• #31
..dass ich mir ansonsten eine Affäre suche..
MM nach gibt es fast nichts tödlicheres als seinem Partner mit Folgen (z.B. Trennung, Fremdgehen, ...) zu drohen, wenn dieser etwas nicht tut, was nur ein Partner gerne machen möchte. Deutlicher kann man seinem Partner kaum erklären, dass man diesen für einen einseitigen Wunscherfüller hält, während einem umgekehrt seine Gefühle egal sind. Mir ist es unbregreiflich, wie man davon ausgehen kann, damit auch nur irgend etwas Positives bewirken zu können. Man kann doch nicht vom Gegenüber Verständnis bzw. Emapthie einfordern und gleichzeitig umgekehrt dem Partner in die Fresse treten. Wenn man sich etwas von seinem Partner wünscht, muss man immer auch seine Wünsche im Blick behalten und auf sich schauen, was man an sich verändern kann, damit der Partner gerne zu Geben bereit ist und selber Freunde daran empfindet. Und auf eine Drohung hin ("ansonsten gehe ich fremd") macht keiner gerne etwas.

Richtig ist aber, dass man sich nie so bedürftig zeigen sollte, dass der Partner sich seiner quasi sicher sein kann. Wenn die Frau des FS das Gefühl hat, dass der FS ihr ohnehin sicher verfallen ist, braucht sie sich auch nicht weiter um ihn zu bemühen. Man sollte dem Partner aber niemals ausdrücklich erklären, dass dieser sich nicht mehr sicher sein darf, sondern man muss dieses seinem Partner vielmehr durch sein nicht bedürftiges Tun POSITIV und selbstbewusst vermitteln. Der FS sollte daher lediglich selber aktiver am Leben teilnehmen und z.B. wie seine Partnerin abends mit seinen Freunden weggehen oder zum Sport. Er kann der Partnerin dabei gerne anbieten, dass sie sehr gerne mitkommen kann, aber halt auch selbstbewusst zeigen, dass er auch alleine los geht, wenn die Frau keine Lust dazu hat. Der FS muss seiner Frau nur das Gefühl vermitteln, dass er sie liebt, aber nicht abhängig von ihr ist und auch alleine aktiv am Leben teilnehmen kann, so dass sie sich ihrer nicht mehr zu sicher sein kann, dass er vielleicht doch mal schwach werden könnte, wenn sie sich nicht mehr ausreichend um ihn bemüht und sich damit selber austauschbar macht. Der FS muss seiner Partnerin positiv die Möglichkeit geben, Teil seines Lebens sein zu können und ihr die freie Möglichkeit lassen, es selber zu wollen bzw. gerne zu tun. Die Partnerin soll sich ihrer nur nicht zu sicher sein dürfen, indem man eigenständig bleibt, wenn die Partnerin nicht teilnehmen möchte.
 
  • #32
Eine Antwort, die bisher nicht gegeben wurde, scheint mir naheliegend: Wenn sich das Paar vorher zwei Jahre auf Kumpelebene begegnet ist, also in einer platonischen Beziehung war, wie soll denn später eine Leidenschaft in der Beziehung aufkommen oder gar sexuelle Anziehung. Das funktioniert eben nicht, wenn man später eine Zweckehe zwecks Aufzucht von Kindern eingeht.
 
  • #33
Richtig ist aber, dass man sich nie so bedürftig zeigen sollte, dass der Partner sich seiner quasi sicher sein kann.
Das ist aber ein Grundpfeiler einer Beziehung: Vertrauen in den anderen. Natürlich muß man sich auch des Partners sicher sein, denn so ein ständiges Hingehalten werden, wie du es vorschlägst, sich nie ganz dem anderen Hingeben, ist doch völlig kontraproduktiv. Dann bekommen wir solche Anfragen wie Was ist Liebe, wenn es eben nur 99% sind und keine 100%.
Das Manipulieren, das du vorschlägst, hat in einer Beziehung keinen Platz.
Und übrigens: nur weil ich mir des anderen nicht sicher sein kann, entsteht ganz bestimmt keine Erotik!
 
A

Ares

  • #34
Der FS sollte daher lediglich selber aktiver am Leben teilnehmen und z.B. wie seine Partnerin abends mit seinen Freunden weggehen oder zum Sport.
Kindergartenspielchen. Was soll es für die Beziehung bringen, wenn der FS seine Partnerin von seinen sozialen Aktivitäten ausschließt? Dass sie beide auch mit Kind noch eigenen Aktivitäten nachgehen sollten, ist klar, aber hier ist das nicht das Problem.
Es macht keinen Sinn, um den heisen Brei herumzureden und so zu tun, als sei das Problem mit der fehlenden Sexualität keines. Probleme spricht man in einer Beziehung an. Sonst haben wir hier in einem halben Jahr wieder einen der zahllosen Beiträge nach dem Motto "Er hat nie was gesagt und jetzt hat er sich in seine Kollegin verliebt und lässt mich samt Kind sitzen.
 
  • #35
Er hat ja bereits mit ihr drüber gesprochen und sie blockt ab.
Er könnte ihr sehr deutlich sagen dass es für ihn so nicht weitergeht, bzw. Dass es so für ihn keine Partnerschaft ist.
Für mich sieht es auch so aus, als ob sie sich aus der Verantwortung stiehlt. An ihm bleibt die Arbeit hängen, während sie sich die Rosinen rauspickt. Und noch ein zweites Kind will.
Wozu? Zur Absicherung?
Der FS schreibt nicht, inwieweit sie sich um Kind/Haushalt kümmert, bzw. was es an gemeinsamen Aktivitäten gibt
So liest es sich, als sei er der Haussklave, während sie zur Arbeit geht und ansonsten ausruht und ausgeht, also quasi ein Singleleben führt, mit Mann und Kind und Versorgung Zuhause.
 
A

aufgewacht

  • #36
Bekomme grade ein deja vu....

