• #1

Wo bitteschön kann man die geforderte tiefe Empathie lernen?

Vor fast 10 Jahren hatte ich einen schweren Unfall.Als ich danach dann einen körperlichen und psychischen Zusammenbruch hatte, hat sich meine Ex noch während meines Klinikaufenthalts von mir getrennt. Und mehr noch: sie hat die Diagnose "Depression" dazu genutzt, ein Umgangsverbot aussprechen zu lassen. Obwohl nie etwas vorgefallen ist, ist sie damit durchgekommen. Nach meinem Klinikaufenthalt war ich für einige Jahre verrentet, danach habe ich es geschafft, mit eisernem Willen wieder in meinen Beruf zurück zu kehren.
Allerdings: im privaten Bereich hakt es extrem. Ich schaffe es einfach nicht mehr, selbst einfachste private Kontakte dauerhaft zu Frauen aufzubauen. Ich kann mich da mühen, wie ich will, es käme angeblich nicht als authentisch herüber. Angeblich würde man mir den eiskalten Technokraten ansehen, meine Augen würden Angst machen. Ich gebe zu: ich habe im Beruf die Dinge gerne unter Kontrolle - und sowas, wie mit meiner Ex passiert mir nicht noch einmal.
Wie kann man da Abhilfe schaffen? Wie kann man Menschen die Angst vor einem nehmen? Wie kann man Missverständnisse ausräumen? Und zwar glaubhaft? Wo bitteschön kann man die verlangt Empathie und das Mitgefühl lernen, nach dem sich andere angeblich so sehnen?
 
  • #2
Empathie kann man sicher nicht lernen. Entweder man ist empathisch, oder man ist es eher weniger bzw. gar nicht.
Angeblich würde man mir den eiskalten Technokraten ansehen, meine Augen würden Angst machen. Ich gebe zu: ich habe im Beruf die Dinge gerne unter Kontrolle - und sowas, wie mit meiner Ex passiert mir nicht noch einmal.
Das hört sich wirklich kontrollierend an. Und verbittert. Und irgendwie auch hart. Nicht alle Frauen sind wie deine Ex. Wenn man Enttäuschungen erlebt hat, muss man darauf achten, dass man nicht ungerecht wird zu denen, die nichts dafür können.
 
  • #3
Empathie kann man nicht lernen wie ein Gedicht. Entweder ein Mensch ist empathisch oder eben nicht.
Um mit anderen menschen besser klar zu kommen mein Rat: hör auf, so verbittert zu sein. Du hattest einen schweren Unfall, den Du überlebt hast. Es hätte auch anders ausgehen können. Nach körperlichen und psychischen Problemen und Rente geht es Dir heute besser und Du hast einen Job. Das ist doch positiv. Freue Dich an dem, was Du hast und erreicht hast. Suche nicht zwanghaft eine Partnerin. Lerne, Dich selbst zu lieben und zufrieden zu sein. Dann hast Du eine andere Ausstrahlung als derzeit. Kein Barmen und Jammern über Vergangenes. Die Zukunft wartet auf Dich und die Vergangenheit kannst Du nicht ändern. Sieh das Leben mit Humor und Dankbarkeit. Ich denke, wenn Du in den Punkten an Dir und Deiner Einstellung arbeitest, kannst Du einiges erreichen und Deine soziale Kompetenz trainieren. Dazu ist man nie zu alt.
 
  • #4
Das kann dir am ehesten ein Psychologe beantworten. Deine Ex hatte sich vielleicht nicht wegen des Zustands nach dem Unfall getrennt, sondern wegen der Zeit davor (wovon du leider nichts schreibst)? Bei deinen Problemen musst du dir Hilfe beim Fachmann suchen.
 
  • #5
Empathie ist, glaube ich, angeboren oder zumindest ganz früh in der Kindheit anerzogen worden. Gute Vorbilder daheim sind dabei ganz wichtig, die einem einen liebevollen Umgang mit Anderen vorleben.

Es geht nicht es lernen zu wollen wie etwa Autofahren.

Ich habe bei solchen Fragen, die auf mich ganz analytisch & befremdlich wirken immer eine Vermutung, die in Richtung Neurologie/ Psychologie geht.

Du kannst es selbst googeln "empathielos", "Kopfmensch" etc. und schauen was dabei rauskommt als Ursache, vielleicht erkennst Du Dich darin.

