• #31
dafür Tinder welches hier ja im Ruf einer reinen Sex Dating App steht. Alle Drei suchen aber eine Beziehung und eben nicht primär Sex.

Der Schwerpunkt kippt vom Dating schnell zum Ghosting. Alle drei schildern unterschiedlich stark entsprechende Erfahrungen.
Ich habe auch jahrelang (mit Unterbrechungen) Tinder genutzt. Es gibt in der Tat viele Männer, die direkt nach Sex fragen. Finde ich per se besser, als die Herren, die eine Beziehung vorgaukeln und dann nach dem Sex verschwinden....
Da kann ich gleich weiter wischen :D
Traumatische Ghosting Erfahrungen habe ich Gott sei Dank noch keine gesammelt, was wohl auch damit zu tun hat, dass ich nie wirklich jemanden näher kennen gelernt habe. Alles sehr oberflächlich, Maximum drei Dates und dann meldeten sie sich nicht mehr...
Ich habe mal aus Spass eine Liste gemacht vor einigen Jahren, mit allen Männern, die ich in dem Jahr gedatet habe, es ist erschreckend zu sehen, dass ich mich teilweise absolut nicht mehr an die Typen erinnern kann (also 1x Dates)...so oberflächlich geht das zu. Wie das Dinner, dass man vor 4 Monaten hatte...daran erinnert man sich auch nicht, weil man seitdem einfach schon viel mehr gegessen hat....
Ghosting habe ich aber auch im Real life so erlebt, selbst mit vermeintlichen Kumpeln. Da kommt dann, "gerade viel zu tun", "melde mich nach dem Urlaub" und man hört nichts mehr....ich weiss nicht, ob das unter Ghosting fällt, denn ich habe ja keine Erklärung gefordert.
Und gehostet habe ich wohl auch schon mal. Erst letztes Jahr ist mir das zwei Mal passiert, dass ich einem Mann sehr freundlich formulierte, dass es zwischen uns leider nicht passt, worauf ich jedes Mal eine lange Erklärung erhielt, warum das mit uns doch passen würde.....was soll ich dann dazu noch sagen? diskutieren, warum oder warum wir uns nicht weiter kennen lernen sollen?

Das Ghosting traumatisch sein kann, ja, das glaube ich, gerade, wenn es von heute auf Morgen geschieht, und man eine enge Bindung hatte. Das sehe ich bei Tinder Bekanntschaften aktuell weniger.

Was Ghosting aber mit Liebe zu tun hat? Eigentlich nichts, bzw. das Gegenteil...
 
  • #32
Das ist auch logisch, denn wenn aus der Sicht eines Mannes berichtet würde gäbe es nicht viel zu berichten, weil der in der Regel kaum Matches und Dates bekommt. Aber darauf wird dann nicht eingegangen.
Verstehe die Kritik nicht.
Vielleicht liegt es auch daran, dass sich Männer für so ein Format einfach nicht bewerben? Ist ihnen peinlich? Machen sie lieber mit sich selbst aus? Jammern lieber anonym im Forum?

Ich fände das mal total spannend zu sehen, wie es Männern auf Partnersuche geht.
Vor allem könnte man das Bild der "notgeilen" Sexsucher auf Tinder widerlegen, und sie sich von ihrer verletzlichen Seite zeigen.
Wäre der Kommunikation zwischen den Geschlechtern bestimmt hilfreich.
 
  • #33

Das ist für mich immer so eine pauschale Aussage. Du machst das auch in kleinem Rahmen.

Ich habe vor einem Jahr über eine PV eine Frau kennengelernt, ich glaube 2-3x geschrieben. dann einmal am WE telefoniert, 1-2h. Das hat einfach nicht gepasst, Gespräch ist so abgedriftet. Man geht dann raus aus dem Gespräch und lässt es nochmal sacken.
Ich habe mich nie wieder gemeldet, sie sich auch nicht. Das war praktisch auch ein Ghosten beidseitig, im Kleinen.
Hätte sie sich gemeldet, hätte ich mich klar psoitioniert. hat sie aber nicht.

Ich habe aber durchaus jemandem weiteren Kontakt verweigert, nachdem ich erklärt habe, warum ich nicht mehr will.
Wenn man nicht bereit ist, das Gleiche zum xten Mal zu erklären ist das kein ghosten, sondern ein "sich dem belästigt werden zu verweigern" - denn nichts anderes ist das "nicht loslassen wollen", das "nein" nicht zu respektieren.

