• #1

Wisch und Weg - Liebe ist der grösste Feind der Freiheit?

Hat noch jemand die 37 Grad ZDF Sendung "Wisch und Weg" am 06.04.21 gesehen? Sie ist noch in der Mediathek abrufbar.

Drei Ü40/50 Damen aus Hamburg, Frankfurt und Zürich beschreiben dort ihre Dating App Erfahrungen. Mindestens zwei Damen nutzen dafür Tinder welches hier ja im Ruf einer reinen Sex Dating App steht. Alle Drei suchen aber eine Beziehung und eben nicht primär Sex.

Der Schwerpunkt kippt vom Dating schnell zum Ghosting. Alle drei schildern unterschiedlich stark entsprechende Erfahrungen.

Zu Wort kommt auch der zweite Herr der die Hamburgerin geghostet hat. Zunächst erklärt er es mit fehlenden Funken dann mit fehlender Bereitschaft sich einzulassen. Geghostet hat er statt sich zu verabschieden weil er den richtigen Zeitpunkt für einen Abschied verpasst hat.

Die Züricherin, inzwischen liiert, zieht am Ende quasi für alle ein Fazit "Der größte Feind der Freiheit ist die Liebe".

Bereits im ersten Drittel bringt sie ein interessantes Statement. Die Menschen im Dating Portal werden zu Konsumobjekten die man auswählt oder häufiger weg wischt. Selbst wird man dies dort auch ohne, dass man es selbst realisiert.

Wie seht ihr dieses Statement, kann dies im Zusammenhang mit dem Ghosting stehen, oder das Fazit "Der größte Feind der Freiheit ist die Liebe"?
 
  • #2
Wer ist schon frei? Frei fühlen sich nur welche, die zu dumpf sind, die Bindungen zu spüren.
Klar bindet Liebe - mal abgesehen von der "reinen göttlichen Liebe". Aber wer verfügt über sowas schon? Die weltliche Liebe/Leidenschaft bindet doch an eine Person, oder an ein Fach oder an den Besitz oder oder
So kettet man sich an die Welt.
Aber Ü50-Frauen, die ihre Freiheit durch die Liebe auf Tinder verlieren...
Ich glaube, diese Frauen werden schon länger von ihrem Verstand geghostet.
 
  • #3
Mindestens zwei Damen nutzen dafür Tinder welches hier ja im Ruf einer reinen Sex Dating App steht. Alle Drei suchen aber eine Beziehung und eben nicht primär Sex.
Ich erinnere mich, dass ich vor etlichen Jahren auch mal irgendeine solche App installiert hatte. Das Niveau war so, wie Du es beschreibst. Unterirdisch irgendwas dahingerotzt.
Für mich ist völlig unverständlich, wie man auf die Art und Weise eine ernsthafte Beziehung suchen wollen kann.
Wer sich nicht mal die Mühe macht, ein ordentliches Profil zu erstellen, kann eigentlich nicht erwarten, dass er auf irgend jemanden ohne Kaufhausmentalität stößt.

Das mag im Einzelfall dann trotzdem funktionieren, aber es ist für mich das bekannte Prinzip "Shit in - Shit out".
 
  • #4
Habe ich auch gesehen und mich auch etwas geärgert. Diese traurige Musik am Ende ... Mann, das Bild des Singles sollte echt mal positiver dargestellt werden. Ja, die, die suchen, sind ja sehnsüchtig und auch mal traurig, aber doch kein Fall für eine Depressionsbehandlung.

Zu dem Beitrag: Nee, Freiheit ist nicht der Feind der Liebe. Freiheit ist WENNDANN ein Feind der Beziehung. Aber das würde vielleicht zu kompliziert sein, das aufzudröseln und es passt auch nicht kurz und knackig ins Bild. Und Liebe und Beziehung wird ja natürlich auch oft unmittelbar verbunden gesehen, obwohl man lieben kann ohne Beziehung und es Beziehungen ohne Liebe gibt.

Wenn man ein freiheitsliebender Mensch ist, der aber gern eine verbindliche Beziehung will, muss man mE erstmal seine eigenen Verlustängste beackern, und sehen, dass man nicht vom anderen die totale Anhänglichkeit wollen kann und sich so einen Partner sucht, weil man sich bei dem sicher fühlt. Der Partner muss genauso freiheitsliebend sein und man selbst muss eben Vertrauen haben, dass man nicht betrogen und verlassen wird. Schwierige Sache, einander beengen ist da einfacher und dann aber leiden. Wenn ich die Kontrolle über den anderen brauche und allein deswegen sehr viel mit ihm zusammensein will, aber auf der anderen Seite ersticke, weil ich ja dann selbst keine Freiheiten mehr habe, habe ich ein hausgemachtes Dilemma.

