• #1

Wo liegt das Problem?

Hallo liebe Forum-User

Ich w27 bin mit meinem Partner m30 seit 3 Jahren ein Paar. Ich erwarte von einer Beziehung und von meinem Partner mehr Verpflichtung als er. Ich möchte, dass mein Partner unserer Beziehung als Priorität ansieht und sich mir gegenüber nicht nur in Sachen Treue verpflichtet, sondern auch in Sachen Termine, Abmachungen, gemeinsame Aktivitäten und füreinander da sein, wie der andere es braucht. Er sieht das anders: Er habe in seinem Leben bereits genügend Verpflichtungen wie Arbeit, Verein, Freunde. Dann möchte er auch mal spontan sein können. Ich verstehe seinen Wunsch nach Spontanität. Nur kommt unsere gemeinsame Zeit erst nach all seinen Verpflichtungen und dann hat er meist keine Lust oder keine Energie oder sonst was. Ich sage "Am Sonntag feiert mein Vater Geburtstag. Gehen wir zusammen dahin?" und seine Antwort ist "Wenn ich dann Lust habe". Und das ist genau so, wenn ich z. B. am Sa frage ob wir am So baden gehen oder spazieren. Selten gehen wir unter der Woche aus und wenn am Wochenende, dann nur Essen gehen. Natürlich schätze und geniesse ich das. Aber nur immer Essen gehen wird mir zu eintönig. Ich möchte mit ihm lachen, etwas erleben. Und ich meine damit ja lediglich Dinge wie spazieren oder ähnliches. Wie gesagt, er habe bereits genügend "Action" und "Verpflichtungen" in seinem Leben. Er möchte nicht mehr. Aber es kann doch nicht sein, dass er mir gegenüber so verschlossen und unaktiv ist. Ich habe mich in ihn verliebt, weil er gerade aktiv ist und mitten im Leben steht. Genauso geniesse ich aber auch Zeit mit ihm auf der Couch. Seine Worte: "Diese Beziehung ist für mich mein Ruhepol". Warum geht er sie ein wenn er weiss, dass ich nicht nur so bin, dass ich Ausgleich brauche?

Entweder macht er etwas das ich möchte/wünsche/vorschlage nicht gerne oder er macht dann einfach etwas, das ihm leicht fällt und denkt dann, dass das in Ordnung ist. Ich schätze seine Gesten, keine Frage. Jetzt gerade hat er mir Blumen ins Büro geschickt, weil wir gestern Abend wieder über diese Themen gestritten haben. Ich freue mich riesig! Und der zweite Gedanke ist: Jetzt ist es wieder gut, aber es wird wieder so wie sonst. Er gibt sich jetzt Mühe, bald nicht mehr..

Wir lieben uns und es schmerzt uns beide sehr, dass wir immer wieder an diesem Punkt stehen. Er verpflichtet sich in allen Bereichen seines (SEINES) Lebens und hängt sich rein und gibt immer alles, aber nicht in unserem.

Ich habe erfahrungsbedingt den Glauben verloren, dass sich das bessert. Denn wenn immer ich einen Lichtblick von 1-2 Wochen gesehen habe, hat es wieder abgenommen und 2 Monate später stehen wir am gleichen Punkt.

Ich bin ratlos.. Könnt ihr mir weiterhelfen? Sehe ich das falsch? Erwarte ich zu viel?

Liebe Grüsse
helloh
 
  • #2
Such dir ein Hobby!

Du klingst, als ob du den ganzen Tag darauf wartest, dass dein Freund endlich kommt und er dich zu irgendwas animiert.
Mach Sport, engagiere dich bei wohltätigen Zwecken, lerne eine Fremdsprache oder ein Musikinstrument. Such dir so viele Beschäftigungen, bis du Abends genauso müde bist, wie er.
 
  • #3
Such dir ein Hobby!


Mach Sport, engagiere dich bei wohltätigen Zwecken, lerne eine Fremdsprache oder ein Musikinstrument. Such dir so viele Beschäftigungen, bis du Abends genauso müde bist, wie er.

Und wozu braucht man dann eine Beziehung wenn man praktisch nichts zusammen macht und keine Zeit miteinander verbringt? Das oben beschriebene können beide auch sehr gut ohne einander haben und dann zusätzlich auch noch ohne Stress.
 
  • #4
Seine Worte: "Diese Beziehung ist für mich mein Ruhepol". Warum geht er sie ein wenn er weiss, dass ich nicht nur so bin, dass ich Ausgleich brauche?
Die Frage für mich ist eigentlich: Warum gehst Du sie ein, wenn Du weißt, dass für diesen Mann eine Beziehung der Teil seines Lebens ist, wo er nichts weiter investiert, als das, was ihm hier noch fehlt - eine Person für Sex, zusammen mal was Paarmäßiges machen und das war's.

Du hast geschrieben, dass es Dir so gefallen hat, wie er im Leben steht und dass er so aktiv ist. Naja, da siehst Du doch, was Du gewählt hast. Und Du bist der Typus, der alles mögliche mit dem Partner machen will. Ich finde seine Haltung nicht gut, das soll nicht so rüberkommen. So eine Rolle wäre mir auch viel zu wenig. Aber ich kenne solche Männer auch. Die Beziehung darf nichts sein, was Energie kostet und seine Hobbys und der Beruf, den er nicht nur zum Geldverdienen braucht, sondern auch fürs Ego und weil er weiterkommen will, sind das Zentrum seines Lebens.
Du bist allerdings falsch drauf, was Beziehungen angeht. Der Mann ist nicht Dein Bedürfniserfüller, der hat schon noch ein eigenes Leben. Diese Sache, dass man nicht zum Geburtstag mitgeht - das kann man absprechen, denn die Familie des Partners kann ziemlich viel Zeit in Anspruch nehmen und wenn man das nicht haben will in seinem Leben, ist man hier halt unsozial. Aber das ist eine Frage des Menschen, und Du hast einen Unverbindlichen, den Du vermutlich nervst mit Deinen Ansprüchen.

