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Gast

  • #1

Wir haben uns getrennt, mir gehts so schlecht, was soll ich tun?

Hallo,

gestern Abend haben mein Freund und ich (37) uns im Bösen getrennt. Er hat mir immer wieder gesagt, dass er sich nicht sicher ist, das ihm alles zu viel ist. Er ist 41 Jahre und 16 Jahre Dauersingle gewesen. Ich habe immer gedacht, dass es mit uns funktionieren wird, habe zurückgesteckt, mir manche doofe Bemerkung gefallen lassen .... aber gestern konnte ich nicht mehr. Er will mich überall mit hinnehmen (zu Freunden und Familie) aber zu meiner Familie oder Freunden will er nicht. Diese Unsicherheit von ihm hat mich immer wieder nachdenklich und traurig gemacht. Ich weiß, ich sollte froh sein, dass es vorbei ist aber mir gehts richtig schlecht. Wir waren nur ein paar Monate zusammen, warum haut mich das so um? Das schlimmste ist, dass ich ihn jeden Tag im Büro sehe, da er unserer Zulieferer ist. Ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll?
 
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Gast

  • #2
Fühl dich erst mal gedrückt, Trennungsschmerz ist etwas Schlimmes.. Aber da muss man durch, und siehe da: man überlebt es auch ;-)

Zunächst mal denke ich, dass er wohl sowieso nicht "der Richtige" für dich war. Erstens wäre er sonst jetzt an deiner Seite, und zweitens, dass du "zurückstecken" und "doofe Bemerkungen" einstecken musstest, klingt doch nicht sehr gut! Sicher, ein bisschen zurückstecken muss man in jeder Beziehung, aber das sollte beidseitig sein. Und Respektlosigkeit geht gar nicht!

Wie du dich verhalten sollst? Zuhause kannst du weinen, schreien, den Schmerz zulassen. Aber am Arbeitsplatz sollst du dich ihm gegenüber möglichst würdevoll verhalten. Also nicht arrogant oder abweisend oder weinerlich, sondern einfach professionell-erwachsen. Ihr habt es probiert, es hat nicht funktioniert, das Leben geht weiter. Wahrscheinlich ist es sowieso besser so für dich, du kannst jetzt einen passenderen Partner finden!

Du musst dich jetzt Schritt für Schritt auf dich konzentrieren. Was tut dir gut? Gesundes Essen, viel Bewegung, viel mit Freunden unterwegs sein und die meinetwegen auch zuheulen, ein neues Hobby ausprobieren, das Selbstbewusstsein neu aufbauen - jetzt kannst du wieder zu dem Menschen werden, der du sein willst!

Es wird eine Zeitlang weh tun, aber dann werden der Schmerz und die Enttäuschung verblassen und er wird an Wichtigkeit verlieren!

Du schreibst, dass ihr euch "im Bösen" getrennt habt - vielleicht schafft ihr hier noch eine respektvolle Aussprache, in der ihr euch eure Zuneigung zugestehen könnt, mit der gleichzeitigen Einsicht, dass ihr eben einfach nicht so gut zueinander passt. (Und euch gegenseitig alles Gute wünscht, aber das kann schwer sein, wenn die Enttäuschung noch so frisch ist.)

Kopf hoch!
 
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Gast

  • #3
1) lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Sei froh, daß Du ihn los bist.

2) Solltest Du es anders sehen: Gehe zu 1)
 
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Gast

  • #4
Liebe junge Frau

es ist der Schock, dass du froh bist, von diesem komischen Mann, der 16 Jahre Dauersingle war, weg zu sein. Es geht vorbei, ganz sicher!

Holte dir notfalls prof. Hilfe, Akkupunktur hilft auch bei solch seelischen Schmerz. Ich halte es für sehr sinnvoll mal zu überlegen, warum du emotional so überreagierst, bei so einem Mann, den du dazu so wenig kanntest. Da scheint auch bei dir was nicht in Ordnung zu sein, vor allen Dingen, wenn du immer zurück gesteckt hast usw.

Also schau vor allen Dingen bei dir, warum du dich auf so einen Mann eingelassen hast.

Oft trifft man Menschen, damit man was lernen kann.

w 50
 
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Gast

  • #5
Hallo,

ich kann dich SOOOOO gut verstehen!
Stecke im Moment auch gerade mitten in einer Trennung...
Auch, wenn der Kopf weiß, dass diese Trennung wahrscheinlich gut ist/war und dein Unterbewusstsein es offensichtlich auch wusste, dass etwas nicht stimmte (er kam nicht zu deinen Freunden mit etc.), das Herz will und kann das Alles noch nicht begreifen. Es tut einfach irre weh.
Das Einzige, was mir jetzt hilft, ist a) Zeit und b) meine Erfahrung (aus vorherigen Beziehungen), dass es besser wird und man am Ende froh ist, wie es gekommen ist.
Trotzdem: Ich fühle mit dir und drücke dich auf diesem Weg GANZ FEST!
 