Was ich aber an dem Beitrag total gut fand, waren die Aussagen zu den Wahlmöglichkeiten. Ich habe die ganze Zeit gedacht, die junge Dame liest hier seit langem mit. Die Bedenken bei Frischgetrennten und die Wahlmöglichkeiten, die angesprochen wurden von der anderen Frau (glaube ich), das sehe ich alles genauso, darüber haben wir hier schon öfter mal diskutiert. Das Konsumgefühl, das Gefühl, vielleicht meldet sich morgen ja ein Besserer an und dass man sich einfach mal FÜR jemanden entscheiden muss, sehe ich genauso. Aber ich denke auch, dass es schwierig wird, wenn man sich über eine Datingplattform direkt mit Partnerfindungsabsicht kennenlernen will und dann eben wirklich eine Ansprücheliste hat. Konsumieren - das Thema hatten wir hier doch auch schon. weil es ja wirklich wie Ware im Regal gesehen werden kann.

Ich fand die Sendung sehr interessant und fand die Teilnehmer mutig und das, was sie sagten, gut, bis auf die Botschaft "Freiheit als Feind der Liebe". Es gibt doch auch den Spruch "Liebe ist ein Kind der Freiheit".
 
  • #5
Hi @Ejscheff,
Interessante Frage, 37° ist immer bereichernd.
Bereits im ersten Drittel bringt sie ein interessantes Statement. Die Menschen im Dating Portal werden zu Konsumobjekten die man auswählt oder häufiger weg wischt. Selbst wird man dies dort auch ohne, dass man es selbst realisiert.
Ich denke, dass du da Recht hast. Online vs. Reallife macht etwas mit uns, wir sind ja auf eine andere Art evolutioniert. Bei Datingapps wird die Menge an Information extrem reduziert, dadurch findet eine Auswahl vom Kopf her statt, während wir im Reallife sehr vom Bauch aus entscheiden, ob wir jemanden mögen. Du kennst sicher die Studienergebnisse, dass man binnen von max. 10 Sekunden in live ein gutes Gefühl dafür hat, ob das Gegenüber grundsätzlich für Sex infrage kommt oder nicht. Ich persönlich denke, der Mensch erfasst eine Unmenge an Information live, die man bewusst absolut weder fassen noch verarbeiten kann. Da ist extrem viel schon vorgefiltert und wegoptimiert im Gehirn, ohne dass wir es mitbekommen, und spüren tun wir die Antwort dann emotional.

Die Datenbanken bei Tinder und Co. filtern ja völlig anders. Ich hab's selbst noch nicht ausprobiert, daher bin ich gespannt auf weitere Antworten. Aber dass auch der Mensch in vielerlei Hinsicht zum Konsumobjekt geworden ist, schreibe ich eher dem kapitalistischen System zu. Da wird geguckt, wo man überall Geld draus machen kann, und wenn das Image von Menschen (nicht die Menschen selbst) vermarktet werden kann, kann man damit doch gut Geld machen.
W37
 
  • #6
Das größte Feind der Freiheit ist die Liebe?
Ich habe die Doku nicht gesehen. Suggeriert das, dass die Leute sich absichtlich nicht fest binden und verlieben wollen, um ihre werte Freiheit zu behalten?

Ich hätte gedacht, dass diejenigen, die viel wischen und ghosten, entweder gar nicht ernsthaft suchen oder nicht die richtige Person finden, bei der richtigen Person die Liebe aber dann doch begrüßen und nicht als der Freiheit entgegengesetzt sehen würden. Mich hat meine Liebe nie in meiner Freiheit beschränkt.
w26
 
  • #7
Ja, habs gesehen.
Liebe und Freiheit schließen sich meiner Meinung nach nicht aus.
Für mich ist es eher seltsam Liebe mit Ghosting in einen Topf zu werfen. Von Liebe war da doch keine Spur - die waren maximal verliebt.
Bin sehr gespannt auf die Diskussion hier.
w, 41
 
  • #9
Hat noch jemand die 37 Grad ZDF Sendung "Wisch und Weg" am 06.04.21 gesehen?
Ja, habe ich gesehen - interessant.

zieht am Ende quasi für alle ein Fazit "Der größte Feind der Freiheit ist die Liebe".
War für mich eine irrelevante Randnotiz im Zusammenhang mit der ganzen Sendung - etwas Pathos, aber spielte in dem Zusammenhang eher keine Rolle.

Die Menschen im Dating Portal werden zu Konsumobjekten
.... und was Ghosting mit Menschen macht, insbesondere wenn sie wie die adoptierte Frau bereits eine ungünstige Vorprägung haben waren für mich das Kernthema der Sendung.

Interessant auch, wie der ghostende Lappen sich gewunden hat, um zu erklären warum er so gehandelt hat, wie er gehandelt hat - Laber Rhabarber, aber nichts Neues.
 
