• #91
der entscheidende Unterschied bei "nur" Sex scheint zu sein:
Ein Mann, dem Sex reicht, nimmt anscheinend auch eine nicht so attraktive Frau
Eine Frau, die vor allem Sex sucht, will dafür einen besonders gut aussehenden Mann.
Das ist wahr 🤭 Habe mir noch nie bewusst Gedanken darum gemacht, aber genau so ist es. Wenn ich nur Sex wollte, dann nur mit einem extrem attraktiven Mann. Auf eine unter 8 (wenn wir das hier schon so bewerten) hätte ich mich für nur Sex nie eingelassen. Die Männer, mit denen ich eine Beziehung hatte, waren durchschnittliche Normalos, da kommt es eben auf die inneren Werte an.

Wenn das bei vielen Frauen so läuft, heisst das, dass durchschnittlich aussehenden Männer meist Sex nur innerhalb von Beziehungen kriegen?
 
  • #92
Ich habe in dem Beitrag das altbekannte Problem erkannt. Die Reporterin und die beiden Frauen bezeichneten die Männer als "ihr Freund" bzw. "mein Freund". Da liegt doch der Hase im Pfeffer. Beide Frauen sind davon ausgegangen, dass sie eine Beziehung führen. Das sahen die Männer offenbar nicht so. Für sie war es (noch) eine Affäre, während die Frauen Zukunftspläne schmiedeten. Das hat nun die Männer in die Flucht geschlagen. Das alte Problem: man hat unterschiedliche Ansichten, was man denn nun miteinander hat und wie verbindlich das Ganze ist. Oder eben auch nicht.
 
  • #93
Ich habe die Sendung auch gesehen. Ich finde, dieses Phänomen "ich schaue ob es noch was kompatibleres gibt" gilt für beide Geschlechter. Das Ghosting betrifft ebenfalls beide Geschlechter. Ich fand es schade, dass wieder "Die Männer" als der böse deklariert wurde. Auch zeugt Ghosting nicht von Charakterstärke, beim Ausführenden. Bei der jungen Dame, der das gleich 2mal passiert ist, vermute ich eher das Defizit, dass sie sich nur durch eine Beziehung wirklich komplett und glücklich fühlt. Der eigene Mangel soll von außen, also vom vermeintlichen Freund gelöscht werden. Für mich, die falsche Herangehensweise. Fakt ist, Dating-Apps sind eine Unterstützung zum Kontakten zum Kennenlernen starten, was man daran daraus macht, liegt in jedem selbst. Wenn man allerdings noch nicht mal weiß, wer man selbst ist, und was man selbst braucht und wünscht, wird das immer so weiter gehen. Meine Vermutung, alle 3 hatten das Denken im Kopf:"Jetzt bin ich angemeldet, jetzt kommen reihenweise große Lieben." Und zu der These, Freiheit vs. Liebe, da stehe ich auf dem Standpunkt, das die Freiheit sich durch Liebe wandelt, Freiheiten werden m.E.n. durch Beziehungsmuster geschnitten, nicht durch Liebe.
 
  • #94
Das ist wahr 🤭 Habe mir noch nie bewusst Gedanken darum gemacht, aber genau so ist es. Wenn ich nur Sex wollte, dann nur mit einem extrem attraktiven Mann. Auf eine unter 8 (wenn wir das hier schon so bewerten) hätte ich mich für nur Sex nie eingelassen. Die Männer, mit denen ich eine Beziehung hatte, waren durchschnittliche Normalos, da kommt es eben auf die inneren Werte an.

Wenn das bei vielen Frauen so läuft, heisst das, dass durchschnittlich aussehenden Männer meist Sex nur innerhalb von Beziehungen kriegen?
Genau Sommergold,
du hast eben die klassische Definition von Alpha- und Beta Männern aus Frauensicht formuliert, treffender kann man das nicht machen!

viele Grüße
Neo
 
  • #95
Ich habe diese Doku, schon vorher mal gesehen.

"Der größte Feind der Freiheit ist die Liebe".
Auf diesen Satz möchte ich mal eingehen:

Ich sehe hierin für das Problem, dass Männer und Frauen tendenzioell und im Durchschnitt eben nicht zu jedem Zeitpunkt dasselbe vom einem Beziehungspartner wollen.


Ich zumindest habe mich noch nie durch Liebe unfrei gefühlt, Liebe ist für mich Bereicherung, ein wunderbares Geschenk.

Die Frage ist, wie weit man "unfrei" definiert.

Meine Erfahrung ist wie folgt
Ja, aber bis auf die Rosarotphase nach dem Kennenlernen,
wollten immer alle Frauen nach einiger Zeit Einfluss auf mein Leben nehmen (und taten das auch).
Die Meisten wollten Zusammenziehen, Kinder zeugen und die meisten wollten auch irgendwann heiraten.

Nimmt man dadurch etwa keinen willen- und wissentlichen Enfluss auf den Lebensverlauf des Anderen ? Schränkt man ihn in seiner Freiheit wirklich nicht ein ?

Also ja , durch längere Beziehungen wird man in gewisser Weise unfrei und es ist eine Gratwanderung, wieviel Unfreiheit und Einflussnahme man zu akzeptieren bereit ist .


