• #1

Wirkt so ein Zusammenleben auf neue potentielle Partner abschreckend?

Hey EP-Gemeinde. Vor erst vier Monaten sind wir nach 2 Jahren Beziehung zusammengezogen. Allerdings hat sich das Zusammenleben nicht als Beziehungsturbo entpuppt, sondern eher zur Abkühlung beigetragen. Es kam halt der Alltagstrott, gab aber auch Zankereien im Haushalt, aber nichts was eskaliert wäre. Nun sind wir beide nicht die romantischsten und hysterischsten Charaktere und haben uns in mehreren ehrlichen Gesprächen das Erlöschen der heißen Leidenschaften und Gefühle eingestanden. Es sind paar Tränen gekullert, aber kein Drama.

Angesichts einer wirklich kraftzehrenden Renovierung der neuen Wohnung, kostspieligen Möbelkäufen und dem Umzugsstress ist uns nun nicht gerade danach, sofort wieder getrennte Wohnungen zu beziehen. Wir verstehen uns freundschaftlich wirklich gut, der Haushalt ist auch eingespielt, und wir können offen über neue Bekanntschaften reden, ohne dass jemand gekränkt wäre. Daher haben wir beschlossen, eine Zweier-WG aus der Wohnung zu machen, bis einer von uns wegen neuer Beziehung auszieht.

Nun kommt das Problem. Aus unserem Freundeskreis entgegnet uns nur Unverständnis. Sätze wie „da tut ihr euch andauernd weh“, „der eine erhofft sich doch noch was“ usw. Mit den oben genannten Argumenten dringt man da nicht durch. Ist das wirklich so unverständlich oder sind die Freunde bisschen schwer von Begriff? Wie kann man es ihnen noch klar machen? Wir fragen uns auch, ob so ein WG-Zusammenleben auf neue potentielle Partner abschreckend wirkt?
 
  • #2
Guten Morgen,

ich glaube nicht, dass deine Freunde schwer von Begriff sind, sie besitzen nur das nötige Feingefühl und können denken.
Eure ganze Geschichte liest sie für mich sonderbar.
So schnell kühlen sich plötzlich Gefühle ab, genauso schnell können sie auch wieder entflammen. Nach nur vier Monaten schon einen Alltagstrott zu verbuchen und auf einer freundschaftlichen Basis zusammenbleiben zu wollen....nun.

Warum willst du deine Freunde überzeugen, wenn du es doch bist.
Wenn ihr euch jetzt schon so locker über neue Partner austauschen könnt, dann lasse es doch drauf ankommen.

Als potentieller Partner würde mich das abschrecken, in der Tat.
Aber es gibt ja genug, die so etwas locker händeln. Probiert es doch aus, wenn alles so super klappt. Eine Erfahrung mehr im Leben, kann nicht schaden, solange ihr keinen anderen schadet.
Denkt nur rechtzeitig daran, eure Belege gut zu sortieren und zu listen, wer was gekauft und bezahlt hat.
 
  • #3
Guten Morgen FS
Wir fragen uns auch, ob so ein WG-Zusammenleben auf neue potentielle Partner abschreckend wirkt?
Auf mich, m, würde es definitiv abschreckend wirken.
Denn damit zeigst du mir, dass du dich nocht nicht emotional von deinem Ex gelöst hast. Auch wenn tatsächlich anders sein sollte.
Solltest du dann versuchen, mir den tatsächlichen Sachverhalt nahe zu bringen, dann würde ich es ala billige Ausrede abtun. Denn wenn sich ein Mann in dich verliebt, dann sollte dir doch dein Ex für den du nichts mehr empfindest, das Zusammenleben mit ihm und seine finanzielle Situation völlig unwichtig sein.
 
  • #4
Wie ihr Euch dabei fühlt, dass kann kein anderer bestimmen. Ob der Eine oder andere Recht behält, wird sich zeigen.

Und das wird wahrscheinlich dann passieren, wenn sich einer von Euch ernsthaft verliebt.
Und selbst wenn ihr die Ausnahme bleibt und alles ganz locker meistern werdet...jede Menge Threads über viel Kontakt zur/m Ex zeigen: Die meisten neuen Partner haben damit ein Problem.
 
  • #5
Wenn es für Euch so passt, dann ist es doch gut. Es ist eben eine nicht übliche Konstellation, und dann werdet Ihr mit Nachfragen rechnen müssen - ganz ohne Wertung.

