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sorelia

Gast
  • #1

Wird mein neuer Partner mich auch beim Sex missachten?

Für meinen Partner (m,32) bin ich die erste Frau (w,30), aber auch für mich ist es neu, dass ein Mann von Anfang an so bemüht ist, auf mich einzugehen. Mein Ex-Freund hat mich hauptsächlich benutzt, nur "genommen" und faktisch nichts gegeben, er hat mich auf die Geschlechtsteile reduziert - da gab es weder richtige Küsse, noch zärtliches Streicheln, einafch keinerlei Eingehen auf mich und meine Wünsche. Er redete dabei nie über unseren Sex, machte bei mir nie OV usw - nach dem Sex war ich eher traurig, ich hatte ja nicht viel davon.
Mein neuer Partner wie gesagt ist auch in dieser Hinsicht wunderbar. Er streichelt mich so viel, fragt oft wie es mir dabei geht, ob ich gerade glücklich bin, macht mir tolle Komplimente auch beim Sex. Jetzt beginne ich Sex schön zu finden, bin viel mehr erregt oder überhaupt erregt und es ist einfach ein Erlebnis, das meist glücklich macht. Es ist ein so schönes Gefühl, wie er auch Spass daran hat mich zu verwöhnen und wie sich das anfühlt. Aber: ich habe ständig Angst, das könnte umschwenken. Denn da ich es gewohnt bin, v.a. zu "geben" habe ich Angst, er kommt so auf den "Geschmack", so dass er es auch nicht mehr für nötig hält, mich zu "verwöhnen". Sobald es eine Nacht gab, in der weniger Komplimente, weniger Streicheln als sonst usw. von ihm kommen, bin ich besorgt. Und gefühlt wendet es sich schon, dass ich wieder mehr gebe und seine Aktivitäten abnehmen (?!). Soll ich mit ihm über das Problem sprechen und ihm erzählen, wie es dazu kommt? Wie soll ich mich verhalten, dass er mich nicht auch irgendwann vernachlässigt?
Danke und viele Grüße
 
  • #2
Liebe FS,

Deine Angst ist verständlich; natürlich möchtest Du nie wieder so etwa erleben wie mit Deinem Ex.

Die Angst würde ich vor Deinem neuen Partner erstmal nicht thematisieren. Lässt Du Dein Verhalten von dieser Angst leiten, kann ihn das unnötig verschrecken. Du erreichst dann mit ausgesprochenem Misstrauen genau das Gegenteil von dem, was Du möchtest. Das ist leider ein schmerzlich erlebter Erfahrungswert.
An Deiner Stelle würde ich die Liebe des neuen Partners genießen. Es ist normal, dass Mann nicht bei jedem Sex das gesamte Verwöhnprogramm "auffährt", und auch umgekehrt kann das der Mann nicht von Dir erwarten.
Eine Beziehung ist ein Geben und Nehmen. Wenn das zwischen Euch stimmt, wird die Liebe wachsen, und Deine Befürchtungen werden sich in Luft auflösen.
Solltest Du jemals wirkliche Zeichen von "Entlieben" seinerseits bemerken, wird sich das in mehr Situationen zeigen als in weniger Zuwendung beim Sex. Dann wirst Du natürlich darauf reagieren müssen - doch so weit ist es ja noch gar nicht!

Falls Du die Angst nicht selbst unter Kontrolle bekommst, kannst Du professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.
 
  • #3
Also, ich würde es vielleicht erst einmal damit probieren, dass Du lernst zu vertrauen. Eine Garantie gibt Dir aber natürlich keiner. Und wenn es dann mal irgendwann mal nicht mehr so, dass beide mit der Situation zufrieden sind, dann kann man das immer noch ansprechen. Da wäre es dann auch passend, meine ich.
 
  • #4
Ich denke Du machst Dir zuviele Gedanken was sein könnte...

Ob einer beim Sex eher grob (wie Dein Ex) oder zärtlich vorgeht das nichts mit "auf den Geschmack kommen" zu tun. Wenn ich als Mann meine Frau verwöhne ist das keine Dienstleistung sondern macht mich ebenfalls tierisch an. Das einzige was mich abtörnen würde wäre es wenn Sie mich nicht auch gerne verwöhnen würde. Wer den Sex ausschliesslich auf den Akt reduziert nimmt Ihm sehr sehr viel. Ein Quikie ab zu- herrlich, aber doch nicht als Standart!

Dein Kerl hat gelernt wie schön das alles ist, also wird ers wahrscheinlich auch nicht mehr lassen. Falls doch solltest Du Dir dann Gedanken machen wenns soweit ist.
 
