• #31
Liebe FS
Ich mache für mich einen grossen Unterschied zwischen "Interesse zeigen" und "hinterherjagen/erobern wollen".
Interesse zeigen wäre, den Mann mit Blicken, Lächeln oder auch einer Eröffnungsfloskel ("hast du Feuer" etc.) dazu einzuladen, nun weitere Initiative zu ergreifen. Oder diskret die Telefonnummer zustecken, nach einem intensiven Blickwechsel. Also einen ersten kleinen Schritt zu unternehmen.

Jetzt zum Thema "hinterherjagen/erobern wollen". Das ist für mich, wenn jemand nicht nur den ersten, sondern auch den zweiten, dritten, vierten und fünften Schritt macht. Also z.B. wenn man bei derselben Person das Flirten initiert, eine Konversation beginnt, das Gespräch rettet, wenn es zum Erliegen kommt, sich ungefragt mit Namen vorstellt, zum Kaffee einlädt und und und. Das wirkt bei Frauen bedürftig. Ob es bei Männern Ausdruck eines angemessenen "Jagdtrieb" ist oder nicht, darüber kann man debattieren.

Und auch die, dass ein Mann das Interesse verloren hat, als ich ihm offen mein ebenfalls bestehendes Interesse gezeigt habe.
Jetzt kommt möglicherweise der Trugschluss: Dass man als Frau denkt "hätte ich doch nur ein klügeres Spiel gespielt" und dann überlegt, wenn man doch nur 1 Tag länger mit der sms gewartet, sich rar gemacht hätte etc.
Wenn ein Mann das Interesse an dir verliert, sobald es gegenseitig wird, war es kein echtes Interesse. Und dann ist es umso besser, du hast das frühzeitig herausgefunden. Es ist so dumm, dass man uns weismacht, wir würden mit unserem Interesse tolle Männer quasi vergraulen. Es stimmt nicht mit meiner Erfahrung überein.
 
  • #32
Moin,
das sind gute Gedanken:
wie schaffen es die Frauen, die sich "erobern" lassen, sich dabei nicht zu langweilen
Hinzu kommt mit fortgeschrittenem Alter die Erfahrung, dass "es" mit allzu passiven Frauen keinen Sinn macht. Wenn keine flirtige Stimmung aufkommt, dann sollte man es sein lassen.
Ganz konkret stellt es sich doch so dar, dass der Mann sowieso schon aktiver werden muss, um überhaupt in die Kennenlernphase einzutreten, er muss quasi schon ein bisschen Eroberer spielen. Das ist schön und gut für ein paar anfängliche Treffen... aber dann erwarte ich auch recht eindeutige Signale ihres Interesses. Wenn die nicht kommen sollen, werde ich mich auf keinen Fall entblöden und z.B. "Gefühle gestehen" oder "einen Gang hochschalten". Das habe ich früher mal so gemacht... und jedesmal bereut.

manchmal
 

Laleila

Cilia
  • #33
Ist ja nun nicht so, dass frau ihm bis zum Heiratsantrag die kalte Schulter zeigt.
Normalerweise fängt es ja ganz klein an. Frau bemerkt seine Blicke und wenn es optisch kein NoGo gibt, schaut sie "einladend" zurück.
Ping Pong halt. Wobei das Ping von ihm kommen sollte und ruhig immer etwas intensiver als das Pong sein darf.

Merke ich, er versucht mir den Ball möglichst comfortabel zu platzieren und verrenkt sich auch schon mal nach meinen Bällen... wird er interessanter.

Wird das Ping schwächer oder beiläufiger, lege ich den Schläger nieder.
 
L

Lionne69

Gast
  • #34
Es geht um die Abstufungen in der Kontakt - und Kennenlernphase.

Das gilt für beide Geschlechter.
- Passiv ist uninteressant, weil uninteressiert oder kompliziert / anstrengend
- Der Jäger / die Jägerin, da geht es um Beute, um den Prozess der Eroberung.
Das Ziel ist nicht die Partnerschaft auf Augenhöhe, sondern um das Erlegen der Beute. Wenn das geglückt ist, braucht es sehr schnell ein neues Objekt.