Wenn bei Hochzeiten als Adaption vom Herrn der Ringe
im OFF schonmal geraunzt wird :
"Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden..."
dann haben diejenigen meist auch einen realen Grund dazu...
 
  • #96
Man kann es auch so sehen: ich habe die Freiheit, mich festzulegen. Und tue es, weil ich das möchte.


Ja. Aber genau das passiert ja nicht mehr, wenn man nicht zufällig in der gleichen Ortschaft wohnt. Blockieren, löschen - weg ist der andere auf Nimmerwiedersehen. Das war „früher“, als man sich nicht über Tinder, sondern über das Dorffest kennengelernt hat, eben nicht möglich. Weil es sozialen Druck gab, der jetzt fehlt.
@frei hatte vor ein paar Monaten von dem Phänomen erzählt, wie es auf einer Toilette aussieht, die von mehr als zwei Personen benutzt wird. Wenn man als „Übeltäter“ nicht mehr entlarvt werden kann, fallen die Hemmungen, sich danebenzubenehmen.


Das sehe ich nicht als Ghosten an. Das war ja einvernehmlich und ohne dass vorher schon wirklich etwas da gewesen wäre. Das Problem beim Ghosten ist doch, dass da schon eine recht große Bindung und Sicherheit da war, sich das aber alles ganz plötzlich in Luft auflöst und es auch auf Nachfragen keinerlei Erkärung gibt. Das führt dann dazu, dass man an sich selbst zweifelt, weil so etwas ja eigentlich nicht sein kann. Man denkt ja, man sei dem anderen wichtig. Dass das offenbar nicht so ist und man sich ganz gewaltig geirrt hat, ist eine bittere Lektion.


Ich weiß nicht. War der Koch, der in der Doku die zweite Frau geghostet hat, ein Mann mit Optionen? Spielte er in einer höheren Liga als sie?
In meiner Wahrnehmung war sie eine recht hübsche und nette Frau. Den Typ fand ich nicht sonderlich attraktiv.

Ich sehe ein, dass es einige objektive Kriterien gibt, nach denen Attraktivität beurteilt wird. Das sind genau diejenigen, die auf den Portalen sichtbar sind (Foto, Beruf, Größe, Anzahl Kinder,...). Man kann nur beurteilen, was man kennt. Im echten Leben sind andere Eigenschaften aber oft wichtiger.
w45
Die Liga, in der sich Männer wähnen, schaffen sie in der Regel selbst. Wenn du als Mann mit einem großen Selbstbewußtsein gesegnet bist, wo ich immer schon gerne gewusst hätte wo sie das beziehen, strahlst du das auch aus und bist als Partner attraktiv. Da kannst du aussehen wie der letzte Lappen, ich kenne da so einige und deren Selbstbewusstsein ist so massiv, man glaubt es kaum und die bekommen auch immer wieder eine Partnerin, die richtig nett ist. Bei Männern wirkt nicht nur die Optik, und ebenso nicht der Geldbeutel, da macht es offensichtlich die Ausstrahlung. Da musst du auch nicht reich und berühmt sein. Selbstbewusstsein rockt.
 
  • #97
Das ist wahr 🤭 Habe mir noch nie bewusst Gedanken darum gemacht, aber genau so ist es. Wenn ich nur Sex wollte, dann nur mit einem extrem attraktiven Mann. Auf eine unter 8 (wenn wir das hier schon so bewerten) hätte ich mich für nur Sex nie eingelassen. Die Männer, mit denen ich eine Beziehung hatte, waren durchschnittliche Normalos, da kommt es eben auf die inneren Werte an.

Wenn das bei vielen Frauen so läuft, heisst das, dass durchschnittlich aussehenden Männer meist Sex nur innerhalb von Beziehungen kriegen?
Nö, das heißt es nicht, überhaupt nicht. Wenn ich mir meine jungen Jahre und die meiner Freundinnen so anschaue, so liegt die Attraktivität doch eindeutig im Auge der Betrachterin, das kann man mit Zahlen von 1 bis 10 überhaupt nicht ausdrücken. Was für mich eine 10 war, war für meine Freundin maximal eine drei. Und umgekehrt. Wenn du als Mann allerdings verschüchtert auftrittst, dann wird es nichts. Das ist eine Krux, die man nur durch Training auflösen kann.
 
  • #98
Da sieht man wieder, wohin gute Werbung führt: Fast hätte ich mich überzeugen lassen den Beitrag zu sehen.

Ich bleibe dabei: Ich mag diese Art von Doku's nicht besonders. Es sind nur Momentaufnahmen ohne repräsentativ dafür aber vielleicht unterhaltsam zu sein.

Auch OD-Erfahrungen habe ich nicht.

Was bleibt?

Das Gefühl der Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit auf beiden Seiten sowie die Schuldsuche bei Anderen und zu wenig eigene Reflexion.

Erfreuliche Ausnahme eine Foristin, die nicht von Schuld sondern von Verantwortung schreibt, nicht nur anderen sondern vor allen Dingen sich selbst gegenüber.

Sicher ist es bitter, negative Erfahrungen zu sammeln, gelegentlich zu müssen, auch für mich, aber dieses mit dem Finger auf andere zeigen und sich erklären, finde ich befremdlich und nicht zielführend.

Sehr oft beginnt und endet die Lösung eines Problems bei mir. Auch das Erkennen dieses als solches.

