• #1

Wo fangen Besitzansprüche in einer Partnerschaft an?

Schon öfters habe ich in diesem Forum gelesen, dass manche Partnerinnen ihren Partnern den Konsum von Pornografie »verbieten« bzw. diesen als einen Trennungsgrund sehen. In einem anderen Fall, den ich selber vor Jahren einmal erlebte, warf mir meine damalige Partnerin vor, ich sei egoistisch oder liebte sie nicht, weil ich mit ihr nicht zusammen in einem Bett schlafen möchte. Dabei bin ich ein sehr zärtlicher Mann, der stundenlang mit der Partnerin im Bett kuscheln kann, zum erholsamen Schlaf aber mein eigenes Bett benötige. Umgekehrt verlange ich ja auch nicht von meiner Partnerin als »Liebesbeweis«, den ganzen Tag händchenhaltend durch den Alltag zu gehen.
Was Pornografie angeht: Ich bin der Meinung, dass ich auf die sexuellen Fantasien meiner Partnerin keinen Besitzanspruch geltend machen kann und kein Recht dazu habe, zu kontrollieren, welche Art von erotischen Fantasien in ihrem Kopf herumgeistern, wenn sie allein ist. Warum sollte sie sich in ihrer Fantasie nicht zu Bildern anderer Männer befriedigen dürfen? Ich sehe das als einen schwerwiegenden Eingriff in die Privatsphäre eines Menschen, den man liebt, wenn man von ihm verlangt, dass er sexuell ausschließlich die Partnerin begehren müsste.
Mal ehrlich: Welcher Mann und welche Frau finden während ihrer Partnerschaft immer nur die Partnerin oder den Partner attraktiv – und lassen ihre Fantasien ausschließlich um ihn oder sie kreisen?
Es hat meiner Meinung nach nichts mit »Liebe« zu tun, wenn man von seinem Partner verlangt, dass dessen sexuelle Fantasien sich ausschließlich um die Partnerin bewegen dürften.
Wie seht Ihr das? Wo fangen Besitzdenken und Besitzansprüche für euch an ? Geht es hier wirklich um »Liebe« – oder geht es nur darum, mit dem Mittel der emotionalen Erpressung seine eigene Unsicherheit und Eifersucht zu kaschieren? Und inwieweit spielen in das Anspruchsdenken (mein Partner muss mit mir in einem Bett schlafen, sonst liebt er mich nicht/ mein Partner darf sich nicht Bilder anderer Frauen anschauen, sonst liebt er mich nicht) auch gesellschaftliche Konventionen mit rein? Im Sinne von: Normal ist doch dies und das, Partner müssen sich so und so verhalten, sonst ist es keine richtige Partnerschaft usw.?
 
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  • #2
Okay, hier wurden zwei unterschiedliche Beispiele in einem einzigen Thema verwurstet.

Das mit den sexuellen Fantasien sehe ich genauso. Zum Glück kann man den Menschen bisher nur vor den Kopf gucken und nicht hinein. Ich bin der Ansicht, dass grundsätzlich erst einmal ALLES gedacht werden darf. Aber man muss dem/ der Partner/in nicht alles aufs Brot schmieren. Wenn man das zu oft macht, dann nervt es nur noch, und man muss sich fragen, wieso der andere nicht einfach schweigend genießen kann.
Das Beispiel mit dem eigenen Bett in einer Partnerschaft finde ich per se ziemlich schräg, das hat meiner Meinung nach auch nichts mehr mit Liebe oder der Partnerschaft selbst zu tun. Wenn ein Mensch so krasse Probleme hat, nachts die Gegenwart eines anderen Menschen zu ertragen, dann ist er für mich ein psychisches Eisbergmodell. Da stimmt doch was anderes nicht.
Wir reden ja hier nicht von eng umschlungen einschlafen müssen, das könnte ich auch nicht. Aber ich zu Hause habe bspw. eine mehr als 2x2m Spielwiese, da mein Mann zwei Meter groß ist. Da hat doch jeder zum Schlafen Platz, ohne sich zu berühren. Also wer da noch auf einem eigenen Bett besteht?! Find ich schräg, damit könnt ich auch nicht leben, glaub ich. Würde ich nur ertragen, wenn der andere schnarcht, wie ein Sägewerk. Dann ab auf die Couch.
Dabei bin ich ein sehr zärtlicher Mann, der stundenlang mit der Partnerin im Bett kuscheln kann, zum erholsamen Schlaf aber mein eigenes Bett benötige.
Das klingt halt wie ein Besuch im Stundenhotel.🤷‍♀️ Fühlt sich für viele Frauen halt mies an, und wird auch nicht durch guten Sex kompensiert, den du in deinen Bettbesuchen anbietest.
Viele Menschen wollen nachts Sicherheit und Geborgenheit spüren, wenn sie verliebt sind. Das kannst du ja dann überhaupt nicht leisten.
Wobei man ja nie für die Allgemeinheit sprechen sollte, mit persönlich wäre sowas schräges zu verkrampft.
 
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  • #3
Das Beispiel mit dem eigenen Bett in einer Partnerschaft finde ich per se ziemlich schräg, das hat meiner Meinung nach auch nichts mehr mit Liebe oder der Partnerschaft selbst zu tun. Wenn ein Mensch so krasse Probleme hat, nachts die Gegenwart eines anderen Menschen zu ertragen, dann ist er für mich ein psychisches Eisbergmodell. Da stimmt doch was anderes nicht.

Ich gehöre zu den Menschen mit gestörtem Schlaf. Wenn jemand neben mir liegt, Geräusche von sich gibt, sich bewegt, wache ich sehr leicht auf.
Steht er mal auf, ist meine Nacht vorbei.

Das führt dann dazu, dass er nicht gut schläft neben mir, weil er mich nicht stören will und ich noch weniger als sonst schlafe.

Klar könnten wir das auch dem anderen zuliebe aushalten - ob unsere Partnerschaft den Dauerschlafmangel aushält?
Und dann hat er auch eine ganz andere Schlafdauer - er kann gut 7/8 h schlafen, ich freue mich über 5/6h, mag aber dann auch nicht immer aufstehen, sondern noch lesen, hier schreiben...
Er würde sich bedanken,, wenn ich die ihn mitten in der Nacht das Licht anmache.
Ich fände es egoistisch, wenn er auf gemeinsames Nächtigen bestehen würde.
Übrigens eine Frage, die ich auch schnell beim Kennenlernen kläre...

SvenBin - auf das Wort Besitzansprüche reagiere ich allergisch. Ich bin ein Mensch, besitze niemanden, und gehöre niemandem

Ich bin ich, er ist er, und solange unser Wir, das wir beide gestalten für uns beide passt,, ist es gut.

W, 51
 
  • #4
Ich würde nie wieder mit einem Mann zusammen sein wollen, der nach dem Sex/ Kuscheln alleine sein will.
Das hab ich gehabt, nie wieder. Das Gefühl ist übel, man kommt sich benutzt vor und ungeliebt.
Ein Mann, der meine Nähe nicht ertragen kann, der bekommt mich auch nicht.
Das ist aber reiner Selbstschutz.
Was anderes ist es mit Porno und Selbstbefriedigung. Das kann jeder so oft machen, wie er will. Ich will das ja auch?
Alleine schlafen aber, das kann der Mann an den Tagen, wo man sich nicht trifft.
Wenn man sich aber trifft und auch Sex hat, NoGo......
 
