• #151
Deine Quintessenz finde ich dennoch nicht fair
Damit hast du schon recht, Friederike. Es ist nicht fair. Ich bin aber nicht diejenige, die die Unfairness kreiert. Ich beschreibe nur die Realität und versuche, die Beweggründe der Ghoster zu erklären. Die meisten Menschen denken zuerst an sich. Das Leben war schon immer ungerecht. Aber gerade bei dem Thema, um die es in der Sendung ging, gibt es Möglichkeiten, mit der Unfairness klar zu kommen, sich vor bitteren Enttäuschungen zu schützen und sich Leid zu ersparen. Darauf versuche ich den Fokus zu richten.
 
  • #152
"Durchschnittliche Männer erzählen dann meist: „Ich schreibe so viele Frauen an, aber ich bekomme nie eine Antwort! Was soll ich mir da noch die Mühe machen, irgendwas Schlaues zu formulieren. Nervt alles total. Bringt gar nichts.“
Von denen stellt sich aber keiner ins Fernsehen und sagt "Ich versage da total". Und erst recht nicht "Die Frauen sind alle doof". Als Mann wäre mir das eher peinlich.

Das ist ja das, was die Damen in dem Film formulieren: ich bin sooo attraktiv, ich suche kritisch aus und dann kommt so ein Idiot, der einfach verschwindet. Der Mann ist schuld.
Durchschnittliche Frauen sagen: „Wenn, dann schreiben mir total hässliche Männer. Und die anderen reagieren überhaupt nicht!“
Die schönen Frauen hingegen berichten: „Ich komme gar nicht hinterher. Ich kriege soo viele, unpersönliche Nachrichten von völlig uninteressanten Typen.
Das ganze ist halt mittlerweile ein elender Kommerz und jede(r) versucht das mitzunehmen, was zu holen ist. Auf beiden Seiten. Ich wäre da im Fall des Falles nach wie vor konservativ und würde eine Plattform nutzen, in der ich nicht auf ein paar Bilder reduziert werde.
Ich denke, das liegt auch daran, wie unterschiedlich die Reihenfolgen des Verguckens zwischen Männern und Frauen sind. Männer vergucken sich oft zuerst - angeblich - übers Optische, da hilft Tinder und Co schon imnens bei der Erstauswahl.
Ich denke, diese Apps sind für männliche Auswahl geschaffen. Im Grunde sieht man ja erstmal nur ein Bild und die Frauen, die das nutzen, wischen dann genauso nur nach äußerer Attraktivität.
 
  • #153
Charakter. Dass das allen Männern so geht, sehe ich eben nicht. Mich hat letzte Woche ein Freund angerufen, um mir zu sagen, er heiratet. Er ist super glücklich. Und er hat gesagt „endlich habe ich eine Frau, die mich heiraten will!“ Denn seine beiden Ex-Freundinnen wollten nie den nächsten Schritt (zusammenziehen) gehen, er wollte aber immer mal eine Familie. Sein gesamter Freundeskreis ist auch so gestrickt. Er sieht sehr gut aus, hatte auch nie Probleme, Frauen kennenzulernen. Er ist in einer glücklichen Familie aufgewachsen und es war immer klar, er will das auch.
Es mag mehr Männer geben, die bei den Wünschen der Frauen nach dem nächsten Schritt einfach mitgehen, aber nicht alle denken so.
Der Typ, den Du zitierst, klingt ja schon fast irgendwie verweifelt.
Und wir raten doch hier jeder TE sich wegen ein paar Niederlagen nicht gleich wahllos zu sein.

Aber ja, nicht alle denken so.
Und diesen Eindruck will weder ich noch der Frensehbeitrag machen.

Aber ich gebe zu Bedenken, dass die Gefühlswelt recht vieler Männer doch ganz schön von dem Empfinden der Frauen abweicht, gerade was die das Bilden und Pflegen von Beziehungen angeht.
Das sieht man übrigens auch in ganz vielen anderen Doku's.

Aber wir ja auch im Forum, wo es quasi jede Woche irgendeine Gefruste gibt, welche nicht versteht, warum der Mann denn nun nicht so wollte, wie sie dachte (oder sich erhoffte).
Und ja, es gibt immer auch Männer denen es so geht, aber die Tendenz ist eben deutlich anders.

Und dabei will ich gar nicht arrogant so weit gehen, wie dieser TE namens @gast01234 , (oder wie der sich nun genau nennt).
 