So schnell wie möglich zum Paartherapeuten, bevor es zu spät ist.

Sex ist hier nur ein Nebenkriegsschauplatz. Da hat nichts mit der Libido zu tun.
 
  • #37
Ja. Alle, die Kinder haben. Oder zumindest 99% davon...
Ich denke, die Biologie hat das so vorgesehen, daß die Libido zugunsten der Kindesversorgung abnimmt. Meistens nicht gleich nach dem ersten, aber, kommt vor.
Sie will wollen, aber sie will nicht. Es ist ein Dilemma.
Niemals würde ich das so hinnehmen, es stimmt ganz einfach nicht, es liegt einzig alleine daran, dass ihr andere Dinge wichtiger sind als deine Person, du machst zu viel. Ich an deiner Stelle würde mit ihr ganz sachlich darüber reden, ändert sich nichts, so würde ich sie verlassen, Punkt Ende, ich kenne das! Auf so billige Ausreden bin ich schon längst nicht mehr zu haben, Kind hin, Kind her, nicht alleine auf meine Kosten, bitteschön!
 
M

Mooseba

  • #38
Mir persönlich würde die Lust auch vergehen, einfach deswegen, weil so ein Leben wie ihr führt, absolut nichts wäre: Aufstehen, fertig machen, Kinder hier, einkaufen da, rechtzeitig zu Terminen kommen, Job hier, Job da, alles streng durchplant. Und das jeden Tag, das ganze Jahr, den Rest des Lebens – nein Danke. Aber ich bin auch Freiberufler. Muss ich wohl alles nicht verstehen.

Ihr braucht Zeit als Paar. Am Wochenende mal raus ins Kino (ohne Kinder), in die Disko (hallo? In eurem Alter sind bei mir partytechnisch die Fetzen geflogen), mal ein Picknick, eine Wanderschaft im Freien (alles ohne Kinder). Ihr müsst mal abschalten von der Routine, um etwas anderes zu erleben und Inspiration von draußen zu bekommen.

Nach Sex fragen bringt absolut gar nichts. Dadurch baut man als Partner erst recht noch mehr Druck und Stress auf.
Sie brauchen nicht mehr Zeit als Paar, sondern sollten begreifen, dass sie jetzt Eltern sind. Und dazu gehören nun mal Pflicht inkl. fester Abläufe und Terminen. Wegen mangelnden Sex in der Phase ein Problem kreieren, wäre nicht sonderlich reif.
 
  • #39
Jetzt zur Abwechslung mal ein fachlicher Rat von jemandem der sein Brot damit verdient und dem die Haare zu Berge stehen von den "Tipps" hier:

Als ihr zusammengekommen seid, war deine Partnerin Anfang 20, nun steht sie ca. um 7 Uhr auf, geht zur Arbeit, kommt um ca. 16 Uhr nach Hause, dann ist das Kleinkind auch zu Hause und abends ist sie müde. - Ende des Tages, nächsten Tag der gleiche Trott!
Jetzt kommt die Zaubermethode: EMPATHIE.

Stell dir vor, was andere Frauen mit Mitte 20 tun, Stichwort Lebensfreude: Tanzen gehen, mit Freundinnen treffen, shoppen, verreisen usw. Sie ist jung, sie vermißt Freude in ihrem Leben und eine Frau, die nicht gut drauf ist, hat keine Lust auf Sex.

ABHILFE:
Auf gar keinen Fall drängen oder gar mit einer Affäre drohen, das ist Erpressung und diese löst keine postitiven Gefühle aus!

Das Kind öfter zu den Großeltern oder Verwandten, bzw. Freunden bringen, zusammen ausgehen, Kurzurlaube bzw. Urlaube machen OHNE Kind, das Kind auf alle Fälle raus aus dem Schlafzimmer!

Das Leben genießen so wie es junge Leute i.d.R. tun als Paar, nicht als Mami und Papi!!!

Nicht so weiterleben wie ein spießiger Hausvater mit Frau, das ist die Ursache der Sex-Flaute, das hat weniger mit deiner Person zu tun, fühle dich nicht so abgelehnt, sondern versuche die geschilderte Motivlage zu verstehen! Es ist die Art des Tagesablaufs (ein Indiz, dass dies die richtige Fährte ist, hast du selbst geliefert, sie geht am liebsten mit Freundinnen weg).

Diese Methode hat schon vielen Paaren aus dieser Falle geholfen, das ist nicht das Ende, laß dir nicht diesen Quatsch einreden, dass du fordern und männlicher werden und auf den Tisch hauen sollst.
Verschaffe ihr positive Erlebnisse (gemeinsamer Urlaub, zusammen ausgehen) OHNE Kind, so daß sie sich wieder wie eine junge Frau und nicht nur wie eine Mutter fühlt, welche vom Leben in den nächsten Jahren nichts weiter erwarten kann als morgens aufzustehen, arbeiten zu gehen um danach auf ihr Kleinkind und den nach Sex drängelnden Hausmann zu treffen. Das löst Flucht- und Vermeidungsreflexe aus!
 
  • #40
MM nach gibt es fast nichts tödlicheres als seinem Partner mit Folgen (z.B. Trennung, Fremdgehen, ...) zu drohen, wenn dieser etwas nicht tut, was nur ein Partner gerne machen möchte. Deutlicher kann man seinem Partner kaum erklären, dass man diesen für einen einseitigen Wunscherfüller hält, während einem umgekehrt seine Gefühle egal sind. Mir ist es unbregreiflich, wie man davon ausgehen kann, damit auch nur irgend etwas Positives bewirken zu können. Man kann doch nicht vom Gegenüber Verständnis bzw. Emapthie einfordern und gleichzeitig umgekehrt dem Partner in die Fresse treten.
Der Mann soll Verständnis für seine Frau aufbringen dass sie keine Lust auf Sex hat und er darf sie weder überreden noch Druck ausüben, sondern sie in Ruhe lassen, damit die auf ihn zukommt? Das kann Monate oder gar Jahre dauern, falls es überhaupt zu Sex kommt.
Das hat ein Mann mit seiner Exfrau gemacht, welcher immer die Initiative zur Sexualität ergriffen hatte - erzählte er mir als wir eine neue Beziehung begonnen hatten. Ganz bewusst hatte er beschlossen bei seiner Frau keine Annäherungsversuche zu starten. Er wollte schauen, ob sie auf ihn zukommt. 9 Monate sind vergangen ohne Sex!
Mit einem anderen hatte ich online gechattet und er betrog seine Frau nach 3 sexlosen Jahren! Sie hatte ihn immer mit Sexentzug erpresst bzw. wollte ihn für etwas bestrafen. Wenn beide Partner sexuell glücklich und zufrieden sind dann sind sie auch in ihrer Partnerschaft allgemein glücklicher und tun viel mehr für einander.