Für die meisten geht es um Aktivität, beidseitig.
Der Mann, der initiativ wird, die Frau, die ihr Interesse zeigt, die Signale setzt. Das tun Frauen durchaus auch aktiv und eindeutig. (Genauso wie Desinteresse).
Nach dem Start wird es zunehmend ausgewogener zwischen Aktion und Reaktion.
Ob es das Bild des PingPong Spiels oder der gemeinsame Tanz oder die Melodie ist, ist irrelevant.
Es benötigt die beidseitige Interaktion, mit Wertschätzung, usw. - auch hier die viel genannte Augenhöhe, weil es ein stimmiges und ausgewogenes Maß der Interaktion benötigt.
So, wie sich Kennenlernphasen gestalten, so geht es danach in der Partnerschaft weiter.

@Andriana, ich empfinde es nicht als langweilig, sondern als wunderschön und spannend.
Sowohl der Jäger als auch der Passive wären mir zu anstrengend.
Und ich lasse mich auch nicht erobern, bin keine "Beute", unterwerfe mich nicht. Ich möchte einen Partner, der mich wertschätzt und respektiert und den ich wertschätze und respektiere.
Das ist jetzt eine Haltungssache, wie man Beziehung / Partnerschaft generell sieht.
 
  • #35
Glaube dieses ganze Gerede über Jäger-/Beuteverhalten ist im Endeffekt eine sexuelle Fantasie der Frau. Im Kern geht es beim Jagen ja nur um die Befriedung von Bedürfnissen, Hunger, Sex oder die Lust am Töten.
Ein Mann ist ein bißchen mehr als das. Viele Männer sind Kopfmenschen und ihr Wohlbefinden wird auch dort entschieden.
Falsches Spiel ist eigentlich immer ein Vertrauensbruch von Anfang an und ich als Mann kann mir nicht vorstellen, das jemals interessant zu finden.
Man sollte einen Mann ganz normal wie jeden anderen Menschen auch, kennenlernen. Das Betreiben von Spielchen lässt zumindest bei mir eher Fluchtgedanken entstehen.

Gruß m33
 
  • #36
Wie kommst Du auf solche abwegige Ideen? Ist es Dir nicht wichtig mit wem Du zusammen bist oder interessieren sich so viele Männer für Dich, dass es Dir reicht, aus diesen Männern Deinen Partner auszuwählen?
Mit solch einer Strategie gerätst Du bevorzugt an die extrovertierten Machos, die sich für viele Frauen interessieren. Mag sein, dass dies Dein Typ von Mann ist. Mag aber auch sein, dass Du da immer wieder Schiffbruch erlitten hast, Du aber den Zusammenhang bislang nicht gesehen hast.
Laleila hat schon für mich geantwortet, und dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Auswahl gab es immer genug, abgesehen von eher kürzeren Durststrecken, und ich konnte meinen Partner unter den interessierten Männern ganz gelassen auswählen.
Mein Mann ist genau das Gegenteil von einem extrovertierten Macho. Er ist Künstler, Musiker, ein Einzelgänger und wirklich kein Frauenheld. Ich hab da nicht Schiffbruch erlitten, sondern bin schon lange in einer exklusiven treuen Partnerschaft, einer Ehe sogar; die er unbedingt wollte, nicht in erster Linie ich.
 
  • #37
Auswahl gab es immer genug, abgesehen von eher kürzeren Durststrecken, und ich konnte meinen Partner unter den interessierten Männern ganz gelassen auswählen.

Das gilt doch aber nicht für jede Frau! Es gibt Frauen, für die interessiert sich vielleicht alle Jubeljahre mal ein Mann, der dann aber absolut nicht ihren Vorstellungen entspricht (viel zu alt, ungepflegt, optisch nicht ihr Typ, unsympathische Ausstrahlung, will ganz offensichtlich nur Sex...). Oder die wenigen interessierten Männer sind zwar durchaus ganz sympathisch und okay, aber es entsteht einfach keine richtige Anziehung (so war es bei mir bisher immer).

Was tut so eine Frau? Ins Kloster gehen? Sich einer Schönheitsoperation unterziehen?

Oder vielleicht doch mal selbst auf Männer zugehen, die IHR gefallen? Damit ist ja kein aggressives Baggern gemeint, sondern eine unaufdringliche Kontaktaufnahme (@annie83 hat den Unterschied gut beschrieben).

Normalerweise fängt es ja ganz klein an. Frau bemerkt seine Blicke und wenn es optisch kein NoGo gibt, schaut sie "einladend" zurück.

Also "optisch kein NoGo" ist mir persönlich viel zu wenig, um gleich einladend zurückzugucken. Da muss schon irgendwas vorhanden sein, was mich anzieht (idealerweise nicht nur in optischer Hinsicht - geht natürlich nur, wenn man sich schon ein bisschen kennt). Warum sollte ich irgendeinen Mann "heranwinken", nur weil der mich anguckt und nicht ganz daneben aussieht?

