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Gast

  • #1

Witwer und Geschiedene - passt das zusammen?

Mich würde mal eure Meinung zu Partnerbildungen mit verschiedenen "Schicksalshintergründen" interessieren. Z.B. eine Geschiedene datet einen Witwer, oder vielleicht umgekehrt, eine Frau mit Kindern einen Single ohne Familienerfahrung oder umgekehrt. Kann das gutgehen oder sollte man solche Konstellationen lieber meiden? Hängt es auch vom jeweiligen Geschlecht ab?
 
  • #2
1. Mit und ohne Kinder passt generell nicht sehr gut zusammen. Ausgenommen vielleicht Fälle mit unerfülltem/unerfüllbarem Kinderwunsch.

2. Witwer sind generell ein Problemfall, aber passen letztlich zu Ledigen mit Beziehungserfahrung ebenso gut wie andere auch.

3. Geschiedene sollten unter sich bleiben.
 
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Gast

  • #3
Das sind doch alles nur ...

<MOD: Schreiben Sie IHRE Meinung und diffamieren Sie nicht andere Beiträge. Formulieren Sie einfach ihre eigenen Tipps und Ansichten und fertig.>

Es gibt Ledige mit "Beziehungshintergrund", die sind mehr geschädigt als Geschiedene, die eine anständige Trennung hinter sich haben. Es gibt Geschiedene, die leben seit 20 Jahren alleine und sind verschrobener als mancher Dauersingle. Es gibt Witwer, die 10 Jahre lange eine komplizierte und nervenaufreibende Ehe geführt haben und nun eben nicht den Verstorbenen auf ein Podest stellen. Es gibt Witwer, die schon seit vielen Jahren verwitwet sind und inzwischen sogar noch eine langjährige Beziehung hatten.

Also kurz gesagt es ist völlig egal, welchen Beziehungshintergrund der Mensch hat - es kommt immer auf die einzelnen Umstände an.

w 58
 
  • #4
Alle Konstellationen sind immGrunde problembehaftet. DAs ist aber immer so, wenn die Partner unterschiedliche Lebensumstände mitbringen. Ob man das meiden sollte oder nicht hängt ja von dir und deinen Vorstellung ab. Gut gehen kann alles. Aber man muss sich über die speziellen Probleme von Witwern und Geschiedenen klar sein und wenn es einen nicht stört, dann spricht nichts dagegen
 
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Gast

  • #5
Warum Witwer nun ein Problemfall sein sollen, kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Für mich sind Geschiedene Problemfälle.
Ein/e Witwe/r geht meist mit positiver Beziehungserfahrung an die Neusuche. Es besteht nicht das Risiko, dass der gestorbene Partner wieder auftaucht (es sei dann als Gespenst).
Geschiedene haben doch meist eine lange Beziehungs-Leidensgeschichte hinter sich und entsprechend ist ihr Misstrauen gegenüber einem neuen Partner. Oder Geschiedene haben schon soviel Ehen hinter sich, dass auch die neue Beziehung nur eine befristete Lebenszeitgemeinschaft wird.
Und Witwer oder Witwen beziehen oft eine Witwenrente(-pension) so dass sie dann auch finanziell unabhängig sind. (Okay sie sind nicht mehr heiratbar, weil die Rente sonst verloren geht)
Aber ich meine überwiegend Vorteile, die für eine/n Witwe/r sprechen.

m51 Witwer und voll für eine neue Liebe bereit!
 
  • #6
Nachteile von Witwen und Witwern als Kandidaten der Partnersuche (alles geschlechtsneutral gültig in beiden Richtungen):

1) Die verstorbenen Partner wurden zum Zeitpunkt ihres Todes geliebt und oft überdauert diese Liebe den Tod. Eine Witwe ist daher oft innerlich nicht wirklich getrennt vom verstorbenen Partner, sondern hat ihn immer noch in ihrem Herzen. Oftmals ist der neue Partner daher nur Ersatzpartner oder auf Platz 2 im Herzen einer Witwe. Für einen neuen Partner ist es oft schmerzhaft und destruktiv zu wissen, dass er nicht der einzige Partner ist, der geliebt wird und für den Platz im Herzen ist. Einen solchen geistigen Nebenbuhler ertragen nur sehr wenige.