Wenn eine Frau ihren Ehemann nicht mehr sexuell attraktiv findet dann kann er auch 15 Jahre warten es wird nichts passieren.
In diesem Fall scheint es mir auch so dass der Mann und männlich wirkt und seine Frau keine Lust auf Sex hat. Dein Vorschlag ist keine langfristige Lösung! Es kann vielleicht vorübergehend funktionieren aber seine sexuelle Bedürfnisse werden ja nicht verschwinden.

Und ich muss fragen, wo ist dann Ihr Verständnis für die sexuelle Bedürfnisse ihres Mannes? Sie ignoriert seine Bedürfnisse vollständig hat aber Energie und Kraft abends mit Freundinnen auszugehen.

Würde ich selbst einen Mann ständig abweisen und seine sexuellen Bedürfnisse nicht ernst nehmen, dann sollte ich mich selbst nicht wundern, wenn er mit tatsächlich eines Tages fremdgeht. Da hätte ich dazu meinen Teil beigetragen, denn ob eine Beziehung funktioniert oder nicht, liegt es meistens an den beiden.
 
  • #41
Mehr Paarzeit ohne Kind ist sicher gut.
Nur, warum will sie ein zweites Kind, wenn sie ihr Leben genießen und ausgehen will? Das Ganze wird ja dann nicht einfacher.
 
  • #42
Stell dir vor, was andere Frauen mit Mitte 20 tun, Stichwort Lebensfreude: Tanzen gehen, mit Freundinnen treffen, shoppen, verreisen usw. Sie ist jung, sie vermißt Freude in ihrem Leben und eine Frau, die nicht gut drauf ist, hat keine Lust auf Sex.

ABHILFE:
Auf gar keinen Fall drängen oder gar mit einer Affäre drohen, das ist Erpressung und diese löst keine postitiven Gefühle aus!

Das Kind öfter zu den Großeltern oder Verwandten, bzw. Freunden bringen, zusammen ausgehen, Kurzurlaube bzw. Urlaube machen OHNE Kind, das Kind auf alle Fälle raus aus dem Schlafzimmer!

Das Leben genießen so wie es junge Leute i.d.R. tun als Paar, nicht als Mami und Papi!!!
Gute und sehr hilfreiche Tipps, doch ich frage mich: Warum zum Teufel kommst sie nicht auch selbst drauf, ihre Kinder mal zu den Grosseltern, Geschwistern, Freunden zu bringen oder auch ein Au-pair-Mädchen zu engagieren für einige Stinden pro Woche? Mir scheint es, dass die meiste Arbeit auf seine Schutern lastet auch die Hausarbeit, neben Kind abholen, Einkaufen (weil auf demselben Weg) und abends kochen, tagsüber Wohnung reingen und wohl auch Wäsche machen.

Hier wurden die traditionellen Geschlechterrollen vertauscht. Sie lebt mehr wie Single, worüber sich meistens gebundene und verheiratete Frauen beschweren.

Wo ist sie denn, sich dessen zu besinnen, dass die beiden nicht nur Eltern, sondern auch ein Liebespaar sind, dass sie auch mal daran denkt, einen freien Abend zu organisieren, damit sie essen oder ins Kino gehen können oder eben ein Wochenende ins Wellness, wenn ihr selbst etwas an ihrem Mann liegt? Ist es nicht zu viel verlangt auch noch für die Bespassung und die Lebensfreude seiner Frau zuständig zu sein? Eine Beziehung ist doch keine Einbahnstrasse in der nur einer sich bemüht und für alles zuständig sein soll, damit sie läuft. Sie muss auch etwas dazu beitragen und sich nicht abends nur auf der Couch ausruhen, wenn sie nicht mit Freundinnen unterwegs ist.

Der Mann tut mir schon leid!
 
  • #43
Lieber FS auf deinen besonderen Fall wurde hier gar nicht eingegangen. Du tust schon sooo viel, aber bitte tu doch noch viel mehr. Warum soll denn nicht auch Alles von einer Seite kommen? Du scheinst zu den Guten zu gehören. Darum: such dir jemanden, bei dem deine Energie nicht einfach nur verschwendt ist. Ihr passt nicht zusammen und kein Therapeut der Welt kann und wird daran etwas ändern.
Wechsel die Frau und kümmer dich trotzdem weiter vorbildlich um dein Kind.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
A

Ares

  • #44
Als ihr zusammengekommen seid, war deine Partnerin Anfang 20, nun steht sie ca. um 7 Uhr auf, geht zur Arbeit, kommt um ca. 16 Uhr nach Hause, dann ist das Kleinkind auch zu Hause und abends ist sie müde.
Der Mann steht nach seiner Aussage gleichzeitig auf, während Sie sich "schön macht", schmeisst er schonmal den morgendlichen Haushalt und kümmert sich komplett ums Kind. Bis sie Nachmittags wieder kommt, ist der Haushalt weitestgehend erledigt.
Die Wünsche der emanzipierten Frau sind komplett erfüllt, eigentlich sogar übererfüllt, denn hier sind die Rollen fast umgedreht. Für Freundinnen ist Energie da, im Grunde verhält sich die Frau so, wie das bei Männern immer zu Recht bemängelt wird.
Es mag sein, dass sie "Lebensfreude" vermisst, aber sie ist nicht mehr 17, sondern Ende 20. Für beide bedeutet Elternschaft Verantwortung und Zeitaufwand. Dein Rat, sich mehr Paarzeit zu nehmen ist sicher richtig, aber reine Empatie hilft hier nicht weiter, denn dann müsste der FS den Haushalt komplett übernehmen und seiner Frau ein Singleleben ermöglichen. Das kann kaum Sinn einer Beziehung sein, denn er würde mit einem zweiten Kind komplett an den Haushalt gefesselt. Umgedrehte Vorzeichen bei der Rollenverteilung...
 
