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Gast

  • #1

Wodurch entsteht spontane Sympathie

…wenn man einen Menschen erblickt, ihn aber noch NICHT näher kennt?

Durch die (in den Augen des Betrachters) attraktive Erscheinung, durch spezielle Gesten (z.B. Gang, Blickkontakt), oder ist es irgendetwas Unspezifisches, das man so gar nicht genau definieren kann?

Denn es gibt ja auch das Gegenteil: Man sieht einen Menschen und hat sofort eine Abneigung, entweder in der abgeschwächten Form, dass dieser einem nur gleichgültig ist, oder aber, extremer, dass dieser Mensch einem richtig unsympathisch erscheint, obwohl man noch kein Wort mit ihm gesprochen hat.

Was genau – denkt ihr- macht die i.d.R. sekundenschnelle „(Vor)verurteilung“ bzw. Einordnung aus?

Und: Habt ihr eure Meinung ggfs. beim einen oder anderen Mal geändert – nachdem ihr Gelegenheit hattet, den Menschen näher kennenlernen zu können oder müssen (im Job z.B.). Hat sich der erste Eindruck dann sozusagen relativiert und ist vielleicht sogar richtige Sympathie draus geworden, oder hat euch der erste Eindruck noch nie getäuscht?
 
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Gast

  • #2
Die ersten paar Worte bzw. die Stimme (Stimmlage, Stimmhöhe...) plus dazugehöriger Mimik und Gestik und ein offenes Lächeln am Mann. Gepaart mit dem richtigen Aussehen wäre das der Volltreffer.

Es ist NICHT der Blickkontakt, denn glotzen tun ja fast alle Typen und daran ist nichts sexy.
 
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Gast

  • #3
fröhliches Lächeln mit schönen Zähnen

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Gast

  • #4
Spontane Sympathie entsteht durch ein offenes, selbstbewusstes und entgegenkommendes Auftreten, häufig unterstützt durch ein Lächeln. Als Eisbrecher fungieren ein lockerer, salopper Spruch, eine charmate Bemerkung (zur Kleidung etc.) und ein Spiegeln der Körperhaltung und Bewegungen des Gegenübers. Alles zusammen symbolisiert: Ich will dir nichts böses. Ich mag dich, obwohl ich dich nicht kenne.

Profis gehen sofort auf Tuchfühlung mit dem Gegenüber, d.h. sie steigen auf private und in erster Linie emotionale Themen ein, betreiben cold reading, d.h. sie schlussfolgern aus den wenigen Informationen, die sie von ihrem Gesprächspartner haben auf allgemeingültige Aussagen (wie etwa: du bist eigentlich ein ganz emotionaler Mensch, kannst aber nur nicht zeigen etc.).

Zur Sympathie gehört es auch, dem Gegenüber eine Bühne zu bereiten, sich selbst zu präsentieren, also zuzuhören, was der andere zu sagen hat und dazu Stellung zu beziehen und zwar auf eine nicht anbiedernde Art und Weise. Ein sympathischer Mensch ist kein Schleimer, der anderen nach dem Mund redet, sondern er hat eine gefestigte Meinung.

Bei vielen Menschen versteckt sich ein guter Charakter hinter einen Mauer aus sozialen Ängsten, hauptsächlich Versagens- und Verlustängste. Diese MEnschen sind vielleicht eigentlich ganz nett, aber sie stehen derart unter Druck, dass es niemand außer ihnen selbst wahrnimmt. Lernt man sie näher kennen, dann kann sich das Bild vollständig verschieben (sehr häufig erlebt).

Außerdem sollte man oberflächliche Aspekte wie Kleidungsstil, Aussehen und HAarfarbe nicht unterbewerten. Sie spielen für den ersten Eindruck eine sehr große Rolle. Ich für meinen Teil finde z.B Frauen mit kurze, roten Haaren aus irgendeinem Grund unsympathisch und verspüre nicht den Drang, sie näher kennenlernen zu wollen. Das selbe gilt gegenüber Männern mit affigem Kleidungsstil (neongelbe Schweißbänder, Schlumpfmützen) etc. Hier entscheidet sich oft in wenigen Sekunden, ob ich an dem Gegenüber ein Interesse entwickele oder nicht.
 
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Gast

  • #5
Vermutlich rattert da in Bruchteilen von Sekunden all das durch, was die Person mit den eigenen Vorlieben abgleicht. Wenn´s ins Schema paßt - fein, wenn nicht, dann nicht. Danach kommt die Stimme, paßt die nicht zu der Erwartung / Vorlieben, dann fällt da was weg. Ich habe allerdings gar keine Lust, dieses als Vorgang so ausholend und exakt zu beschreiben, dass damit das Spontane und Gefühlte verloren geht. Bringt ja auch nichts, wenn auf der sehr individuellen Skala nicht genügend Pluspunkte anfallen, will man diese Person nicht näher kennenleren. Ansonsten - wenn mal wer durch "das Raster" gefallen ist, wird sich das vermutlich nicht umkehren.
 
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Gast

  • #6
Interessant: Aussehen, Ausstrahlung, wie er steht und geht, Stimme, Geruch, und vor allem auch was mir seine (mir) Augen sagen.
Sympathie: was er sagt, Authenzität, zusammen lachen können.
 
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Gast

  • #7
Ich achte stark darauf, wie ein Mann etwas oder jemanden anfaßt-wenn es mir gefällt, finde ich es vertrauenerweckend bis erotisch. Egal ob er eine Mandarine schält, einen Patienten operiert oder einen Hund streichelt:))
W/46