Das mit den Kriterien, um als Mann sich aus der Masse herauszuheben finde ich gut. Fast Null Problem. Kann ich bestätigen.

M54
 
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  • #99
Die weltliche Liebe/Leidenschaft bindet doch an eine Person, oder an ein Fach oder an den Besitz oder oder
So kettet man sich an die Welt.
Aber Ü50-Frauen, die ihre Freiheit durch die Liebe auf Tinder verlieren...
Ich glaube, diese Frauen werden schon länger von ihrem Verstand geghostet.
Die weltliche Liebe hat mit echter und wahrer Liebe nichts zu tun, deshalb diese vielen Unstimmigkeiten!
Menschen werden immer über ihren Verstand geführt und auch so geghostet, richtig!
Ich stimme dem nicht zu 100% zu.
Es gibt durchaus Verzicht aus Liebe. Sogar teilweise großen Verzicht. Als Beispiel, wenn der Partner in eine Pflegesituation kommt und dabei z.B. tatsächlich Nichts zurückgeben kann, sondern ausschließlich auf die Liebe des Partners angewiesen ist.
Dieser Partner verzichtet auf ein unbeschwertes, sorgenfreies Lebensgefühl. Er verzichtet auch darauf etwas "zurückzubekommen", was vielfach als "normal" für eine Beziehung definiert wird. Liebe ist eben genau das. Liebe ist Verzicht.
Selbstverständlich darfst du bei deiner Meinung bleiben, meine Meinung ist getragen und stabil, da ändert sich nichts daran, eine echte und wahre Liebe ist niemals Verzicht, sie gibt ausschließlich! Wer das Gefühl hat, auf etwas zu verzichten, der lebt eben eine andere Liebe, sie ist nicht die echte und wahre, hat also damit nichts zu tun! Die weltliche und gesellschaftliche Liebe, ist keine echte und wahre Liebe, sie ist Verstand gesteuert und passiert meist auf materiellen und äußeren Werten!
Ein wahnsinnig guter Satz, finde ich! : - )
Tiefsinnig und witzig zugleich.
Den merk ich mir und werde ihn jetzt öfters in Diskussionsrunden zu "Ghosting" verwenden!
Diesen Satz von Laubsk, kannst du auf alles anwenden, nicht nur bei "Ghosting", ich finde ihn keineswegs witzig, sondern sogar sehr ernst!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #100
Auf eine unter 8 (wenn wir das hier schon so bewerten) hätte ich mich für nur Sex nie eingelassen.

Wenn das bei vielen Frauen so läuft, heisst das, dass durchschnittlich aussehenden Männer meist Sex nur innerhalb von Beziehungen kriegen?
Es bedeutet, dass Du als „10“ mehr Auswahl hast als die „3“ (wobei ich diese Nummern dämlich finde). Oder, dass Du auf Sex verzichtest, wenn keine „8“ verfügbar ist. Oder dass Du als „3“ die „5“ ausreichend attraktiv findest.
Es ist ja nicht so, dass alle Frauen überdurchschnittlich attraktiv und alle Männer unterdurchschnittlich attraktiv sind. Die Grenze liegt mathematisch bei beiden bei 50% und subjektiv ist sie sowieso. Als Mann verschiebe ich sie mit Status, als Frau mit Kosmetik oder OP.

In dem Film wird nur über Frauen berichtet. Wie viele Frauen brechen Anbahnungen ihrerseits ohne Erklärungen ab? Ich denke, Frauen sind nur empfindlicher dazu, wie Männer abbrechen.
 
  • #101
Freiheit vs. Liebe, da stehe ich auf dem Standpunkt, das die Freiheit sich durch Liebe wandelt, Freiheiten werden m.E.n. durch Beziehungsmuster geschnitten, nicht durch Liebe.
"Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt."

"Die Freiheit besteht darin, daß man alles das tun kann, was einem anderen nicht schadet."

"Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern darin, daß er nicht tun muß, was er nicht will."

Solange ich für jemanden Verantwortlich bin (Kinder, pflegebedürftige Angehörige, Haustier) und auf Rücksichtnahme, bin ich im Grunde nicht frei, wegen der Verantwortung; nur wegen der Liebe macht man es gern und fühlt sich nicht unfrei. Auch in einer Partnerschaft gibt es Beziehungsverantwortung, Mithilfe, Rücksichtnahme, und wenn der Partner einem wichtig ist, dann findet man Kompromisse. Das ist auch nicht die absolute Freiheit zu tun und zu lassen was einem ganz spontan in den Sinn kommt und man einfach tut, was man will, nach seinem eigenen Belieben, Launen; und auch mit jedweden sexuellen Männer-, wie Frauenbekanntschaften, wenn Exklusivität vereinbart ist. Es gibt auch eine partnerschaftliche und gesellschaftliche Verpflichtung, die funktionieren muss und mit der Beziehungsverantwortung einher geht, sonst passt die Beziehung vorne und hinten nicht, sie den Parallelthread des Mannes, der seine Freundin öfters versetzte, nicht absagte, keine Lust hatte und die absolute Freiheit lebte.
Einer meiner Ex-Partner, war mal so frei, mir auch seine Belange aufs Auge drücken zu wollen und mich mit allem hängen zu lassen... er war nicht frei, er hatte seine für die Beziehung definierten Aufgaben, wo er seinen Teil mit Freiheit nicht nachkam und lieber bei Freunden abhing; es war dann meine Freiheit es zu beenden, soviel Liebe als Mutti hatte ich dann nicht, seinen Freiheitsgedanken ihm zu gönnen. Liebe ist ein Geben und Nehmen, und einem Mal seine Wünsche, Freude gönnen können (wenn (Frei)Zeit dafür ist und die Arbeit/Aufgaben für die Familie erledigt sind), aber nicht zu Lasten, der eigenen Belastung, der Grenzen.
 
