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  • #1

Wirtschaftskrise? - gibt es wirklich Betroffene? Restaurants, Cafés, Kneipen, Weihnachtsmärkte

alle gut besucht, Essen und Trinken geht immer. Sieht aus meiner Sicht deshalb nicht nach Wirtschaftskrise aus. Oder ist das reiner Zweck-Optimismus? Wie geht ihr mit der Wirtschaftskrise um? Wie geht ihr damit um, wenn euer Partner oder ihr selbst betroffen seid?
 
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  • #2
Natürlich gibt es die Wirtschaftskrise.
Bei uns sind die Umsätze so heftig eingebrochen, dass wir schon eine Niederlassung geschlossen haben.
 
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  • #3
Ich leite einen Handwerksbetrieb in 2. Generation; dieses Jahr war wesentlich schlechter als letztes Jahr. Konsequenz: Kein Auslandsurlaub. Das muss aber auch nicht unbedingt sein. Ich denke, man erkennt in solch einer Krise eher, was einem wirklich wichtig ist, und worauf man verzichten kann. Solange ich niemanden entlassen muss, kann ich mit allem leben.
w33
 
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  • #4
IIch möchte ergänzen: Und ich sehe die Leute von morgens bis abends mit ihren Autos herumjuckeln... Bei mir um die Ecke sind Schule und Bäcker. Kurzstrecken mit tonnenschweren Vans...

Ich denke, die Wirtschaftskrise ist mehr eine Erfindung der Gazetten. Aber nichts als Jammern liebt der Deutsche nun mal mehr. Wenn auch auf hohem Niveau.

Im Hintergrund sehe ich allerdings schon, dass sich die Gesellschaft seit geraumer Zeit in arm und reich teilt. Eher zur oberen Unterschicht gehörend habe ich meinen Lenbensstil mit Einführung des Euros schon umgestellt und es kommt mir mit den Jahren auch schon normal vor, dass ich z. B. die Gastronomie (die, die nicht durch 2 teilen konnten...), die ich zuvor 3x die Woche zum Essen und gerne extra mal auf nen Cappucco aufgesucht habe, bis auf wenige Ausnahmen meide.

Und der Diesel wird nur angeschmissen, wenn die Entfernung über Fahrrad-Radius hinausgeht. In der Stadt also praktisch nie. Es gibt auch Regenklamotten und Fahrradanhänger.

Für einen etwas weiter entfernt gelegenen Weihnachtsmarkt hätte ich, wenn auch im Grunde unnötigerweise - ich habe schöne Dinge noch und nöcher-, u.U. den Diesen angeworfen. Allerdings war mir das bei Regenwetter und der damit einhergehenden unweihnachtlichen Stimmung den Einsatz (locker 2 bis 3 Stunden, bei schönen Fundstücken mehr dafür arbeiten, da schaue ich mittlerweile schon auf die Verhältnismäßigkeit) dann doch nicht wert.

Interessanter finde ich die Stimmung auf den Märkten. Irgendwie einerseits leer und hohl, so mein Eindruck. Und andererseits buisiness as usual.

Ich wäre für verdreifachte Spritpreise, Strom und Heizung gerne auch rauf. Damit die Leute endlich wieder zu schätzen wissen, was sie täglich gedankenlos raushauen und Neuentwicklungen und alternative Verkehrskonzepte forciert werden. Und breite Armut wäre auch o.k., Ein Volk, dass bereitwillig im 16:9-Format TV-berieselt und discounter-befüttert jährliches Flickwerk im Gesundheitswesen und HartzIV bei gleichzeitgem Aufspannen eines milliardenschweren "Rettungsschirmes" für verzockte Bankmilliarden etc. achselzuckend hinnimmt, hat es nach meiner Auffassung im Grunde nicht anders verdient.

Vergessen wir nicht: Es gibt reichlich Menschen auf der Welt, die hungern und haben kein Dach über den Kopf. Wir haben es verdammt gut - und wissen es oft gar nicht mehr (zu schätzen).
 