  • #10
"Der größte Feind der Freiheit ist die Liebe".
Ich brauch mir solche Sendungen nicht reinziehen, um mir meine Meinung zu bilden, mein Realleben und das Forum hier geben mir schon die richtige Antwort. In fünf Sätzen bringe ich es auf den Punkt. Echte und wahre Liebe ist frei und unabhängig! Der größte Feind dieser Liebe, ist die Liebesunfähigkeit, bedingt durch mangelndes Vertrauen, was ohne nicht geht, das verschlossene Herz, was sich unbewusst durch Enttäuschungen und Verletzungen im tiefen Gefühlsbereich verschlossen hat! Das sind unbewusste Vorgänge, Punkt!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #12
Ich würde sagen, es sind zwei unterschiedliche Themen, die sich durchaus bedingen können. Ich meine wenn man einen Kontakt beenden möchte, ist Ghosting ein Mittel dies zu erreichen, aber kommt nicht allein durch Online-Dating, sondern bei jeden menschlichen Kontakten vor, ob bei Familien, langjährigen Freundschaften, Beziehungen, sogar Ehen, wenn jemand meint, es wäre klar ersichtlich, wie das Verhalten des anderen einen verletzte, man meint, alles wäre schon gesagt oder man denkt, nicht die richtigen Worte finden zu können, man selbst ein Problem damit hat, eine Absage klar und unmissverständlich zu formulieren und dahinter zu stehen oder wenn man meint, reden wäre zwecklos, dann taucht man ab und lässt den anderen zwar ratlos zurück, aber spricht mit seinem Verhalten. Auch ist Ghosting nicht so radikal, man fühlt sich selbst weniger schuldig, als wenn man den Gegenüber mit der Wahrheit konfrontieren müsste, sofern dieser fragt, schiebt damit das Problem einfach schnell weg, um sich mit mit (s)einer Absage zu befassen und in Watte zu verpacken, das unangenehme wird nonchalant weggedrückt, aus den Augen aus dem Sinn, und auch die Tür zum Kontakt bleibt vermeintlich für den Ghoster einen Spalt offen, um sich doch irgendwann mal wieder zu melden, natürlich ohne Schuldeingeständnis.
Vielen ist freundliches Verhalten und einen guten Eindruck zu hinterlassen anerzogen worden, als ehrlich zu sein, und Wahrheit verletzt und macht kein schönes Bild. Ehrlich kann man nur sein, wenn sie konform geht; wenn es zu Meinungsverschiedenheiten kommt, wird es schwierig. Da braucht es Standing, gute Argumente und auch diese überzeugend darzustellen und auch das Gespräch durchzuhalten, ohne einzuknicken, wenn der andere ebenso seine Argumente vorbringt (mal grundsätzlich). Auch hat nicht jeder seine Emotionen im Griff oder mag Diskutieren, was für einen selbst klar ist, aber (noch) nicht für den Gegenüber.

...
 
  • #13
...
Ich glaube nun nicht, dass Liebe, ein Feind der Freiheit ist, sofern man eine Beziehung leben und führen will; nur wenn man sich alle (vermeintlichen) Optionen offen halten und antesten will, wird es in einer ersten Kennenlernphase, wie auch später in einer fast schon Beziehung schwierig und man muss sich dann schon mal kritischen Fragen oder einfach nur Nachfragen stellen, wie im Parallelthread von @Miga20.
Es kann schon sein, dass manche es so empfinden, dass die Freiheit beschnitten wird oder man Streit bekommt, oder ein mieses Gefühl vermittelt bekommt (nörgeln, jammern), wenn man einen nähebedürftigen, selbstwertschwachen, eifersüchtigen Partner/in hat oder auch mal eine schwangere Partnerin, wo die Hormone verrückt spielen. Ich hatte 2 Bekannte, wenn ich mich mit ihnen traf, dann rief alle 15 Minuten der Mann an und machte seiner Frau ein schlechtes Gewissen und tat hilflos. Bei einem anderen hing der Haussegen gewaltig schief, weil er seinen Firmengesellschafter verabschieden musste mit Presse und gehobenen Kreis, und nicht zum 66. Geburtstag der Schwiegermutter gefahren ist, sondern nachgereist. Oder profaner warum wird mal einer fremden Frau hintergeguckt oder war man zu aufmerksam zur attraktiven Kellnerin. Auf solche sich anbahnenden Streits und Rechtfertigungen haben die wenigsten Lust, und leben lieber ganz frei, bis sie auf Menschen treffen, die viel tolerieren oder selbst so gestrickt sind.
 
