• #91
Oder kein grosses Problem, andere Menschen für eigene Zwecke einzuspannen.
Machst Du denn etwas anderes, wenn Du an eine Partnerschaft erheblich höhere Erwartungshaltungen knüpfst? Jede Beziehungsform ist ein Geben und Nehmen und somit auch ein Einspannen für eigene Wünsche und Zwecke. Und jede Beziehung klappt gewöhnlich nur dann, wenn beide es in der Gesamtbewertung als ein eigenes Plus für ihr eigenes Leben empfinden. Da unterscheiden sich die Beziehungsformen nicht.

ich fühle bloß keinen Unterschied zwischen Selbstbefriedigung und einem Mann, für den ich nichts empfinde. Ich sehe auch keinen Sinn darin.
Du siehst wirklich keinen Sinn in Selbstbefriedigung? Ich sagte ja, wer keine Freude an der Aktivität selber spürt, wird auch keinen Sinn darin sehen, so dass es dann logisch ist, einen Sinn nur in darüberhinausgehenden Zielen erkennen zu können (Sex als Mittel zum Zweck).

Es ist ein Denkfehler, das F+ nichts füreinander empfinden. F+ sind Freundschaften! Empfindest Du etwa nichts für Deine Freunde*innen?

Wie bereits geschreiben, macht man fast alle Aktivitäten lieber mit Menschen, die man mag. Auch bei F+ können sehr gute Freunde und füreinander da sein. Man sieht nur keine Notwendigkeit, über eine gute Freundschaft hinaus die eigene Unabhägigkeit aufzugeben und unnötig zu verflechten, nur weil man gerne zusammen Tennis spielt, Videos schaut oder andere Aktivitäten (Sex) zusammen macht.

Man gibt deshalb eben nicht seine Eigenständigkeit auf, so dass nicht die gleichen Erwartungshaltungen bestehen. Während man in einer Ehe immer irgendwelche Kompromisse finden muss, damit beide sich gewertschätzt fühlen, kann man bei einer F+ wie in jeder guten Freundschaft auch unabhängige Lösungen finden. Will einer zB Urlaub auf den Malediven und der andere hält Urlaubsreisen für rausgeschmissenens Geld, dann geht man wie in jeder guten Freundschaft im Urlaub halt eigenständige Wege, ohne einen gemeinsamen Weg finden zu müssen. Der Erwartungsdruck, einen gemeinsamen Weg finden zu müssen, ist geringer, weil beide eigenständig bleiben und viel Weniger als Selbstverständlichkeit betrachtet wird.

Ironischerweise wollen die, die Erfahrung darin gemacht haben, es nicht mehr wiederholen...
Kann ich nicht bestätigen. Hintergrund dürfte eher sein, wer schon für eine Partnerschaft aufgrund seiner Erwartungshaltungen ungeeignet ist, wird vermutlich in jeder Beziehungsform Probleme bekommen, sobald er das Leben des Gegenübers einzuengen versucht. Das schadet jeder Beziehungsform. In einer Partnerschaft macht es ein Gegenüber vielleicht nur etwas länger mit, weil es ja zu dieser Beziehungsform vermeintlich auch irgendwo dazugehört. Unschöne Freundschaften sind da auch leichter zu beenden, weil man weniger verflochten ist.
 
  • #92
Meiner Meinung nach wurde das Thema „Gefühle“ hier kaum angesprochen. Das ist aber ein wichtiger Punkt. Wenn mir ein Mann sehr gut gefällt (es passt alles, ich finde seine Art toll, im Bett hat man viel Spaß usw.) verliebe ich mich zwangsläufig in ihn. Die Tatsache, dass ich mich aufgrund der F+ Geschichte nicht in ihn verlieben darf, macht die Sache noch schlimmer für mich. Ich habe ständig Angst davor mich zu verlieben, kann mich nicht fallen lassen (aufgrund der mangelnden Verbindlichkeit kann der Mann mich ja jederzeit gegen eine neue Frau austauschen). Ich brauche ein klares JA zu meiner Person von einem Mann, um mich entspannen und wohl fühlen zu können. Eine F+ ist für mich ein klares JEIN. „Du gefällst mir gut, aber....“

Mit einem Mann,der mir gefällt möchte ich viel Zeit verbringen. Ich kann es nicht ertragen, wenn er mit anderen Frauen schläft. Ich kann dies zwar akzeptieren, fühle diese Akzeptanz aber nicht. Ich fühle mich extrem schlecht damit.
Ich möchte mich auf einen Mann nicht einlassen, wenn ich weiß, dass ich nur eine „Übergangslösung“ für ihn bin. Ich bin sehr sensibel und leidenschaftlich, für mich sind Freundschaften und Beziehungen oft sehr intensiv und innig. Entweder ich investiere 100% in eine Beziehung oder nichts. Es gibt mich für einen Mann nur als Ganzes, er kann sich nicht das herauspicken was er haben will (z.B nur meinen Körper) Natürlich kommt es vor, dass ein Mann mich nicht umhaut und ich nichts für ihn empfinde. Doch ohne diesen „WOW Effekt“ kommt für mich ein Mann als langfristiger Sexpartner nicht in Frage. Der Sex ist dann ganz nett, aber irgendwas fehlt. Mich hält nichts bei diesem Mann. Guten Sex bieten viele Männer, ein Mann der außer tollen Sex nichts zu bieten hat, hebt sich durch nichts Besonderes hervor. Das macht ihn für mich uninteressant. Sollte er allerdings eine tolle Art oder einen faszinierenden Charakter haben, fühle ich mich von ihm angezogen. Und auf die Anziehung folgt Verliebtheit.
Für mich macht eine F+ gefühlsmäßig keinen Sinn. Wenn es mir absolut egal ist ob ein Mann seine Zeit mit mir verbringt oder gerade eine andere Frau vögelt, liegt mir an diesem Mann nichts. Und dann ziehe ich es vor mich selbstzubefriedigen anstatt mit ihm andauernd in die Kiste zu steigen. Geht es allein um die sexuelle Technik reicht doch auch ein Callboy.
 