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  • #5
Das Beispiel mit dem eigenen Bett in einer Partnerschaft finde ich per se ziemlich schräg, das hat meiner Meinung nach auch nichts mehr mit Liebe oder der Partnerschaft selbst zu tun. Wenn ein Mensch so krasse Probleme hat, nachts die Gegenwart eines anderen Menschen zu ertragen, dann ist er für mich ein psychisches Eisbergmodell.
Ich schlafe total gerne allein weil ich dann gut schlafe. Schlaf ist für mich wichtig. Mein Partner sieht das zum Glück genau so. Wir haben auch unterschiedliche Zeiten und würden den anderen nur stören beim frühen Aufstehen bzw. spätem ins Bett gehen.
Ich würde nie wieder mit einem Mann zusammen sein wollen, der nach dem Sex/ Kuscheln alleine sein will.
Das hat doch keiner geschrieben. Außerdem wäre das auch nur dann der Fall, wenn Sex ausschließlich abends im Bett stattfinden würde. Das ist bei mir nicht so oft der Fall, dafür liebe ich Sex zu sehr und bin darin auch recht spontan.
Zum Thema Pornos kann ich nur sagen, solange ich nicht zu kurz komme kann mein Partner tun und lassen was er will. w59
 
  • #6

Stell Dir vor, man kann auch tagsüber intim werden...
Oder den Partner, der im Nebenzimmer schläft, frühs wecken...
Was hat denn das Eine mit dem Anderen zu tun?

Du schläfst nicht neben mir - also liebst Du mich nicht...
OK, ich sage, wenn Du darauf bestehst, neben mir zu schlafen, liebst Du mich nicht...

Bin ich froh, dass mein Partner damit kein Problem hat, und sowieso generell nicht und im speziellen erst recht nicht, solche Ansprüche stellt.
Wir treffen uns aber nicht nur gelegentlich, wir haben eine stabile LAT mit Intimität - sexuell, körperlich, seelisch.

W, 51
 
  • #7
Das Beispiel mit dem eigenen Bett in einer Partnerschaft finde ich per se ziemlich schräg, das hat meiner Meinung nach auch nichts mehr mit Liebe oder der Partnerschaft selbst zu tun. Wenn ein Mensch so krasse Probleme hat, nachts die Gegenwart eines anderen Menschen zu ertragen, dann ist er für mich ein psychisches Eisbergmodell. Da stimmt doch was anderes nicht.
Was soll denn da nicht stimmen? Ich gehöre auch zu den Menschen, die ein eigenes Bett bevorzugen, weil ich empfindlich auf Geräusche reagiere und sofort wach bin. Eine Nacht in einem geteilten Bett würde bei mir zu Schlafentzug führen. Kann ich mir im Alltag nicht erlauben. Ich bin allerdings noch nie auf die Idee gekommen, dass mit mir "was anderes" nicht stimmt :)
Zu viele wache Nächte liegen hinter mir, ich würde mich heute trennen, wenn mir jemand damit kommt, dass mit mir was nicht stimmen kann, ich ein psychisches Eisbergmodell sein soll, etc.
Es sind ja immer diese Schubladen...wenn Du das nicht machts, bist Du so und so, bei diesem Verhalten stimmt "was anderes" nicht, beliebig fortsetzbar.
Je älter ich werde, desto furchtbarer finde ich so ein Schubladendenken.
Meine Gefühle sind nicht davon abhängig, ob ich mit jemandem das Bett teile oder nicht.
Ich fände es egoistisch, wenn er auf gemeinsames Nächtigen bestehen würde.
Das sehe ich genauso und mit einem Egoisten wäre ich nicht dauerhaft zusammen.
W
 
  • #8
Wie seht Ihr das? Wo fangen Besitzdenken und Besitzansprüche für euch an ? Geht es hier wirklich um »Liebe« – oder geht es nur darum, mit dem Mittel der emotionalen Erpressung seine eigene Unsicherheit und Eifersucht zu kaschieren?
Ja, es sind wichtige Fragen, die für mich ganz einfach zu beantworten sind, es sind egoistische, fremd konditionierte und falsche Vorstellungen, die uns das gesamte Umfeld und die gesamte Gesellschaft schon sehr früh beginnend aufdoktriert!
auch gesellschaftliche Konventionen mit rein? Im Sinne von: Normal ist doch dies und das, Partner müssen sich so und so verhalten, sonst ist es keine richtige Partnerschaft usw.?
Ja, ist leider so! ich finde es super, dass du dich mit solchen Fragen beschäftigst, denn sie sind der Schlüssel für eine bedingungslose Liebe, die es für mich in der Tat gibt, ich das große Glück habe, diese seit einigen Jahren zu leben, wir lieben uns nicht nur, sondern wir sind immer noch beidseitig, im größten Vertrauen zu 100 % verliebt. Es geht doch im Endeffekt nur um eines: Kompatibilitäten in ganz wichtigen und bestimmten Bereichen zu erkennen und mit den S zu leben!
Für mich steht dabei wahre und echte Liebe an erster Stelle, kein zweckgebundener Kontakt und keine zweckgebundene Beziehung!

Das verstehe ich unter echter, wahrer Liebe. Ich habe schon oft gehört, dass das etwas radikal ist und viele das nicht so sehen, auch gut, denn es ist ihr Leben! Deshalb interessiert mich brennend, was du FS von meiner Einstellung hältst? Was verstehst du unter echter, wahrer Liebe? Ich bin unheimlich gespannt auf deine Antwort...einen schönen und guten Tag für dich...

Plagiat entfernt. Bitte halten Sie sich an unsere Verhaltensregeln. Vielen Dank. Die Moderation.
 
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  • #9
Hallo Svenbln,
In einer Partnerschaft kann jeder in seinem Kopf denken, was er möchte. Der Partner hat keinen Anspruch darauf zu bestimmen, was er denken soll. Daraus folgt, der Mann kann von anderen Frauen phantasieren. Und auch Pornographie anschauen (Video o.ä), sollte erlaubt sein. Jemand, der das seinem Partner verbietet, liebt ihn nicht, denn Liebe bedeutet den anderen so zu akzeptieren wie er ist.
 
  • #10
Viele verwechseln lieben mit besitzen wollen. Daher rüren auch diese Verbotsansprüche und die angedrohten Trennungssanktionen bei Zuwiderhandlung. Das kann nicht gut gehen, weil sich ein jeder Mensch zunächst sich selbst gehört. Der Partner ist nicht die andere Hälfte von einem selbst, sonst wäre man ja in sich unvollständig. Jeder Mensch ist aber ein in sich Ganzes. Partner treten nur als Ergänzung hinzu.

Das Begehren für andere ist vollkommen natürlich, weil der Mensch nicht monogam ist. Wäre er es, gäbe es dieses Fremdbegehren nicht. Sich das Fremdbegehren einzugestehen und es sich gleichzeitig zu versagen, ist ein innerer Widerspruch. Es ist die Negierung einer selbst.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich sexuelle Anziehung dauerhaft am besten dadurch erhalten lässt, indem man auch andere Partner hat. Und so halte ich es auch. Diesen wechselseitigen "Lockdown" sexueller Ausschließlichkeit, den so viele als Partnerschaft ansehen, sehe ich als Schwundstufe Leben an.