Für mich wäre es allerdings zumindest fragwürdig, einen Mann in einer solchen Konstellation als potentiellen Partner überhaupt in Erwägung zu ziehen.
Auch wenn ich kein ganz misstrauisch Mensch bin, ich würde Dir die WG nicht (mehr) glauben.
Die Geschichte ist nämlich ein Klassiker - der getrennt lebende Mann, der noch mit der Ex zusammen wohnt, weil... - und ich habe mir schon die Finger an etwas vergleichbarem verbrannt.
Hat doch Aua gemacht, also deswegen, Sorry.
 
  • #6
Wenn ihr eure Zweier WG sowieso auflösen werdet, wenn einer von euch wegen einer neuen Beziehung eine eigene Wohnung braucht, warum solange damit warten? Das Auseinandertüfteln von Geldausgaben fällt doch sowieso an. Warum dieses Hinauszögern?
Das werden sich eventuell zukünftige Partnerkandidaten fragen.
 
  • #7
Wenn Sie beide sich so arrangiert haben und wohlfühlen, dann ist das doch gut so. Lassen Sie sich nicht von Freunden reinreden, die können das nicht beurteilen.
Allerdings ist es wohl so, dass eine solche WG/ platonisches “Paar-Leben“ auf potenzielle neue Partner abschreckend wirken kann. Da müsste ein neuer Partner gleich zu Anfang viel Vertrauen haben.
 
  • #8
Lieber FS,

mein bester Freund und ich waren früher ein Paar, eine Situation die viele meiner Freunde noch heute nicht verstehen können. Wir waren 2 1/2 Jahre zusammen und haben uns getrennt weil wir als Paar nicht harmonierten.

Freunde zu werden war ein sehr langer und anstrengender Weg, denn es sind in den ersten beiden Jahren immer wieder Gefühle aufgekommen. Dieses: ich hab kein Problem damit, wenn du jemanden kennenlernst, ist ein sich selbst etwas vor machen. So schnell hat niemand seine Gefühle aufgearbeit. Ich würde es allerdings, wie Pia sagt, darauf ankommen lassen.

Aber auch hier möchte ich dir wenig Hoffnung machen. Fast alle neuen Partner haben Probleme damit, dass wir mal ein Paar waren und heute so eng befreundet sind. Und das, obwohl wir bereits seit 7 1/2 Jahren getrennt sind auch seit 7 1/2 Jahren keinen Sex miteinander hatten. Ihr hingegen wohnt zusammen und es ist alles noch sehr frisch.

Ich rate übrigens jedem, nach einer Beziehung erstmal zu sich selbst zu kommen, denn einen wirklichen Platz für einen anderen Menschen hat man nicht in seinem Herzen. Meist puscht man nur sein Ego auf Kosten anderer oder rutscht in die nächsten Beziehung mit den gleichen Problemen wie zuvor.
 
  • #9
Hallo, bist Du der Mann oder die Frau?
Hast Du dir das mal bildlich vorgestellt, wie das beim Sex mit der neuen Partnerin aussehen soll? Willst Du währenddessen Deine Ex ins Kino schicken oder darf sie im Nebenzimmer mitlauschen?
Und da ist noch etwas. Dein Schreibstil klingt verharmlosend und Ichbezogen. "Es sind ein paar Tränen gekullert, aber kein Drama" klingt nach Zurechtbiegung der Tatsachen, damit Du schnell wieder auf die Pirsch kannst.
Deine Freunde, vermutest Du, sind ein bisschen schwer von Begriff... Das glaube ich nicht.
Ein Mann, der Verantwortung übernimmt, würde ausziehen und sich nicht vor der erneuten Arbeit drücken.
 
  • #10
Ich glaube, ihr lügt euch beide in die Tasche, wenn ihr sagt, dass es vorbei ist. Ihr wollt euch nicht voneinander trennen.
Stell dir mal vor, dein Exfreund bringt in 3 Wochen eine süße hübsche Frau abends mit nach Hause, mixt ein paar Drinks, hört schöne Musik und sie begegnet dir morgens in der Dusche? Wär das okay? Nur so im Hinblick auf deine Frage "potentielle Partner"?
Wie käme dein Exfreund zurecht damit zurecht, wenn du einen neuen Mann mitbrächtest?
Eine Trennung geht niemals "im Guten" - das könnt ihr vergessen. Es wird Tränen, Verletzungen, Missgunst und Streit geben - und ausziehen müsst ihr auch, so schade es um die Wohnung ist.
Ich wollte keinen Freund, der seine Ex in der Wohnung hat.
Ich habe mich von meinem letzten Freund getrennt, weil der jeden Tag mit seiner Ex SMS verschickt hat - angeblich wegen des Kindes, war mir aber zu viel.
 