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  • #5
@1: das glaube ich dir gerne - aber wie hast du dein Leben dadurch verändert? Hast du es überhaupt verändert? Hat es dich direkt betroffen?
 
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  • #6
Selbst hier merkt man wie sich deutlich weniger neu anmelden.....
 
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  • #7
Ja, bei mir ist die Wirtschaftkrise angekommen.
Die ersten Freunde haben sich auch schon verabschiedet.
w,36
 
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  • #8
Sollte es eine Krise wirklich geben, so wird sie vor allem (#1) nach unten abgewälzt. Im H4-Bereich herrscht wirkliche Not. Nicht erst seit "der Krise". Die Krise weitet den Kreis der Betroffenen evtl. etwas aus.

Der Mittelstand (siehe #2) erlebt vielleicht ein paar nicht wirklich relevante Komforteinbußen wie eine Auslandsreise weniger.

Das obere Drittel dürfte überhaupt nichts merken oder eher noch profitieren.


Na und?
 
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  • #9
@#7
Ich arbeite in einem mittelständischen Betrieb. Inzwischen wurde 1/4 der Angestellten entlassen. Wenn jetzt jemand krank wird schwimmt die ganze Abteilung, jeder weiß, dass er 150 % geben muss damit die Firma und somit sein Arbeitsplatz erhalten bleibt. Das fällt für mich nicht unter Komfortseinbußen.
 
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  • #10
Ich merke das in unserer Steuerkanzlei schon, viele haben mehr wirtschaftliche Probleme als im Vorjahr, Umsatzrückgänge von 30 - 50 % gibt es schon je nach Branche, auch wenn andere weiter erfolgreich sind.

Mich nervt das ewige Geschrei "holt es bei den Besserverdienenden" denn nur weil man in den vergangenen Jahren das nicht gemacht haben, haben die Unternehmen nun die Substanz, wenigstens weiter zu leben, aber es man hört immer öfter "vielleicht gibts uns ja 2010 nicht mehr"

Eine allgmeiner Trend ... Wir sind mitten in der Globalisierung und die zeichnet sich durch einen Zuwachs an Bevölkerung einerseits und durch einen immer geringeren Bedarf an Arbeitskräften andererseits bei verschärftem internationalen Wettbewerb aus. Bleibt das Geld im Land oder fließt es ins Ausland ?

Es sind diese Mittelabflüsse einerseits und eine immer weniger dynamische Bevölkerung andererseits, weil die Bevölkerung immer älter wird und weil sie einfach nur noch leben will anstelle - wie früher - eben besser als die andern zu sein.

Die Wirtschaftskrise selbst ist erst der Anfang. Googled man mal nach den Zahlen des US - Haushaltsdefizits und des US - Handelsbilanzdefizit, so ist allein das Handelsbilanzdefizit die letzten 10 Jahre bald schon so hoch, daß die gesamte US - Amerikanische Wirtschaft 1 Jahr bräuchte, um das wieder abzuarbeiten. Es soll mehr Geld außerhalb der USA als in den USA in Umlauf sein ... aber wie verträgt sich das mit der Wechselkursentwicklung ?

China legt einen festen Wechselkurs des Yuan mit dem Dollar fest, hat gewaltige Währungsreserven und saugt die USA quasis aus. Gleichzeitig ist es an einem werthaltigen Dollar interessiert. So nimmt dieser nicht die Entwicklung, die er m. E. eigentlich nehmen müßte ... und fällt gegen die anderen Währungen ...

so sind die strukturellen Ursachen der Wirtschaftskrise nicht beseitigt und die Warnung, die die letzte Krise war, verhallt ungehört, weil eben das politische System nicht in der Lage ist, die aktuellen Probleme zu lösen.

Und so wird es schlimmer kommen, weil uns das Schicksal für diese Politiker bestrafen wird.