  • #45
Alltägliche Routine ist der Nr. 1 Killer für ein aufregendes und befriedigendes Liebesleben.

Vor allem, wenn Sex stets in den gewohnten Umgebungen und ähnlich initiiert wird. Ein paar Jahre halten Mann und Frau das durch. Doch irgendwann, nach 5 - 10 Jahren stirbt das Liebesleben einen langsamen Tod.

Ihr habt quasi gar keinen Sex mehr. Ihr lebt zusammen und miteinander, aber nicht als Paar im klassischen Sinne. Nicht als Liebespaar. Da dich das stört, würde ich deine Situation ändern.

Vergiss nicht: Andere Menschen kannst du nicht ändern. Egal wie sehr du mit deiner Frau diskutierst oder streitest, das wird überhaupt nichts bringen. Du kannst immer nur dich selbst ändern.

Geh neuen Hobbys nach, mach einen Tanzkurs, sei extrovertiert, zieh dich schick an, kümmere dich um dein Leben und sei weiterhin so ein toller Vater. Lauf deiner Frau sexuell nicht nach. Du bist nicht auf sexuelle Aufmerksamkeit von ihr angewiesen und genausowenig kannst du ihr das sexuelle Desiniteresse zum Vorwurf machen.

Mach Dinge die dir Spaß machen.

Ich habe gerade wieder gemerkt, wie unglaublich erfüllend es sein kann, wenn man begehrt wird. Ich kann deinen deinen Frust nachempfinden.

An deiner Stelle würde ich mich freundschaftlich und erwachsen trennen. Nicht, weil ihr mal eine Weile keinen Sex habt, sondern, weil der eine von einer Zukunft und weiteren Kindern redet und der andere im Hier und Jetzt, in der Gegenwart, bereits unglücklich ist.

Das kann nicht gut gehen.

Ich könnte auch nicht so leben. Für mich gehört ein gutes Sexleben genauso in eine Beziehung, wie Vertrauen oder Zärtlichkeiten oder emotionale Nähe. Ich könnte nicht darauf verzichten. Nicht, wenn das meine Freundin oder Frau ist.

Man hat ja nur ein Leben.

Ich rate dir: trenn dich. Besser heute als morgen.
 
  • #46
Die Frau arbeitet 30 Stunden und hat im Gegensatz zum FS einen Arbeitsweg, er nicht. Er arbeitet fast ausschließlich von zu Hause aus und befüllt während seiner "Arbeitszeit" den Geschirrspüler und die Waschmaschine, wahrscheinlich saugt er, wenn überhaupt, auch während seiner "Arbeitszeit" von zuhause aus Staub usw.
Das kann die FS während der Zeit ja nicht, weil sie nicht zu ihrem Amüsement unterwegs ist, sondern an ihrem Arbeitsplatz ist.

Das Kind wird auch tagsüber gar nicht von dem FS betreut, sondern hät sich bis zum Eintreffen der Frau in der Krippe auf, von der es vom FS abgeholt wird. Wenn der FS dann auf dem Rückweg von der Krippe in den Supermarkt geht und einkauft, weil das eh auf seinem Weg liegt, dann ist das wohl nicht unbedingt eine schwere Arbeit o.ä., sondern viele würden lieber einkaufen gehen, anstatt in ihrem Büro hocken zu müssen.

Der FS macht sich offenbar beruflich nicht unbedingt tot, sondern hat massenhaft Zeit, so dass er zwischendrin die Wäsche u.ä. machen kann. Was am Bestücken einer Waschmaschine oder dem Befüllen oder Ausräumen eines Geschirrspülers sowie am Einkaufen des Bedarfs von zwei Erwachsenen und einem Kleinkind eine schwere Fronarbeit sein soll, das erschließt sich einem objektiven Leser sicher nur schwer.
Der FS ist ja auch nicht wegen seiner "Aufgaben" frustriert, sondern weil er keinen Sex bekommt".

Der FS ist ein junger, gesunder Mann, der nur 30 Stunden arbeitet und das auch noch von zuhause aus und muß tagsüber nicht einmal ein Kind betreuen.
WÄHREND seiner 30 Stunden Berufstätigkeit erledigt er nebenbei ein paar Hausarbeiten, das ist die Realität!
Es ist ja nicht so, dass sich seine Freundin ständig bis nachts in Kneipen umhertreibt, während der FS drei schreiende Kinder versorgen und die Fußböden zuhause schrubben muß. Man sollte in punkto "Hausarbeit" und "Kinderbetreuung" durch den FS mal die Realität des FS nicht aus den Augen verlieren!

Außerdem sollten Männer auch einmal ihre Liebhaberqualitäten, bzw. die Bedürfnisse ihrer Partnerin hinterfragen, wenn diese keine Lust mehr auf Sex mit ihnen hat und nicht wie ein Kleinkind nach Bedürfnisbefriedigung jammern oder Erpressungsversuche starten.

Trennungen helfen da auch nur bedingt, das gleiche Problem wird dann nach einigen Jahren in der neuen Partnerschaft wahrscheinlich genauso auftauchen.
 