Es gibt zwar nicht sehr viele, aber doch einige, die genauso denken wie ich. Hinzu kommen diejenigen, die in ihren "festen" Beziehungen dann doch schwach werden. Und schließlich kann man sich auch gegen Klammeräffchen zur wehr setzen. Warum soll man ihre Anspruchshaltung erfüllen? Die Möglichkeiten sind also durchaus da.
 
  • #11
Mal ehrlich: Welcher Mann und welche Frau finden während ihrer Partnerschaft immer nur die Partnerin oder den Partner attraktiv – und lassen ihre Fantasien ausschließlich um ihn oder sie kreisen?
Ich. Natürlich nehme ich andere Männer auch wahr und kann sehen, ob sie für mich attraktiv sind, aber ich hatte nie Gedanken, sie anfassen, küssen oder mit ihnen Sex haben zu wollen. Ich war mit meinen Ex zwölf Jahre zusammen und ja, meine Fantasien haben um ihn gekreist. Er war nicht im klassischen Sinne attraktiv, aber ich habe ihn sehr anziehend empfunden. Ich finde den Gedanken schräg, mit jemandem zusammen zu sein und doch an andere zu denken. Wenn mein Partner für mich kein Bestandteil (mehr) meiner Fantasie ist, was macht es für einen Sinn mit ihm zusammen zu sein?? Ich bin sehr körperlicher Mensch und dieser Teil der Beziehung ist für mich wichtig, aus diesem Grund bin ich immer noch Single, weil ich bisher keinen gefunden habe, der die gleiche konstante Anziehung auf mich ausübt, wie mein Ex. Ich hatte nach der Trennung Affären, verlor aber schnell das Interesse, weil es doch nicht das ist. Ich schätze Qualität statt Quantität und bin mir sicher, dass die nächste Beziehung eben für immer sein wird.

zum erholsamen Schlaf aber mein eigenes Bett benötige.
Hier gebe ich dir recht. Ich habe sehr leichten Schlaf und ertrage keinen anderen Menschen in meinem Bett, ich wache dann sofort auf. Meine Tochter kommt immer wieder zu mir, sie schläft wie ein Stein, ich wache trotzdem auf und bin am nächsten Tag wie gerädert. Und mein Bett ist 2 x 2,20 m groß. Da mein Ex geschnarcht hat, bin ich irgendwann mal zum Schlafen ins Gästezimmer umgesiedelt und fand das extrem erholsam.
Ansonsten was Pornographie angeht - ich denke, dass viele Frauen kein Problem haben würden, der Punkt ist aber leider, daß Porno oft die partnerschaftliche Sexualität ersetzt, lesen wir hier oft und zum anderem solche Männer versuchen das Porno im Bett nachzumachen, also nicht die Stellung, sondern die Einstellung, wo die Frau sofort einsatzbereit ist und den Mann zu befriedigen hat. Ich persönlich finde Pornos langweilig, weil dort extrem selten die echte Leidenschaft zu sehen ist, sondern alles sehr mechanisch ist, als ob Mann an einem Holz sägt (haha 😉), ausserdem habe ich geschafft mir selber was dazuzufantasieren, so dass ich immer eigenes Porno im Kopf haben kann. Keine Ahnung, alles, was ich ausprobiert habe bzw. ausprobieren würde, kam nicht aus dem Porno. Vielleicht bin ich einfach intelligent genug. 😄
 
  • #12
Wie und von wem der Mensch definiert wird, ist mir völlig uninteressant, jeder Mensch entscheidet das für sich selbst, Punkt!
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich sexuelle Anziehung dauerhaft am besten dadurch erhalten lässt, indem man auch andere Partner hat. Und so halte ich es auch. Diesen wechselseitigen "Lockdown" sexueller Ausschließlichkeit, den so viele als Partnerschaft ansehen, sehe ich als Schwundstufe Leben an.
Wenn du gleich von Beginn eines Kontaktes, so offen, direkt, aufrichtig und authentisch dich mitteilst, wirst du kaum eine Frau finden, die sich auf dich einläss, was heißt das, was besagt das?? Wenn also ein solch denkender Mann dennoch eine Frau möchte, wird er mit ihr wohl ein falsches Spiel spielen müssen, ist das wirklich so ok für dich?
Es gibt zwar nicht sehr viele, aber doch einige, die genauso denken wie ich. Hinzu kommen diejenigen, die in ihren "festen" Beziehungen dann doch schwach werden. Und schließlich kann man sich auch gegen Klammeräffchen zur wehr setzen. Warum soll man ihre Anspruchshaltung erfüllen? Die Möglichkeiten sind also durchaus da.
Ich habe von dir nicht ein einziges Mal über die 3 Wörter: echte, wahre Liebe gelesen, anscheinend gibt es diese 3 Wörter bei dir im Jargon nicht! Meine Erfahrungen sagen mir: dass nur ausschließlich enttäuschte und verletzte Menschen sich nur noch über sexuelle Motive erreichbar sind! Sie mögen auch keine Nähe, das trifft für Männer wie auch für Frauen zu. Unter diesem Aspekt fallen für mich mindestens schon mal mehr als zwei Drittel aller zur Verfügung stehenden Frauen durch den Raster!
 
  • #13
Wenn du gleich von Beginn eines Kontaktes, so offen, direkt, aufrichtig und authentisch dich mitteilst, wirst du kaum eine Frau finden, die sich auf dich einläss, was heißt das, was besagt das?? Wenn also ein solch denkender Mann dennoch eine Frau möchte, wird er mit ihr wohl ein falsches Spiel spielen müssen, ist das wirklich so ok für dich?

Das ist die @Kirovets 'sche Denkfalle. Es gibt diese Frauen durchaus. Ich hatte mich in meinem Beitrag #10 dazu auch schon geäußert.


Ich habe von dir nicht ein einziges Mal über die 3 Wörter: echte, wahre Liebe gelesen, anscheinend gibt es diese 3 Wörter bei dir im Jargon nicht!

Love's a little word, used to much, beaten down.
(Don Henley)



Manchen Leute machen immer wieder diesselben Erfahrungen. Das liegt aber nicht an entsprechend begrenzten Möglichkeiten, sondern an ihrem Verhalten. Wer sich immer gleich verhält, macht notwendig die immer gleichen Erfahrungen. Zirkelschluss. Um neuerartige Erfahrungen zu machen, muss man seine Komfortzone verlassen und neue Wege beschreiten.
 
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  • #14
Hi,
ich bin prinzipiell weder eifersüchtig noch besitzergreifend..
Mit Pornos habe ich aus anderen Gründen ein Problem: es wird in 80% ein erniedrigendes Frauenbild vermittelt, Sex in Verbindung mit Demütigung, Schmerz oder weiblicher "Konkurrenz". Frauen als Bedürfniserfuellmaschine. Ich kenne einen Pädagogen der bei Schülern (Jungs) Sexualkundeworkshops macht. Er sagt, die sind bereits durchpornografisiert vor dem ersten Sex. Betrachten Frauen wie Gummipuppen ohne eigene Grenzen und Bedürfnisse. Sex wird oft verknüpft mit Gewalt und Machtausübung. Das kriegt man aus des Köpfen nimmer raus.

