• #31
Liebe FS,

es geht hier nicht nur um dich, sondern auch um dein Kind.
Von einem Vater hast du nichts geschrieben, daher gehe ich davon aus, dass du keinen Kontakt zu ihm hast. Oder besucht er sein Kind regelmäßig?

Bei deinen Eltern hat dein Kind Bezugspersonen, seine Großeltern und wohnt in einem schönen Umfeld. Warum solltest du ihm das nehmen, indem du eine eigene Wohnung anmietest, womöglich noch in der Nähe deiner Arbeitsstelle, 80 Kilometer entfernt?

Das wäre u.a. auch mit unnötigen Umständen für deine Eltern verbunden, wenn sie ihr Enkelkind weiter sehen - oder euch unterstützen wollen.
Wer würde dein Kind betreuen, wenn du arbeitest?
Es ist nie angenehm für ein Kind, z.B. morgens aus dem Schlaf gerissen zu werden, weil man es vor der Arbeit noch schnell dahin bringen muss, wo es betreut werden kann.

Warte die Elternzeit ab und lass dich zu nichts drängen. Regele alles so, wie es für dich und dein Kind am angenehmsten ist. Warum sich in eine schwierigere Lage bringen, nur im Hinblick darauf, dass man dann besser einen Partner kennenlernen könnte?

Wenn ein Mann deine Situation nicht versteht, ist er nicht der richtige für dich. Solltest du jemanden treffen, mit dem es ernst wird, kannst du immer noch Pläne für einen Auszug bei deinen Eltern machen.

Deine Eltern werden wohl nicht einengend oder besitzergreifend sein, sonst hättest du dies bestimmt erwähnt. Warum also etwas ändern, was in deiner jetzigen Situation so gut passt?
 
  • #32
Babysitter rund um die Uhr und Du kannst jedes Wochenende weg, denn der Mann wird ja eine eigene Wohnung haben.

Wie man automatisch auf sowas hier kommt ist mir aber rätselhaft. Ich lebe auch im gleichen Haus wie meine Mutter aber die würde mir nen Vogel zeigen wenn ich ständig das Kind bei ihr abladen wollen würde. Sie hat ein eigenes Leben und ist sicherlich keine gratis Rundum-Kinderbetreuung.
 
  • #33
Für mich wäre das ein NoGo und Abturner, ständig die Eltern von Dir sehen zu müssen, wenn ich Dich besuchen wollte. Andere Alleinerziehende Mütter schaffen es doch auch eine eigene Wohnung zu finanzieren.

Schaffen kann man das schon, nur unter welchen Umständen?

Eine AE hat es nie leicht.
Warum soll sie es sich noch schwerer machen, wenn das gar nicht nötig ist?

Ganz gleich, ob es um das Finanzielle geht oder die Betreuung des Kindes, in keiner (angemieteten) Wohnung kann es so schön sein, wie im eigenen Haus, selbst wenn es wie hier das Haus der Eltern ist, in dem ja offenbar viel Platz ist.

In der jetzigen Situation der FS ist es für sie viel angenehmer, weil sie sich keine Sorgen um ihr Kind zu machen braucht. Wenn sie es aus irgend einem Grund mal alleine lassen muss, weiß sie es gut betreut. Es ist auch für ihr Kind wesentlich angenehmer, wenn es bei seinen Großeltern sein kann.
 
  • #34
Manch eine*r wohnt in einer WG - völlig unabhängig vom Alter - manch eine*r wohnt mit (erwachsenen) Kind(ern) zusammen, und manch eine*r bei seinen Eltern.
Eigentlich doch völlig egal, wenn das Gesamtpaket stimmig ist.

Ich habe auch schon bei einem Mann übernachtet, und bin frühs dann auf seine Tochter gestoßen, den Sohn sah ich abends als er mal kurz vorbei schaute...

Also wo ist da jetzt der Unterschied?
Privatsphäre schafft man sich, wo und wenn man möchte.