Er verpflichtet sich in allen Bereichen seines (SEINES) Lebens und hängt sich rein und gibt immer alles, aber nicht in unserem.
Wenn man sich so einen Mann wählt, dann kriegt man ihn auch und muss um Zeit betteln. Das habe ich hier schon öfter mal gelesen, dass der Traummann so beschrieben wird, und wenn er in der Beziehung ist, soll er sich auf einmal ändern und seine Energien nicht mehr auf das, was sein Leben seiner Meinung nach ausmacht, stecken, sondern in eine Beziehung. Das machen solche Männer nicht. Die sind eher was für Frauen, die nur ein Kind und geheiratet werden wollen und ihn das Geld ranschaffen lassen.

Ich möchte, dass mein Partner unserer Beziehung als Priorität ansieht
Dann musst Du Dir einen anderen suchen. Der erscheint Dir aber dann unattraktiv, weil er nicht so ehrgeizig, aktiv und tough ist.
 
  • #5
Du hast ganz normale Erwartungen, versuchst aber einen Mann zu ändern, der dir klipp und klar gesagt hat, woran du bei ihm bist!

Er sagt, er hat genug Verpflichtungen im Leben, also wo ist denn jetzt das Problem für dich? Deine Verantwortung liegt darin, dir einen passenderen Partner zu suchen! Ich glaube, der Mann würde es sogar verstehen, weil er dann nicht immer angegangen wird, zu Dingen, zu denen er klar nein gesagt hat. So wie dich immer das selbe Essen gehen nervt, nervt es ihn, sich ständig erklären zu müssen, warum er nun mal nichts anderes machen will.

Such dir einen jüngeren/unverbrauchteren Mann, der noch bereit ist, dir all das zu geben, was zu einer normalen Beziehung dazu gehört!

Wenn ein Mann mit 30 sagt, er will keine Verpflichtungen mehr eingehen, weil er schon genug Arrangements in seinem Leben getroffen hat, dann wird das noch schlimmer mit ihm werden. Er hat im Leben bereits aus seiner Sicht alles gegeben, um für dich nichts mehr über zu haben. Was auch die Qualität eurer Beziehung wiederspiegelt, du bist nicht die Traumfrau für ihn für die er alles geben würde.

Teilweise verstehe ich das auch. Bis man heute 30 ist, hatte man ein paar falsche Partner, hat alles gegeben, und es hat doch nicht gehoben. Man ist zudem heute schneller gefrustet und weniger abgehärtet gegen richtig schlechte, ungemütliche Zeiten und macht weniger, worauf man keinen Bock hat. Männer mit 30 haben da keine Energie und "Lust" mehr, wie er selber sagt. Geht mir als Frau nicht anders.

Für dich als Frau, die nicht bloß als Kumpelin neben einem Mann ihre Schönheit verleben will, sollte sich da schnell umorientieren.

Dein Freund lebt heute das typische Männerbild in Deutschland, das normal ist, aber auch deine Ansprüche als Frau sind ganz normal. Wenn du deine Ansprüche runterschraubst, bleibst du unzufrieden und wirst nie die normale Beziehung führen, die du dir wünscht.

Ihr liebt euch beide nicht im klassischen Sinne. Liebe heißt nämlich, den anderen so lassen und akzeptieren wie er ist. Es klappt bei euch gut, weil du ständig deine Ansprüche stark minimierst, weil du, wie du sagst, dich in ihn verliebt hast und er liebt dich, weil du so bescheiden bleibst.
 
  • #6
Ich habe erfahrungsbedingt den Glauben verloren, dass sich das bessert. Denn wenn immer ich einen Lichtblick von 1-2 Wochen gesehen habe, hat es wieder abgenommen und 2 Monate später stehen wir am gleichen Punkt.
Ganz einfach, ihr passt nicht fuereinander! Bei Nichkompatibilitaet wie in diesem Fall, gibt es erfahrungsgemaess nur 2 Moeglichkeiten, bleiben und damit leben, du kannst davon ausgehen, dass es schlimmer wird, da er ja weiss, dass du trotzdem bleibst, also kann er sich das und noch viel mehr leisten!!
Oder aber du trennst dich und suchst dir einen Mann der besser zu dir passt, wo die Kompatibilitaet stimmt! Unter solchen Umstaenden wuerde ich niemals bleiben, in der Beziehung erwarte ich, meine Prioritaet Nr. 1 und Punkt. Willst du dich ein Leben lang damit rumschlagen, er wird sich garantiert nicht aendern, er weiss ganz genau, dass du nicht konsequent bist und immer wieder fuer ihn leicht zu vertroesten bist, wo bleibt da dein Selbstwert?
 
  • #7
Ich möchte, dass mein Partner unserer Beziehung als Priorität ansieht und sich mir gegenüber nicht nur in Sachen Treue verpflichtet, sondern auch in Sachen Termine, Abmachungen, gemeinsame Aktivitäten und füreinander da sein, wie der andere es braucht. Er sieht das anders
Du bist ihm nicht so wichtig wie umgekehrt. Er kennt deine Wünsche ja schon und geht bewusst nicht darauf ein, weil er dich für selbstverständlich hält. Die Arbeit, die Freunde und seine Hobbies pflegt er, weil ihm klar ist, dass man dafür was tun muss. Für dich reichen allenfalls Verlegenheitsgesten wie ein Blumenstrauss, dann bist du offensichtlich für eine Weile zufriedengestellt, bis es unerklärlicherweise mal wieder "Drama" (aus seiner Sicht) gibt.
Du kannst jetzt entweder den Fehler machen, noch mehr um die Beziehung zu kämpfen und zu diskutieren und zu analysieren. So nach dem Prinzip, die Hoffnung stirbt zuletzt. Oder dich langsam von ihm lösen. Vermutlich wird er dich erst wertschätzen, wenn du schon weg bist. Und der nächsten Frau, die er datet, erzählen, die Trennung wäre völlig überraschend gekommen. Ich wünschte es gäbe eine andere Lösung. Dass du Freude bekommen würdest an einem unabhängigeren Leben und er dich dann wieder attraktiver finden würde und so fort. Aber ich glaube, dass Problem ist nicht, dass ihr zu viel Zeit zusammen verbringt und du zu unselbständig bist. Es ist halt wie du sagst, du bist keine Priorität und so magst du keine Beziehung führen.
 