Versuche einfach auf die Bedürfnisse anderer Menschen einzugehen und erkläre Deine Situation und die Ängste - Frauen mit Empathie werden das verstehen und Dir helfen.
 
  • #6
Empathie ist eine naturgegebene Gabe, nicht zu erlernen und erst recht nicht zu kaufen.

Ich denke am Besten ist es immer noch, sich anderen Menschen gegenüber so zu verhalten, wie man selber gerne an ihrer Stelle behandelt werden möchte.

Und ja, Dein Eingangspost trieft vor Verbitterung und Selbstmitleid.
 
  • #7
Du bist wohl wie ein verletztes Tier ständig auf der Hut, wer Dich wieder verletzen könnte. Und die Damen sind wohl schon auf der Hut, weil sie Angst haben, von Dir gebissen zu werden.

So, wie Du Dich anhörst, scheint Dein Problem nicht nur von Deiner Ex herzurühren. Vermutlich war Urvertrauen auch schon vorher ein Thema für Dich.

Wie sieht es denn sonst mit Deinen anderen zwischenmenschlichen Beziehungen so aus? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du da arg anders bist.

Hast Du schon mal über eine Therapie nachgedacht? Ich bin mir nicht sicher, ob Du das auch autodidaktisch hinkriegen würdest. Aber eines weiß ich: so einfach wird es nicht werden. Und ich würde in Deiner jetzigen Verfassung auch keine weiteren Kennenlernversuche starten, denn wir bekommen immer das, was wir ausstrahlen.
 
  • #8
Ich gebe zu: ich habe im Beruf die Dinge gerne unter Kontrolle - und sowas, wie mit meiner Ex passiert mir nicht noch einmal.
Wie kann man da Abhilfe schaffen?

Willst du deine nächste Frau noch mehr kontrollieren, oder wie kommst du darauf, dass es dir nicht wieder passieren wird? Und betrachte es mal von der anderen Seite: Willst du kontrolliert werden?

Man kann nie die volle Kontrolle haben.

Wie kann man Menschen die Angst vor einem nehmen?

Die Frau, die Angst vor dir hat, brauchst du nicht.

Wo bitteschön kann man die verlangt Empathie und das Mitgefühl lernen, nach dem sich andere angeblich so sehnen?

Empathie ist eine weibliche Eigenschaft, willst du jetzt zur Frau mutieren?

Ein guter Tip kurz und bündig: Lege Wert auf Ehrlichkeit und Respekt, und stehe zu dir, alles andere ist unwichtig.
 
  • #9
Lieber FS,

zunächst einmal mein Mitgefühl. Das, was du erlebt hast, hat Spuren hinterlassen, die andere vielleicht als negativ spüren.
Ich spüre, dass du sehr hart mit dir umgegangen bist und vielleicht wäre es besser, wenn du dir selber gegenüber erst einmal Empathie gönnst, damit du dich wieder öffnen kannst. Dann verändert sich dein Gesichtsausdruck, dein Blick und deine Stimme und du bist wieder authentisch. Das ist das, was die Frauen vielleicht spüren, dass sich hinter dieser Mauer ein ganz anderer Mensch verbirgt, was zu Irritationen führt.
Ich wünsche dir Großherzigkeit dir selber gegenüber, mit einem positiven Blick in die Zukunft, dann ergibt sich alles andere von allein.
 
  • #10
Ehrlich gesagt finde ich deinen Post ziemlich verbittert, hart und auch aggressiv.
Ja, ich kann mir sehr gut vorstellen, wie du aussiehst, wenn du solche Sachen sagst, ich kann mir vorstellen, wie du dabei guckst und dass deine Augen Angst machen.

Wenn du mich auf einer Partnerbörse anschreiben würdest und das würde ähnlich klingen, würde ich dir höflich absagen.
Wenn dein Anschreiben zunächst nett wäre, könnte es sein, dass wir ein bißchen schreiben würden. Wahrscheinlich würde ich es dann merken, wie du drauf bist und dir dann höflich absagen.
Falls es aber doch zum Treffen kommen würde ich würde dich tatsächlich so erleben, würde es kein zweites Treffen geben.

Denn ich will einen gut gelaunten, fröhlichen Partner, einen, mit dem ich die Leichtigkeit genießen kann.
Dein 'wo bitteschön...' klingt ja fast wie 'gefälligst' und man sieht die imaginäre Hand auf den Tisch hauen.
Sowas braucht keine Frau.