Hat die andere Partei das auch wirklich verstanden?
Natürlich ist es legitim, aber wenn mal ein guter Kontakt vorhanden war, dann sollte man schon klar und deutlich argumentieren und wenn es der andere nicht versteht liegt es vielleicht auch an einem Selbst?
Ich finde diese Aussagen immer so empathiebefreit und versuche mich immer in meinen Gegenüber hineinzuversetzen und seine Sichtweise zu verstehen.
 
  • #35
Ich mag die Doku Reihe 37 Grad sehr. Was mir aber dabei fehlt, ist die Tatsache, dass keine Lösungen am Ende ausgearbeitet werden. Es wird immer eine Situation dargestellt aber der Weg daraus wird nicht gezeigt. So entsteht wenigstens bei mir am Ende jeder Folge ein komisches Gefühl. Ich möchte fast sagen, die Hoffnungslosigkeit breitet sich kurzzeitig bei mir aus.
 
  • #36
Und gehostet habe ich wohl auch schon mal. Erst letztes Jahr ist mir das zwei Mal passiert, dass ich einem Mann sehr freundlich formulierte, dass es zwischen uns leider nicht passt, worauf ich jedes Mal eine lange Erklärung erhielt, warum das mit uns doch passen würde.....was soll ich dann dazu noch sagen? diskutieren, warum oder warum wir uns nicht weiter kennen lernen sollen?
Das ist dann kein Ghosten. Er hat eine deutliche Erklärung und ein "Nein" von dir erhalten. Wie er damit abschließt oder nicht, liegt nicht mehr in deinem Handlungsrahmen. Diskutieren und in eine Beziehung reinquatschen wollen, ist respektlos der Entscheidung gegenüber und kann in Bedrängnis ausarten.

Ich finde diese Aussagen immer so empathiebefreit und versuche mich immer in meinen Gegenüber hineinzuversetzen und seine Sichtweise zu verstehen
Wie lange soll das funktionieren? Wann habe ich mich genügend mit jemandem, der nicht zu mir passt, beschäftigt?

Ich habe mir kürzlich auch noch einmal auf Nachfrage viel Zeit genommen und eine sehr lange Antwort formuliert, obwohl ich das (freundlich und wohlwollend) bereits klargemacht habe. Daraufhin kam eine lange Mail zurück, mit vielen Beispielen, warum es ganz toll passen würde und er moralisch ansonsten über mir stünde, denn ich könne das nicht so schnell beurteilen und hätte dann falsche Maßstäbe. Da hätte ich mir die Zeit sparen können. Die Absage war ja klar.
 
  • #37
Wie seht ihr dieses Statement, kann dies im Zusammenhang mit dem Ghosting stehen, oder das Fazit "Der größte Feind der Freiheit ist die Liebe"?
Ich bin es noch einmal! Für mich ist "dieses Thema" auch so ein gesellschaftlicher, unsinnger, schräger Spiegel, wie so viele Themen, wo doch leider, sehr viele Menschen höchstgradig manipuliert darauf abfahren, ich nicht, habe darauf absolut null Bock!
Ich nenne ein paar Stichwörter: auf Tinder eine Beziehung suchen, ich suche dort nicht primär nach Sex, Zeitpunkt verpasst für Verabschiedung, deshalb Ghosting, der "größte Feind der Freiheit ist die Liebe," Datingportal= Konsumobjekte, die Ursache für diesen ganzen Denk-Unsinn sehe ich in der falsch verstandene Liebe, meist wird Liebe ausschließlich mit Sex verbunden, das sollte dann die weltliche Liebe sein, diese interessiert mich echt nicht, die göttliche Liebe interessiert mich auch nicht primär, mich interessiert die echte und wahre emotionale Liebe, diese bindet nicht, besitzt auch nicht, es ist unglaublich, gleichzeitig Bestätigung, mit welchen Menschen die Welt besetzt ist, Freiheit über Liebe verlieren, das ist keine Liebe, der Verstand mit den unendlich fremden Konditionierungen sind das größte Übel und der größte Feind der echten und wahren Liebe, die Ursache für diese ganzen Probleme sind fehlende "S" Werte und das fängt bei einem selber im ureigenen ICH, ganz tief innen an, mit der Selbstliebe, Selbsttreue, Selbstdisziplin, Selbstaufrichtigkeit, Selbstauthentizität und die ganzen weiteren "S" Werten, und wer das sogenannte Konsum - Gefühl in sich trägt für die Liebe, der fährt garantiert auf dem falschen Gleis, ohne dies selbst bewusst wahrzunehmen und zu wissen! 😢
 