  • #154
Als Frau braucht man sich auch nicht beschweren weil die Auswahl ja groß genug ist.
Das stimmt ja gerade nicht. Die Auswahl an passenden Männern ist genauso klein wie die Auswahl an interessierten Frauen für Männer.
Das könnte dann aber ja doch an den eigenen Ansprüchen liegen...
Klar liegt es an den Ansprüchen. Das muss aber nicht bedeuten, dass die zu hoch sind, wie du es vermutlich gemeint hast. Sondern nur, dass der passende Mann selten ist. Unpassend wird aber nicht mal eben passend.

Grundsätzlich ist es doch eine Frage der Wahrscheinlichkeit. Je mehr Interessenten es gibt desto höher ist die Wahrscheinlichkeit dass jemand dabei ist der passen könnte.

Das Gegenteil ist der Fall. Je mehr, desto wahlloser. Desto wahrscheinlicher geht die Nadel im kompletten Heuhaufen unter und wird übersehen. Alleinstellungsmerkmale sind wichtig. In irgendeiner Weise auffallen. Das wiederum spricht dann aber auch nur die richtige, passende Frau an.

Ich hatte ein einziges ernsthaftes Date (eines vorher sozusagen zur Übung). Ich hätte mich mit zwanzig Männern treffen können, bei denen mir vorher klar war, das wird nichts. Also wozu?
 
  • #155
Der Ghostende hätte sonst mit allzu schmerzhaften Schuldgefühlen in Kontakt kommen können und die sind so furchtbar unangenehm, das sei menschlich. Menschlich wären aus meiner Sicht andere Verhaltensweisen.
Schwierig.
In anderen Sitiuation finden es gerade weibliche Foristen hier bei bestimmten Siatuationen des Kennlernenens meist ganz in Ordnung, eben nicht die Wahrheit zu sagen und in manchem Dingen besser zu taktieren,
z.B. grundsätzlich ihn erst nach einem Date zu fragen zu lassen oder so ähnlich.

Gerade bei (sicherlich notwendigen) Selektionsprozessen wird hier doch auch oft der Rat zu Unehrlichkeit gegeben.

Dort soll man (z.B. weil der Mann ja gewalttätig sein könnte) z.B. beim Flirten oder Erstkontakten nicht direkt sagen, dass man diesen Manschen einfach grundsätzlich nicht weiter treffen möchte, sondern sich später mit Lügen herausreden.

Ich weiß nicht, ob "Ghosting" dann wirklich so tragisch ist.

Mir scheint, Dein Ghosting - "Opfer" ist nur dann besonders schützenswert, wenn es eine Frau ist. Auch der Mann, dem nie ehrlich gesagt wird (wasweißich z.B. weil er zu klein ist ... oder so ), warum er nicht gedatet wird, ist aus meiner Sicht so gesehen ein "Opfer".
 
  • #156
Ich habe auch eine schöne Geschichte die dazu passt, ein Mann der mich monatelang komplett umworben hat. alle die das erlebt haben, sagten ja, der will dich!
...
eines Tages wollen wir uns in der Stadt treffen, dort steht er bereits mit einer anderen Frau, stellt mich als Bekannte vor.
...
Er kam dann an, lud mich zu einer Party ein, ignorierte mich dort komplett und meinte vor meinen Augen mit einer rumknutschen zu müssen.

Liebe Apfelmus, es tut mir sehr leid, dass dir das passiert ist. Sicher keine schöne Erfahrung!

Normalerweise ist das ein gutes Zeichen, wenn ein Mann eine Frau umwirbt und am Ball bleibt, obwohl sie zögert, da hatten deine Freunde nicht Unrecht. Dass er dann unerwartet diese fiese Nummer bei der Verabredung abgezogen hat, ist ungewöhnlich. Möglicherweise gab es Warnzeichen, die du übersehen hast. Manchmal steckt der Teufel im Detail. Wenn du möchtest, kannst du schildern, wie diese Verabredung genau zustande kam. War das euer erstes Date? Was genau hatte er vorgeschlagen?

Und ich verstehe nicht, warum du - nachdem er dir bei diesem missglückten Date gezeigt hat, was für einen Charakter er hat - mit ihm in Kontakt geblieben bist, seine Partyeinladung angenommen hast und ihm damit noch eine Gelegenheit gegeben hast, dich zu verletzen. An das Gute im Menschen zu glauben ist grundsätzlich eine gute Lebenseinstellung, das tue ich auch, aber nur so lange bis das Gegenteil bewiesen wird.
 
  • #157
Das stimmt ja gerade nicht. Die Auswahl an passenden Männern ist genauso klein wie die Auswahl an interessierten Frauen für Männer.