Du kannst es nicht lernen, fröhlich und freundlich zu wirken. Außer auf der Schauspielschule.
Du sollst das aber auch nicht lernen, du sollst es sein.
Es nützt nichts, die Symptome zu bekämpfen, du mußt ans Übel selbst ran.

Lies mal die Posts von @AufdrSuche.
Dieser Mann schreibt warmherzig und gutmütig. Kein bißchen Verbitterung, keinerlei Aggression.
Tja, der war schon nach wenigen Wochen wieder vom Markt, er hat sehr schnell eine neue Partnerin gefunden.
Das ist sicher kein Zufall.
Keine Ahnung, wie er aussieht oder welchen Beruf er hat, aber darauf kommt es letztlich auch nicht an.

w 49
 
  • #11
Einmal Dr Google befragt und da finden sich ettliche Seiten mit Erklärungen, wie man Empathie trainieren kann und was Empathie eigentlich ist.

Ich weiss ja nicht, was Du machst und wie Du Dir einen Umgang mit anderen Menschen vorstellst. Aber die wenigsten Menschen brauchen im Privatleben jemanden, der ihren Chef spielen will und sich unheimlich wichtig nimmt.

Sowas machen die meisten im Beruf nur mit, weil man muss oder reichlich dafür entschädigt wird... Und ein Chef mit Kontrollzwang ist ziemlich das Schlimmste, was ich mir beruftlich vorstellen kann.

Allerdings gibt es prinzipiell auch für jede noch so eiskalte Charakterausprägung ein passendes Gegenstück. Nur eben bei sehr extremen Ausprägungen tragen die Lack und Leder und sind dann in ihrer eigenen Szene zu finden.
 
  • #12
Also die Bemerkung mit den Augen finde ich zwar seltsam, aber ich denke, die Frauen werden Dein Misstrauen spüren, das Du gegen das weibliche Geschlecht hast. Und mir sind tatsächlich auch schon Menschen begegnet, bei denen ich dachte, der hat einen fiesen, falschen Blick oder ist eiskalt und gefühlsarm. Das stimmte dann auch, alles an Sozialverhalten kam nicht von innen aus Empathie, sondern war erlernt als Gesten, die anderen gefallen.

Kontrolle ist ein Tod für Liebe, weil das Dein Misstrauen ja in Reinform zeigt. Da muss jeder weglaufen, weil es nur um Dein Problem geht und nie darum, wie die Frau wirklich ist. Das kannst Du nicht erkennen, weil Du es nicht zulassen kannst, Chancen zu geben, es Dir überhaupt zu zeigen.

Loslassen. Viele Menschen werden enttäuscht, da bist Du nicht allein. Menschenkenntnis erwerben, statt pauschal zu verurteilen und auf Abstand zu halten. Manches lernt man nur durch Leid, aber sich davor zu schützen, indem man keinen mehr an sich ranlässt, lässt einen auch im unwissenden Zustand, dh. Du lernst es nie und was Du Dir wünschst, ist aber genau das, was Du verhinderst. Denn Du willst ja sicher keine Frau, die Du 100% auf Abstand und unter Kontrolle hast, sondern eine, der Du vertrauen kannst, die Dich nicht hängen lässt. Solche Menschen gibt es aber sowieso selten. Die Chemie muss stimmen, und wenn Du immer mit Deinem Kontrollkopf rangehst, merkst Du es entweder gar nicht, wenn sich was entwickeln könnte, oder Du machst es kaputt.

Wie kann man Menschen die Angst vor einem nehmen?
Vielleicht ist die Frage, wie man Dir die Angst vor Menschen und von ihnen möglicherweise verursachtes Leid nehmen kann. Menschen, die enttäuschend, unehrlich, untreu sein können.
Wo bitteschön kann man die verlangt Empathie und das Mitgefühl lernen, nach dem sich andere angeblich so sehnen?
Die Frage zeigt schon, dass Du das ganze falsch angehst. Empathie und Mitgefühl sind für Dich ein Gewinn. Wie an Deine Arbeit kannst Du nicht an zwischenmenschliche Beziehungen herangehen, also mit "ich tu dies und das und bekomme garantiert dieses Ergebnis".
Du musst Dich erstmal fühlen, bevor Du die Gefühle anderer nachempfinden kannst, denn Du musst Dich dazu ja in ihre Situation versetzen und wissen, wie Du Dich dann fühlen würdest.

Das wäre sehr traurig, wenn das so wäre.
 