  • #47
Naja, der FS ist ja unglücklich, sie anscheinend nicht.
Also kann die Änderungung nur von ihm ausgehen.
Nachdem viele Leute, wenn sie berufstätig sind um sieben aufstehen und noch ein Kind versorgen müssen, halte ich es nicht für unzumutbar, wenn die Frau mehr mit in die Kinderbetreuung und Haushaltspflichten einbezogen wird, zb auch mal morgens das Kind versorgt, abends kocht oder was auch immer.
Dann ist der FS entlasteter und sie ist mehr mit drin. Im Gegenzug kann er dann auch mal was alleine unternehmen, zb zum Sport gehen und er kann, wenn denn überhaupt Interesse auf Seiten der Frau besteht, tatsächlich mal einen Babysitter organisieren und mit ihr ausgehen/wegfahren.
Bei solchen romantischen Unternehmungen wird er ja dann auch feststellen, ob die Frau überhaupt noch Gefühle für ihn hat oder lieber ohne ihn losszieht.
Insgesamt sollte die Arbeit mehr auf beide verteilt werden, ebenso wie der persönliche Freiraum und zusätzlich mehr gemeinsame romantische Unternehmungen ohne Kind.
Es würde in jeden Fall die Beziehungsdynamik verändern, vielleicht würden auch Konflikte aufbrechen, weil sich zB herausstellt, dass die Frau keine Lust hat sich mehr am Haushalt zu beteiligen, gemeinsame Unternehmungen zu machen etc.
Oder sie würden wieder mehr zueinander finden. In jedem Fall hätte der FS dann mehr Klarheit, denn vom reden und jammern ändert sich nichts. Handel, dann wird sich die Lage verändern und du hast mehr Informationen.
 
  • #48
Frauen, die nur eigene Interessen verfolgen und im Blick haben, auch noch mit Empathie zu belohnen, ist ein offenkundig totes Pferd. Denn solche egoistischen Personen fühlen sich dann ja auch noch bestätigt, das sie der Mittelpunkt des Universums sind und am eigenen Verhalten nichts ändern brauchen.

Richtig ist jedoch, dass man die Wünsche des Partners immer mit im Blick haben sollte, aber halt nicht als Einbahnstraße. Wenn der Partner sich völlig empathiebefreit zeigt, dann hat die betreffende Person umgekehrt irgendwann auch keine Empathie mehr verdient. Man kann mit Empathie gerne in größere Vorleistung gehen, aber irgendwann ist Schluss. Denn ein verzogenes Gör wird mit Sicherheit nicht partnerschaftlicher, wenn man ihr noch weiter in den Arsch kriecht.

Der einzige Weg, der vielleicht etwas bewirken könnte, ist auf freundschaftliche und positive Art und Weise sich selber so zu verändern, dass der Partner merkt, dass seine Wichtigkeit langsam schwindet und man auch selber etwas tun muss bzw. seiner nicht mehr zu sicher sein kann. Von daher halte ich die Ausführungen von # 45 für richtig. Wenn der Partner sich um einen nicht bemüht und auch ein freundliches Ansprechen nichts bewirkte, dann schränkt man halt auch seine eigenen Bemühungen um den Partner ein. Dieses sollte aber immer auf eine freundschaftliche Art und nicht im Wege der beleidigten Leberwurst erfolgen. Man gibt der Partnerin also stets die Möglichkeit, mitzukommen und erklärt ihr auch, dass man sich darüber freuen würde, geht aber halt auch wie selbstverständlich eigene Wege, wenn die Partnerin keine Lust hat.

Wenn die Partnerin dann merkt, dass ihre Wichtigkeit langsam schwindet, dann wird sie sich Gedanken machen müssen, ob sie dagegen etwas unternehmen möchte und sich um den Partner bemühen möchte oder ob ihr der Partner weiterhin egal ist?
a) Wenn Nein (sie bemüht sich weiterhin nicht), dann ist die Partnerschaft ein totes Pferd und man steigt besser ab. Dann ist die Trennung der einzige noch vernünftige Weg, denn eine Empathieeinbahnstraße ist reine Verarschung.
b) Wenn ja (sie bemüht sich), dann nimmt man das nicht als Selbstverständlichkeit, sondern zeigt ehrliche Freude und steigert auch die eigenen Bemühungen um den Partner wieder, damit der Partner merkt, dass ihre Bemühungen die von ihr erwünschten positiven Auswirkungen haben und sie dadurch selber Freude an ihren Bemühungen empfinden kann.
 
  • #49
Lieber FS, was auch immer Dir hier geraten wird, es wird Dir nichts bringen. Paartherapie, Gesprächen, Kind zu Großeltern, nichts mehr im Haushalt machen usw. usw. usw.
Die sexuelle Anziehung ist weg bzw. war nie da (2 Jahre Kumpels vor Beziehung). Da kannst Du gar nichts machen. Eine Frau, die einen Mann nicht sexuell attraktiv findet, will keinen Sex mit ihm . Punkt.
 
  • #50
Einfach herrlich. Egal, was ein Mann tut, die Frau ist das "Opfer" und der Mann muss aktiv werden. Da werden sich die Realitäten ja mal wieder passend zurecht gelegt. Wäre es umgekehrt, dann würde ähnlich zu Gunsten der Frau argumentiert. An alle Frauen, die so reden.