Und wie bemerkt man überhaupt, ob man von einem Mann angeguckt wird? Haben andere Frauen Augen am Hinterkopf?

Ich war mal mit einem Kumpel in einem Café und bin zwischendurch aufs WC gegangen. Als ich zurückkam, behauptete er, mir hätten beim Rausgehen zig Männer nachgeguckt. Davon hatte ich nichts mitbekommen. Es kann aber sein, dass er mich nur etwas aufbauen wollte.

Es gibt natürlich Männer, die nur ganz schwer in die Offensive finden, aber ganz intensiv ihre Gefühle ausstrahlen. Da sollte frau bei eigenem Interesse durchaus --- sagen wir --- ein paar Tricks auf Lager haben, die ihn aus der Reserve locken.

Und welche Tricks gibt es da so?
 
  • #38
Und wie bemerkt man überhaupt, ob man von einem Mann angeguckt wird? Haben andere Frauen Augen am Hinterkopf?
Jemand, der Interesse hat wird sich schon so positionieren, dass Du ihn wahrnehmen kannst. Reines Hinterherschauen ist kein Bekunden von Interesse - eben weil da die Reaktionsmöglichkeit des Gegenübers fehlt.

Wenn mir ein Mann gefällt, schaue ich ihn an, lächle vielleicht...dann ist er dran. Allerdings stelle ich sicher, dass er auch sieht, dass ich ihn anschaue ...ich grinse also nicht seinen Rücken an und wundere mich dann, warum er nicht reagiert ;-).

Und so wie Laileia geschrieben hat, er sollte sich schon etwas mehr (als ich) bemühen - so hat Mutter Natur unser Paarungsverhalten schließlich eingerichtet.
 
  • #39
Wenn einer wirklich will, dann tut er es. Und wenn nicht, dann will er nicht. Punkt.

Naja, das scheint mir wieder typisch schwarz-weiß-Denken, aber zugegebenermaßen fühle ich mich für typisches und übertriebenes (Rollen)Verhalten im Allgemeinen und im Besondern immer schon zu "alt".

Ich gehe gerne in Vorleistung und es breitet mir Vergnügen jemanden Gutes zukommen zulassen, aber eine Frau sollte sich ranhalten mit dem Nachziehen. Gut wäre es, wenn es wechselseitig geschieht, denn schließlich gehe ich davon aus, dass, wenn, beide eine Beziehung wollen. Wenn ich schon zu Beginn eine Frau am Nasenring durch die Manage führen muss, kann ich es in Bezug auf eine Beziehung gleich sein lassen.

Aber ich habe auch keine Probleme auf Menschen, egal welchen Geschlechts, zu zugehen und Kontakte zuknüpfen, das vor allen Dingen weil ich nicht jedermanns und -fraus Partner/Freund/Gesellschaft(er) sein muss und will.
 
  • #40
Wenn mir ein Mann gefällt, schaue ich ihn an, lächle vielleicht...dann ist er dran.

Genau ... vielleicht. Es ist wirklich schade, dass Frauen niemals in den Genuss ihrer eigenen Flirtsignale kommen werden. Gucken tun sie alle. Lächeln oder vergleichbar eindeutige Signale senden? Nö - nicht in Deutschland. Es wird sich ja nicht einmal aus der Mädelsgruppe entfernt.

Über das männliche Engagement, und hier bevorzugt das fehlende, wird gerne hergezogen. Aber mal das eigene Flirtverhalten kritisch auf den Prüfstand zu schicken ... no way. Die Damenwelt macht per se alles richtig.

Und so wie Laileia geschrieben hat, er sollte sich schon etwas mehr (als ich) bemühen - so hat Mutter Natur unser Paarungsverhalten schließlich eingerichtet.

Ist das so? Hat Mutter Natur das tatsächlich so eingerichtet? Ich wäre mir da nicht so sicher. Guckt man sich mal die erfolgsverwöhnten Männer an, fällt schnell auf, dass der Begriff "(Schürzen-)Jäger" hier vollkommen deplatziert ist. Die Damenwelt schmeißt sich denen regelrecht an den Hals. Die müssen im Grunde gar kein Engagement bringen. Die Jäger sind eher in den Otto-Normalverbraucherkreisen zu finden.

Ich persönlich würde aus Erfahrung den Teufel tun und mehr einbringen als Madame. Da habe ich ganz schlechte Erfahrungen mit gesammelt. Aber das bleibt jedem Mann selbst überlassen.
 

