G

Gast

  • #1

Wollen Frauen Männer ohne jede Selbstzweifel ?

Ich frage mich immer wieder wie viel Selbstzweifel Frauen einem Mann gestatten. In mir selbst (m, Mitte 40) bohrt die Tatsache keine Familie gegründet zu haben (mehrere mehjährige Beziehungen hatte ich, Berufserfahrung habe ich und auch einige Erfolge - aber: was ist schon geblieben?), kein Vermögen erwirtschaftet zu haben, nicht wie die anderen alles richtig gemacht zu haben und dazu auch noch an einer chronischen Krankheit zu leiden. Im Beruf vertrete ich tagein tagaus andere Menschen und meine eigene Position, gebe anderen Ratschläge für dies und jenes geben - oft Leute die wirklich alles im Leben erreicht haben und dann irgendwann mal meine Unterstützung brauchen. Frage an die Frauen: Wie viel Selbstzweifel darf ein Mann haben?
 
G

Gast

  • #2
Du könntest der Bruder meines Partners sein;-)

Mein Partner hat mich nach fast 3 Jahren inzwischen an den Rand des für mich Erträglichen gebracht. Ich habe überhaupt kein Problem mit einem Mann, der empathisch ist und offen über Probleme sprechen kann. Oder auch mal eine nachdenkliche Seite zeigt und nicht immer das Leben von der rosaroten Seite betrachtet. Leider ist es bei ihm so, dass ich anfangs dachte, typisch Frau, ich könnte seine sich ständig auch thematisch wiederholenden Selbstzweifel mit Konsistenz aussitzen. Ihm zeigen, dass er wichtig ist, wie er ist usw. Ich war für ihn da, habe ich Feedback gegeben, habe geholfen (da bin ich wie du, die eigenen Probleme klammere ich aus, dafür helfe ich anderen, da hat man mehr Abstand). Nur, um nach 3 Jahren immer noch die gleichen Texte zu hören wie am Anfang. Mit dem ständig wiederkehrenden Tenor, dass er präventiv Schluss macht, weil ich was Besseres verdient habe und dann sauer ist, wenn ich es ernst nehme. Aber das ist meine Baustelle....

Dein Text klingt, als wärst du reflektiert und fähig, Dinge zu durchdenken. Ich kann aus der Ferne nicht beurteilen, ob du einfach nur grade in einer gedanklichen Sackgasse ohne Perspektive steckst oder ob du eher so tickst wie mein Partner. Im ersten Fall hätte ich damit überhaupt kein Problem, wenn du deine Partnerin einbeziehst und offen kommunizierst, warum du so drauf bist, damit man es auch verstehen kann. Sicherlich hast du dann auch positive Seiten, die deine vielleicht grüblerische Ader ausgleichen. Im zweiten Fall, also wie bei mir gerade, muss ich sagen, würde ich als Frau irgendwann aufgeben - weil nichts zurückkommt und alles nur über die eigene Brille betrachtet wird. Also keine echte Empathie im Nachhinein, sondern nur Heischen nach Aufmerksamkeit.

Alles Gute!
 
G

Gast

  • #3
... und dazu auch noch an einer chronischen Krankheit zu leiden.

Es sind so viele Frauen mit chronisch kranken Männern verheiratet, die an div. Suchtkrankheiten wie Alkohol usw. erkrankt sind. Also deine chronischer Erkrankung dürfte eigentlich kein Grund sein, es sei denn, du gehst mit ihr nicht gut um, bzw. deine chronische Erkrankung hat schon auf deine Seele umgeschlagen. Denn oft sind chronische Erkrankungen nur ein Zeichen von einer erkrankten Seele.

Warum suchst du dir keine Frau, die ebenfalls chronisch erkrankt ist? Dann habt ihr eine gemeinsame Basis.

w
 
G

Gast

  • #4
Interessante Fragestellung wie ich finde. Ein Mann berät Leute in einer Nische, die fast alles im Leben im Gegensatz zu ihm erreicht haben. Interessante Konstellation.Das kann m.E. eigentlich zwangsläufig nur zu Depressionen führen.