  • #38
Was mir aber dabei fehlt, ist die Tatsache, dass keine Lösungen am Ende ausgearbeitet werden.
Die Themen in 37◦ sind ja breit gefächert - ich habe aber nie darauf gewartet, dass mir »eine Lösung« angeboten wird. Vielmehr wird »ein Verlauf« aufgezeigt, weist der Ähnlichkeiten mit Selbsterlebtem auf, so bietet einem das doch die Chance, sich die eigene, passende Lösung zu suchen.
Tinder war für mich in dieser Reihe ein eher ungewöhnliches Thema, bestätigte aber meine Vorurteile zu diesem Flirt-Format. Die Katalogmentalität auf den Punkt gebracht - es wundert mich also nicht, dass die gezeigten Kandidatinnen nicht wirklich erfolgreich aus diesem Experiment heraus kamen.

Liebe als größter Feind der Freiheit? Was hat das mit Tinder zu tun? Für mich ist Liebe das Gegenteil: größter FREUND der Freiheit. Weil ich nicht mehr suche(n muss), angekommen bin, mich frei fühle zu lieben.
 
  • #40
Das kann genauso spannend sein wie der Farbe beim Trocknen zuzusehen ;-) - eben weil halt nix passiert.
hmmm...du sagst also Männer kriegen Online keine Dates....aber von irgendwem müssen doch die Frauen alle geghostet werden?
:D

Wenn nur Frauen Daten und Männer nicht, das geht dann ja irgendwie nicht auf.

Frauen haben vielleicht mehr Matches, einfach, weil der Grossteil der Männer sowieso jede zweite matcht.

Ich habe ein paar Mal von Männern erfahren, dass sie nur sehr wenige Dates / Matches hätten, das waren aber zum Teil entweder leider nicht die attraktivsten, aber vor allem vom Auftreten her nicht die "eindrucksvollsten". Sie hatten sehr schlechte Schnappschüsse, wenig Text drin. Oder sie jammerten darüber, dass sie ja keiner will.
Da ich keine Lust hatte, Mutter Theresa zu sein, war ich leider eine weitere Frau, die sie verabschiedete.

Manchmal muss man sich halt auch fragen, wie oft wische ich denn nach links (sage ab), weil mir jmd potentielles nicht gefällt?

Ich persönlich weiss auch, dass es da die heissen Kerle gibt, bei denen ich es eigentlich gar nicht erst versuchen muss, weil ich keine Chance habe.
 
  • #41
Wie lange soll das funktionieren? Wann habe ich mich genügend mit jemandem, der nicht zu mir passt, beschäftigt?
Das bleibt Dir überlassen, man sollte dann aber auch bei anderen es nicht verwerflich finden, dass sie meinen, keine weiteren Erklärungen mehr abgeben zu brauchen.

Diejenigen, die sich über "ghosten" beschweren, sind oft auch diejenigen, die selber schnell "völliges blockieren auf allen Kanälen" empfehlen, wenn etwas nicht passte, sich dann aber rechtfertigen, warum das etwas völlig anderes sei.

"Ghosten" ist auch nur wieder ein Kampfbegriff, um andere abzuwerten, obwohl es in einem gewissen Maße letztlich fast jeder macht und jeder eben für sich selber bestimmt, ab wann er es völlig in Ordnung findet, einen anderen einfach ohne weitere Erklärung stehen zu lassen. Die Allermeisten werden es nämlich schon mal getan haben, dass sie nicht jedem antworten, der sie online anschreibt und gar nicht darauf reagieren. Man geht eben davon aus, dass keine Reaktion eben auch die Antwort und Kundgabe von "Kein Interesse" ist.

Und oft sind es die gleichen Personen, die "ghosten" nach 2 Dates völlig verwerflich finden, aber das Nichtantworten und somit "ghosten" auf das erste Anschreiben völlig in Ordnung finden, weil man eben noch "nichts" zusammen aufgebaut hatte, woraus sich irgendeine (moralische) Verpflichtung ergeben würde, über das Nichtreagierens hinaus noch ausdrücklicher zu kommunizieren, dass man kein Interesse bzw. weshalb man kein Interesse hat.

