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Gast

  • #31
Was ich von meinem Partner in so einer Situation wünschen würde, wäre zB.:
- gemachte Tee wird vorgesetzt (und keine Ermahnung dazu den ja heiß zu trinken)
- eine Decke wird gebracht und evtl. zugedeckt
- ein Erkältungsbad eingelassen
- Kleinigkeiten zum Essen zubereiten
...sowas was der Partner eben machen kann, ohne selbst darunter zu leiden/überfordern.
Das finde ich gut, nicht lange drumherum reden, sondern handeln. Frauen sind bei Problemen leider nicht so lösungsorientiert wie Männer. Sie müssen oft alles ausdiskutieren, wieso, warum und weshalb es so ist. Es bedarf allerdings u.U. eine mächtige Portion Selbstbeherrschung des Mannes, eben nicht auch mal schnippisch zu werden, sonder um zu handeln! Ein bisschen mehr Verständnis beiderseits wäre oft angebracht. Mann und Frau sollten mal bedenken, dass sich die Welt nicht nur um sie persönlich dreht.
 
G

Gast

  • #32
Ja, natürlich. Oder einfach meine Ruhe.
Aber nicht diese Mitleidsduselei.
Dann muss Mann das der Frau rechtzeitig kommunizieren, was er will und was er braucht. Man könnte ja z.B. auch im Vorfeld sich gegenseitig erzählen, was jeder in so einem Fall sich wünscht und wie er drauf sein könnte. So weis der Andere erstmal Bescheid. So können Misstimmungen vermieden werden.

Mir als Frau würde Tee, Kekse, Decke, liebe Worte, einkaufen gehen (Apotheke gehen?), mir Ruhe geben, ab und zu mal fragen, ob ich was brauche, völlig reichen.

w
 
  • #33
Wenn aber in dem Fall der Partner 400 km entfernt befindet muss Mann doch irgendwie reagieren, sonst heißt es ja, man würde kein Mitgefühl zeigen.

Hallo FS,

na ok, dann wirds schon schwieriger. Fernbeziehung? Aber vielleicht solltest du sie mal darauf ansprechen, warum sie manchmal - deiner Meinung nach - schnippisch reagiert? Und was sie sich denn wünschen würde?

Vielleicht ist sie einfach nur gestresst und weiß nicht, dass sie dir mit dieser schnippigen Art weh tut.
 
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Gast

  • #34
(FS)

Wenn man das thematisiert, besteht ja die Gefahr, dass Mann wiederum von der Frau als Weichei und Sensibelchen abgestempelt wird.
 
  • #35
@ FS: Stimmt nur bedingt. Es kommt darauf an wie du es sagst. Ich, w, sage das ganz klar. Mein Partner muss nicht jede meiner Launen gut heißen und kann es ruhig auch mal sagen, wenn ihn was stört. Ich bin vielleicht nicht gleich damit einverstanden, aber zumindest weiß ich, was ihn stört und ich kann es ändern wenn ich es möchte. Sonst mache ich meine "Fehler" weiterhin und irgendwann nach Monaten und Jahren heißt es dann, dass das einem immer schon gestört hat. Wie soll SIE denn das wissen? Wir Frauen sind keine Gedankenleser!
 
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Gast

  • #36
nun ja, als Mann ist man ja nie schnippisch ;), eher wütend (im speziellen) oder grantig (im allgemeinen)

Ich finde sämtliche spontane und nicht weiter begründete Unmutsäußerungen dann erträglich, wenn sie sich nicht gegen Personen richten.
zum Beispiel: "dieser verdammte Tag!" oder "beschissene Tee" oder "hundebekloppte Kopierer"

Einige Leute brauen aber wohl einen nahestehenden Menschen um sich abzureagieren. Mit "jetzt halt doch mal die Klappe" z. B. kann ich ja noch etwas anfangen. Diesen Hinweis nehme ich gern zur Kenntnis und richte mich danach.

Einen allumfassenden beleidigenden Angriff unter der Ausrede einer Krankheit toleriere ich jedoch nicht. Das würde ja bedeuten, dass meine Partnerin nur unter größter Konzentration unserer Beziehung etwas abgewinnen kann.... Wenn sie es einfach so stehen lässt, bin ich weg.
m38
 
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Gast

  • #37
Ah, deine Ausführung führt zum Kern des Problems!
Du BIST ein Sensibelchen (was nicht negativ gemeint ist, sondern eine Feststellung), zeigst das aber nicht aus Angst es könne negativ aufgenommen werden. Du machst also auf unsensiblen Macho und hoffst aber dann, dass deine Freundin dich trotzdem wie ein
Sensibelchen behandelt? Siehst du das Problem?!?
Abgesehen davon finde ich dieses Beispiel jetzt weder krass nich verletzend. Du gibst Ratschläge und sie ist genervt davon.l. Das nennt man Alltag.
 
  • #38
Naja, was für dich schnippisch ist, mag für die Frau ganz normal sein. Wie oft kommunizieren die Männer unmöglich, merken es nicht, denken es ist in Ordnung, dabei ist es gar nicht in Ordnung.

Daher finde ich den Tipp, zu hinterfragen, oder zu überlegen, ob man diese Schnippischkeit nicht selber heraus gefordert hat, natürlich unbewusst, sehr gut.
Argumentativ konkret zu bleiben, Ursächlichkeit nicht zu leugnen und Schuld nicht abzuwälzen sind generell Grundtugenden.
Aber es gibt auch Männer, die sich ihre eigene Aggression und ihre der Partnerin hingeknallten Abwertungen mit den gleichen Verdrehungen geradebiegen.

Nein, nicht jede Frau ist schnippisch, und es gibt Paare, deren Bedürfnis und deren Fähigkeit, Konflikte sachlich und respektvoll zu lösen, einfach ausgeprägter sind als bei anderen. Auch in diesem Punkt sollten sich einfach die Passenden finden.
 
G

Gast

  • #39
Schnippisch werde ich höchstens, wenn ich den Eindruck habe, mein Gegenüber hält mich für ein unselbständiges Frauchen, dem man Ratschläge zur Bewältigung des Lebens geben muss. Aber ich gebe zu, dass ich dann schon ein bisschen Feingefühl erwarte, wenn ich etwas erzähle, und eine entsprechende Reaktion erhoffe.

Beispiel (gerade letzte Woche passiert): Meine neue Waschmaschine gibt komische Geräusche von sich. Ich sehe, dass der Kundendienst sie nicht 100% gerade platziert hat, schaffe es aber nicht, die Muttern zu bewegen. Ich erzähle das meinem Freund und erwarte eigentlich, dass er sagt: kein Problem, ich schau mir das am WE mal an.

Von ihm kommt "auf die Idee, den Kundendienst anzurufen, bist du aber schon gekommen".

Danke für das Gespräch. Meine Antwort bewegte sich dann in die Richtung, was ich wohl die letzten 40 Jahre ohne ihn und seine Ratschläge gemacht hätte.
 
  • #40
Wie #1 schon erwähnt hat, ist Empathie nicht gerade eine Stärke der meisten Frauen (zumindest, wenn man kein süßer Welpe o.ä. ist). Außerdem setzt Absicht/Vorsatz einen bewussten logischen Denkprozess voraus, dem ein damit zu erreichendes Ziel zugrunde liegt. Auch nicht gerade eine Stärke der meisten Frauen. Meine Antwort deshalb: Nein, wollen sie nicht, aber Fahrlässigkeit ist kein Grund, sich als Mann alles gefallen zu lassen.