  • #102
In dem Film wird nur über Frauen berichtet. Wie viele Frauen brechen Anbahnungen ihrerseits ohne Erklärungen ab? Ich denke, Frauen sind nur empfindlicher dazu, wie Männer abbrechen.
Dazu gab es in dem Film Andeutungen.

Die Frankfurterin war bisher zweimal verheiratet auch. Kein Standard. Mich triggert das spontan negativ. Aber ich kenne ja keine Details.

Die Züricherin hatte sich aus einer langjährigen Beziehung getrennt und unterstellte ihrem einem Date, dass er ungeeignet ist weil er erst kurz getrennt ist.

Auch hier habe ich mich innerlich mit den Männern solidarisiert. Noch mehr als ich ihr Fazit hörte.
Liebe ist ein Geben und Nehmen, und einem Mal seine Wünsche, Freude gönnen können (wenn (Frei)Zeit dafür ist und die Arbeit/Aufgaben für die Familie erledigt sind), aber nicht zu Lasten, der eigenen Belastung, der Grenzen.
Wahre Liebe ist bedingungslos. Aber Partnerschaft ist das nicht. Letzteres schränkt schon Freiheiten ein. Aber Feindschaft?

Außerdem sollte man Liebe, Verliebtheit und Seelenverwandtschaft immer voneinander abgrenzen und nie durcheinander bringen.
 
  • #103
In dem Film wird nur über Frauen berichtet. Wie viele Frauen brechen Anbahnungen ihrerseits ohne Erklärungen ab? Ich denke, Frauen sind nur empfindlicher dazu, wie Männer abbrechen.
ja, oder Männer machen das eher mit sich aus. Vielleicht suchen sie eher schnell Ablenkung, als gross zu trauern, wie der frisch verlassene Typ (den man nicht sehen konnte) bei der Zürcherin.

Das mit dem Ghosten sehe ich auch nicht als typisch männlich. Wobei man ja schon sagt, dass Männer Emotionen schlechter in Worte fassen und erklären können und vielleicht daher eher den "easy way out nehmen".

Wenn das bei vielen Frauen so läuft, heisst das, dass durchschnittlich aussehenden Männer meist Sex nur innerhalb von Beziehungen kriegen?
Davon gehe ich fast aus. Heisst aber nicht, dass "durschschnittliche" Männer beziehungswilliger sind, sondern sie machen es dann, weil sie so wenigstens regelmässig Sex haben.
Mir sagte mal ein Bekannter, er trennt sich nicht von seiner Freundin weil er den Aufwand zu hoch findet, eine neue zu finden. Er suchte sich dann auch schon mal vorsorglich eine neue heraus, als er merkte, dass sie sich trennen wollte.
 
  • #104
Ich habe ein Problem mit Liegen-Katalog. Ich behaupte mal es gibt viel einfacher für eine 5er Kategorie ein passendes Gegenstück zu finden als jemand, der in oberen Liga spielt. Es gibt vielleicht nur eine Person in der 10er Kategorie und diese Person würde doch mindestens genauso ein 10 wollen, während es von 5er viel mehr Auswahl gibt. Außerdem spielen in solchen Portalen auch Selbst- und Fremdwahrnehmung eine wichtige Rolle. Illusion und Realität sind sehr oft weit auseinander entfernt.
Ich behaupte mal, ich befinde mich in vielen Bereichen ganz oben aber für Männer bin ich nur eine AE und dazu kommen viele weitere „Störungen“. Sicherlich gibt es auf der anderen Seite bei den Männern genauso diese Wahrnehmungsproblematik. Ich würde mir wünschen, dass die Algorithmen solche Probleme berücksichtigen. Tatsächlich wünsche ich mir eine Algorithmus, wie eine Mutter, die jemanden für ihre/n Tochter/Sohn aussucht. Die Mutter wissen immer ganz genau, wer zu ihrem Kind passen würde😊, weil sie ihr Kind gut kennen.
 
  • #105
Ich habe ein Problem mit Liegen-Katalog. Ich behaupte mal es gibt viel einfacher für eine 5er Kategorie ein passendes Gegenstück zu finden als jemand, der in oberen Liga spielt. Es gibt vielleicht nur eine Person in der 10er Kategorie und diese Person würde doch mindestens genauso ein 10 wollen, während es von 5er viel mehr Auswahl gibt. Außerdem spielen in solchen Portalen auch Selbst- und Fremdwahrnehmung eine wichtige Rolle. Illusion und Realität sind sehr oft weit auseinander entfernt.
Ich behaupte mal, ich befinde mich in vielen Bereichen ganz oben aber für Männer bin ich nur eine AE und dazu kommen viele weitere „Störungen“. Sicherlich gibt es auf der anderen Seite bei den Männern genauso diese Wahrnehmungsproblematik. Ich würde mir wünschen, dass die Algorithmen solche Probleme berücksichtigen. Tatsächlich wünsche ich mir eine Algorithmus, wie eine Mutter, die jemanden für ihre/n Tochter/Sohn aussucht. Die Mutter wissen immer ganz genau, wer zu ihrem Kind passen würde😊, weil sie ihr Kind gut kennen.
Jeder definiert sich seine Liga selbst zu recht. Einige sind dann überrascht wenn die unterschiedlichen Definitionen dann nicht zusammen passen.
 