2) Erweiternd zu Punkt 1 wird der verstorbene Partner zudem oft verklärt und je länger er tot ist, desto besser war er in jeder Hinsicht. Es ist nun einmal so, wie auf fast allen Gebieten: Gute Erinnerungen intensivieren sich, schlechter Erinnerungen verblassen mit der Zeit.

3) Viele Witwer errichten der verstorbenen Frau sogar eine Art Altar. Es werden Bilder weiterhin offen ausgestellt, Erinnerungsstücke, Dekoration, Inventar, Schmuck und andere Besitzgüter der verstorbenen Partnerin aufbewahrt, präsentiert und gehuldigt. Der verstorbene Partner ist eben kein Expartner, sondern für viele noch Partner, nur eben tot. Mit Bildern und anderen Erinnerungsstücken des verstorbenen Partners ruiniert man aber jede neue Partnerschaft im Ansatz. Kein neuer Partner wird Bilder oder Erinnerungsstücke akzeptieren oder zumindest ohne eigenes Leid wahrnehmen.

4) Viele Witwen haben auch noch Kontakt zu Familie des verstorbenen Partners. Dies ist einerseits natürlich verständlich, andereerseits blockiert es nahezu vollständig den Aufbau einer neuen Partnerschaft. Kaum ein neuer Partner möchte absurd anmutenden Kontakt zur Familie des verstorbenen Partners haben. Es widerspricht sich einfach emotional und partnerschaftlich, dass es noch einen anderen Partner mit Familie und Anhang gibt. Auch hier gilt wieder: Der verstorbene Partner ist eben kein Expartner.

5) Auch Friedhofsgänge oder Todestage und die damit verbundenen praktischen und emotionalen Folgen behindern die neue Partnerschaft. Es sind einfach Belastungen, die bei normal freien Kandidaten nicht auftreten.
 
  • #7
Tipps für Witwen/Witwer:

Witwen sollten erst dann eine neue Partnerschaft suchen, wenn sie den Tod des Partners innerlich wirklich verarbeitet haben und bereit sind für einen Neuanfang. Sie sollten akzeptieren, dass ein Neuanfang eben auch immer das Ende einer vorigen Epoche ist und dazu gehört zum Beispiel, Bilder und Erinnerungsstücke nicht mehr in der Wohnung offen auszustellen, sich bezüglich Mobiliar und Dekoration eine eigene, von der Partnerschaft abweichende Individualität zu schaffen, innerlich den verstorbenen Partner nicht zu verklären, sondern offen und bereit für eine neue Liebe, eine neue Familie zu sein und den Kontakt zur Familie des Verstorbenen zu minimieren.

Witwen müssen sowohl innerlich als auch nach außen zeigen: Ich bin Single im wahrsten Sinne des Wortes. Mein Herz hat einen großen Platz zu vergeben, und zwar Platz Nummer 1, ohne Einschränkungen.
 
  • #8
Nachteile von Geschiedenen (geschlechtsneutral)

+ Sie haben schon einmal diese große Entscheidung für einen anderen getroffen.

+ Sie haben oftmal finanzielle Verpflichtungen, die der neuen Partnerschaft fehlen.
 
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Gast

  • #9
Aus eigener Erfahrung: als Geschiedene mit erwachsenen Kindern bin ich mit einem Witwer mit erwachsenen Kindern glücklich geworden.