  • #93
Ich denke, dass die meisten Kerle, die das Konzept „F+“ in den höchsten Tönen loben, sich zwar emotionslos darüber äußern, im Endeffekt aber ihr Ego mit ihrer F+ Frau aufpolieren wollen. Ich habe nicht den Eindruck, dass die meisten „Ich will was unverbindliches“ Männer Souveränität ausgestrahlt und sich tatsächlich locker verhalten haben. Sie verpacken ihre eigene Unsicherheit nur in einer lockeren Affäre. Woran ich das gemerkt habe? Für mich impliziert ein lockerer Umgang miteinander, dass der Mann sich nicht permanent als toller Hecht darstellt und nach Bewunderung hascht, sondern auch zu seinen Macken steht, wie das in einer Freundschaft eben üblich ist. Warum werde ich von einem Affärenmann andauernd gefragt wie ich seinen Penis, sein neues Auto etc. finde? Männer, die was unverbindliches suchen, haben oft irgendwelche Probleme mit sich oder ehemaligen Partnerschaften. Ich musste mir oft grausige Geschichten über die Exfreundin anhören. Fakt ist, dass Männer welche sich in einer unglücklichen Partnerschaft befinden und es nicht schaffen diese selbst zu beenden, sodass eine andere Frau als Absprungfrau dienen oder die Defizite in der Beziehung ausgleichen muss, arme Würstchen sind. Sie sind unsicher mit sich, unzufrieden mit ihrer Lebenssituation und fühlen sich nicht männlich, sodass sie diese Männlichkeit von anderen Frauen bestätigt bekommen müssen. Wären diese Männer wirklich LOCKER, dann müssten sie ihren Wert nicht von Frauen abhängig machen und wüssten genau was sie in ihrem Leben haben wollen und was nicht. Dem ist aber nicht so. Stattdessen zeigen Männer in Affären oft Eifersuchts-und Imponiergehabe, eiern ewig rum, nutzen Frauen als Seelenmülleimer usw. Mich nervt, dass diese Männer häufig betont einen auf locker, gelassen etc. machen, man aber von dieser Gelassenheit absolut nichts spürt. Ein Mann, welcher sich nicht festlegen will und nicht weiß was er will, wirkt auf mich nicht „cool distanziert“ sondern verunsichert, nicht souverän, problembehaftet. Und das macht ihn für mich unattraktiv, sodass ich an einer langfristigen F+ sowieso kein Interesse habe. Wären F+ Männer normal im Kopf, wäre das ja was anderes. Aber meine Erfahrung besagt, dass die meisten von ihnen eine Macke haben.
 
  • #94
Meiner Meinung nach wurde das Thema „Gefühle“ hier kaum angesprochen. Das ist aber ein wichtiger Punkt.

Für mich macht eine F+ gefühlsmäßig keinen Sinn.
Ja. Ist doch in Ordnung. Der Sinn einer Nicht-F+ liegt darin, sich vor einer F+ zu schützen, wenn man die emotional oder anderweitig nicht haben möchte.

Ich denke, dass die meisten Kerle, die das Konzept „F+“ in den höchsten Tönen loben, sich zwar emotionslos darüber äußern, im Endeffekt aber ihr Ego mit ihrer F+ Frau aufpolieren wollen. ...
Du hast hier eine Frage gestellt zum Sinn von etwas, was für Dich persönlich sinnlos ist. Andere haben versucht, Dir den Sinn zu erklären, den sie darin sehen. Irgendwie waren die Erklärungen sinnlos.

Gerade F+ funktionieren nicht, wenn nicht ein Mann und eine Frau aufeinandertreffen, die das wollen und können. Du kannst es offenbar nicht. Wozu hackst Du dann aber (forumsüblich bei manchen Frauen) jetzt ausgedehnt auf Männern herum, die das anders sehen? Dass es auch reichlich Frauen gibt, die das anders sehen, ist ja bekannt. Lass es doch einfach, es zwingt Dich niemand.

Ich vermute, Dein Problem ist einfach, dass sich kein Mann findet, der sich auf eine dauerhafte Beziehung mit Dir einlassen will. Manche Frauen würde man eben für Sex nehmen, für manche Unternehmungen auch noch, aber nicht für eine dauerhafte Beziehung. Die Ursache ist in der Regel bei der Frau zu suchen.

Bei der Ansammlung von "Würstchen" mit " Eifersuchts-und Imponiergehabe" in Deinem Text kann ich nur auf Frust und ein gestörtes Männerbild tippen. Ich empfehle: das ist ein klares Zeichen von Beziehungsunfähigkeit, einfach alleine bleiben. Natürlich "gewollt", wie bei anderen Frauen hier auch.
 
  • #95
Die brauchen einfach die Deutungshoheit, egal ob darüber wie Männer oder wie Frauen zu sein haben. Diskussionen dazu sind Zeitverschwendung...
Genau, ich zum Beispiel.
Aber ich versuche doch einzuschränken, dass es sich mehr oder weniger um Tendenzen handelt und wenn es sich um Erfahrungen aus meinem Leben handelt, dann schreibe ich das auch.

Und ja, im Gegensatz @realwomen weiß ich auch, warum ich bei beistimmten Themen (vor allem bei dem Thema Rollenerwartungen ) so massiv argumentiere , wie ich esnunmal mache.

Ich habe dazu folgende Motivation:
Die Gesellschaft hat mich als junger Mann "vor die Pumpe eiern lassen", teilweise implizit bewusst aus selektiven Gründen.
Eine Hilfe, wie dieses Forum hatte ich nicht, und so musste ich nicht wenige blöde Erfahrungen mit Frauen machen und habbe sehr viel Zeit verloren, weil ich diese einfach sehr lange nicht verstand. Das muss heute nicht mehr sein.
Wenn ich das schon bei nur einem jungen Mann geschafft habe, ein Nicken zu erzeugen, der diese Texte und Erfahrungen hier liest, dann hat es sich schon gelohnt.