7E2176FE - m, 39
 
O

Oberpfälzer

  • #11
Viele Privatkunden sind in Kurzarbeit. Läuft die aus, entweder entlassen oder Firma dicht machen. Durch die Abrackprämie, ich würde sie lieber Wervernichtungsprämie nennen (im doppelten Sinn) werden nächstes Jahr die Autowerkstätten merken das es weniger Autos zu reparieren gibt. Ich denke die große Welle kommt erst noch. Einige haben vielleicht auch noch Geld aufgenommen für das neue Auto...
Ich rede von normalen Arbeitnehmern;-)
 
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  • #12
#4 Es stellt sich doch gar nicht die Frage, ob man in einem solchen Fall sein Leben umstellt.
"Es wird" quasi umgestellt. Wenn man das Einkommen nicht mehr hat, wie zuvor, dann kann man doch gar nicht auf dem gewohnten Level weiterleben.
 
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  • #13
siri
den wirklich betroffenen begegnet man nicht auf dem weihnachtsmarkt - warum sollten sie auch dorthin gehen, sie können weder ihren kindern noch sich dort etwas kaufen.
wer ihnen begegnen möchte, kann zu den suppenküchen, den 1-€-läden und ähnlichen einrichtungen gehen. aber wer will das schon tun? was wir nicht sehen, gibt es nicht und alles was es nicht gibt, kann uns nicht betreffen.
und solange wir uns die menschen nicht ansehen und feststellen, daß man ganz schnell in eine aussichtslose situation geraten kann, können wir uns einbilden, daß jeder seines glückes schmied ist.

die verlierer unserer gesellchaft leben in einer schattengesellschaft die irgendwo anders stattfindet.
 
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  • #14
was denkst du, warum hier so viele Zeit haben, auch tagsüber ins Forum ihre Meinung zu schreiben.
bestimmt nicht, weil sie so viel Arbeit haben.
Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit lassen grüßen.
 
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  • #15
@ #9
"Globalisierung" ist das Totschlagsargument der "alternativlosen Sachzwangspolitk" (TINA-Prinzip) - gemäß der permanenten Infiltration durch "Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft".

In jedem neo-liberalen Werte- und Wirtschaftssystem lassen sich die Politiker wie Tanzbären durch die Manage führen, weil alles dem Maximalprofit untergeordnet wird.
That's it.
 
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  • #16
@13: Kein Argument - es gibt auch Selbständige, die hier posten - und das ebenso tagsüber, um mal etwas Ablenkung vom Streß zu bekommen. Oder Schichtarbeiter - das nehme ich dir also so nicht ab.
 
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  • #17
w,41, selbständig als Einzelunternehmer,
bei mir sind die Umsätze in diesem Jahr um ca. 1/3 zurückgegangen. Die Festkosten bleiben, d.h. die Situation wirkt sich so aus, dass ich den Gürtel enger schnallen muss. D.h. man überlegt sich schon zweimal, ob man einfach mal wieder schick essen geht, oder ob man sich lieber die Nudeln daheim kocht. Urlaub ist heuer auch ausgefallen, d.h. es waren nicht mal verlängerte Wochenenden drin. Investitionen für die Firma werden verschoben, usw.
 
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  • #18
Ist es nicht gerade zu pervers, das es ausgerechnet den Verursachern (Banken) noch nie so gut gegangen ist?
Für Banken herrschen doch gerade paradiesische, unternehmerische Zeiten: Staatliche Rettungsschirme, Geld zu 0,1% von der EZB einsacken und bunkern, Faule Papiere in "Bad Banks" auslagern dürfen, etc.
 
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  • #19
@17: gebe dir Recht - und willst du als Selbständiger einen Kredit - frag nicht nach Sonnenschein! No chance! Doch was ist schon gerecht?
 