Es gibt viele Frauen, die keinen Witwer als Partner möchten, weil sie Sorge haben, er könnte die Verstorbene noch lieben. Ja, selbstverständlich denkt der Mann noch liebevoll an seine verstorbene Frau, das ist richtig und gut, nur: gefährlich wird sie mir nicht. Ich lebe, mich liebt und verwöhnt er, und wir besuchen gemeinsam ihr Grab an ihrem Todestag und an ihrem Geburtstag. Ich denke, um mit einem Witwer gücklich zu werden, muss man erstens spüren, dass er einen liebt, und zweitens genug Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl haben, um in der Verstorbenen keine Konkurrentin zu sehen.

Ich hatte davor auch eine lange Bezieung zu einem Geschiedenen ohne Kinder, ebenfalls unproblematisch, vor allem deshalb, weil er keinerlei Verpflichtungen seiner Exfrau gegenüber hatte. Allerdings hätte es mich auch nicht gestört, wenn er Unterhaltsverpflichtungen oder Kinder gehabt hätte, ich habe selbst mehr als genung zum Leben.

Eine Beziehung mit einem Mann, der nie verheiratet war, hätte ich mir am allerwenigsten vorstellen können, ich hätte ihm mangelnde Bereitschaft zu Bindung und Verantwortung unterstellt, aber wer weiß, alle Theorie kann schnell vergessen sein, wenn man einen Menschen liebt.

w54
 
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  • #10
Ich denke, je älter man ist umso größer ist die Wahrscheinlichkeit jemanden kennenzulernen, der entweder Dauersingle ist/war - WItwer - oder geschieden!
Mit 30 ist die Wahrscheinlichkeit sehr viel geringer als mit 50!
Da hat doch jeder Mensch schon einen Teil seines Lebens gelebt. Das muß aber nicht nicht heissen, dass diese Menschen nicht mehr beziehungsfähig sind!
Es sind einfach neue Herausforderungen, die sich einem stellen.
Mein Partner ist verwitwet - sie starb mit Mitte 30 an einem Verkehrsunfall.
Er war 3 Jahr alleine, bevor wir uns kennenlernten.
Ja, es ist für mich manchmal schwierig, wenn Todestag ist und er zum Friedhof fährt, wenn ihr Geburtstag ist und wenn er ab und zu mit ihren Eltern telefoniert.
Für diese 3 Tage im Jahr nehme ich mir dann etwas ganz besonders nettes vor, indem ich mit Freundinnen ins Theater gehe, oder einen Wellnesstag einlege etc.p.p.
Meine beste Freundin ist selbst geschieden und hat einen ewigen Single kennen- und lieben gelernt.
Ihretwegen ist er gerade dabei seine Singlewohnung aufzugeben und mit ihr zusammenzuziehen - und das mit immerhin 50 Jahren.
Ich glaube, das Perfekte im Leben gibt es nicht und man sollte nicht nur die Äusserlichkeiten betrachten.
Eine saubere Scheidung und keine Altlasten wie Schulden, sollten doch kein Hinderungsgrund sein, ein neues Leben mit einem neuen Partner zu beginnen.
Liebe, Kommunikation und Geduld stehen dabei im Vordergrund.
Alles Liebe!
 
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Gast

  • #11
Bei Menschen ab einem bestimmten Alter habe einige schon eine Entscheidung für einen anderen getroffen. Ab 40 sind die meisten geschieden, manche sogar früher, bei anderen hat das Schicksal zugeschlagen und sie zu Witwe oder Witwer gemacht.

All das sagt aber nicht viel aus über ihre Beziehungsfähigkeit oder ihre Kompatibilität mit einem anderen Menschen. Wer glaubt heute noch aus einem Pool aus Beziehungs-Unbefleckten raussuchen zu können irrt sich gewaltig. Die meisten haben Altlasten, es ist nur die Frage wie sie damit umgehen. Wenn man mit einem Menschen eine gewisse Wegstrecke gegangen ist, geliebt hat, hat er auf irgendeine Weise einen Platz im Herzen, das ist doch auch gut so. Ich denke es kommt auf die Reife eines jeden einzelnen an damit gut oder schlecht umzugehen.