W, 48
WG mit einem erwachsenen Sohn
 
  • #35
Sie hat ein eigenes Leben und ist sicherlich keine gratis Rundum-Kinderbetreuung.
Ich hab schon wieder Ironie off vergessen. Klar gibt es das meist nicht, denken aber viele. Alleine schon, dass die TE ohne Probleme nach der Elternzeit wieder arbeiten kann, wenn die Eltern keine Spät-Eltern sind werden sie wahrscheinlich selber noch arbeiten. Und nicht alle Großväter oder -mütter möchten ein Enkelkind jeden Tag betreuen, manche Großeltern haben sogar mehrere Enkelkinder, wie sollen sie allen gerecht werden?

Aber es liegt wahrscheinlich an den unterschiedlichen Kulturen. Ich möchte als Ü30 weder den Sex der älteren Generation mithören noch möchte ich umgekehrt sie an unserer Leidenschaft teilhaben lassen. Trotzdem wir hier in Deutschland so eine hohe Bevölkerungsdichte haben, möchte ich Platz zum Leben haben.

Auf der anderen Seite spricht aber doch nichts dagegen mit ihrem Kind den neuen Freund zu besuchen, er muss doch nicht halbnackt an den Eltern vorbei.
 
  • #36
Liebe @Marla_007 ,
ich an deiner Stelle würde mir darüber gar keine Gedanken machen, sondern erst mal nur an meine kleine Tochter und mich denken.

Für deine Tochter ist es ideal, die Großeltern als zusätzliche Bezugspersonen täglich um sich zu haben.
Und dadurch, dass deine Eltern dir auch mal spontan die Kleine abnehmen können, hast du wahrscheinlich viel mehr Freiheit (zB mal auszugehen oder auch einfach mal einen Großeinkauf ohne Kind an der Hand/auf dem Arm zu machen,...), als wenn immer alles mit großem Aufwand verbunden wäre.
In einem Haus habt Ihr es bestimmt auch schöner (Garten?) als in einer kleinen Wohnung.
Und wenn du nach deiner Elternzeit evtl weniger arbeiten musst, als du es sonst tun müsstest, weil du deinen Eltern weniger Miete zahlst, als du für eine angemessene Wohnung ausgeben würdest, und dadurch mehr (entspannte!) Zeit für die Kleine hast: Perfekt!

Wenn ein Mann das so unverständlich und abschreckend findet, dann kannst du auf den doch eh verzichten ;) .

Alles Gute und sei glücklich über deine tolle Familie!
 

Laleila

Cilia
  • #37
Liebe FS, ich denke Du solltest Dich, bis Du eine eigene Wohnung hast, auf Kind und Job konzentrieren.
Als Mann würde mich Deine Wohnsituation abschrecken, denn:

Ich habe auch schon bei einem Mann übernachtet, und bin frühs dann auf seine Tochter gestoßen, den Sohn sah ich abends als er mal kurz vorbei schaute...

Also wo ist da jetzt der Unterschied?
Da ist ein recht großer Unterschied ob och dem Kind oder den Eltern eines potentiellen/sexuellen Partners begegne.
Für mich wäre die Wohnsituatin der FS bei einem potentiellen Partner, ein absolutes Ausschlußkriterium.
Ich kann ihrer Argumentation folgen und verstehe, dass sie erstmal dieses Konzept wählte, aber einem eventuellen Partner ist es, m.M.n., nicht zumutbar, sie im Hause ihrer Eltern aufzusuchen, wenn sie da keine, separat zugängliche, abgeschlossene Wohneinheit hätte.
Bis zu einem Zusammenzug das "Reich" der Partnerin nie betreten zu haben, ist auch ein Unding, also keine Alternative.