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Gast

  • #6
Liebe Mitleidende
Mein Mann und ich haben uns gerade getrennt und das
nach 32 Ehejahren.
Seit gestern ist es beschlossene Sache.
Er konnte und kann seine Finger nicht von anderen Frauen lassen.
Abgesehen davon war unsere Ehe seit einigen Jahren nur noch eine Farce.
Obwohl ich die Trennung auch will, fühle ich mich gedemütigt, verraten und ausgenutzt.
Er hilft gerade seiner Neuen, das Nest vorzubereiten.
Ich war jahrelang stark und habe alles gemanagt, er hat nur seinen Job gemacht und das wars.
Ich arbeite auch, versorge unseren Hund, Haushalt usw.
Eigentlich muss ich froh sein, dass ich ihn endlich los bin.
Wir trennen uns würdevoll, ohne Hass und Streit, anders wäre das für mich unvorstellbar.
Nur leider dauert es noch ein paar Wochen, bis er auszieht und das ist zusätzlich belastend.
Aber HEY, ich bin endlich wieder Single, auch wenn ich 54 bin, ich bin hübsch, nicht doof und habe Arbeit und den Rest kriege ich auch noch hin.
Der nächste Mann wird auf Herz und Nieren geprüft.
Aber erstmal können die Männer mich mal.
Ich muss jetzt sehen, dass ich zu mir komme, mich an mein neues Leben gewöhnen und mir Gutes tun.
Das solltest du auch.
Frage dich ernsthaft, was DU willst!!
 
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Gast

  • #7
Hallo!

Ich kenne viele Paare, die eigentlich nicht mehr gut auskommen miteinander, aber trotzdem aus
Bequemlichkeit zusammenbleiben. Ich bin single und würde es in so einer Beziehung nie aushalten.
Darum sage ich, dass eine Trennung auch was Schönes bringen kann. Später, nachdem man es
verkraftet hat, geniesst man wieder das Alleinsein, bis ein neuer, netter Partner kommt.
Lieber alleine sein, als zu zweit einsam sein und sich Beleidigungen anzuhören.

Wie gesagt, ich kenne viele Paare, die sich eigentlich trennen sollten, weil sie nur noch wie Ge-
schwister fühlen.

Es gibt nichts Vergängliches, als die Liebe.

Kopf hoch und denk an die schöne, auf Dich zukommende Zukunft ohne diesen komischen Typen.
 
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Gast

  • #8
FS, du stellst zwei Fragen.
Warum geht es mir so schlecht? Weil mit der Trennung nicht nur die reale Beziehung - so sch..... wie sie war - gestorben ist sondern zuallersrst deine Hoffnung auf eine richtig tolle Beziehung. Du hast
dich in ein Bild / eine Projektion verliebt. Das ist der normale Weg. Der andere verliebt sich aus zuerst in ein Bild / eine Projetion. Dann geht er, und du bekommst keine Chance zu ergründe, ob der Mann dem Bild entspricht, das du dir machst. Natürlich entspricht er das nie voll. Aber dann geht es weiter mit-finde ich den Menschen der nicht meinen Bild enspricht wegen anderer Sachen die er hat trotzdem
so toll, dass ich mit ihm zusammensein will. Diese Chance hat er dir genommen.

Soweit die Antwort auf Frage 1 - in Normalfall. Bei dir kommt erschwerend noch hinzu, dass dieser Mann ständig in deinem Blickfeld auftaucht. Zulieferer. Damit wird immer wieder das Bild zum Leben erweckt, und du stürzt immer wieder ab.

Was tun? Auch das sind zwei Fragen. Was tun äußerlich, am Arbeitsplatz. Stiff upper lip oder Countenance wahren. Professionelle Höflichkeit. "Natürlich unterschreib ich den Lieferschein."
"Schönes Wochenende" "Wetter ist schön". Mach Smalltalk und sag dir, alle guten Wünsche von ihm für dich bedeuten nichts. Ist es dir möglich, zur Arbeit ab und an Kleidung zu tragen - die ihm nicht gefällt ?
Die zweite Frage - zunächst mal musst du eine gewisse Zeit vergehen lassen, ehe du Ursachenforschung - warum du so abgestürzt ist, warum du dich in diesen Mann verguckt hast, warum er nicht zu dir passt - betreiben kannst. Such dir am Wochenende ein irgendwas was dich beschäftigt-
- Kino ist besser als Fernsehen zuhause
- Fensterputzen ist besser als sich für ihn die Nägel zu lackieren.
Handeln in irgendeiner Form. Mach eine Liste, welche Handlungsmöglichkeiten du hast.
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