Jeder rechtfertigt sich halt recht willkürlich selber, wann er ein Nichtreagieren völlig in Ordnung findet. Manche finden es daher völlig in Ordnung, alle Kanäle zu blockieren und sich vor Belästigungen zu schützen, wenn man bereits einmal sprachlich mitgeteilt hat, dass man nicht mehr will. Und andere meinen eben, dass "Keine Reaktion" bzw. "Nichtmehrmelden" exakt das Gleiche kommuniziert, dass man nicht mehr will und es daher genauso in Ordnung findet, alle Kanäle zu blockieren und sich vor dem "belästigt werden" zu verweigern.

Oft findet "ghosten" beim Onlinedating ohnehin beidseitig statt, da meistens der zunächst Aktive nur seine weiteren Bemühungen einstellt und der Passive sich dann auch nicht weiter meldet, nachfragt oder den aktiv interessierteren Part übernimmt. Es schläft dann ein, weil beide nichts mehr machen und beide "ghosten", weil keiner dem jeweils anderen hinterherrennen möchte. Das bloße "Nichtstun" ist eben wie beim ersten Anschreiben bereits die völlig ausreichende Kommunikation, das man wenig Interesse an mehr Kontakt hat. Das in ausdrückliche Worte zu fassen (z.B. "Der Funke ist nicht übergesprungen") ist auch nichts anderes oder vielsagender.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #42
Ghosting ist ein ganz anderes Thema, und wie jemand geschrieben hatte, ein Begriff, der inflationär gebraucht wird.
Viel dramatischer als früher, wo Kontakte einfach einschliefen. Da war es normal, heute ist es Ghosting.
Wieviel Onlinedating Kontakte versandeten nach 1-2 Mails? Ich habe nicht gezählt.

Das Andere finde ich äußerst pessimistisch.
Liebe als Feind der Freiheit?

Würde ich mich unfrei in meiner Partnerschaft fühlen, würde ich es beenden, da bin ich sowieso empfindlich.
Und ich glaube, wenn man es so empfindet, ist es keine Liebe.

Ich zumindest habe mich noch nie durch Liebe unfrei gefühlt, Liebe ist für mich Bereicherung, ein wunderbares Geschenk.

Bindungen sind keine Fesseln, wenn es gesunde Bindungen sind.

W, 51
 
  • #43
hmmm...du sagst also Männer kriegen Online keine Dates....aber von irgendwem müssen doch die Frauen alle geghostet werden?
:D

Apfelmus, diese Frauen werden geghostet von Männern, die Optionen haben. Nicht wenige Damen halten sich für das Nonplusultra schlechthin, nur weil sie mit Nachrichten von Heerscharen erfolgloser Typen zugespamt werden und sich so ihr Ego zurechtschrauben können.

So glaubten die drei vorgestellten Damen in der Reportage wohl auch, sie seien der absolute Hauptgewinn für den jeweiligen Mann,.... der dann die Ghosting-Nummer abgezogen hat, weil die Frau wohl zu anstrengend geworden war.

Tja, und wenn man von so einem hohen Ross runterfällt, kann es mitunter ganz schön weh tun.

Viele Grüße
Neo
 
  • #44
Ghosting hat einzig alleine mit dem Charakter zu tun, wer das macht, zeigt eben seinen wahren Charakter, er ließ seine Masken fallen und das ist gut so, es ist ein natürliches Selektionsverfahren, denn es wäre eh daraus nix geworden!!
Wer einen gesunden und guten Charakter hat, der verabschiedet sich genau so, wie er den Kontakt begann, nämlich sauber, anständig und menschlich, Punkt!
 
  • #45
Ich rate dir als Mann, dir vernünftige Frauen zu suchen und dich mit so etwas gar nicht zu befassen.

Die zwei Damen scheinen nicht helle zu sein, wenn sie feste Beziehungen auf Tinder suchen und sich dann beschweren, wenn sie "geghostet" werden, weil die betreffenden Männer dort was anderes suchen.
Sorry, so viel Naivität macht mich echt aggressiv.