Genau dieser Schluss ergibt sich aus dieser Aussage ja eben nicht.
Du wirst mir zustimmen dass interessiert nicht = passend ist (das bestreitet ja auch gar niemand, nicht jedes Like führt auch zu etwas).
Du vergleichst hier aber interessiert mit passend.

Die Zahl der interessierten Männer ist bei Frauen aber deutlich höher als die Zahl der interessierten Frauen bei Männer.
Folglich ist auch die Zahl der potentiell passenden Männer bei Frauen größer als umgekehrt bei Männern.

Wie gesagt, es ist doch reine zahlenmäßige Wahrscheinlichkeit.
Wenn eine Frau 100 Likes hat kommen vielleicht selbst bei strenger Selektion (ob viele Frauen da ZU streng sind ist eine andere Frage) 10 Dates zustande, dann hätte die Frau immer noch 90% aussortiert. Und die Wahrscheinlichkeit dass bei 10 Dates zumindest einer dabei ist bei dem sie sich mehr vorstellen kann ist ja nun zumindest gegeben.
Wenn ein Mann demgegenüber 10 Likes hat und ebenfalls 90% aussortieren würde bliebe noch 1 Date übrig. Und mit dieser einen Frau müsste es ja dann auch noch passen.
Ergebnis: Die Frau hat eine größere Wahrscheinlichkeit einen "Treffer" zu landen als der Mann. Oder habe ich hier ein falsches Verständnis von Wahrscheinlichkeit?

Die immer wiederkehrende Aussage "Aber die hunderten Likes sind ja nix wert weil da ist ja so viel Schrott dabei" ist dann doch mehr ein künstliches Herunterrechnen.
 
  • #158
Ich denke, das liegt auch daran, wie unterschiedlich die Reihenfolgen des Verguckens zwischen Männern und Frauen sind. Männer vergucken sich oft zuerst - angeblich - übers Optische, da hilft Tinder und Co schon imnens bei der Erstauswahl. Angeblich verlieben sich Frauen aber im ersten Schritt anders, eben übers Zwischenmenschliche.

Wir unterhalten uns jetzt ja die ganze Zeit darüber dass Frauen weniger Likes vergeben als Männer. Und dass sich viele Frauen auf wenige Männer stürzen.
Das spricht doch dann eher eher für das Gegenteil, nämlich dass Frauen (noch) mehr auf den ersten optischen Eindruck achten als Männer.
 
  • #159
M.E. liegt es daran, dass für viele Frauen Sex nicht so beliebig ist wie für Männer, lässt sich drauf verzichten, wenn entweder kein attraktiver Mann da ist und/oder keine Liebe im Spiel.
Richtig. Von Natur aus werden ein Großteil der Frauen nur von einem Bruchteil der Männer angezogen - Pareto-Prinzip und knallharte natürliche Eugenik. An diesem Zitat schön zu sehen:
„Das stimmt ja gerade nicht. Die Auswahl an passenden Männern ist genauso klein wie die Auswahl an interessierten Frauen für Männer.“
Dadurch entsteht dieses Ungleichgewicht mit den hier beschriebenen Effekten auf Datingplattformen. Erst mit dem Aufkommen von größeren Zivilisationen wurde versucht dieses Ungleichgewicht zu beheben, da Gesellschaften in denen ein Großteil der Männer „übrig bleiben“ nicht funktionieren. Stichwort: Monogamie. Mittlerweile weicht das alles aber auf und es entstehen allmählich größer werdende Konflikte und Phänomene wie das der Incels.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #160
Unbrauchbarer Tipp. @mightyMatze hat bereits für 3 Kinder Unterhalt zu zahlen und das noch geraume Zeit, sowie von einem Durchschnittseinkommmen.
Spannend! Diese nicht unwichtige Info hat er hier auf 5 Seiten nicht mit einem Wort erwähnt. Dann hat er ja zumindest schon mal eine Frau glücklich gemacht für eine gewisse Zeit...
Das ändert natürlich auch einiges und erklärt vllt auch die wenigen likes.


M.E. liegt es daran, dass für viele Frauen Sex nicht so beliebig ist wie für Männer, lässt sich drauf verzichten, wenn entweder kein attraktiver Mann da ist und/oder keine Liebe im Spiel.

