehrlicher sein sollten mit den Wahrheiten, warum sie einen Mann nicht mehr wollen. Wieso das jetzt hier?
Gerade in einer Beziehung ist es doch nun wirklich wichtig, die Wahrheit zu sagen, statt irgendeinem Menschen, den man einmal zu einem Date getroffen hat, von seinem Mundgeruch oder schlechtem Küssen zu erzählen.

Es mag Frauen geben die damit ratinal und lösungsorientiert (meinetwegen mit seiner Mithilfe) umgehen können; indes: Ich kenne keine.
Noch mal HE! Aber alle Männer sind in Deiner Welt normal und akzeptieren ein "nein" von einer Frau ohne Theater oder Schlimmeres?

Den Rest Deines Posts sehe ich genauso. Auch Kinder kriegen das mit, dass mit den Eltern was nicht stimmt und sie allen nur was vorspielen.
 
  • #41
Sie geht einfach nur fremd, weil sie sich vom Ehemann nicht passend sexuell bedient fühlt. Aber: Er ist aber nicht ihr Diener, genau wie andersherum eben auch nicht.
Aber die FS schreibt doch explizit, dass bei ihrem Mann und ihr gar nichts mehr läuft. Sie hat doch Gespräche geführt, ihn gefragt, was sie ändern kann. Da kam von seiner Seite offensichtlich nichts.
Was sollte sie denn deiner Meinung nach noch tun?



Wie so oft glaubt Frau, sie müsse nur irgendwie anwesend sein und schon läuft sexuell alles und wenn vom Mann nichts kommt, dann hat ER ein Problem, was nur ER lösen muss. Sie konsumiert nur, oder eben gerade nicht. Das wird hier auch so ähnlich sein.
Sorry, aber woher bitte willst du das wissen, dass die FS sich beim Sex nur bedienen lässt?Warst du dabei?

Bei meinem Mann z. B. hat sich im Laufe unserer Ehe ein Libido-Problem eingestellt. Könnte ja bei dem Mann auch so sein. Erscheint mir logisch, weil die FS ja auch schreibt er brauche keinen Sex.

Mit dem Unterschied, dass mein Mann mir den Sex mit einem anderen Mann zugesteht. Er hat das von sich aus vorgeschlagen. Hätte ihr Mann auch tun können,wenn für die beiden eine Trennung grundsätzlich nicht in Frage kommt.

Stattdessen lässt er sie sexuell am langen Arm verhungern, ohne ihr auch nur den Hauch einer Chance zu geben etwas zu seiner Zufriedenheit zu ändern.

Nur Sprechenden kann geholfen werden.

Liebe @FragendeSie
wie schaut denn insgesamt eure Ehe aus? Also von der Sexualität abgesehen. Wenn es nicht nur da hakt, solltest du vielleicht wirklich eine Trennung in Erwägung ziehen.
Liebst du deinen Mann denn noch?
 
  • #42
Und Du weiß als Mann auch, dass eine generelle (totale) Unlust bei einem gesunden Mann Mitte 40 extrem unwahrscheinlich ist.WEniger OK, aber nichts ?
Es ist Euch schon bewusst, dass sich hinter so mancher scheinbaren Unlust in diesem Alter ab Ü40 Unfähigkeit verbirgt, teilweise oder ganz. Ganz selten sind Potenzprobleme nicht.
Und statt sich mit dem Thema Impotenz auseinandersetzen, nach Ursachen zu suchen, wird die Situation lieber vermieden.
So kann Mann zumindest seine Fassade wahren.

Ich lernte mal einen Mann kennen, der hat den Selbstbetrug soweit perfektioniert, dass er sogar so tat, als wäre was gelaufen...

W, 50
 
  • #43
HE! In einem anderen Thread hast Du doch gerade geschrieben, dass Frauen ehrlicher sein sollten mit den Wahrheiten, warum sie einen Mann nicht mehr wollen. Wieso das jetzt hier?
OK, da hast Du einen Punkt.
In einem Fall geht es darum was Frauen erfahrungsgemäß sagen und hier geht es nun darum, was man einer Frau sagen könnte und das wäre z.B. auf jeden Fall nicht, dass sie zu kräftig ist.
Mit dieser Wahrheit kann eben kaum eine Frau konstruktiv umgehen, so meine These.

Der FS im Nachbarthread aber durchaus, er hat nur (noch) keine Ahnung vom Leben, weiß nicht wann eine Frau eine Korb verteilt .