  • #8
Ich weiß ja nicht, wann er sich verändert hat oder ob er schon immer so war.
Ich bin Dir in vielen Dingen ähnlich.
Zumindest wünsche ich mir auch keine Beziehung, in der ich nur das abendliche Kuschelprogramm bin, wenn gerade mal eine Lücke in seinem Terminplan frei ist.
Ehrlicher Weise wäre mir eine solche Beziehung zu langweilig.
Passiert ist es mir letztens dennoch mal, dass ein Mann zu Anfang sehr passend erschien, spontan war und unternehmungslustig, nach ein paar Monaten stellte sich jedoch heraus, dass das gar nicht sein Naturel ist.
Natürlich war ich ob der plötzlichen Wendung verunsichert und fragte nach.
Antwort er möchte sich nicht verbiegen und ich soll ihn nehmen wie er ist.
Jetzt wird aber umgekehrt ein Schuh draus, weil ich habe etwas mit den Jahren gelernt.
Er ist so und wird sich nicht ändern und ich werde mich weder verbiegen und angepasst 2 festgelegte ruhige Abende mit ihm verbringen, noch kämpfe ich gegen Windmühlen an.
Den Partner in den kompletten Zenit deines Lebens zu stellen ist wirklich ungesund.
Dich jetzt in 1000 Hobbys zu stürzen um mit den Lücken, die er Dir lässt zu leben aber genau so.
Bist Du ihm zuviel, ist er Dir zu wenig.
Schuld hat da keiner, sondern unterschiedliche Bedürfnisse.
Du liebst, wie Du geliebt werden möchtest und er auch....dabei kommt ihr aber auf keinen gemeinsamen Nenner.
Im Gegenteil ihr seid beide oft traurig.
Weil ihr anders seid und beide aneinander rumbiegt...
Das klappt nicht!
 
  • #9
Mein Freund hatte immer Partnerinnen, die gerne so viel Zeit mit ihm verbringen wollten wie du, während er vor allem an seinen Oldtimern schrauben wollte, neben der Arbeit meine ich.
Er erzählt, dass es ohne Unterlaß Streß gab und er sich dann mal kurz fügte, z.B. neben ihr auf dem Sofa saß und fernsah, oder spazieren ging, wobei sie sich dann jeweils nicht mal groß unterhielten und er die ganze Zeit nur daran dachte, was er jetzt Schönes, Sinnvolles tun könnte.

Da kann man sich auch fragen, wozu hat der überhaupt eine Freundin ? Nun, er will zu jemandem dazugehören, Teil einer Gemeinschaft sein, Zärtlichkeiten bekommen und geben, auch Sex, für jemanden da sein.
Paßt irgendwie nicht zusammen, nicht ?
Naja, doch. Er will das alles, aber eben nicht täglich.

Ich arbeite sehr viel und gerne.
Und hatte immer das Problem mit klammernden Männern.
Ich erzählte ihm noch vor unserem ersten Date davon am Telefon, weil er mir von den klammernden Exen erzählte und so hatten wir beide die Hoffnung, dass wir mit unseren sehr geringen Nähebedürfnissen und vielen Nebenschauplätzen endlich einen passenden Partner gefunden haben.

Er hält sich den Samstag ab Nachmittag sowie den ganzen Sonntag frei ( seltene Ausnahmen sind möglich ) und ich schaffe jeden Abend bis spät das weg, was ich früher am WE gearbeitet habe ( manchmal geht das nicht, wie am vergangenen WE, da war ich auf einem Kongress, er war da aber auch schon mit und stolz auf mich ).

Wir nerven uns nicht.
Wir sehen uns wenig, aber dann intensiv.
Er geht immer zu meinen Verwandten mit, sogar zu meinem furchtbaren Vater ins Heim.
Und er macht alles für meine Tochter.
Ich bei ihm genauso.
An solchen Dingen mache ich es fest, an anderen auch, hab davon schon oft berichtet.

Du hast nicht den passenden Partner, das wird nie was.
Dein Freund braucht eine Freundin wie mich, die auch kaum Zeit hat und du brauchst einen anderen Freund.

w 49
 
  • #10
Es klappt bei euch gut, weil du ständig deine Ansprüche stark minimierst, weil du, wie du sagst, dich in ihn verliebt hast und er liebt dich, weil du so bescheiden bleibst.

Sehe ich nicht so. Er sagt, Du bist sein Ruhepool. Was ich in der heutigen Zeit gut verstehen kann. Es herrscht eine ständige Reizüberflutung von aussen. Da sehnt man sich nach Ruhe in der Beziehung. Ohne sein Leben (Job, Freunde, Familie) aufgeben zu müssen , weil der Partner ständig unzufrieden ist.
Wenn einer ständig seine Vorstellung einer Beziehung minimieren muss, könnte es ein Zeichen dafür sein, dass es nicht passt. Aber.....
es könnte auch sein, dass man eine Entschleunigung in die Erwartungen an einen Partner bringen könnte.
Er fühlt sich wohl mit Dir, Du aber nicht mit ihm.
Er verpflichtet sich in allen Bereichen seines (SEINES) Lebens und hängt sich rein und gibt immer alles, aber nicht in unserem.
Es könnte sein, dass er es so lebt, weil er es nicht anders kennt. Er will alle "bedienen", schafft es aber nicht und Du als Partnerin bleibst beständig, weil es bei Dir einfach ist, Dich zu "beruhigen". Du liebst ihn ja schließlich.
Viele Menschen funktionieren nach aussen gut, weil sie es nicht anders gelernt haben, der Verein will bedient werden, die Arbeit muss gut laufen, etc.
Wenn man das nicht schafft , gilt man als Looser. Oder als komischer Kautz, oder...oder ...oder. Wo macht man am leichtesten Abstriche? Da, wo man sich sicher fühlt. Logisch eigentlich. Finde ich.
Ich kann ihn irgendwie verstehen, Dich aber auch.
W
 
  • #11
Und wozu braucht man dann eine Beziehung wenn man praktisch nichts zusammen macht und keine Zeit miteinander verbringt? Das oben beschriebene können beide auch sehr gut ohne einander haben und dann zusätzlich auch noch ohne Stress.

Sehe ich auch so. Es bestätigt sich jedes WE. Ob Therme, Grillplatz oder Wellness… Viel Männer könnten es mit der Partnerin genießen, aber die meisten gehen alleine hin oder mit Freunden.
 
  • #12
Im Kern beschreibst Du meine letzte Ehe.