  • #14
Ich kenne eine Kinder- und Jugend-Psychoanalytikerin und Wissenschaftlerin, die viel zum Thema Adoleszenz forscht. Aktuell geht es um junge Erwachsene (um 20), die es nicht mehr schaffen, Intimität herzustellen bzw zuzulassen. Sex ja, Intimität und eine echte Beziehung nein. Das andere Geschlecht wird mehr als Konsumgut betrachtet und in den letzten Jahren haben sich die jungen Frauen und die jungen Männer diesbezüglich einander angeglichen und geben sich nichts mehr. Der Individualisierungswahn ist toxisch. Die Bindungsfähigkeit nimmt ab. Am Wichtigsten für beide Geschlechter sei inzwischen das Aussehen des Partners. Welch ein Druck, welch eine Einsamkeit. Ich denke das unverbindliche und rastlose Dating-Verhalten dieser jungen Generation hat viel mit Tinder und Co zu tun und das kriegen auch Ältere zu spüren, die Datingportale nutzen.
 
  • #15
Ich habe die Sendung (noch) nicht gesehen.
Ghosting hat für mich etwas mit mangelnder Wertschätzung zu tun. Der andere und seine Emotionen sind mir schlichtweg egal.
Am Anfang meiner online Dating "Karriere" habe ich mir geschworen mich von dem Thema nicht verrohen zu lassen.
Ein hehres Ziel wie ich heute weiß. So viel vorweg, es ist mir nicht gelungen. Ich habe auch oft "vergessen" mich höflich zu verabschieden wenn der Kontakt nicht interessant genug war.
Ich finde das tragisch weil ich so eigentlich nicht sein möchte. Es ist das Ergebnis von dem Gefühl dass es irgendwie "normal" ist. Ich teile die Meinung, das OD irgendwie einen schräges Gefühl hinterlässt. Ich habe bisher kaum Kontakte in denen es wirklich um mich zu gehen scheint. Entweder waren die Kandidaten offensichtlich so verzweifelt auf der Suche nach irgendeiner Frau, dass ich darauf keine Lust hatte. Oder sie haben mir das Gefühl gegeben es geht nicht um meine Persönlichkeit, sondern nur um die äußeren Parameter.
Beispiel ist ein Mann, der mich kennenlernen wollte obwohl ich übergewichtig bin. Er fand gefallen an mir, kam aber nicht damit klar, dass ich nicht seinem üblichen Beuteschema entsprach. Ich habe es dann beendet.....er lässt bis heute nicht locker, obwohl er mir immer noch erklärt, das er nicht damit klar käme, das seine "Traumfrau" nicht im richtigen Körper steckt.....Sorry, ich glaube genau daran krankt es. Die Ansprüche werden immer höher, es könnte noch etwas perfekteres kommen. Der einzelne Mensch wird nicht mehr als Persönlichkeit wahrgenommen, sondern als eine von diversen Optionen.
Der Vergleich mit einem überfüllten Supermarkt passt. Die Menschen wissen im Angesicht von 1000 verschiedenen Marmeladensorten nicht mehr, welche sie nehmen sollen. Wenn sie sich dann entschieden haben, werden sie beim nächsten Besuch wieder mit der vermeintlichen Auswahl konfrontiert, die uns suggeriert, die perfekte Marmelade wartet noch.
Das ist sicher eine von diversen Facetten dieses Themas aber ein doch sehr zentrales.
Wer sich mit der Liebe nicht frei fühlt, hat sie nicht richtig Verstanden. Zugegeben, da gehe ich zur Abwechslung mit dem @INSPIRATIONMASTER . Die meisten lieben nicht wirklich. Sie gehen aus den falschen Beweggründen in Beziehung und das fällt ihn dann auf die Füsse.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #16
Muss es nicht zufällig umgekehrt heißen:
"Der größte Feind der Liebe, ist die Freiheit"?
Gemeint wäre dann die freie Wahl auf einer Datingplattform, welche das Zueinanderfinden erschwert.
Anders ergibt das Zitat auf die geschilderten Fälle keinen Sinn.
 
