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  • #1

Wir leben eher eine WG, als eine Ehe - Trennung, ja oder nein?

Ich bin mit meinem Mann seit 8 Jahren verheiratet und wir haben zwei Kinder (7 und 2). Seit Jahren findet zwischen uns so gut wie keinerlei Gefühlsaustausch mehr statt. Ich rede hier nicht nur von Sex (der natürlich auch irgendwann nach Jahren mal fehlt), sondern vor allem vermisse ich es nicht mehr geküsst oder mal in den Arm genommen zu werden.
Wir leben tatsächlich wie gute Freunde in einer WG zusammen. Mehr nicht. Auf mehrfaches Nachfragen meinerseits, ob er vielleicht eine Andere hätte, verneinte er immer und ich glaube ihm das sogar.
Da ich mittlerweile Anfang 40 bin, raten mir immer mehr Menschen in meiner Umgebung mich von meinem Mann tu trennen. So nach dem Motto: Jetzt läßt sich das Steuer noch rumreißen und attraktiv genug bin ich auch. Jetzt sind die Kinder noch relativ klein und eine neue Partnerschaft natürlich einfacher, als wenn ich noch warte bis sie pupertieren.

Was ist hier die geschätzte Meinung?
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  • #2
Eine leere Beziehung also. Bist du sicher, dass er sie nicht mehr mit Leben füllen will? Dann würde ich über Trennung sprechen. Diese Öde hat keiner verdient.
Ich habe diese Tage mal wieder in Tiki Küstenmachers "Simplify your life" reingeschaut, vielleicht findest du da was passendes für dich.
w43
 
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  • #3
Liebe FS, mir ist das etwas zu einfach geschildert. Du schreibst, Du hättest ihn angesprochen ob er eine Andere hätte, was verneint wurde. Hast Du ihm denn auch mitteilen können, was Dir fehlt und wo Deine Bedürfnisse sind? Das du überlegst ob Du so mit ihm weiterleben willst?

Seit Jahren keinen Sex mehr, kann ja nicht so ganz stimmen, wenn Euer kleines Kind erst 2 Jahre alt ist. Also scheint doch vor 2 Jahren und 9 Monaten noch alles in bester Ordnung gewesen zu sein.

Setz Dich mal hin und überlege, was hat sich seit dem geändert, bei Dir und bei ihm, ohne Schuldvorwürfe. Und wenn Du merkst, was schief gelaufen ist, versuche Gespräche mit Deinem Mann, aber so, dass es nicht um Schuld geht, sondern darum Eure Ehe wieder zu einer zu machen.

Mit einer Trennung würdest Du es Dir sehr einfach machen. Ich finde Deine Kinder haben Anspruch darauf, dass du es zumindest nocheinmal ernsthaft versuchst.
w/45
 
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  • #4
Da ich mittlerweile Anfang 40 bin, raten mir immer mehr Menschen in meiner Umgebung mich von meinem Mann tu trennen. So nach dem Motto: Jetzt läßt sich das Steuer noch rumreißen und attraktiv genug bin ich auch. Jetzt sind die Kinder noch relativ klein und eine neue Partnerschaft natürlich einfacher, als wenn ich noch warte bis sie pupertieren.

Was ist hier die geschätzte Meinung?
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Ich glaube, Du täuschst Dich. Ich würde an Deiner derzeitigen Familie festhalten und die Unzulänglichkeiten abstellen.

1. Du nimmst Deinen Kindern den leiblichen Vater. Patchworkväter sind nicht das gleiche. Und direkt schlecht läuft Deine Ehe anscheinend nicht (Streit, Gewalt, Betrug). Mit anderen Worten, Du stellst Dein Wohl über das der Kinder.

2. Du glaubst, daß Du mit Anfang 40 und 2 Kindern auf dem Partnermarkt noch große Chancen hast? Wache auf, aber ohne Deine Ehe zerstört zu haben. Männer in Deinem Suchradius wollen entweder die jüngere Kinderlose, um noch selber eine Familie zu gründen oder Dich zum Sex. Schon viele Singlefrauen um die 40 ohne Kinder haben es nicht leicht, einen Mann zu bekommen. Du bist keine 25 mehr!. Ich denke, Deine Chancen werden erst wieder besser, wenn die Kinder fast aus dem Haus sind und die Männer in dem Alter sind, daß sie auch keine Frau für die eigene Familie mehr suchen, also in frühestens 10 Jahren.