Wenn mir ein Mann sehr gut gefällt (es passt alles, ich finde seine Art toll, im Bett hat man viel Spaß usw.) verliebe ich mich zwangsläufig in ihn.
Das mit dem" automatischen Verlieben" wird weniger werden und umso eher müsstest Du Dich dann auch mal mit der Option "F+" beschäftigen, wenn Du mal einen Freund hast, bei dem sich das vielelicht anbietet.
Du wirst auch erleben, dass es irgendwann kaum noch einen Mann gibt, bei dem Deine o.g. Vorstellungen so eintrifft, denn die Dir tatsächlich auch zur Verfügung stehende Auswahl an derart (wie Du es oben schreibst) potentiellen Beziehungspartnern wird in Deinem Alter schnell kleiner. Diese müssen ja auch Dich wollen und attraktiv finden.
Da nutzen dann Deine "Gefühle" alleine am Ende auch nicht viel, wenn nur Du sie so fühlst.

Klar kannst Du Dich dann einfach entscheiden alleine zu bleiben (was ja auch viele / die Meisten machen) aber nicht jede Frau will dann für den Rest den Lebens deswegen ganz auf Sex verzichten.
Zusätzlich haben viele Frauen, die z.B. @Andreas1965 für "F+" zu gewinnen sucht, aus ihrer Sicht schon enttäuschende Erfahrungen mit Männern gemacht. Auch die verlieben sich nicht mehr so leicht und sind deswegen auch schonmal eher bereit eine "F+" einzugehen

(Ich denke so muss man das vielleicht auch etwas bei @Lionne einordnen . Als sie dann wieder eine gute Möglichkeit für eine normale Liebesbeziehung hatte, hat sie diese Chance dann auch genutzt).

Und mache Dir bitte klar, dass "Freundschaft plus Sex" ein Spezialfall einer Beziehung ist, die in Wirklichkeit gar nicht oft vorkommt, sondern etwas dass sich in späteren Jahren vielleicht doch mal anbietet, wenn man reifer ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #96
Du siehst wirklich keinen Sinn in Selbstbefriedigung? Ich
Nein, den Mann dafür einzuspannen. Ich laufe nicht so geil durch die Gegend, dass ich mir da unbedingt jemand dafür schnappen muss. Ich gehöre auch zu Frauen, die nicht grundsätzlich scharf sind, sondern scharf auf bestimmten Mann. Gibt es den momentan nicht, dann reicht mir auch die Selbstbefriedigung. Ansonsten ist mein Leben anscheinend spannend genug, so dass ich da weder besondere Einsamkeit verspüre noch nicht weiss, wohin mit der ganzen Energie. Das soll jetzt kein Angriff auf andere sein, sondern der Punkt ist, dass Energie bei jedem gleich ist und es hängt von einzelnem ab, wohin er sie lenkt.
Es ist ein Denkfehler, das F+ nichts füreinander empfinden. F+ sind Freundschaften! Empfindest Du etwa nichts für Deine Freunde*innen?
Wenn man jetzt überspitzt formulieren würde, dann ist das F+ nichts anderes als Zweckgemeinschaft zwei Egoisten, die das eigene Problem auf Kosten des anderen lösen wollen. Es juckt im Schritt und jemand soll es kratzen, ansonsten hätte auch die Selbstbefriediging gereicht. Wenn man sich so gut versteht und die Chemie stimmt, warum geht man dann keine Beziehung ein? Ist es nicht das, was viele wollen - Freund als Partner? Problem ist, dass da gewisse Defizite sind, warum man keine Beziehung mit bestimmten Person anstrebt. Was könnte es sein? Entfernung, beruflicher Stress?? Alles lösbar, schaffen es schließlich viele Paare.
Viel mehr sind das Charaktermängel, wie fremdgehender Mann oder beziehungsgestörte Frau. Freunde liebt man auch mit ihren Mängel und ist für die da. Insofern wäre es auch kein Problem mit F+ eine Beziehung einzugehen, wenn man wie bei echten Freunden über manches hinwegsieht.
Aber bei F+ ist das nicht der Fall, ausserdem ist F+ sehr schnell weg, wenn Probleme auftauchen und auch sonst funktioniert es, solange Gleichgewicht herrscht - du befriedigst mich, ich befriedige dich. Bei Freundschaften dagegen gibt es "magere" Zeiten, wo man mehr für anderen da ist.
 