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  • #20
@ # 18
Danke.
Und als Ausrede haben die Banker für die Nicht-Vergabe eines Kredites die "Ranking-Vorgaben" laut Basel II - wie erbärmlich. Unvorstellbare Summen mit obskuren Papieren und Finanzkonstrukten, die [Mod.]% der Banker selbst nicht verstanden haben bzw. verstehen, versenkt, aber keinen [Mod.], um den Unternehmern vor Ort zu helfen! Wenn's nicht so bitter wäre.
Anstand und Ethik sind uns wohl endgültig abhanden gekommen.
 
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  • #21
Jup, ich habe nächsten Freitag meinen letzten Arbeitstag. Ca. 30 Bewerbungen seit Ende September geschrieben, bin bisher zu 2 Gesprächen eingeladen worden. 2 Kumpels sind auch entlassen worden. Der eine macht einen Master von seinem Ersparten, der andere hat nach einem halben Jahr Arbeitslosigkeit wieder was gefunden, allerdings erst für Februar. Der war dann glaube ich inkl. der Freistellung in der Kündigungsfrist 10 Monate zu Hause.
 
B

Berliner30

  • #22
Die Krise bewirkt nur, das die Leute mit Geld im Moment weniger kaufen und später gebündelt zuschlagen. Ich hab keine Einbußen. Hat natürlich den Vorteil, das überschuldete oder weniger lukrative Firme sich auch mal verabschieden und den seriösen Firmen mit top Profit längst fällige Marktanteile überlassen/zurückgeben.
 
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  • #23
Als Freiberufler spüre ich die Krise leider extrem. So wenig Aufträge wie dieses Jahr gab es für mich noch nie. Die Agenturen sind selbst unterbeschäftigt und erledigen somit viel mehr intern, als sie an Außenstehende abgeben. Da der Werbemarkt quasi wie ein Indikator der momentanen Wirtschaft fungiert, betrifft es diesen Bereich und alle, die direkt von ihm abhängen, oft als erstes.
Kredite werden ebenfalls nur noch äußerst zögerlich vergeben, so dass auch der Wirtschaftsmotor der Neuinvestitionen stark zurückgegangen ist. Zudem ist dies immer die Phase, in der sich viele Unternehmen von "Altlasten" befreien (so wie die Banken die letzte Dotcom-Krise ja auch vornehmlich zur Entsorgung unsicherer Kredite genutzt und damit die eigentliche Krise zusätzlich verschärft haben), was den Druck auf den Arbeitsmarkt noch zunehmend verstärkt.
Ich hoffe, das nächste Jahr schenkt uns Allen wieder mehr Zuversicht.

deBaer
 
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  • #24
@22 - bin auch im PR- und Werbebereich tätig, doch ich schließe 2009 ähnlich gut ab wie 2008 - Zwar ergaben sich Veränderungen in der Kundenstruktur, aber insgesamt keine nennenwerten Einbußen. Zum Einen sicherlich auch Glück gehabt und wie ich denke, in den Vorjahren gute und ehrliche Arbeit geleistet. (@Berliner30 - gebe dir Recht, wird langsam Zeit, dass sich andere verabschieden)
Meine neuen Kunden kamen alle rein auf Empfehlung! Es gibt ja den Ausspruch, "Wenn das die Krise ist, hätte ich sie gerne jährlich" - dem kann ich nur beipflichten!
 
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  • #25
Ich habe die ewige Bankenschelte sowas von satt. (Nein, bin kein Banker!)

Die Banken bedienen doch nur eine Nachfrage und solange der Kunde Renditen von 20% für (risikofrei) realisierbar hält fordert er die dann auch ein.
Wenn Institut x die nicht bietet und etwas solideres empfiehlt , geht er eben zu Institut y. Solange bis Institut x gezwungen ist nchzuziehen.

Wer ein klein wenig wirtschaftlichen Sachverstand hatte, wird keine Probleme mit seinen Geldanlagen gehabt haben.

Was die "Rettungsschirme" angeht: Das meite sind doch nur Bürgschaften. Und zum Anderen wäre der GAU bei einer Insolvenz der Bank deutlich größer.
Trotz ständiger Kritik an Herrn Ackermann steht die DB ohne staatliche Hilfe verdammt gut da. Es geht also.
Am schlechtesten sieht es doch für die Landdesbanken aus. Wie das nur kommt...
 