Es gab immer wieder mal Phasen des Bemühens für wenige Wochen - und dann über Monate ein sehr ähnliches Bild, wobei es bei ihm nur der Beruf war und eine rein organisatorische Frage, nicht dem Arbeitsvolumen geschuldet.
Mir blieb der Alltag, der Haushalt, die Büro-, Familien- und Freizeitorgansation, und mein eigener Job. Den teilten wir zwar, aber an verschiedenen Orten - ich Zuhause, weil in seinem Büro kein Platz.

Nun, der Rat, der hier auch schon kam, das machte ich auch - mein eigenes Leben aufbauen.
Und merkte irgendwann, dass da einer neben mir existiert, der zwar irgendwie präsent ist, aber nicht wirklich und nur noch mehr Störfaktor ist, weil sein Mit- Wohnen Verpflichtungen mit sich bringt aber nichts weiter.
Mein Leben fand ohne ihn statt.
Ich habe viel zu spät die Konsequenz gezogen, unsere Ehe auch real beendet.
Arbeiten können wir aber miteinander, und eine gewisse Freundschaft bewahren.
 
  • #13
Warum geht er sie ein wenn er weiss, dass ich nicht nur so bin, dass ich Ausgleich brauche?
Könnte man Dich doch genauso fragen:
Warum gehst Du die Beziehung ein, wenn Du weißt, dass er ganz andere Bedürfnisse hat?
Ganz einfach, weil man an Kompatibilität gewisse Abstriche machen muss - man kann nicht in jedem Punkt zu jeder Zeit 100% kompatibel sein.
Wenn es insgesamt gut passt, geht man solche Beziehungen ein, in der Abstriche bezüglich der eigenen Bedürfnisse gemacht werden. Das hat er getan und Du ja auch.
Möglich wäre es jetzt, die Ansprüche, die Du an einen Partner hast und er Dir nicht erfüllen kann/will, anderweitig zu kompensieren. Das ist dann die Sache mit dem Hobbies suchen.
Du wirst selbst wissen, wie groß Deine Unzufriedenheit mit dieser Sache in Bezug auf die gesamte Beziehung ist und ob das dauerhaft mit Kompensation funktionieren kann oder die Beziehung letztlich daran scheitert.

Ich kann ihn übrigens gut verstehen, ich bräuchte auch keine Beziehung in der ich ein Freizeitprogramm absolvieren muss. Für mich ist Beziehung auch Ruhepol, in der ich nichts machen muss, worauf ich keine Lust hab. Wenn man diesen Bereich - neben den Verpflichtungen in Job, Verein, Hobby - auch noch durchstrukturiert, wo bleibt dann die Möglichkeit, mal "frei" zu sein?
Und ein Partner, der mit sich selbst nichts anzufangen weiß, bzw. mich bei seinen Aktivitäten immer dabei haben will, wäre mir ein Graus.

Für mich ist Beziehung etwas positiv Ergänzendes zu meinem eigenen Leben, sobald es eine Einschränkung dessen wäre, wäre ich nicht mehr in einer. Vielleicht geht es Deinem Freund ähnlich.
 
  • #14
Das ist mal wieder der Nachteil an jüngeren Frauen und genau DER Punkt, wieso mein letzter viel jüngerer Freund keine jüngere Freundin mehr will.
Du fokussierst Dich anscheinend nur auf Deinen Freund!?
Für mich hört er sich toll an!
Mach doch mal mehr Dein Ding!
Wenn Du ausgehen willst - geh aus! Du hast doch auch noch Freunde?! Wenn Du zu Papas Geburtstag gehen willst, dann muss er da nicht unbedingt mitkommen.
Sag einfach: Mein Vater hat am Sonntag Geburtstag und ich werde ihn besuchen so um 15:00Uhr. Magst du mitkommen?
Und wenn er eben nicht will, dann lass ihn!
Du bist doch eine eigenständige Person und er muss nicht jede Aktivität mit Dir teilen!
Wenn Du mehr Action brauchst, dann mach was mit Deinen Freundinnen.
Wenn er nicht mit Dir schwimmen gehen will, gehst du eben mal alleine schwimmen - und wenn du am WE lieber auch mal tanzen willst in nem Club, dann mach was mit Mädels klar... das ist doch sowieso lustiger ;-)
Vielleicht hat er einen anstrengenden Beruf und braucht einfach Ruhe am WE und muss Kraft tanken.
Man muss nicht alles zusammen machen.
Meinen jetzigen Freund sehe ich meist nur am WE und jedes 2. WE haben wir beide unsere Kinder da. Und die haben auch noch ihre Aktivitäten, so dass wir uns jedes 2. WE auch nicht ganztags sehen - Aktivitäten sind unterschiedlich!
Mein letzter (jüngerer) Freund hat sehr viel Sport gemacht, war stundenlang am WE auf Golfturnieren - dann hab ich eben was mit Freundinnen unternommen und abends sind wir essen gegangen - immerhin! ;-)
Manchmal kam aber sein Vater vorbei und dann hatte der Priorität - na und!?
Man kann durchaus auch ohne seinen Liebsten etwas unternehmen, nur muss man das lernen - das gehört zum Erwachsenwerden dazu.
Das, was du schreibst, hört sich für mich nicht so an wie bei @Lionne69
Und merkte irgendwann, dass da einer neben mir existiert, der zwar irgendwie präsent ist, aber nicht wirklich und nur noch mehr Störfaktor ist, weil sein Mit- Wohnen Verpflichtungen mit sich bringt aber nichts weiter.
Mein Leben fand ohne ihn statt.

Dein Freund lebt nicht nur neben Dir her, ihr habt schon gemeinsame Unternehmungen, nur ist dir das zu wenig - also solltest du etwas mehr ohne ihn unternehmen.
Vielleicht ist er ab und zu ganz gerne mal alleine.
Ich z.B. brauche das.
Kann mich aber noch daran erinnern, dass mich das in Deinem Alter auch gestört hat - ich wollte auch mit meinem Freund spazieren gehen und Pärchen-WE planen - er aber nicht! Manche Leute brauchen mehr Freiraum - und wenn Du ihn liebst, solltest du ihm den geben und einfach mehr dein eigenes Ding machen.

Er liebt Dich und zeigt Dir das auch.
Deswegen würde ich an Deiner Stelle zumindest mal versuchen, an mir selber zu arbeiten.
 