Und dann noch solch ein Zitat von einer fast 50Jährigen.
Wer es so angeht, zu meinen, Liebe wäre keine Freiheit, der sollte sich besser davon fernhalten. Man soll sich für die Liebe eben auch nicht verstellen (was nur Frauen tun).

Ja, es gibt Beziehungen, wo man sich unfrei fühlt (ist aber die eigene Schuld). Echte Liebe ist was ganz anderes. Haben diese Frauen aber nie erlebt.

An solchen Beispielen zeigt sich, wie unerträglich dämlich und paradox diese Gesellschaft geworden ist.

Mod.-Anm.
Wortwahl etwas angepasst
.
 
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  • #46
Die Liebe ist der Feind von nichts. Sie nimmt einem zwar einen Teil Freiheit. Wenn es aber wirkliche Liebe ist von beiden Seiten, hat man ein so großes wunderbares Geschenk, daß man gerne auf ein Stück Freiheit verzichtet. Wer sich eingeengt fühlt, liebt nicht.
 
  • #47
Sie nimmt einem zwar einen Teil Freiheit. Wenn es aber wirkliche Liebe ist von beiden Seiten, hat man ein so großes wunderbares Geschenk, daß man gerne auf ein Stück Freiheit verzichtet. Wer sich eingeengt fühlt, liebt nicht.
Liebe nimm nichts, auch nicht einen Teil, Liebe gibt und zwar ausschließlich! Wer echte und wahre Liebe lebt, braucht auf nichts verzichten, es ist alles zu 100% Gewinn, allerdings nur dann, wenn die Liebe, gleichermaßen und beidseitig gelebt ist, sonst ist es keine echte und wahre Liebe, Punkt!
Die Hauptursache für das Problem ist doch, dass die meisten Menschen über diesen "Begriff Liebe", ein falsches Verständnis, eine falsche Erziehung, eine falsche Geisthaltung, eine falsche Einstellung haben, über fremde Konditionierungen, über das Umfeld und über viele Enttäuschungen und Verletzungen im tiefen Gefühl, wenn ich die vielen Beiträge hier im Forum lese, wenn ich die vielen Probleme im Realleben sehe und höre, wie viele Menschen ihre eigenen Gefühle belügen und betrügen, ist doch alles im Klartext erkannt und gesprochen, Punkt!
 
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  • #48
So glaubten die drei vorgestellten Damen in der Reportage wohl auch, sie seien der absolute Hauptgewinn für den jeweiligen Mann,.... der dann die Ghosting-Nummer abgezogen hat, weil die Frau wohl zu anstrengend geworden war.
Meinst Du wirklich, dass immer die Frauen Schuld sind, wenn sie geghostet werden?
Der junge Mann hat doch erklärt, warum er das tat, und eindeutig geschildert, dass es an ihm lag. Er hatte den Zeitpunkt verpasst, der Frau zu sagen, dass es bei ihm nicht gefunkt hat. Es ist ja nicht die Wahl zwischen Ghosten und Beziehung-Wollen, sondern zwischen Beziehung-Wollen und Beziehung-nicht-Wollen, und wie man letzteres kommuniziert. Er hätte doch immer noch vernüftig Schluss machen können, statt rumzufaken und dann abzutauchen.

Apfelmus, diese Frauen werden geghostet von Männern, die Optionen haben.
Manche kriegen einfach kalte Füße, wenn es zu dicht wird. Da nützen ihnen die anderen Optionen ja auch nichts, weil immer, wenn es verbindlicher wird, der Wegrennreflex, der anscheinend nicht erklärt werden kann, einsetzt.
 
  • #49
Naja, die Frau war um die 50. Da guck Dir mal die Männer an - die sehen in dem Alter auch keinen Deut besser aus.
Darum geht es ja eigentlich nicht. Es zeigt sich aber klar, wie sehr da mit professionellen Fotos getrickst wird.
So glaubten die drei vorgestellten Damen in der Reportage wohl auch, sie seien der absolute Hauptgewinn für den jeweiligen Mann,.... der dann die Ghosting-Nummer abgezogen hat, weil die Frau wohl zu anstrengend geworden war.
Das rechtfertigt aber nicht, nach mehreren Wochen Beziehung, in dem Fall sogar mit Urlauben, einfach zu verschwinden. Wenn eine Frau nicht der Hauptgewinn ist, kann man das ja sagen.
 