Ja, Du hast ganz recht, ich messe hier gerade mit zweierlei Maß, aber liege ich denn so falsch ?


Und statt sich mit dem Thema Impotenz auseinandersetzen, nach Ursachen zu suchen, wird die Situation lieber vermieden.
So kann Mann zumindest seine Fassade wahren.
Das ist ja auch OK, dann könnte die FS ja mit demjenigen (falls das bei ihrem Mann vorligen sollte) ja ein Arrangement treffen.
Einzig und allein: das hat sie nicht und will sie im Grunde genommen wohl auch nicht. Sie ist bequem und denkt sie komme auf diesem Weg schon damit durch. Wird sie aber nicht.

Ich halte es für durchaus wahrscheinlich, dass die FS ihren Mann schon noch "erwecken" könnte und zwar so, wie ich das ganz oben beschrieben habe. Eben auch mit Druck.
 
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  • #44
Ja, Du hast ganz recht, ich messe hier gerade mit zweierlei Maß, aber liege ich denn so falsch ?
Was ist denn so schlimm daran, wenn die Frau, die zu kräftige, erstmal sauer ist, weil man es ihr so ins Gesicht sagt? Ist doch auch feige, wegen des Stresses, den sie machen könnte, weil ihr offen gesagt wird "du bist nicht mehr schön für mich", es nicht zu sagen. Die Schuld hier in die Frauenschuhe zu schieben und es gar nicht erst zu probieren, finde ich falsch.

Sie ist bequem und denkt sie komme auf diesem Weg schon damit durch.
Joah, schon wieder zweierlei Maß? Wobei ich das viel heftiger finde, einen Mann zu betrügen und ihm das sagen zu sollen, als einer Frau zu sagen, dass sie zu ... kräftig ist. Bequem und feige bei dieser kleinen "nimm bitte mal ab"-Ansage ist für mich schon etwas feiger als beim Betrugsgeständnis. Versteh mich nicht falsch, ich finde Betrug absolut daneben. Aber schwerer zu gestehen als "du bist zu kräftig", wegen des Maßes an Stress, den ich im folgenden vermute.
 
  • #45
Joah, schon wieder zweierlei Maß? Wobei ich das viel heftiger finde,
Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich Dich nicht verstehe oder Du mich nicht.
Ich rate der FS doch eigentlich gar nicht reine Tisch zu machen, sondern gebe ihr aber den kleinen Tip, ihre Bedürfnisse klar und deutlich in das erste echte Gespräch über die gemeinsame Sexualität einfließen zu lassen, so dass sein Mitverantwortung auch zum Tragen kommt.
Um sich dann, wenn er wirklich für die FS keinerlei Lösung anzubieten hat vielleicht eine "Carte Blanche" für ein außereheliche Sexaffäre zu holen und dadurch ihre jetzige Affäre im Nachhinein zu "legalisieren".
Im Grunde sogar eine fiese Taktik.
Aber ich glaube, sie belügt uns (genau wie ihren Mann) und will in Wirklichkeit ein konstruktives Gespräch gar nicht führen. Und wenn sie bisher mit ihm gesprochen hat, dann garantiert ohne ihm eine Lösung (und sei es ihre Affäre) anzubieten.

Das ist feige, obwohl bei diesem Weg für die FS durchaus eine reale Chance besteht, die eheliche Beziehung zu erhalten und vielleicht durch die Nicht-Lügerei ein etwas liebvolleres Zusammenleben zu ermöglichen.

Ist doch auch feige, wegen des Stresses, den sie machen könnte, weil ihr offen gesagt wird "du bist nicht mehr schön für mich", es nicht zu sagen.
Es geht hier nicht nur um "Stress machen".
Wenn es nur DAS wäre , dann wäre es tatsächlich feige..

Aber, wie ich oben schon schrieb:
Die männliche Aussage "Du bist mir zu kräftig" wird für die Frau in der dann einsetzenden Kettenreaktion in fast allen Fällen einer indirekten Aufforderung zur Trennung gleichkommen.

Die Frau wird diesen Schaden an ihrer grundsätzlichen sexuellen Anziehung (fast immer) im Rahmen einer Beziehung nicht verpackt bekommen, weil dann eine wichtige Basis für weiblichen Sex wegbricht.
Fast immer das Ende, weil sie sich sexuell nicht mehr öffnen kann und mit dem Mann dann Stellvertreter-Konflikte auftreten.
Das wissen bzw. ahnen wir Männer.
Und ist es denn dann wirklich "feige", eine Beziehung wegen eines "Mangels" zu riskieren, denn Mann vielleicht als ärgerlich empfindet aber nun weißgott auch nicht die Beziehung deswegen aufgeben will ?