Der erste Mann, den ich meinen Eltern vorstellte, ist mein jetziger Ehemann.
Und eher möchte ich auch nicht den prüfenden Mutterblicken unterzogen werden. Ich heirate schließlich einen Menschen, nicht seine Eltern. Geht gar nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #38
Mein damaliger Partner hat noch mit seiner Ex zusammen gelebt als ich ihn kennen gelernt habe. Wäre vor dem kennenlernen von diesen tollen Mann für mich ein absolutes No-Go gewesen. Bei ihm habe ich es akzeptiert.
Der Gegenüber muss halt seine Situation für den anderen zugänglich machen. San kann sich schon alles wenden.
Würde ich jetzt einen Mann sein, der dich kennenlernt, würde ich gut finden, wenn ich von dir im ersten Date bei einer entspannten Minute darüber informiert werde, wieso und weshalb das für dich die besten Gründe sind (kein Vortrag, sondern drei,vier Sätze) und obwohl ich es schwer finden würde, dass du schon mal das unglaubliche Erlebnis "Schwanger,Baby, immer Erinnerung an den Ex' zu akzeptieren, würde ich bei echtem Interesse an deiner Person, vermutlich am Ende auch das wagen.
Es geht im Grunde immer nur darum, sich zu Verkaufen.
Wenn man der Meinung ist, du bist so einzigartig als Mensch, dann macht so fast jeder riesige Schritte, um diesen einen Mensch zu behalten.
 
  • #39
Wie würde den @irina_85 reagieren, wenn sie einen Mann kennenlernt, er bei seinen Eltern wohnt. Da wäre wohl der Mann gleich ein Loser.

ich würde mir ein Gesamtbild machen und nicht gleich jemanden ausschließen, ohne den Hintergrund zu kennnen. Wenn ein Mensch schon einmal alleine gelebt hat oder auch zu Hause mithilft, dann ist es ok für mich. Wenn eine Mann sich dagegen bemuttern lässt und sie alles macht (Wäsche, Kochen, aufräumen) dann nein. Viele Männer in der Landwirtschaft leben noch mit den Eltern unter einem Dach. Es findet sich für jeden der Richtige Deckel. Bei uns russlandsdeutschen sind Familienbande sehr stark, anders als hier in Deutschland. Ich empfinde vieles hier als sehr engstirnig und kalt. Soll doch jeder leben wie er will...
 
  • #40
Vielleicht solltest du dich einmal ganz ehrlich fragen, inwiefern du einen Mann für dich im umgekehrten Falle jetzt als passend empfinden würdest, der selbstständig in ähnlichen räumlichen und materiellen Umständen (also nix vonwegen Hotel "Mama") gemeinsam mit seinen Eltern in deren Haus lebt.

Käme so jemand für dich als Mann in Frage?

Außerdem interessiert mich, warum du es für einen guten Zeitpunkt zur Partnersuche hältst, während du in mit einem Kleinkind und in besonderen/ev. materiell reduzierten beruflichen Verhältnissen auf die Unterstützung deiner Eltern angewiesen bist. Denn wie du deutlich gesagt hast, könntest du die erforderliche Wohnung (Kind + Arbeitszimmer) selbst nicht finanzieren. Denn wenn man genügend Geld auf den Tisch legen und entspr. bürgen kann, interessiert auch niemanden, ob du in Elternzeit bist.
Mein freundlich gemeinter Ratschlag ist, dass du erstmal dein eigenes Leben wieder in normale Bahnen bringst. Nicht zuletzt um die Mutmaßung zu unterbinden, dass du nach einer Kurzaffäre mit Resulat "Kind" nun einen Financier suchst, der dich aus der Misere holt und die Qualitäten bietet auf die du zuvor beim Erzeuger nicht geachtet hast.

m39
 
  • #41
Liebe FS,
es ist doch total egal, ob es abschreckend wirkt oder nicht - es ist so und dafür hast Du Gründe. Du findest, solange Du in Elternzeit bist keine bezahlbare Wohnung und das weiß jeder, der sich aufdem Immobilienmarkt auskennt.
Besser bei den Eltern wohnen, Unterstützung als AE zu haben und TZ arbeiten zu können als pleite zu sein. Das passt Männern dann auch wieder nicht, andere stören sich am Kind.