  • #11
Es kam halt der Alltagstrott, gab aber auch Zankereien im Haushalt, aber nichts was eskaliert wäre...

... Wir verstehen uns freundschaftlich wirklich gut, der Haushalt ist auch eingespielt...

... finde den Fehler.
Also in 4 Monaten Beziehung begonnen, Wohnung renoviert, zusammen gezogen, über Haushalt gestritten, wegen Haushalt u.a. getrennt und eine Einigung zum Haushalt getroffen.
Wow... ein Hammer-Tempo.

Du sagst, alle Deine Freunde sind dumm ("schwer von Begriff")... wissen Dein Freunde, wie abfällig du über sie sprichst, wenn sie nicht Deiner Meinung sind?
Da wundert es mich nicht, dass Deine Streigespräche eskalieren.

Nach meiner Meinung können nur Masochisten zusammen wohnen bleiben. Der/Die Neue wird abgeschreckt. Der/Die Ex bekommt mit, wie im Nebenzimmer mit dem neuen Liebhaber posiert wird.

Lebt ihr den Alltag noch gemeinsam ? Gemeinsames Einkaufen, Essen und TV schauen?

Letztlich ist diese "Trennung" keine Trennung und auch keine Beziehung.
 
  • #12
Mein Ex-Freund hat, als ich kennenlernte, auch mit seiner Ex-Freundin als WG zusammengewohnt. Da sind aber bereits einige Jahre ins Land gegangen. Und Grund war eben nur das Finanzielle. Mich hat das nicht abgeschreckt. Ich habe vertraut. Ich finde eure Entscheidung gut. Die Zeit wird letztendlich zeigen, ob es auch machbar ist.
 
  • #13
Bei mir ging früher das Liebesleben immer den Bach runter, nachdem ich mit meinen Partnern zusammenzog (5 Mal). Sex und räumliche Nähe haben sich bei mir einfach ausgeschlossen. (Diese Erkenntnis kam leider erst spät).
Ich hätte mir jedesmal gut vorstellen können, als WG zusammenzubleiben, zumal es bei mir nie dramatische Trennungen gab. Meine Ex-Freunde habe ich ohnehin mehr als besten Freund, als als Liebhaber gesehen. Die meisten Männer wollten aber keine WG, selbst wenn sie danach gar keine neue Partnerin mehr fanden.

Nur mit meinem Ex-Mann habe ich das WG-Modell lange praktiziert. Ein Jahr waren wir ein Liebespaar, ca 8 Jahre lebten wir als gute Freunde zusammen. Getrennte Zimmer hatten wir ohnehin (ich mag die klassische Wohnungsaufteilung ohnehin nicht). Neue Partner haben wir nicht gesucht, Sex war mir damals nicht wichtig. So kann es klappen und es war eine schöne Zeit. Habe nie wieder so harmonisch mit jemanden zusammengewohnt.
Wir haben die WG aufgelöst, nachdem wir neue Partner hatten. Ich habe zuerst jemanden kennen gelernt, einen Monat später kam dann mein Ex- Mann mit seiner heutigen Frau zusammen.

Aber man muss ehrlich sagen; die meisten potentiellen Partner werden durch eine WG mit dem Ex abgeschreckt. Solltet ihr auf der Suche nach neuen Partnern sein, würde ich euch empfehlen, auseinander zu ziehen.

Da ich heute Spaß am Alleinewohnen gefunden habe, käme eine WG nicht mehr in Frage. Mit meinem jetzigen Partner ziehe ich lieber nicht zusammen, weil ich möchte, dass es bei uns weiter leidenschaftlich bleibt. Ich bin einfach nicht der Typ, der zwischen gemeinsamen Einkauf und Putzen noch tollen Sex haben kann. Das ist bei vielen Menschen so. Nicht umsonst gibt es so viele sexlose Langzeitbeziehungen. Man sollte ehrlich sein und nicht zusammenziehen, weil alle das so machen.
 
  • #14
Lieber FS,
mich würde das von Dir Geschilderte abschrecken, wenn Du älter als 25 bist und zwar nicht, weil ich annehme, dass es noch irgendwelche, ggfs. einseitige Wünsche gibt wieder zusammenzukommen, was die neue Partnerschaft stören könnte.