Also, gehe die Baustellen Deiner Ehe an, Du hast ein Luxusproblem.
 
  • #6
Liebe Fragestellerin! Für Deine Kinder ist es extrem ungünstig, Dich in diesem Alter zu trennen und keine intakte Familie mehr zu haben. Deine Annahme, dass die Partnersuche als Alleinerziehende mit kleinen Kindern leicht sei, ist schlichtweg unzutreffend.

Wenn Du Dich jetzt trennst, dann solltest Du davon ausgehen, dass Du nicht so bald wieder eine stabile Partnerschaft führen wirst. Schau den Tatsachen in die Augen!

Es ist meines Erachtens einfach Deine Pflicht, jetzt mal dem Versprechen "wie in guten Zeiten, so in schlechten Zeiten" zu folgen. Man kann nicht immer gleich aufgeben und keine Ehe ist einfach leer, sondern sie wird nur nich von Euch gefüllt. Unternehmt mehr zusammen, schafft Zweisamkeit, Spaß, neue Erlebnisse. Arbeite aktiv an Deiner Ehe!

Du irrst Dich, wenn du meinst, dass die Arbeit für Deine Ehe mehr wäre als für eine neue Beziehung. An Partnerschaften muss man immer arbeiten. Sowohl an neuen als auch an alten.
 
  • #7
Ich halte das für normal, daß eine in die Jahre gekommene Ehe mehr Kameradschaft (das ist das altmodische Wort unserer Eltern dafür) als erotisches und aufmerksamkeitsspendendes Schlaraffenland ist.
Die Kinder sind für eine Trennung zu klein, finde ich. In der Pubertät brauchen sie einen Vater. (Aus eigener Erfahrung, meiner Tochter hat er gefehlt.)
Etwas anderes wäre es, wenn ihr euch in verschiedene Richtungen entwickelt hättest ud es deshalb Streit und extreme Konflikte gibt. Da könnte eine Trennung tatsächlich nötig sein. Ihr stagniert aber beide, wie es scheint.
Tu etwas für dich. Für deine Seele, deinen Körper, mach ein paar Sachen, die dir Spaß machen und bring einfach mal etwas frischen Wind in euer Sexleben.
Eine Garantie, daß ihm in drei oder vier Jahren eine etwas aufgewecktere Frau das Hirn rausmontiert und tieferlegt, ist das zwar nicht, aber wenigstens ein Anfang, etwas auf Touren zu kommen.
 
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  • #8
Liebe FS,

ich lese in deinen Zeilen nicht, ob du schon mal nach den Ursachen der Beziehungsprobleme gesucht hast bzw. deinem Mann erzählt hast, wie es dir geht und welche Auswirkungen so eine gefühlslose Ehe auch auf die Kinder hat.

Es gibt zu diesem ganzen Thema auch sehr gute Bücher, um sich selber auf die Spur zu kommen.

Es gibt die Möglichkeit der Paarberatung, Eheberatung, du hast die Persönlichkeit deines Mannes auch noch nicht beschrieben. Sind die von euch genutzt worden?

Ehe nicht die Ursachen eurer eingeschlafenen Ehe gefunden wurden, würde ich mich nicht trennen.

[mod]
 
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  • #9
Dringende Empfehlung: Erst einmal kämpfen: Gespräche, schöne Dinge gemeinsam machen, Paar- therapeut... Wenn es doch zu einer Trennung kommt dann kannst du dir, deinem Ex-Mann und vor allem deinen Kindern sagen: Ich habe alles probiert! Das ist sooo wichtig.
Bei mir war es auch so, ich war mit meiner "Schwester" verheiratet und ich habe zu wenig gekämpft. Das bereue ich sehr und das hat auch bis jetzt ein neues Glück verhindert.
Kämpfe!!! Alles Gute !!
m/46
 
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  • #10
Liebe FS, ich würde das Gespräch mit meinem Mann suchen und versuchen heraus zu finden,m woran das liegt. Möglicherweise ist Eure Partnerschaft zum Erliegen gekommen, weil keine Impulse von außen mehr kommen. Zu viel Nähe erstockt die Leidenschaft sehr schnell, besonders, wenn die Partnerschaft und Zweisamkeit auch durch die Kindererziehung "beeinträchtigt" ist.