  • #17
Wie seht ihr dieses Statement, kann dies im Zusammenhang mit dem Ghosting stehen, oder das Fazit "Der größte Feind der Freiheit ist die Liebe"?
Aus Erfahrung mit diesen Apps kann ich sagen, dass es dort sehr viele verschieden Menschen gibt. Ich kenne glûckliche Paare, die sich dort kennengelernt haben, habe Männer getroffen, die ganz frisch drauf waren - meistens frisch getrennt - und voller Neugier, weil sie dachten “jetzt gehts los” (das ist bei Frauen natürlich genauso, die hab ich nur nicht gedatet)” 😌 Diese “Frischlinge” hatten immer noch das naive Gefühl, gaaanz viel Auswahl zu haben, und jeder Match gibt natürlich erst Mal einen Ego Boost....wenns dann halt doch nicht passt, wird eben weiter gewischt, wer weiss, was als nächste kommt.
Das wird schon so zu einem Belohungspsiel, wie im Casino, “wirds ein match”, “schreibt er zurueck”, “trifft mann sich”....und das macht süchtig...und ja
Wer die vermeintliche “Auswahl” hat, wird wählerisch....
Und dann kommt man eben zu den Frustrierten, die sich seit Jahren da tummeln und nichts finden, ich hatte auch so Phasen, wo es mich irgendwann so nervte, dass ich es löschen musste.
Der Schwerpunkt kippt vom Dating schnell zum Ghosting. Alle drei schildern unterschiedlich stark entsprechende Erfahrungen.
Ja das gibts da zuhauf. Ist einfacher, viele sehen den anderen ja auch nicht als Mensch, auf der Suche nach Liebe, sondern als weiteren Match, der halt nicht geklappt hat.
Das mit dem Konsum denke ich auch. Was mir persönlich noch auffiel, viele Männer sind extrem dreist im “anonymen” Internet. Straightforward, beleidigend, belästigend und hauen echt dumme Anmachen raus, die ich so im realen Leben nicht erebt habe. Das finde ich schade.
Übrigens gibt es ja Apps, wo die Frauen zuerst anschreiben müssen, mein Eindruck war, dass dort noch wahlloser “geliked” wurde von den Männern, weil sie dann so in der passiven Rolle verharren müssen, in der Hoffnung sie werrden angeschrieben. Da hatte ich dann mehr Matches aber weniger “Erfolg”.
Danke fuer den Tipp, ich schaue es mir mal an.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #18
Hat noch jemand die 37 Grad ZDF Sendung "Wisch und Weg" am 06.04.21 gesehen
Jo habe ich. Den Ghoster fand ich ganz spannend. Zumeist werden Leute interviewt, die gehostet wurden. Ghoster outen sich doch eher selten vor der Kamera.
Die Menschen im Dating Portal werden zu Konsumobjekten die man auswählt oder häufiger weg wischt. Selbst wird man dies dort auch ohne, dass man es selbst realisiert.
Liest man hier doch auch ständig. Geghostet wurde schon immer. Damals hieß es, er ging Zigaretten holen und kam nie wieder zurück.
Der Begriff ghosting wird m.E. auch hier im Forum doch sehr inflationär genutzt. Zwei Nachrichten ausgetauscht, das virtuelle Gegenüber meldet sich nicht mehr und schwupps handelt es sich angeblich um ghosting.
Finde ich - die tatsächlich vor über 30 Jahren nach 2 jähriger Beziehung und Zusammenleben geghostet wurde- doch eher nebensächlich. An den Typen mit den 2 Nachrichten kann ich mich im besten Fall 3 Stunden später nicht mehr erinnern, dagegen ist wirkliches Ghosting meiner eigenen Erfahrung nach und wie auch bei 37 Grad gesagt, echt traumatisch. Für mich war es jedenfalls der Albtraum schlechthin im Liebesreigen.

Der größte Feind der Freiheit ist die Liebe"?
Ich konnte mit dem Zitat nichts anfangen. Wahllosigkeit statt Freiheit fände ich passender. Ich fühlte mich noch nie in einer Beziehung meiner Freiheit beraubt. Selbst beim o.g. Ghoster nicht. Na ja, bei dem erst Recht nicht.
W,56
 
  • #19
Hallo @Ejscheff. Grade die Reportage in der Mediathek geschaut.

Ich wurde auch schon mal geghostet. Damals ging es mir wie den Damen in der Reportage.

Heute schaue ich auf ihn als einen Menschen, der keinen anderen Ausweg sah = sein persönliches Versagen, totale Kapitulation vor mir/der Situation. Denn: Niemand verläßt freiwillig die Verheißung auf eine erfüllende Partnerschaft -> sein Problem, nicht meins. Der kannte mich doch gar nicht!

Ich bin, wie ich bin, und wer mich ghostet, hat mich nicht richtig kennen gelernt. Wer ghostet, ist ein Krüppel. Ghosting ist eine Kapitulation, eine Armutserklärung der Person, die zu diesem Instrument greifen muß.
Fazit: Gut, daß sie/er ghostete, denn so eine Persönlichkeit will ich nicht an meiner Seite haben. Zu keinem Zeitpunkt.

Ich suche und finde meine Lieblingsmenschen im RL. Es ist Arbeit, Investition, Experiment & Mut. Aber es steht der Mensch vor mir.
Mensch. Ich schreibe es nochmal in Großbuchstaben:
M E N S C H
 
  • #20
Das Ghosting ist eher ein Phänomen der Leute, die zu große Schwellenangst, sprich Traute, haben, eine Absage zu formulieren.

Klar ist die Freiheit der größte Feind der Liebe. Denn Liebe bedeutet Anhaftung, Bindung nicht Ungebundenheit. Wer eine Gemeinschaft eingeht, begibt sich aller anderer Möglichkeiten.

Ich halte das Ganze allerdings nicht für ein Spezifikum des Internet-Zeitalters, sprich des Online-Datings. Beim Dating im realen Leben stellen sich letztendlich die gleichen Grundsatzfragen.