  • #106
Ich mag 37 Grad sehr aber dies mal hat mir diese Doku nicht gefallen . Es lag wenig Hoffnungsvolles darin, Liebe bekam so einen schalen Beigeschmack . Die adoptierte Frau aus Thailand hätte sich gar nicht aufs online dating einlassen sollen , wenn sie solche Verlustängste und solche Probleme mit Ablehnung hat. Dies ist bei adoptierten Kindern ganz häufig und sie könnte es therapeutisch aufarbeiten . Mir ist online dating zuwider . Dieses klicken oder Wegwischen von Menschen ist irgendwie menschenfeindlich , ich habe es ja ein Wochenende ausprobiert . Ich bekam so viele Anfragen, dass ich gar nicht antworten bzw. absagen konnte und einige reagierten sehr beleidigt , was auch schräg ist . So viele Projektionen , so viel Hoffnung , so viel Einsamkeit . Gelassene , reife Menschen sind dort eine 6 im Lotto. Die Pandemie macht es nicht einfacher . Ich bin dieses Isoliertsein auch leid , aber richtig . Wenn ich mittlerweile einen Film sehe , wo sich Menschen umarmen oder in einem Café sitzen bin ich alarmiert und finde es nicht mehr normal . Heute wollte ich ins Museum , meldete mich brav an und scheiterte dann an meinem Corona Test , der bereits 25 Stunden alt war statt 24 . Da blieb nur noch der Edeka als Freizeitgestaltung .
 
  • #107
Jeder definiert sich seine Liga selbst zu recht. Einige sind dann überrascht wenn die unterschiedlichen Definitionen dann nicht zusammen passen.
Überrascht bin ich gar nicht. Das habe ich ja auch geschrieben: Selbst und Fremdwahrnehmung. Ich habe versucht die Gründe zu eruieren, warum es so viele Alleinstehenden Menschen gibt und habe versucht eine Lösung zu finden. Das mache ich immer für alles in meinem Leben und doch bekomme ich zu 99% der Fälle solche Antworten wie deine. Vielleicht ist das sogar der Grund, warum so viele Menschen alleine sind. Sie hören nicht zu, nehmen die Welt wahr, als ob nur eine ganz kleine Öffnung zu Außenwelt da wäre. Schade eigentlich.
 
  • #108
Ich bekam so viele Anfragen, dass ich gar nicht antworten bzw. absagen konnte
Ja so ging mir das auch.
Bzw. ich hätte da schon dransitzen können und alles beantworten können. Aber das wollte ich nicht. Ich war auch viel zu überfordert damit, aufgrund der Menge. Das veranlasst mich eher zum Rückzug.
Zudem war nicht eine Person dabei, die mich interessiert hätte.
Menschlich klar ja, aber als Partner nein.
Besonders doof fand ich, wenn die "Kandidaten" nur meine Einträge oder Foto geliked hatten, oder einen "Eisbrecher" sandten und sonst nichts weiter. Weshalb sollte man darauf reagieren?
Ich hatte es durchaus auch schon in real erlebt, dass Männer wie eine Traube um mich standen (Heute wohl nicht mehr^^). Allerdings war da immer mein damaliger Partner in der Nähe, was mir Sicherheit gab.
 
  • #109
Was genau waren die gemachten und wiederholten Fehler der Frauen?
Oh, es waren eine Menge. Erstens, sie haben einfach angenommen, sie seien in einer Beziehung, während das Ganze für die Männer nur etwas Unverbindliches war. Wenn der Mann das Miteinander nicht als feste Beziehung definiert, ist es keine. Solange er sich nicht verbal und durch seine Taten festlegt, sollten die Frauen das Ganze auch unverbindlich sehen und sich ebenfalls nicht festlegen, d.h. weiter andere Männer treffen, solange einer zweifelsfrei verbindlich wird. Und am besten mit dem Sex warten. Sie haben außerdem dem Mann nicht die Führung überlassen. Hätten sie das nämlich getan, hätten sie viel eher erkannt, wieviel es ihm an ihnen liegt. Ein verliebter Mann mit ernsthaften Absichten fragt regelmäßig nach einem neuen Date, bringt Blumen oder Geschenke, stellt die Frau seinen Freunden und Familie vor, spricht von ihr als "meine Freundin", schmiedet Zukunftspläne und verwirklicht diese auch. Kurz gesagt, er wirbt um sie. Wenn sie ihn lässt. Anstatt auf solche Zeichen zu achten, haben die Frauen selbst Treffen vorgeschlagen und Geschenke gemacht - die eine hat dem vermeintlichen Freund Wein gebracht, um später zu sehen, wie er ihn ausgelassen mit anderen trinkt, während er sie völlig ignoriert! Und noch einen gaaanz großen Fehler, den sie leider immer wieder gemacht hat: Wenn sie schon mal selbst ein Date vorschlägt und er darauf nicht reagiert, hätte sie es als das akzeptieren müssen, was es ist - Desinteresse - und es gut sein lassen. Nicht noch einmal schreiben. Und noch ein mal. Und noch ein weiteres Mal mit einer sehr langen Nachricht. Und dann noch anrufen. Mehrmals. Auf verschiedenen Kanälen versuchen, ihn zu erreichen. Dieses Verhalten ist würdelos und verzweifelt und damit verliert sie jede noch vorhandene Attraktivität.