Unternehmt doch wieder etwas getrennt voneinander, nicht immer nur als Familie, dann wird die Partnerschaft wieder spannender. Oder nehmt Euch eine Auszeit von der Familie und organisiert ein Wochenende zu zweit ohne die Kinder, wenn das geht.
So schnell eine Ehe "wegwerfen" würde ich nicht.
 
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  • #11
Liebe FS,

ich bin nach nunmehr 18 jähriger Ehe in einer ähnlichen Situation wie du. Habe ebenfalls 2 Kinder (14 +12 Jahre) und wollte im letzten Jahr nach ca. 6 Jahren „WG-Beziehung“ die Ehe beenden. Doch irgendwann kam dann doch die Einsicht den „Ehe turn-around“ wieder hinzubekommen; denn die Vertrautheit von 22 gemeinsamen Jahre wird man in der Regel mit neuen Partnern nicht mehr erlangen. Nach vielen Aussprachen nehmen wir nunmehr die Dienste einer professionellen
Eheberatung in Anspruch, gehen wieder aufeinander zu und versuchen mind. 1x wöchentlich eine „kinderlose“ Unternehmung (Essengehen, Kino, usw.) hinzubekommen.
…aber der Weg zu einer „neuen“ erfüllenden Ehe ist noch weit!
Bezüglich einer neuen Partnerschaft lasse dir eines sagen:
Diesem Forum zufolge ist das Anspruchsdenken und die No-Go´s vieler Suchender zu allen auch noch so banalen Punkten (Aussehen, Glatze, Größe, Sex usw.) dermaßen groß, dass man froh sein sollte nicht in diese “Mühle“ zu geraten. Ich denke man sollte daher immer versuchen eine lange Ehe zu erhalten; …und der Kinder wegen allemal!!!

Viel Glück
M50
 
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  • #12
tolle Freunde, die dir da Tipps geben! Ich meine, ein eEhe, bleibt nicht ewig wie in jungen Jahren konstant! Deine Kinder sind noch klein, die Kinder stehen immer an 1. Stelle, sogar vor den Eltern!
Denke an sie! Sie brauchen Mutter und Vater

Auch wenn du Angang 40 bist, es wird nicht besser! Welcher Mann nimmt schon eine Frau ernsthaft als Partnerin, die schon 2 Kinder hat? Der neue Mann würde dich nur ausnutzen!
Bleib bei dem was Du hast! Dein Mann scheint nicht gewalttätig zu sein, euer Eheleben ist wie so oft im Leben bei vielen eingeschlafen! Versuch etwas, um deinen Mann aus der Trägheit herauszuholen, um mehr Pfeffer in euer Eheleben zu bringen, da bibt es do viele MÖglichkeiten aber eine Trennung würde ich dir nicht raten! In vielen andren Familien/ehen sieht es auch nicht unbedingt vieel besser aus! Also: Kopf hoch und daren arbeiten und vorallem reden!!!!
 
  • #13
Du hast ihn angesprochen und versucht etwas zu ändern, es tut sich nichts. Jetzt bist Du Anfang 40. StellDir mal vor das geht noch 50 Jahre so weiter, willst Du das? Du hast nur ein Leben, und das ist zu kurz um es mit den falschen Menschen zu verbringen.
 
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  • #14
Du hast ihn angesprochen und versucht etwas zu ändern, es tut sich nichts. Jetzt bist Du Anfang 40. StellDir mal vor das geht noch 50 Jahre so weiter, willst Du das? Du hast nur ein Leben, und das ist zu kurz um es mit den falschen Menschen zu verbringen.

Die Alternative ist dann aber:

- Deine Kinder sind Scheidungskinder, die ohne Vater aufwachsen
- Du wirst von Männern lediglich zum schnellen Sex genommen
- Die restliche Männer in Deinem Alter suchen nach der jüngeren Kinderlosen -> Du bleibst allein

Willst Du das?
 
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  • #15
Bleib bei dem was Du hast! Dein Mann scheint nicht gewalttätig zu sein

Aha - so lange der Mann nicht prügelt - ist alles in bester Ordnung?
[mod]

Eine Beziehung sollte mehr sein - als nur eine "nichtgewalttätige" Beziehung.

@FS: Stell' Dir bitte vor, noch viele Jahre so wie bisher zu leben - willst Du das?
Auch hier gilt: Change it, love it, or leave it. Kannst Du es ändern? Kannst Du es akzeptieren, wie es ist? Wenn Du beide Fragen mit "Nein" beantwortest, hilft nur ein Gehen.
 
