G

Gast

Gast
  • #1

Wochenendbeziehung und Dienstreisen. Kann das gut gehen?

Mein Partner und ich sind seit mehr als 2 Jahren ein Paar. Wir führen eine glückliche Wochenend- bzw. Fernbeziehung (ca. 100 km), haben alles bisher gut organisiert bekommen. Die Möglichkeit zum Beenden der Wochenendbeziehung besteht momentan aus beruflichen Gründen noch nicht, wir können es uns zwar für die Zukunft vorstellen, jedoch wollen wir auch nichts überstürzen, weil wir beide vor unserer Beziehung relativ lange Single waren und uns an ein endgültiges Zusammenleben erst langsam "herantasten" wollen. Jedoch verbringen wir auch mal einen Tag unter der Woche zusammen und haben schon einige längere Urlaube hinter uns, die jedes Mal sehr harmonisch und schön verbracht wurden.
Nun hat sich aber meine berufliche Situation verändert: Ich habe in meinem Unternehmen neue Aufgaben übernommen, die mich besser ausfüllen und zufriedener machen, jedoch auch eine Menge Dienstreisen beinhalten. Diese finden zwar immer wochentags statt, nur habe ich mich jetzt durch die Bemerkung einer Kollegin verunsichern lassen, dass künftig durch den zusätzlichen Stress auch meine Beziehung in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. Bislang hat man natürlich unter der Woche versucht, alle wichtigen Dinge wie Hausarbeit, Papierkram und diverse Besorgungen zu erledigen, um dann am Wochenende Zeit für den Partner zu haben. Dies fällt natürlich jetzt zu einem gewissen Teil weg, wenn man auf Dienstreise ist und muss also auch am Wochenende erledigt werden. Auch ist das ständige Ein- und Auspacken der Reisetasche noch mehr an der Tagesordnung als sonst.
Wer von Euch Forumsteilnehmern kann mir hier Tipps oder vielleicht auch eigene Erfahrungswerte weitergeben? Und vielleicht auch etwas Entwarnung geben bzw. mich mit meinen Grübeleien beruhigen!
Eine Bitte noch: Es geht hier wirklich nicht darum, wieder mal eine Wochenendbeziehung in Frage zu stellen. Ich überlege nicht in Richtung einer Trennung, in keinster Weise. Bitte nur eine Einschätzung der Situation und Tipps, diese entsprechend zu meistern! DANKE!

w, 41
 
G

Gast

Gast
  • #2
Ich weiß jetzt nicht, was du genau hören möchtest.... ich habe jahrelang (bis heute) eine erfüllte Beziehung geführt, wo man sich eben nur mal alle 2-4 Wochen gesehen hat. Für mich absolut perfekt und ausreichend. Jeder Mensch hat nunmal ein anderes Nähebedürfnis (meines ist nicht sehr groß, wars auch nie, ich hab mich schon als Kind mit 12 Jahren lieber eine Woche im Kinderzimmer eingeschlossen). Bei manchen Leute habe ich tatsächlich das Gefühl, sie suchen nur noch eine Art Mama-Ersatz, der für sie kocht, die Wäsche zusammenlegt, sie abends unterhält und umpflegt, oder im Falle der Frau einen Papa, der die Handwerks- und Reperaturarbeiten daheim erledigt, Geld und Versorgung mit nach Hause bringt. Aber wirklich eigenständig leben, 1,2,3,4... Wochen können kaum irgenwelche Leute, da verfallen die meisten Leute regelrecht in Frust und Sinnlosigkeit. Es ist eine Frage, wie du damit umgehen kannst, wenn man sich eben nur 1x im Monat sieht.

In meiner Beziehung ist es so, dass wir beide nunmal extrem viel arbeiten, jeder seine Hobbies und Freunde hat und auch jeder einfach mal nur seine Ruhe haben will. Wir ergänzen uns also super und das schon seit 9 Jahren und ich bin zuversichtlich, dass das auch die nächsten 9 Jahre so super weitergehen wird, weil wir uns immer superspannende Dinge zu erzählen haben und immer wieder wie neu aufeinander treffen. Allerdings ist das ein "Lifestyle" den die wenigsten Leute akzeptieren, tolerieren, geschweige den nachvollziehen können.

Problematisch wird es, wenn die Frau jeden Tag den Partner zu ihrer Seite wünscht nd der Mann eben kein Bock drauf hat. Dann ist das kein Mann für dich. Man muss schon gleiche Ziele und Wünsche haben.
 
  • #3
Keine Sorge, wenn der Partner dafür Verständnis hat ist das wirklich kein Problem. DU musst es gemeistert bekommen. Das können logistische Dinge sein (ich bin schon mit drei Koffern bei Ihr aufgekreuzt und war 3 Wochen nicht in meinem Haus) und natürlich dann die Disziplin ALLES berufliche bereits während der Woche erledigt zu haben. Lieber eine halbe Nachtschicht auf dem Hotelzimmer als am WE noch Angebote zu schreiben.

Und natürlich musst Du Dich und Deinen Körper so in Schuss halten dass DU diese Belastung ohne Einbussen hinbekommst und nicht völlig platt dann bei deinem Liebsten aufs Sofa sinkst.

Vielleicht hatte ich ja den Vorteil schon beim kennenlernen diesen Beruf auszuüben, bei uns hats so gut funktioniert dass wir nun zusammen wohnen.
 
G

Gast

Gast
  • #4
Also wir führen so eine wie von dir beschriebene Beziehung - mein Freund ist häufig unterwegs und wir sehen uns nur am Wochenende (knapp 300 km Entfernung). Er hat ein ziemlich großes Haus mit 1000 qm Grundstück - Arbeit also vorprogrammiert. Er investiert gerne in eine Zugehfrau, die einmal wöchentlich ca. 3 Stunden kommt und die "leidige" Hausarbeit wie wischen und dergleichen erledigt. Wäsche etc. macht er jedoch selbst.
Wenn du dir das finanziell leisten kannst, dann investiere in eine Zugehfrau. Dann wüsste ich nicht, warum sich großartig etwas ändern sollte. Ich denke, du solltest nur nicht in die sich selbst erfüllende Prophezeiung verfallen.
Genieße deine neue Aufgabe, es scheint dir ja richtig Spaß zu machen.
w/46
 
Top