Die Gründe meines "abgeschreckt seins" wären:
- was für ein Hohlkopf muss man sein, wenn man bereits 4 Monate nach dem Zusammenzug bei vorheriger längerem Zusammensein die Beziehung in Alltag zerlegt hat.
Das fällt für mich in die Kategorie " wer vordenkt, muss nicht nachdenken", d.h. Du wärst mir zu naiv, zu wenig vorausschauend, intelligent, lebensunerfahren, wendehalsisch um überhaupt eine Beziehung mit Dir einzugehen.
- Abeinem gewissen Lebensalter erwarte ich auch, dass man es sich finanziell leisten kann, Fehlentscheidungen zu korrigieren und nicht auf Gedeih und Verderb mit jemandem Zusammenleben muss, mit dem man nicht zusamenleben will, bis man einen Ersatz gefunden hat, der die finanziellen Lasten mittragen will. Genau das führt zu vorschnellen Entscheidungen und die nächste Beziehung wird in den Sand gesetzt.
- Wie @canon und @Tini_HH schreiben: erwachsene Menschen legen einen gewissen Wert auf Intimsphäre und Komfort.
Bei einem Partner in der Wohnung möchte ich leicht- bis unbekleidet vom Schlafzimmer ins Bad gehen können und dort nicht der WG-Partnerin oder ihrem aktuellen Lover begegnen, nach ihnen in der bereits benutzten Dusche stehen etc.
Ich buche ja auch kein Hotel mit Gemeinschaftsbad auf dem Flur. Das ist einfach eine Frage des Anspruchs an den Lifestyle, den man als erwachsener Mensch leben will.

Und nein, wir können dann eben nicht in meine Wohnung gehen. Dann fällt man genau auf das rein, woran Deine Beziehung gescheitert ist - nicht abschätzbar, wie das Zusammenleben klappen könnte.
Das sehe ich nur in seiner eigenen Wohnung, wie sauber und ordentlich es dort ist, wie eigeninitiativ er dort den Haushalt macht.
 
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  • #15
Nun sind wir beide nicht die romantischsten und hysterischsten Charaktere und haben uns in mehreren ehrlichen Gesprächen das Erlöschen der heißen Leidenschaften und Gefühle eingestanden.
Ich wundere mich, dass ihr nicht einfach wieder auseinandergezogen seid, um zu sehen, ob das dann wieder funktioniert. Es sieht so aus, als sei das Zusammenziehen nur gekommen, um eine schon vorher erkaltete Beziehung wieder aufleben zu lassen.
Das, was Du schreibst, klingt sehr pragmatisch, wirklich sehr wenig romantisch. Es gibt doch auch solche Beziehungen, also was wünschst Du Dir, was wünscht sich Dein Partner als Beziehung und könnt ihr die überhaupt "bedienen", dass sie längerfristig hält?

Heiß und leidenschaftlich und dann dieser Pragmatismus, kann zwar in einer Person zusammengehen, wenn sie wenig gefühlvoll ist und mehr auf Sex als auf Romantik aus, aber wenn man schon unromantisch ist, ist doch so eine Beziehung das Beste. Was den Sex angeht, öffnet ihr die Beziehung?

Sätze wie „da tut ihr euch andauernd weh“, „der eine erhofft sich doch noch was“ usw.
Die sind halt romantisch, eifersüchtig, gefühlsbetont.
Indem man ihnen sagt, dass sie das unterm Strich nichts angeht und man sich nicht rechtfertigen muss. Aber ich denke, das wollen sie auch nicht von Dir, sie äußern nur ihre Bedenken. Immerhin könnten sie es nicht in Aussagesätzen formulieren und damit behaupten, es müsse so sein, sondern könnten bei sich bleiben und sagen "ICH könnte das nicht, weil" oder als Frage formulieren "tut ihr euch da nicht dauernd weh". Aber es besteht kein Anlass, Dir den Kopf darüber zu zerbrechen, es ihnen klarzumachen. Es ist ja Dein Leben und was sie machen, bewertest Du ja auch nicht dauernd und sagst ihnen, was sie fühlen. Und selbst wenn sie recht hätten, musst Du die Erfahrung ja allein machen.