  • #13
Nach meinem Klinikaufenthalt war ich für einige Jahre verrentet, danach habe ich es geschafft, mit eisernem Willen wieder in meinen Beruf zurück zu kehren.
Mit diesem eisernen Willen hast du einiges erreicht. Aber er hat sich vielleicht auch wie eine eiserne Rüstung um dich gelegt, durch die nichts und niemand durchdringt.
Vielleicht auch nicht einmal du selbst. Was macht der Begriff "Selbstmitgefühl" mit dir? Fühlst du dich?
Wie willst du andere fühlen, wenn fu dich selbst nicht fühlst.
Oder vielleicht hast du auch autistische Züge. Du fühlst andere nicht, und das spüren die. Vielleicht, das sind alles nur Mutmassuungen.
Wie war deine Kindheit, streng und hart, wurdest du geschlagen?
 
  • #14
Zauberer, ich glaube, dir fehlt eher Selbstvertrauen und mehr Positivität und mehr Erfahrung im Umgang mit solchen Tiefschlägen, etwas mehr Lockerheit, viel über sich selber und seine Probleme lachen. Nimm das Leben doch nicht so bierernst und nimm eine verlorene Liebe oder eine Enttäuschung doch nicht als ultimativen Schicksalsschlag hin, der deine ganze Welt aus dem wanken bringt, denn damit outest du dich als emotional instabiler Problemfall und bist jederzeit sofort angreifbar! Außerdem distanzieren sich die Menschen dann schlagartig von dir.

Was denkst du, was ich als Frau ständig von Männern höre, was ich erlebt habe für irrsinnige, bösartige, verrückte, verdrehte, unfaire und schlimme Dinge. Bzw. was wir alle hören, sehen und erleben?
Da darf man eingentlich gar nicht empfindlich sein. Wir haben es alle nicht verdient, so behandelt zu werden, trotzdem muss man drüber lachen können, sonst überlebt man es nicht oder bekommt, wenn man hochsensibel ist, gefährliche, unempathische Tendenzen.

Wenn du dich schon wegen deiner Augen aggressiv "angepisst" fühlst (das könntest du ja auch als positives Werkzeug sehen, als erotisches Mittel zum Verführen, etc.), dann solltest du mal therapeutisch an dir arbeiten. Dabei kann dir keiner helfen. Du selber musst dich kontrollieren und disziplinieren.

Gib die Kontrolle ab, komm ein bisschen runter von deinem Ego. Dein Ego verbietet dir Beziehungen und zerstört alles. Lerne verstehen, dass Liebe sich verändert und manche Menschen eben gehen. Und dann werde lockerer. Deine Ex hatte Depression und konnte keine Beziehung führen. Das hatte eben nichts mit dir zu tun, sondern ausschließlich sie hatte ein Problem. Wärst du ein anderer Mann, hätte sie genau das Gleiche in dieser Situation gemacht.

Wie wird man empahtisch? Indem man alles eben lockerer und einfacher sieht.

1. reduziere dein Ego auf ein Minimium
2. Lerne, dass dich Worte/Schimpfworte/Kritik nicht mehr emotional berühren können
3. dauerhafte Kontakte aufbauen ist nicht schwer, wenn man kommunikativ immer dran bleibt. Ja, manche Menschen sind schwer und man muss sich bisschen demütigen, bisschen anpassen, aber dann klappt es. Ein bisschen geben ist nicht verkehrt, das offenbart einem selber seine Schwachstellen und sein Charakter.
4. Angst nehmen, indem du auffhörst, so aggressiv Kontrolle über alles haben zu wollen. Job ist nicht Privatleben.
Du kommst schon sehr aggressiv, panisch und emotional instabil rüber. Ein Liebesverlust, ein falscher Satz, das bringt dich schon völlig an die Decke.
 
  • #15
Empathie kann man sicher nicht lernen. Entweder man ist empathisch, oder man ist es eher weniger bzw. gar nicht.
Das würde ich nicht unterschreiben. Ich selber habe im Laufe der letzten Jahre einiges an Empathie gewonnen. Es geht darum, den anderen zu beobachten und sich ganz bewusst immer wieder in seine Lage zu versetzen. Davon auszugehen, dass der andere im Grunde "auch nur ein Mensch" ist und nicht grundsätzlich nur Böses will, böse oder dumm ist etc. Ich habe gemerkt, der "Feind" der Empathie ist es, wenn wir es uns leicht machen mit unseren Erklärungen. Den anderen rasch bewerten, etikettieren und verurteilen, statt uns zu fragen, ob er nicht aus einer ganz bestimmten Situation heraus so reagiert oder es Gründe gibt für sein Verhalten.