Wenn ich nur Sex will und das auch ein paar Tage verschieben kann, warum soll ich beim Mann in Sachen Attraktivität Abstriche machen und einen unattraktiven nehmen, wenn sich über kurz oder lang doch ein Hottie für eine Bettgeschichte findet?
Es ist ein Irrtum zu glauben, dass die unattraktiveren Männer charakterlich besser sind - siehe den Koch in der Sendung.
Ja, gut erklärt. Für mich klang die Anklage von Matze und co. Aber so, als ob die durchschnittlichen Frauen mit den tollen Männern durchbrennen...was ja meiner Meinung nach 1. Nicht sein kann, weil es gar nicht genug heisse Männer für alle durschnittlichen Frauen hat, und2. Wie du sagst, sich auf Tinder nicht unbedingt langfristige Beziehungen bilden. Dementsprechend sind die Frauen nach kurzer Zeit eben wieder zurück auf Tinder...
Wie du sagst, wahrscheinlich sagen sie eher “lieber keinen als einen hässlichen” , aber manche senken eben vllt doch ihre Anspruche, wenn sie mit den hotties zu häufig auf die Schnauze gefallen sind.
der koch🤣🤣 ja, ich sagte ja bereits, die “unteren” Männer gehen vllt eher eine Beziehung ein, damit sie regelmässig Sex haben. (Logisch nicht alle, bevor hier der shitstorm kommt)
 
  • #161
Ich denke, diese Apps sind für männliche Auswahl geschaffen. Im Grunde sieht man ja erstmal nur ein Bild und die Frauen, die das nutzen, wischen dann genauso nur nach äußerer Attraktivität.
Das stimmt, dass Frauen da genauso großzügig wegwischen. Ich für meinen Teil bin mir nur ziemlich sicher, dass ich Mr. Right so schnell "wegwüsche", wie ich das im echten Leben gar nicht mache(n muss). Stattdessen bleiben dann ungünstigerweise nur gutaussehende, aber charakterlich unpassende Männer zum Daten übrig. Die Optik ist auch wichtig, aber der erste Anspruch liegt woanders. Richtig gut aussehen kann auch ein ganz "durchschnittlicher" Mann, wenn der Charakter passt. Letzteres ist halt schon relativ speziell. Ich hab auch keine Ahnung, warum das gute Aussehen Frau nicht auch schon vorher auffallen will.

Und da bin ich bestimmt nicht die einzige, bei der diese Tinder und Co.-Rechnung einfach nicht aufgehen will.
 
  • #162
Das ist ja das, was die Damen in dem Film formulieren: ich bin sooo attraktiv, ich suche kritisch aus und dann kommt so ein Idiot, der einfach verschwindet. Der Mann ist schuld.
Das habe ich nicht so wahrgenommen. Mit Ausnahme des kurzen Ausflugs zum Koch haben die Frauen doch im Wesentlichen einfach erzählt, was sie erlebt haben und wie es ihnen damit ging. Den Tenor „böse Männer“ habe ich nicht wahrgenommen.

Hätte er geghostet, wäre das zusätzlich zu der Enttäuschung, die sie selbstverständlich erfährt, wenn er Schluss macht, auch noch total mies gewesen.
Ja, so sehe ich das auch.

Ich hatte mit einem Mann mal eine zweimonatige Beziehungsanbahnung. Er hat von Anfang an (Männer-untypisch, wenn man so will :)) formuliert, dass er „die Eine für den Rest des Lebens“ sucht. Nach einem gemeinsamen Wochenende hat er mir dann deutlich, aber ohne den Kontakt abzubrechen mitgeteilt, dass ich es nicht bin. Wir haben uns im Anschluss noch ca. eine Woche lang ausgetauscht und er hat mir alle Fragen, die ich zu unserer Verbindung noch hatte, beantwortet. Das hat mir geholfen, ein halbwegs rundes Bild zu der Sache zu bekommen und damit besser Frieden schließen zu können.
Hätte er mich stattdessen nach dem Wochenende geghostet, hätte mir das Ganze noch deutlich mehr zugesetzt und ich hätte nicht ansatzweise verstehen können, was da nun eigentlich passiert war.
Klar, das Ergebnis (er will nicht) ist dasselbe. Trotzdem ist das eine deutlich schwieriger zu verarbeiten als das andere.
w45
 
  • #163
Mir scheint, Dein Ghosting - "Opfer" ist nur dann besonders schützenswert, wenn es eine Frau ist.
Und da habe ich mich so bemüht, genderneutral zu formulieren ;)
Im Ernst: Ich finde die Verhaltensweise fürchterlich, unabhängig vom Geschlecht. Es schafft wohl jede:r zu schreiben, dass es leider nicht passte und er/sie den Kontakt nicht vertiefen mag.