Leb' Dein Leben wie es für Dich am Besten ist. Dann findet sich ein Mann der dazu passt und den nichts an Dir stört.
Es hängt von der Familie ab, ob man in der Wohnsituation eine Partnerschaft leben kann oder ob ständig die Eltern ungebeten auf der Matte stehen. Es soll ja keine Dauerlösung bleiben wenn Du eine Partnerschaft hast.
 
  • #42
TE,
ich würd mir jetzt gar keine Gedanken darüber machen ob es einen Mann abschrecken würde.
Du hörst Dich klar, zufrieden und selbstbewusst an also genieß Dein Leben, freu Dich über die Hilfe, die Du in Deinen Eltern hast.

Geh raus, triff Dich, lern lauter nette Männer kennen, wenn einer die Nase rümpft, dann geht ihr halt zu ihm.
 
  • #43
Da ist ein recht großer Unterschied ob och dem Kind oder den Eltern eines potentiellen/sexuellen Partners begegne.

...nanu, glaubst du denn tatsächlich, dass Eltern kein Feingefühl haben können. Der Liebste in Spe von der FS, wird sicher nicht im knappen String, oder gar ganz entblöst durch die Wohnstube vorbei am TV der Eltern marschieren und umgekehrt. Die Zeiten, wo man ganz erschrocken reagiert, wenn da eine fremde Person den Weg im Haus kreuzt, sind doch auch vorbei, ebenso die prüfenden Mutterblicke. Ich denke, dass sind mehr die Erinnerungen an das Ohnesorgtheater mit Heidi Kabel. Die Oldies von heute sind doch noch selber fit und frisch im Schritt und haben mit sich zu tun. ;-), statt prüfend und kontrollierend das Treiben der Tochter unter die Lupe zu nehmen.
 
  • #44
Aber wie meint ihr wirkt sich so eine Wohnsituation auf die Partnersuche aus? Wirkt es abschreckend wenn ich als erwachsene Frau mit Kind im Haus der Eltern lebe? Ist das ein NoGo? Wenn ein Mann mit Ü30
Das kommt ganz auf den Partner an. Es ist nicht per se ein No Go. Ich würde genau erkunden warum es dazu geführt hat. In Deinem Fall würde ich zum Beispiel sagen, es war für die erste Alleinerziehende Zeit sinnvoll, da ja die Eltern auch.
mal Aufgaben übernommen haben, die Du vielleicht in einer Partnerschaft geteilt hättest.
Würde ich jetzt aber mit Dir eine Partnerschaft beginnen würde ich mir für die Dauer bis wir eventl. zusammenziehen würden genau anschauen

werden Deine Eltern wieder auch Dir gegenüber zu Eltern indem sie sich unnötig einmischen und keinen Abstand zulassen

platzten die Eltern oft trotz Besuch unangemeldet rein und drängen sich auf

wieso wohnst Du sonst noch dort. Ist es wirklich nur zur Unterstützung oder bist Du gern bequem.

wenn diese Punkte nämlich gegeben sind, kann es mit der Paarruhe schnell ungemütlich werden. Dann gibt es nämlich auch Frauen (Männer auch) die dann zwar ausziehen können aber plötzlich unbedingt im selben Ort möglichst 2 Straßen weiter bleiben wollen weil es ja „doch so praktisch ist, wenn Mama gleich ums Eck wohnt, auch wegen der Enkel.
Oder die Eltern machen einen darauf aufmerksam, man wäre ja erst um 3:00 Uhr heute morgen heimgekommen. Somit ist also wieder eine Art Kindheit des Erwachsenen Kindes entstanden. Das geht gar nicht
 
