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  • #91
Das ist ein Thread, der mich sehr ins Nachdenken bringt. Gute Sache.

Ich denke, ich habe damit meinen Frieden gemacht, dass bestimmte archaisch bedingte Verhaltensweisen uns leiten, ob es uns passt oder eben nicht.

Der eine Mann sehnt vielleicht eine Veränderung herbei, ein anderer nicht.

Die Frau „darf“ heute den Mann ansprechen, ohne dafür komplett gesellschaftlich geächtet zu werden, wie es wohl vor ca. 120 Jahren noch der Fall war. Was die Ur-Biologie dazu sagt, steht noch auf einem ganz anderen Blatt. Der eine Mann fände das gut, ein anderer wieder nicht.
Wenn mein Sohn also das erste Mal gekränkt und sauer und auch unsicher anfragt, warum eigentlich er hingen muss, und nicht das Mädchen auf ihn zukommt, werde ich ihm wohl sagen: Es kann passieren, aber rechne nicht damit. Verschwende nicht so viel Energie damit, dich aufzuregen und darüber zu lamentieren, es stecken uralte evolutionsbedingte Verhaltensweisen dahinter. Versuche deine Sache gut zu machen und übe dich.
Aber WENN ihr es dann erst einmal geschafft habt, euch zu finden, dann seid ihr heute frei, euch zu entscheiden, WIE ihr DANN miteinander umgehen werdet. Denn dann wird es ja auch erst mal richtig spannend.

Ich hoffe, er wird mich verstehen…. (oder ich werde das dann noch mal in Jugendsprache umstricken…. :).)
 
  • #92
Ich kann nun kein besonderes Wagnis daran erkennen jemanden anzusprechen - gerade eine Frau. Was soll den schon Schlimmeres passieren außer, dass sie auf die ein oder andere Weise sagt "ich bin nicht interessiert"? Und was ist daran schlimm?
Bei der ganzen Sache vergisst Du eines: es gibt auch selbstsichere Männer, die nichts überspielen sondern Witz und Charme haben oder auch nur ganz normal sind und durch ihre Souveranität extrem gut ankommen.
Tja, Vikky, deine Urteile sind doch sehr lebensfremd – und vor allem ohne die ach so gerühmte »weibliche Empathie und Sensibilität«, die nach Meinung einiger hier ja so selbstverständlich biologisch mit in die Wiege gelegt wurde. – Ein »Wagnis« ist das Ansprechen selbstverständlich nicht, wenn der Mann über ein gewisses Aussehen verfügt. Wenn Männer im Großen und Ganzen bei Frauen erfolgreich sind, schon durch das Erscheinungsbild, ist es keine allzu große Kunst, dieses »Wagnis« einzugehen und auch »Selbstbewusstsein und Souveränität« auszustrahlen. Andere haben vielleicht hundertfach andere Erfahrungen gemacht – ich kenne Männer, die tatsächlich die Schnauze voll haben, mit fremden deutschen Frauen flirten zu wollen, weil ihnen mehrheitlich doch Kühle, Misstrauen und Abweisung entgegenschlägt – und die damit in Ländern wie Frankreich, Russland oder England gar keine Probleme haben.
Und noch etwas Weiteres kommt hinzu: Vielleicht ist derjenige, der dich zögerlich und nach hundert »Gedankenschleifen« anspricht, viel selbstbewusster und mutiger als der Draufgänger-Typ, der dies aus dem Handgelenk bewerkstelligt? Und warum? Weil der Mann, der vielleicht erfahrungsgemäß bei Frauen nicht so gut ankommt und sehr viel mehr Körbe einstecken musste, sehr viel mehr Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Mut benötigt, um überhaupt den ersten Schritt zu wagen. –
Selbstbewusstsein ist nicht gleich Selbstbewusstsein. Was dem einen relativ leicht fällt, ist von dem anderen hart erkämpft – oder aus entsprechenden Erfahrungen heraus gar nicht erst vorhanden. –
Was für ein Schluss lässt sich daraus ziehen? – Dass die Frage, ob Männer es schaffen, souverän und selbstbewusst beim Ansprechen von Frauen aufzutreten, zwar vor allem ihre selbst zu bewältigende Aufgabe darstellt, dass es aber auch von Frauen abhängt, wie diese sich konkret bei Flirtversuchen anstellen. Da herrscht ebenso auf weiblicher Seite einiger Nachbesserungsbedarf! Wenn du als Frau nicht an einem Mann erotisch interessiert bist, der aber trotzdem nicht unsympathisch ist, was hindert dich daran, mit ihm ein paar freundliche Worte zu wechseln, ohne kalt und abweisend zu reagieren? – In andern Ländern ist das überhaupt kein Problem, da gehen Frauen viel lockerer mit Männern um, auch wenn sie wissen, dass der sie ansprechende Mann für sie als Partner nicht infrage kommt.
 