Wenn Du mit Mitte 40 noch kein Vermögen erwirtschaftet hast und dazu auch noch chronisch krank bist, dann ist der zug auf dem Partnermarkt ziemlich abgefahren, irgendwann hat auch der letzte Blender sein Pulver verschossen. Man kann die Tatsachen nur ein Stück weit verdrehen, verschönen usw, schliesslich leben wir in einem reichen Land und nicht wenige 20 Jährige haben schon ein Vermögen. Mir fällt das immer am WE auf den Autobahnen auf, wie viele junge Leute dicke Karossen bis hin zum Sportwagen fahren.

Selbstzweifel und niedriges Selbstbewusstsein in Kombination mit faktischer Erfolglosigkeit ist ein definitiver Killer auf dem Partnermarkt. Wenn Du faktisch was zu bieten hast, aber eher Understatement betreibst, das kommt bei nicht wenigen Frauen schon an, weil dieses " ich bin der tolle Hecht raushängen lassen" viele Frauen anwdert. Wenn aber faktisch wirklich nichts da ist, dann haben alle Frauen kein Interesse.

Einzige Chance, versuch dich äusserlich attraktiv zu gestalten und oder gutes Tanzen, das bringt auch Selbstbewusstsein Alles Gute .M 47
 
  • #5
Ich gebe es zu, ich stehen auf selbstbewusste, souveräne Männer ohne allzu große Selbstzweifel. Männer, die Erfolg haben und wissen, was sie wert sind.

Wenn dann parallel dazu eine realistische Einschätzung und ein wirklich gesundes Maß an Selbstzweifel vorhanden ist, ist das gewiss positiv, aber nur dann, wenn die Grundhaltung von Souveränität und Selbstbewusstsein geprägt ist.

Jammernde Männer, die stöhnen, nichts erreicht zu haben, sind nicht attraktiv für mich. Wer hört sich schon gerne Gejammer an?
 
  • #6
Selbstzweifel in Maßen sind normal für eine "runde" Persönlichkeit.
Die Frage ist nur, wo du sie läßt, wenn sie in Mengen auftreten und gepflegt werden, statt ausgeräumt. Ob bei dir oder ob du gern oder vorzugsweise mit engen Freunden oder deiner Partnerin über deine Selbstzweifel kommunizierst. Dann würdest du nämlich (und das sollte dir aus deiner Beratungspraxis nicht unbekannt sein) folgendes Reaktionsschema auslösen:
1. Der Mann äußert ein Problem.
2. Könnte sein, daß er Hilfe braucht, um das Problem zu bewältigen.
3. Hilfe anbieten.
4. Hilfe wird entweder abgelehnt oder nicht gebraucht.
5. Zurück auf 1.
x. Umwelt ist genervt und ohne Verständnis, wenn das in Schleife läuft, distanziert sich.
Versteh mich nicht falsch, jeder, der ein Päckchen zu tragen hat, kann sich auch mal darüber ausklagen und für chronische Krankheiten kann niemand etwas.
Wer sich aber mit sich selbst darauf verständigt hat, als tragische Figur durchs Leben zu gehen: Chronisch krank + voller Selbstzweifel + Erfolglos, kommt eben auch nur für Partner mit bestimmten Präferenzen in Frage.
Ich habe in meinem Job Menschen, die ständig Selbstzweifel äußern und in diesem Zusammenhang auch in ihrem Lebensplan nicht großartig weiter kommen, in erster Linie als Energiesauger erlebt. Sie brauchen extrem viel Aufmerksamkeit und Zuwendung und setzen die Äußerung ihrer ständigen Zweifel an sich selbst und ihr permanentes Scheitern als Mittel ein, diese Aufmerksamkeit und Zuwendung zu bekommen.
In einer Beziehung wäre das für mich extrem unsexy, weil ich im Job schon damit zu tun habe, solche Leute bei sich selbst zu lassen.
 
G

Gast

  • #7
Ich denke, dass jeder Mensch- egal ob Mann oder Frau - gelegentlich Selbstzweifel hat und gerne anderswo stehen würde, als er tatsächlich steht. Das Leben läuft nicht immer wie gewünscht, manchmal sind allein die Rahmenbedingungen einfach erschwert. Aber im Ergebnis hat ein jedes Leben seine guten und schlechten Seiten.

