• #1

Wo stehe ich wirklich? Was geht in ihr vor?

Vor ca. 2 Jahren lernte ich eine Frau mit zwei Kindern kennen. Wir fühlten uns von Anfang an zueinander hingezogen und auch die Kinder akzeptierten mich voll. Im Laufe der Wochen erfuhr ich, dass die Frau in Scheidung lebte und ein extrem bösartiger Streit um die Kinder geführt wurde. Die Kinder ( ein Junge und ein Mädchen ) stehen geteilt zu ihrem leiblichen Vater. Während der Junge bei seinem Vater, aber auch bei der Mutter leben möchte, lehnt das Mädchen den Vater komplett ab. Die Situation belastet das Dreiergespann aufs Extremste und ich versuche mein Bestes um so gut es geht beizustehen. Im Mai wurde nun ein Urteil gesprochen: der Junge kann zu seinem Vater, das Mädchen bleibt bei uns. Die Mutter nahm das Urteil sehr gelassen hin und der Zustand schien sich langsam zu normalisieren. Plötzlich begann aber ein Wettstreit zwischen Mutter und Tochter, wer am Meisten weis, kann, wer einfach besser als der Andere ist. Ich selbst gleite immer mehr ab zu einer Statistenrolle und habe kaum noch das Gefühl dazu zu gehören. Entscheidungen werden nur unter den Beiden getroffen und gemeinsame Gespräche zwischen uns Allen gibt es kaum noch. Sobald ich einen Raum betrete, hören die Gespräche zwischen den Beiden komplett auf. Selbst wenn ich sage, dass sie ruhig weiter reden sollen, bleibt es still. Wenn ich frage, warum sie sich so verhalten, höre ich nur: es tut uns leid, das haben wir nicht bewusst gemacht, es sei Alles in Ordnung. Vor drei Monaten kamen die Beiden auf mich zu und meinten, wir sollten uns eine gemeinsame Wohnung zulegen. Erst wollte ich mich freuen, dann aber …Misstrauen. Was war die Ursache für diesen Sinneswandel? Nach einigem Hin und Her entschieden wir uns dafür. Wir fanden eine Wohnung und ehe ich mich versah, waren die Zimmer aufgeteilt und die Möbel gekauft. Meine Fragen zwischendurch, wie wir das mit den Zimmern und meinem Büro machen wurden so beantwortet: wir machen das schon. Wenn ich dann anmerkte, dass ich zumindest gefragt werden möchte, wie ich Dieses oder Jenes finde, reagierte man dann sehr ungern und zögerlich.

Zwischenzeitlich wohnen wir in der neuen Wohnung und ich habe nicht das Gefühl, als ob diese ein Teil von mir ist. Es kommt mir eher so vor als wäre ich nur geduldet, weil man mich eben dazu braucht. Alles hat sich irgendwie verändert. Küsschen, Umarmungen ja, Sex kaum noch. Kaum noch gemeinsame Gespräche und es scheint so, als würde es nur noch Mutter und Tochter geben. Ich glaube, wenn ich nicht mehr da wäre, würde es den Beiden nicht mal auffallen, außer beim Bezahlen der Miete. Ich bin mit meinem Latein am Ende und fühle in mir drinnen, wie meine eigenen Gefühle immer mehr nachlassen. Meine Augen sehen plötzlich wieder andere Frauen und ich spüre in mir, wie das Gefühl nach Liebe, Zärtlichkeit und einem Ort wo man hingehört wieder immer stärker in den Vordergrund tritt. Ist das normal, oder werde ich langsam verrückt?
 
  • #2
Das hast du doch vorher gewusst auch wenn du die Augen davor verschlossen hast. Nun wird es immer schlimmer. Wird Zeit für dich die Notbremse zu ziehen und dir wieder eine eigene Wohnung zu suchen. Ist mir eh unklar, warum du das hast alles mit dir geschehen lassen.
 
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  • #3
Naja, so einfach wie SusanneHH das schreibt, ist es natürlich nicht - kein Mensch konnte ahnen, daß sich das so entwickelt.

