• #31
Ich frage mich dann wie lange ich denn ständig hinterherlaufen soll ? Schließlich soll doch ein Gleichgewicht im Geben und Nehmen vorhanden sein. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht oder Tipps für mich?
Ich denke es hängt immer von der Lebensphase ab. Und damit kommen und gehen Freundschaften, werden stärker und wieder schwächer. Dazwischen kommen Arbeit, Hobbies, Sport, Familie und dann auch noch Männer - erst bei der einen, dann bei der anderen. Letztlich haben die wenigsten von uns im Leben sonderlich viel Luft. Ich persönlich finde es völlig OK, wenn mir Freunde hinterherlaufen. Damit setzen sie sich bei mir auf die Prioritätenliste. Wenn mich eine Freundin fragt, ob wir was zusammen machen, ja, mache ich! Auch wenn ich mich eine Weile mal nicht gemeldet habe. Ich bin zeitweilig ebenfalls Freunden hinterhergelaufen, die andere Prioritäten hatten. Ich würde das locker sehen. Wenn Du was unternehmen willst, musst Du halt manchmal die Initiative ergreifen und darfst nicht locker lassen, wenn der andere vielleicht ein, zwei, dreimal keine Zeit hat. Gerade Freundinnen mit Anhang muss man manchmal nachlaufen.
 
  • #32
Mir persönlich ist es heute wichtig, meine engsten Freundschaften besonders zu pflegen. Zwei meiner Freundinnen stammen aus der Jugend, zwei aus dem Alter um die 30, ich habe sie über die Kinder kennengelernt. Es hat allerdings Jahre gebraucht, bis sich richtig enge Freundschaften entwickelt haben. Nach 2 bis 3 Treffen war es eher lose. Von Geben und Nehmen noch keine Spur und auch noch kein Überlegen, das der andere auch mal in die Gänge kommen könnte. Heute sind die Rollen bei allen unterschiedlich. Bei einer Freundin bin meistens ich diejenige, die aktiver ist und von 2 anderen werde ich regelmäßig mit Ideen überschüttet. Geben und Nehmen ist bei allen gleich, was Zuhören und füreinander da sein betrifft.
Nun zur 'jüngsten' Freundin. Kennengelernt mit Mitte 40, in einem Fotokurs. Sie ist eher diejenige, die bei mir aktiv wird, da sie wenige Freundinnen in der Gegend hat. Aber, es entwickelt sich vielleicht eine engere Freundschaft daraus, ich fühle mich aber aktuell noch nicht so verbunden, wie sie es vielleicht gerne hätte. Wenn sie jetzt Stress machen würde, fände ich es nervig und eher abschreckend.
Fazit: ich glaube, derjenige, der neue Kontakte möchte, muss einfach viel mehr dran bleiben anfangs. Zumindest, wenn man den Eindruck hat, die andere Person hat grundsätzlich Interesse, wenn ständig abgesagt wird und kein Gegenvorschlag kommt, sind es eher Zeichen für Desinteresse.
 
  • #33
Wenn sie viel reflektieren würde, hätte sie das Ergebnis ihrer Bemühungen.

ja vielleicht hat sie das Ergebnis schon, aber möchte ein paar Meinungen hören, um ihren Blickwinkel zu erweitern? Ich selbst stelle hier auch manchmal Fragen einfach aus reiner Neugierde und zum Erkenntnisgewinn.

Und weil ich das selber erlebt habe, sehe ich es bei anderen Menschen.

naja du hast es selbst erlebt, warum machst du dann andere klein. Darf ich dich daran erinnern, dass du ewig bei deinem Mann geblieben bist, obwohl er viel getrunken hat? Die FS und ich sind beide um die 30. Ich kann doch nicht so weit wie eine 40/50 jährige sein. Das kommt sicherlich noch mit zunehmender Lebenserfahrung und die Erkenntnis,..aus Fehlern lernt man.
 
  • #34
Freundschaften müssen wachsen.

Mit Leuten in Kontakt zu kommen, gezielt, um dann sehr schnell zu einem Status "Freund" zu kommen, funktioniert nicht. Das ist wie bei der Partnerfindung, man kann offen dafür sein, Gelegenheiten schaffen.
Der Unterschied ist aber, dass der Status Freund nicht erklärbar ist. Woran soll man differenzieren, ob es ein Freund oder nur ein guter Bekannter ist? Oft genug zeigt sich dies eher in Krisensituationen...
Ich kann sagen, dass jemand mein Partner ist, weil... Freund ist viel diffizieller.

Auf jeden Fall kann ich mich nicht 2-3 mal mit jemandem treffen, und dann erklären, das ist mein*e Freund*in.