  • #97
Natürlich kommt es vor, dass ein Mann mich nicht umhaut und ich nichts für ihn empfinde. Doch ohne diesen „WOW Effekt“ kommt für mich ein Mann als langfristiger Sexpartner nicht in Frage. Der Sex ist dann ganz nett, aber irgendwas fehlt. Mich hält nichts bei diesem Mann.
Da ist doch der Sinn. Da sind zwei Einsame, die sich gegenseitig Aufwerten wollen. Was ist für Dich eine "tolle Art" und "ein faszinierender Charakter"? Wahrscheinlich fasziniert er Dich nur, weil er so unabhängig ist, beim anderen Geschlecht begehrt und Du ihn nicht haben kannst, weil er auf deine Koch-, Bett- und Künste in der Haushaltsführung nicht angewiesen ist, bzw. er es alleine kann oder in jeder Frau eine solche Hausfrau schlummert. Du machst den Fehler und willst überzeugen, setzt Dich unter Druck, liefern zu müssen, um Dich für eine mögliche Beziehungsaussicht zu qualifizieren.
Wenn dein Ego nicht verkraftet, dass Du nicht WoW für den Mann bist und er nach was besseren Ausschau hält, weil er um seine Faszination und Eindruck auf Frauen weiß, der hat seine Ansprüche, an die Du nicht unbedingt heranreichst, eher noch dein geiler Körper. Gerade Männer, die sich vor Chancen bei Frauen nicht retten können, bereits parallel fahren bzw. von ihrer Attraktion wissen, schlagen bei sich bietender Sexgelegenheit eine F+ vor. Man könnte auch einen ONS oder nur gewisse Stunden, doch davon sind egomanne Frauen, die als einzige Frau, die Besondere gesehen werden wollen, dann nicht so zu begeistern.
Warum genießt Du nicht einfach die Zeit mit ihm, die Gespräche, seine Verführungsversuche? Und wenn Du Dich verliebst, was soll passieren, entweder er findet es toll, dass Du verliebt bist oder er ist davon genervt. Das liegt aber nicht nur daran, dass ihr eine F+ habt, sondern geht auch Hand-in-Hand bei einer Beziehungsabsicht oder Affäre. So kann es immer sein, dass er für Dich Feuer & Flamme ist und bei Dir ist kein einziger Schmetterling angekommen. Und dein letzter F+-Kontakt meinte Du sollst Dich um seine Probleme und Depression kümmern, im Ernst, du warst verliebt, hättest Du das wirklich gewollt & gemacht, wenn Du in einer Beziehungsanbahnung gewesen wärst? Ehrlich so trennt es sich doch bei Nicht-Passung viel leichter. Außerdem schont es deine Nerven, wenn Du weißt, es ist nur eine sexuelle Eventveranstaltung mit ihm, als wenn er dir was vorspielt, von wegen Beziehungsabsichten und dich dann abserviert. Und mal Grundsätzlich, mit Jemanden Sex zu haben, ist doch aufregender, als Selbstbefriedung; ein Zungenkuss, ein Knabbern, ein Klaps, ein Streicheln, Gespräche, Lachen (keine Ahnung auf was man so noch steht). So machen Ausflüge zu Zweit auch mehr Spaß, als allein.
 
  • #98
Wären F+ Männer normal im Kopf, wäre das ja was anderes. Aber meine Erfahrung besagt, dass die meisten von ihnen eine Macke haben.
Warum hast DU dann eine F+?

Du redest von Männern, die Penisvergleiche ziehen, von Ego, etc. Davon, dass Dich Männer als Seelenmülleimer benutzen, grauslige Geschichten... Davon wie sich Männer in Affären verhalten...

Ich begegne diesem Typ Mann nicht, stelle ich Anzeichen in dieser Richtung fest, bin ich weg. Will ich nicht kennen lernen, bei Gejammere gehe ich. Ich habe auch noch nie Penisbilder o. ä. gesendet bekommen.
Vielleicht mal überlegen, warum Du bestimmten Männern begegnest, Dinge tust, die Du nicht willst?

Was ich festgestellt habe, auf der C-Dating Seite, auf der ich wegen einer F+ war, war der Umgang deutlich angenehmer, respektvoller, der Ton höflicher als in so manchen Partnerbörsen.

Ich denke so muss man das vielleicht auch etwas bei @Lionne einordnen..
Einordnen? Ganz einfach, ich mag Sex, ich mag Männer, und für mich war es offen bzgl Partnerfindung. Partner nur, wenn es passt.
Also der Kompromiss für eine unbestimmte Übergangszeit. Auch ein Ausprobieren. Und irgendwann war er ja dann da, der Mann für eine Partnerschaft.

Ich habe für die F+ schon auch sorgsam gesucht - und ich fand nach einigen sehr angenehmen Dates auch den Mann, den ich suchte - nett, sympathisch, zärtlich, romantisch, natürlich sexuell anziehend, und es war für die Zeit sehr schön mit ihm. Ich mochte ihn., er bedeutete mir etwas.
Als Partner hätte ich ihn mir nie vorstellen können, dafür waren wir zu unterschiedlich.

Der Kontakt ist bis auf mal eine WhatsApp eingeschlafen.
Das war aber auch klar von Anfang an, wenn mal eine Frau /ein Mann auftaucht, dann wird es Geschichte, ob sich eine Freundschaft bewahren ließe, eher unwahrscheinlich.
Wir haben relativ parallel unsere jeweiligen Partner gefunden, uns dann noch ohne Plus zum Ratschen getroffen.

Ich denke gerne an ihn, es waren wirklich schöne Stunden, leicht, unbeschwert, für damals in dieser Lebensphase genau richtig. Es hat mir viel gegeben, an wertvoller Entwicklung. Da bin ich ihm auch dankbar.

Eine richtige Partnerschaft ist etwas anderes, eine ganz andere Qualität.
Mit einem Mann, mit dem ich mir eine Partnerschaft vorstellen kann, in dem ich mich verliebe, bei dem es kribbelt, fange ich keine F+ an - dann möchte ich prüfen, ob es
Richtung Partnerschaft gehen kann.

Es hilft sicher, wenn man für sich weiß, was man möchte, was nicht - das klar kommuniziert und ggf. Grenzen setzt.
Das andere Geschlecht zu diskreditieren, zu beschimpfen, abzuwarten, bringt nichts, erst mal die Eigenverantwortlichkeit prüfen...

Aber Sternkuchen2, mehr als die Bestätigung, da alle Männer doof sind, möchtest Du doch gar nicht.

W, 51
 
  • #99
Wozu hackst Du dann aber (forumsüblich bei manchen Frauen) jetzt ausgedehnt auf Männern herum, die das anders sehen? Dass es auch reichlich Frauen gibt, die das anders sehen, ist ja bekannt.
Es gibt reichlich Frauen? Ganz mein Humor, ich sehe gerade einen männlichen wirklich attraktiven langjährigen Freund vor mir. Rein äußerlich schon mal ein Traum von Mann, 194cm mit gutem Körper als ehemaliger Basketspieler, charakterlich über jeden Zweifel erhaben, dazu ein Äußeres mit seinen grau längeren melierten Haaren ala "Lagerfeld" ohne Zopf...er ist ob seiner Angebote von Frauen schlicht genervt!!!