Aber: wie ich selbst leidvoll erfahren mußte, ist der Aufbau und das Führen einer Patchwork-Beziehung extrem schwierig, als "dazugekommener Mann" hat man nicht immer, aber leider doch sehr oft die A***-Karte gezogen, weil man das fünfte Rad am Wagen ist und bleibt, die Kinder gehen immer vor und oft hat man keinerlei Einflußmöglichkeit auf die Erziehung.

In Deinem Fall könnte ich mir vorstellen, daß die Frau einen Versorger gesucht hat und Dich mit der gemeinsamen Wohnung zu binden versucht hat. Da Deine Gefühle ja nun auch nachlassen, solltest Du Dir wirklich schnell überlegen, Abstand zu suchen, indem Du Dir eine eigene Wohnung nimmst - nur so könnt ihr beide rausfinden, was da tatsächlich noch an Gefühl (bei beiden) ist.

Viel Glück!

P.S.: Wie alt seid Ihr und die Kinder?
 
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  • #4
Lieber FS,

wie alt bist du? Keine einfache Geschichte, aber ich muss dir leider sagen, dass du sehr naiv an die Sache rangegangen bist. Die beiden Frauen verhalten sich nicht mit Absicht so zu dir. Ihr Verhalten ist nicht schön, aber für mich nachvollziehbar. Das sie nicht über ihre Probleme mit dir reden, dich raushalten, hat eher damit zu tun, dass sie dich damit nicht belasten wollten. Hast du schon mal daran gedacht?

Ich denke, ihr hättet nicht zusammen ziehen sollen und euch prof. Hilfe holen sollen, um den Beziehungsstart vorzubereiten und dann später euch eine gemeinsame Wohnung suchen sollen.

In der Familientherapie hättest du auch sehr schnell lernen können, warum die Beiden so reagieren, dass ihr Verhalten normal ist, aber für dich absolut unverständlich, was ich nachvollziehen kann.

Deine Zeilen lesen sich, als ob bei dir kurz vor 12 ist. Gehe mit deiner Freundin spazieren, sprich auf keinen Fall zu Hause mit ihr, gib ihr die Zeilen, die du hier geschrieben hast zum Lesen und sieh, wie sie reagiert. Entweder sie ist einverstanden, damit ihr euch alle prof. Hilfe holt, oder eure Beziehung ist zum baldigen Scheitern verurteilt und dann solltest du schnellstens ausziehen.

w 49
 
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  • #5
Du musst da mal wirklich Tacheles reden. Du lässt dich zu schnell mit "wir machen das schon" abspeisen. Das sich die Situation da einrenken muss und zeit braucht ist klar, da ist alles aus dem Gefüge geraten. Du bist aber trotzdem nicht nur der Zahlmeister und die Dekoration nebenher die alles nach "normal" aussehen lässt. Ich würde es an deiner Stelle mal in die Eisen steigen und es ziemlich deutlich als Warnschuss vorbringen: Die gemeinsame Wohnung liegt auf Eis!
Verrückt wirst du überhaupt nicht. Du hast doch ein gutes Gespür. Wahrscheinlich hast du zu sehr den Helfer und Verständnisvollen signalisiert und ausgeübt und das sind die Konsequenzen dafür. Man fühlt sich deiener sicher und du bekommst den Arm ausgerissen. (Muss ja nicht absichtlich sein, die haben auch wirklich wa szu regeln.) Ich glaube das ist ein typisches Männerding. Sich als Helfer gut fühlen wollen und bestätigen, dass man der Gute ist gebraucht wird. Die "Konkurrenz" ausstechen wollen. Da war aber noch jemand: Der Vater der Kinder und die schlechte Situation drumherum. Und die war nicht nur dein Vorgänger schuld. Geh in dich und prüfe was du willst und das du nicht die Zwischentrösterposition hast. Du willst ja ein ernstgenommener Partner sein. Und ich denke das steht dir zu. Du hast dich als solcher bewiesen.
W45
 
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  • #6
Ich kann Dich trösten, das was Du erlebst betrifft die meisten kinderlosen Männer mit einer AE Mutter. Deswegen bliebt es meist bei einer Affäre oder lockerer Verbindung.
Ihr habt trotzdem den Schritt der gemeinsamen Wohnung gewagt und für Deine Freundin hat das nur Vorteile, da Du finanziell besteuerst und ihren sozialen und gesellschaftlichen Status erhöhst. Doch was ist Deine Stellung in der Familie? Wie alt ist die Tochter? Wie lange geht das Theater noch?
Leider ist Deine Freundin keine Partnerin sondern eine Mutter und Du darfst als Mitbewohner möglichst pflegefrei mitlaufen - mehr ist nicht drin für Dich.
So hart es klingt, trenn Dich so schnell wie möglich. Such Dir eine freie Frau, mit der Du eine richtige Partnerschaft und ein gemeinsames Leben aufbauen kannst.
 