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  • #26
Falsch, am schlechtesten geht es der HRE und ging es Gebr. Lehman, Barclays, Lloyds TSB, Merril Lynch etc. Die gibts nämlich nicht mehr bzw. sie sind verstaatlicht worden oder mussten fusionieren. Die Sachsen LB musste auch fusionieren, aber die war vergleichsweise klein. Die WestLB musste auch massiv gestützt werden, dafür gibt es aber auch keine DreBa mehr, die CoBa ist zum Teil Staatseigentum. So schwarz weiß siehts dann doch nicht aus.

Zum eigentlichen Thema: ich weiß zum Beispiel, dass am Flughafen Frankfurt einige Bauprojekte auf Eis liegen, wie z.B. ein drittes Terminal. Hauptgrund: EInbruch der Fluggastzahlen
 
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  • #27
#25
Du hast die HSH Nordbank vergessen, die gerade erst mit 15 Mio Steuergeldern bezuschusst wurde und deren Vorstände nun schon wieder dabei sind, sich die nächste Million Jahresbonus durch eine scheinbare "Gesetzeslücke" zu sichern. Zu dieser Frechheit fällt mir gar nichts mehr ein!
 
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  • #28
#24
.....Wer ein klein wenig wirtschaftlichen Sachverstand hatte, wird keine Probleme mit seinen Geldanlagen gehabt haben...

Meinst du das ernst?? Für fast jede Bank trifft zu "Was schert mich mein Geschwätz von gesten"!
Lehman (wie viele andere) wurde von den Bankern als todsichere Anlage verkauft und man mußte sich schon hart wehren, wenn man diese Papiere NICHT haben wollte. Mit (vor der Krise) NUR wirtschaftlichem SACHVERSTAND, hätte ich, wie viele andere auch bedenkenlos diese Papiere gekauft.
Habe ich aber NICHT, weil ich lieber auf mein Bauchgefühl gehört habe!!
 
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  • #29
Also ich hab auch das Gefühl, gerade jetzt zu Weihnachten, dass die Leute ohne Ende kaufen, nur mit welchem Geld bitte? Ich verdiene recht gut, traue mich aber nicht so viel auszugeben. Man weiss halt nie, was kommt. Die Weihnachtsmärkte und Geschäfte sind gerammelt voll!!!

Mir fällt auch auf, dass einige schon tagsüber bis 16.00 posten. Habe ich aber auch schon getan, nämlich als ich Urlaub hatte, das heist ja dann nicht unbedingt man wäre arbeitslos.
 
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  • #30
Wo hier bisher soviel und nebulös gejammert wurde, mal eine freudige Meldung und ein wenig Butter bei die Fische :

Bei mir, männlich, ledig, Nettoeinkommen in Teilzeit ca. 1.500 Euro, sieht die Krise folgendermaßen aus:

Gerade bei ebay einen netten Oldie ersteigert.

Nächstes Jahr wird ein weiteres Oldtimer-Motorrad (ein Jugendtraum) fertiggestellt.

O.k., meine Unterkunft ist klein, das Einkommen könnte jederzeit unter 1.000 Euro sinken und vermutlich werde ich - dann aber mit Millionen anderen, die aus dem Mittelstand noch absteigen werden - in Altersarmut enden in diesem reichen Land. Aber insgesamt finde ich es derzeit schon ein ganz schön luxuriöses Leben.

Ich habe auch keine große Angst. Ich bin wenig Geld gewöhnt und amüsiere mich eher, wie die, die viel mehr haben, strampeln vor Angst, weil sie sich nicht vorstellen können, mit dem x-fachen Hartz4 Satz, den sie anderen ohne weiteres zumuten, auskommen zu können.

Allerdings habe ich mir auch tunlichst nie den Luxus einer Ex-Frau nebst Unterhaltsverpflichtungen geleistet. ;-)