Und da trennt sich die "Spreu vom Weizen", dieser Mann gehört zu meinem Freundeskreis! Er ist ein markanter Typ und ragt nicht nur ob seiner "cm".

Allerdings würde ich ihm nie das Kommando geben "Klar zur Wende", er ist "Basketball" und ich bin "Seglerin"...eine Freundschaft, die ich nicht missen möchte!!!!
 
  • #100
Die Gesellschaft hat mich als junger Mann "vor die Pumpe eiern lassen", teilweise implizit bewusst aus selektiven Gründen.
Eine Hilfe, wie dieses Forum hatte ich nicht, und so musste ich nicht wenige blöde Erfahrungen mit Frauen machen und habbe sehr viel Zeit verloren, weil ich diese einfach sehr lange nicht verstand.
Erstens können wir Männer Frauen nie verstehen. Maximal ein Dutzend davon ein wenig. Alle aber niemals. Ist auch nicht schlimm, die Frauen verstehen sich ja auch nicht alle. Und sehr viele Frauen verstehen Männer nicht, obwohl die meisten von uns einfacher zu verstehen sind als eine durchschnittliche Frau.
Zweitens ist "die Gesellschaft" nicht für dein Sexleben zuständig. Mir hat die Gesellschaft auch nicht 25 willige Mädels serviert. Wie habe ich es gelernt. Wie ? Meinen Mut zusammen genommen und ältere Kumpels gefragt. Und - "Heisa Hoppsassa" - habe ich mich frohgemut auf den Weg gemacht. Fehler gemacht und gelernt. Manches richtig gemacht und auch daraus gelernt. Im Grunde nichts anderes als alles andere, was du lernen musstest und konntest. Bei Interesse befasst man sich mit der Thematik und dann schaut man, was bei raus kommt. Dafür bist du selbst verantwortlich. Nicht irgendeine dubiose "Gesellschaft".
Ja, manche Männer pflegen hier ihren Frauenhass - manche Frauen den Männerhass. Manche Menschen wollen lernen - und auch eine monogame Persönlichkeit kann bspw. von Andreas lernen. Nämlich den Punkt "Wie mache ich einen Anfang und komme mit dem für mich interessanten Menschen in Kontakt".
Es gibt doch so ziemlich Alles .... es ist ganz einfach wie Einkaufen ... spezielle und hoch wertige Weine finde ich nicht beim Discounter, Bier gibts nicht unbedingt in der Parfümerie .....
Augen auf und den gesunden Menschenverstand benutzen - dann findet man die Menschen, die dem eigenen Ideal ziemlich nahe kommen.
Sinnsuche einstellen und das aus dem eigenen Leben machen, was man gerne hätte. Klar klappt nicht alles und immer. Auf "die Gesellschaft" zu warten und solange mal ausgiebig jammern bringt nicht weiter. Sinnsuche auch nicht. Analysieren, Lösungen finden und diese Erkenntnisse umzusetzen und zu verfeinern - und schon wird es besser.
Wer eine religiöse Ehe möchte - muss das passende Pendant suchen. Wer F+ will ... auch. Bei ONS ist es nicht anders. Bekomme ich immer angeboten, was ich nicht will - dann mache ich was falsch. Ähnlich wie wenn ich Milch haben will und mit Kräuterschnaps den Laden verlasse - ohne Milch.
 
  • #101
Auf "die Gesellschaft" zu warten und solange mal ausgiebig jammern bringt nicht weiter.
Falls es auf mich bezogen ist: Quatsch.

Ich habe an der Stelle hier kurz beschrieben, warum ich die Tipps gebe, die ich gebe. Und ja, heute weiß ich auch, dass ich damals vielleicht jemand anders hätte fragen sollen, aber damals habe ich es nunmal nicht getan und wusste eben auch nicht, wonach ich fragen sollte. Also warum soll man mich denn nun verurteilen.

Ich dachte, Mädchen würden so ähnlich ticken wie ich auch, und die Fehler dahinter haben die betreffenden Mädchen einfach nicht korrigiert, weil sie mir keine ordentliche Rückmeldung gaben oder geben konnten. Sie konnten sich halt auch nicht vorstellen wie ich ticke. Und versuche meinerseits hat es eigentlich genug gegeben. Ich konnte einfach nicht verstehen, warum es nicht so klappte, wie ich wollte und bekam darauf auch keine ordentlichen Aussagen.

Und auf die Gesellschaft bezogen:
Was ist so falsch daran, in der Erziehung etwas mehr Wert darauf zu legen Jungs und Mädchen darüber aufzuklären wie die biologischen Anlagen und die daraus tendenziel abzuleitenden Motivationen sind.
Auch wenn nicht jeder gleich tickt, so kann dieses Wissen zumindest nicht schaden.

Außerdem haben die jungen Generation ja auch Zugang zu Foren wie diesen hier und können sich einlesen und die Motivationen und Vorausetzungen anderer Gesellschaftsgruppen nachlesen.
Zusätzlich könnte dies Forum auch helfen, klarer Definitionen von begriffen, wie z.B. "F+" zu geben, damit nichtsoviel Mißbrauch damit stattfindet.
Auch Dir muss doch aufgefallen sein, wie unfassbar naiv hier Frgestellungen im Zusammenhang mit "F+" (auch und gerade bei der FS) auftauchen, die in Wirklichkeit mit dieser Beziehungsform kaum etwas zutun haben und nur von Frust zeugen.
 