Und zu dir, lieber FS.
Deiner Frau gehts doch super. Du nimmst ihr die klassische Frauenarbeit ab und sie kann wie eine 16jährige feiern gehen. Schlag mal (sinnbildlich) mit der Faust auf den Tisch! Ihr habt ein massives Ungleichgewicht in eurer Beziehung. Ich weiß nicht, ob sie es jemals getan hat. Aber meiner Meinung nach respektiert sie dich nicht. Bist du dir sicher, dass es überhaupt dein Kind ist? Denn meiner Lebenserfahrung nach lassen sich Frauen von Männern, die sie sich so zu behandeln wagen, nicht schwängern.
Meines Wissens senkt sich beim Mann der Testosteronspiegel, sobald Kinder auf die Welt kommen, und je mehr er mit ihnen Kontakt hat. Und Frauen sind sexuell auf Männer mit möglichst hohem Testosteronspiegel gepolt. Du jedoch dürftest aus ihrer Sicht zur Zeit regelrecht nach Östrogen "stinken". Um da raus zu kommen, folgener Plan. Hör auf mit Heimarbeit, suche dir eine feste Stelle, sodass sie sich um das Kind kümmern muss, gehe unter Leute und damit auch unter andere Frauen, treibe Sport, gehe DEINEN Hobbies nach. Dann wird sich das auch wieder ändern.

m36
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
A

Ares

  • #51
Die Frau arbeitet 30 Stunden und hat im Gegensatz zum FS einen Arbeitsweg, er nicht. Er arbeitet fast ausschließlich von zu Hause aus und befüllt während seiner "Arbeitszeit" den Geschirrspüler und die Waschmaschine, wahrscheinlich saugt er, wenn überhaupt, auch während seiner "Arbeitszeit" von zuhause aus Staub usw.
Nach dem, was der FS schreibt, haben beide auf 30 Stunden reduziert. Dass er "das bisschen Haushalt" nebenbei macht, ist eine interessante Aussage, das sollte ich als Mann mal einer Frau mitteilen... Und natürlich ist es dann der schlechte Liebhaber, der an der Unlust der Frau schuld ist. Es ist etwas zu einfach, die "Schuld" nur auf einen Teil eines Paares zu schieben.
Der Supermarkt zum Einkaufen mag auf dem Rückweg von der Krippe liegen, aber könnte ja auch auf dem Rückweg von der Arbeit der Frau liegen. Mir fällt immer mehr auf, dass in dieser Beziehung die Rollen ziemlich vertauscht sind und die Tätigkeiten beider sogar von außen vertauscht beurteilt werden.

Der FS sollte zunächst klare Gleichberechtigung einfordern, sich aber auch verstärkt um die Beziehung kümmern statt nur um das Kind, samit Paartherapie, wenn es so nicht funktioniert. Und sich dann, wenn seine Partnerin Sexualität weiter nicht als Teil der Beziehung betrachtet, seine Bedürfnisse außerhalb befriedigen. Wenn Sie sowieso keine Lust auf Sex hat, hat sie ja keinen Schaden dadurch. Er wird sicher unter den vielen Müttern in der Krippe eine finden, die auch nicht zufrieden ist. Und wernn die Ehe dabei den Bach heruntergeht, dann ist er eben weiter alleinerziehend und sie wird auf 40 Stunden aufstocken müssen, weil sie dann ja Unterhalt fürs Kind bezahlt und er sicher weniger arbeiten kann, weil er sich mehr um das Kind kümmern muss...
 
  • #52
Ich möchte mal wissen, wie die Diskussion ausfallen würde, wenn eine Frau schreiben würde, dass sie von zu Hause aus - wie ihr Mann - dreißig Std. arbeitet, den Großteil des Haushalts/Kochens/Einkaufens erledigt, das Kind zur Kita bringt/abholt und der Mann entweder Überstunden macht oder nach der Arbeit shoppen geht, an seinen freien Tagen müde ist, ansonsten mit Freunden ausgeht und Sex nur noch alle vier Wochen mit ihr möchte.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #53
Ich möchte mal wissen, wie die Diskussion ausfallen würde, wenn eine Frau schreiben würde, dass sie von zu Hause aus - wie ihr Mann - dreißig Std. arbeitet, den Großteil des Haushalts/Kochens/Einkaufens erledigt, das Kind zur Kita bringt/abholt und der Mann entweder Überstunden macht oder nach der Arbeit shoppen geht, an seinen freien Tagen müde ist, ansonsten mit Freunden ausgeht und Sex nur noch alle vier Wochen mit ihr möchte.
Nicht nur diese. Auch viele andere hier in diesem Forum. Wenn zwei das gleiche tun, ist es eben nicht das selbe.
Deshalb würde ich hier auch keine Frage stellen, um mich "beraten" zu lassen. Ich lese hier eigentlich trotzdem sehr gerne, aber nur zu meiner Entspannung und um zu sehen, welch großen Tiergarten unser Herrgott eigentlich hat.
Denn wenn
Jetzt zur Abwechslung mal ein fachlicher Rat von jemandem der sein Brot damit verdient und dem die Haare zu Berge stehen von den "Tipps" hier:
solche Ratschläge wie in Antwort Nr. 46 von solchen "Profis" kommen, weiß ich für mich selbst, das ich nie zu solchen Quacksalbern gehen und denen auch noch einen Haufen Geld in den Rachen schmeißen würde. Aber wahrscheinlich ist es in solchen Kreisen "in", bei jeder Kleinigkeit gleich zu einem sog. Therapeuten zu gehen, wie es ja hier in jedem 3. Post angeraten wird.
So, jetzt könnt Ihr mich gerne zerlegen, wenn´s überhaupt freigeschaltet wird.

M, 48
 
M

Mooseba

  • #54
Ja, ganz genau, da hilft ein Mann mal kräftig mit, ist es auch wieder falsch. Und dann empfehlen hier echt einige Frauen, der Mann soll seine Frau so behandeln, als wäre sie dauergestresste Mutter mit all den typischen undankbaren Arbeiten einer Mutter. Nur ist das hier nicht der Fall und somit werden diese Empfehlungen sexistisch, denn sie implizieren, die Frauen bräuchten ständig und unabhängig ihrer Situation Trost, Bedienung, Rollenspiele etc. Und dann meinen auch noch andere (sogar Frauen), der Mann würde sich unsexy machen mit seiner ganzen Arbeit. Das ist wohl der Gipfel der Anti-Emanzipation der Frauen, die sich für soooo emanzipiert halten.
Und wo sind eigentlich die Frauen, die genau immer dies empfohlen haben, damit auch das Sexleben wieder in Ordnung kommt? Kaum zeigt sich ein Fall, der das Gegenteil zeigt und schon tauchen sie ab. Aber wahrscheinlich grübeln sie nur, wie man glaubwürdig weiterhin nur dem Mann die Verantwortung dafür zuweisen kann.