Die Selbstzweifel finde ich nicht so schlimm, die können ja kreativ und konstruktiv sein. Diejenigen, die sie nie haben, sind meistens noch mehr allein und oft einsam. Schlimm ist das ewige Jammern und Selbstmitleid, das wirkt nämlich rein destruktiv.

Du musst halt nach einer Frau Ausschau halten, deren Ansprüche in materieller Hinsicht einfacher sind. Schön und klug kann sie doch trotzdem sein:).

w/35
 
G

Gast

  • #8
FS: einer dieser jungen Kerle in der dicken Kiste war ich auch irgendwann mal. In meinem Beruf darf/ kann ich keinerlei Selbstzweifel nach außen zeigen: da ist permanent Aggressivität und Standhaftigkeit gefragt. Meine Kunden haben zumeist sehr viel bzw alles erreicht - jammern aber bei mir über ihr schweres Los, was ich nicht verstehe. Was ich wirklich über sie denke sage ich denen natürlich nicht - ich lebe ja von ihnen. Im Privaten äußere ich diese ab und zu bei Freunden - für meine Partnerin, am Anfang ihres Berufslebens und mit dem ersten richtig guten Gehalt, war ich zuletzt nur noch ein Loser. Ich stelle diese Frage auch, weil ich den Eindruck habe, dass Mann auch im Privaten bei Frau keine Schwächen zeigen oder seinen Lebensweg hinterfragen darf.
 
G

Gast

  • #9
die ständig Selbstzweifel äußern und in diesem Zusammenhang auch in ihrem Lebensplan nicht großartig weiter kommen, in erster Linie als Energiesauger erlebt. Sie brauchen extrem viel Aufmerksamkeit und Zuwendung und setzen die Äußerung ihrer ständigen Zweifel an sich selbst und ihr permanentes Scheitern als Mittel ein, diese Aufmerksamkeit und Zuwendung zu bekommen.
In einer Beziehung wäre das für mich extrem unsexy, weil ich im Job schon damit zu tun habe, solche Leute bei sich selbst zu lassen.

Nochmal die 4: Bäärbel, du bringst es auf den Punkt. Genau das ist es, was einem auf Dauer jegliche Energie raubt, zumal, wenn man sieht, dass da Potenzial da wäre. Dieser Weg, Aufmerksamkeit zu bekommen, ist dann oft mit einem objektiv großen Einfühlungsvermögen gepaart, das aber auch nur dafür benutzt wird, über die Schleife des Einfühlens wieder auf sich selbst zurückzuspielen.

Mein Fall ähnelt dem des FS, Unfall, daraus resultierende teilweise Berufsunfähigkeit, Ausbildung konnte nicht fortgeführt werden, Ehe scheiterte, Schulden - von außen betrachtet der klassische Loser. Hinter der Fassade versteckt sich viel Wertvolles. Aber diese Endlos-Schleifen des Selbst-Bemitleidens kann man auf Dauer nicht ertragen, zumal, wenn man ohnehin nur als seelischer Mülleimer dient und dann der Frust in Form von Kritik an mir ausgelebt wird.

Das soll nur mal zeigen, wie sowas im worst case aussehen kann. Man kann nur beraten, wer beraten werden will.
 
G

Gast

  • #10
Ich frage mich immer wieder wie viel Selbstzweifel Frauen einem Mann gestatten. In mir selbst (m, Mitte 40) bohrt die Tatsache keine Familie gegründet zu haben (mehrere mehjährige Beziehungen hatte ich, Berufserfahrung habe ich und auch einige Erfolge - aber: was ist schon geblieben?), kein Vermögen erwirtschaftet zu haben, nicht wie die anderen alles richtig gemacht zu haben und dazu auch noch an einer chronischen Krankheit zu leiden. Im Beruf vertrete ich tagein tagaus andere Menschen und meine eigene Position, gebe anderen Ratschläge für dies und jenes geben - oft Leute die wirklich alles im Leben erreicht haben und dann irgendwann mal meine Unterstützung brauchen. Frage an die Frauen: Wie viel Selbstzweifel darf ein Mann haben?