  • #50
Das ist kein Ghosting. Nach zwei (!) Spaziergängen und einer sehr freundlichen Verabschiedung und Erklärung, war diese ellenlange Ausführung meinerseits mehr als entgegenkommend. Da noch weiterzudiskutieren, meine Werte infragezustellen und zu hoffen, dass man damit ans Ziel kommt, kann man natürlich machen. Ich habe dafür keine Zeit und erwarte es im Gegenzug auch nicht, wenn ich diejenige bin, die mehr erwartete und höflich verabschiedet wurde.
Ich kann das respektieren.
 
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  • #51
Vielmehr wird »ein Verlauf« aufgezeigt, weist der Ähnlichkeiten mit Selbsterlebtem auf, so bietet einem das doch die Chance, sich die eigene, passende Lösung zu suchen.
Ja, sicher richtig. Ich finde aber, man könnte auch mal Beispiele bringen, wo es gut geklappt hat. Zum Beispiel in dem Film hat die Schweizerin doch am Ende einen Partner gefunden. Aber es wurde gar nicht so groß thematisiert. Das Hauptthema war Ghosting. Wie gesagt Focus ist immer auf etwas, was nicht gelingt und am Ende habe ich immer den Eindruck, für eine bestimmte Schicht, Alter etc. gäbe es nur Zurückweisung und Einsamkeit. Das ist schade und so gut und professionell diese Dokuserien auch gemacht sind, in mir bereitet sich jedes Mal Hoffnungslosigkeit aus. Bei einer Serie ist es ok, aber stelle dir vor, du würdest immer Hoffnungslosigkeit gezeigt bekommen. Das bricht etwas tief in einem zusammen. Wenigstens mir geht’s so.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #52
Wer echte und wahre Liebe lebt, braucht auf nichts verzichten
Ich stimme dem nicht zu 100% zu.
Es gibt durchaus Verzicht aus Liebe. Sogar teilweise großen Verzicht. Als Beispiel, wenn der Partner in eine Pflegesituation kommt und dabei z.B. tatsächlich Nichts zurückgeben kann, sondern ausschließlich auf die Liebe des Partners angewiesen ist.
Dieser Partner verzichtet auf ein unbeschwertes, sorgenfreies Lebensgefühl. Er verzichtet auch darauf etwas "zurückzubekommen", was vielfach als "normal" für eine Beziehung definiert wird. Liebe ist eben genau das. Liebe ist Verzicht.
Oder die Liebe zu den eigenen Kindern, der kann natürlich auch mit Verzicht verbunden sein. Ein Verzicht, den viele natürlich aus Liebe auch gut und gerne in Kauf nehmen. Aber es ist ein Verzicht und es ist zeitgleich echte und wahre Liebe. Man kann dann z.B. nicht mehr alle Hobbies oder wwi wahrnehmen, so wie es vor den Kindern war. Es ändert das Leben grundlegend.
 
  • #53
Nein IM, ein bißchen Freiheit geht verloren, aber es ist kein Verlust, der bedrückt. Man kann nicht mehr alles machen, was einem so in den Kopf kommt ohne Rücksicht. Man erfüllt auch gerne Wünsche, an denen einem nicht so viel liegt, um den Partner glücklich zu machen. Ich spreche hier nicht vom berühmten Verbiegen.
 
  • #54
Der junge Mann hat doch erklärt, warum er das tat, und eindeutig geschildert, dass es an ihm lag. Er hatte den Zeitpunkt verpasst, der Frau zu sagen, dass es bei ihm nicht gefunkt hat. Es ist ja nicht die Wahl zwischen Ghosten und Beziehung-Wollen, sondern zwischen Beziehung-Wollen und Beziehung-nicht-Wollen, und wie man letzteres kommuniziert. Er hätte doch immer noch vernüftig Schluss machen können, statt rumzufaken und dann abzutauchen.
Das Hauptproblem ist doch dabei, dass die meisten Menschen nicht aufrichtig und nicht authentisch sind, sie lügen sich selber in die eigene Tasche, einfach solange, bis es nicht mehr geht?
weil immer, wenn es verbindlicher wird, der Wegrennreflex, der anscheinend nicht erklärt werden kann, einsetzt.
Ich kann das für mich sehr gut erklären, der Wegrennrelex wird dann meist unbewusst eingesetzt, wenn dieser aus seiner Lügen - Spirale nicht mehr bewusst rausfindet!! 😎
 