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  • #102
wusste eben auch nicht, wonach ich fragen sollte. Also warum soll man mich denn nun verurteilen.
Es geht überhaupt nicht um Verurteilung.
Ich zeige auf, dass man eigenverantwortlich die Dinge in die Hand nehmen muss, die einem wichtig sind. Nicht Schuldige suchen, auch nicht von anderen Menschen erwarten .... sondern selbst aktiv werden.
Die Gesellschaft - wer oder was auch immer das sein möge - hat nicht versäumt, dir das Handwerkszeug mitzugeben. Du selbst hast dich nicht darum gekümmert und viel Zeit vertan. Als Beispiel: Ich bin nicht dafür verantwortlich, dass Neverever einen Hammer mit auf die Baustelle nimmt. Fehlt ihm dieser dann, muss er ihn sich besorgen ..... nicht ich und nicht du.
Sexualkunde gibt und gab es - sogar schon zu meiner Zeit im prüden Stuttgart. Gut und richtig so. Aber du weisst inzwischen auch: Mann verführt kein Mädel nach Lehrbuch.
Daher geht mein Rat immer in die Richtung learning by doing. Damit eben nicht Zeit verplempert wird, die man so schön nutzen könnte. Gib du doch Rat, wie und durch was man lernt .... das wäre für die Jungs vielleicht eine Hilfe. Vielleicht auch für die Mädels.
Denn eines ist nun mal Fakt: Theorie ist alleine nichts wert. Theoretisch müsste der Motor wunderbar laufen - faktisch fliegt er mir um die Ohren. Heisst im Endeffekt: Das Auto fährt immer noch nicht.
Ich kenne das von einigen erfolgreichen Unternehmern - den Fachausdruck kennen sie nicht. Aber sie machen fast alles richtig. Darum bringen diese Definitionen nicht viel im täglichen Leben. Die FS wäre noch immer unzufrieden, wenn sie wüsste: Das heisst nicht F+ - sondern "g'schlampertes Verhältnis".
Sex hat man nicht in der Theorie - sondern überall: Im Bett, im Wald, im Aufzug, auf dem Schreibtisch, im Auto ........
Glück und Zufriedenheit findet man auch nicht in der Theorie - sondern sollte dieses im eigenen Leben finden.
 
  • #103
Denn eines ist nun mal Fakt: Theorie ist alleine nichts wert. Theoretisch müsste der Motor wunderbar laufen - faktisch fliegt er mir um die Ohren. Heisst im Endeffekt: Das Auto fährt immer noch nicht.
Ganz schlechtes Beispiel.
Gerade wenn man erstmal Wissen hat, wie ein Motor zu reparieren ist , hat man Aussicht auf Erfolg. Nur wenn man überhaupt die Theorie dahinter begriffen hat, kann man das überhaupt sinnvoll angehen.

Du kannst nicht mit dem Ansatz "learning by doing" daran gehen, einen Motor zu reparieren. Viele Dinge muss man einfach wissen.
Sonst wirst Du schwere Fehler machen und erstmal gar nicht an das Ziel kommen. Und den Schaden, erstmal zum lernen ein paar Motoren zu zerstören willst Du auch nicht.

Ich muss jetzt nicht mehr zusätzlich wissen und hätte sicherlich keinerlei Problem damit Frauen zu daten. Aber ich hätte mein Leben damals sehr bereichert, wenn ich wesentliche Grundlagen dazu theoretisch schon mal gehört hätte.

Alleine die Information, worauf Frauen bei Dates schauen (z.B. gepflegte Kleidung, Hände, Zähne ..etc.) und fast alle konservative gute Umgangsformen (aber eher nicht die Figur, wie es bei mir natürlich eine große Rolle spielte) íst doch schon eine sehr gute Info, die ich früher erstmal nicht hatte. Ich dachte z.B. die lockeren Umgangsformen (und auch teilweise schlampge Manieren) , welche ggf. an der Uni herrschten, müsse man auch beim Date umsetzen (obwohl ich auch konservativ erzogen wurde, aber ich hielt das Flappsige für "angesagt"), um "cool" zu sein.
Aber damals konnte ich das von den Datepartnerinnen nicht lernen, wenn ich überhaupt soweit kam.

Sie sagten mir niemals warum es nicht klappte, sondern schoben fadenscheinige Gründe vor, die ich erstmal glaubte.
Ja heute weiß auch auch, warum und wieso. Aber damals zog ich die falschen Schlüsse.

Was schadet es denn ,wenn eine junger Mann oder eine junge Frau, welche zufällig diesen Thread liest, hieraus mitnimmt, dass "F+ " von Frauen oft nur als Einstieg in eine (auch monogame) Beziehung sehen und es auch Männer wie @Andreas1965 gibt, welche F+ als lockere Beziehung, welche auch mit mehreren Frauen gleichzeitig geführt werden kann sehen.
Und auch, dass da eine gewisser @Tom26 schreibt, dass es viele Ausgestaltungsformen von" F+" gibt, oder konservative Denkweisen, wonach F + Mist ist (@realwomen). Ist doch alles sinnvolle Info und Verhaltensweisen, auf die jungen Leute auch tatsächlich treffen werden.

Das ist zwar Theorie aber sehr wertvoll und man verschwendet nicht Monate Zeit um eben eine solches Ergebnis dann selbst herauszufinden.
So ein "learning by doing" braucht kein Mensch.

Es gibt genug anderes im Leben herauszufinden als Erfahrungen zu machen die andere auch schon tausendmal gemacht haben.
Würde ich alles, was ich heute weiß selbst als Erfahrung machen wollen, wäre ich geistig auf dem Niveau eines Grundschulkindes
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #104
Meine Meinung: Männer mögen es meist bequem. Eine Freundschaft+ ist eben in deren Augen bequem: regelmäßiger Sex ohne nervige Verpflichtungen. Zudem können sie dann nebenher noch andere Frauen daten. Und wenn die absolut Richtige kommt, dann gehen sie vielleicht was Festes ein.

Im Klartext: Für Sex und nette Gespräche bist du gut genug. Aber für eine feste Beziehung eben scheinbar in seinen Augen nicht. Da das sehr verletzend ist, finden Männer Ausreden, um die Frau nicht zu verletzten. Er möchte eben nebenher noch weitersuchen, weil er glaubt, es kommt noch etwas Besseres. Da dies gerade nicht da ist, nimmt er halt dich für Sex.