Auch der Mann, dem nie ehrlich gesagt wird (wasweißich z.B. weil er zu klein ist ... oder so ), warum er nicht gedatet wird, ist aus meiner Sicht so gesehen ein "Opfer"

Den Frauen doch ebensowenig. Es werden nicht nur Männer aussortiert.
Und: Den Vorwurf kann ich mir persönlich nicht machen. Wenn jemand nach meiner floskelhaften Ablehnung ernsthaft fragt, weshalb ich ihn nicht mehr (wieder)sehen will, bekommt er eine ehrliche Antwort, Profilberatung inklusive - wenn es vor einem ersten Treffen war und die Frage einem Kennenlernen galt. Das jemandem ohne direkte Frage zu erläutern, fände ich übergriffig und sehr unhöflich.
Vor einem Treffen abgelehnt zu werden, ist in meinen Augen allerdings auch kein Ghosting, sondern schlicht ein Korb.
 
  • #164
In anderen Sitiuation finden es gerade weibliche Foristen hier bei bestimmten Siatuationen des Kennlernenens meist ganz in Ordnung, eben nicht die Wahrheit zu sagen und in manchem Dingen besser zu taktieren,
z.B. grundsätzlich ihn erst nach einem Date zu fragen zu lassen oder so ähnlich.

Gerade bei (sicherlich notwendigen) Selektionsprozessen wird hier doch auch oft der Rat zu Unehrlichkeit gegeben.
Das macht es nicht besser...
Ich weiß nicht, ob "Ghosting" dann wirklich so tragisch ist

Ghosting als eine Art Rache? So frei nach dem Motto: Wenn die Frauen schon so unehrlich sind beim Anbahnen, Männer nicht um ein Date bitten wollen und ihnen nicht ins Gesicht sagen können, warum es nicht weitergehen durfte, benehmen diese sich daneben beim (Nicht-) Schlussmachen und stellen sich halt tot. Das haben sie nun davon!

Klingt für mich nach sehr vielen unverarbeiteten Körben.
 
  • #165
Dort soll man (z.B. weil der Mann ja gewalttätig sein könnte) z.B. beim Flirten oder Erstkontakten nicht direkt sagen, dass man diesen Manschen einfach grundsätzlich nicht weiter treffen möchte, sondern sich später mit Lügen herausreden.

Ich weiß nicht, ob "Ghosting" dann wirklich so tragisch ist.

Mir scheint, Dein Ghosting - "Opfer" ist nur dann besonders schützenswert, wenn es eine Frau ist. Auch der Mann, dem nie ehrlich gesagt wird (wasweißich z.B. weil er zu klein ist ... oder so ), warum er nicht gedatet wird, ist aus meiner Sicht so gesehen ein "Opfer".
Oha! Hier wird ja viel in einen Topf geworfen!
1. Wenn Frauen sich Tips geben um nicht Opfer eines, stärkeren, potenziell gewalttätigen Mannes zu werden, dann sollte man es als das sehen, was es ist: Frauen müssen potenziell um ihr Leben fürchten! Dann sagen, Männer sind auch Opfer, weil Frauen erst nachträglich schriftlich absagen ist zynisch!

2. Ghosting ist nicht = milde, falsche Erklärungen abgeben. Ghosting ist sich AUF NACHFRAGE nicht mehr zu melden, zu blockieren. Dass das nach einem Date passiert ist doof, nach einem gemeinsamen Urlaub ist unmöglich, hat aber nichts mit dem Geschlecht zu tun.

Suchst du nur einen Aufhänger um mal wieder zu sagen, wie ungerecht die Wet zu Männern ist?
Sorry, da finde ich die Erklärungen von @mightyMatze und @Neo um einiges plausibler und diskussionswürdiger.
 
  • #166
Damit hast du schon recht, Friederike. Es ist nicht fair. Ich bin aber nicht diejenige, die die Unfairness kreiert.
Den Schuh wollte ich dir auch nicht anziehen, du hast natürlich nichts mit dem Verhalten und den Verhältnissen des Dating im Allgemeinen und Speziellen zu tun.
Und ich zweifel nicht an, dass das Leben nicht immer gerecht ist.

Ich finde deinen Umgang, der die volle Verantwortung dem/der Geghosteten zuschreibt, dennoch schwierig.

Schlicht: Da müssen die Frauen besser aufpassen, die Signale cleverer deuten, Schuld eigene!
Der Mann könnte Schuldgefühle bekommen, da sollten wir Verständnis für seine menschliche Feigheit entwickeln. Für ihn ist es so besser und einfacher und die Message ist ja trotzdem angekommen.
Damit relativierst du dieses Verhalten und packst das Opfer in die Täter-Rolle.
Dass da Menschen ganz aktiv verletzt werden, klammerst du m.E. aus.
(Ich beziehe es zuletzt auf die Doku, daher Frau und Mann.)
 