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  • #7
Lieber FS,
da tust Du mir zwar leid, aber ich finde auch, dass Du A) zuviel mit dir machen ließt und B) zuwenig Deine Position geklärt hast. Du bist doch ein erwachsener Mann, da schlittert man nicht so in alles rein, und so ein Verhältnis ist für funktionierende Patchwork-Familien nicht normal!!! NIE würde ich meinen jetzigen Partner so übergehen. Meine drei Kinder haben ihn herzlich gern, NIE würden sie oder ich ihn so respektlos behandeln! Im Gegenteil hab ich oft den Eindruck, dass sie sich etwas zurückziehen, gutgelaunt in einem anderen Raum (extra ohne Streit ;-) spielen, um uns Zweisamkeit genießen zu lassen. Wir VERMISSTEN einen Mann in unserer Runde!

Ich bin oft der Meinung, dass Paare, die sich entsetzlich streiten in den Scheidungsverhandlungen, oft generell schon zuvor und überhaupt ein Defizit an Diskussionskultur haben, denn soweit muss man es nicht kommen lassen. Dieses Manko Deiner Freundin fällt dir auch auf die Füße.

Ein anderes Kapitel ist das enge Verhältnis zwischen Mutter und Tochter. Auch meine ältere Tochter ist mir während der Eheprobleme und in der Trennungszeit etwas in eine Freundinnen-Rolle reingeschlittert, weil ich meine Erwachsenenrolle in meiner emotionalen Bedürftigkeit nicht mehr gut ausfüllen konnte, und dass das schief ist, war mir bewusst. Insofern ansatzweise Verständnis. Das darf aber kein Dauerzustand sein. Konkurrenz zwischen den beiden zeigt auch, dass da die Verhältnisse immer noch verrutscht sind, und insgesamt mehr dahinter steckt. Teenager-Alter bereits berücksichtigt. Wenn es dazu führt, dass Du ausgeschlossen wirst, dann liegt so viel im Argen, dass Du das ganz bestimmt nicht bewältigen kannst.

Sprich mit ihr ernsthaft,
- dass Du Dich ausgeschlossen fühlst
- dass Du Deine Bedürfnisse nicht berücksichtigt siehst, räumlich, emotional, sexuell
- dass Du deshalb die Wohngemeinschaft auflösen möchtest

Und dann wünsch ich Dir, dass Dir Rosenkrieg 2 erspart bleibt.... Erwarte aber das Schlimmste.
Viel Glück!
 