  • #55
Ich fände das mal total spannend zu sehen, wie es Männern auf Partnersuche geht.
Vor allem könnte man das Bild der "notgeilen" Sexsucher auf Tinder widerlegen, und sie sich von ihrer verletzlichen Seite zeigen.
Ich kann es dir ja mal aus Sicht eines Mannes beschreiben:
Als durchschnittlich attraktiver Mann braucht man sich auf diesen Plattformen keine großen Hoffnungen zu machen. Es ist ein wenig wie Glücksspiel. Das Los kostet zwar kein Geld aber ein Stück des Selbstwertes. Die Frauen bekommen einen Großteil der Likes von den Männern, die im eingestellten Umkreis aktiv sind. Hingegen dürften die Männer nur von einem winzigen Bruchteil geliked werden. Ich habe mal mit einer Freundin die Profile verglichen: Gleicher Radius, ähnliches Attraktivitätslevel, Profil ähnlich gestaltet:
Mein Profil: 8 Likes, 1Match innerhalb von 2-3 Wochen. Jedes fünfte Match schreibt zurück. Bei jedem Zehnten besteht eine gewisse Chance auf ein reales Treffen.
Ihr Profil: Nach einem Tag über 130 Likes, die meisten Likes führen zu Matches. Die meisten von denen schreiben dann auch zurück, wobei viel Fragwürdiges dabei ist.
Aus Sicht eines normalen oder unterdurchschnittliche Mannes sind diese Apps ein dickes Minusgeschäft. Bei den Frauen gibts immerhin noch die Aufwertung des Egos.
 
  • #56
Manche kriegen einfach kalte Füße, wenn es zu dicht wird. Da nützen ihnen die anderen Optionen ja auch nichts, weil immer, wenn es verbindlicher wird, der Wegrennreflex, der anscheinend nicht erklärt werden kann, einsetzt.

Void, ich verstehe was Du sagen magst, aber was augenscheinlich bei einigen Frauen nicht ankommt ist Folgendes:

Die moderne Online-Dating Welt und -Mentalität, die Tatsache dass Beziehungen zunehmend nicht mehr für immer sind, Frauen unabhängig sind und sich nicht binden MÜSSEN, das alles bietet für einige Männer so richtig gute Möglichkeiten.

Für Männer die Online-Dating gut spielen ist das ein Eldorado, es kommt der männlichen Sexualstrategie nach Abwechslung wunderbar entgegen, gibt immer einen schönen Egopush, und mittlerweile kann man die Damen auch per Ghosting einfach "abschießen" ohne diese lästigen Schlussmachgespräche.

Verstehst Du was ich sagen will?

Ein bisschen anbandeln, ein wenig Verliebtheitsgefühle, eine Prise Nähe, Beziehung light, mal ein schöner Urlaub, mal zusammen die Nacht durchtanzen, ... und dann die Nächste. Das REICHT vielen Männern, vor allem wenn sie rausgefunden haben, dass es so unglaublich einfach ist. (und dass sie nebenher ihr Ding machen können und keiner sie einschränkt)

Das ist kein Wegrennreflex und keine Bindungsstörung. Der Weg ist das Ziel.

Schöne Grüße
Neo
 
  • #57
Als durchschnittlich attraktiver Mann braucht man sich auf diesen Plattformen keine großen Hoffnungen zu machen. Es ist ein wenig wie Glücksspiel. Das Los kostet zwar kein Geld aber ein Stück des Selbstwertes. [...]
Aus Sicht eines normalen oder unterdurchschnittliche Mannes sind diese Apps ein dickes Minusgeschäft. Bei den Frauen gibts immerhin noch die Aufwertung des Egos.

Volle Zustimmung, genau so sieht es aus.
Selbst den Punkt "Das Los kostet zwar kein Geld" würde ich in Zweifel ziehen. Für Männer macht die Nutzung eigentlich nur mit einer der kostenpflichtigen "Plus" oder "Gold" - Varianten (oder wie auch immer es bei der jeweiligen Plattform heißt) Sinn, weil sie nur da sehen können wer sie überhaupt geliked hat. Ohne das ist das nur pures Stochern im Nebel. Ist allerdings bei weitem nicht so teuer wie Plattformen wie EP oder PS.
 