Der FS könnte damit beginnen, einmal das Gedankenexperiment zu machen: Sich in seine Ex-Freundin hinein zu versetzen. Wie war es wohl damals für sie, den Unfall und den Zusammenbruch des FS mit an zu sehen? Auch wenn das Umgangsverbot übertrieben gewesen sein mag, was war der Grund dafür, dass sie so etwas Drastisches erwirken wollte? Hatte sie Angst, war sie überfordert, und wenn ja, warum? Hatte das was mit ihrer Geschichte zu tun, oder mit etwas, das in der Beziehung vorfiel? Gibt es die Möglichkeit, dass der FS einmal für einen kurzen Moment Mitgefühl mit ihr empfinden kann? Er könnte sich graphisch vorstellen, er wäre sie, er würde alles so mitbekommen, wie sie damals. Oder wie es ein Aussenstehender gesehen haben mochte.

Da die Probleme des FS schon länger bestehen, rate ich zu einer Psychotherapie. Dort gibt es die Möglichkeit, ein genaueres Feedback zu erhalten, wie sein Blick, seine Mimik, seine Art zu sprechen wirken. Und man kann auch diagnostisch schauen, ob er vielleicht immer noch depressive Symptome hat und sein Blick daher irgendwie "leer" oder kalt wirkt.
 
  • #16
Nach deiner Voegeschichte empfehle ich dringend therapeutische
Begleitung zur Kobtaktaufnahme/spüren des inneren Kindes.
Da kannst du Selbstempathie gewinnen,erst dann ist Empathie
Mit andern bei deiner Vorgeschichte angesagt. Um eine Vorstellung
Über das Innere Kind zu bekommen empfehle ich das exzellente
Buch von Stefanie Stahl: "das Kind in dir muß Heimat finden."
Innen ist der Ausgangspunkt, die innere Entwicklung spiegelt
Sich dann in deinem Verhalten nach außen. Jetzt Frauen zu
Suchen wird nicht weiterbringen, nur den Frust erhöhen.
ein weiterer guter Ansatz ist Logotherapie ,einfach mal googeln....
Viel Glück und Geduld mit dir selbst. W50plus
 
  • #17
Ich schaffe es einfach nicht mehr, selbst einfachste private Kontakte dauerhaft zu Frauen aufzubauen.
Dafür noch ein Tipp von mir:
Erwähne nichts von dem was in Deinem Eingangspost steht auch nur mit einem Wort. Vielleicht später einmal, aber auch dann höchstens nur in einem Nebensatz. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Frauen durch mitleidheischendes "Gejammer" sehr schnell vergrault werden. Und schon sind wir beim Stichwort Empathie (Hineinversetzen in den Gegenüber) - Fändest Du das an ihrer Stelle attraktiv und würdest Dir das gerne antun?
 
  • #18
Ich finde, man kann Empathie durchaus in einem gewissen Maß lernen. Empathie bedeutet doch vor allem, mitfühlend zu sein. Und dies kann man lernen, indem man versucht, sich in das Gegenüber zu versetzen, die Situation aus seiner Sicht zu betrachten und dadurch zu verstehen.

Oder du schaust mal, wie sich Menschen verhalten, die du selbst als empathisch empfindest. Da kannst du etwas abgucken und lernen.

Wenn du innerlich so hart und kalt bist, musst du halt schauen, woher das kommt. Ein Psychologe kann dir dabei helfen, du kannst dich aber auch selbst belesen, es gibt viel Literatur. Alles Übungssache.
 
  • #19
Mit diesem eisernen Willen hast du einiges erreicht. Aber er hat sich vielleicht auch wie eine eiserne Rüstung um dich gelegt, durch die nichts und niemand durchdringt.

Sagen wir es einmal so: in meinem Umfeld wird sehr viel Wert auf Leistung gelegt. Das war mir lange Zeit nicht bewusst. Aber als ich verrentet wurde, gab es seltsame Reaktionen: erwachsene Leute fingen an, sich wie kleine Kinder zu benehmen, die vor Wut heulend dastanden, mit dem Fuß aufstampften und die ganz große Ungerechtigkeit beklagten. Ich habe meine gesamte Familie, einschliesslich Geschwister, Nicht und Neffen nach solchen Reaktionen komplett aussortiert und den Kontakt abgebrochen. Das Gejammer wegen "Der Abzüge auf ihrem Lohnzettel" ist mir auf den Keks gegangen.