Die Gründe warum Männer sowas machen sind ganz verschieden:
- Er kommt gerade aus einer Beziehung und möchte erstmal ausprobieren
- Er findet, es passt nicht gut genug (Charakter, Wohnort, Aussehen, Sex, Zukunft usw.)
- Er hat noch andere Frauen am Start, die ihm besser/ genauso gut gefallen
- Er ist bereits gebunden
- Er hat gerade keinen Bock auf was Festes, da er z.B. in einem Jahr umzieht usw.

Aber: Wenn man den absolut richtigen Partner fürs Leben findet, dann ist man doch immer bereit für eine feste Beziehung!
 
  • #105
Die Gründe warum Männer sowas machen sind ganz verschieden:
Den wohl wichtigsten Grund hast Du vergessen: das überaus problematische Verhalten vieler Frauen in der Beziehung. Siehe Beitrag #29.

Ich habe mich in Beziehung angesichts des Verhaltens meiner jeweiligen Partnerinnen gefragt, ob jemand, der sich so verhält, auch lieber keine Beziehung sondern etwas Lockeres hätte. Daher rührt mein Glaube, beim Beziehungsstreben der Frau handele es sich um mangelnde Selbsterkenntnis. Sie streben etwas an, das sie unbewußt gar nicht wollen.
 
  • #106
Den wohl wichtigsten Grund hast Du vergessen: das überaus problematische Verhalten vieler Frauen in der Beziehung. Siehe Beitrag #29.

Ich habe mich in Beziehung angesichts des Verhaltens meiner jeweiligen Partnerinnen gefragt, ob jemand, der sich so verhält, auch lieber keine Beziehung sondern etwas Lockeres hätte. Daher rührt mein Glaube, beim Beziehungsstreben der Frau handele es sich um mangelnde Selbsterkenntnis. Sie streben etwas an, das sie unbewußt gar nicht wollen.
Das gilt aber doch beidseitig? Es sind nicht nur manche Frauen, sondern auch manche Männer, die sich so in Partnerschaften verhalten - so wie es @Andere Frau bildhaft beschreibt, und wie es in 1000enden von Threads beschrieben wird.

Die Frage stelle ich mir auch immer, warum verhält sich jemand so UND warum macht man das mit?

Ist es dann wirklich nur, weil Mann /Frau nicht Single sein möchte, weil man denkt, es "gehört" sich?

Dann wäre es übrigens nicht so, wie Du es deutest - diese Menschen haben das, was sie wollen. Eine Partnerschaft /Ehe. Wie diese aussieht, ist dabei völlig nebensächlich.

Du hast es Dir ja auch eine Zeit lang angeschaut... Warum?

Ich bin heute sehr konsequent, ich kann Single. Aber ich war auch früher konsequent, ich beende Unpassendes.

W, 51
 
  • #107
Nein. Das Drängen auf Bindung geht überwiegend von den Frauen aus. Also sind auch sie primär in der Pflicht, die Bindung, wenn sie denn zustande kommt, positiv zu gestalten.

Ist es dann wirklich nur, weil Mann /Frau nicht Single sein möchte, weil man denkt, es "gehört" sich?
Ja.

Dann wäre es übrigens nicht so, wie Du es deutest - diese Menschen haben das, was sie wollen. Eine Partnerschaft /Ehe. Wie diese aussieht, ist dabei völlig nebensächlich.
Sie haben das, was ihr Über-Ich will, ihr Ich aber ablehnt. Das erklärt den Widerspurch zwischen geäußertem Wollen und faktischer Ablehnung. Man muss berücksichtigen, welche Instanz aus der jeweiligen Person spricht.

Du hast es Dir ja auch eine Zeit lang angeschaut... Warum?
Das war seinerzeit meine Unreife. Ich glaubte, die Beziehung zum Erfolg führen zu müssen.

Ich bin heute sehr konsequent, ich kann Single. Aber ich war auch früher konsequent, ich beende Unpassendes.
Ich lebe heute meinen Bedürfnissen.
 
  • #108
Nee. Es gibt auch emotionale Abhängigkeiten, und hier würde ich sagen, nimmt es sich nichts, welches Geschlecht einer hat. Wenn der andere unbewusst die richtigen Knöpfe bedient hat, hängt die Person am Haken. Es sei denn, jemand weiß das, und steuert aktiv dagegen, weil er sich nicht verlieben will. Er meidet dann einfach diesen Menschen oder macht "dicht".

Sie haben das, was ihr Über-Ich will, ihr Ich aber ablehnt.
Es gibt mE Menschen, die Partnerbeziehungen für ihr ICH wirklich brauchen. Manche nicht, aber andere schon. Die sind auch nicht bedürftig oder sowas, dass man sagen könnte, wenn sie an sich arbeiten würden, wären sie allein glücklich. Sie sind es einfach nicht. Bedürftigkeit würde bedeuten, dass sie beim Falschen bleiben.
Passiert oft genug bei Menschen, würde ich aber nicht in Zusammenhang bringen mit Menschen, die einen Partner wollen für ihr Leben und ohne nicht richtig glücklich sind. Die sind auch zu mehr Kompromissen bereit, ohne dass sie sich dabei quälen. Ihnen ist die gute Partnerbeziehung am wichtigsten, anderen eben, ihr Ding zu machen und dieser Sache alles unterzuordnen. Die ersten leben dann auch nach ihren Bedürfnissen in ihrer Partnerschaft, wie die Personen, die sich (auch) glücklich fühlen, allein zu sein, und Partnerbeziehungen nicht so wünschen.

Man kann sich auch mit bestimmten Erklärungen und dem Hochhalten von Unabhängigkeit usw. was vormachen, z.B. keine Beziehungen zu brauchen oder Distanz in einer Beziehung zu feiern. Der Verstand findet schöne Wege, den Besitzer des Verstandes zu täuschen. (Das ist nicht auf Dich bezogen, nur allgemein gemeint, wenn eine Schwäche zu einer Stärke deklariert wird, weil man sich scheut, das Thema anzugehen).
 