Anders mit den 10-20% alternativen Pornos. Aber..wie gesagt.. Mainstream Pornos sind in der Regel zutiefst sexistisch und Frauenverachtend. Ich könnte einen Mann der sich sowas dauernd reinzieht nicht respektieren. Nicht weil ich ihn besitzen will. Sondern weil ich ihn verachten würde..
 
  • #15
Wir haben in unserer Beziehung noch nie Verbote oder NoGos definiert, sondern leben einfach ganz entspannt miteinander. Ich finde es lächerlich und geradezu erbärmlich, dem Partner etwas zu verbieten, fiele mir niemals ein. Wir sind doch erwachsene, freie Menschen, die selbstbestimmt leben und freiwillig zusammen sind, weil wir es gerne wollen.

Natürlich darf mein Partner Pornos schauen und sich selbst befriedigen, ist mir völlig egal. Ich glaube, er macht es gar nicht oft, aber es interessiert mich nicht wirklich. Ich habe ihm auch schon mal zwischendurch einen Porno gezeigt, den ich unterhaltsam fand (mich interessieren vor allem Handlung, Ästhetik, Charakteristika und Entwicklungen des Genres), und von meinem Spielzeug weiß er ebenfalls. Aber wir hatten nie ein Grundsatzgespräch dazu, ist nicht relevant.

Mein Partner (Pilot) ist beruflich etwa jede zweite Woche weg und in der Welt unterwegs, besitzt auch eine Zweitwohnung in einer anderen deutschen Stadt, die ich noch nicht kenne. Wenn er weg ist, machen wir jeweils unseren eigenen Kram und erzählen uns am Telefon, was wir gemacht haben. Kontrollieren oder verbieten tue ich nichts, und er umgekehrt auch nicht. Wir sind freiwillig zusammen und uns treu, weil wir uns sehr lieben und niemand anderen brauchen. Sollte sich das bei ihm ändern, werde ich ihn sowieso nicht hindern, denn ich möchte ja, dass er glücklich ist, und werde ihm da nicht im Wege stehen. Momentan sind wir zusammen glücklich und uns beiden geht es gut.

Das mit dem Bett finde ich sehr interessant. Ich selbst habe vor längerer Zeit mal einen eigenen Thread zum Thema "zusammen schlafen" erstellt. Inzwischen schlafen mein Partner und ich immer händchenhaltend nebeneinander ein, aber am Anfang habe ich nach dem abendlichen Sex oft sein Bett verlassen oder bin gleich aufs Sofa oder in mein eigenes Bett in meine Wohnung gegenüber gegangen, weil mein Partner berufsbedingt (Nachtarbeit, unregelmäßige Arbeitszeiten) unbedingt gut schlafen muss und einen unruhigen, leichten Schlaf hat. Wir wollten aber gerne zusammen schlafen. Ja, vielleicht auch, weil man das so kennt von Beziehungen, also Konventionen/Bilder beeinflussen einen durchaus. Jetzt hat er sich doch an die lebende Wärmflasche neben sich gewöhnt und wir finden es schön miteinander, aber natürlich habe ich das getrennte Schlafen respektiert und würde es immer respektieren, wenn man nicht zusammen schlafen kann, denn Schlaf ist wichtig und es soll ja allen gut gehen.
w26
 
  • #16
Manchen Leute machen immer wieder diesselben Erfahrungen. Das liegt aber nicht an entsprechend begrenzten Möglichkeiten, sondern an ihrem Verhalten. Wer sich immer gleich verhält, macht notwendig die immer gleichen Erfahrungen. Zirkelschluss. Um neuerartige Erfahrungen zu machen, muss man seine Komfortzone verlassen und neue Wege beschreiten.
Endlich stimme ich dir jetzt zu 100% zu! Denn, wer immer das tut, was er immer schon getan hat, der wird weiterhin genau das bekommen, was er schon immer bekommen hat, nicht mehr und auch nicht weniger, das ist ein Grundgesetz! Leider kapieren das immer noch, nur ganz wenige Menschen, das ist ja auch das große Dilemma hier, bei allen Fragen, bei allen hier mitgeteilten Problemen, es sind doch im Grunde genommen überwiegend alles nur Wiederholungen, aus noch nicht gelernten Lektionen, und genau diese Lektionen müssen solange wiederholt und gelernt werden, bis sie wirklich begriffen worden sind und...jetzt kommst, in die Tat auch wirklich umgesetzt werden, vorher ändert sich überhaupt nichts!
 
  • #17
Ich schlafe gerne mit meinem Mann in einem Bett, allerdings muss ich als erstes einschlafen, weil er manchmal sehr laut schnarcht - Holzfäller Art 🤣
Ich muss aber nicht eng umschlungen einschlafen, manchmal brauche ich auch meine Fläche um bequem und gemütlich zu schlafen. Gut, dass wir ein großes Bett haben, ich schlafe gerne quer, auf der Seite, Po ausgestreckt, Decke zwischen den Beinen, mein Mann kommt damit klar 🤷‍♀️ am Fußende dann noch unser haariges Kind 🐶 (er hat sogar eine extra Truhe vor dem Bett, damit er aufs Bett kommt)
Ich sehe das entspannt, wenn mein Partner lieber im eigenen Bett und Zimmer schlafen möchte dann kann er das machen, ich finde nicht, dass man den anderen nicht liebt, wenn man nicht in einem Bett schläft - manche schnarchen, drehen sich zig mal, so dass der andere gar nicht zur Ruhe kommt und schlafen kann, das ist wohl eher ein Liebesbeweis, wenn man dem Partner erholsamen Schlaf schenkt indem man als Schnarchnase im eigenen Schlafzimmer ruht. Kuscheln möchte ich aber trotzdem regelmäßig mit meinem Partner und Sex auch, das muss man dann vor dem schlafen gehen, am Morgen, zwischendurch machen. Schöner finde ich es natürlich wenn ich nachts auch mit meinem Mann ein Bett teile und ihm so nah bin, morgens eben rüber rollen und wach kuscheln 🥰 ich könnte aber auch mit getrennten Schlafzimmern leben. Manchmal halten wir Händchen/Fingerchen beim einschlafen, manchmal eng umschlungen und manchmal komplett getrennt (jeder auf seiner Seite), so wie uns gerade danach ist.
Schlafstörenfried Nr. 1 ist unser Sohn🍼

Pornos/ Selbstbefriedigung finde ich ok, solange nicht die gemeinsame Sexualität darunter leidet.

Und sonst meins und deins.. weiß ich nicht.. mein Mann neigt öfters dazu zu sagen „mach meine Wand nicht kaputt (wenn ich da mit dem Wäschekorb durchs Haus laufe).. dann sage ich immer „UNSERE Wand“ zuhause gehört uns beiden alles würde ich mal sagen. Finanziell hat jeder das was er selber vor der Ehe hatte (für sich gespart hat) er hat seins aber ausgegeben.. Hauskredit ist 50/50.. Autos hat jeder ein eigenes, er darf meins aber gerne nutzen wenn er möchte und ich es gerade nicht brauche.