Laleila

Cilia
  • #41
Also "optisch kein NoGo" ist mir persönlich viel zu wenig, um gleich einladend zurückzugucken. Da muss schon irgendwas vorhanden sein, was mich anzieht

Also von einem völlig Fremden in der Öffentlichkeit kenne ich nur das Offensichtliche. Nun gibt es rein optisch nichts an einem Mann was mich wirklich anzieht. Also reicht es wenn er keine NoGos hat, (die sind bei mir zugegebenermaßen sehr umfangreich) dafür aber ein nettes Lächeln.
Natürlich winke ich ihn dann auch nicht zu mir heran, was für eine Vorstellung! Sondern sende ihm, wenn ich gerade Lust und Zeit habe, einen flirty Blick.
Was meist schon reicht um, in der Folge, ins Gespräch zu kommen.

Wie bemerkt man ob man angesehen wird? Z.B. indem man, beim geflissentlichen umherschauen, auf ein lächelndes Augenpaar trifft, welches nicht daran denkt wegzusehen.


Was nun @Kain, schmeißen sich die deutschen Frauen nun den Herren sn den Hals oder senden sie doch gar keine Flirtsignale? ;-)
 
  • #42
Glaube dieses ganze Gerede über Jäger-/Beuteverhalten ist im Endeffekt eine sexuelle Fantasie der Frau.
Den Gedanken hatte ich auch schon. Aber es ist auch wirklich schwierig, das hier unterscheiden zu lernen von umeinander werben und echtes Interesse des Mannes zu merken (geschlechtsmäßig auch umgekehrt, ich schreib nur mal aus Frauensicht). Ich denke, das rührt daher, dass man gelernt hat: Wer liebt, der arbeitet dafür, dass er zurückgeliebt wird (Erziehung durch Liebesentzug).

Also nach dieser Sichtweise gilt, wenn einer eine Frau liebt, tut dieser Drachentöter in der Phantasiewelt der Frau alles, um sie zu kriegen, während sie als passives schönes Objekt auf ihn wartet. Und wenn Frauen selber Drachentöterinnen sind, tun sie eben auch alles mögliche, um dem Mann zu signalisieren, dass sie ihn wirklich "lieben", was eigentlich nur meint "wollen".
Bringt nur leider höchstens Ausgenutztwerden oder einfach nichts außer Energieverschwendung.

Ich denke mal, einer ist, den Mann um einen kleinen (! und nur einen) Gefallen zu bitten. Also statt dass er sich anbieten muss, kriegt er gesagt, wie die Frau glücklich zu machen wäre. Und dann kann und sollte die Frau sich revanchieren (und nicht um noch einen Gefallen bitten) oder zumindest durchblicken lassen, dass sie gern mit demjenigen zusammen in die Kantine zum Mittagessen gehen würde oder sowas, damit sich eine Annäherung ergeben kann.
 
  • #43
Das würde ich zwar so nicht formulieren, Aber ICH mache in MEINEM Flirtverhalten alles richtig, weil ICH damit auch genau nur die Männer anspreche, die MIR gefallen könnten.
Ein Mann, der selbstunsicher ist oder aus anderen Gründen meint, trotz Interesse nicht selbst aktiv werden zu wollen, würde auch gar nicht zu mir passen.
Das ist gar keine Wertung.
Wenn ein Mann der Meinung ist, bei der Anbahnung nicht mehr "leisten" zu müssen als ich... gut, gerne...aber dann passt es einfach nicht zwischen uns und dann ist es auch gut, wenn wir gar nicht erst in Kontakt zueinander treten.
 
  • #44
Es gibt Frauen, für die interessiert sich vielleicht alle Jubeljahre mal ein Mann [...]
Was tut so eine Frau? Ins Kloster gehen? Sich einer Schönheitsoperation unterziehen?
Keine Frau muss atemberaubend schön sein, um männliches Interesse auf sich zu ziehen. Ein freundliches Wesen, ein schönes Lächeln, ein herzliches Lachen, eine sympathische, optimistische Ausstrahlung, Fröhlichkeit und Kontaktfreudigkeit bringen viel mehr - und das kann man alles lernen. Deswegen muss man keinen Schönheitschirurgen aufsuchen. Lebenslust, Neugierde auf die Mitmenschen, Offenheit bewirken ganz sicher eine Menge, wenn man einen Partner sucht.
 