Freundschaften sind sehr kostbar und immer sehr schwer zu finden. Und auch Freundschaften brauchen Zeit und Pflege.
Fernfreundschaften laufen ähnlich gut wie Fernbeziehungen, meine Erfahrung, es schläft ein.

Nun, und eine Erfahrung, solange beide Single sind, geht es.
Aber, wird auch hier gefordert - wenn ein Partner hinzu kommt, dann wird die Freundschaft hinten angestellt.
Bis zu einem Maß akzeptabel, aber es gibt Grenzen. Danach stellt man das Wort Freundschaft in Frage, das sind dann halt Bekannte..
Wobei es durchaus Menschen gibt, wo Freundschaft auch eine neue Partnerschaft verträgt.

Es ist nicht schwieriger, oder altersabhängig, sondern es ist eine Persönlichkeitssache.
Wie gehe ich auf Leute zu, bin ich bereit mich zu engagieren, habe ich Geduld.
Wenn ich mit der Erwartung daran gehe, dass ein Mensch nach 2-3 Treffen eine Freund / Partner ist, dann ist die Enttäuschung vorprogrammiert.
Mich erinnert das irgendwie an Situationen auf dem Pausehof von Kindergarten / Grundschule...

Wenn mir jemand so schnell mit Freundschaft oder Partnerschaft käme, wäre mir das zu beliebig - als Mensch kennt man mich nicht.
Nur um ein Bedürfnis eines anderen zu erfüllen, bin ich mir zu schade.

Für potentielle Freundschaften / Partnerschaften mag ich mich aber gerne engagieren, finde auch Zeit und Muße, und Buchhaltung findet nicht statt.

W,49
 
  • #35
Liebe Annabell, Deine Beiträge lesen sich für mich sehr anstrengend, und nervig. Du bist nicht in Deiner Mitte, deshalb laufen vor dir FreundInnen und Männer davon. Das will man sich in seiner Freizeit mit einer neuen Bekannten nicht antun. Das macht man ein- oder zweimal mit und dann ist man "dringend beschäftigt". Und ich habe hier nur von dir gelesen und möchte schreiend davon laufen. Ich habe mit dir keinen Abend verbracht und habe schon so einen Eindruck.

Du suchst verzweifelt einen Partner, hast einen Kinderwunsch, lebst noch bei deinen Eltern. Wenn ich dieses Gesamtkonzept so lese, werde ich ja schon vom Lesen deprimiert. Es fehlt das Zupackende, das Optimistische. Du bist nicht die Kapitänin deines Lebensschiffes, sondern das flatternde Fähnchen am Mast.
Du betreibst eine Symptombekämpfung, dabei müßtest Du erst die Ursache finden und beseitigen. Da kann ich Dir als Laie nicht raten.
Warum bist Du nicht in deiner Mitte? Warum bist du so wenig kraftvoll, depressiv und passiv? Vielleicht würde Sport Dir helfen? Ich finde da Karate bei einem sehr guten Lehrer prima. Danach bist Du so am Ende, da ist Dein Kopf leer.

Wenn Du das gelöst hast, dann gehe raus in die Welt. Es gibt in der Welt so viel zu tun. Es gibt immer Menschen, denen man die Hand helfend reichen kann. Es gibt Sportvereine, die aktive Mitstreiter brauchen. Es gibt schöne Hobbies, wo man nette Menschen treffen kann. Dann kannst du durchaus dem richtigen Mann begegnen und vielleicht noch eine Familie gründen.

Mensch Mädel, verdösel Dein wertvolles Leben nicht in Selbstmitleid und passiver Jammerei. Nur Du kannst das ändern.
 
  • #36
naja du hast es selbst erlebt, warum machst du dann andere klein. Darf ich dich daran erinnern, dass du ewig bei deinem Mann geblieben bist, obwohl er viel getrunken hat?
ICH habe sehr viel aus meiner negativer Erfahrung gelernt, unter anderem- nicht jeder, der Hilfe sucht, diese Hlfe auch WILL. Hilfsbereitschaft ist schön und gut, aber der andere muss bereit sein, seine Lage ändern zu wollen !!. Mein Ex war so, ich habe mich aufgerieben in meiner Hilfbereitschaft, bis ich selber irgendwann mal Hilfe gebraucht habe. Was soll ich sagen,ich war auch selber so drauf- überall gute Ratschläge suchend, aber unbewusst nichts unternehmen wollen. Lies die Beiträge von Anabell- seit einem Jahr hat sich nichts, aber gar nichts an ihrer Situation oder Einstellung geändert. Leute geben ihr regelmäßig Ratschläge- was hat sie davon umgesetzt?? Ich mache hier niemanden klein, ich werde mich davor hüten,weil ich selber nur zu gut weiss, wie es sich klein anfühlt. Ich sage nur das, was ist. Gefällt nicht jedem, vertragt nicht jeder. Fühlst DU dich von meiner Art angegriffen, hat es was mit deinem Empfinden zu tun.
 