Ich finde durchaus auch andere Männer hübsch und attraktiv und stehe auch dazu, genauso auch andere Frauen, meine Freundin ist auch eine ganz hübsche 😍 eher so „schön, dass es auch andere schöne Menschen gibt“ wäre ja schlimm wenn nicht. Manche Sachen muss man seinen Partner aber nicht sagen und für sich behalten, solange er nicht fragt und wenn er fragt „findest du den und den heiss?“ (zb Schauspieler) sage ich ehrlich wie er mir gefällt. Würde aber nicht von alleine zu meinem Mann sagen „boah, ist der Mann hübsch.“
Ich finde man sollte seinem Partner einfach ein gutes Gefühl geben, er soll sich wohl, geliebt fühlen, zufrieden und glücklich sein, wertgeschätzt fühlen. Man sollte aufpassen was man sagt um den anderen nicht zu verletzen und dafür muss man sich gut kennen, wissen was den anderen verletzt, wie der andere tickt.

W 26
 
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  • #18
Nun, auch monogam in der Partnerschaft zu sein, ist kein Besitzanspruch, sondern die freie Entscheidung.

Natürlich würde ich es respektieren, wenn mein Partner auch noch einen anderweitigen Kick braucht - nur wäre er dann nicht mein Partner.
Das kann er dann gerne mit einer anderen Frau leben.
Ich würde es nicht als Kick sehen, ichabe, dass ich es nicht möchte /brauche, mir reicht mein Partner.
Da er es ähnlich sieht, ist es kein Thema.

Ob DIE Menschen polygam seien oder monogam, ist mir vollständig egal, auch ob es jemand als sein Recht auf freie Entfaltung sieht.
Nachdem ich auch Rechte und Grenzen habe, suche ich mir einen Partner mit in diesem Bereich gleicher Sichtweise.

Meine Partner waren und sind immer und jederzeit frei zu gehen...

W, 51
.
 
  • #19
Ich könnte einen Mann der sich sowas dauernd reinzieht nicht respektieren. Nicht weil ich ihn besitzen will. Sondern weil ich ihn verachten würde..
Da sind wir uns einig, ich könnte mir niemals eine Frau an meiner Seite vorstellen, die sich für solche Themen interessiert! Das hat mit allem was zu tun, nur mit einer Sache nichts, nämlich mit echter, wahrer Liebe! Mich wundert schon lange nichts mehr, warum so viele Beziehungen schief laufen und es werden stets immer mehr, ein irrer Wachstumsmarkt!
Pornos/ Selbstbefriedigung finde ich ok, solange nicht die gemeinsame Sexualität darunter leidet.
Erfahrungsgemäß kommt die Zeit, wo sie darunter leiden wird!
Eine Rarität, bei diesem Beitrag @18 stimme ich zu 100% zu!
 
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  • #20
Du schläfst nicht neben mir - also liebst Du mich nicht...
OK, ich sage, wenn Du darauf bestehst, neben mir zu schlafen, liebst Du mich nicht...

Nee, so würde ich es nicht ausdrücken. Ich würde die Liebe des anderen daran nicht unbedingt festmachen. Nur eine fehlende Passung. Ich kann nachempfinden, wenn man neben jemandem einschlafen soll, der richtig dolle laut schnarcht, weil einem das wirklich auf die Ketten gehen kann. Von Vornherein aber schon eine innere Unruhe zu empfinden, nur weil jemand anders nur völlig geräuschlos anwesend ist, finde ich irgendwie seltsam. Aber wer bin ich schon, leben und leben lassen, ich habe ja auch nur meine Meinung geäußert, weil der FS danach gefragt hat.
Ist ja im Grunde auch egal, weil man ja nur jemanden finden muss, mit dem es passt.

Ich bin allerdings noch nie auf die Idee gekommen, dass mit mir "was anderes" nicht stimmt :)
Na, nur, weil man dem noch nicht nachgegangen ist, heißt das noch lange nicht, dass da nichts los ist. Mit Schubladendenken hat das null zu tun.

Ich habe übrigens schon immer auch einen sehr leichten Schlaf und bin geräuschempfindlich (nur an die Leute, die das hier als Argument hervorbringen). Ich weiß aber auch wo es herkommt, weil ich mich damit beschäftigt habe. 🤷‍♀️ Auch ich gehe in einem sehr anstrengenden Beruf arbeiten, in dem ich fit sein muss. Das ist ja deswegen keine Sondersituation, das geht der halben Menschheit sicher so. Wenn mein Mann nachts 3:30 Uhr aufstehen muss, weil er zur Schicht will, dann krieg ich das auch mit. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Schlaf einfach mal jedem Menschen wichtig ist, also ist auch das nur eine argumentative Plattitüde. Deswegen schläft man ja nicht gleich in verschiedenen Räumen. Mal davon abgesehen, dass das ein Luxus ist, den sich gar nicht jeder leisten kann, je nach räumlichen Gegebenheiten (Turmzimmer, Spiegelkabinett, grüner Salon...). Woanders teilen sich 16-köpfige Familien ein Zimmer, was wahrscheinlich eine wirklich belastende Situation ist, das ist bestimmt lustig, wenn da jemand sagt, er/ sie könne nicht schlafen, wenn jemand anders mit im Raum ist. (Ja ich weiß, ich übertreibe schon wieder schlimm, das letzte Beispiel ist nicht ganz ernst gemeint ;)).
 
  • #21
Lieber Fs,
Du scheinst Besitzansprüche innerhalb der Beziehung grundsätzlich abzulehnen.
Warum eigentlich?

Im besten Fall macht Dich die Beziehung zu einem besseren Menschen, weil Du von Deiner geliebten Partnerin den Spiegel vorgehalten bekommst und darin Dich selbst - auch mit den Fehlern, die Du noch nicht kanntest - siehst.
Also wenn Du gerne Porno schaust, wie bekommt sie das mit.

Sieht sie Dich am Pc im Wohnzimmer wixxx? Liegen überall die Taschentücher rum? Läuft im Bett nichts mehr?
Da würde Dir auch jeder männliche gute Freund sagen, dass Du ein Problem mit Pornos hast.

Die Haltung, nur zu tun, was einem selbst gefällt und dem anderen in einer "Beziehung" nicht entgegen zu kommen, werte ich als hedonistisch. Da frage ich mich nach der Beziehungsfähigkeit, im extrem nach Teamfähigkeit.

In einem anderen Fall, den ich selber vor Jahren einmal erlebte, warf mir meine damalige Partnerin vor, ich sei egoistisch oder liebte sie nicht, weil ich mit ihr nicht zusammen in einem Bett schlafen möchte. Dabei bin ich ein sehr zärtlicher Mann, der stundenlang mit der Partnerin im Bett kuscheln kann, zum erholsamen Schlaf aber mein eigenes Bett benötige.

Klar, du brauchst Deinen Schönheitsschlaf. Der Wunsch der Frau zählt für Dich dagegen nicht. Er ist für Dich sogar eine Zumutung, da er in Widerspruch zu Deiner Vorstellung steht. Es ist Dir daher nicht zuzumuten, dass Du es 1-2 Mal die Woche ausprobierst, mit ihr im Bett zu schlafen und auf ein paar Stunden Schlaf zu verzichten.

Du hast mal geschrieben, dass Du viel jüngere Freundinnen suchst, die noch keine Familie gegründet haben.
Letztendlich zeigt sich damit, dass Du bei zahnenden Kindern, bei Krankheit der Frau etc. als Vater und Partner ausfallen wirst.