Du unterstützt Leute, die alles im Leben erreicht haben? Ist das nicht schon Antwort genug?
Gut, es fragt sich natürlich, bei was Du ihr Ansprechpartner bist, aber wohl eher nicht in rosigen, glücklichen Zeiten... ich bin auch Anfang fünfzig, kinderlos, habe keine Geld angehäuft, bin chronisch krank und froh, nicht wie alle anderen zu sein! Und, glaube mir, ich habe alles "richtig" gemacht! (Wo erhält man denn übrigens diese Anleitung? Ironie off) Als ersten und wichtigsten Rat: Hör auf der Stelle auf zu vergleichen! Du bist Du und es gibt NIRGENDS einen bestimmten, allgemein gültigen Lebensplan! Sei stolz auf Dich als Mensch und versinke nicht in Selbstmitleid, denn das ist es, was wir Frauen nicht mögen.

Alles Gute!
 
  • #11
FS: einer dieser jungen Kerle in der dicken Kiste war ich auch irgendwann mal. In meinem Beruf darf/ kann ich keinerlei Selbstzweifel nach außen zeigen: da ist permanent Aggressivität und Standhaftigkeit gefragt. Meine Kunden haben zumeist sehr viel bzw alles erreicht - jammern aber bei mir über ihr schweres Los, was ich nicht verstehe. Was ich wirklich über sie denke sage ich denen natürlich nicht - ich lebe ja von ihnen. Im Privaten äußere ich diese ab und zu bei Freunden - für meine Partnerin, am Anfang ihres Berufslebens und mit dem ersten richtig guten Gehalt, war ich zuletzt nur noch ein Loser. Ich stelle diese Frage auch, weil ich den Eindruck habe, dass Mann auch im Privaten bei Frau keine Schwächen zeigen oder seinen Lebensweg hinterfragen darf.

Ok., mit diesem Nachtrag verstehe ich das etwas besser.
Ja, Dienstleistungsberufe sind oft eine Einbahnstraße. König Kunde darf über alles jammern, du darfst dir das anhören und mußt den Starken geben. Es ist wichtig, zu so etwas professionelle Distanz zu erarbeiten. Verwandele dich einfach in eine Klagemauer. Schön fest und hart, an der prallt alles prima ab. Und dann gezielt Techniken entwickeln zum Dampfablassen. Hör mal Flugbegleitern zu, wenn sie in ihrem abgeteilten Arbeitsbereich sind, da lassen sie ihre Genervtheit raus.
Und deine Partnerein... naja. Das ist halt eine Frage der Auswahl. Die stand auf den jungen Kerl in der dicken Kiste und du standest halt auf Frauen, die auf junge Kerle in dicken Kiste stehen. Das ist schon eine bestimmte Spezies. Die verläßt dich beim ersten Problem, wie die Ratte das sinkende Schiff, wenn ihr einfach nur Statusspielchen gespielt habt.
Aufpassen. Eine Partnerin ist kein seelischer Mülleimer. Es gibt Männer, die zu so einer Zweiteilung neigen. Draußen den harten Macker geben und sich zu Hause über Gott und die Welt ausko**en. Das geht immer schief, weil du den Druck, unter dem du stehst, nur weiter gibst.
Aber warum hast du so eine negative Einstellung zu dir selbst? Warum vergleichst du dich mit anderen, die mehr haben, reicher sind? Ich habe meinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben und mache jetzt etwas anderes. Viele Sachen sind daher nicht mehr mein Thema (auch angeheme, Sportwagen, tolle Klamotten, bestimmte Veranstaltungen). Ich habe mein Leben extrem vereinfacht, materiell wie strukturell und käme nicht auf die Idee, den alten Zeiten hinterherzutrauern.
Wenn du allerdings in ein und dem selben Job stagniert bist, würde ich mich mal auf Ursachensuche- und Veränderungskurs begeben und ggf. mal ein Profi draufschauen lassen.
 