Nur das Ausschließen von bestimmten Personengruppen bei der Partnersuche halte ich für gefährlich und finde es auch wenig zielführend. Ganz abgesehen davon ist es zu verkopft, und das ist bei der Partnersuche meistens am hinderlichsten.

w (45)
 
  • #12
Liebe Fragesteller/in,
pauschal kann man das nicht beantworten. Das hängt von der jeweiligen Situation des Einzelnen in dieser neu angestrebten Partnerschaft ab, in wie weit sie die Vergangenheit aufgearbeitet und wieder zu sich gefunden haben. Es ist in allen Konstellationen alles möglich.
Auch gescheiterte Beziehungen ohne Trauschein können für die Getrennten große seelische Belastungen zur Folge haben, weil sie auch ohne Papier davon ausgegangen sind, den einen gefunden zu haben. Und Unterhaltsverpflichtungen an Kinder können auch bestehen.

Also lernen den/die Kandidaten/tin kennen und ergründe mit Hirn und Herz, wie es sich anfühlt.
 
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Gast

  • #14
Sind wir jetzt nur noch Witwer, Geschiedene oder Kinderlose? Nein. Wir sind Menschen. Wir sind Individuen. Und bestimmte von uns passen zusammen und andere eben nicht. Die Vorgeschichte mag eine Rolle spielen. Aber wer seid ihr, dass ihr Menschen in Schubladen steckt?!
 
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Gast

  • #17
Ich habe nur eine einzige kurze Kennenlern-Erfahrung mit einer Witwe und die blieb auf telefonischer Ebene. Bereits in einem einstündigen Telefonat fiel mir deutlich auf, wie präsent ihr zwei Jahre zuvor verstorbener Mann noch in ihrem Denken war. Da wurde mir klar, sie ist noch nicht offen.

Aber allgemein: Ich würde ohne Vorbehalte an ein Kennenlernen herangehen, träfe ich eine Witwe. Daß ihr Mann immer einen Platz in ihrem Herzen haben wird, das würde ich respektieren. Ich hätte (zumindest jetzt, wenn ich es mir vorstelle) auch kein Problem damit, wenn eine kleine Gedenkecke da wäre oder ein, zwei Fotos. Das würde ich respektieren und nicht verbieten, wenn sie sich wirklich öffnen könnte für mich. Ich glaube, das spürt man schnell, ob der Verstorbene einen festen Platz im Herzen hat oder noch das Herz beherrscht. Oder anders gesagt: ob Mann in permanentem Vergleichskampf zu einem unerreichbaren Idol steht.

M/50
 
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Gast

  • #18
@ Frederika

Deinen Beiträgen aus dem Forum bist Du ca. Mitte 30. Was ist, wenn Du in den nächsten Jahren keinen Partner findest. Würdest Du mit Anfang 40 noch den gleichen Anspruch haben? Einen ledigen Mann in diesem Alter zu finden wird ja extrem schwierig.
 
  • #19
@#17: Aber natürlich bleiben die Ansprüche bestehen. Bei ElitePartner gibt es übrigens erstaunlich viele ledige 40+. Also alles kein Problem. Einen Geschiedenen würde ich niemals nehmen.
 
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  • #20
Okay. Gut zu wissen, hätte ich nicht vermutet. Vielleicht melde ich mich mich wirklich mal an. Allerdings widerspricht dich dann doch die hier so viel zitierte Marktwertslücke, oder nicht?
W-40
 
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Gast

  • #22
Eine Verständnisfrage zum Disput:

Ich war niemals verheiratet. Hatte aber eine 18 jährige Beziehung, die wir wie eine Ehe führten und betrachteten, incl. gemeinsamer Kinder.

Wäre ich damals verheiratet gewesen, hätte ich jetzt den Status Geschieden, defacto bin ich aber immer noch ledig. Aber ich bin dersselbe.

WO bitte ist ist da ein Unterschied, abgesehen von diesem einen Wort?