  • #45
Liebes, eier' doch nicht so rum und hör' auf, Dich (schon bei der Fragestellung!) zu verteidigen. Das hast Du doch gar nicht nötig! Es ist DEIN Leben, und wenn das alles so für Dich, Deine Eltern und auch Dein Kind (das sich natürlich noch nicht dazu äußern kann) okay ist, dann IST es das! Wenn ein Mann das grundlegend anders sieht, paßt er per sé nicht zu Dir, weil er generell eine andere Sicht auf die Dinge hat... dann brauchst Du Dir über so jemanden aber auch keine Gedanken machen. Und Deine "Verteidigungsstrategie" ist eh Unsinn. Eine 2 Zimmer-Wohnung für eine Mutter mit Kleinkind ist zu klein?? Wofür brauchst Du jetzt und in den unmittelbar kommenden Jahren eine größere Wohnung? Aber die zwei Zimmer mit Bad bei den Eltern gehen? Wenn ein Mann im "Hotel Mama" wohnt, geht es nicht? Furchtbar? Du wohnst im Hotel Mama, meine Liebe, auch wenn Du Dich finanziell beteiligst und es "WG" nennst... es IST aber "Hotel Mama", weil Du diese Option überhaupt hast und Deine Eltern Dir Zuflucht geben. Das ist auch alles vollkommen in Ordnung! Wenn es eben für Dich und die Eltern okay ist, und das ist es ja. Nur eier' echt nicht so rum...

Ich persönlich bin kein Mann, finde das aber vollkommen in Ordnung und nicht abschreckend. Ich bin Spanierin, ü40 und so großgeworden. Bei uns war ein Mehrgenerationenhaushalt absolut selbstverständlich, in allen Familien im Dorf, u.a. aus den von Dir genannten Gründen. Und inzwischen gehen in Spanien viele mit ü30 auch wieder zurück zu den Eltern ins Haus, ebenfalls aus den genannten Gründen, auch wenn sie vielleicht noch kein Kind haben. Manche aber auch mit Kind. Jetzt werden einige sagen, wir sind aber in Deutschland... aber ist der Unterschied wirklich so groß?
 

Laleila

Cilia
  • #46
nanu, glaubst du denn tatsächlich, dass Eltern kein Feingefühl haben können. Der Liebste in Spe von der FS, wird sicher nicht im knappen String, oder gar ganz entblöst durch die Wohnstube vorbei am TV der Eltern marschieren und umgekehrt. Die Zeiten, wo man ganz erschrocken reagiert, wenn da eine fremde Person den Weg im Haus kreuzt, sind doch auch vorbei, ebenso die prüfenden Mutterblicke. Ich denke, dass sind mehr die Erinnerungen an das Ohnesorgtheater mit Heidi Kabel.
Für Erinnerungen an das Ohnsorgtheater bin ich noch nicht alt genug.
Eltern sind Eltern. Sie haben immer einen Blick, wenn auch oft Wohlwollenden, auf das Glück, den Umgang, die Sorgen ihrer Kinder. Das ist auch okay, solange ich als potentieller Partner da nicht mit reingezogen werde. Von lauten Sexgeräuschen im Haus der Eltern ganz zu schweigen. Und schon geht' los mir Rücksicht nehmen müssen, Einschränkungen etc.
'Fit im Schritt'...sagen irgendwie nur noch ältere Menschen die meinen, das wirke jung und dynamisch, aber das war vor 25 Jahren mal Jugendsprache.
Und genau vor solchen cool wirken wollenden Eltern würde es mir grauen.
Ich will das erste halbe Jahr die Eltern einer Beziehungsanbahnung gar nicht sehen, egal ob im knappen String (den heutzutage hoffentlich kein Mann mehr trägt) oder im Wintermantel.
Eltern haben in einer Beziehungsanbahnungsphase einfach nichts zu suchen.
 
  • #47
...
lass dir hier nicht einreden, dass es ein NoGo ist. In anderen Kulturen ist es Gang und Gebe, dass man sich unterstützt.