Wir fragen uns auch, ob so ein WG-Zusammenleben auf neue potentielle Partner abschreckend wirkt?
Ja, schon, ich hab genau sowas mal erlebt, dass es keine WG war, also die Frau noch gar nicht wusste, dass der Mann Schluss mit ihr gemacht hatte. Es ist halt unüblich und viele denken so wie Deine Freunde. Wenn Du die neue Person gleich vorstellst und die sehen kann, dass es wirklich ne WG ist, mag das vielleicht okay sein.
Aber: Denkst Du nicht, dass man sich zu sehr aneinander gewöhnt und auf neuen Stress in einer neuen "WG", also Beziehung, dann gar keine Lust mehr hätte? Ich denke, es gibt für und wider. Für wäre, dass Du nicht als Alleinlebender Egoismen entwickelst, die dann das Zusammenleben mit dem Neuen erschwert. Wider ist, dass allein leben halt viel freier ist. Du kannst Gäste haben, wie Du willst, ohne Rücksicht nehmen zu müssen, ohne das wer anderes das Bad blockiert oder im Hemd rumrennt.
 
  • #16
Liebe/r verdienst
Ich schlage vor, dass ihr genau so lange zusammen wohnt, wie ihr bereit seid, auf ernsthaftes Dating zu verzichten.
Vielleicht braucht ihr Zeit, die zwei vergangenen Jahre zu verdauen? Dann ist es nicht schlimm, sich langsam zu lösen und die Möbel erst mal da zu lassen, wo sie sind.
Fühlt ihr euch aber ernsthaft bereit für Neues, empfehle ich, dass einer sofort eine neue Wohnung sucht. So schnell findet sich die ohnehin nicht.
Eure Wohnsituation ist ein kompletter Abtörner und ich würde sicherlich nicht mit einem Mann in seiner Wohnung schlafen, wenn da noch die Ex wohnt und wir dann alle am Morgen aneinander vorbei müssen auf dem Weg zum Bad. Und man fragt sich, hat sie gehört wie ich letzte Nacht gestöhnt hab.
Sorry, das ist eine respektlose Sache gegenüber der neuen Person, ihr dieses Schauspiel zweier Ex-Partner zuzumuten und dieses unangenehme Gefühl, sich dazwischen zu drängen.
 
  • #17
Angesichts einer wirklich kraftzehrenden Renovierung der neuen Wohnung, kostspieligen Möbelkäufen und dem Umzugsstress ist uns nun nicht gerade danach, sofort wieder getrennte Wohnungen zu beziehen.
Hallo FS
Ich glaube ihr redet euch das Ganze schön. Ihr wollt bloß nicht, dass euere Nachbarn Wind von der Trennung bekommen und dann Tratsch über euch verbreiten.
Ja, mich würde es abscrecken, da bei jedem Besuch der Ex nebenan wäre oder zumindest seine Aura über dem neuen Liebespaar schweben würde. Da spreche ich noch nicht mal von der großen Wahrscheinlichkeit, dass du plötzlich wieder neue Gefühle für deinen Ex hast und ich mit gebrochenem Herz zurückbleibe. Meine Ablehnung ist also reiner Selbstschutz.
 
  • #18
Hallo @verdienst

Herrlich, erst erlöschen eure Gefühle u.a. wegen Zankerein um den Haushalt, aber in guter Freundschaft läuft alles reibungslos?!
Das ganze Spektakel um Renovierung, Streit, Trennung, Freundschaft und WG ereignete sich in nur 4 Monaten
des Zusammenlebens.

Euren Zustand einen potentiellen Partner zu verschweigen (lügen), würde ich bei euren Freundeskreis nicht empfehlen.

Mich würden nicht nur deine Wohnverhältnisse in die Flucht schlagen. Der gesamte Situationsverlauf und Umgang wirkt abschreckend.

Du solltest lieber klare Verhältnisse schaffen durch eine räumliche und emotionale Trennung.

W/25
 
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  • #19
Es gibt ja die unmöglichsten Konstellationen, insofern kann es durchaus Fälle geben, in denen ein Ex-Paar wirklich keine Probleme mit einem neuen Partner hat.
In den meisten Fällen wird jedoch einer der Partner keine Gefühle mehr haben und demnach auch kein Problem mit einer WG, der andere Part diesem Vorschlag nur aus der Hoffnung heraus, es würde sich doch wieder eine Beziehung ergeben, zustimmen.
Wie das bei euch ist, müsst ihr natürlich selbst wissen. Als abgekühlter Part, als den ich dich hier verstehe (bist du m oder w?), würde ich mir meine/n Ex dahingehend doch noch einmal genauer ansehen, ob da nicht doch noch Hoffnungen bestehen.