Geht es hier wirklich um »Liebe« – oder geht es nur darum, mit dem Mittel der emotionalen Erpressung seine eigene Unsicherheit und Eifersucht zu kaschieren? Und inwieweit spielen in das Anspruchsdenken (mein Partner muss mit mir in einem Bett schlafen, sonst liebt er mich nicht/ mein Partner darf sich nicht Bilder anderer Frauen anschauen, sonst liebt er mich nicht) auch gesellschaftliche Konventionen mit rein? Im Sinne von: Normal ist doch dies und das, Partner müssen sich so und so verhalten, sonst ist es keine richtige Partnerschaft usw.?

Es gibt alles auf dieser Welt. Die Bandbreite ist groß.

Du suchst doch Deine Freundinnen aus und suchst Dir immer viel jüngere.
Warum suchst Du Dir Partnerinnen, die Dich emotional manipulieren wollen und unsicher sind?
Suche Dir doch eine, die Beziehung genauso leben will wie Du.
 
  • #22
Mainstream Pornos sind in der Regel zutiefst sexistisch und Frauenverachtend. Ich könnte einen Mann der sich sowas dauernd reinzieht nicht respektieren. Nicht weil ich ihn besitzen will. Sondern weil ich ihn verachten würde..
Nach diesem Beitrag muss ich nochmal differenzieren.
Ich meinte, dass es mich nicht stört oder interessiert, wenn mein Partner sich mal einen Porno anschaut, ja. Aber hier im Forum gibt es manchmal Fälle, wo der Mann sich täglich stundenlang Pornos und irgendwelche "Instababes" reinzieht und geradezu süchtig danach ist. Ein solch übertriebenes Suchtverhalten fände ich in der Tat maximal unattraktiv, da würde ich den Mann ebenfalls verachten. Aber genau so würde es mich stören, wenn mein Partner stundenlang am Computer zocken würde oder YouTube gucken würde oder ähnliches. Menschen, die zu viel Freizeit mit solchen Medien verbringen, empfinde ich irgendwie als pubertär und unreif. Ob er gelegentlich mal einen Porno schaut, ein Computerspiel spielt oder im Internet rumhängt, ist mir völlig egal. Aber alles, was übermäßig ist und zur Sucht wird, will ich nicht. Diese Männer dürfen das meinetwegen tun, aber in die verliebe ich mich gar nicht erst, die passen überhaupt nicht zu mir. Pornosucht, Internetsucht, Sexsucht, Drogensucht, Sportsucht, Spielsucht, Trinksucht, Kaufsucht, Fresssucht ... -- nein, danke!

  1. Bei meiner Antwort bin ich von einem gemäßigten, normalen Verhalten ausgegangen. Sonst würde es mich sehr wohl stören. Aber irgendwie verliebe ich mich eben auch nur in Männer, die charakterlich, vom Lebensstil und von den Werten her zu mir passen. Ich würde mit keinem Internet-Influencer eine Beziehung beginnen und dann im Nachhinein seinen Medienkonsum und seine Internetaktivität kritisieren ...
Ach ja, und natürlich gehe ich davon aus, dass der Mann den Unterschied zwischen Porno und Realität kennt. Pornos sind eine Form von Kunst und wenn man das versteht, kann man sie auch als das sehen, was sie sind, und muss es nicht schlimm finden. Ich vergleiche Pornos gerne mit Spielfilmen. Da ist oft auch alles etwas übertrieben und anders als in echt, trotzdem können sie unterhaltsam sein.

Was Kinder über die Medien vermittelt bekommen, finde ich ebenfalls bedenklich, also insgesamt, wenn ich mir die Jugend so anschaue. Mein Partner und ich sind noch ohne Smartphone aufgewachsen und haben zum Glück einen Sinn für Realität.
 
  • #23
Ich finde es super, dass du dich mit solchen Fragen beschäftigst, denn sie sind der Schlüssel für eine bedingungslose Liebe, die es für mich in der Tat gibt.
Was verstehst du unter echter, wahrer Liebe? Ich bin unheimlich gespannt auf deine Antwort...einen schönen und guten Tag für dich...

@ Inspirationmaster
Vielen Dank für deine freundliche Nachfrage, wie ich zum Thema Liebe und Besitzdenken und gesellschaftliche Konventionen stehe und was mich innerlich antreibt bei meinen Fragen.
Du siehst es ganz richtig: Es geht mir vorrangig darum, Konventionen aufzubrechen, sofern sie dem, was mir als Liebe wichtig erscheint, im Wege stehen. Im Laufe meines Lebens bin ich auf zahlreiche Erwartungen (von Partnerinnen oder von der Außenwelt) gestoßen, die mich immer wieder mit der Frage konfrontiert haben: Was ist eigentlich Liebe – und wird unter diesem Wort nicht allzu häufig eine gewisse Konvention und ein gewisses Besitzdenken verstanden?
»Ist es egoistischer, mit dem Partner nicht in einem Bett schlafen zu wollen oder zu können, oder ist es egoistischer, partout darauf zu bestehen, dass der andere Partner neben einem einzuschlafen hat?«
»Ist es egoistischer, Kinder kriegen zu wollen, oder ist es egoistischer, ohne Kinder leben zu wollen?« Beide Fragen ließen sich nämlich mit den gleich guten Argumenten in die eine oder in die gegenteilige Richtung beantworten – man sieht also, das Thema ist kompliziert.
Beispiel: Ich habe meiner jetzigen, sehr viel jüngeren Freundin gesagt: »Ich erwarte von dir nicht, dass du mir sexuell immer treu bist, aber mir sind Ehrlichkeit und insofern innere Treue wichtig. Ich möchte unserer Liebe keinen künstlichen Rahmen geben, sondern vertraue darauf, dass sich die Form »organisch« aus dem Inhalt ergibt, wenn sich beide wirklich lieben – und nicht umgekehrt.« Und wie reagierten Freunde darauf? Ich würde meine Freundin doch nicht »richtig lieben«, wenn ich ihr solche Freiheiten für außerpartnerschaftliche Abenteuer lasse, denn Eifersucht sei ein Beweis von »richtiger Liebe« etc.pp. Ganz unabhängig davon, wie jeder das für sich selber handhabt, sieht man doch an diesem Beispiel, wie der Begriff der Liebe häufig genau ins Gegenteil verkehrt, um nicht zu sagen: pervertiert wird. Eifersucht hat nun m.E. überhaupt NICHTS mit Liebe zu tun, auch wenn sich dies manche Partner einreden mögen, weil sie sich dann geschmeichelt fühlen oder den anderen durch Druck an sich binden wollen. – Eine völlig andere Frage ist es, ob ich aus Liebe heraus auf fremdsexuelle Abenteuer verzichte, weil mir der Partner wichtig ist. Die Motivation, den anderen nicht zu verletzen, ist tatsächlich eine liebevolle Motivation – Eifersüchteleien hingegen haben zunächst einmal nur mit Verlustängsten, im schlimmsten Fall aber mit Besitzansprüchen zu tun.
 
  • #24
Wer ein bestimmtes Verhalten des anderen nicht mag bzw damit nicht leben kann...der trennt sich.
Welches Verhalten das ist, ist rein subjektiv und hat nichts mit Besitzanspruch zu tun, sondern mit seinem Recht sich wohlzufühlen.

Wer alleine schlafen will, kann sich auch von dem trennen, der alleine schlafen ablehnt.
Genau wie jemand der Pornos gucken will, sich trennen kann .

Das mit dem Besitzanspruch ist ein gern genommenes Argument um dem, der Kritik äußert oder auf seine Grenzen achtet, eine Schuld zu zuweisen.
Das gilt dem selben Zweck, wie Drohungen...