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  • #93
Wer behauptet das denn?
Dennoch können Mann und Frau doch gleichberechtigt am Dating- respektive Flirt- Prozess teilhaben, oder nicht? Wieso soll immer der Mann werben und die Frau sich zurück lehnen?
Meine Güte, was habt ihr alle für ein Problem mit eurer Weiblichkeit?? Wenn die Frau sich Nägel macht und schöne Kleider trägt, dann ist sie eine Tusse. Wenn sie sich von dem Mann einladen lässt, dann ist sie eine Nutte. Wenn sie zu Hause sitzt oder nur Teilzeit arbeitet, dann ist sie langweilig, nutzt ihren Mann aus oder blöd, weil der Mann sie früher oder später verlässt und sie keine gscheide Rente hat. Wenn sie schlecht gelaunt ist, dann ist sie eine Zicke.
Gleichberechtigung ist schön und gut, aber was hat sie in der Beziehung zu suchen? Sie ist nützlich am Arbeitsplatz, wo es um Menschen geht, aber in der Beziehung geht um Geschlechter und Polarität, nicht um Gleichmachung. Männer wollen Frauen und keine anderen Männer, sie wollen ein Wesen, das anders ist, als sie. Übrigens sogar im Beruf lösen Frauen Probleme anders.
Es ist nicht mein "schräges" Weltbild schuld, dass Akademikerinnen wesentlich schwieriger haben, einen Mann zu finden. Nicht, weil es keine gebildete Männer gibt, sondern weil sie in der Regel nach unten daten. Zwischen einer attraktiven Frau und Frau mit gutem Charakter entscheidet sich der Mann für eine attraktive Frau und zwischen einer netten Verkäuferin und einer Karrierefrau ehe für eine Verkäuferin. Es ist nicht mein Weltbild schuld, wenn Männer Problem haben mit einer besserverdienenden Frau und Frauen mit einem Hausmann.
Ich kann nichts dafür, dass viele Frauen komische Erfahrungen mit Männern haben und dann behaupten, ich bin keine Frau, ich bin ein Mensch. Mit einem Menschen führt man Freundschaft, aber keine Beziehung.
Und noch weniger kann ich verstehen, warum der Tom26 hier angegriffen wird, sein Verhalten ist ein mehr oder weniger normales Verhalten der Männer in der ganzen Welt. So wie man behauptet, ich bin hier ein seltsamer Vogel, so steht Deutschland beziehungstechnisch weit hinten, wo zwar Lebensstandard hoch ist, aber extrem wenig funktionierende Partnerschaften.
 
  • #94
Es ist deine männliche Aufgabe, sie so zu behandeln, dass sie nicht mehr zickt. Mann nennt das Souveränität.
Du hast leider scheinbar nicht viel Erfahrung mit wirklich zickigen Frauen (bis hin zu solchen, die psychiatrisch behandelt werden müssen).

Bei denen kannst Du mit Deiner "Souveränität" gleich wieder einpacken.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man sich sofort deutlich in Gegenangriff muss, wenn man egomanen, natrzisstischen oder sonswie verdrehten Einstellungen konfrontiert wird.

Da Du keine Kinder hast und auch sehr unabhängig agieren kannst , ist es nicht wohl nicht besonders schwer "souverän" zu agieren
(Man könnte auch sagen fehlt Deiner Partnerin ein wesentliches Druckmittel, aber ich denke Du hast ein Exemplar, was das auch nicht braucht, mal ein Diskussionspunkt für/gegen Kinder).