Oder ist das dann einfach nur klug ? Also vergleichst Du hier nicht Äpfel mit Birnen?

Wenn die Ehefrau etwas zu eine Mann sagt (z.B. "Dein Penis ist mir zu klein"), dann ist da auch ein Schaden, aber einer, bei dem sie eben nur "Stress", aber nicht das Beziehungsende erwarten muss.
Denn wir Männer sind einfach nicht so fixiert auf unsere eigene sexuelle Anziehung ( konnten wir davon jemals ausgehen, wenn man nicht gerade B.Pitt heißt ?) , bzw. das Überleben einer Beziehung hängt davon meistens wohl eher nicht ab.

Man kann uns Männer wirklich mit vielen Dingen schwer treffen, im vorliegenden Falle der FS natrülich vor allem mit dem vollzogenen Betrug, mit einer Kritik am Äußerlichen allerdings nicht so.
 
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  • #46
Nein. Der will überhaupt nicht mehr. Sagt er ja auch. Sein Verhalten passt auch gut zu seinem Gesagten.

Vielleicht kickt ihn es ja, dass du eine verheiratete Frau bist? Du bist bequem. Er geht davon aus, dass du nicht "mehr" willst, da du ja verheiratet bist.

Sag ihm das nächste Mal im Scherz, dass du vor hast, dich scheiden zu lassen. Dann hättet ihr mehr Zeit füreinander. Er freut sich dann sicher total.
 
  • #47
Eigentlich wollte ich nicht meine Ehe mit Euch besprechen, aber ihr versucht mir Lösungen aufzuzeigen, also bin ich gerne bereit mehr Informationen zu geben.

Phu wo fang ich an:

Meine Ehe an sich ist m. E. normal. Wir sind jedes Wochenende mit den Kindern unterwegs, schmeißen den Haushalt zusammen, haben keine Geldproblembe und ich denke wir sind auch gute Eltern.

Das Problem im sexuellen fing nach dem 2. Kind so richig an. Zwischen dem 1. und dem 2. Kind (4 und 8 Jahre) hat es auch mal geschwächelt aber war lange nicht so wie jetzt. Nach dem 2. Kind, worauf er sich fast mehr gefreut hat wie ich (nur für den Fall das ihr denkt es liegt daran) kam von seiner Seite keine Annäherungen mehr.

Ich habe mir nicht sonderlich viel dabei gedacht. Ich hatte Lust, also habe ich die Initiative ergriffen. Nach einer Weile merkte ich dann, wenn ich nicht anfange läuft nix. Also suchte ich das 1. Gespräch. Ich habe weder zugenommen, noch mich sonst äußerlich verändert. Zumindest nix wo man denken könne es liegt daran. Er hat sich nach dem 2. Kind sterilieren lassen, was so wie er sagt, aber kein Problem ist.

Er sagte er brauche den Sex nicht unbedingt. Wenn wir es machen ist es schön, aber es fehlt ihm auch nicht. Er hat abends keine Lust, tagsüber schon eher, aber da sind wir ja auf Arbeit. Seine Worte.

Ich habe es so aktzepziert, da jeder mal so eine Phase hat. Ich übernahm weiter den Part immer anzufangen. Nur wurde er dann immer passiver. Er bemühte sich weniger als sonst, die Leidenschaft fehlte und er wurde mehr zum Genießer. Ich habe nichts absolut nichts dagegen, wenn der Partner genießt, aber immer!?

Es folgten weitere Gespräche. Ich habe versucht herauszubekommen was der Grund ist, aber ich fand keinen. Also habe ich es anders versucht und ihm gesagt, dass ich das so nicht schön finde und möchte das wir eine Lösung finden. Es fühlt sich komisch an, wenn man das Gefühl hat der andere macht nur mit. Wisst ihr was ich meine?
Es sagte, das er versuchen möchte das es wieder anders wird.

Das passierte aber nicht.

Ich fühlte mich dann irgendwann recht blöd immer anzufangen, er recht passiv und ich die, die immer will. Also habe ich nicht mehr angefangen. Ich dachte er wird schon mal Lust haben. Aber nein.

Und dann kam der andere Mann in mein Leben... Den Rest kennt ihr ja.
 