  • #15
Für mich ist Beziehung auch Ruhepol, in der ich nichts machen muss, worauf ich keine Lust hab.
Aber das muss man doch auch nicht im Hobby oder mit Kumpels. Vereine - ok, da gibt es Verpflichtungen, aber ansonsten kann man doch Hobbys oder Freunde canceln, wenn man keine Ruhe im Leben hat? Ich seh das so, dass er sich ne Partnerin genommen hat, die gar nicht vorgesehen war als was anderes als diese Lücke auszufüllen, die sie jetzt hat, und das möglichst so, dass sie ihn nicht beansprucht. Ich hab mich schon oft gewundert, warum es so viele Paare gibt, die keine gemeinsamen Interessen haben, denn dann bleiben auch noch die Gesprächsthemen aus.
Wer so an eine Partnerschaft rangeht, behandelt sie ja irgendwie wie ein Möbelstück. Angeschafft, hin und wieder abgestaubt und genutzt, Hauptsache, das Ding ist da, und ansonsten soll es keine Arbeit machen.
 
  • #16
Ich glaube nicht, dass sich sein Verhalten ändern wird. Schade, dass nicht die Partnerin an erster Stelle steht, sondern Verein und Freunde wichtiger sind! Das ist traurig... Anscheinend interessiert er sich gar nicht für Dein Leben, denn das sollte selbstverständlich sein, dass man seinen Schwiegerpapa zum Geburtstag besucht. Es muss ja nicht lange sein, aber der Wille zählt!
 
  • #17
Anscheinend interessiert er sich gar nicht für Dein Leben, denn das sollte selbstverständlich sein, dass man seinen Schwiegerpapa zum Geburtstag besucht. Es muss ja nicht lange sein, aber der Wille zählt!

Er ist doch gar nicht der Schwiegervater!?
Selbstverständlich finde ich den Geburtstagsbesuch nun auch nicht, aber ich fände es nett, wenn mein Freund (nicht Ehemann!) mich begleiten würde.
Ein Ehemann hat sogenannte eheliche Pflichten und muss den Schwiegervater schon die Ehre zuteil werden lassen, am Geburtstag zu gratulieren und vorbeizukommen. Allerdings sehe ich auch, dass der Schwiegervater ihn ja gar nicht explizit eingeladen hat. Wer weiß, ob nicht nur die Freundin wert auf den gemeinsamen Besuch legt!?
Ich würde an ihrer Stelle einfach mal mehr mein eigenes Ding machen. Klar ist es schöner, wenn man vieles gemeinsam macht und auch viele gemeinsame Interessen hat, ich kenne aber auch Beziehungen, bei denen die Paare nicht alles gemeinsam machen und das läuft hervorragend.
 
  • #18
Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten. Ich fasse kurz zusammen, resp. kommentiere Unklarheiten.

Ich habe durch unserer Beziehung durchaus gelernt, mein eigenes Ding durchzuziehen. Ich nehme mir Zeit für mich, verabrede mich mit Freunden, mache Sport, eine Weiterbildung, Haushalte für mich etc.. Es ist also nicht so, dass ich einen 9to5 Job habe und danach nur gelangweilt rumsitze. Wir verbringen auch nicht zu viel Zeit miteinander. Ich empfinde die Zeit, die wir zusammen verbringen aber mittlerweile als langweilig (TV schauen und Essen gehen, selten einen Ausflug). That's it. Demnach ist es die Qualität die mich stört, nicht die Quantität.

Es war mir anfangs nicht bewusst, dass er seine Eigenschaft, viel zu unternehmen nur auf Job, Hobby und Freunde beschränkt und mich nicht mit einschliesst.

Mein Vater hat ihn explizit eingeladen. So, wie ich auch von seiner Familie an solche Anlässe immer eingeladen werde. Dann ist es fast Pflicht, dass ich mitkomme. Er: "wenn du nicht mitkommst, gehe ich auch nicht" (er hat nicht so ein gutes Verhältnis zur Familie). Damit er seine Eltern sieht, gehe ich mit. Auch wenn ich keine Lust habe (habe ich nicht, weil eben; komische Familienverhältnisse). Ich denke aber zuerst an ihn. Damit es ihm gut geht. Umgekehrt sehe ich das irgendwie nicht.

Ich sehe, ihr seid genau so zwiegespalten wie ich. Einerseits müsste ein Abstrich drin liegen. Aber kann ich damit leben, dass es genau dieser Abstrich ist? Ich weiss es nicht.. Ihn ändern will ich ja nicht, obwohl er sagt es wäre wohl kein Problem. Machen tut er es dann aber doch nicht konsequent.

Er fühlt sich in SEINEM Leben sichtlich bedrängt, wenn ich da was suche..
 
  • #19
Ich empfinde die Zeit, die wir zusammen verbringen aber mittlerweile als langweilig (TV schauen und Essen gehen, selten einen Ausflug).
Ich denke, dieses Problem haben viele Frauen. Es kommt, weil keine gemeinsamen Hobbys da sind. Durch das Internet kenne ich eine Frau, die mit ihrem Mann Larp macht oder sowas. Die nähen zusammen ihre Klamotten, die gehen zusammen zu diesen Rollenspielen, Bällen usw. Das kann natürlich auch zu Problemen führen, weil wenn man was zusammen macht, muss man das auch können, also keine Konkurrenzkämpfe und Eifersüchteleien. Manchmal gehen sie wohl auch zu diesen Papier-Bleistift-Spieleveranstaltungen.
Ich fand das schön, dass sie so viel zusammen machen. Dazu muss man aber auch ein Hobby haben, das man teilen kann. Malen, Schreiben usw. gehört ja eher nicht dazu.

Was wären denn die Unternehmungen, die Du gern gemeinsam mit dem Mann machen wolltest? Weil - manchmal kommt von Frauenseite da auch nur Shoppen und im Restaurant sitzen.

Ich finde, gemeinsam Sport machen gut, aber dann müssen es ja beide zur gleichen Zeit machen und bei Sport wie Joggen oder Radfahren das gleiche Tempo haben. Was ich auch mochte, waren Spiele miteinander, also Schach oder irgendwas anderes, was das Gehirn mal fordert. Wollte mein Ex nicht wirklich. Der sah das irgendwie wie Dein Freund, obwohl er selber nichts mit Kumpels unternahm und ich immer Vorschläge machen musste, wenn wir was tun wollten.