In engen Familienverbänden mit haufenweisen gegenseitigen Abhängigkeiten ist das natürlich ganz anders.
Da ist man stets angreifbar. "Souverän" ist da keiner.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #95
Es ist nicht mein "schräges" Weltbild schuld, dass Akademikerinnen wesentlich schwieriger haben, einen Mann zu finden. Nicht, weil es keine gebildete Männer gibt, sondern weil sie in der Regel nach unten daten. Zwischen einer attraktiven Frau und Frau mit gutem Charakter entscheidet sich der Mann für eine attraktive Frau und zwischen einer netten Verkäuferin und einer Karrierefrau ehe für eine Verkäuferin. Es ist nicht mein Weltbild schuld, wenn Männer Problem haben mit einer besserverdienenden Frau und Frauen mit einem Hausmann.
Du bist doch aber der lebende Beweis dafür, dass das 21. Jahrhundert in einigen Köpfen noch nicht angekommen ist.
Ein Mann datet "nach unten", weil es nach wie vor "gesellschaftskonform" ist. Es ist auch nicht üblich wenn ein Mann daheim bleibt, wobei ich da schon ein paar Fälle kenne.

Ich komme nicht umhin zu sagen, dass ich diesen Beitrag jetzt irritierend finde. Auf der einen Seite sagst du, wenn Männer dies und jenes nicht tun, hängt das doch nicht mit "deinem" Weltbild zusammen, auf der anderen Seite pochst du aber auf biologistische Geschlechterrollen. Das ist widersprüchlich, wenn du mich fragst.

Es ist doch genau dieses Weltbild, was Männer wie auch Frauen seit Jahrzehnten vorgelebt bekommen haben. Es hat Jahrhunderte gedauert, bis Frauen Zugang zu Bildung hatten. Es hat Jahrhunderte gedauert, bis der erste Mann gesagt hat "Du verdienst das Geld, ich kümmere mich ums Kind respektive den Haushalt."
Und es wird wiederum Jahrhunderte dauern, bis es gang und gäbe ist, dass die Frau für den Lebensunterhalt sorgt,ohne schräge Blicke zu kassieren.

Ich habe übrigens kein Problem mit meiner Weiblichkeit.
Ich geize nicht mit meinen Reizen und ich mache mich gerne zurecht wenn ich weg gehe und natürlich liebt mein Mann mich auch für meine Weiblichkeit, für mein Frau-sein und ich ihn für seine Männlichkeit, sein Mann-sein.

Trotz allem führen wir eine gleichberechtigte Partnerschaft, das ist nämlich kein Widerspruch. Wir gehen beide arbeiten, teilen uns den Haushalt und verstecken uns nicht hinter unseren Hormonen,wenn wir mal über das Ziel hinaus schießen, sondern reflektieren uns selbst und unser Verhalten.
 
  • #96
Der Mensch ist Mensch, weil er Selbstbeherrschung üben kann, und nur insoweit, als er Selbstbeherrschung übt."
Dann übe dich weiter in der Selbstbeherrschung, bin gespannt, wer dein nächster Arzt ist - Endokrinologe, Herzchirurg oder Psychotherapeut.
Wäre beispielsweise jede Frau ihren Hormonen regelrecht ausgeliefert, müsste wirklich jede Frau rumzicken.
Ich habe nicht gesagt, dass Frau ihren Hormonen ausgeliefert ist, sondern dass sie Einfluss auf ihren Verhalten haben, bitte lese im Medizinbuch nach über verschiedene Hormonwirkung. Innerhalb des Zyklus fühlt sich Frau zum Beispiel zu verschiedenen Männertypen hingezogen. Und bitte, verwechsele nicht emotionale Unreife mit hormonellen Stimmungsschwankungen. Wer Menopause erlebt hat oder PMS, weiss, wovon ich rede. Und wenn die Frau behauptet, dass lässt sie kalt, dann entweder lügt sie oder ist medizinisches Wunder. Nur Hormonpräparate können das noch beeinflussen. Und sorry, wenn du gerade weinerlich bist, dann kannst du zwar das runterschlucken oder überspielen, aber du wirst dich dadurch nicht besser fühlen. Im Gegenteil, früher oder später wirst du aggressiv, depressiv oder richtig krank. Es ist Blödsinn zu behaupten, dass eine Frau, die Monat für Monat mehrere Tage blutet, genauso belastbar wäre wie ein Mann. Das ist schon aus medizinischer Sicht unmöglich und viele Frau leiden an Anämie, was die Stimmung und Leistungsfähigkeit wesentlich beeinflusst. Ich kenne keine Frau, die freudig zu Arbeit hüpft, wenn sie ihre Tage hat, vor allem die ersten drei und besonders, wenn draußen heiss ist. Vielleicht gibt es kleine Prozentzahl, die es leichter erträgt, aber die Mehrheit leidet darunter.
Wenn man so zubetoniert ist, dass man eigene Befindlichkeiten nicht mehr wahr nimmt oder behauptet, frei von Hormonwirkung zu sein, dann ist das mangelndes medizinisches Wissen und, tut mir leid, psychologisches Problem, aber nicht meine sexistischen oder schrägen Ansichten.
 