  • #8
Hallo zusammen,

also erst einmal Danke für die vielen Antworten. Zunächst möchte ich Folgendes anfügen: Natürlich kann in meinem ersten Statement nicht Alles aufgeführt sein. Ihr wisst ja 3000 Zeichen, lächel. Demzufolge konnte ich auch nicht Alles so wiedergeben, wie es hätte sein müssen. Eure Antworten allerdings sind so ziemlich im Großen und Ganzen identisch und ich habe es ehrlich gesagt auch nicht anders erwartet. Natürlich wurden schon viele Gespräche geführt, die auch deutlich auf meine Gefühlssituation wiederspiegelten. Ich möchte hier auch nicht behaupten, dass man nicht ernst zugehört hat. Das ist auch nicht das Problem sondern die Reaktionen danach, welche eben dieses ernste Zuhören wiederlegten. Und ....ich bin sicherlich kein leichtfertiger Mensch der ALLES mit sich machen lässt, aber wie so manch Anderer vielleicht auch schon in seinem Leben gelernt hat, sollte man vor Problemen nicht gleich weglaufen. Vielleicht mag es sein, dass ich ein wenig zulange ausgehalten habe, andererseits bin ich kein Mensch der eine Beziehung gleich mal so schnell über den Haufen wirft. Aber natürlich habt ihr recht damit, dass etwas getan werden muss, nur das WAS ist mir noch nicht ganz so klar. Im Übrigen ist das Mädel 16 und meine Partner 46. Ich selbst bin 48 und war 12 Jahre verheiratet, bis meine damalige Frau sich überlegte, es doch nochmal von Vorne zu versuchen. Ich weis auch, dass es hier nicht einfach ist, aus wenigen Bruchstücken einer ganzen Geschichte heraus einen guten Ratschlag zu erteilen, halte aber das bisher Gelesene für mich persönlich doch für sehr aussagekräftig. Wenn ich mein Niveau jetzt kurz fallen lassen dürfte, müsste ich eigentlich sagen: Ich könnt mir in den A....... beissen, das ändert aber auch Nichts an den Tatsachen. Jetzt mal schnell wieder aus der Wohnung schwinden ist ebenfalls nicht so einfach, denn die Wohnung läuft auf uns Beide. Wenn ich also verschwinden würde und sie bezahlt nicht weiter............! Es muss also ein anderer Lösungsweg gesucht werden und das wird wahrscheinlich erst einmal wieder ein Gespräch sein. Vielleicht diesmal mit dem nötigen Druck dahinter. Oder was denkt ihr.? lg.
 
  • #9
Das hast du doch vorher gewusst auch wenn du die Augen davor verschlossen hast. Nun wird es immer schlimmer. Wird Zeit für dich die Notbremse zu ziehen und dir wieder eine eigene Wohnung zu suchen. Ist mir eh unklar, warum du das hast alles mit dir geschehen lassen.

Von Anfang an gewusst habe ich, dass es Kinder gibt, aber ich wusste nicht, dass dieses Thema noch nicht geregelt war. Vor dem Einzug in die neue Wohnung HABE ich gewusst, was war, aber eine Veränderung der Lebensumstände kann manchmal auch bewirken, dass sich so mancher Mensch wieder fasst.
 
  • #10
Lieber FS,

wie alt bist du? Keine einfache Geschichte, aber ich muss dir leider sagen, dass du sehr naiv an die Sache rangegangen bist. Die beiden Frauen verhalten sich nicht mit Absicht so zu dir. Ihr Verhalten ist nicht schön, aber für mich nachvollziehbar. Das sie nicht über ihre Probleme mit dir reden, dich raushalten, hat eher damit zu tun, dass sie dich damit nicht belasten wollten. Hast du schon mal daran gedacht?

Ich denke, ihr hättet nicht zusammen ziehen sollen und euch prof. Hilfe holen sollen, um den Beziehungsstart vorzubereiten und dann später euch eine gemeinsame Wohnung suchen sollen.

In der Familientherapie hättest du auch sehr schnell lernen können, warum die Beiden so reagieren, dass ihr Verhalten normal ist, aber für dich absolut unverständlich, was ich nachvollziehen kann.

Deine Zeilen lesen sich, als ob bei dir kurz vor 12 ist. Gehe mit deiner Freundin spazieren, sprich auf keinen Fall zu Hause mit ihr, gib ihr die Zeilen, die du hier geschrieben hast zum Lesen und sieh, wie sie reagiert. Entweder sie ist einverstanden, damit ihr euch alle prof. Hilfe holt, oder eure Beziehung ist zum baldigen Scheitern verurteilt und dann solltest du schnellstens ausziehen.

w 49
Danke dir für deine Antwort, aber ist das nicht ein wenig zu einfach? Natürlich könnte es sein, dass ei mich aus den Problemen heraushalten wollen, um mich nicht zu belasten, aber ich trug schon vorher monatelang die Probleme mit dem Rechtsstreit in Bezug auf die Kinder mit und hier hat man mich auch nicht herausgehalten. Ich hätte das auch nicht gewollt. Warum also dann jetzt heraushalten wo anscheinend die Welt doch hätte wieder etwas klarer werden müssen? Warum also jetzt plötzlich diese Verschwiegenheit und das Ausgrenzen.?
 