Der Spaß findet anscheinend immer mit anderen statt, man selber hat den müden Mann, der nur ein bisschen angenehm rumhängen und sich erholen will. Das ist bis auf in einer in allen anderen Beziehungen, die ich kenne, auch so und wurde noch schlimmer, als Kinder da waren. Da war mancher Mann deswegen dann auch noch gern länger arbeiten.

Das war für mich der Grund, mal drüber nachzudenken, wie eine Beziehung eigentlich sein müsste, damit sie vom anfänglichen Begeistertsein und Aufmerksamkeit schenken nicht in dieses Lahme gerät, was Du beschreibst. Und ich denke, das liegt einfach am jeweiligen Mann und seiner Sicht, was eine Beziehung für ihn sein soll.
 
  • #20
Ihr seid absolut nicht kompatibel in euren Ansprüchen an die Beziehung und das wird sich weder nachhaltig ändern noch dauerhaft überbrücken lassen. Dir wird wohl nur bleiben, diese Beziehung dauerhaft so zu akzeptieren oder dir einen Partner zu suchen, der besser zu dir passt. Er ist übrigens nicht böse – du bist ihm nur nicht wichtig genug.

Mir scheint zugleich, das geschilderte Verhalten des Mannes wird hier von einigen schon arg schöngefärbt.
Zitat von helloh:
Er habe in seinem Leben bereits genügend Verpflichtungen wie Arbeit, Verein, Freunde. Dann möchte er auch mal spontan sein…Nur kommt unsere gemeinsame Zeit erst nach all seinen Verpflichtungen und dann hat er meist keine Lust oder keine Energie.
Die Partnerin steht bei ihm an letzter Stelle bei seinen Prioritäten und zwar offenbar permanent. Er macht nicht "öfter mal sein Ding", sondern er macht im Grunde NUR sein Ding. Die Partnerin als jederzeit verfügbarer Spontaneitätspuffer. Sie fällt im Zweifelsfall immer hinten runter.
Zitat von helloh:
Ich sage "Am Sonntag feiert mein Vater Geburtstag. …seine Antwort ist "Wenn ich dann Lust habe".
Respektloser kann man auf diese Frage kaum antworten. Ein hohes Maß an Geringschätzung für die Partnerin und ihre Familie. Plus Unwillen, eine Entscheidung im dem Moment zu fällen und zu dieser zu stehen. Alle seine anderen Aktivitäten stellt er ja wohl nicht unter diesen Vorbehalt. Und das scheint ja bei vielen gemeinsamen Unternehmungen mit der FS so zu sein.
Zitat von helloh's Partner:
"Diese Beziehung ist für mich mein Ruhepol".
Damit hat er deine Rolle und die der Beziehung eindeutig definiert. Wenn du eure Beziehung nicht in erster Linie als seinen Ruhepol führen willst, dann zieh‘ die Konsequenzen.
Zitat von helloh:
Warum geht er sie ein wenn er weiss, dass ich nicht nur so bin, dass ich Ausgleich brauche?
Weil er es kann und ihm deine Ansprüche zwar nicht völlig, aber doch ziemlich egal sind. Und er keinen Respekt vor dir hat.
Zitat von helloh:
Ich schätze seine Gesten... Jetzt hat er mir Blumen ins Büro geschickt, weil wir gestern Abend wieder über diese Themen gestritten haben.
Scheint ein wiederkehrendes Ritual bei euch zu sein. Ein paar Blumen zum Ruhigstellen - sowohl von dir als auch seinem Gewissen. Und sonst keine nachhaltigen Veränderungen. Läuft doch für ihn.
Zitat von helloh:
Wir lieben uns und es schmerzt uns beide sehr, dass wir immer wieder an diesem Punkt stehen.
Ich kann da nicht viel Liebe bei ihm erkennen. Deine Schilderungen zeichnen das Bild eines sehr ich-bezogenen und selbstfixierten Mannes. Sagen kann man viel. Seinte Taten sagen was anderes: du stehst ganz unten auf seiner Prio-Liste. Sein Umgang mit dir ist vielfach respektlos. Ohne Respekt gibt es aber keine Liebe.
Mag sein, dass er dich sehr mag - und vor allem, dich BRAUCHT. Als Ruhepol, fürs Kuscheln und den Sex...
Zitat von helloh:
…2 Monate später stehen wir am gleichen Punkt.
Wie lange willst du das immer wieder neu durchleben?
m44
 
  • #21
Und wozu braucht man dann eine Beziehung wenn man praktisch nichts zusammen macht und keine Zeit miteinander verbringt? Das oben beschriebene können beide auch sehr gut ohne einander haben und dann zusätzlich auch noch ohne Stress.
Das frage ich mich allerdings auch? Für ihn läuft die Freundin nur nebenbei mit, sie ist ausser für Sex die letzte Priorität (so scheint es mir) und statt, dass er nach Lust und Laune Freunde trifft verpflichtet er sich bei allen anderen nur nicht bei seiner eigenen Freundin - was völlig unlogisch ist.

Liebe FS er will dich mit den Blumen und kleinen Gefälligkeiten nur bei Laune halten und will dich damit besänftigen, damit du nicht die Lust verlierst und die Beziehung beendet ist aber in Wirklichkeit lebt er wie ein Single Leben und wenn er Sex braucht trifft er sich mit dir. mit deinem Partner möchte doch jemand auch anderes Unternehmen in der Freizeit Kino- Konzertbesuche, gemeinsam Sport treiben reisen, Wellness, auch Freunde zum Essen einladen und sie gemeinsam bekochen...

Möchtest du denn mit ihm eines Tages eine Familie gründen? Wenn ja, wie soll das aussehen, wenn der nicht mal jetzt wo ihr beide keine familiäre Verpflichtungen habt euch kaum seht?

Klar man darf und soll nicht immer aneinander kleben aber er lebt, wie wenn er Single wäre. Wozu braucht er dich? Nur fürs Bett? Dafür wäre ich mir zu schade und es wäre mir zu wenig.

Im Buch "Jain!" von S. Stahl beschreibt sie, dass Menschen, welche die emotionale und körperliche Nähe als unangenehm empfinden oder sogar davor Angst haben verschiedene Aktivitäten und Verpflichtungen eingehen, damit sie ja nicht mit dem Partner alleine mehr Zeit verbringen. In Wirklichkeit glaube ich hat dein Freund Bindungsangst. Ich empfehle dir das Buch zu lesen. Da wirst du einige Verhaltensweisen von ihm beschrieben sehen.
 