Als potentielle Neu-Kandidatin wäre ich völlig abgeschreckt, wenn ich erfahren würde, dass mein Lover noch mit seiner Ex zusammenlebt, obwohl es dafür eigentlich keinen sinnfälligen Grund mehr gibt. Teure Renovierungskosten wären für mich kein Argument. Auch nicht, dass man sich die Möbel irgendwie nicht aufteilen konnte oder keine Lust hat, schon wieder Krempel in eine neue Wohnung zu schleppen. Einen Mann, der zu faul oder zu pleite ist, um sich frei zu machen, kann ich nicht ernst nehmen, und bei einer ernsthaften Beziehungsanbahnung erwarte ich einen freien Mann, alles andere ist für mich Zeitverschwendung.
Ich hätte auch keine Lust, erst einmal Zeit aufzuwenden, um mich über mehrere Monate zu vergewissern, dass er nicht doch zu seiner Ex zurück will, wenn es bei uns mal kriseln sollte.

Insgesamt wäre mir da zu viel Nähe zur Ex. Eine neue Beziehung muss sich entfalten und reifen, Vertrauen muss wachsen. Dabei hätte ich keine Lust, dass er jeden unserer Schritte erst mit seiner "besten Freundin" - der Ex - bequasselt, kaum dass ich seine/ihre Wohnung verlassen habe. Ich möchte nicht um seine emotionale Nähe buhlen und auch nicht, dass eine andere, ihm sexuell und auch ansonsten vertraute Frau mit ihm statt meiner den Morgen-Kaffee teilt. Das wäre ein Ungleichgewicht, mit dem ich nur schwerlich umgehen könnte, solange die Beziehung noch jung und frisch ist.
 
  • #20
Danke für die zahlreichen Antworten. Wie es scheint, finden die vorläufige WG-Lösung eher wenige völlig ok, die Mehrheit nachvollziehbar aber problematisch, und einige ein „no go“. Es gab ein paar Fragen und Kommentare, die ich aufgreifen möchte; auf alle kann ich nicht eingehen, dann wird es ein Roman ;-)

Der Post wurde i. W. durch mich „m“ ausformuliert, aber die Gedanken wurden gemeinsam entwickelt und der Post nach gemeinsamem Durchlesen abgeschickt. In der Tat klingt die Vorgeschichte etwas unrund. Man muss wohl ergänzen, dass die Abkühlung schon vorm Zusammenziehen anfing, und wir uns auf Grund von äußeren Umständen regelrecht in die Wohnung gedrängt sahen. Wir zogen also mit deutlich gedämpfter Vorfreude und ziemlich geplattet ein.

Die Freunde wollen wir von der reinen Zweck-WG nicht einfach so überzeugen, sondern uns wurmt deren pauschales Unverständnis. Vor allem leidet meine Ex aktuell darunter, dass ihre Freundinnen nur kopfschüttelnd Druck machen, anstatt auf sie einzugehen und sie zu unterstützen. Das war letztlich der Grund für den Post, um zu klären, ob wir wirklich so einen Sakrileg begehen. Um nochmal auf die scheinbar nicht überzeugenden Gründe zurückzukommen: Die finanzielle Belastung steckt man nicht einfach so weg und die Renovierung steckt in den Knochen. Wer das für Kinkerlitzchen hält, möge selbst mal über Monate alles Altzeugs rausreißen, tapezieren, streichen etc. So haben wir halt abgewogen, ob eine sofortige Wohnungstrennung sein muss, wenn man sich eigentlich gut versteht und das Gefühl hat, Luft holen zu müssen, bevor man wieder völlig sein Leben umkrempelt.

Ehrlichgesagt ist der Gedanke schon komisch, wir müssten ab sofort völlig getrennte Wege gehen und besser noch alle Kontakte abbrechen, nur weil man eine gesellschaftliche Erwartungshaltung bedienen muss. Gleichwohl sehen wir definitiv ein, dass so eine „Exen-WG“ abschreckend für neue Partner wirken mag. Hier nochmals ein Dank für die vorgetragenen Einwände. Nun haben wir gewissermaßen ein Dilemma. Also müssen wir unsere Lösung wohl überdenken und eher früher als später auseinanderziehen, um den Kreis potentieller Partner nicht zu sehr schrumpfen zu lassen. Der Druck und die Lust auf Neues werden es wohl richten …
 
  • #21
Angesichts einer wirklich kraftzehrenden Renovierung der neuen Wohnung, kostspieligen Möbelkäufen und dem Umzugsstress ist uns nun nicht gerade danach, sofort wieder getrennte Wohnungen zu beziehen.