G

Gast

  • #12
FS: .... Ich stelle diese Frage auch, weil ich den Eindruck habe, dass Mann auch im Privaten bei Frau keine Schwächen zeigen oder seinen Lebensweg hinterfragen darf.

Es gibt auch Paare die ein wirklich gutes Team bilden nach dem Motto "wir beide gegen den Rest der Welt". Mein persönlicher Eindruck ist jedoch, die meisten Paare sind nur oberflächliche Zweckgemeinschaften, die irgendwie in gegenseitiger Abhängigkeit miteinander leben. Wer bitte erlaubt es sich denn in einer Beziehung die eigene Entscheidung zu dem Partner täglich auf neue zu hinterfragen und zu bestätigen?
 
G

Gast

  • #13
nochmal Gast 3@ FS,
na also ich kenne jetzt wirklich keinen Beruf, Job wo Aggressivität angesagt ist, ein aggressiver Verkäufer , Dienstleistungsanbieter hat doch keinen Erfolg, höchstens aggressiv im Sinne zu seinen Mitbewerbern.
Ich denke eher, dass das in deinem Fall ein Sonderfall ist, wenn eine Berufsanfängerin mit dem ersten verdienten Geld Dich als Loser einstuft, na dann wird sie halt auch extrem viel jünger und dementsprechend einen hohen Marktwert haben.
Orientier Dich halt dann realistischer, aber als chronisch Kranker wirst Du erstens kaum auf dem Partnermakrt ernst genommen und zweitens hast Du dann wichtigere Sorgen, die angegangen werden sollten Geh zum Psychologen, aber eine Frau an deiner Seite wird sich das Jammern nur anhören, wenn es schon eine lange Bezeihung, Ehe ist, dann hat man gegenseitig schon viel in den Partner investiert, bei einer neuen Partneranbahnung sind Selbstzweifel und Jammern jedenfalls ein Killer. Viele Grüsse
 
G

Gast

  • #14
Ich stelle diese Frage auch, weil ich den Eindruck habe, dass Mann auch im Privaten bei Frau keine Schwächen zeigen oder seinen Lebensweg hinterfragen darf.

Naja, schwieriges Thema. Ich habe schon mal ernsthaft überlegt, ein Männertelefon zu gründen. Ich habe so viele Männer kennengelernt, die einfach nur mal mit einer Frau reden wollen, sich mal jemanden anvertrauen wollen, ohne dafür verdammt oder ausgelacht zu werden und wo alles vertraulich behandelt wird.

Zu einer Therapeutin gehen ja solche Männer nicht, aber vielleicht zu einer Gesprächs-Frau?

w
 
  • #15
Ein Bekannter hat ein großes Haus, eine Ehefrau, zwei erw. Kinder, eine wirklich gut bezahlte Position, und einen besonders schicken Mercedes vor seinem Haus - Alles geschafft ? Erstrebenswert ? - Elite ? - NEIN !
Ich wollte mit ihm nicht tauschen ! - Denn er hat 1,5 Mio. Euro Schulden !

Er weiss, daß er diese Schulden lebenslang nie tilgen können wird. Er zittert um seinen vertraglich variablen Zinssatz, daß der sich nicht erhöht. Um wenigstens noch die Zinsen zahlen zu können, damit ihm das Haus nicht zwangsversteigert wird.

Er ist bereits mind. Mitte 50, Gesundheit nicht mehr top, Anforderungen im Job gestiegen, Kollegen in seinem Alter + auch 30 Jahre Betriebszugehörigkeit aber trotzdem gefeuert = Angst um seinen eigenen Job.
Seine Ehefrau mußte bereits ihren Beruf + Job aufgeben, wegen ihrer Gesundheit = weniger Familieneinkommen.
Wenn er seinen Job verliert, ist er innerhalb von Monaten "arm" und "Hartz-4". (Kein Alg-1)

Wenn man keine Familie gegründet hat, ist es vielleicht besser, als mit der falschen Partner/in.
Wenn man keinen großen beruflichen Erfolg geschafft hat - hat man sich vielleicht x-Herzinfarkte etc.
eingespart ?
Zumal man als Angestellter i.d.R. nicht weit kommt, weil man als Selbständiger vgl. mehr erreichen kann. Wenn auch schwerer und riskanter.
Vermögen ? Das konnten sich unsere Eltern noch aufbauen, aber meine Generation nicht mehr. Zumindest nicht als Angestellte. z.B. 80 % aller Autos laufen auf Kredite. Meine Autos bezahle ich bar !