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  • #109
Nein. Das Drängen auf Bindung geht überwiegend von den Frauen aus. Also sind auch sie primär in der Pflicht, die Bindung, wenn sie denn zustande kommt, positiv zu gestalten.
Erlebe ich anders. Es gibt sowohl Männer und Frauen, die auf Bindung "drängen", wie auch die anderen, die schon auf das Wort Bindung allergisch reagieren.

Dafür sind die aus "allen Wolken Faller" sind überwiegend männlich. Menschen, die meinen alles sei gut, dabei ist das Wir lãngst Vergangenheit, und die Partnerschaft nur noch eine WG..

Die "Pflicht" hat niemand. Oder beide.
Nur wenn beide die Partnerschaft wollen und beide gestalten, funktioniert es.
Mit einem Mann, der mir das Gestalten überlässt, am besten mit der Begründung ich wolle ja die Partnerschaft, beende ich das Ganze.
Denn da ziehe ich den Schluss, er will nicht. Ohne beidseitiges Wollen und daraus resultierende Engagement sehe ich allerdings keinen Sinn. Da respektiere ich seinen Willen😁, gerne.

Andreas, es hat seine Gründe, warum Du einen gewissen Typus Frau angezogen hast, und jetzt einen anderen. Wir ziehen alle unsere Gegenstücke an.
Ich habe mein Muster verändert, und begegne heute anderen Männern als früher.
Es gibt schlicht nicht DIE Frauen oder DIE Männer, egal wie laut Du es heraus schreist.

W, 51
 
  • #110
Es gibt schlicht nicht DIE Frauen oder DIE Männer, egal wie laut Du es heraus schreist.
Ich spreche vom Idealtypus. Den Begriff mal googeln!

Meine Ausführung sind idealtypisch zu verstehen. Der Verweis auf die Individualität geht fehl. Zum einen verdeckt er vorhandene Muster, die gehäuft auftreten. Zum anderen dient er nur dazu, dem Redner eine Besonderheit zuzuschreiben, die er nicht hat.

Die idealtypische Frau hält sich für individuell einzigartig und ist es gerade schon darin nicht. Sie gleichen sich im Glauben an ihre Individualität wie ein Ei dem anderen.
 
  • #111
Meine Ausführung sind idealtypisch zu verstehen. Der Verweis auf die Individualität geht fehl. Zum einen verdeckt er vorhandene Muster, die gehäuft auftreten. Zum anderen dient er nur dazu, dem Redner eine Besonderheit zuzuschreiben, die er nicht hat.

Die idealtypische Frau hält sich für individuell einzigartig und ist es gerade schon darin nicht. Sie gleichen sich im Glauben an ihre Individualität wie ein Ei dem anderen.
Andreas, es mag sicher bei allen Menschen idealtypische Muster geben.
Aus der Biologie heraus, dazu dann geprägt durch die Gesellschaft und dann auch nach jeweiligem Soziotop.
Das gilt für beide Geschlechter.

Trotzdem liegt es beim und am Indiviuum, wie stark sich diese Prägungen auswirken, Zu den allgemeinen Prägungen kommen die persönlichen Prägungen - gerade frühkindliche Erfahrungen. Aber auch spätere Erfahrungen gestalten die individuellen Muster.
Nicht zu vergessen, dass die Persönlichkeit jedes Menschen, ein gewichtiges Moment darstellt.
Due/der eine entwickelt sich unter gleichen Bedingungen angepasst, lernt Rückzug, Schweigen, die/der andere lernt Kämpfen... Als Beispiel.

Und somit will eben nicht jede*r polygam leben, nicht jede*r flüchtige Beziehungen, sowohl unbewusst als auch bewusst.

Du erhebst Deine persönlichen Erfahrungen zum allgemein gültigen Credo.
Ich akzeptiere, dass es unterschiedliche Menschen mit individuellen Bedürfnissen und Vorstellungen gibt, und jede*r darauf ihr /sein Recht hat, ohne Abwertungen.
Und ich suche nur dann je nach Beziehung, die ich möchte, die dazu passenden Menschen aus.

Es kann mit Akzeptanz und Toleranz das Leben sehr einfach sein.

W, 51
 
  • #112
Nur wenn man überhaupt die Theorie dahinter begriffen hat, kann man das überhaupt sinnvoll angehen.
Nur die Theorie bringt dich nie weiter. Wenn du dein Wissen umsetzen kannst, dann wird Können daraus.
Theoretisch kann Musk ein Auto bauen. Praktisch funktioniert weder die Elektronik noch die Sensoren, hat er weder den Datenschutz beachtet noch gelernt, wie Schweisspunkte zu sitzen haben .....
Die praktische Erfahrung ist in jedem Bereich wichtig. Ganz besonders aber dort, wo Menschen beteiligt sind.
Ja, es ist toll, dass man heute mehr Infos einfacher als früher bekommen kann. Damals hat man aber auch Informationen bekommen, wenn man aktiv danach gesucht hat. Überleg mal - deine Eltern haben dich auch ganz ohne Internet hinbekommen.
Ohne Eigeninitiative und ohne Mut zum Risiko geht es nicht. Du willst doch Ingenieur sein. Hast du von Erprobung, Versuch, Prototypen etc noch nie was gehört ? Hast du niemals deine ersten Versuche darauf durchleuchtet, deine eigenen Fehler zu finden und zu eliminieren ? Die Mädels haben nichts falsch gemacht - du schon. Ich habe mich entwickelt - du hast deine Theorie wieder und wieder nachgerechnet. Ich hatte Sex - du deine Theorie. Und weder du noch ich waren alleine.

Darum bin ich aus Erfahrung der Ansicht - gut, dass es Infos gibt. Umsetzen muss die jeder für sich selbst. Wer es falsch macht ist noch nicht gut genug. Und wer nur jammert ist nie gut genug.