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  • #48
Jetzt wird das Bild endlich deutlicher:

Und ich hatte recht. Er ist keineswegs so, dass er keine Lust auf Sex mit seiner Eherau hätte, er will nur nicht den aktiven Part spielen, weil ihm das noch nie lag.
Ich versteh das auch, aber da muss ich ihm als Mann leider ankreiden, dass er sich dann eben nicht die sexuell passende Frau ausgesucht hat.
Das ist klar sein Fehler.


Wenn sowas funktionieren soll, muss

Und das ist natürlich nun auch tragisch

Er hat sich nach dem 2. Kind sterilieren lassen, was so wie er sagt, aber kein Problem ist.
Ich auch, ist tatsächlich eber kein Problem

Er bemühte sich weniger als sonst, die Leidenschaft fehlte und er wurde mehr zum Genießer. Ich habe nichts absolut nichts dagegen, wenn der Partner genießt, aber immer!?
Sehe ich ein.
Niemand will immer anfangen.

So wie die FS ist einfach die Masse der Frauen. Sie wollen nicht gerne der aktive Part sein und gerne selbst geniessen. Das wird auch hier im Forum immer wieder deutlich.
Aber immer denken sie, dass wir Männer bestimmt einen riesen Spaß daran hätten den Sex unserseits aktiv zu gestalten und zu "geben".

An dem Bespiel der FS sieht man, das das eben nicht selten nicht so ist.
das habe ich auch irgendwann gemerkt und mir deshalb eie Frau gesucht, mit der zumindest dann alternativ eine gemeinsame Sexualität viel Spaß macht.

Ich fühlte mich dann irgendwann recht blöd immer anzufangen, er recht passiv und ich die, die immer will. Also habe ich nicht mehr angefangen.
Lieb FS, und genau an dem Punkt war Dein Fail.

Genau hier hättest Du ihm dann drohen bzw. vorschlagen müssen, dass Du Dir den Sex dann eben woanders holst, wenn er nicht zumindest in einem für Dich guten Anteil (Hälfe?) auch mal den aktiven Part übernimmt, damit die FS "geniessen " kann.

Dann hättest Du jetzt keine Problem, weil die Affäre dann quasi legal wäre oder Dein Mann hätte sch massiv angestrengt.
In beiden Fällen wärst Du wesentlich besser dran.

Statt dessen fängst Du an Dich in die geheime Sexaffäre zu verlieben...Megafail. Ich befürchte, das Dein Mann unter diesen Umständen bald Wind davon bekommt, was da abgeht.
Er (der Geniesser) wird sich auch jetzt schon denekn, dass da etwas nicht mehr stimmt.

Deine Affäre wird aber niemals mehr von Dir wollen, als das, was jetzt da ist. Er wird nicht der Ersatz-Ehemann, wenn der erste hinschmeißt

Da hast Du den Zeitzünder für die Bombe in Eurer Familie gestellt und die zeit läuft ab...tick...tack.
 
  • #49
Eigentlich wollte ich nicht meine Ehe mit Euch besprechen, aber ihr versucht mir Lösungen aufzuzeigen,
Der andere Mann hat Dir klipp und klar gesagt, Du bist nur Ablenkung und für Sex gut; mehr wird das nicht und ist da auch nicht. Vö***n und dann wieder tschüss.

Dein träger Ehepartner ist das einzige Material in Deinem Einflussbereich, mit dem Du arbeiten kannst, soweit ihm noch und vielleicht, was an Dir, der Ehe und dem Familienerhalt liegt.

Vielleicht hat Dein Mann eine MidlifeCrisis, vielleicht ist nach 10 Jahren einfach für ihn alles Gewohnheit und sein Phantasie weg, daher passiv (und will animiert, 100-fach gebeten und betüddelt werden), denn wenn er bei der Sache dann ist, ist es für ihn dann auch ebenso toll, da passt dann wieder, dass er durchaus noch leidenschaftlich ist. Wenn er nur noch müde ist, soll er das beim Arzt abklären, vielleicht ist gesundheitlich (Schilddrüse, Blut, etc.) was bei ihm in der Schieflage oder er hat ein falsches Verantwortungsgefühl, setzt sich keine Grenzen bzw. ein schlechtes, als auch fremdbestimmtes Zeitmanagement und powert sich so aus, oder hat Schlafapnoe.