  • #167
Von Natur aus werden ein Großteil der Frauen nur von einem Bruchteil der Männer angezogen - Pareto-Prinzip
Das verstehe ich nicht ganz 🤔. Woher hast Du diese Theorie? Das hört sich absolut unlogisch an, wenn man den rasanten Anstieg der Weltbevölkerung sich anschaut.....Pareto- Prinzip sagt, dass 80% der Arbeit mit 20% Aufwand zu erreichen ist. Der Rest der Arbeit, um die 100%ige Perfektion zu erreichen, benötigt man 80% an Aufwand. Mit anderen Worten und salopp formuliert, auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn.
 
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  • #168
Klingt für mich nach sehr vielen unverarbeiteten Körben.
Also wenn schon ... dann doch eher nach einseitigen Lieben, bei welchen mir ein ehrlicher Korb mir einiges an Liebeskummer erspart hätte.

Aber Du irrst, es steckte bei meiner Aussage kein persönliches Motiv dahinter. Schon gar nicht Rachegelüste.

Und persönlich war ich auch keine besonderer "Ghoster" (habe aber damals auch mal Kontakte im Sande verlaufen lassen, wo ich mir selbst länger unschlüssig war, ob ich den nun will, oder nicht. Ja ich weiß , nicht gerade nett.)

Ich bewerte hier einfach den Vorgang und vergleiche ihn mit anderen Vorgängen welche gesellschaftlich toleriert werden.

Und da finde ich, es gibt wirklich Schlimmeres als Ghosting.

Im Übrigen sehe ich das Ganze dann doch an der Stelle eher geschlechterneutral.
Blöd finde ich vor allem Aussagen von Frauen sie müssten quasi "Ghosting" oder was Ähnliches betreiben, weil Männer ja so gewalttätig seien.
 
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  • #169
Soweit ich weiß, ist Tinder bei jungen Leuten die erste Plattform der Wahl, Bumble und Lovoo geht auch. Da denkt keiner traditionell, besonders nicht in einer Großstadt, übrigens weltweit. Es ist einfach eine Plattform, die alles bietet, Sex, vielleicht Beziehung, da ist man offen. Sogar meine Freundin, fast 60, ist drauf. Es gibt auch Dates, die genauso ergiebig sind wie eine teure Plattform. Ghosting gab es schon vor dem Internet, ich würde geghostet, habe geghostet und ja, das war blöd. Aber das hat nun nichts mit Tinder zu tun, eher mit der Natur des Menschen.
 
  • #170
Normalerweise ist das ein gutes Zeichen, wenn ein Mann eine Frau umwirbt und am Ball bleibt, obwohl sie zögert, da hatten deine Freunde nicht Unrecht.
Interessant. Ich sehe das Umfeld enorm kritisch.
Der wirkliche Schlüssel liegt aber eher hier:
Problem: ich wollte ihn nicht wirklich. habe mich aber reinquatschen lassen, weil alle sagten "jetzt sei halt froh", "senke deine Ansprüche", "wenigstens ist da einer der dich will"
Du bist über dein Gefühl hinweggegangen. Die Sprüche des Umfeldes sind unterirdisch und spiegeln eine ganz schwierige Haltung.
 
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  • #172
Und persönlich war ich auch keine besonderer "Ghoster" (habe aber damals auch mal Kontakte im Sande verlaufen lassen, wo ich mir selbst länger unschlüssig war, ob ich den nun will, oder nicht. Ja ich weiß , nicht gerade nett.)
Kontakte im Sande verlaufen lassen ist kein Ghosting. Im Film wird klar dargestellt was Ghosting ist.
Ich bewerte hier einfach den Vorgang und vergleiche ihn mit anderen Vorgängen welche gesellschaftlich toleriert werden.

Und da finde ich, es gibt wirklich Schlimmeres als Ghosting.
Wenn du akut von Ghosting betroffen bist ist das für dich persönlich augenblicklich schlimmsten. Die Argumentation es gibt schlimmeres mag sachlich richtig sein. Aber sie ist für den der gerade leidet nicht hilfreich.
Blöd finde ich vor allem Aussagen von Frauen sie müssten quasi "Ghosting" oder was Ähnliches betreiben, weil Männer ja so gewalttätig seien.
So hat dies hier auch niemand geschrieben.
Richtig. Von Natur aus werden ein Großteil der Frauen nur von einem Bruchteil der Männer angezogen
Tja wenn das so ist muss man das wohl akzeptieren.