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  • #11
1.Wollen sie Dich vielleicht tatsächlich nicht weiter nerven, nachdem es jetzt nicht mehr zwingend (Scheidung) notwendig ist? Weil die Gespräche immer noch um das Alte kreisen. Oder geht es um Teenie-Probleme der Tochter, die sie im Zweiergespräch lieber löst? Weiß die Frau, dass Dich das Abbrechen der Gespräche verletzt?
2.Liebst Du sie noch? Macht Ihr auch mal was Schönes miteinander, kannst Du dafür Vorschläge einbringen? Zu zweit, zu dritt und zu viert?
3.Inwiefern gibt es eine Konkurrenz zwischen Mutter und Tochter? Ist das mehr als Teenie-übliche Ablösung?
4.Professionelle Hilfe ist so gut wie nie verkehrt, höchstens mal die Person, die sie anbietet, nicht die Richtige für Euch beide... wäre Deine Partnerin bereit dazu, sieht sie überhaupt Deine Lage?

Bin #6; vielleicht war ich vorhin vorschnell in meiner Empörung.
 
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  • #12
Für mich klingt es nach Gesprächsbedarf unter professioneller Anleitung. Damit kommst du allein nicht klar. Die zwei haben sich in der neuen Situation nicht gefunden und arbeiten alte Muster ab, du kommst zu kurz. Wenn sie es ernst meint mit dir sollte sie für eine Paarberatung offen sein oder mit ihrer Tochter gemeinsam zu einem Therapeuten gehen.
Sie alten Gespenster sind noch da.
w43
 
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  • #13
Lass Dir doch endlich gesagt sein, dass alles Reden und Verstehen nichts hilft. Du wirst in dieser Konstellation immer hinten anstehen bzw. der Verlierer sein. Das wird sich auch die nächsten Jahre nicht ändern. Trenn Dich! Das Theater ist einem erwachsenen Mann nicht würdig.
Ich war in einer ähnlichen Situation, nicht so extrem wie bei Dir. Habe mich trotzdem getrennt weil ich eine richtige Partnerin (ohne Kinder) wollte mit der ich das Leben gemeinsam gestalten kann. Und ich habe sie gefunden. Also nur Mut. Du musst raus aus solch entwürdigenden Verhältnissen.
 
  • #14
Da muß unbedingt ein Profi ran.
Mein Bauchurteil: Die Mutter versucht die Ablehnung und den Verlust des Sohnes durch extreme Zuwendung zur Tochter zu kompensieren. Die Tochter will nach dem Verlust von Vater und Bruder verhindern, daß sie die Mutter an dich "verliert". Eine so blöde Trennung steckt man nicht so einfach weg.
So, wie die beiden agieren, meinen sie es sicher nicht böse, materiell gestimmt o.ä. Die haben einfach einen kräftigen Schlag weg bekommen und ihr müßt euch alle drei neu strukturieren.
 
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  • #15
Danke dir für deine Antwort, aber ist das nicht ein wenig zu einfach? Natürlich könnte es sein, dass ei mich aus den Problemen heraushalten wollen, um mich nicht zu belasten, aber ich trug schon vorher monatelang die Probleme mit dem Rechtsstreit in Bezug auf die Kinder mit und hier hat man mich auch nicht herausgehalten. Ich hätte das auch nicht gewollt. Warum also dann jetzt heraushalten wo anscheinend die Welt doch hätte wieder etwas klarer werden müssen? Warum also jetzt plötzlich diese Verschwiegenheit und das Ausgrenzen.?
Lieber FS,

ganz einfach, weil ihr jetzt zusammen wohnt und sich eine neue Situation ergeben hat, die vorher nicht so bestand.

Den Zeilen von Bärbel kann ich nur zustimmen. Ich bin mir sicher, dass ganze Verhalten dir gegenüber ist nicht bös gemeint, sondern hat eine Eigendynamik entwickelt, die Mutter und Tochter nicht verstehen. Da müssen tatsächlich Profis ran.

Da du allerdings schon nach neuen Frauen Ausschau hältst gibt mir zu denken. Eine Partnerschaft besteht ja auch darin, schwierige Phasen durchzustehen und als erwachsener Mann sollte man sich vorher gut überlegen, notfalls vorher sich Beratung holen, ob der Schritt des gemeinsamen Zusammenziehen wirklich gut ist.