  • #97
Da Du keine Kinder hast und auch sehr unabhängig agieren kannst , ist es nicht wohl nicht besonders schwer "souverän" zu agieren
(Man könnte auch sagen fehlt Deiner Partnerin ein wesentliches Druckmittel,
Was bitte ist das für ein Argument?
Entweder ist man souverän oder nicht!
Da ändert doch kein Kind was dran.
Ehrlich das ist doch eine Ausrede, wobei ich mich frage, für was?
Es gibt Menschen die haben es, andere haben es eben nicht.
Nicht schlimm, aber nicht die, die es haben verurteilen.
M49
 
  • #98
Du hast ja schon mal geschrieben, dass es da einiges an Anzüglichkeiten gibt. Ich fand das extrem übergriffig, aber du siehst es ja als Kompliment. Ich hab bei dir das Gefühl, dass du dich hauptsächlich über deine sexuelle Attraktivität definierst.

Ich hab immer in gemischten Teams gearbeitet und finde es super. Ich kenn das gar nicht, dass Frauen untereinander angeblich so zickig sein sollen, obwohls das sicher auch gibt. Männliche Konkurrenzkämpfe sind da aber auch nicht besser und genauso intrigant.
Ich arbeite in einem großen Unternehmen (viele Mitarbeiter, meistens sind die unverschämt und sexuelle belästigend die in der Produktion tätig sind oder leider (hätte es nicht gedacht) Führungskräfte, Abteilungsleiter) die Herren aus der Abteilung in der ich eingesetzt bin, sind nicht übergriffig, sehr loyal, freundlich, ohne blöde Hintergedanken.;)
 
  • #99
Ich glaube, da ist weder das eine noch das andere schön. Ich könnte Dir Storys von der Uni erzählen, wo Frauen allein mit Männern in einem Büro saßen, die sind echt gruselig.
Es kommt immer darauf an.
Ich habe in reinen Männerbereichen gearbeitet - Ferienjobs in der Industrie, Produktion, Schichtarbeit.... Ich hatte nie Probleme. Ein einziges Mal traute sich einer einen blöden Spruch - wahrscheinlich eher verunglückt, so aus der Rückschau - er bekam eine Antwort, und ich hatte nie den Ansatz von Problemen. Ich habe meinen Job gemacht, und gut wars. Eigentlich habe ich mich damals dort sehr wohl gefühlt, ich habe dazu gehört. Viel gelacht, und alle als Team.

Heute im Beruf arbeite ich überwiegend mit Männern, sehr angenehm.

Reine Frauenabteilungen - kein Kommentar..

Meine Erfahrungen mit Männern?
Positiv, es gibt immer wieder komische Typen ( wie bei Frauen auch) - aber mit denen hatte ich keine Partnerschaft.

Ich mag Männer. Als Männer und als Mensch.
So wie ich Frau und Mensch bin, und nicht Frausein als Entschuldigung oder Freibrief für schlechtes Benehmen/Verhalten hernehme.