Tinder ist meiner Erfahrung nach auch keine Sex Dating App. Den Ruf hat es zu unrecht. Es zeigen sich dort in der Tendenz wie überall sonst die gleichen tendenziellen Diskrepanzen zwischen männlicher Neigung zu unverbindlicher Freiheit und weiblicher Neigung zu bindungssuchender Einschließung.
 
  • #21
Leider hab ich das nicht gesehen, aber es klingt interessant und ich werde es mir über die Mediathek anschauen, mache ich eh oft mit verschiedensten Beiträgen.
Ich persönlich hielt nicht gar so viel von den kostenlosen Portalen, muss aber sagen, dass die Erfahrungen auf den kostenpflichtigen auch manchmal sehr merkwürdig waren😉
Mittlerweile bin ich mir sehr sicher, dass man angenehme Menschen auf allen Portalen treffen kann und eben auch das Umgekehrte. Es ist mühsam, fehlende Funken oder die Bereitschaft, sich einzulassen, erklären zu müssen. Das erste kann passieren, beim zweiten frag ich mich halt, warum sucht man dann?
Den richtigen Zeitpunkt verpasst zu haben, um eine Verabschiedung hinzubekommen? Sorry, das bekommt meine Tochter (21) und ihre Freundinnen schon gut hin. Gut für die Frau, dass nix weiteres draus wurde, oder?
Ich schau es mir an und dann weiß ich mehr.
Zum zweiten Teil der Frage kann ich nur sagen, dass für mich persönlich echte Liebe kein Feind der Freiheit darstellt, im Gegenteil.
Leider war es mir bislang verwehrt, eine tragende Liebesbeziehung über Jahrzehnte zu führen. Aber in der Beziehung mit meinem Mann war da schon sehr viel Freiraum, ich denke, das braucht jeder Mensch. In der Beziehung zu meiner Tochter kann ich nur sagen, dass die Liebe zu ihr alles trägt. Unsere Meinungsverschiedenheiten, soziale Diskrepanzen, unterschiedliche Definitionen von Vergangenheit und Zukunft, die Art zu Leben und was wichtig erscheint ... wir haben 22 Jahre dafür gebraucht.
Echte Liebe bedeutet für mich, dem anderen Menschen genau den Freiraum zu gewähren, dass er glücklich leben kann. Kann ich damit nicht umgehen, muss ich mich lösen von der Vorstellung einer erfüllenden Beziehung mit ihm/ihr.
 
  • #22
Wie seht ihr dieses Statement, kann dies im Zusammenhang mit dem Ghosting stehen, oder das Fazit "Der größte Feind der Freiheit ist die Liebe"?
Unsere Gesellschaft ist konsumorientiert. Das wird natürlich insbesondere durch Online-Dating deutlich. Man schaut sich die "Angebote" an und sortiert dann aus. Das macht man aber auch im RL. Nur dass man außerhalb der virtuellen Welt nicht ganz so leicht "ghosten" kann.
Das Fazit der Züricherin kann ich irgendwie nicht nachvollziehen. Heißt das, dass sie ihren Partner nicht liebt? 🤔
Ich sehe es so: Freiheit und Liebe schließen einander nicht aus. Ganz im Gegenteil.
 
  • #23
Es ist unsere eigene Wahl, ob wir einer Karotte vor der Nase folgen oder nicht. Die Karotte schränkt höchstens unser Denkvermögen ein, aber nicht unsere Freiheit.

Darum ist sicher nicht die Liebe der Feind der Freiheit, sondern eher die falschen Erwartungen, die man damit verbindet.

Wenn man irgendjemand die Schuld dafür geben kann, dann wohl den Leuten, die so viel Quatsch über die Liebe erzählen. Darum fängt man am Besten gar nicht damit an, aber diese Chance haben sie mit ebenjenem Satz gründlich vertan.
 
  • #24
Ich habe mir die Sendung gerade angesehen.

Ich weiß nicht; ist dieses Ghosting-Phänomen wirklich so neu? Dass Menschen aus dem Leben anderer Menschen einfach so mal spurlos verschwunden sind, das gab es vermutlich auch vor Tinder & Co. schon.

Ich glaube, neu sind im Wesentlichen zwei Dinge:
Zum einen bieten einem die Lösch- und Blockierfunktionen der modernen Kommunikationsmittel die Möglichkeit, sich eine unangenehme Auseinandersetzung zu ersparen. Warum lange erklären und sich womöglich noch Vorwürfe anhören, wenn man doch auch einfach blockieren kann und damit der Sache elegant aus dem Weg gehen kann? Ist doch (für einen selbst) viel angenehmer...

Und zum zweiten hat man durch die Dating-Apps ja jederzeit die Möglichkeit, sich selbst abzulenken, indem man aus dem Katalog einfach die nächste Person auswählt. Dadurch fällt die Lücke, welche die Person hinterlässt, gar nicht mehr so auf.
w45
 
  • #25
Ich bin, wie ich bin, und wer mich ghostet, hat mich nicht richtig kennen gelernt.