  • #22
Das ist ein ganz typisches Frauenproblem in Beziehungen, wobei ich garnicht festlegen kann, ob Du den Mann als eierlegende Wollmilchsau siehst, oder der Mann tatsächlich zu wenig Energie in die Beziehung mit einbringt.

Hier wird gerne zur Trennung geraten. Womöglich sind aber Männer einfach so und wenn Du eine Beziehung mit einem Mann willst, dann hast Du eben einen solchen Mann auf der Couch sitzen.

Entscheidend ist doch das Gesamtpaket. Du hast ein paar Beispiele genannt, womöglich gibt es aber viele kleine Aufmerksamkeiten, die er einfach so täglich erbringt. Ich würde daher nicht lapidar behaupten, dass Du ihm nichts wert bist.
Schau einfach mal, ob es in Deinem Umfeld einen Mann gibt, der ein besseres Gesamtpaket abliefert als Deiner.

Ihr habt scheinbar ein unterschiedliches Nähebedürfnis. Schau Dir doch mal an, wieviele Dinge seine Eltern und Deine Eltern miteinander teilen.

Ansonsten rate ich, wie ein paar vor mir: Willst Du gelten, mach Dich selten.

Garnicht soviel ankündigen und absprechen. Einfach sein Verhalten spiegeln. Lass ihn in der Schwebe und im Ungewissen. Hab keine Zeit, wenn er Essen gehen will usw.
 
  • #23
Natürlich gibt es in einer Beziehung auch das gemeinsame Abhängen.
Aber so wie ich das sehe, bist du nur zum Abhängen da, während er sich in seine Aktivitäten mit anderen stürzt.
Ich glaube nicht, dass das noch wird, für ihn ist es ja auch total bequem. Eine Beziehung sehe ich darin nicht, jedenfalls bist du da in einer ziemlichen Schublade gelandet.
Vielleicht machst du beim gemeinsamen Abhängen nicht mehr mit...ich glaube nicht, dass es was ändern wird.
Mit reden kommst du jedenfalls nicht weiter.
Wenn als Abendplanung von ihm kommt, ach weisst du, wir bleiben zu Hause, dann gehst du eben notfalls allein ins Kino.
Kann aber auch sein, dass diese Maßnahmen nichts nutzen, weil es einfach nicht passt. Probieren kannst du es, dein Ding machen und zum Abhängen nicht mehr zu Verfügung stehen.
 
  • #24
in Wirklichkeit lebt er wie ein Single Leben und wenn er Sex braucht trifft er sich mit dir. mit deinem Partner möchte doch jemand auch anderes Unternehmen in der Freizeit Kino- Konzertbesuche, gemeinsam Sport treiben reisen, Wellness, auch Freunde zum Essen einladen...
Dieses Wunschbild scheitert meistens daran, daß die Frau dann mehr oder weniger subtil ihre eigenen Bedingungen auch dem Partner überstülpt, während er zugleich seine Interessen an den Nagel hängen kann. Will heißen: Kino gerne, aber sie sucht den Film aus. Gemeinsam Sport treiben, aber sie bestimmt das Tempo. Gemeinsam essen, aber nur was ihr schmeckt. Wellnessen statt bergsteigen. Ins Kunst- statt ins Technikmuseum. Und so weiter und so weiter.

Nun wird ein Mann die Frau natürlich nicht zu etwas nötigen, das ihr nicht gefällt oder sie überfordert. Daraus folgt aber für ihn aber: nie wieder bergsteigen oder im Winter eine Schwarze Piste fahren. Nie wieder ein Technikmuseum von innen sehen. Nie wieder Fondue essen. Bis ans Ende seiner Tage nicht.

Das ist es, wovon Frauen träumen. Denn für sie bedeutet es ja keinerlei Einschränkung. Nur für den Mann.

Nein, auf eine solche Symbiose lasse ich mich nicht mehr ein. Entweder jeder behält einen Teil seiner Freiheit, oder es geht eben nicht mit uns.
 
  • #25
Dieses Wunschbild scheitert meistens daran, daß die Frau dann mehr oder weniger subtil ihre eigenen Bedingungen auch dem Partner überstülpt, während er zugleich seine Interessen an den Nagel hängen kann. Will heißen: Kino gerne, aber sie sucht den Film aus. Gemeinsam Sport treiben, aber sie bestimmt das Tempo. Gemeinsam essen, aber nur was ihr schmeckt. Wellnessen statt bergsteigen. Ins Kunst- statt ins Technikmuseum. Und so weiter und so weiter.
Wie schön, dass man die FS so gut kennt, um ihr all das zu unterstellen!

Sie beklagt sich zurecht, dass sie zusammen nichts unternehmen ausser essen gehen und zu Hause vor dem Fernsehen Filme schauen. Der Mann macht sich nur Verpflichtungen, um der Zweisamkeit zu entfliehen. Er selbst möchte mit ihr nichts unternehmen, er schlägt ihr ja selbst nichts vor.

Zu gemeinsamen Aktivitäten macht jeder seine Vorschläge und Ideen und es geht immer um Kompromiss, dass man zum Beispiel einmal den Film nach seinem Wunsch und einmal nach ihrem Wunsch sieht, einmal gehen sie nach seinem Wunsch in ein Restaurant das nächste Mal nach ihrem oder einmal nur Wellness das nächste Mal wandern, wo ist das Problem? Nichts leichter als das aber man kann sich selbst Probleme machen, wo es keine gibt!
 
  • #26
und es geht immer um Kompromiss, dass man zum Beispiel einmal den Film nach seinem Wunsch und einmal nach ihrem Wunsch sieht
Glaubt man so. Die Lebensrealität könnte aber auch so aussehen:
Wenn als Abendplanung von ihm kommt, ach weisst du, wir bleiben zu Hause, dann gehst du eben notfalls allein ins Kino.
Wenn einer zuvor hundertmal auf seine Vorschläge nur „gefällt mir nicht”, „ist nicht mein Fall” oder „laß uns lieber was mit Till Schweiger anschauen” gehört hat, dann kommt mit großer Wahrscheinlichkeit irgendwann eben nur noch dieses „ach weißt du, wir bleiben zu Hause”. Das liegt dann aber nur insofern am Mann, als er keine Lust hat, sich seine eigenen Vorschläge wieder einmal abschmettern zu lassen, weil die Frau keinen Millimeter kompromißbereit ist.
 