  • #45
Hm, ich glaub, ich bin auch für die Ping-Pong-Variante ;-)
Die Frau setzt ganz ganz behutsam und vorsichtig erste Signale und der Mann nimmt sich dann ein Herz und spricht sie "offiziell" (mit Worten an).
Ist ein bisschen wie Ping-Pong mit + und - Polen, von jedem kommt abwechselnd etwas, aber nicht das Selbe, sondern wie bei einem Turm, bei dem + und - Pole aufeinader haften und ein schönes Gebäude ergeben.
Ein zuverlässiges Zeichen für sein Interesse ist, wenn er sich vor Aufregung genauso linkisch und nervös anstellt wie ich mich selber : ) Dir bei der Partnersuche ganz viel Glück.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #46
oder aus anderen Gründen meint, trotz Interesse nicht selbst aktiv werden zu wollen, würde auch gar nicht zu mir passen.
Finde den Fehler.

So zu denken setzt voraus, daß das Interesse eines Mannes entweder aus dem visuellen Kontakt heraus gegeben ist oder eben überhaupt nicht. Denen, für deren Interesse ganz andere Kriterien maßgeblich sind, unterstellst Du kurzerhand, sie würden eben „nicht selbst aktiv werden wollen”. Was ja wohl nichts andres heißt als: die Frau soll den aktiven Part übernehmen.

Ist aber mitnichten so. Es gibt auch Männer, deren Interesse nicht durch das Äußere der Frau geweckt wird, sondern durch Eigenheiten, die auf ganz andere Weise und erst über einen längeren Zeitraum hinweg offenbar werden.
 
  • #47
Hat Mutter Natur das tatsächlich so eingerichtet?
Ich glaube, der Gedanke kommt daher, dass Männer ja mehr Testosteron haben und damit "kämpferischer" sind und deswegen denken, wenn sie sich für irgendwas oder -wen sehr anstrengen müssen, ist das auch ein Wert. (gut, das denken auch Frauen, aber eben auf einem niedrigeren Testosteronlevel und ich denke mal, meist auch erfolglos, weil sie damit "männlicher" als der Mann wirken, wenn sie so um die Beziehung zu einem gewollten Mann kämpfen)

Guckt man sich mal die erfolgsverwöhnten Männer an, fällt schnell auf, dass der Begriff "(Schürzen-)Jäger" hier vollkommen deplatziert ist. Die Damenwelt schmeißt sich denen regelrecht an den Hals. Die müssen im Grunde gar kein Engagement bringen.
Das ist aber nicht der Punkt. Die Frage ist, ob diese Männer nicht doch genau die Frau wollen, bei der sich sie engagieren müssen, weil die, die ihnen in den Schoß fallen (tolles Bild hier), nach der oben geschriebenen These uninteressant und "wertlos" sind.

Ich weiß nicht, wieviele Menschen so drauf sind, dass sie denken "ich würde nie einem Club beitreten, der mich als Mitglied akzeptiert" (G. Marx). Aber wenn einer so denkt, sind alle Menschen, die ihm in den Schoß fallen, uninteressant. Und gerade bei Menschen, die allein durch ihre Oberfläche (Aussehen, Geld, Ruhm) viel Projektionsfläche bieten und viel Begehrtsein erfahren, aber dabei das Gefühl haben, wenn sie das alles nicht böten, würde sie keiner wollen, müssten doch eher an denen interessiert sein, bei denen sie kein leichtes Spiel haben. (ob die nun gar kein Interesse haben oder wirklich nicht oberflächengeblendet sind, aber an der Persönlichkeit interessiert sein könnten, sei mal dahingestellt)
 
  • #48
Das kommt doch auf den Mann an!
Es gibt aktive Macher-Männer und auch schüchterne, die erst auf ein deutliches Zeichen der Frau warten.
Ich hatte auch schon einen Freund, da hat es 8 Monate gedauert, bis wir zusammenkamen, weil er immer wartete, dass was kommt und ich immer wartete, das was kommt...
Kenne es aber eigentlich so, dass Männer ganz klar was vorschlagen und ich dann nachziehe - heißt nicht, dass er sich zum Kasper machen muss, aber wenn ich nicht das Gefühl habe, dass er mich wirklich kennenlernen will, dann ziehe ich mich eher zurück. Ich erwarte auch, dass ein Mann anfangs ein paar körperliche Signale setzt, also mich mal anfasst oder flirtet.
Mach ich zwar auch, aber wenn er schüchtern ist, kann es wie gesagt ewig dauern.
 
  • #49
Guten Morgen und Dankeschön für eure Antworten!