  • #58
Für Männer die Online-Dating gut spielen ist das ein Eldorado, es kommt der männlichen Sexualstrategie nach Abwechslung wunderbar entgegen, gibt immer einen schönen Egopush, und mittlerweile kann man die Damen auch per Ghosting einfach "abschießen" ohne diese lästigen Schlussmachgespräche.

Nur kommen eben nur die attraktivsten Männer überhaupt in diesen Genuss. Für die Masse der Männer bleibt dann halt größtenteils Frust und Enttäuschung. Es ist zwar nicht so dass wirklich GAR NICHTS geht (keine Likes, keine Matches), auch wenn es wochenlang mal so sein kann, gelegentlich ergibt sich ja schon mal ein Chat, aber der Weg dorthin ist halt steinig und mit Ablehnung gepflastert. Demgegenüber hat eine Frau die Auswahl. Das wurde weiter oben ja schon richtig beschrieben.

Allen die daran zweifeln kann ich nur empfehlen mal ein Fake-Profil eines "durchschnittlichen" oder gar "unterdurchschnittlichen" Mannes anzulegen (so einer wie ich zum Beispiel). Dann könnt ihr die Resonanz selber mal sehen.

Ich zitiere mal wieder meine Lieblingsstatistik zu diesem Thema: 70% der Frauen balgen sich um 30% der Männer.
 
  • #59
@Neo ich fürchte da hast du Recht. Beziehung to Go quasi. So sehr ich das bedauere, aber ich fürchte du hast Recht. Das sind dann nicht selten die Männer, von denen Frauen glauben, man könne sie "retten". Das da gar nichts zu retten ist, weil es den Männern so gefällt, kann kaum eine glauben. Nicht jeder Mann der Bindungsunfähig scheint, ist damit unglücklich.

@Stoiker ich glaube das ist zu einseitig. Vielleicht werden Frauen mehr geliked. Ich halte das für eine Frage der Polarität. Männer machen den 1. Schritt. Ein gesundes Überbleibsel aus dem Real-Life.
Das bedeutet aber nun einmal nicht, dass davon dann am Ende mehr hängen bleiben würden. Es wertet mein Ego mitnichten auf, wenn mich Männer liken, die ganz offensichtlich nicht mal im Ansatz passen. Es frustriert mich!
Ghosting hat viel mehr mit Feigheit zu tun als mit mangelnder Wertschätzung seines Gegenübers. Das hat der junge Mann in der Sendung gut dargelegt was seine Motive waren - nichts respektables sondern eher armselig.
Sowohl als auch! Ich fand ihn in so fern nicht armselig, als das er sich am Ende gestellt hat und versucht hat zu erklären, was er möglicherweise für sich selber noch nicht ganz verstanden hat. Dazu gehört Charakter.
 
  • #60
Ich kann es dir ja mal aus Sicht eines Mannes beschreiben:
Als durchschnittlich attraktiver Mann braucht man sich auf diesen Plattformen keine großen Hoffnungen zu machen. Es ist ein wenig wie Glücksspiel.

Hi Stoiker,
ja, das ist logisch, durchschnittlich attraktiv reicht auch nicht, davon gibt's zu viele da draußen, und Du weißt ja durchschnittlich = unterdurchschnittlich aus Frauensicht.
Nein, Du musst natürlich attraktiver sein als die Masse.

Die gute Nachricht ist, das ist gar nicht mal so schwer und wird mit steigendem Alter immer einfacher, schlicht weil die Konkurrenz teils unglaublich übel ist. Klick Dich mal durch Männerprofile auf einschlägigen Seiten/Apps, dann weißt Du was ich meine.

Wenn Du als Mann um die 40 einigermaßen groß bist, keine Wampe und noch Haare auf dem Kopf hast, einen ordentlichen Job vorweisen kannst und Dich gescheit auszudrücken weißt, dann bist Du schon mal besser als die meisten. Solltest Du jetzt auch noch wissen, wie man sich kleidet, tolle Bilder im Profil haben (unbedingt Dritte fragen oder auf Webseiten testen lassen) und einen schön durchoptimierten Profiltext, dann müsste eigentlich schon von selbst genug durch Deinen Funnel fallen, zumindest wenn Deine avisierte Zielgruppe nicht <25 Jahre ist.

Viele Grüße und drücke die Daumen
Neo
 
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