Trotzdem scheint die Paarfindung bei deutlich über 50 % zu funktionieren.

Das kleine Männer mit lfd. Unterhaltsverpflichtungen es tatsächlich schwieriger haben als große Männer ohne lfd. Unterhaltsverpflichtungen und dies nicht änderbar ist, ist auch nachvollziehbar.

Daraus lässt sich aber keine genereller Nachteil für Männer ableiten. Es liegt dann ein individuelles Problem vor, dass sich leider nur bedingt beheben lässt.
Stichwort: Monogamie. Mittlerweile weicht das alles aber auf und es entstehen allmählich größer werdende Konflikte
Ich sehe nicht, dass die Monogamie real aufweicht. Frauen streben überwiegend nach Monogamie. Und die Männer die polygame Wünsche ausleben können sind in der Minderheit wobei ich bezweifle, dass eine Mehrheit der Männer polygam leben will.
Sind für mich primär eine Modethema bzw. eine Bruchteil-Promille-Minderheit genau wie jene die polyamor oder trans sind bzw. irgendeine neumodische sexuelle Orientierung haben.
 
  • #173
Sind für mich primär eine Modethema bzw. eine Bruchteil-Promille-Minderheit genau wie jene die polyamor oder trans sind bzw. irgendeine neumodische sexuelle Orientierung haben.
Ich befürchte, dieses Thema wird an Wichtigkeit langsam immer stärker; gerade hier im Forum.

Ich behaupte, wir werden dieses Thema immer öffter mal diskutieren.

Es ist ein Nebeneffekt der Indivudualisierung der Gesellschaft und des weiteren Genderverhaltens.

Es wurde in den vergangenen Jahrzehnten von bestimmten Rollenbildern einfach überdeckt, welche aber immer mehr verblassen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #174
Richtig. Von Natur aus werden ein Großteil der Frauen nur von einem Bruchteil der Männer angezogen - Pareto-Prinzip und knallharte natürliche Eugenik. An diesem Zitat schön zu sehen:
„Das stimmt ja gerade nicht. Die Auswahl an passenden Männern ist genauso klein wie die Auswahl an interessierten Frauen für Männer.“
Okay, verwirrend ausgedrückt von mir.
Aber ich kann nichts dafür, wenn Männer alles als "passend" erachten, was sie optisch anspricht, egal, was sonstige Rahmenbedingungen sind. So schlicht suche ich halt nicht aus.

Ich möchte jedenfalls nicht angeschrieben werden, weil einem Mann mein Äußeres gefällt. Und offenbar NUR das, weil er sich den Rest gar nicht angeschaut hat. Den empfinde ICH nicht als passend, auch wenn er das so sieht.

Wenn ich einem antworte, dann weil ich ihn als "passend" betrachte. Und nur dann bin ich "interessiert". Und nicht, weil er ein Foto mit Waschbrettbauch im Profil hat.

Das Problem sind also wohl eher die ungleichen Such-Parameter als eine ungleiche (End-)Verteilung.
 
  • #175
Ich beschreibe nur die Realität und versuche, die Beweggründe der Ghoster zu erklären. Die meisten Menschen denken zuerst an sich.
Aber so wegwerfmässig behandelt zu werden, macht etwas mit den Menschen.
Da kann der Kopf 20x realistisch sein, der Seele tut es nicht gut.

Ob man weggewischt wird...spürt man nicht.
Geh auf einer grossen Party durch die Menge und Du gibst auch nicht jedem einzelnen die Aufmerksamkeit.

Es liegt auch nicht an Tinder, dass passt metaphorisch einfach nur besser zum Thema.

Klar hat sich jemand nicht ernsthaft verliebt der dann untertaucht...
Nur wenn man doch Verabredungen hat, dann muss man sich auch zu einem gewissen Teil öffnen, wenn man eine Beziehung sucht und in diese Offenheit wird "reingetreten"...böse formuliert.

Bekommt man ein dickes Fell, dann wird teilweise der Selbstschutz so hoch, daß man sich selbst nicht mehr einlassen kann.
So hat es auch dann auf Dauer einen negativen Effekt
 