Das hat meiner Meinung nach nichts damit zu tun.

Ghosting ist eine Kapitulation, eine Armutserklärung der Person, die zu diesem Instrument greifen muß.

Ein Zeichen fehlender Kommunikationsbereitschaft. Eine Zeichen von Feigheit. Und wenn es häufig vorkommt für mich ein Zeichen einer fehlenden Persönlichkeitsentwicklung.
Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich denke jeder hat schon mehrfach in seinem Leben Menschen "geghosted", auch ich. Aber hatte man mal einen besseren Kontakt sollte man sowas doch vermeiden, gerade wenn der Andere fragend hinterherläuft. Da würde ich mir wünschen, dass diese Menschen mal auf der anderen Seite der Brücke stehen und fühlen wie es sich anfühlt geghosted zu werden.

Fazit: Gut, daß sie/er ghostete, denn so eine Persönlichkeit will ich nicht an meiner Seite haben. Zu keinem Zeitpunkt.

Ich glaube, dass man so eine Situation durch ein gutes Gespräch wieder auflösen kann, ja ich glaube sogar, dass sich daraus immer noch eine Freundschaft/ Beziehung auf hohem Niveau entwickeln kann, da Ghosten für mich ein Zeichen von Schwäche ist. Und Schwächen haben wir alle. Nur sollten wir dazu stehen und daran arbeiten.

doch auch einfach blockieren kann und damit der Sache elegant aus dem Weg gehen kann? Ist doch (für einen selbst) viel angenehmer...

... aber unangenehm wird es dann, wenn man sich wieder begegnet und sich peinlich meidet, weil man spürt, dass immer noch etwas offen ist.
 
  • #26
Bereits im ersten Drittel bringt sie ein interessantes Statement. Die Menschen im Dating Portal werden zu Konsumobjekten die man auswählt oder häufiger weg wischt. Selbst wird man dies dort auch ohne, dass man es selbst realisiert.

Wie seht ihr dieses Statement, kann dies im Zusammenhang mit dem Ghosting stehen, oder das Fazit "Der größte Feind der Freiheit ist die Liebe"?
Interessant; die Folge werde ich auch noch schauen. Ich mag die Dokus.
Ich habe Tinder nie genutzt, aber von Freunden häufig die gleiche Aussage zu Konsum gehört. Dass es schon extrem ist mit dem Aussortieren bzw. so deutlich für den anderen. Wenn man kaum Matches hat, kann man sich ja ziemlich sicher sein, dass den ganzen Leuten die Optik nicht passt, was schon sehr deprimierend sein kann. Einige Freunde haben mit der Zeit die App wieder gelöscht, weil sie gemerkt haben, sie schrauben ihre Ansprüche auch immer höher, wenn sie teilweise täglich ein Date haben, und können sich gar nicht mehr auf den anderen einlassen, weil Dates zur Routine werden. Ist eigentlich mein Hauptgrund dagegen.
Das Fazit finde ich persönlich unpassend, weil es für mich nichts mit dem Problem bei Tinder oder Dating zu tun hat? Klingt eher wie etwas, was jemand mit Bindungsangst sagen würde. Für mich trifft das jedenfalls überhaupt nicht zu. Ich hatte noch nie das Gefühl, mich in Beziehungen zugunsten von Freiheit einschränken zu müssen, da ich das ja selbst dann gern will (verbindliche Verabredungen, Treue, weniger Zeit für Freunde usw).
W, 37
 
  • #27
Ich habe mir die Reportage auch angeschaut und fand sie sehr vielsagend. Bis auf den stammelnden Ghoster waren Männer allerdings nicht wirklich vertreten, es ging hauptsächlich um die Bedürfnisse, Anforderungen, Verletzungen und Gefühle von nicht mehr ganz jungen Damen im Online-Dating Zeitalter.

Gerade die erste, durchaus unsympathische Frau, deren eingeblendete Tinder-Fotos nicht wirklich der harschen Realität entsprachen, äußerte sich gleich zu Beginn des Beitrags darüber, dass sie unter 50 Tinder-Typen maximal EINEN überhaupt näher anschauen würde. Sie bezeichnete Männer auch gern mal als "unbrauchbar", da frisch getrennt. Als sie anschließend über ihre Ghosting-Story berichtete, muss ich zu meiner Schande eingestehen, habe ich ihr das auch ein bisschen gegönnt. Menschliche Schwäche, sorry...

Diese Dame hatte durchaus einige interessante Erkenntnisse (Stichwort: Konsum) zum Online-Dating, war aber offenbar unfähig, für sich selbst die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Am Ende der Sendung gab es für sie eine Success-Story: Sie hatte tatsächlich einen Partner gefunden. Ihren Ausführungen entnehme ich aber, dass es wohl eher eine Kompromisslösung war. (... der 45-jährige Herzchirurg mit vollem Haar und Six-Pack war wohl nicht mehr verfügbar). Hoffentlich muss der arme auserwählte Tropf sich diese Sendung nie anschauen :).