Ist vielleicht von mir etwas verquer gedacht, aber Du gehst zum anderen Mann ja auch und bietest Dich ihm an als Zeitvertreib und wenn Du zu ihm gehst, weiß er genau, jetzt gibt in jedem Fall Sex mit Dir. Theoretisch könntest Du dies auch deinem Mann sagen, dass in 1 Stunde zu ihm ins Schlafzimmer kommst, ihr euch nett unterhaltet, ein bisschen kuschelt, aber es definitiv Sex geben wird.

Was Dich aber für heftige Liebesgefühle anfällig macht und mich sehr traurig stimmt, ist:

Anfangs wusste er nicht, dass ich verheiratet bin. Wir kennen uns weitläufig, er ging immer davon aus ich sei Single.
Du trittst in deinem Umfeld mit deinem Mann nicht als Paar auf und ihr nicht als Paar wahrgenommen bzw. seid als Paar in eurem Umfeld bekannt, deshalb die Außenwirkung auf andere, Du wärst Single. Das heißt auch, nahezu allein unterwegs zu sein, viel ohne Partner oder auch wenn mit Partner, dann distanziert, wie Fremde und im Auftreten und Gesprächen, Aussagen als wäre man Single. Passt auch zu deiner Beschreibung Zweck-Ehe.

Gibt es noch etwas, wofür Du Deinen Mann wichtig findest, außer dann auf eure Kinder aufzupassen, damit Du Zeit für deine Affäre hast?
Wozu und wofür brauchst noch deinen Mann und könntest Du eigentlich nicht schon ganz auf ihn verzichten?

.
 
  • #50
Sie schreiben, ab dem 2. Kind wollte Ihr Mann nicht mehr. Gab es in der Phase irgendein Ereignis, das ihn negativ beeinflusst haben könnte? War er bei der Geburt dabei? War es eine schwere Geburt? Männer können durch solche Eindrücke für immer die Lust auf ihre Frau verlieren.
 
  • #51
So wie die FS ist einfach die Masse der Frauen. Sie wollen nicht gerne der aktive Part sein und gerne selbst geniessen.
Leider ist auch die Masse der Männer so. Zumindest ein nicht geringer Teil, der nach Außen hin der bestimmende, dynamisch wirkende Part sein will, weil es immer bequemer ist andere für sich springen zu lassen, aber die Frau soll springen, organisieren und anleiern. Die eigentliche Hintergrundarbeit erledigen, idealerweise um den Mann rotierend mit Blick darauf, wann er zu animieren ist.

Das ist etwas überspitzt. Aber im Grunde ist ein Mann, der wahrhaftig der aktive Part ist und der auch gefällt, ein kleiner Sechser im Lotto, der sich zudem in der Affäre noch bemühen muss, sonst ist die Affäre schnell beendet und er muss erstmal eine neue klarmachen.

Ich habe teilweise Verständnis für die verzwickte Lage der FS, da ich mich gerade in einer Sexbeziehung über den für mich guten, weil aktiven, Sex verliebt habe, obwohl ich präventiv auf Distanz achtete, zuviel Nähe immer abblockte, und nach ein paar Minuten Smalltalk flüchtete. Am Ende achtete ich wie sie auf jeden Krümel, der so aussah als bedeutete ich ihm mehr. Ich trauerte auch noch nach Jahren dem Sex hinterher, 3 Monate Spaß, 3 Jahre Leid und emotionale Abhängigkeit.

Genau hier hättest Du ihm dann drohen bzw. vorschlagen müssen, dass Du Dir den Sex dann eben woanders holst, wenn er nicht zumindest in einem für Dich guten Anteil (Hälfe?) auch mal den aktiven Part übernimmt, damit die FS "geniessen " kann.
Diese Verhaltensweise muss zum Naturell passen, damit sie selbstsicher wirkt, anderenfalls wird eine solche Drohung als nur hysterisch wahrgenommen. Oder nicht ernst genommen, wenn der, dem gedroht wird, es sonst gewohnt ist, bedient und nicht angedroht zu werden.
 
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  • #52
Diese Verhaltensweise muss zum Naturell passen, damit sie selbstsicher wirkt, anderenfalls wird eine solche Drohung als nur hysterisch wahrgenommen.
Wie das wahrgenommen wird, ist doch erstmal sein Problem, nicht das der der FS.

Aber das glaube ich auch nicht, dass so was irgend ein Ehemann unterbewertet. Viele könnte vielleicht auf die Idee kommen, sich sofort zu trennen, alleine des Gdankens wegen.

Wenn die FS sich dann ganz offziell einen Liebhaber, wie den nun vorhandenen geheimen, anlacht, wird ihm die "Hysterie" schnell vergehen.