Hier sind mir beide Punkte mittlerweile ziemlich egal. Habe ich gelernt da nichtszu sagen?
Nein ich habe nur gelernt, dass es für mich persönlich nicht wichtig ist.

Mir sind aber gemeinsame Unternehmungen am Wochenende wichtig.
In der Woche hab ich kaum Zeit
Kommuniziere ich auch sofort

Jetzt möchte aber jemand an allen Wochenende seinen Sport über viele Stunden machen und ich soll Zeit in der Woche haben
Wer hat da welche Besitzansprüche?
Soll er sich verbiegen oder ich?
Niemand
Er und ich können uns beide trennen weil: es nicht passt!
 
  • #25
Also wenn Du gerne Porno schaust, wie bekommt sie das mit.

Sieht sie Dich am Pc im Wohnzimmer wixxx? Liegen überall die Taschentücher rum? Läuft im Bett nichts mehr?
Da würde Dir auch jeder männliche gute Freund sagen, dass Du ein Problem mit Pornos hast.

Die Haltung, nur zu tun, was einem selbst gefällt und dem anderen in einer "Beziehung" nicht entgegen zu kommen, werte ich als hedonistisch. Da frage ich mich nach der Beziehungsfähigkeit
Danke für den Beitrag, volle Zustimmung. Ich finde, es gibt einen Unterschied zwischen "Verbieten/Drohen" und "Wünschen/Hinweisen". Natürlich weisen mein Partner und ich uns auf Sachen hin, die uns stören oder die wir gerne ändern würden. Man muss ja nicht immer gleich ins Extrem gehen und mit dem Beziehungsende drohen, sondern kann über alles reden.

Nochmal zum Schlafen: Eigentlich wollten wir gerne zusammen schlafen, aber es war für ihn ungewohnt und anfangs nicht gut. Wir haben es versucht und er hat schlecht geschlafen. Ich war etwas betrübt, meinte aber, kein Problem, dann schlafe ich eben auf dem Sofa oder in meinem Bett, geht auch. Bin dann am Morgen zu ihm gekrochen. Wir fanden es aber beide nicht so schön, also haben wir es wieder versucht und nun schlafen wir schon lange jede Nacht im selben Bett und lieben das abendliche/morgendliche Schmusen, er hat sich dran gewöhnt.

Ich -- wir beide -- finde es so besser, trotzdem hätte ich niemals gesagt, getrenntes Schlafen ist ein NoGo und ich würde ihn dafür verlassen. Es war ja keine Bosheit von ihm und man kann doch gemeinsam nach Kompromissen und Lösungen suchen.

Wenn ich mich irgendwo gehen lasse, würde ich mir wünschen, dass mein Partner mich darauf hinweist. Wenn er sich bei irgendwas gehen lassen oder z.B. irgendwas Ungesundes oder Gefährliches machen würde oder etwas, das mir missfällt und mich abstößt, würde ich ihn ebenfalls auf meine Bedenken und Probleme damit hinweisen. Aber ich finde es merkwürdig, eine NoGo-Liste zu definieren und bei einer Verfehlung sofort kategorisch mit Trennung zu drohen. Ich finde allgemein, dass man in einer Partnerschaft nicht drohen oder kämpfen oder erpressen sollte, es ist doch eine Beziehung und kein Kriegsschauplatz. Und ja, wer sich gar nicht auf den anderen einlassen und nichts an seinem Leben verändern will, der bleibt besser alleine.
 
  • #26
Normal ist doch dies und das, Partner müssen sich so und so verhalten, sonst ist es keine richtige Partnerschaft usw.?

Du machst hier ein Riesenfass auf und illustrierst es dann an einem Thema, auf das sich der Thread konzentrieren wird, weil Pornos nun mal kontrovers sind.

Deswegen bewusst allgemeiner: für mich muss sich eine Person nicht "so oder so" verhalten. Sie muss kompatibel sein zu dem, wie ich mich verhalte, sie muss auf meine Bedürfnisse in jeglicher Hinsicht eingehen oder damit umgehen können, ich mit ihren.

Das mit den Besitzansprüchen ist doch letztlich eine individuelle Frage, auch eine von persönlichen Erfahrungen. Es gibt hier Personen, die sind sehr ängstlich, können sehr schlecht Vertrauen aufbauen und werden dann kontrollierend bis hin zur Komplettüberwachung. Auf der anderen Seite gibt es Personen, die sehen eine Beziehung völlig frei von Ansprüchen bis hin zu offenen Beziehungen auf die Ferne.

Das Feld ist weit. Du versuchst, es einzugrenzen und eine "Normalität" zu definieren, nicht nur bei diesem Thema. Ich halte das für falsch. Aus meiner Perspektive ist es ein sinnvolleres Ziel, sich seiner selbst bewusst zu werden und darauf basierend eine passende Partnerin zu suchen.

Es ist ja nicht richtig oder falsch, dass Du alleine schlafen möchtest. Aber es ist für die eine oder andere Frau nicht kompatibel, weil sie das Bedürfnis hat, eben zusammen zu schlafen. Was nützt es, wenn jetzt hier 95% für "zusammen schlafen" oder "Pornos gucken" plädieren? Passt Du Dich dann an?

Wenn Du das Bedürfnis hast, immer zu wissen, wo Deine Partnerin gerade ist und was sie macht, dann brauchst Du eine passende Partnerin. Nicht eine Untersuchung, ob das "normal" ist.
 
  • #27
Das Beispiel mit dem eigenen Bett in einer Partnerschaft finde ich per se ziemlich schräg, das hat meiner Meinung nach auch nichts mehr mit Liebe oder der Partnerschaft selbst zu tun. Wenn ein Mensch so krasse Probleme hat, nachts die Gegenwart eines anderen Menschen zu ertragen, dann ist er für mich ein psychisches Eisbergmodell. Da stimmt doch was anderes nicht.
Das halte ich für eine ziemliche Dramatisierung. Es gibt Menschen, die brauchen 24/7 Nähe und denen könnte man jetzt auch vorhalten, dass da waS nicht stimmen kann, wenn jemand nur selten das Bedürfnis nach Alleinsein verspürt.

Ich würde einen Menschen für nicht beziehungstauglich halten, der seinen persönlichen Maßstab bei anderen ansetzt und darüber dann andere verurteilt. Das geht dann maximal mit einem Menschen gut, der sich permanent anpasst, um nicht abgelehnt zu werden.

Besitzansprüche beginnen dort, wo man anderen anfängt ihre Ansichten und Bedürfnisse abzusprechen, weil sie nicht den eigenen gleichen. Das wäre in meinen Augen übergriffig.

Paradoxerweise habe ich dieses Verhalten öfter bei Menschen beobachtet, die selbst zur Überanpassung neigten und Schwierigkeiten damit hatten nachzuvollziehen, dass es durchaus Menschen gibt, die sich nicht den Erwartungen anderer ständig beugen. Da kommt dann häufig die Egoismus Keule. Wobei ich mich da fragen würde, wer hier eigentlich der egoistische ist.

Ich glaube bei solchen Geschichten liegt das Problem ganz woanders. Was man in einer Beziehung als legitim ansieht, hängt doch sehr stark mit dem tragenden Gefühl der Partnerschaft zusammen.