  • #16
<- mod Angriff gelöscht >
-die Kinder wissen schon lange, dass die Beziehung vorbei ist, eine Trennung der Eltern kommt nicht überaschend
-die FS lernt ihren Traumprinzen kennen, der sie auf Händen trägt
-die FS sucht sich einen jüngeren Mann und ist nie mehr allein, denn allein ist sie schon in ihrer Ehe
 
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  • #17

Hauptsache ein Mann im Hause - egal wie gut es der FS damit geht?

Sicher hat die FS auch Angst vor dem Alleinsein. Meine Erfahrung ist, dass frau durchaus besser mit dem Alleinsein klar kommt, als mit ständiger Unzufriedenheit in der Beziehung. Das kann krank machen.
Selbstbewußtsein, auf andere Menschen zugehen, offen sei gehört allerdings zum glücklichen Single-Dasein dazu.
 
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  • #18
Liebe FS,

wie hat denn eurer Eheversprechen ausgesehen bzw welche Vorstellung hast du denn von der Ehe? Wenn es ein "Dich lieben, solange ich Dich scharf finde, der Sex toll ist und wir ganz viel Spaß haben" ist, dann wirst Du Dich wohl trennen müssen. Dann musst Du Dich allerdings auch mit dem Gedanken abfinden, daß Du NIE eine lebenslange Beziehung haben wirst und sehr wahrcheinlich ab 60+ alleine sein wirst. Was man sich von einer Ehe erwartet, sollte man sich eigentlich vorher überlegen. Das hast Du leider verabsäumt. Nach so vielen gemeinsamen Jahren ist der Zustand Eurer Ehe völlig normal. Dachtest Du ernsthaft, es würde jeden Tag spannend und romantisch werden?
Du hast jetzt zwei Möglichkeiten: Verantwortung übernehmen, vor allem auch für Deine Kinder. Oder den scheinbar einfacheren Weg gehen, der allerdings nur zu Beginn einfacher wird. Patchwork ist fast immer Müll, Scheidungskinder fast immer traumatisiert, Du wirst Dich mit den Kindern Deines neuen Partners anfreunden müssen, die für ihn immer an erster Stelle stehen werden. Oder er hat keine und ihm gehen Deine dementsprechend auf die Nerven, schließlich wollte er nie welche. Warum Du meinst, eine Partnerschaft mit so kleinen Kindern sei einfacher als mit größeren, weiß ich nicht. Später wären Deine Kinder immerhin schon selbständiger, könnten ihren Papa schon selber besuchen fahren, usw. Meinst Du ernsthaft, ein neuer Mann freut sich, wenn regelmäßig Dein Ex-Mann vor der Tür steht, um das Kleinkind und den Größeren abzuholen.

Ganz ehrlich, willst Du das Deinem kleinen Kind antun, ohne Vater aufzuwachsen, und ihm stattdessen einen anderen vorsetzen?
 
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  • #19
Die FS kann hier nicht den ultimativen Ratschlag erhalten. Nur sie alleine kann berurteilen, ob die Ehe noch Sinn und überhaupt eine Perspektive hat.

Kinder retten keine Ehe und Kinder werden auch größer und die Eltern älter. Die FS steht wie viele anderen tausend "Unglücklichen" auch vor diesem Dilemma - am Bewährten festhalten., das nicht mehr das Optimum ist, oder einen Neuanfang machen ins Ungewisse.

m, 50
 
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  • #20
Von 11 @ 14: Ein Partner, der nicht gewalttätig ist und trinkt, das ist doch schon ne Menge!
Ich meine, wenn sie einen neuen Mann kennenlernt, wird es auch wie bei allen Menschen durch den Alltag auch öde! Die Chancen stehen schlecht! Sie ist Anfang 40 und hat 2 Kleinkinder, nicht gerade das Ideal überhaupt, um einen neune Partner zu finden!

Nr. 13 hat es auf den Punkt gebracht, so wird es nämlich ausgehen!

Manche Menschen schätzen einfach nicht, was sie haben. Gut, das ihre Ehe nicht so läuft wie in der Kennenlernphase und den ersten Jahren ist klar, wo läuft es schon ideal in einer Ehe?
Da steht die FS nicht alleine!

Der Mann der FS ist nicht perfekt und die FS auch nicht, so schnell die Ehe aufzugeben, ist doch typisch für die heutige Zeit! Als ob an der nächsten Ecke der Traummann schlechthin wartet!
Viele, die sich spontan mal entscheiden, ihre Ehe zu beenden und sich was neues mit einem neuen Partner aufzubauen werden bitter enttäuscht!