Wenn du dich doch trennen solltest, wünsche ich dir eine kluge und vorausschauende Frau, es sei denn, du willst eine, die so etwas leicht naiv denkt wie du. Ich würde mich jedenfalls nicht mit einem Mann einlassen, der frisch getrennt aus so einer Geschichte kommt. Da ist Beziehungsstress vorprogrammiert.

Die w 49
 
  • #16
Es scheint mir, dass Du benutzt wirst, und genau deswegen keine Ehrlichkeit, Vertrautheit etc. herrscht und Dein Gefühl entsprechend genau das bemerkt! Wäre dies alles gegeben, hättest Du wahrscheinlich Hoffnung, dass man alles, was noch schief hängt, korrigierbar wäre, aber genau diese Hoffnung fehlt aus gutem Grund! Deswegen ist es dann auch normal und richtig, glaube ich, wie Du fühlst. Und wo Du vorher nicht konsequent Dich geschützt hast, solltest Du es warhscheinlich allmählich wirklich tun. Du wirst damit wohlmöglich die Restfamilie tiefer in ihr Unglück stürzen, das Kind kann ganz bestimmt nichts dafür, aber die Frau macht ganz offensichtlich vieles falsch. Du kannst Dich nicht einfach aus Mitleid "opfern" zu deren Wohl, denn Du hälst das ganz sicherlich nicht mehr lange aus, wirst da so nicht glücklich und wirst früher oder später auf die eine oder andere Weise sowieso ausbrechen, oder?
 
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  • #17
Toll, dass der Fragesteller nach Unterstützung sucht! Und nicht klein beigibt. Die Probleme sind groß und schwerwiegend, ander Männer wären da einfach irgendwann "weg".
Ich denke auch, dass es so schwerwiegend ist, dass ein profi ran muss. Ich würde aber KEINE Familientherapie vorschlagen, sondern eine Mediation zwischen dem FS und der Frau. Wenn am Ende der Mediation u.a. steht, dass ihr eine Familientherapie macht - gut!
Aber ich glaube, hier muss erstmal vile überhaupt erst gesgat und ausgesprochen werden vom FS gegenüber der Frau - und dabei hilft ein/e Mediator/in oder ein zweier-Gespann mit Frau und Mann.

Zur sofortigen Trennung oder einem Auszug kann ich nicht raten. Erstens scheint mir, das das nicht dem gefühlsleben des FS geercht wird. zweitens würde die im selben Haushalt lebende Tochter zum 2. mal einen ausziehenden Mann erleben. Diesmal noch einen, der auch wegen ihr geht. Nicht gut für eine Teenagerin!!!!!!!

Viele Glück!
 
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  • #18
Die Vorschläge mit Therapeut oder Mediator sind ja lieb gemeint, trotzdem totaler Unsinn. Für unseren FS ist seine Freundin die wichtigste Beziehung in seinem Leben. Für seine Freundin aber nicht! Sie hat die Kinder im Fokus. Ihr Freund läuft so mit. Und so fühlt er sich auch.
Was soll eine Therapie oder Mediation wenn beide nicht das gleiche Ziel oder den gleichen Fokus haben? Nein, er muss da so schnell wie möglich weg, ausziehen, wieder ein selbstbestimmtes Leben führen und sich eine echte Partnerin suchen.
 
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  • #19
Die Vorschläge mit Therapeut oder Mediator sind ja lieb gemeint, trotzdem totaler Unsinn. Für unseren FS ist seine Freundin die wichtigste Beziehung in seinem Leben. Für seine Freundin aber nicht! Sie hat die Kinder im Fokus. Ihr Freund läuft so mit. Und so fühlt er sich auch.
Was soll eine Therapie oder Mediation wenn beide nicht das gleiche Ziel oder den gleichen Fokus haben? Nein, er muss da so schnell wie möglich weg, ausziehen, wieder ein selbstbestimmtes Leben führen und sich eine echte Partnerin suchen.

Dieser Vorschlag ist Unsinn und total unreif. Die Frau kann und sollte nicht die wichtigste Beziehung in seinem Leben sein, sondern erstmal die Beziehung zu sich selbst. Selbstverständlich ist eine Mediation zwischen dem FS und seiner Freundin ein guter Weg. Egal wie die Geschichte ausgeht, beide haben sich dann erwachsen und reif getrennt, haben was daraus gelernt, können die Beziehung besser verarbeiten und sind damit auch schneller wieder reif für eine neue Beziehung.