Wirklich gute Gründe. Ich würde die bis zur nächsten Renovierung üblichen 6-10 Jahre warten. Möbel halten heutzutage auch höchstens 15 Jahre. Kritisch wird es, wenn der Fernseher vorher kaputt geht. Kauft ihr dann einen neuen und wartet ab, bis der zeitgleich mit den fälligen Renovierungsarbeiten kaputt ist?
Wie möchtest Du das handhaben, wenn Dir nächste Woche der Traumpartner über den Weg läuft? "Sorry, lass uns noch warten, bis die Spülmaschine kaputt ist, dann ziehen wir zusammen. Aber natürlich nur, wenn Du mir versprichst, dass wir das für mindestens 15 Jahre tun"?

Will meinen: Es ist schon wenig attraktiv für neue Partner, wenn jemand sich "wegen der Kinder" nicht scheiden lässt. Wenn jemand nach zwei Jahren Beziehung ohne weitergehende Verpflichtungen kein Ende finden kann wegen den Möbeln und der kräftezehrenden Renovierung, was soll ich davon halten?
Ich wohne bei meiner Partnerin. Mein gerade erst erworbenes Eigenheim steht leer. Weil mir die Partnerin wichtiger ist als etliche Tausender für den Kredit pro Jahr.

Wir fragen uns auch, ob so ein WG-Zusammenleben auf neue potentielle Partner abschreckend wirkt?

Klares Ja. Mich würde schon abschrecken, dass ich von Dir nicht mehr loskomme, falls es schiefgehen würde. Mal abgesehen davon, siehe oben, dass ich mich fragen würde, wie denn dann unsere Zukunft aussehen soll.
 
  • #22
Was sind das für Freunde, die kopfschüttelnd Druck machen? Gute Freunde hören zu, halten sich aber mit Bewertungen zurück.

Noch ein Beispiel zu "Exen-WG schreckt neue Partner ab": als ich mit meinem jetzigen Freund zusammen kam, wohnte ich noch mit meinem Ex-Freund in einem Mietshaus (jeder hatte seine eigene Wohnung in unterschiedlichen Etagen). Das störte meinen neuen Freund massiv. Ich suchte mir sofort eine neue Wohnung. Obwohl natürlich keiner sagen kann, ob eine frische Beziehung hält, war es mir das wert. Und dieses Zeichen war für meinen Freund auch wichtig.

Ich kann in diesem Zusammenhang nur empfehlen: wohnt minimalistisch, steckt nicht eure ganze Kohle in Möbel und Renovierung, überdenkt traditionelle Wohnkonzepte (Raumaufteilungen, Größe der Wohnung oder Einbauküchen für Menschen, die selten kochen...). Bei jeder Anschaffung fragen: brauche ich das wirklich? So bleibt man beruflich und privat frei. Man kann seine paar Sachen packen und ist offen für Neues. Wie oft höre ich Menschen klagen: ich kann nicht umziehen/ mich nicht trennen/ keinen neuen Job beginnen/ in keine andere Stadt gehen, weil.... und dann kommen viele Begründungen, die mit Geld, Komfort und materiellem Ballast zu tun haben.
Ich weiß, dass dieses Konzept nicht für jeden geeignet ist. Traditionelle Menschen, die ihr Leben lang in einem kleinen Ort leben, früh ein Haus haben, würden sich entwurzelt fühlen. Aber für den modernen Grossstädter, der sich job-, wohnungs- und beziehungsmässig ständig verändert, passt es gut.
 
  • #23
Meistens so, aber das wird nicht geglaubt, genau so meistens, dass die Ehen in Scheidung gehen, auch das wird nicht geglaubt! Alle Leute glauben, dass ihnen das nicht passiert, ein mega Fehler!

Da möchte ich mal widersprechen, in meinem Umkreis sind die Leute zusammengezogen, wenn es gepasst hat und dann auch meist glücklich zusammengeblieben. Ich selbst bin schon nach neun Monaten mit meinem Freund zusammengezogen und es war die beste Entscheidung überhaupt. Es gab keinen Streit, es ist liebevoll und jeder hat genug Zeit und Platz für seine Sachen, nur eben kein Stress mehr wegen Hin- und Herfahren. Ich denke eher, Zusammenziehen zeigt schnell, ob es grundsätzlich passt oder nicht. Wenn man sich dann auf den Keks geht, dann hat vorher nur der Abstand dafür gesorgt, dass man das noch nicht so schnell merkt. Für einige funktioniert es natürlich nur mit getrennten Wohnungen, aber das dürfte nicht der Hauptteil der Menschen sein. Beziehungen scheitern da ja genauso wie bei Zusammenwohnenden, sonst hätte sich das schon rumgesprochen.