Zitat von Pfauenauge:
Vielleicht auch nicht einmal du selbst. Was macht der Begriff "Selbstmitgefühl" mit dir? Fühlst du dich?

Ich bin ja schon seit einigen Jahren in der Therapie. Ich beschreibe mein Selbstgefühl so: ich stehe hinter einer Panzerglasscheibe und schaue nach draussen. Durch die Scheibe komme ich nicht hindurch.

Zitat von Pfauenauge:
Oder vielleicht hast du auch autistische Züge.

Laut meiner behandelnden Ärzte soll ich diese Züge haben. Auf der Arbeit ist das für mich ein großer Vorteil, weil ich Dinge machen kann, die andere so nicht können bzw. nicht machen wollen. Meine Chefs schätzen es sehr, dass sie mich mit einem unklaren Arbeitsauftrag alleine los schicken können und ich auch unklare Probleme selbständig erkenne und dann mit Bordmitteln, ggf. auch mit Improvisation zumindest vorübergehend lösen kann. Arbeitstechnische Probleme, die scheinbar unlösbar sind, sind für mich nicht nur kein Problem, sie sind für mich tiefe Erfüllung. Es durchzieht mich ein tiefes, tiefes, Glücksgefühl, wenn ich da etwas quasi gezaubert habe. Etwas, von dem niemand gedacht hat, dass es überhaupt möglich sei. Sowas kann süchtig machen. Das ist so ein Glücksgefühl. Dummerweise kann so etwas nicht unbedingt familiäres Glück ersetzen. Danach sehne ich mich - das merke ich sehr stark.

Zitat von Pfauenauge:
Wie war deine Kindheit, streng und hart, wurdest du geschlagen?
Streng war meine Kindheit nicht, geschlagen wurde auch nicht. Mein Vater ist allerdings früh schwer erkrankt. Das hat unsere Familie in große Not gestürzt. Ich musste funktionieren, ich wollte funktionieren und ich habe funktioniert.
 
  • #20
Ich denke Empathiefähigkeit hängt auch davon ab, ob die eigenen Bedürfnisse befriedigt sind. Denn dann ist es viel leichter sich auf die Sorgen und Nöte anderer einzulassen.

Gerade wenn man längere Zeit am Rande der Gesellschaft stehen musste, dann geht viel an Empathie verloren. Zumindest wenn man sich dabei ausgegrenzt und benachteiligt erlebt.

Es braucht dann vielleicht einfach wieder etwas Zeit, bis die alten Erfahrungen verblassen...
 
  • #22
Darf ich dich fragen, was du dir von diesem Forum erhoffst?
Du bist seit Jahren in Therapie, dort arbeitest du mir jemandem, der dich persönlich kennt - und konntest keine Lösung finden.
Wie sollen dir da völlig Fremde helfen können? Wenn es in jahrelanger Therapie nicht gelungen ist?
Du hast bescheinigt austistische Züge: was erhoffst und erwartest du dir hier?
Dein Post klingt so dermaßen aggressiv, wütend und verbittert, dass ich erst gar nicht antworten wollte: jetzt tue ich es doch und sage dir, dass ich jede Frau verstehe, die die Flucht ergreift: deine latente Aggressivität finde ich schon schriftlich sehr unangenehm, den Technokraten lässt du auch raushängen.
Eine Frau interessiert privat aber nicht, wie toll du Probleme im Job löst. Es interessiert sie, wie du mit ihr und dir umgehst.
Überleg mal: würdest du das Leben einer Frau bereichern? Ich denke nicht... Du bringst einen Riesenberg Probleme mit und kannst im Gegenzug kaum Liebe und Geborgenheit geben.
Auch dass man deiner Exfrau offiziell ein Kontaktverbot zugestanden hat, deutet eher darauf hin, dass du ihre Probleme nicht ernst- und wahrgenommen hast: deiner Meinung nach ist nichts passiert, drum hat sie kein Recht auf Ängste...
 