Wenn ein Mann sich nicht meldet, hat er kein Interesse. Das ist wirklich simpel. Wenn die Frauen das begreifen würden, würde ihnen dieses Erkenntnis enorm helfen. Ghosting hätte dann auch nicht mehr solche verheerenden Folgen für sie.

Und dann, nachdem der 2. Mann, der sie geghostet hatte, sich nach einem halben Jahr wieder meldet, trifft sie sich wieder mit ihm. Warum? Das hat doch keinen Zweck. Er ist nach wie vor nicht verliebt in sie. Sie blendet die Tatsachen aus und rennt wieder in ihr Unglück.
 
  • #111
Wenn es nicht passt sage ich das.

Ghosten ist aus meiner Sicht absolut respektlos. Die einzigen Gründe die mir dafür einfallen sind Angst oder Spaß an fieser Machtausübung.

Ghosten käme schon für mich nicht in Betracht weil ich nicht will, dass man es mit mir macht.
Es mag sein, dass du so vorgehst. Die Realität ist aber, dass es nur wenige Männer so tun. Die meisten melden sich bei nicht ausreichendem Interesse einfach nicht (mehr). Ich finde das nicht respektlos und es gibt auch gute Gründe dafür. Ich glaube an das Gute im Menschen und bin davon überzeugt, dass die meisten Männer die Frauen nicht verletzen möchten. Sie wissen instinktiv, dass es für eine Frau ein harter Schlag ist, ins Gesicht gesagt zu bekommen "Ich will dich nicht". Egal wie höflich formuliert, das schmerzt unheimlich. Also gehen sie davon aus, dass die Frauen klug genug sind, um die Sprache des Schweigens zu verstehen.
...dass Tinder ein Sexportal ist?

Mein Eindruck aus der Doku und persönlichen Ausprobieren in 2017 bestätigt dies nicht.
Hier stimme ich dir zu. in meinem Bekanntenkreis gibt es zwei verheiratete Frauen, die ihren Ehemann auf Tinder gefunden haben. Aus Tinder-Matches entstandene feste Beziehungen gibt es noch mehr an der Zahl.
Reine Sexsucher gibt es im übrigen auf allen Partnerschaftsportalen und Dating Plattformen. Wir lesen hier regelmäßig entsprechende Dramen.
Auch das ist vollkommen richtig.
 
  • #112
Wenn ich mir meine jungen Jahre und die meiner Freundinnen so anschaue, so liegt die Attraktivität doch eindeutig im Auge der Betrachterin, das kann man mit Zahlen von 1 bis 10 überhaupt nicht ausdrücken. Was für mich eine 10 war, war für meine Freundin maximal eine drei. Und umgekehrt.
Ja klar.
Aber ein paar Merkmale gelten immer, sonst gäbe es keine Models.
Beim Mann:
Große Körpergröße
Breitere Schultern als Becken
Gepflegte Erscheinung
Markante Merkmale im Gesicht...

Gesicht und Haare sind sicher variable.

Aber ja, die Männer meiner Freundinnen möchte ich auch alle nicht.
Obwohl die objektiv hübsch sind (die Männer)
 
  • #113
Ich glaube an das Gute im Menschen und bin davon überzeugt, dass die meisten Männer die Frauen nicht verletzen möchten.
Konfliktvermeider sind das. Leute, die nicht aushalten können, dass man nun mal im Leben auch anderen Leuten weh tun wird. Und die das Echo nicht ertragen können/ wollen🤷‍♀️.

Sie wissen instinktiv, dass es für eine Frau ein harter Schlag ist, ins Gesicht gesagt zu bekommen "Ich will dich nicht". Egal wie höflich formuliert, das schmerzt unheimlich.
Echt? Wen denn? So unterschiedlich sind die Wahrnehmungen. In meinem Umfeld bewegen sich Frauen, die mit einer Zurückweisung, sofern respektvoll formuliert, sehr gut umgehen können. Das ist doch auch was ganz normales, man kann doch nicht jedem gefallen. Was ist so schlimm daran, wenn dich jemand nicht will?

Ich würde allerdings auch einschränkend sagen, dass es ein Unterschied ist, ob man mit jemandem bisher bloß geschrieben hat, und er/ sie sich dann nicht mehr meldet, oder ob man schon ein halbes Jahr lang in regelmäßiger Frequenz gedated hat und viele gemeinsame Pläne geschmiedet hat. Wenn man dann einfach verschwindet, ist das unglaublich mies.
 
  • #114
Ja klar.
Aber ein paar Merkmale gelten immer, sonst gäbe es keine Models.
Beim Mann:
Große Körpergröße
Breitere Schultern als Becken
Gepflegte Erscheinung
Markante Merkmale im Gesicht...

Gesicht und Haare sind sicher variable.