Es ist sicher auch eine Möglichkeit, einen Partner aus einer anderen Kultur zu suchen, in der das akzeptiert oder üblich ist.

Ein großer Unterschied zu Deiner Frage zum gleichen Thema ist sicher auch, ob frau wie die FS als AE mit Kind zu Hause wohnt und so Unterstützung bekommt (davon profitiert ja auch ein Partner) oder ob sie wie Du längerfristig zu Hause wohnt, weil die berufliche und damit die Gesamtperspektive in einer Sackgasse ist. Zukunftspläne? Fortschritte dabei?

Letztlich wird das jeder Mann anders entscheiden. Anders herum: klar gibt es auch Männer, denen das egal ist. Völlig unabhängig vom kulturellen Hintergrund. Letztlich ist doch die Frage, warum jemand zu Hause wohnt. Jeder kann mal in eine blöde Situation kommen, aber mir wäre wichtig, zu erkennen, dass die Frau dann nicht bei mir unterschlüpfen will, um bei Mama ausziehen zu können.
 
  • #48
Ich finde Beziehungsfähigkeit lässt sich auch am Verhältnis mit den Eltern ablesen, das müsste jedem erwachsenen Beziehungsanwärter auch bewusst sein!

Ich finde ganz im Gegenteil, musst Du aufpassen, dass Du nicht an jemanden gerätst der sich im gemachten Nest gemütlich machen möchte. Kind kann ja immer bei den Großeltern bleiben, da muss der Zukünftige wenig Verantwortung übernehmen.

Ansonsten bitte steh zu Dir, ein Kind braucht mehrere Bezugspersonen, allein mit der Mutter zu leben ist nicht alles! Du hast alles richtig gemacht.

Mit dem richtigen wird sich schon alles finden, so schnell muss ja noch nicht zusammenziehen!
 
  • #49
Eltern haben in einer Beziehungsanbahnungsphase einfach nichts zu suchen.

Guten Morgen,

liebe Laleila, ich wollte dir keineswegs zu nahe treten und deine Einstellung infrage stellen. Ich mag dieses Ironie off, on nicht..... und diese Zwinkerlies, ich vergesse sie. Ich gestehe, manchmal gehen die alten Gäule mit mir durch und ich vergesse, dass im Forum Ernsthaftigkheit angesagt ist. Ich schreibe nebenher aktuell wohl zu viele Kolumnen und vergesse umzuschalten .:-( Ach und mein biblisches Alter in Höhe von 65 zerlegt sich auch immer mal wieder und ich vergesse es. Ich werde versuchen, mich zu benehmen und so ältliche Begriffe und Vergleiche, auch weg zu lassen, obwohl, neulich sah ich im Berliner Tierpark einige junge, männlichen Gestalten, gerade vielleicht 30, mit einem String. Aber die Berliner sind ja immer up to date und stehen aktuell, voll auf Vintage.