  • #176
Und ich verstehe nicht, warum du - nachdem er dir bei diesem missglückten Date gezeigt hat, was für einen Charakter er hat - mit ihm in Kontakt geblieben bist, seine Partyeinladung angenommen hast und ihm damit noch eine Gelegenheit gegeben hast, dich zu verletzen. An das Gute im Menschen zu glauben ist grundsätzlich eine gute Lebenseinstellung, das tue ich auch, aber nur so lange bis das Gegenteil bewiesen wird.
Ja danke, ist gott sei dank lange her, Problem meinerseits war definitiv, dass ich nicht auf mich vertraut habe, sondern auf die Meinung anderer.
Er war ja auch erst ein totaler Gentleman, wir haben uns über 7 Monate platonisch kennen gelernt.
Waren sogar zusammen auf einer Hochzeit.
Dann wurden wir intim, ja und da kamen schon teils “Warnzeichen”, er verkündete mir kurz darauf, dass er mit einer Bekannten (die ich nicht kannte) für zwei Wochen in den Urlaub fährt....er hatte vergessen in all den Monaten mir davon zu erzählen....
Er schrieb mir täglich, ich blieb ruhig, weil ich ja eh eigentlich nichr wirklich verliebt war.
Nach ca. 1,5-2 Monaten passierte die Geschichte mit der Bekannten.
Die Einladung stand eigentlich schon lange und ich hatte ihm schon abgesagt, aber er hatte mich gebeten doch zu kommen. Da wir uns auch zukünftig über den Weg laufen würden, hatte ich versucht, eine gute Stimmung zu wahren. Er sagte auch, da seine keine Frau die ihn interessieren würde...(weil ich meinte, ich will das nicht miterleben)...long story short, ich glaube durch mein langes “Zieren” wurde ich am Ende nur noch eine Trophy, die es zu gewinnen gab.
Er hatte dann auch innerhalb weniger Wochen eine neue Freundin.
(Und nein, der Typ war keine 10!😅 eher eine 4 im Aussehen und Intellekt)
 
  • #177
Ich wollte ja die ganze Zeit nichts zu diesem Thema schreiben, aber irgendwie kribbelt es mir schon in den Fingern, besonders, nachdem ich mir den Beitrag auch angeschaut habe ...
Vorab, mit Verlaub, ich kann und möchte keine Entschuldigung für echtes Ghosting finden. Ich verstehe daher die Beiträge auch nicht wirklich von @Elisa Queen, aber wir liegen auch unabhängig von dem Thema nicht beieinander😉Ich war noch nie eine Verfechterin dieser typisch weiblichen „Spiele“ mit Hinhalten und den Mann kommen lassen und meine eigenen Bedürfnisse unterdrücken aus strategischen Gründen ... gruselig.
Ich habe den Eindruck, dass einige hier das Ghosting nicht als das sehen, was es ist. Nämlich eine ganz armselige Art und Weise, um aus einer Beziehungsanbahnung rauszukommen.
Das hat doch nichts damit zu tun, dass man sich nach ein oder zwei Treffen „rausschleicht“ mit einer vielleicht fadenscheinigen Begründung. Echtes Ghosting ist für den Betroffenen furchtbar und ja, doch, es kommt aus heiterem Himmel! Das ist für mich ein krankhaftes Verhalten und Menschen, die eine gesunde Beziehung suchen, können sich erstmal gar nicht vorstellen, was in anderen Köpfen so abläuft.
Man wägt sich in einer vermeintlichen Sicherheit, hat eine gute Zeit verbracht, es kamen vielleicht wirklich nie Kritikpunkte und dann kommt der Cut. Echtes Ghosting und auch Gaslighting sind Krankheitsbilder in der Psychiatrie und ich finde es schon etwas merkwürdig, wie das hier verharmlost wird.

Mir persönlich ist es noch nicht passiert, einmal fast, aber meine Alarmglocken waren heller und lauter.
Machen wir uns nichts vor, das online-Suchen ist ein hartes Geschäft.
 
  • #179
Ich habe mir gerade nochmal einige Beiträge durchgelesen und fand tatsächlich ua als Begründung für Ghosting „er war nicht verliebt“ ... eh, geht‘s noch? Ich weiß wirklich nicht, mit welchen Menschen Ihr Euch so privat abgibt, aber diesen Schluss zu ziehen finde ich wirklich heftig. Ich kenne es nur so, dass man dann darüber spricht und die Verbindung löst.
 
  • #180
Hmm. Wenn das so oft passierte, hast du mal direkt nachgefragt und um ehrliche Rückmeldungen gebeten?
Warum sollte man um Rückmeldung bitten?

Was kann man mit Infos anfangen wie "es hat nicht gereicht" oder der "Funken fehlte" oder "ich hätte mich so gern verliebt aber es funktionierte nicht".

Die Versuchung dann dagegen mit Sachargumenten anreden und überzeugen zu wollen ist genauso groß wie aussichtslos.

Das ist jetzt natürlich kein Plädoye für Ghosting oder Fragen nicht zu beantworten.
 
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