Die Männer, die die FS kennenlernen wird, werden wohl hauptsächlich nur auf den schnellen unverbindlichen Sex aus sein, unterm Strich: Sie bleibt alleinstehend!
Ist das gewollt und überhaupt erstrebenswert????
 
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  • #21
Ein Partner, der nicht gewalttätig ist und trinkt, das ist doch schon ne Menge!

Die Männer, die die FS kennenlernen wird, werden wohl hauptsächlich nur auf den schnellen unverbindlichen Sex aus sein, unterm Strich: Sie bleibt alleinstehend!
Ist das gewollt und überhaupt erstrebenswert????

Ich kenne natürlich die Ansprüche an eine Partnerschaft der FS nicht. Wenn diese sich tatsächlich nur auf einen nichttrinkenden und nichtprügelnden Mann beschränkt, sollte sie wirklich bei ihm bleiben. Wenn mehr von einer Partnerschaft - die diese Bezeichnung auch verdient -möchte, wird ihr das wohl nicht reichen.

Sicher - soll frau/man nicht bei der erstbesten Krise davon laufen, bloß weil der Ehe-Himmel nicht mehr rosarot ist.

Übringens verstehe ich die "Schwarzseherei" nicht. Es gibt nicht nur Männer, die AE nur für Sex ausnutzen (auch da gehören immer zwei dazu) und ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass sich die Kinder mit getrennten Eltern besser arrangieren können als in zerrütteten unglücklichen Verhältnissen. Übrigens waren meine Kinder 10 und 12 als ich meinen zweiten Mann kennen lernte, der selbst noch keine Kinder hatte, sich immer Kinder wünschte und froh war nun Kinder zu bekommen, die aus dem Gröbsten raus waren. Auch solche Männer gibts - nicht nur "böse" :)
 
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  • #22
Der Mann der FS ist nicht perfekt und die FS auch nicht, so schnell die Ehe aufzugeben, ist doch typisch für die heutige Zeit! Als ob an der nächsten Ecke der Traummann schlechthin wartet!
Der Punkt ist doch, selbst wenn das stimmen würde und dein geschildertes Horrorszenario (sie bleibt alleinstehend) nicht einträfe, würde ja in 8 Jahren alles wieder gleich aussehen. So ist das nun mal.
Ich glaube, alle, die hier schreiben, dass der Mann wengistens nicht gewalttätig oder fremdgehend sei, wollen eben betonen, dass die Ehe in Wahrheit nur die ganz typischen Abnutzerscheinungen aufweist und der Frust der FS zwar verständlich, aber lediglich ein Resultat viel zu hoher Erwartungen ist.

FS, ich denke, du solltest dir überlegen, ob du die serielle Monogamie bevorzugst oder doch etwas lebenslanges, wie du es noch bei der Eheschließung wolltest. Wenn es letzteres ist, bleib bei deinem Mann: Es wird aller Wahrscheinlichkeit nach nur schlechter und der neue Mann wird jedenfalls das Defizit haben, deine Kinder nicht so zu lieben wie deren Vater. Falls du ersteres willst, trenn dich, sei dir aber aller Nachteile bewusst und mach dich eben darauf gefasst, dass du alle 8 Jahre mit den selben Abnutzungserscheinungen konfrontiert sein willst und du dich wieder auf dem Singlemarkt befindest.

Was das Alter betrifft: Ich glaube, momentan bist du im ungünstigsten Trennungsalter. Da draußen sind entweder Männer, die noch eine Familie gründen wollen oder solche, die schon welche haben, aber mit Unterhalt und Besuchsrecht zeitlich und finanziell "belastet" sind. In 10-15 Jahren sieht es bestimmt schon anders aus. Da sind die Kinder bei den meisten bereits selbständig und man spart sich die Patchwork-Sorgen. Ganz ehrlich: mit zwei so kleinen Kindern ist dein Marktwert sehr gering. Welcher halbwegs tolle Mann in deinem Alter tut sich das an?

Noch etwas: Denk bei deiner Entscheidung doch wirklich auch ein wenig an deine Kinder. Nimm den Kleinen doch nicht ihren Vater!
 