Aber ja, die Männer meiner Freundinnen möchte ich auch alle nicht.
Obwohl die objektiv hübsch sind (die Männer)
Ein ganz entschiedenes nein. Das ist viel zu stereotyp. Die Instagrammisierung der Menschen hatte da gottseidank noch keine Bedeutung. Ich kann da nette Geschichten erzählen. Models mag es immer gegeben haben, aber da muss man ja nicht drauf stehen. Ich zumindest nicht. Find ich eher etwas poor.
 
  • #115
Ich gefalle auch nicht jedem Mann, beschwere ich mich?
Als Frau braucht man sich auch nicht beschweren weil die Auswahl ja groß genug ist.

Was Du aber prinzipiell ignorierst, ist was hier nicht nur ich schreibe - viele Likes, Nachrichten, die Anzahl ist irrelevant, wenn es am Ende von Männern kommt, die einen nicht interessieren.
Das könnte dann aber ja doch an den eigenen Ansprüchen liegen...
Grundsätzlich ist es doch eine Frage der Wahrscheinlichkeit. Je mehr Interessenten es gibt desto höher ist die Wahrscheinlichkeit dass jemand dabei ist der passen könnte.

Wenn Du das so siehst brauche ich das offenbar - komisch dass es einem sofort immer als Jammern oder Klagen ausgelegt wird wenn man über dieses Thema diskutieren möchte.

suche eben woanders, wo man sich charakterlich kennenlernen kann

Fragt sich halt nur wo... ich denke viele Männer versuchen es halt notgedrungen immer und immer wieder mit Onlinedating weil es sonst keine Möglichkeiten gibt. Das ist bei mir nicht anders. Ich weiß dass es mich aufregt und dass es mir psychisch nicht gut tut, trotzdem versuche ich es immer wieder weil ich denke erstens verpasse ich vielleicht doch eine Chance und zweitens wo soll ich sonst (Single)frauen kennenlernen? Und ich denke das geht ganz vielen anderen Männern auch so. Denn die Frauen die man so im Beruf, in der Freizeit etc. kennenlernt sind in 99% der Fälle sowieso vergeben. Es ist ein einziger Kreislauf.
Und den Satz von wegen "geniess doch erstmal Dein Singleleben" höre ich komischerweise immer nur von Leuten die selbst vergeben sind...

Bevor ein falscher Eindruck entsteht, ich sage ja nicht dass gar nichts geht. Ab und an kriegt man Kontakte und Dates, ich hatte letzte Woche zum Beispiel eins. Es ist nicht unmöglich. Aber das Verhältnis von Aufwand und Ertrag ist bei Licht betrachtet halt schon unterirdisch.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #116
Ist durchaus akzeptabel wenn man ein paarmal belanglos hin und her geschrieben oder telefoniert hat.

Völlig inakzeptabel ist es dagegen sich mit jemanden konkret zu verabreden und ihn dann hängen zu lassen (die Hamburgerin) oder zusammen in den Urlaub zu fahren, sich lose zu verabreden und dann tot zu stellen (die Frankfurterin).

Wenn einem als Frau aber auch Mann häufiger passiert würde ich mir Gedanken machen ob es vielleicht an meiner Auswahl liegt. Ich würde dann Muster zwischen A...geigen suchen.
 
  • #117
Nimmt man dadurch etwa keinen willen- und wissentlichen Enfluss auf den Lebensverlauf des Anderen ? Schränkt man ihn in seiner Freiheit wirklich nicht ein ?
Schränkt man sich nicht mit vielen Entscheidungen freiwillig ein? Wenn ich mir im Möbelhaus das rote Sofa aussuche, habe ich eben das graue nicht. Es macht mir aber überhaupt nichts aus, weil ich mit dem roten vollauf zufrieden bin. Natürlich ist meine Freiheit aber mit Abschluss des Kaufvertrags eingeschränkt.

Solange er sich nicht verbal und durch seine Taten festlegt
Ich denke, die Frauen sind eben aufgrund der Taten (gemeinsame Erlebnisse) davon ausgegangen, dass eine gewisse Verbindung da ist und die nicht von heute auf morgen kommentarlos abgebrochen wird.

Wenn der Mann das Miteinander nicht als feste Beziehung definiert, ist es keine.
Tja. Das heißt, man soll nicht seinem Gefühl vertrauen, sondern den Mann fragen, was das denn nun eigentlich ist, was man da miteinander hat. Und den Sex hinauszögern.
Ich habe hier in den letzten Wochen mehrfach gelesen, dass Männer genau das in der Anbahnung überhaupt nicht schätzen. Weil sie sich dann festgenagelt fühlen und weil man doch Sex haben soll, wenn es sich richtig anfühlt.
Da beißt sich die Katze in den Schwanz.
Nicht noch einmal schreiben. Und noch ein mal. Und noch ein weiteres Mal mit einer sehr langen Nachricht. Auf verschiedenen Kanälen versuchen, ihn zu erreichen. Dieses Verhalten ist würdelos und verzweifelt und damit verliert sie jede noch vorhandene Attraktivität.
Das hat die zweite Frau aber erst getan, als er sich vor dem bereits geplanten gemeinsamen Wochenende nicht gemeldet hat.
Es mag ja offensichtlich sein, dass der Mann nicht will. Wenn ich aber der Meinung bin, ich habe eine Verbindung zu diesem Mann und diese plötzlich abbricht, dann fehlt hier ein Puzzleteil für das Bild. Ja, wahrscheinlich hat sie eine Unstimmigkeit übersehen. Aber es wäre fair von dem Mann, sich ihr zu erklären, damit sie damit abschließen und das Gefühl loswerden kann, mit ihr sei etwas nicht in Ordnung.