Lieber FS, wenn es wirklich so ist, wie du sagst, ist für euch ja erst einmal alles gut, egal was die Freunde sagen. Ich bin mir nur nicht sicher, ob dein(e) Ex das wirklich ganz genauso sieht. Oft ist einer schneller drüber hinweg als der andere oder einer macht sich doch noch Hoffnungen und erzählt es dem andere dann natürlich nicht?
Was die Freunde sagen, wäre mir total egal; allerdings denke ich auch, es schreckt zukünftige Partner ab. Da es den meisten nicht so geht wie euch, wird dann kaum einer glauben, dass da wirklich alles vorbei und geklärt ist.
 
  • #24
Vor allem leidet meine Ex aktuell darunter, dass ihre Freundinnen nur kopfschüttelnd Druck machen, anstatt auf sie einzugehen und sie zu unterstützen. Das war letztlich der Grund für den Post, um zu klären, ob wir wirklich so einen Sakrileg begehen. …

Gute Freundinnen schütteln dann den Kopf, wenn sie nicht verstehen, wie jemand so handeln kann und unterstützen beim Renovieren einer neuen Wohnung, aber nicht darin, in einer nicht mehr funktionierenden Konstellation zu verharren. Vermutlich wissen die Freundinnen auch Details, die wir hier nicht wissen.
Sakrileg ist der falsche Ausdruck. Natürlich kann man so leben. Aber andere Menschen leben eben anders und die Mehrheit würde das vermutlich nicht lange tun.

Die finanzielle Belastung steckt man nicht einfach so weg und die Renovierung steckt in den Knochen. Wer das für Kinkerlitzchen hält, möge selbst mal über Monate alles Altzeugs rausreißen, tapezieren, streichen etc.

Wenn man zusammenzieht um zu testen, wie es funktioniert und dann über Monate ein Haus kernsaniert, verstehe ich das nicht. Habt ihr gemeinsam ein altes Haus gekauft?

Ehrlichgesagt ist der Gedanke schon komisch, wir müssten ab sofort völlig getrennte Wege gehen und besser noch alle Kontakte abbrechen, nur weil man eine gesellschaftliche Erwartungshaltung bedienen muss.

Du musst keine "gesellschaftliche Erwartung" bedienen. Ihr könnt auch beide eure neuen Partner sofort mit einziehen lassen und eine Kommune aufmachen, wenn das für euch der richtige Weg ist. Um "gesellschaftliche Konventionen" würde ich mich an eurer Stelle nicht kümmern, auch Freunde können Rat geben, aber es ist euer Leben.
Kümmern könntet ihr euch darum, wie potentielle neue Partner das sehen und ich würde schon davon ausgehen, dass die das kritisch sehen. Auch das muss kein Grund sein, irgendetwas zu ändern.
 
  • #25
Ist das wirklich so unverständlich oder sind die Freunde bisschen schwer von Begriff? Wie kann man es ihnen noch klar machen? Wir fragen uns auch, ob so ein WG-Zusammenleben auf neue potentielle Partner abschreckend wirkt?

Um es kurz zu machen: Ich finde Eure Wohnsituation schlicht grotesk und würde einen großen Bogen um dich machen. Wie soll man sich denn das vorstellen: Du verbringst eine Nacht mit deinem Neuen und am nächsten Morgen sitzt der seinem Vorgänger am Frühstückstisch gegenüber? Ich könnte verstehen, wenn zb die finanziellen Möglichkeiten vllt nicht ausreichen, um die Ex-Beziehung aufzulösen, aber aus purer Faulheit/ Bequemlichkeit in der Wohnsituation zu bleiben? Ich finde das gruselig.
Schräg finde ich außerdem, deinen Freunden, die dieses Konzept auch ablehnen, Begriffsstutzigkeit vorzuwerfen. Lass ihnen ihre Meinung und freue dich lieber, dass sie dir so offen ihre Eindrücke schildern!
 
  • #26
Wir verstehen uns freundschaftlich wirklich gut, der Haushalt ist auch eingespielt
Hallo FS
Nach deinen widersprüchlichen Aussagen bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass keiner von euch allein sein kann und darum das Ende der Partnerschaft schön redet.
95% aller Männer und Frauen, die einen von euch beiden kennenlernen möchten, nehmen doch nach Kenntnisnahme das die Ex-Partner noch die gleiche Wohnung teilen die Beine in die Hand und sind schneller weg als du bis 3 zählen kannst.
Denn wer möchte schon mit seiner Liebsten/ seinem Liebsten intim werden oder kuscheln, wenn nebenan der oder die Ex mithört.
 
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