  • #27
Es wird hier aber nicht so beschrieben, als würde es hier Sreit um den Kinofilm geben oder ob man nun wandert oder ans Meer fährt, und ein Partner müsste sich aufgeben, sondern er ist vorneherein nicht zu mehr Aktivität, welcher Art auch immer bereit.
 
  • #28
@Apfeldieb ich kenne das ganze umgekehrt. Somit ist es nicht Geschlechter abhängig, sondern abhängig von dem einzelnen Menschen.
Ob Mann oder Frau, viele "verkaufen " sich taktisch am Anfang anders als sie sind und drehen sich, wenn die Liebe gefestigt ist.
Und so verstehe ich den Thread der FS.
Sie hat einen unternehmungslustigen Partner gewählt, weil sie selbst so ist.
Augenscheinlich also sehr passend und nicht so, dass sie vorhatte sich jemanden zurecht zu biegen.
Unternehmungslustig ist er auch, allerdings bevor er nach Hause kommt.
Die FS ist sein Zuhause und seine Ruhe und seine Entspannung.
Sie selbst wird aber nach ihrem Feierabend aktiv und will eben nicht auf der Couch hocken.
Und ich kann sie sehr gut verstehen, hatte ich doch genau einen solchen Herren vor einigen Monaten kennengelernt.
Natürlich bin ich zb in beschriebenes Kunstmuseum oder in ein expressionistisches Theaterstück, weiterhin mit einer Freundin gegangen.
Und ich lese auch nicht, dass die FS ihrem Freund Dinge überstülpen will, die er gar nicht leiden kann.
Sondern sie möchte keinen müden Knochen, der überall fit und aktiv ist, nur nicht bei ihr.

Manchmal hilft Diskutieren einfach nicht mehr , sondern nur klare Ansagen.
Liebe FS, Du musst ersteinmal Deinen Partner aus dem Zenit deines Lebens herausnehmen. Und vorallem aus der selbsterwählten Warteschleife raus.
Unternehme etwas mit Freundinnen und bleibe nicht in voller Erwartung auf der Couch sitzen.
Mache eine Ansage, dass Du am Wochenende etwas mit ihm unternehmen möchtest, er kann überlegen was, das Programm gestalten aber Couch ist out.
Und habe im Notfall eine Alternative, wenn nichts kommt, im Notfall Frusteis bei einer Freundin.
Aber sitze nicht auf besagter Couch und lamentier.
Wenn er weiterhin seinen Po in der Beziehung nicht bewegt, dann passt es nicht.
Einer von Euch müsste sich verbiegen und das gibt nur Frust.
 
  • #29
Wenn einer zuvor hundertmal auf seine Vorschläge nur „gefällt mir nicht”, „ist nicht mein Fall” oder „laß uns lieber was mit Till Schweiger anschauen” gehört hat, dann kommt mit großer Wahrscheinlichkeit irgendwann eben nur noch dieses „ach weißt du, wir bleiben zu Hause”. Das liegt dann aber nur insofern am Mann, als er keine Lust hat, sich seine eigenen Vorschläge wieder einmal abschmettern zu lassen, weil die Frau keinen Millimeter kompromißbereit ist.
Also bitte, wir wissen doch gar nichts von der Fragestellerin nur, dass sie so gut wie gar nichts mehr zusammen unternehmen ausser essen gehen und zu Hause Fernsehen schauen.

Das kann man genauso gut im Rentenalter zusammen machen aber doch nicht jetzt, wo ihnen alle Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung offen stehen! Dann kann sie tatsächlich wie @Pfauenauge hier empfiehlt alleine los ziehen und ihre Aktivitäten selber gestalten oder mit Freunden - genauso wie er das tut - denn sie ist ja wie alleine, wie Singlefrau.

Ich kann sie sehr gut verstehen dass sie unglücklich und unzufrieden ist mit der Situation, denn sie lernte einen anderen Mann kennen der ihr als sehr aktiv und fit zugesagt hatte. Sie lernte einen Mann, der das Gegenteil von einem Couchpotatoe ist! Auch ich persönlich mag keine Stubenhocker aber er soll mit mir Aktivitäten in der Freizeit vermehrt unternehmen und nicht nur mit anderen.
 
  • #30
Sie hat einen unternehmungslustigen Partner gewählt, weil sie selbst so ist. [...] Und ich lese auch nicht, dass die FS ihrem Freund Dinge überstülpen will, die er gar nicht leiden kann.
Sondern sie möchte keinen müden Knochen, der überall fit und aktiv ist, nur nicht bei ihr.
Das alles muß aber ja einen Grund haben. Wenn ein ursprünglich unternehmungslustiger Typ innerhalb weniger Monate zum Couch Potato mutiert, dann kann es durchaus sein, daß die Fragestellerin ursächlich dazu beigetragen hat, auch wenn ihr das vielleicht nicht bewußt ist.

Es kann zum Beispiel damit zu tun haben, daß jede dieser Unternehmungen einen für den Mann unerquicklichen Verlauf nimmt, einfach weil die Frau sich immer wieder wegen irgendwelcher physischer und psychischer Limits als Bremsklotz erweist. Zuerst nimmt man noch liebevoll Rücksicht (man kann das ja auch irgendwann mal allein nachholen), dann ist man zunehmend genervt (sie will aber nicht allein gelassen werden), und schließlich verglimmt die Lust, etwas mit dem Partner zu unternehmen, zur Gänze. Und fertig ist der Couch Potato.

Wie ist das z.B. beim Spazierengehen, wer setzt da die Limits? Was könnte der Grund sein, warum es ihm nicht gefällt? Heißt es „da hinauf gehe ich nicht”, wenn sich ein Hügel oder Turm anbietet? Gibt es Zank wegen jeder Pfütze („hättest du nicht einen anderen Weg aussuchen können?”)? Soll immer dann umgekehrt werden, wenn es gerade interessant zu werden verspricht? So kenne ich das, und weil ich es so kenne, bin ich am liebsten allein unterwegs.
 
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