Selbstzweifel ? Nö. - Sondern: Welche Nachteile hätten andere Wege gehabt ?
Was nützen Frau und Kinder wenn Beide weg sind - aber man Unterhalt zahlen muß ?
Und neue Frauen sagen: "Was, Du must Unterhalt zahlen ? - dann bye-bye." - und weg sind sie.

Was nützt ein schönes, altes Haus, wenn man ständig Reparaturen hat ? (Wie z.B. am Haus meiner Mutter (73)
Will man mit 70 oder 80 Jahren immer noch an seinem Haus selber reparieren, weil man keine Handwerker bezahlen kann ?

Einfach auch mal andersrum betrachten. Dann gibt es keine Selbstzweifel mehr.
 
G

Gast

  • #16
Selbstzweifel, die Dich zerfressen und Dich davon abhalten, irgendetwas an DIr positiv sehen zu können, sind in der Tat abstossend und schon krankhaft.
Die guten Selbstzweifel bringen Dich dazu, Dich und Deine Fähigkeiten klar einschätzen zu können, Dein Verhalten hinterfragen und verändern zu können. Das wiederum ist aus meiner Sicht sehr sexy und für eine langfristige Beziehung ein "must have".
 
G

Gast

  • #17
Also natürlich wollen Frauen Gewinnertypen und keine Loser.
Aber niemand ist perfekt und einige Schwächen sind ja auch menschlich und ganz liebenswert.
Solange du zu deinen Schwächen stehst, dabei aber kein Jammerlappen bist oder gar verbittert, finde ich das völlig ok.
Ich selber habe einen guten Beruf, 2 Kinder, genug Geld.
Aber ich hatte einen Freund/Lover nach meinem Mann, der so getan hat, als ob alles bestens wäre, hatte aber keine 30 Euro für nen Restaurantbesuch flüssig. Als ich ihn mal darauf ansprach, ist er komplett beleidigt ausgetickt. Ich brauche keinen Mann mit viel Geld, aber einer, der dauernd sagt, er hätte keinen Hunger nervt mich auch. Dazu hat er mir jeden Tag erzählt, wie schlecht es um seine angehende Firma steht und meinte, dass ich ein Ohr für ihn haben müsse als seine angehende Freundin. Das war total unattraktiv.
Aber hey!! Du bist 45 - du könntest sogar noch Kinder haben. Beruflich kann ichs nicht beurteilen - würde sagen, dass du ne Midlife Crisis hast.
Aber jeder Mensch hat Selbstzweifel, aber in der Kennenlernphase sollte man die nicht allzu offensichtlich zeigen.
Letztendlich finde ich aber Ehrlichkeit am besten.
 
G

Gast

  • #18
Zeit für einen gründlichen Selfcheck, würde ich sagen.

1. Höre auf, die anderen als Maßstab heranzuziehen. Der einzig sinnvolle Maßstab ist Dein persönliches Glück und Deine Selbstzufriedenheit. Hast Du Dich daran gemessen immer richtig entschieden oder verhalten?
Wenn ja: Kein Grund zu zweifeln. Du hast die Richtige nur noch nicht getroffen.
Wenn nein: Weiter zu 2.

2. Du hast erkannt, wo Du Dich verbessern kannst. Wende diese Erkenntnis auf zukünftige Entscheidungen an. Verändere etwas positiv in Deinem Leben, was Du Dir schon lange vorgenommen hast. Suche nach neuen Möglichkeiten, Deinem Leben eine Richtung zu geben, in der Du Dich wohl fühlst.

3. Wenn Du diese Ratschläge beherzigst, wirst Du bald zufriedener sein und aus diesem Gefühl heraus auch auf die richtigen Frauen anziehender wirken.

Viel Erfolg!
 
Top