S

sorelia

Gast
  • #5
Hallo,lieben Dank schonmal für Eure hilfreichen Nachrichten!
Gerade ganz zu Anfang war ich jedoch leider schon sehr misstrauisch meinem neuen Partner gegenüber. Ich habe alles, seine Worte und sein Verhalten, auf die Goldwaage gelegt und hinter Aussagen und Taten nach manipulierenden Verhalten hinterfragt und meine Bedenken auch jedes mal angesprochen (er hat alles sehr lieb und ruhig mit mir besprochen). Inzwischen hat er schon selber festgestellt: "wenn ich etwas sage, findest du bei den Aussagen immer die negativste Bedeutung" und das möge er nicht so (dabei dachte ich, mein Misstrauen hätte schon abgenommen, denn darum bemühe ich mich!). Mein Ex-Partner hatte kaum bis nichts mir gegenüber gesagt, was wirklich von Herzen kam, lieb war, sondern praktisch alle persönlichen Aussagen waren manipulativ, abwertend und mit untergrabendem Ziel. Daher konnte ich zu Anfang gar nicht glauben, dass die so reichlich lieben Gesten meines neuen Partners "echt" sein könnten. Wegen ein paar erschreckender Aussagen und der ersten Nacht, in der er eher grob war, (da wusste ich aber noch nicht, dass ich seine erste Frau bin und er da wahrscheinlich einfach etwas aufgeregt und ungeschickt war) hatte ich mich zu Anfang so gar schon ein paar Mal zurückgezogen, ihm gesagt es passe wohl nicht und dann nicht mehr auf ihn reagiert. Aber er war sehr lieb und irgendwann dachte ich, ich versuche es zu geniessen. Ich musste erst realisieren: dieser Mann schätzt mich eventuell wirklich wert, denn bisher hat er mich doch nie abwertend behandelt. Daher wollte ich sein liebes Verhalten nicht weiter in Frage stellen.
Trotzdem befürchte ich auch wegen meines anfänglichen Rückzugs, dass er eventuell nur im Sinne des damit geweckten "Jagdfiebers" v.a. so viele Komplimente und Geschenke machte. Jetzt könnte er sich sicherer sein und das liebevolle Werben und der liebevolle Umgang mit mir abnehmen. Denn z.B. brachte er mir nun ein paar Tage keine Geschenke. Sonst empfinde ich es aber immer noch schön mit ihm. Aber ich bin ständig in Angst, z.b. auch, dass er mich verlassen könnte. Wenn er mich nur einmal abends nicht sehen möchte, frage ich mich, ob es an mir liegt, er etwas nicht schön fand und er mich eigentlich nicht mehr sehen möchte. Soll und darf man da jedes Mal nach einem Grund fragen, warum er mich mal nicht sehen will? Und beim Sex, soll ich nachfragen, wenn er in einer Nacht weniger zugewandt war als sonst?
Danke und viele Grüße
 
  • #6
Das wäre sogar normal und sicher kein Grund zur Besorgnis. Ehrlich gesagt finde ich es sogar sehr ungewöhnlich, dass ein Mann häufig Geschenke macht. Das kannst Du in einer Beziehung einfach nicht als Standard erwarten.

Wenn er mich nur einmal abends nicht sehen möchte, frage ich mich, ob es an mir liegt, er etwas nicht schön fand und er mich eigentlich nicht mehr sehen möchte. Soll und darf man da jedes Mal nach einem Grund fragen, warum er mich mal nicht sehen will?

Ihr seid zwar in einer Beziehung, aber (hoffentlich) immer noch zwei eigenständige Menschen mit eigenen Freunden, Interessen, Aktivitäten etc. Man muss nicht jeden Tag aufeinanderkleben und für jeden vom Partner geforderten kleinen Freiraum eine Erklärung verlangen. Lass ihm seine Freiräume und Rückzugsmöglichkeiten. Vielleicht will er sich mit Freunden treffen, vielleicht will er einfach fußballguckend vor dem Fernseher liegen und seine Ruhe haben. Wenn Du ihm diese wirklich harmlosen Freiheiten nicht lässt, wirst Du von ihm irgendwann nur noch als Klammeraffe empfunden und ihn damit in die Flucht treiben. Hast Du denn keine eigenen Interessen oder Freunde, die etwas von Deiner freien Zeit erfordern?

Und beim Sex, soll ich nachfragen, wenn er in einer Nacht weniger zugewandt war als sonst?

Solange sich keine längerfistige negative Veränderung einstellt, würde ich nichts ansprechen. Jeder hat nun mal unterschiedliche "Tagesformen". Das ist normal und überhaupt nicht schlimm. Wenn Du bei der kleinsten von ihm gezeigten Schwäche mit Kritik oder Enttäuschung reagierst, wirst Du ihn nur unter Druck setzen und überhaupt erst ein Problem verursachen.
 
G

Gast

Gast
  • #7
Um Gottes Willen: Entspann dich! Ich weiß, das ist bei deiner Vorgeschichte leichter gesagt als getan - trotzdem! Dein Misstrauen ist dein Problem, nicht seins. DU musst es bekämpfen, überwinden, an dir arbeiten. Lade das nicht auf deinen Freund ab. Denn das ist genau das, was du tust. Du beobachtest ihn, beurteilst sein Verhalten bis ins kleinste Detail... lass es. Schau mehr auf dich und spiegel dich nicht nur in ihm.
Oder mach so weiter, besprich alles, jede kleine Regung deinerseits, jeden Zweifel - und vertreib ihn damit erfolgreich.
(w,40)
 
S

sorelia

Gast
  • #8
Hallo mieze,
danke für deine Eindrücke! Freiraum möchte und kann ich auf alle Fälle lassen. Von mir aus könnte er sich auch tagelang Freiraum nehmen. Es geht nur darum, dass er mir kurz sagt, warum er sich nicht treffen möchte. Also z.b. dass er kurz sagt, er möchte sich heute mit Freunden treffen, er braucht Freiraum usw. Das wäre absolut i.O. und dann würde ich auch nicht weiterfragen oder diskutieren. Nur, wenn er sich plötzlich anders verhält als sonst, und nicht sagt warum, denke ich es könnte z.b. mit mir zu tun haben. Ist es nicht OK, wenn man abspricht, dass man sich kurz den Grund sagt? Er fragt mich z.b. auch oft, was ich gemacht habe, fragt was ich vorhabe oder wenn ich verabredet war, mit wem usw. Ich dinde das nicht bedenklich, so lange es nicht in überwachen und extreme Eifersucht , verbieten von Aktivitäten ausartet. Selber unternehme ich auch sehr gerne ohne ihn etwas und habe viele Hobbies, möchte also behaupten, dass ich nicht klette. Ich möchte einfach nur nicht über die Gründe grübeln müssen und wissen, dass mit unserer Beziehung alles OK ist und es nicht daran liegt, das ist alles.
Viele Grüße
 
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