M/50
 
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Gast

  • #23
@#17: Aber natürlich bleiben die Ansprüche bestehen. Bei ElitePartner gibt es übrigens erstaunlich viele ledige 40+. Also alles kein Problem. Einen geschiedenen würde ich niemals nehmen.

Muss man hier nicht differenzieren?
1.Geschiedene mit Kind
2. Geschiedene ohne Kind (also auch weitestgehend ohne finanzielle Verpflichtungen)

...oder geht es dir um die moralische Seite?
 
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  • #24
Kaum eine ledige Frau möchte einen geschiedenen Mann und umgekehrt. Da sind die Meinungen schon sehr eindeutig.
Das trifft vielleicht für Frauen U 30 zu. Aber für Frauen Ü30 wird die Auswahl an ledigen Männern langsam dünn. Und wenn ein Mann noch nie verheiratet war, dann kann es durchaus sein, dass er mit 40 bereits seit 20 Jahren Jahren in einer eheähnlichen Beziehung lebt. Was ist daran "modern", dass man diesen Mann akzeptieren würde, den Mann, der mit 20 geheiratet hat, sich nach 5 Jahren aber wieder scheiden ließ, dann ablehnt.

Ich bin 45 und in meinem weiteren Bekanntenkreis sind auch ledige Frauen, die allerdings alle bereits langjährige Lebenspartner hatten. ALLE dieser Frauen sind bereit einen Geschiedenen Mann zu nehmen. Ebenso sind ledige Männer oft eher bereit eine geschiedene Frau zu nehmen als eine Ledige - hier kommt eben leicht das Klischee von "schrulliger, alten Jungfer" auf.

Das einzige Manko sind Kinder. Für Männer, weil die Frau ihre Zeit und Aufmerksamkeit teilen muss. Für Frauen, weil der Mann oft noch eine finanzielle Belastung hat und häufig an den Wochenenden keine Zeit hat.

ABER: Das trifft ja auch auf Ledige zu, die Kinder haben - also das Argument zieht auch nicht.
Wollen Männer/Frauen dann wirkliche, echte Ledige, die noch nie eine Beziehung hatten? Wohl kaum, denn die sind mit Mitte 30 meist schon sehr schrullig.
 
  • #25
[mod]

Lieber FS

Es gilt wie immer: schau Dir den Menschen an, nicht die technischen Daten. Es gibt Wittwen die der alten Liebe immer och nachtrauern und es gibt welche dies nicht tun. Es gibt geschiedene die Ihre Beziehung verarbeitet haben und gelernt haben manche Fehler einfach nicht mehr zu machen, und es gibt Jahrelange Singles die einfach nicht Beziehungsfägig sind.

All das bekommst Du nicht heraus wenn Du einen Menschen wegen seiner Statusses einfach wegklickst.
 
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  • #26
Ausnahmsweise teile ich das Posting @5 von Frederika voll und ganz!

Ich bin der Ansicht, dass es keine Rolle spielt, ob der potentielle neue Partner geschieden oder verwitet ist. Jedoch müssen/sollten beiderlei Kandidaten ihre Vergangenheit bewältigt haben und in der Gegenwart und für die Zukunft leben! Mit und für den neuen Partner!

Ich habe mich vor wenigen Wochen von meinem verwitweten Partner getrennt und zu dieser Problematik auch eine Frage ins Forum gestellt.

Der Witwer beabsichtigte, seine Silberhochzeit die in wenigen Tagen bevorsteht, zu Ehren seiner verstorbenen Frau zu feiern, zusammen mit den damaligen Trauzeugen, Verwandten und mit mir an seiner Seite! Ich empfand diese Vorstellung ebenso abartig wie grotesk! Sein Vorhaben teilte er mir dann ausgerechnet noch am Polterabend meiner Tochter mit!

Ich bin heute froh darüber, es geschafft zu haben diesen Schlußstrich zu ziehen, der bereits vor zwei Jahren fällig gewesen wäre. Allerdings erkannte ich damals noch nicht, wie sehr dieser Mann psychisch gestört war.