Was mich vor allem an der Frage interessiert: Kann es sein, dass (alle / viele / manche) Männer dieses Werben brauchen, um sich wirklich zu verlieben? Also dass die Möglichkeit, eine Frau zu umwerben, für Männer so ähnlich ist, wie für Frauen das Umworbenwerden?

Grundsätzlich hätte ich kein Problem damit, selbst einen Mann zu erobern, also die ersten Schritte zu machen und ihn zu umwerben. Aber ich habe damit wie gesagt extrem schlechte Erfahrungen gemacht. Da war bis jetzt noch jeder Mann abgeschreckt, obwohl ich ganz sicher keine Stalkerin war, sondern nur deutlich interessiert an ihm. Und dann gibt es Männer, die ich aus bestimmten Gründen nicht haben will und die teilweise seit mehreren Jahren immer wieder ankommen, wie hypnotisiert stehenbleiben, wenn wir uns begegnen etc. Obwohl sie keine Chance haben und meine Körpersprache das sicher auch zum Ausdruck bringt. Da muss doch irgendwas an romantischen Gefühlen durch diese Zurückweisungen in Gange kommen.
 
  • #50
Kann es sein, dass (alle / viele / manche) Männer dieses Werben brauchen, um sich wirklich zu verlieben?
Moin,
ich finde es immer ganz herzerwärmend, wenn sich Frauen freundlich, aufmerksam und zugewandt verhalten, anstatt schnippisch, zögerlich, kritisch und heikel...
Dem Verlieben sind solche "positiven" Verhaltensweisen der Frauen sicher bei den wenigstens Männern abträglich, sie sind eher dankbar, wenn ihnen ein bisschen "Werbungskosten" abgenommen werden.
Aber: Wenn man(n) schon mal verliebt ist, lässt sich die Stärke seines Gefühls tendenziell durch die o.g. "negativen" Verhaltensweisen steigern...

manchmal
 
  • #51
Kann es sein, dass (alle / viele / manche) Männer dieses Werben brauchen, um sich wirklich zu verlieben?

Ich nicht, nein. In meinem Bekanntenkreis findet sich auch nur ein einziges Paar, bei dem er hartnäckig über Monate warb. Bei allen anderen herrschte gegenseitiges Engagement. Das ist die Regel.

Grundsätzlich hätte ich kein Problem damit, selbst einen Mann zu erobern, also die ersten Schritte zu machen und ihn zu umwerben. Aber ich habe damit wie gesagt extrem schlechte Erfahrungen gemacht.

Ich, und mit mir wohl die meisten Männer, habe auch schon mal schlechte Erfahrungen in Form von Ablehnung gesammelt. Wenn man den aktiven Part übernimmt, gehört das schlichtweg dazu. Das ist vollkommen normal. Geht Männern genauso.
 
  • #52
Kann es sein, dass (alle / viele / manche) Männer dieses Werben brauchen, um sich wirklich zu verlieben? Also dass die Möglichkeit, eine Frau zu umwerben, für Männer so ähnlich ist, wie für Frauen das Umworbenwerden?

Es kann sein, dass es "manche" Männer brauchen. Ich nicht, ich beobachte das in meiner Umgebung auch kaum. Wenn eine Frau nicht positiv reagiert, akzeptiere ich das. Wozu sollte ich kämpfen, um sie von etwas zu überzeugen, das sie eigentlich nicht will?Ich muss aber zugeben, dass ich da auch sehr passiv bin. Kommt aber bei Frauen auch nicht so schlecht an.
Und es kann auch sein, dass das analog zum Umworbenwerden bei Frauen gilt. Letzteres ist aber meist angenehm und positiv, also werden das mehr Frauen gerne haben, alleine schon als Ego-Push, als Männer, die den eher mühsamen Part spielen und dazu noch Erfolglosigkeit riskieren.
 
  • #53
Da hier einige schreiben, dass zum aktiven Werben auch Erfolglosigkeit gehört:

Müsste die richtige Reihenfolge nicht lauten, dass Mann/Frau erst mal prüfen, ob zwischen ihnen zumindest eine gewisse Sympathie besteht. Damit meine ich: Man freut sich, einander zu sehen, man redet gern miteinander usw. Das merkt man doch, ob da eine gute Chemie besteht. Erst so können doch Gefühle entstehen. Und erst dann sollte doch das "Werben" losgehen. Und nicht schon dann, wenn Mann/Frau noch gar nicht weiß, was das Gegenüber so von ihm hält ...
 
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