Doch, es hat sich schon sehr viel verändert, Mütter, Väter, Schwiegereltern, Großeltern, gestalten ihr Leben heute viel aktiver und nehmen anders am Leben teil, als zu meiner Zeit, wo die Wohnstuben diesen konservativen Mief in den Polstern sitzen hatten und die Stuben, wie man sie nannte, abends nach geschälten Äpfeln rochen. Eine Weiterentwicklung hat aber auch da stattgefunden.
Vielfach beobachte ich ein sehr freundschaftliches und positives Miteinander, Richtung mehr gemeinsam, als einsam. Ich sehe neue Bewegungen in Richtung mehr Miteinander, als Gegeneinander und das erfreut mein Herz.
Es kann sehr gut funktionieren, wie man liest und warum sollte man das nicht leben wollen und können.
Auch die FS schreibt von einem harmonischen Miteinander und davon partizipieren alle, Hut ab.
Klar würde das nicht gehen können, wenn man sexuelle Neigungen hat, wo gleichzeitig das Mobiliar zerlegt wird, oder mehrere Sexualpartner über Nacht einziehen. Oder einen besonderen Rhythmus und besondere Vorlieben hat, wie morgens die Nachbarn ganz früh, mit Bachkantaten zu wecken. Das wäre unangenehm und man wollte sicher nicht wollen, dass die Eltern davon etwas mitbekämen, aber sonst....
Die FS ist 30 und das wird den Eltern nicht entgangen sein.
Es ist immer wieder schön zu lesen, dass in Zeiten, wo es quer liegt, Familie zusammenrückt und zusammenhält, das ist von unschätzbarem Wert. Umgekehrt müssen Eltern in diesem Fall ja auch mit Einschränkungen umgehen können, flexibel sein, sich anpassen. Es gibt auch Eltern, die wollen ihre Ruhe haben und mit ihren Kindern und Enkelkindern nicht viel zu tun haben.

Wenn aber ein beiderseitiges Einvernehmen gegeben ist und daraus sehr viel Gutes entsteht, warum soll man künstlich eine andere Wahl treffen. Leben ist nicht statisch und nichts bleibt so, wie es gerade ist. Morgen schon, kann eine komplett neue Situation entstehen und das, bevor eine Beziehungsphase eintritt.
 
  • #50
Das ist natürlich eine problematische Situation.

Ganz allgemein hätte ich eine Frau mit einem Kleinkind sowieso nie auf dem Radar gehabt. Ganz einfach, weil ich davon ausgegangen wäre, dass da sowieso ein dazugehörender Mann da ist.

Bei den Eltern zu wohnen, ist so eine eigene Sache. Vermutlich auch ein Hauptproblem dafür, dass so viele Landwirte es schwer haben, eine Frau zu finden.

Deine Situation ist nun einmal so wie sie ist. Für die "Männersuche" wäre es sicher einfacher, wenn du dir, so bald es geht, wieder eine eigene Wohnung suchst.
 

Laleila

Cilia
  • #51
Vielfach beobachte ich ein sehr freundschaftliches und positives Miteinander, Richtung mehr gemeinsam, als einsam. Ich sehe neue Bewegungen in Richtung mehr Miteinander, als Gegeneinander und das erfreut mein Herz.
Es kann sehr gut funktionieren, wie man liest und warum sollte man das nicht leben wollen und können.
Wie ich bereits schrieb, finde ich ihre Entscheidung, jetzt und unter allen gegebenen Umständen erstmal bei ihren Eltern zu leben, sinnvoll.

Auf die Partnersuche sollte sie sich allerdings konzentrieren, wenn sie auch territorial wieder Autonomie hat. Es geht ja nicht darum ob das zwischen ihr und ihrem Eltern klappt, sondern ob diese Rahmenbedingungen einem eventuellen neen Partner zumutbar sind.
Und das sehe ich absolut nicht gegeben.

Klar sind die Alten heute anders als vor 40 Jahren, aber die Jungen auch. Es sind separate Entwicklungen und der Unterschied zwischen den Generationen bleibt davon unberührt. Ich hatte die coolsten Eltern in meiner Klasse, ein sehr nahes, inniges, liebevolles Verhältnis zu ihnen und pflegte sie bis zuletzt.

Dennoch waren sie meine Eltern, keine Kumpels und es ging sie schlichte nichts an, wen ich wann Date, in welchen Nächten, wer zu Besuch ist.
Nochmal. In der Frage geht es um den Abschreckungsaspekt für einennkünftigen Partner und da ist es ein Unterschied ob man sagt: "Du, ich habe aus den und jenen Gründen bis 30, 40, 50... bei meinen Eltern gewohnt, was gerade in der Situation der FS voll nachvollziehbar ist, oder ob man bereits bei den ersten Besuchen der neuen Freundin, durch den Lebensraum ihrer Eltern laufen, sich ihren Blicken (egal ob prüfend, freundlich oder scheinbar neutral)
aussetzen muss, sich beim stöhnen, jauchzen, bei Bachkantaten o.Ä. zurückhalten muss, weil man die Ohren Eltern/künftigen Schwiegereltern, eben nicht dabei haben möchte, weil es einfach nicht die Zeit ist, Eltern, in irgendeiner Form, in diese Zeit der Annäherung involviert zu sehen.
 