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  • #23
Sicher - soll frau/man nicht bei der erstbesten Krise davon laufen, bloß weil der Ehe-Himmel nicht mehr rosarot ist.
Genau so sieht es hier doch aber aus. Und unter den Voraussetzungen wird auch eine spätere Beziehung nicht lange halten.

und ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass sich die Kinder mit getrennten Eltern besser arrangieren können als in zerrütteten unglücklichen Verhältnissen.
Hast du diese Erfahrung als Kind gemacht oder als Frau, die die Ehe beendet hat? Außerdem sind die Verhältnisse hier ja nicht zerrüttet, es ist nur nicht mehr sehr romantisch und leidenschaftlich. Kindern ist es völlig egal, wies im Schlafzimmer der Eltern aussieht. Meine Meinung als Scheidungskind: Wenns nicht grad drunter und drüber geht zuhause, ist ein gemeinsames Elternhaus immer noch besser als ein nicht vorhandes, da entzweites.
 
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  • #24
Hast du diese Erfahrung als Kind gemacht oder als Frau, die die Ehe beendet hat?

Meine Meinung als Scheidungskind: Wenns nicht grad drunter und drüber geht zuhause, ist ein gemeinsames Elternhaus immer noch besser als ein nicht vorhandes, da entzweites.

... ich habe die Erfahrung aus zwei Seiten gemacht. Als Frau, die eine "tote" Ehe verlassen hat.
Meine Kinder haben mir immer wieder bestätigt, es war das Beste, was ich machen konnte - und es ging in meiner ersten Ehe nicht drunter und drüber. Allerdings habe ich vielerlei Rettungsversuche schon wegen der Kinder gemacht. Es half nur zu gehen. Mein zweiter Mann hat mir und auch den Kindern das emotional (!) gegeben, was in der ersten Ehe nicht vorhanden war.
In meinem Elternhaus waren Zynismus, Boshaftigkeit und Streit an der Tagesordnung. Oft habe ich meine Mutter als heulendes Elend erlebt. Es gab keine physische Gewalt und mein Vater ist kein Trinker. Wie oft habe ich mir als Kind gewünscht, dass das endlich vorbei sein möge. Ich bin mit 18 aus dem Elternhaus geflüchtet. Ich bin also kein Scheidungskind und komme trotzdem aus unguten Familienverhältnissen.

Es gibt also nicht nur Gehen=Falsch und Bleiben=Richtig. Jeder/Jede hat andere Erfahrungen

Aber zurück zum Thema:
Niemand kann hier wirklich sagen, was für die FS richtig ist. Gehe oder Bleiben? Beides muss abgewogen werden.
Zum Gehen gehört auch Mut und Selbstvertrauen. Zum Bleiben manchmal auch...
 
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  • #25
Stell Dir mal vor ihr hättet wie ein frisch verliebtes Paar mit rosaroter Brille zusammen gelebt.
Und merkt dann erst später das es nich harmoniert. Schlimmer noch, ihr hättet euch das alltägliche Zusammenleben zur Hölle gemacht. Es gäbe hunderte Probleme. Das hättet ihr keine 8 Jahre ausgehalten. Sondern euch getrennt. Und das währe verständlich.
Ich vermute das sich viele Paare erst nach einer gewissen Zeit wirklich kennen.
Ihr habt das "verflixte 7. Jahr" überstanden. Das ist doch schon mal was.
Bei euch gibt es nur wenige, aber dafür fundamentale Probleme.
Vorausgesetzt er hat keine Affäre (Glaube ich leider doch), dann könnt ihr eure Zuneigung wieder erlangen.-- Habt ihr zu viel Stress?
Die andere Alternative, d.h. Trennung, und einen neuen Partner suchen wird für Dich sicher sehr ungünstig sein. Und lange dauern. Dann wirst Du ein neues Problem haben: Anfang 50 sein.
M 55 J
 
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  • #26
Völlig unwichtig, ob dir andere Menschen in deinem Umfeld raten, Dich mit knapp Vierzig zu trennen. Oder übernimmst du keine Verantwortung für das, was DU willst?

Sicherlich gibt es einen Grund, warum sich dein Mann von dir entfernt hat und du paartechnisch etwas vermisst..
Hast du nicht Lust mal nachzuforschen..auch, wenn es mühsam ist?
Eine Eheberatung erscheint mir in deinem Fall der beste Weg zu sein.

Natürlich kannst du dich auch trennen, wenn du das willst, jedoch wartet auf dem Singlemarkt kein "Retter" deines Lebensglückes auf dich. Dafür bist du schon ganz alleine zuständig.