(m,33)
 
  • #55
Der FS macht sich offenbar beruflich nicht unbedingt tot, sondern hat massenhaft Zeit, so dass er zwischendrin die Wäsche u.ä. machen kann. Was am Bestücken einer Waschmaschine oder dem Befüllen oder Ausräumen eines Geschirrspülers sowie am Einkaufen des Bedarfs von zwei Erwachsenen und einem Kleinkind eine schwere Fronarbeit sein soll, das erschließt sich einem objektiven Leser sicher nur schwer.
Der FS ist ja auch nicht wegen seiner "Aufgaben" frustriert, sondern weil er keinen Sex bekommt".

Der FS ist ein junger, gesunder Mann, der nur 30 Stunden arbeitet und das auch noch von zuhause aus und muß tagsüber nicht einmal ein Kind betreuen.
Beide arbeiten 30 St. pro Woche! Die Frage ist wie lang ist ihr Arbeitsweg? Er macht doch schon das Frühstück fertig und bringt das Kind in die Krippe nicht sie, holt es ab, kauft ein und meistens kocht er sogar abends!
Statt, dass seine Frau nach Hause kommt und kocht, geht sie manchmal auf Shoppingtour. Warum kocht sie nicht abends häufiger?

Nun zu den Liebhaberqualitäten, da könnte ich dir zustimmen, dass sehr viele Männer keine gute Liebhaber sind aber ich als Rollstuhlfahrerin habe mich nicht davon abbringen lassen während des Liebesspiels dem Mann zu flüstern, was mir gefällt und wie ich etwas gerne habe. Wenn du tatsächlich Fachfrau bist, dann müsstest du den Mann die Empfehlung geben, seine Frau zu fragen, ob ihr die Sexualität mit ihm gefällt und was sie vermisst und gerne von ihm erleben/bekommen möchte.

Ginge er zu dir in der Therapie müsstest du ihm gerade das sagen, er solle mit ihr über die Sexualität sprechen und sich erkundigen, welche Wünsche und Bedürfnisse sie genau hat - oder etwa nicht?
Seine Partnerin hat doch auch einen Mund und kann ihm sagen, was sie stört und was ihr besser und schöner gefallen würde!

Jetzt ist er auch noch daran schuld, dass sie nicht fähig ist den Mund aufzumachen und ihre Wünsche und Bedürfnisse klar und deutlich zu artikulieren? Ich selbst machte eine Therapie und ich weiss, was mir der Psychiater sagte: "niemand kann unsere Wünsche und Bedürfnisse wissen und erahnen, wir müssen sie klar aussprechen und formulieren". Wenn sich niemand bei mir über etwas beklagt und beschwert oder sagt, was er gerne hätte, so geh ich immer davon aus, dass alles i.O. ist.

Nach dem Motto "keine Nachricht (Rückmeldung) ist eine gute Nachricht".
 
  • #56
WÄHREND seiner 30 Stunden Berufstätigkeit erledigt er nebenbei ein paar Hausarbeiten, das ist die Realität!
Es ist ja nicht so, dass sich seine Freundin ständig bis nachts in Kneipen umhertreibt, während der FS drei schreiende Kinder versorgen und die Fußböden zuhause schrubben muß. Man sollte in punkto "Hausarbeit" und "Kinderbetreuung" durch den FS mal die Realität des FS nicht aus den Augen verlieren!
Während ihrer 30 Stunden Berufstätigkeit geht sie anschliessend auf Shopping, das ist die Realität, weil sie weiss, dass er alles macht einkauft und anschliessend kocht. Sie weiss, dass sie sich auf ihn verlassen kann und muss nichts ändern.

Sie weiss auch, dass er ein guter Vater ist und für das Kind auch abends da ist, deshalb kann sie auch mit Freundinnen abends ausgehen, statt mal selber zum Telefonhörer zu greifen, ihre Eltern anzurufen und sie darum zu bitten das gemeinsame Kind zweimal pro Woche zu hüten, damit sie als Paar etwas zusammen unternehmen! Ich finde es unfair und ungerecht, was hier dem Mann alles, obwohl ich eine Frau bin, vorgeworfen wird!

Sie müsste eigentlich dankbar sein, einen solchen verlässlichen Partner zu haben und sich ihrerseits dafür revanchieren. Es hätte genauso umgekehrt sein können - er hätte sie samt Kind während der Schwangerschaft auch sitzen lassen können. Sie hat noch nicht erkannt, welches Glück sie hat. Wenn er sich trennt, dann wird sie schon merken, was sie verloren hat.
 
  • #57
Mir persönlich würde die Lust auch vergehen, einfach deswegen, weil so ein Leben wie ihr führt, absolut nichts wäre: Aufstehen, fertig machen, Kinder hier, einkaufen da, rechtzeitig zu Terminen kommen, Job hier, Job da, alles streng durchplant. Und das jeden Tag, das ganze Jahr, den Rest des Lebens – nein Danke. Aber ich bin auch Freiberufler. Muss ich wohl alles nicht verstehen.
Ist zwar nur ein Randthema, aber trotzdem: So geht es leider der überwiegenden Mehrheit der Menschheit, und auch vielen Freiberuflern (war jahrelang selber einer), und wie sollte es auch anders sein? Das ist schlicht und einfach normal, wenn auch sicher unsexy.
 
  • #58
Es ist leider so, dass Menschen, die keine Grenzen setzen und immer funktionieren, komischerweise nicht geachtet werden, sondern verachtet, weil sie alles mit sich machen lassen.
Die letzten Satz, lieber FS solltest DU Dir nicht nur einmal, sondern zehnmal durchlesen und verinnerlichen.
Ja, so ist es. Frauen denken so, vor Deiner Arbeitsleistung (auch als Hausmann), haben sie keinen Respekt. Das ist eben nicht das Wesentliche.