Das Geschlecht spielt auch keinerlei Rolle, es gibt vermutlich bei beiderlei Geschlechtern Menschen die einfach unfähig sind Fakten anzuerkennen und neue Ziele zu entwickeln.
 
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Gast

  • #27
Ich, w, 42, bin grundsätzlich für alle Möglichkeiten offen, wenn mir ein Mann gefällt.
Allerdings habe ich auch schon Erfahrungen mit trauernden Männern gemacht, die über die Anbahnungsphase nicht hinauskamen. Der eine hatte seine Freundin vor ein paar Jahren bei einem Verkehrsunfall verloren, bei dem anderen starb die Frau vor ein paar Jahren an Krebs und er ist nun alleinerziehender Vater. Beide Männer wussten leider nicht, ob sie überhaupt eine Beziehung wollen und versuchten mich hinzuhalten. Ich sollte Verständnis haben und ihnen "Zeit lassen" . Mit beiden ist es nichts geworden.
 
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Gast

  • #28
4) Viele Witwen haben auch noch Kontakt zu Familie des verstorbenen Partners. Dies ist einerseits natürlich verständlich, andereerseits blockiert es nahezu vollständig den Aufbau einer neuen Partnerschaft. Kaum ein neuer Partner möchte absurd anmutenden Kontakt zur Familie des verstorbenen Partners haben.
Warum dieser Kontakt - der selbstveständlich bestehen bleibt, was sonst? - den Aufbau einer neuen Partnerschaft behindern oder gar blockieren soll, entzieht sich vollständig meinem Verständnis. Ich hatte eine Beziehung zu einem Witwer, und das war nie ein Problem. Wir sind ganz sicher nicht daran gescheitert.

Vielleicht, Frederika, verstehe ich an deinen Beiträgen auch deswegen oft sehr wenig, weil ich 20 Jahre älter bin als du. Ich habe wieder einen Partner gefunden und vor kurzem sogar geheiratet. Er ist in meinem Alter, und da blickt jeder auf eine gewisse Geschichte zurück.
 
  • #29
Ich war niemals verheiratet. Hatte aber eine 18 jährige Beziehung, die wir wie eine Ehe führten und betrachteten, incl. gemeinsamer Kinder. Wäre ich damals verheiratet gewesen, hätte ich jetzt den Status Geschieden, defacto bin ich aber immer noch ledig. Aber ich bin dersselbe. WO bitte ist ist da ein Unterschied, abgesehen von diesem einen Wort?
Nun, für mich bisst Du in erster Linie ein Mann mit Kindern. Das wäre das Ausschlusskriterium in diesem Fall.

Unter "ledig" verstehen die meisten hier automatisch auch "kinderlos". Du hast aber recht, eigentlich müsste man das beides erwähnen, denn ansonsten unterscheiden sich die Gruppen wirklich nicht.

Du h ast natürlich auch recht, dass es immer mehr echte, dauerhafte wilde Ehen gibt. Bei kinderlose wilden Ehen liegt der Hauptunterschied dann darin, dass keine Unterhaltsverpflichtungen und Abhängigkeiten existieren -- ein doch extremer Unterschied zu den meisten Geschiedenen.
 
  • #30
Muss man hier nicht differenzieren?
1.Geschiedene mit Kind
2. Geschiedene ohne Kind (also auch weitestgehend ohne finanzielle Verpflichtungen)
...oder geht es dir um die moralische Seite?
Bei Geschiedenen geht es mir nicht im Moral (welche Komponente meinst Du da überhaupt?), sondern einerseits um Unterhaltsverpflichtungen, andererseits darum, dass sie sich schon einmal so sicher für einen anderen entschieden hatten. Ich käme mir immer wie die Zweitbesetzung vor.

Geschiedene mit Kind sind für die allermeisten ledigen, kinderlosen Menschen sowieso Tabu. Das will kaum einer. Das fällt für mich unter die Alleinerziehenden-Diskussion, nicht unter die Geschiedenen-Diskussion.