Viele Grüße
Euer Neo
 
  • #28
Ghosting hat für mich etwas mit mangelnder Wertschätzung zu tun.
Ghosting hat viel mehr mit Feigheit zu tun als mit mangelnder Wertschätzung seines Gegenübers. Das hat der junge Mann in der Sendung gut dargelegt was seine Motive waren - nichts respektables sondern eher armselig.

Was mir persönlich noch auffiel, viele Männer sind extrem dreist im “anonymen” Internet. Straightforward, beleidigend, belästigend und hauen echt dumme Anmachen raus, die ich so im realen Leben nicht erebt habe.
Passt zur Feigheit. Wenn sie jemanden kennenlernen, der mit ihrem sozialen Umfeld verbunden ist, dann trauen sich sich nicht, sich so zu verhalten wie sie eigentlich sind.
Das könnte ja die Runde machen und ihnen schaden.

Geghostet wurde schon immer. Damals hieß es, er ging Zigaretten holen und kam nie wieder zurück.
Kam aber selten vor, zumindest in stabilen sozialen Umfeldern und heute scheint es an der Tagesordnung zu sein - mangels sozialem Umfeld, weil es nur ein 2er-Kontakt ist. Es fällt ja nicht auf und daher tut man, was für einen selber das Einfachste ist.

Ich denke jeder hat schon mehrfach in seinem Leben Menschen "geghosted", auch ich.
Ich nicht. Ich habe aber durchaus jemandem weiteren Kontakt verweigert, nachdem ich erklärt habe, warum ich nicht mehr will.
Wenn man nicht bereit ist, das Gleiche zum xten Mal zu erklären ist das kein ghosten, sondern ein "sich dem belästigt werden zu verweigern" - denn nichts anderes ist das "nicht loslassen wollen", das "nein" nicht zu respektieren.
So eine erklärte Kontaktverweigerung finde ich legitim, denn jemand der erwachsen ist, muss nunmal damit umgehen können, dass er durh jemand anderen abgelehnt wird.

Bein ghosten gibt es keinerlei Erklärung.

Gerade die erste, durchaus unsympathische Frau, deren eingeblendete Tinder-Fotos nicht wirklich der harschen Realität entsprachen
Naja, die Frau war um die 50. Da guck Dir mal die Männer an - die sehen in dem Alter auch keinen Deut besser aus.
Ich habe zwar nie Tinder genutzt, aber keines meiner Onlinedates nach ihren Plattformfotos im Cafe wiedererkannt.

Diese Dame hatte durchaus einige interessante Erkenntnisse (Stichwort: Konsum)
Das fand ich auch interessant - sie brachte die Problematik sehr akzentuiert in einer extrem verkürzten Konsumsprache auf den Punkt, war aber komplett unfähig daraus zu erkennen, dass sie eigentlich die gleiche innere Haltung an den Tag legte, wie ihr Ghost.

Somit konnte sie nicht das richtige Fazit zu ziehen: dieses Mal habe ich einfach Pech gehabt, aber ich mache doch auch nichts anderes. Und wenn Extremkonsumenten (wisch und weg) aufeinander treffen, dann kommt meistens sowas dabei raus.
 
  • #29
Ich habe mir die Reportage auch angeschaut und fand sie sehr vielsagend. Bis auf den stammelnden Ghoster waren Männer allerdings nicht wirklich vertreten, es ging hauptsächlich um die Bedürfnisse, Anforderungen, Verletzungen und Gefühle von nicht mehr ganz jungen Damen im Online-Dating Zeitalter.

Das ist doch bei Berichterstattung rund um Online-Dating, sei es in Printmedien oder im Fernsehen, immer so. Es wird ganz überwiegend aus der Sicht von Frauen berichtet. Das ist auch logisch, denn wenn aus der Sicht eines Mannes berichtet würde gäbe es nicht viel zu berichten, weil der in der Regel kaum Matches und Dates bekommt. Aber darauf wird dann nicht eingegangen.
 
  • #30
Jetzt habe ich auch mal reingeschaut.

Die Dame aus Zürich findet einen von 50 Männern auf Tinder attraktiv. Sie geht dann irgendwie davon aus, dass sich auf Tinder nur Singlemänner herumtreiben, die eine Beziehung suchen. Für mich ist sie der Prototyp der Katalogkundin.

Sie beklagt sich zwar darüber, aber bei mindestens zwei der Damen sind es optimierte Fotos vom Fotografen. Es ist eben, wie auch eine der Damen sagt: Konsum. Und wer sich auf "Wischen" einlässt, der trifft eben auf "Wischer"...
 
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