Mache Deiner Frau endlich klar, dass sie gerade dabei die Beziehung zu zerstören und mache sie auf die Folgen aufmerksam.
Solte sie nicht einlenken, was es das dann mit Eurer Ehe.

Wieso hast Du sie nur geheiratet, wenn Du doch wußtest, dass sie Dich auf Dauer nicht befriedigt??

Es sind eben auch allles Deine Fehler.
 
  • #59
Wenn du tatsächlich Fachfrau bist, dann müsstest du den Mann die Empfehlung geben, seine Frau zu fragen, ob ihr die Sexualität mit ihm gefällt und was sie vermisst und gerne von ihm erleben/bekommen möchte.
Den Vorschlag halte ich für richtig. Der FS scheint das aber auch schon versucht zu haben. So schreibt er, dass er sie gefragt hat, "ob es jemanden gibt, seien es Gefühle, Stress bei der Arbeit, ob ich was falsch mache, ob der Sex sie nicht mehr befriedigt, er langweilig geworden ist". Sie hat es verneint und gesagt, "dass sie auf ihre Kosten beim Sex kommt". Nach dem Sex erklärt sie zudem, dass sie mit dem Sex "viel zu lange gewartet haben" und die "Abstände verkleinern müssen". Von ihr kommt danach nur nichts und seine Bemühungen werden immer wieder zurückgewiesen.

Wenn L_a_r_a daher schreibt, dass der FS seine "Liebhaberqualitäten" bzw. die "Bedürfnisse" seiner Partnerin "hinterfragen" müsse, dann sollte sie vielleicht auch mitteilen, was der FS konkret noch machen soll, um die sexuellen Bedürfnisse seiner Partnerin herauszufinden? Hinterfragen tut der FS sich und die Bedürfnisse seiner Partnerin jedenfalls bereits, und auch das half nichts.

Mich erinnert das etwas an die Youtube-Videos, in denen mit versteckter Kamera eine Frau im Park auf einen Mann einprügelt und keiner kommt zur Hilfe. Schlimmer noch, manche gehen sogar Beifall klatschend vorbei. Auf Nachfrage erklärten dann die klatschenden Personen, dass die Frau sicherlich schon ihre Gründe haben würde, weshalb sie zuschlägt. Mit anderen Worten: Der Mann kann selbst verprügelt werden und wird trotzdem als Täter angesehen und es wird ausschließlich nur Verständnis für die Frau gezeigt, weil nicht wenige Menschen vollständig empathielos gegenüber Männern sind (es sind meistens dieselben Leute, die umgekehrt erklären, dass es niemals Rechtfertigungen für körperliche Gewalt geben kann). Und so ist das letztlich auch hier: Die Partnerin könnte auch das mieseste Stück aller Zeiten sein (die z.B. gewissenlos den FS nur als Samenspender und Haussklaven missbraucht) und trotzdem wird es nicht wenige Menschen geben, die ausschließlich Empathie für die Frau haben. Es überzeugt halt nur kaum, mehr Empathie für die Frau als die "Zaubermethode" zu bezeichnen, wenn man sich umgekehrt vollständig empathiebefreit in Bezug auf den Mann zeigt. Und gruselig wird es dann, wenn solche Sätze von angeblichen Fachleuten kommen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #60
Die meisten lesen die Fragestellung gar nicht richtig, sondern sind derart voreingenommen aufgrund ihrer eigenen Lebensumstände und Lebensgeschichte, dass sie hier hauptsächlich ihren Frust und Neid ablassen und nicht dem FS zielführende Ratschläge geben.

Es gibt keine Pflicht mit jemandem Sex zu haben
, eheliche Pflichten und Sex als Bezahlung für ein gutes Leben oder aus Verlustangst, das ist völlig daneben und als "Bezahlung" (wie früher üblich in Ehen: sexuelle Versorgung des Mannes gegen materielle Versorgung der Frau) wird der FS den Sex wahrscheinlich auch gar nicht wollen und außerdem versorgt er seine Freundin nicht materiell, sondern sie arbeitet ja genauso wie er.

Über die Freundin des FS herzufallen und sie als undankbare, verwöhnte, egoistische Frau darzustellen, die ihm das Kind auch noch untergejubelt haben könnte, entbehrt jeder Sachlichkeit, sondern zeigt nur, dass die meisten Poster überhaupt nicht fähig sind, objektive Ratschläge zu geben, da sie alles auf sich selbst und ihr eigenes Lebensdesaster beziehen und daher sich offensichtlich gar nicht von ihrem Tunnelblick freimachen können.

Ich gehe davon aus, dass es sich bei der Freundin des FS um eine junge, gesunde, attraktive Frau unter 30 handelt, der noch sehr viele alternative Lebensmöglichkeiten offen stehen und die es absolut nicht nötig hat, Sex mit einem Mann zu haben, nur aus Angst ihren "Haushälter" nicht zu verlieren oder keinen anderen Mann mehr abzubekommen. Sie braucht auch mit Kind keinen Mann, der nebenbei den Haushälter spielt, wenn sie einen Mann findet, der materiell besser gestellt ist und locker eine Haushälterin und ein Au Pair zahlt und das ist für eine junge, gesunde, attraktive Frau nicht besonders schwer.

Er will Sex und zwar mit seiner Freundin und die Fragestellung ist, wie er das erreicht.

Es geht nicht darum, wer mehr in die Beziehung investiert und was die Frau eigentlich alles müßte und sollte. Wer "schuld" ist und wer moralischer wertvoller usw. usw.

Außerdem kennt hier niemand die Geschichte aus Sicht der Frau, nur die Opfer-Geschichte des FS. Es gibt einen Grund, warum seine Freundin mit ihm keinen Sex mehr will und den gilt es zu finden und im günstigsten Fall zu beseitigen.