  • #52
@Marla_007 Ich spreche zurzeit mit verschiedenen Menschen über das Thema "Zurück zu den Eltern ziehen" und deine Sicht auf die Dinge hört sich sehr interessant an. Könnten wir Kontakt aufnehmen?
 
  • #53
Ich finde deine Gründe schlüssig & es bietet viele Vorteile für euch.

Ob es ein NoGo wäre, würde für mich aber von anderen Dingen abhängen:
1. das Verhältnis zu den Eltern.
Gibt es genug Privatsphäre, mischen sie sich überall ein, kann ich Nachts nur in Unterhose aufs Klo gehen, ohne ihnen über den Weg zu laufen, gibt es genug Selbstbestimmung, erwarten sie, dass man jeden Abend gemeinsam verbringt, weil man ja zusammen wohnt, rufen sie regelmäßig an, wenn man mal nicht bei euch zu Hause ist etc

2. Wie sieht dein Zukunftsplan aus.
Es wäre für mich auf keinen Fall etwas von Dauer. Von dem her, würde ich zumindest gerne gedankliche Pläne in Richtung eigenes Heim sehen wollen. Ich würde keinesfalls das Gefühl haben wollen irgendwann selbst einziehen zu sollen, oder dass es dir so gut bei deinen Eltern gefällt, weil es "einfacher" ist, dass du nie mehr ausziehen wirst.
Ich stehe gerne auf eigenen Beinen & brauche daher eine/n Partner/in der/die das langfristig auch möchte.

Wenn sich das, wie bis jetzt, aus diesen oder jenen Gründen immer weiter nach hinten verschiebt, (bis zum Kiga, bis zur Schule.. & dann kann man das Kind ja nicht mehr einfach so aus seinem Umfeld reißen..) wäre ich damit langfristig nicht glücklich.
Ich würde mir auch Gedanken machen, wie gut die Kleine das wegsteckt, wenn sie dann mal, vielleicht erst nach Jahren, von Oma & Opa wegziehen soll. Nicht, dass die Kleine die Großeltern dann zu sehr vermisst & man deswegen wieder zurück oder direkt nebenan zieht usw.
Also da würde ich wirklich rechtzeitige Überlegungen sehen wollen.
Mit "irgendwann", "schauen wir mal" & "hoppla, jetzt ist es schon zu spät, nächstes Jahr", -Leuten kann ich da nicht.
 
  • #54
Mal als Anregung: muss es denn die 4-Zimmerwohnung sein? Allein mit Kleinkind hielte ich eine 2Zimmerwohnung für völlig ausreichend. Durch Werbung ist man halt getriggert auf größer, schneller, besser.
Ansonsten kann ich es mir persönlich nicht vorstellen, so nah bei der Verwandtschaft zu wohnen, zumal meine Eltern nicht mal den Platz für ein Miniextrazimmerchen hätten, aber in deiner Situation würde ich es vielleicht auch so machen.
Aber: Das Zurückfallen in die alte Rolle als Tochter darf auf keinen Fall passieren,das musst du regelmäßig bei dir hinterfragen, sowas passiert schnell unterbewusst und macht einen in vielen kleinen Dingen unselbstständig. Andererseits: Eine Luxussituation in einer Hinsicht: du kannst wirklich einfach mal einen Abend abzischen auf Party, wenn dein Kind schläft, und die Eltern mit Babyphon direkt dran, besser geht es nicht!
w34
 
Top