Wie immer du dich entscheidest, viel Glück!
 
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  • #27
Nochmals von der Nr. 19: Auch mit einem neuen Mann sieht es nach Jahren nicht besser ein, weil sich der Alltag einschleicht! Das ist doch bei fast jedem so! Die Kinder sind noch sehr klein, eine Trennung wäre ein Knacks für diese Kinder!

Was wäre denn ach so besser mit einem neuen Partner, hmm? Am Anfang vielleicht ja, weil alles noch neu, unentdeckt ist, mit den Jahren wird es genauso sein wie mit der vorherigen Partnerschaft. Will die FS denn alle 7-8 Jahren den Mann austauschen, wo kommt sie denn da hin?
Und ja, sie ist Anfang 40, obendrein noch mit 2 Kleinkindern, kein guter Start für eine Partnerschaft! Männer ihres Alters wollen selbst eine Familie und es kann gesagt werden, dass kein lediger Mann sich einer Frau mit 2 Kindern annimmt! Man sollte mal der Tatsache ins Auge sehen, es ist kein weiser, kluger Entschluss! Und ja, die meisten MÄnnern, würden die FS doch nur für den unverbindlichen Sex nehmen, auch wenn es sich gemein anhört, so ist es leider größtenteils, Ausnahmen mögen die Regel bestätigen, doch diese sind gering!

Frauen wie Männer, die immer sagen, dass es den Kindern nicht schadet, wenn sich die Eltern trennen, das ist eine Lüge! Sie wollen die Trennung und denken in 1. Linie nur an sich! Die Kinder bleiben zurück, müssen sich mit einem neuen Partner von Mutter oder Vater anfreunden und evtl. in den sog. Patchworkfamilien groß werden, was ich übrigens nicht gut finde!

Ja, die Ehe/Partnerschaft ist nunmal nicht rund um die Uhr Party, es ist Alltag!

Kinder sollten immer an 1. Stelle stehen und über den eigenen Bedürfnissen ihrer Eltern stehen!
 
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  • #28
Schonmal überlegt, ob Dein Mann Probleme haben könnte im sexuellen Bereich (Erektionsstörungen, etc.) und deswegen euer Liebesleben nicht mehr stattfindet? Viele Männer können über sowas nicht reden und versuchen es auszusitzen und damit fängt das "Problem" dann erst richtig an.

Rede mit Ihm und zwar sachlich ohne Vorwürfe und teile ihm mit wie Du Dich fühlst! Finde die Ursache raus und überlege dann ob Du damit umgehen kannst, ob sich das Problem gemeinsam lösen läßt. Liebst Du ihn noch?

Trennen ist in meinen Augen weglaufen - und zwar von sich selbst
 
  • #29
Eine Beziehung wegen der Kinder aufrecht zu halten funktioniert nicht. Jeder hat ein Recht auf Glück. Das Leben ist zu kurz um es mit den Falschen zu verbringen. Die Behauptung, das Männer keine AE wollen und bei denen nur schnellen Sex suchen, wird auch nicht dadurch wahr, dass es immer wiederholt wird. Das habe ich weden bei mir noch im Bekanntenkreis erlebt und wird wohl eher die Ausnahme bleiben.
Wenn man sich anständig trennt sind die Kinder auch in keiner Weise traumatisiert.

Liebe FS du wirst bestimmt schon bald einen neuen Partner finden. Ich habe das Gefühl, das gerade Partnerschaften, die in deinem Alter beginnen, besonders stabil sind und lange halten. Schau positiv nach vorne. w50
 
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  • #30
Dass die Kinder nicht traumatisiert werden, wenn man sich anstänig trennt, wird auch nicht wahrer dadurch, dass man es ständig wiederholt. Liebe FS, gerade im Hinblick auf die Kinder würde ich dir raten, dich vielleicht professionell beraten zu lassen! Ich sage dir aus eigener Erfahrung, dass es furchtbar ist, seinen Vater nicht regelmäßig (=quasi täglich) sehen zu können. Und natürlich hat jeder nur ein Leben, aber in genau diesem Leben hast du dich nunmal für Kinder entschieden und das heißt nun mal auch Verzicht in den kritischen Jahren der Kinder! Man kann nicht immer nach Lust und Laune alle Entscheidungen revidieren und alles machen, was man will, mit der Begründung, man habe nur ein Leben.
 
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