Wenn sich einer jetzt nicht ausreichend commited, dann kann das den anderen in eine Überempfindlichkeit treiben, weil sich einfach kein ausreichendes Sicherheitsgefühl einstellen mag. Manche fangen dann an Forderungen zu stellen und Druck auszuüben.

Besser wäre es bei sich zu bleiben und sich zu fragen, ob man die richtige Partnerwahl getroffen hat, oder ob man manches zu eng sieht (wenn sich das schon früh abzeichnet ).
 
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  • #28
Wenn du auf der einen Seite sehr zugewandt bist und viel Zärtlichkeiten brauchst und auf der anderen keine gemeinsame Nacht in einem
Bett verbringen magst, dann sendest du doppelseitige Botschaften an deine Partnerin aus, die sehr verwirren können. Manche Frauen würden hier direkt die Reißleine ziehen und dich erst gar nicht weiter daten, weil sie nicht wüssten, woran sie bei dir sind.

Also dein Problem ist daher hausgemacht.

Hattest du denn schon mal eine Partnerin, die ähnlich gestrickt war wie du ? Die Sex und Liebe trennen konnte und regelmäßig Zeit für sich selbst brauchte ?

Meiner Erfahrung nach rutschen diese Männer dann nämlich selbst in genau das Verhalten, welches sie an Frauen immer bemängelten.

Das Eingehen einer neuen Beziehung ist ja immer mit einem gewissen Maß an Unsicherheit verknüpft. Sich einen Partner zu nehmen, der diese Unsicherheit in einem Klammern ausdrückt, gibt dir natürlich eine gewisse Sicherheit und mit den unguten Gefühlen muss sich dann der andere rumschlagen ;) du hast was du brauchst und bist damit in einer sehr komfortablen Position.

Vielleicht solltest du versuchen dein eigenes Verhalten objektiver zu betrachten und mal nachzuspüren, wie du dich mit einer eigensinnigen Frau an deiner Seite fühlen würdest ;)
 
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  • #29
Hi,

Wie seht Ihr das? Wo fangen Besitzdenken und Besitzansprüche für euch an ? Geht es hier wirklich um »Liebe« – oder geht es nur darum, mit dem Mittel der emotionalen Erpressung seine eigene Unsicherheit und Eifersucht zu kaschieren?
Ich sehe das so, dass es völlig in Ordnung ist, wenn der Mann oder die Frau auch Pornos konsumiert (mit erwachsenen Menschen). Allerdings mit Einschränkung. Denn man kann alles im Leben auch übertreiben. Deshalb weiß ich nicht, wie das in deiner Partnerschaft gelagert ist. Es gibt sicherlich einen Punkt an dem mir das eventuell zu viel des Konsums sein könnte. Kam bisher zum Glück noch nicht vor. Jedoch können manche Menschen auch mit ihrer triebhaften Sexualität übertreiben und nerven. Es könnte auch ein gewisser Fetisch vorliegen, mit dem der/die Partner/in nichts anfangen kann.

ODER....wenn der Partner es sich regelmäßig lieber mit einem Porno gemütlich macht, anstatt die Partnerin einzubeziehen, oder stattdessen zu beglücken. Auch das soll es geben. Da wird dann z.B. die Partnerin regelmäßig aus dieser Sexualität ausgeschlossen.
Mit Besitzanspruch oder Eifersucht haben diese Fälle mMn wenig zu tun. Sondern mit Passung.

Dieses nicht in einem Bett schlafen wollen, kann ich nachvollziehen wegen des ruhigen Schlafes. Allerdings fände ich eine Ausschließlichkeit in diesem Punkt auch seltsam. Das wäre in etwa so, wenn ein Partner nicht Küssen will. Alles andere schon, nur nicht auf den Mund küssen.
Hat dann auch weniger mit Besitzanspruch oder Eifersucht zu tun, wenn das dem Partner missfällt. Auch hier geht es eher um Passung.

Man könnte in diesen Fälle schon auf die Idee kommen, dass der Partner nicht wirklich liebt.
Ich bin mir daher nicht sicher, wie der Fall gelagert ist, den du schilderst.
Lässt du Details aus?
Du verwendest viele negative Begriffe in Bezug auf Partnerschaft, wie "Besitzansprüche", "emotionale Erpressung" usw.
Für mich klingt das zu sehr nach Opferhaltung. Als handele es sich beim Partner um einen Feind.
Es liegt eben auch sehr an seinem selbst, wie man dem Anderen seine Zuneigung zu vermitteln vermag, so dass dieser nicht unsicher ist.


LG
 
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  • #30
Ist es egoistischer, mit dem Partner nicht in einem Bett schlafen zu wollen oder zu können, oder ist es egoistischer, partout darauf zu bestehen, dass der andere Partner neben einem einzuschlafen hat?
Diese Frage stellt sich mir nicht, denn meine Partnerin an meiner Seite ist in den wichtigsten Fragen kompatibel mit mir!
Ist es egoistischer, Kinder kriegen zu wollen, oder ist es egoistischer, ohne Kinder leben zu wollen?« Beide Fragen ließen sich nämlich mit den gleich guten Argumenten in die eine oder in die gegenteilige Richtung beantworten – man sieht also, das Thema ist kompliziert.
Auch diese Frage stellt sich mir nicht, auch hier sage ich noch einmal, es ist eine Frage der Kompatibilität in ganz wichtigen Fragen, so auch in dieser Frage, fehlt diese Kompatibilität, brauchst du dich keine Minute länger, damit beschäftigen! Punkt.
Beispiel: Ich habe meiner jetzigen, sehr viel jüngeren Freundin gesagt: »Ich erwarte von dir nicht, dass du mir sexuell immer treu bist, aber mir sind Ehrlichkeit und insofern innere Treue wichtig. Ich möchte unserer Liebe keinen künstlichen Rahmen geben, sondern vertraue darauf, dass sich die Form »organisch« aus dem Inhalt ergibt, wenn sich beide wirklich lieben – und nicht umgekehrt.
Da gehen unsere Meinungen völlig auseinander, ich erwarte nicht nur Aufrichtigkeit und Authentizität, ich erwarte noch viel mehr nämlich absolute Treue, sonst ist die Beziehung umgehend beendet!
Eine völlig andere Frage ist es, ob ich aus Liebe heraus auf fremdsexuelle Abenteuer verzichte, weil mir der Partner wichtig ist. Die Motivation, den anderen nicht zu verletzen, ist tatsächlich eine liebevolle Motivation – Eifersüchteleien hingegen haben zunächst einmal nur mit Verlustängsten, im schlimmsten Fall aber mit Besitzansprüchen zu tun.
Nur wenn Treue Freude macht, nur dann ist es echte Liebe, damit ist alles gesagt!
Und wie reagierten Freunde darauf? Ich würde meine Freundin doch nicht »richtig lieben«, wenn ich ihr solche Freiheiten für außerpartnerschaftliche Abenteuer lasse, denn Eifersucht sei ein Beweis von »richtiger Liebe« etc.pp.
Es geht bei dieser Frage ausschließlich um mich selbst, um die eigenen Gefühle und der eigenen Einstellung zum Thema echte Liebe, da brauche ich keine Freunde, die mich andersweitig aufklären wollen, sie sollen ihr Leben leben, ich lebe mein Leben nach meinem Gefühlen und Ansprüchen, auch Punkt.
 
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