  • #23
Ich habe diese "Wand" beim Lesen gespürt, dass ich nicht richtig an dich herankommen.
Ich habe Menschen kennengelernt, die wie du in bestimmten Bereichen hochbegabt sind und Schwierigkeiten mit Empathie haben? Dies geschieht nicht aus böser Absicht, aber sie merken, dass dort Defizite sind und leiden drunter. Kennst du das Buch "Das Rodie Projekt" ? Romane liest du wahrscheinlich nicht, wozu sollen die gut sein? Es geht um einen Mann, der seine zukünftige Ehefrau im Rahmen eines Projektes nach Fragebögen finden will.
Ich hab leider kein Patentrezept, wie du da rauskommst.
Ich finde es toll, dass du besondere Fähigkeiten hast, und kann sehr gut verstehen, dass du da Glücksgefühle hast. Darauf kannst du stolz sein. Mir kam spontan der Gedanke, dass ein Haustier vielleicht helfen könnte. Eine Reittherapie, Delfintherapie. In deinen Therapien redest du wahrscheinlich viel, vielleicht geht es mehr ums Spüren.
Körpertherapie, traumasensitiver Yoga. Wie sieht es mit Berührungen aus, sind die außerhalb von Sex eher unwillkommen?
War das mit Beziehungen vor deinem Unfall besser? Was ist bei dem Unfall passiert und was bei dem psychischen Zusammenbruch?
Sind alte Traumata dadurch aktiviert worden?
 
  • #24
Lieber FS, was möchtest du gerne bekommen und was möchtest du gerne geben? Hast du darüber gründlich nachgedacht? Hast du da Wünsche und Vorstellungen? Denke nicht darüber, was du nicht möchtest, sondern darüber, was du möchtest. Daraus ergibt sich schon Vieles. Ich frage mich bei vielen Menschen, was sie eigentlich für eine Resonanz erwarten wenn sie ihre Mitmenschen auf die eine oder andere Art und Weise vor den Kopf stoßen. Wenn du kalt, sachlich und distanziert auftrittst, wie kannst du dann von einer Frau Wärme und Liebe erwarten. Wo soll diese denn herkommen?
Ich weiß ganz genau, was du mit dem Glaspanzer meinst. Wenn man keine andere Möglichkeit hat, zu überleben, dann baut man sich so etwas auf. Das lässt sich durchbrechen aber nur mit langer Arbeit an sich selbst. Denn sonst passieren dir genau die Dinge, die du nicht willst. Du musst die Angst besiegen, zu dir selbst finden und alle Schmerzen, die du vergraben hast, zulassen. Dann hast du es geschafft. Du musst erst empathisch gegenüber dir selbst sein, bevor du Empathie für andere entwickeln kannst.
 
  • #25
Mein Vater ist allerdings früh schwer erkrankt. Das hat unsere Familie in große Not gestürzt. Ich musste funktionieren, ich wollte funktionieren und ich habe funktioniert.

Seltsam, wie unterschiedlich die Menschen reagieren.

Ich kenne seit meiner Kindheit eine Familie, bei denen ebenfalls der Vater verstarb, als die drei Jungs noch unter vierzehn waren. Normaler Weise geht dann ein eher kleines Weingut pleite, die Leute haben aber angepackt, es kamen harte Jahre und sie haben es geschafft. Alle sind sehr erfolgreich, halten zusammen und haben eine ganz warmherzige, rundum gute Ausstrahlung. Man ist dort richtig gerne Kunde.

Was lief schief bei Dir, lieber FS? Gibt es zwischenmenschliche Beziehungen, bei denen Du Dich richtig wohl fühlst? Ein warmes Bauchgefühl hast? Weshalb? Was fühlt sich dort gut an? Vielleicht könntest Du dort ansetzen und versuchen Ähnliches in deinen Beziehungen zu Frauen anzustreben.

Therapie ist oft verdammt ausdauerndes Rumwühlen in Negativem. Halte ich nix von.
 
  • #26
Dafür noch ein Tipp von mir:
Erwähne nichts von dem was in Deinem Eingangspost steht auch nur mit einem Wort. Vielleicht später einmal, aber auch dann höchstens nur in einem Nebensatz. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Frauen durch mitleidheischendes "Gejammer" sehr schnell vergrault werden. Und schon sind wir beim Stichwort Empathie (Hineinversetzen in den Gegenüber) - Fändest Du das an ihrer Stelle attraktiv und würdest Dir das gerne antun?

Ein schöner Ansatz! Das habe ich schon probiert und probiere es auch immer wieder. Es geht sehr schnell, dass das Gegenüber anfängt genau da herum zu bohren. Und das sehr, sehr hartnäckig.
 
  • #27
Ich stimme Pfauenauge zu - diese "autistischen Tendenzen" waren auch meine Vermutung, welche ich diskret zu verstehen geben wollte, um nicht zensiert zu werden.