  • #37
Wenn ich mich melde, ob telefonisch, per mail oder sms, freuen sie sich, wenn wir uns verabreden ist alles gut. Doch Eigeninitiative ihrerseits ist nichts zu erkennen. Soll ich es genau so machen - dann gibt es keine Freundschaften mehr.
Liebe Annabell
das scheint,wenn man so ließt ein Gesellschaftliches Problem zu sein. Bei mir ist es auch so das ich sehr wenige aber lange Freunde habe. Selbst diese melden sich nicht regelmäßig. Wenn ich mich dann aber melde ist alles gut und sie sind nicht sauer. Aber bis wieder ein erneuter Kontakt Eintritt kann wieder eine Zeit vergehen. Immer werden Familie berufliche Verpflichtungen etc. vorgeschoben. Aber wenn man öfter wollen würde müsste man das doch schaffen, oder? Es scheint wie beim Dating zu sein. Man will einen Partner, möchte Kontakt - aber zuviel dafür zu tun oder Abstriche machen, soll bitte schön der andere.
Lass Dich nicht entmutigen. Irgendwann kommen die Menschen, wo es dann besser passt und sich das wieder melden nicht nur einseitig gestaltet.
 
  • #38
Freundschaft entsteht nur langsamer als früher.
Durch Umzug, Scheidung und einen Todesfall...war ich sozusagen Mitte 30 fast ohne Freunde.
Man sagt mir allerdings nach, dass ich immer freundlich und offen bin und das nicht nur, wenn ich "suche".

Natürlich gab es auch nur kurzfristige Begegnungen.
Das zeigt sich mit der Zeit automatisch...
Genau wie umgekehrt!

Seit 15 Jahren kenne ich nun meine Herzfreundin...die Arbeitskollegin, die immer näher kam.
Eine andere liebgewonnene habe ich wirklich vor 8 Jahren in einer Kneipe kennengelernt.

Mit Kindern und eben noch einem eigenen Leben, wurde aber in der ersten Zeit, wenig telefoniert und auch nicht sofort regelmäßig etwas unternommen.

Die Nähe entstand durch Vertrauen und Unterstützungen.
Mal mit den Kindern einspringen, den Pinsel schwingen, bei Krankheit kochen etc.
Man muss Freundin sein, um welche zu haben.

Und ähnliche Lebensumstände helfen, weil die Sichtweisen sehbar sind und wichtiges lebbar
 
  • #39
Nachdem ich mich ganz zu Anfang auch in den Thread eingemischt und seither mitgelesen habe, bin ich erstaunt, wie vielen es ähnlich geht wie mir. Ich hatte schon gedacht, es liegt (einzig) an vermeintlichen Defiziten bei mir, dass ich derzeit nicht schneller und einfacher jede Menge neuer Leute kennen lerne.

Übrigens sagte mir auch ein älterer und lebenserfahrener Bekannter diese Woche, er habe den Eindruck, das derzeit ein extremer "Rückzug" in die Familie stattfinde (sowohl Herkunfts- als auch eigene Familie), den es so vor 10-20 Jahren nicht gab. Den Eindruck habe ich auch schon länger und dies trägt dann wohl dazu bei, dass für (neue) Freunde kein Platz mehr ist.

Offen und kommunikativ zu sein und (selbst) neue Freundschaften zu wollen reicht offenkundig nicht mehr aus...
 
  • #41
Pixie hat es mal wieder ganz schlicht und einfach verständlich auf den Punkt gebracht.
Heute wird ja alles geplant .... mit 25 hat man den Plan fürs gesamte Berufsleben, man plant Frau oder Mann zu finden, selbst Freunde werden geplant.
Und wer alles verplant, verpasst die Chancen, die das Leben bietet. Der goldene Mittelweg scheint nichts mehr wert zu sein, dabei ist er meist zielführend. Man sollte sich bewusst werden, dass man Freunde gewinnen möchte - für sich gewinnen. Das ist etwas anderes, als sich mal eben einen Goldhamster zu kaufen. Dazu kommt, dass die meisten Pläne einfach Mist sind - weil sie auf reinem Wunschdenken basieren. Ich kann planen, auf eine Party zu gehen. Aber ich kann nicht planen, dort genau diesen oder jenen Kontakt zu knüpfen. Denn dieser Kontakt ist auch ein Mensch .... und trifft seine eigenen Entscheidungen. Vielleicht ist er woanders .... oder verschnupft und will früh heim ins Bett.
Habt ihr "Freundschaftssucher" schon mal in diese Richtung nachgedacht?
 