W, 50
 
  • #100
Männer wollen Frauen und keine anderen Männer, sie wollen ein Wesen, das anders ist, als sie. Übrigens sogar im Beruf lösen Frauen Probleme anders. Zwischen einer attraktiven Frau und Frau mit gutem Charakter entscheidet sich der Mann für eine attraktive Frau und zwischen einer netten Verkäuferin und einer Karrierefrau ehe für eine Verkäuferin.
Es macht ja irgendwie auch Spaß, wenn Menschen wie »realwoman« so verzweifelt an ihrem Ich-will-aber-eine-Hormon-gesteuerte-Frau-bleiben-Dürfen festhalten – und Tom den Männern empfiehlt, sich doch als »Zickendompteur« ihrer (unterdrückten) Männlichkeit zu versichern. Ich selber bevorzuge erwachsene Partnerinnen, die sich selber erziehen können.
Zu dir, realwoman: Ich kenne keinen einzigen Akademiker, der eine Verkäuferin geheiratet hätte. In den meisten Fällen finden HEUTE Beziehungen im WESENTLICHEN auf Bildungs-Augenhöhe statt. Das Modell Chefarzt-Krankenschwester betrifft eher die Generation der 50er, 60er, 70er und 80er Jahre, ist heute eher ein Auslaufmodell, weil auch die Männer anspruchsvoller geworden sind und mehr von ihrer Partnerin erwarten als nur Dekor, jung und hübsch zu sein.
ÜBRIGENS: Was macht denn meine Partnerin so unverwechselbar, dass ich gerade SIE liebe? Dass sie eine Frau ist? Diese Eigenschaft hat sie mit Millionen anderer Frauen gemein. Anziehend ist doch gerade, dass es sich um DIESE Frau handelt, mit ihren INDIVIDUELLEN menschlichen Eigenschaften.
UND: Wer sagt denn, dass sexuelle Polaritäten und Anziehungen ausschließlich dem Der-Mann-liegt-aber-oben-Dogma zu folgen haben?
Sexuelle Polaritäten gehen nicht verloren, wenn Mann und Frau mit ihren eigenen Rollen SPIELEN und das Ganze nicht so starr und verbissen handhaben.
BEISPIEL: Sehr viele Männer (mich eingeschlossen) finden es viel aufregender im Bett, auch mal eine passive Rolle einnehmen zu können und die Frau den männlich-dominanten Part. Allein die Tatsache, dass viele männliche Alpha-Tiere ihre Sehnsucht nach Passivität heimlich ausleben, etwa bei einer bezahlten Domina, zeigt doch, dass C.G. Jungs Beobachtung richtig ist, dass jeder Mann einen weiblichen und jede Frau einen männlichen Part in sich trägt. Warum also den Animus und die Anima krampfhaft in einer Beziehung unterdrücken wollen?
Und was die Beziehung über sexuelle Anziehung hinaus doch auch wichtig macht: Menschlich suche ich als Mann nach einer Person, die mir innerlich nahe steht und zu der Vertrauen vorhanden ist. Auf die ich mich voll und ganz verlassen kann, weil ich sie liebe und sie mich mit all meinen Schwächen liebt! Da möchte ich auch die Gewissheit haben, dass die Partnerin nicht gleich die Flucht ergreift, sollte ich einmal meinen Kopf auf ihre Schultern legen wollen bzw. mal in einer schwächeren Position sein als sie.
 
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  • #101
ohne die ach so gerühmte »weibliche Empathie und Sensibilität«, die ... mit in die Wiege gelegt wurde.
Hör auf zu pauschalisieren. In meine Wiege wurden sie nicht gelegt. Ich habe noch nichtmal den Selbstanspruch in jeder Lebenslage und zu jedem Menschen sensibel und/oder empathisch zu sein. Bei mir bekommt eher jeder was er verdient - von sehr nett bis sehr garstig, in der Regel aber garkeine Reaktion, weil ich desintresssiert bin und somit meine Wahrnehmung garnicht auf Empfang steeht.

ich kenne Männer, die tatsächlich die Schnauze voll haben, mit fremden deutschen Frauen flirten zu wollen....
Na und, dann lassen sie es mit den deutschen Frauen sein und gehen halt dort flirten, wo es für sie so viel besser läuft. Was ist denn nun das Problem daran?
Die meisten deutschen Frauen sind im Urlaub auch viel entspannter und flirtwilliger. Selbst ich gehe in einer fremden Umgebung auf Empfang, weil ich mich nicht auskenne.

dass es aber auch von Frauen abhängt, wie diese sich konkret bei Flirtversuchen anstellen. Da herrscht ebenso auf weiblicher Seite einiger Nachbesserungsbedarf!
Da herrscht genauso viel Nachbesserungsbedarf wie auf Männerseite - die Art der Ansprache macht in der Regel die Reaktion aus. Wenn Männer immer nur das Gleiche tun und somit das gleiche Unerfreuliche erleben, sollten sie sozial dazulernen und was anderes versuchen. Den Männern die so sind, fehlt die Fähigkeit sich selber zu hinterfragen und der Willle sich zu ändern.