Die meisten melden sich bei nicht ausreichendem Interesse einfach nicht (mehr).
Das ist ja grundsätzlich auch okay. Das mache ich bei Männern auch so. Und wenn das ne Weile so ist und sich nichts tut, dann schreibe ich eine kurze Nachricht, dass das wohl nichts wird und verabschiede mich. Ich gehe dann auch davon aus, dass der andere sich nicht übermäßig wundert. Was ich aber nicht mache: heute einen tollen Tag mit jemandem verbringen und morgen und auch in Zukunft seine Nachrichten nicht mehr beantworten.
w45
 
  • #118
Jeder definiert sich seine Liga selbst zu recht. Einige sind dann überrascht wenn die unterschiedlichen Definitionen dann nicht zusammen passen.
Ich verstehe immer noch nicht, inwiefern die Erklärungsmodelle von Ligen und Optionen irgendwie hilfreich sein sollen. Was nutzt das?
Mich hat heute ein 55jähriger Mann angeschrieben - drei Likes, kurzer netter Text. Foto gefällt mir nicht, dazu empfinde ich das Alter nicht optimal und die Körpergröße (leidiges Thema hier) auch nicht. Kurz: er interessiert mich nicht. Deshalb mache ich mir trotzdem null Gedanken darum, in welcher Liga ich spiele oder er spielt - was hilft das? Nix.


Ja, das ist schade. Man hätte auch zwei Frauen und einen Mann nehmen können, dann wäre es ausgewogener gewesen. Vielleicht hat sich kein Mann gefunden, der darüber berichten wollte? Vielleicht stecken Männer sowas in der Tendenz auch leichter weg?
w45
 
  • #119
Erstens, sie haben einfach angenommen, sie seien in einer Beziehung, während das Ganze für die Männer nur etwas Unverbindliches war. Wenn der Mann das Miteinander nicht als feste Beziehung definiert, ist es keine.
Ist das nicht deine Interpretation, bzw. Erfahrung? Es wurde in der Dokumentation mit keiner einzigen Silbe erwähnt, was für Gespräche es gab, wie und ob sich die Männer bemüht und zu den Frauen bekannt haben oder ob sich das die Frauen nur eingeredet haben und dann enttäuscht waren.
 
  • #120
Ich glaube an das Gute im Menschen und bin davon überzeugt, dass die meisten Männer die Frauen nicht verletzen möchten
Hm ... Ja, man will andere nicht kränken, aber auch ja, der Mensch umgeht auch gern Stress. Und es gibt einen Unterschied zwischen

- jemanden nicht verletzen wollen und

- sich auf die für einen selbst angenehmste Art durchsetzen wollen mit einer eigenen Entscheidung.

Beispiel: Jemandem nicht zu sagen, dass er sich gerade komplett peinlich benommen hat und alle blöd über ihn redeten, also ihm das nicht zu sagen, damit er sich nicht für immer in einem Loch vergräbt, ist für mich "ich will dich nicht verletzen". Weil ich denke, dass da bald ein Schwamm drüber wächst und es dem anderen nichts bringt, sich im nachhinein noch drüber zu schämen und zu grämen. (Es sei denn, er läuft Gefahr, das beim nächsten Mal wieder zu tun.)
Aber sich nicht mehr zu melden, weil man demjenigen nicht sagen will "es passt nicht für mich", was absolut berechtigt wäre, ist einfach den Weg des geringsten Stresses und Aufwandes für einen selbst gegangen zu sein und sich dabei vor der möglichen emotionalen Reaktion bewahrt zu haben.
Es muss einem ja klar sein, dass Ghosten für die andere Person keineswegs angenehm ist. Man hofft, dass sie das, was man als eigenen Willen zum Ausdruck bringt, möglichst so begreift, dass man selbst keine Probleme mit sich selbst bekommt und selbst keine unangenehmen Gefühle dabei haben muss.

Sie wissen instinktiv, dass es für eine Frau ein harter Schlag ist, ins Gesicht gesagt zu bekommen "Ich will dich nicht". Egal wie höflich formuliert, das schmerzt unheimlich.
Hm. Ich finde das legitim, dass einer nicht will. Aber gut, es ist natürlich nicht schön, sowas zu erleben. Aber dass Menschen nur das Beste für die andere Person wollen, wenn sie ghosten - nee.

An sich denke ich auch, dass ein loser Kontakt nicht mit Abschiedsbrief beendet werden muss. also das ist kein Ghosten.
Aber wenn man datet und alle mit der Erwartungshaltung unterwegs sind, dass "es" was wird oder nicht, würde ich es schon passend finden, dem anderen mitzuteilen, dass man sich entschieden hat und er auf nichts mehr warten muss. Was anderes ist es ja bei Bekanntschaften, die im RL entstanden sind ohne Beziehungsabsicht und der Kontakt einfach einschläft. Das wäre für mich auch kein Ghosten.
 
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