  • #42
Habt ihr "Freundschaftssucher" schon mal in diese Richtung nachgedacht?

Danke. ..
Das ist das Gleiche, wie wenn ich mir für ein erstes Date 30min bis1h Zeit nehme.
Schließlich kennt man dann einen Menschen.
Wertschätzung eines Menschen fängt damit an, dass ich mir Zeit nehme.
Im Geschäftsleben selbstverständlich - privat nicht? Also wenn es um Geld geht ja, bei Partnerschaft / Freundschaft nein?

Treffen kann man Menschen überall, ich brauche aber Zeit um ihnen zu begegnen.- es gibt ein paar schöne Definitionen, was Begegnung wirklich heißt - offen, wertfrei, und vor allem ohne Erwartungen, mit Anspruch.

Weder Freundschaften noch Partnerschaften kann man erzwingen, das findet sich, entwickelt sich, oft genug ganz zufällig.

Und Pixi67 hat es wirklich sehr treffend geschrieben - ich muss genauso Partnerin, Freundin sein, nicht alles als Investition sehen, und aufrechnen, sondern mich in dem Maß, wie es sich für mich stimmig anfühlt, engagieren.
Es gilt auch der Satz, wie man in den Wald hinein ruft...
 
  • #43
Heute wird ja alles geplant .... mit 25 hat man den Plan fürs gesamte Berufsleben, man plant Frau oder Mann zu finden, selbst Freunde werden geplant.
Und wer alles verplant, verpasst die Chancen, die das Leben bietet.
Da hast du Recht. Und mit Plänen und Wünschen muss man ohnehin vorsichtig sein - wenn diese sich dann tatsächlich erfüllen, hat man teilweise wieder neue Probleme, an die man vorher nicht denkt.
Ich finde es schwer, die bestehenden Freundschaften zu pflegen, denn auch das braucht Zeit.
@Anita36 Dass es nicht nur mir so geht, finde ich auch beruhigend, allerdings finde ich auch, dass die Ausdünnung von Freundschaften auch mit dem Erwachsensein zusammenhängt. Früher fand ich es doof, dass meine Eltern kaum Freunde haben und sich mit langweiligen Dingen wie Steuern rumschlagen müssen, inzwischen sehe ich leider, warum das so ist. Denn das Leben weiter wie eine 20jährige genießen ist zwar geil, aber zumindest für mich irgendwann keine Option mehr.
 
  • #44
Du dich umwickeln. Ich bin 36 Jahre alt. Ich lebe zu meiner Freude. Für mich ist es kein Problem, eine Beziehung aufzubauen. Vor einem Monat habe ich mich in einem wunderschönen HotelFriend ausgeruht und Spa-Prozeduren unterzogen. Wo ich einen sehr attraktiven Mann getroffen habe. Nach dem romantischen Wochenende ging unsere Beziehung weiter. Und bis heute geht es uns gut. Ich denke, und bei Sie alles zu gelingen.
 
  • #45
Viele Aspekte wurden ja schon erwähnt.
Ich muss auch leider sagen, dass es stimmt, dass viele Leute ab 30/Familiengründung sehr häuslich bzw. aufs familiäre Umfeld fixiert werden (Pärchenabende, Frauen: neue Freundinnen hauptsächlich aus dem Umfeld Geburtsvorbereitungskurs und Kindergarten). Obwohl ich selber Mutter bin, ist das auch überhaupt nicht meine Welt.
Ich bin mit meinem Freundeskreis an sich total zufrieden, allerdings hat er die vergangenen Jahre auch eher stagniert; in letzter Zeit sind ein/zwei Neue dazugekommen.
Ich glaube, sehr viel aktiv tun kann man da nicht außer unter die Leute gehen, die tendenziell zu einem passen, und aufgeschlossen bleiben.
 
  • #46
Du dich umwickeln. Ich bin 36 Jahre alt. Ich lebe zu meiner Freude. Für mich ist es kein Problem, eine Beziehung aufzubauen. Vor einem Monat habe ich mich in einem wunderschönen HotelFriend ausgeruht und Spa-Prozeduren unterzogen. Wo ich einen sehr attraktiven Mann getroffen habe. Nach dem romantischen Wochenende ging unsere Beziehung weiter. Und bis heute geht es uns gut. Ich denke, und bei Sie alles zu gelingen.
 
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