Das kommt häufig vor, gerade bei Männern, oft in naturwissenschaftlichen Berufen/ Studienfächern oder auch im akademischen Bereich. Ich glaube auf 1 (Asperger)-Autistin-Frau 4 Männer, laut Statistik.

Wenn dem so wäre, dann ist das ja nicht zu ändern, aber mit Verhaltenstherapie kann etwas Abhilfe erreicht werden.

Gerade die Sache mit den Augen wovon Frauen Angst zu haben scheinen ist ein starkes Zeichen - es ist so ein eigenartiger starrer Blick, der mich bei meinen Exdates auch erschreckt hat.

Sei ehrlich mit den Frauen, aber suche vielleicht gezielt nach solchen, welche eben auch etwas logischer und kühler rüberkommen, dann könnt ihr offen damit umgehen.

Eine sensible Frau wird wohl zu stark verletzt werden von emotionaler Kälte. Ich spreche da aus leidvoller Erfahrung muss ich zugeben. Irgendwie ziehe ich diesen Typ Mann wie das Licht die Motte.
 
  • #28
Nach deiner Voegeschichte empfehle ich dringend therapeutische
Begleitung zur Kobtaktaufnahme/spüren des inneren Kindes.
Da kannst du Selbstempathie gewinnen,erst dann ist Empathie
Mit andern bei deiner Vorgeschichte angesagt. Um eine Vorstellung
Über das Innere Kind zu bekommen empfehle ich das exzellente
Buch von Stefanie Stahl: "das Kind in dir muß Heimat finden."
Innen ist der Ausgangspunkt, die innere Entwicklung spiegelt
Sich dann in deinem Verhalten nach außen. Jetzt Frauen zu
Suchen wird nicht weiterbringen, nur den Frust erhöhen.
ein weiterer guter Ansatz ist Logotherapie ,einfach mal googeln....
Viel Glück und Geduld mit dir selbst. W50plus

Ein Therapeut ist da schon lange dran. Allerdings gab es da vorher noch jede Menge anderer Dinge abzuarbeiten. Bei einem Klinikaufenthalt zuvor gab es bei einer Gruppentherapie das Problem, dass dort eine Mitpatientin war, die eine entfernte Bekannte meiner Ex war. Dass die beiden miteinander bekannt waren, wusste ich da nicht. Die Mitpatientin war sehr labil und ist dann von meiner Ex ausgehorcht worden. Die hat dann diverse Dinge, die im laut Klinikpersonal "geschützten" Bereich gesagt wurden, meiner Ex weiter erzählt und die hat das dann vor Gericht gegen mich verwendet.
Der Klinik ist nichts anderes eingefallen, als bei mir die Gruppentherapie zu streichen, weil sie keinen Ersatz hatten und die Mitpatientin suizidgefährdet war. Für mich hatte das, was mir eigentlich helfen sollte, durchweg sehr negative Konsequenzen.
 
  • #29
Nur kann man da nicht einfach so mal spielerisch wieder neue emotionale Kontakte aufbauen, wie man es etwa mit 18 konnte. Fast alle ab Mitte 40, sind mehr oder weniger schwer traumatisiert.
Fast alle welchen Kreises ?
Deiner Reha ? Joa, vielleicht.
Dieses Forums ? Glaube ich nicht.
Der freien Wildbahn ? Ganz sicher nicht.

Emotionale Kontakte kann man in jedem Alter aufbauen, wenn man es kann und will.

Ich fürchte, dein Problem ist sehr viel komplexer, als nur, dass du keine Frau für dich gewinnen kannst.
Wie willst du mit der Haltung, die du in mehreren Posts sehr erschütternd geschildert hast, das mit dem Panzerglas, hinter dem du stehst, zusehen aber nicht mitmachen kannst, tut weh, eine Beziehung führen ?
Ich denke, du mußt viel weiter vorn anfangen, z.B. erst mal versuchen, andere Kontakte zu pflegen, auch kleine, mit einem anderen Mann einmal pro Woche Tennis spielen und danach ein Bier trinken, etwas in der Art. Wenn du dich auf diese Abende zu freuen beginnst, ist das ein Anfang.
Kann sein, dass du erst in Jahren so weit bist, eine Frau glücklich zu machen.
Solange du denkst, du brauchst eine Frau, damit DU glücklich bist, wird das nichts.

w 49
 
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