Lieber FS, ich habe in den letzten Jahren nicht umsonst mich mehr auf mein Teenie-Mädchen konzentriert, weil ich weis, dass die Teenies sehr "böse" werden können. Das wollte ich einem Mann nicht zumuten. Ich war jahrelang Single, was ich bis heute nicht bereue. Es war für mich schon hart genug, ich hätte gar keine Kraft für einen Mann an meiner Seite gehabt, schon gar nicht in meiner Wohnung. Was glaubst du, warum komischer Weise viele Ehen gerade dann scheiternt, wenn die Kinder die ersten Pupertätsanwandlungen hinter sich haben?

w 49
 
  • #20
Danke wieder einmal an euch für eure Resonanz. Um Eines klar zu stellen, ich bin weder der Trottel der Alles mit sich machen lässt, noch der Typ der gleich davon läuft. Jeder hat in seinem Leben Situationen meistern müssen, wo die Lösung des Problems manchmal schnell zu erreichen war und manchmal harte Arbeit dafür notwendig war. Das Gleiche gilt für mich. Es geht mir nicht darum, von Jemandem Ratschläge zu bekommen, damit ich eine Entscheidung fällen kann und hinterher sagen kann: der oder die hat mir Jenes geraten, die sind doch schuld. Nein, es geht mir darum, aus dem Gelesenen vielleicht Aspekte heraus zu filtern die ich alleine mit meinen 2 Augen und meinem Herzen nicht sehe. Diese Aspekte kann ich dann in das einfliessen lassen, was ich entscheide zu tun. Hier sind viele Augen und Herzen, die die Situation aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln und Emotionen betrachten und GENAU DAS ist es was mir sehr gut hilft. Ich bekomme langsam ein wenig Abstand und schaffe es meine eigenen Emmotionen herunter zu fahren. Damit bekomme ich vielleicht auch wieder einen klareren Blick dafür, was ich mir noch weiter antun kann, oder was ich vielleicht noch tun kann um die WAHRHEIT heraus zu finden. Also wieder einmal Danke an euch alle für eure Hilfe.
 
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  • #21
Nein, es geht mir darum, aus dem Gelesenen vielleicht Aspekte heraus zu filtern die ich alleine mit meinen 2 Augen und meinem Herzen nicht sehe.

Ich habe auf deinen ersten Post nicht geantwortet, weil er mir sehr sachlich und distanziert vorkam. Du schreibst in erster Linie auf der Meta-Ebene. Das kommt sehr kühl rüber.

Wenn ich einen Raum betrete und die Anwesenden unterbrechen/beenden ihr Gespräch, dann wäre mir das peinlich und ich würde nicht weiter nachfragen, warum sie sich so verhalten.
Mir wäre es umgekehrt furchtbar unangenehm, wenn mich jemand fragte, warum ich mich so oder so verhalte. Solche "Allüren" würde ich an deiner Stelle sofort einstellen.

Was auch auffällt: viele Menschen, die hier Fragen stellen und versuchen, die Beziehung zu verbessern, schreiben von irgendwelchen konkreten Versuchen und Beispielen. Du schreibst nur auf der Meta-Ebene.

Hast du denn deine Freundin und ihr Kind mal zum Picknick eingeladen? Seid ihr mal ein Wochenende zusammen weggefahren in einen Center-Park o.ä.?
Hast du sie mal ausgeführt zu einem Musical? Oder kochst du mal für euch drei?

Klar hört sich das alles so an, als ob die beiden dich ausnutzen. Aber du hörst dich auch sehr distanziert an.

Im Übrigen: dieses Spielchen von Mutter und Kind wer am meisten weis und kann etc. ist doch nur ein Spiel. Das spielt keine Rolle. Spiel doch einfach mit.
Da kann man doch wunderbar zusammen "wer wird Millionär" im Fernsehen gucken und zusammen austesten, wer am meisten weis.

Evtl. liegt beu euch ein Gemisch verschiedener Faktoren vor: du bist nicht familienerfahren und sie nutzen dich aus.

Hoffe, das hilft dir etwas weiter.

m 40
 
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