Wenn du als Frau nicht an einem Mann erotisch interessiert bist, der aber trotzdem nicht unsympathisch ist, was hindert dich daran, mit ihm ein paar freundliche Worte zu wechseln..
Wie kommst Du darauf, dass es so ist? Ich habe in einem Männerumfeld gearbeitet und war recht beliebt bei meinen Kollegen, von denen etliche als ITler in die von Dir beschriebene Kategorie der viel abgelehnten Männer gehören. Die hätten mich nicht gemocht, wenn ich garstig zu ihnen gewesen wäre.

Das Problem ist, dass viele Männer nicht akzeptieren können und wollen, dass frau erotisch nicht interessiert ist, wenn sie es sind. Entweder mangelt es den Männnern an Sensibilität das wahrzunehmen oder an Respekt dafür, dass die Frau eigene Entscheidungen treffen darf.
Das wiederum führt dazu, dass Frauen dann generell abweisender sind, als sie es sein möchten. Das ist genau der gleiche Effekt wie bei den vielfach abgelehnten Männern - kein Bock mehr.
 
  • #102
Es ist Blödsinn zu behaupten, dass eine Frau, die Monat für Monat mehrere Tage blutet, genauso belastbar wäre wie ein Mann. Das ist schon aus medizinischer Sicht unmöglich und viele Frau leiden an Anämie, was die Stimmung und Leistungsfähigkeit wesentlich beeinflusst.
Habe ich das behauptet?
Natürlich wird die Stimmung beeinflusst, es stellt sich dann die Frage, wie ich damit umgehe.
Ich kann dann alles und jeden doof finden, weinen und jammern, oder aber mich mit dem natürlichen Lauf der Dinge abfinden.

MMn haben Frauen, die sich am liebsten weinend unter Bettdecke verkriechen würden ein größeres Problem mit ihrer Weiblichkeit, als jene, die eben nicht "keifend" durch die Gegend rennen und es akzeptieren, dass die Monatsblutung zum Frau-sein dazu gehört.


Ich kenne keine Frau, die freudig zu Arbeit hüpft, wenn sie ihre Tage hat, vor allem die ersten drei und besonders, wenn draußen heiss ist.
Ich denke besonders wohl fühlt sich da keine Frau. Und freudig zur Arbeit hüpfe ich dann auch nicht, da gebe ich dir recht. Aber das gibt mir ja dennoch nicht das Recht, meine Befindlichkeiten an meinem Umfeld auszulassen,so wie es hier deinerseits verpackt wird.


Und sorry, wenn du gerade weinerlich bist, dann kannst du zwar das runterschlucken oder überspielen, aber du wirst dich dadurch nicht besser fühlen. Im Gegenteil, früher oder später wirst du aggressiv, depressiv oder richtig krank. E
Selbstbeherrschung bedeutet bei Weitem nicht seine Befindlichkeiten zu unterdrücken,sondern diesen nicht ungezügelt freihen Lauf zu lassen,z. B. am Partner auszulassen, der nichts für diesen natürlichen Prozess kann.
 
  • #103
SPIELEN und das Ganze nicht so starr und verbissen handhaben.
Spielen kann man, wenn die Regeln existieren und sie für alle beteiligte klar sind. Selbstverständlich hat Mann weibliche Anteile und Frau männliche, die sind sowohl für körperlich - psychische Entwicklung notwendig, als auch, damit man in dem eigenen Geschlecht untergeht - so kann Frau nein sagen und ist nicht nur lieb und zärtlich und der Mann ist nicht nur ein gefühlsloser Roboter, sondern kann sei Empathie zeigen und ist umgänglicher. Trotzdem ist Frau nicht so hartnäckig und bestimmend, wie der Mann und Mann wird nie so gefühlsbetont sein wie eine Frau.
Was die Dominas angeht - hast du daran gedacht, dass diese Männer einfach mit ihrer Verantwortung nicht klarkommen und überfordert sind? Warum gehen diese Männer nicht zu ihren Frauen und zeigen sich dort schwach?? Weil die Frauen in der Regel keinen schwachen Mann sehen wollen. Männer wollen übrigens auch nicht, dass Frauen sie schwach erleben. Wir reden jetzt nicht um Spiele im Bett, wo der Mann selbstverständlich passiv sein kann oder irgendwelche Bubis, die in der Frau eine Mutter suchen. Übrigens gehen Männer zu Dominas, weil sie auf Schmerz und Erniedrigung stehen, liegt in der Ursprungsfamilie. Beim vielen Stress stumpft man ein bisschen ab und da braucht man härtere Bandagen, um sich überhaupt spüren zu können.
 
  • #104
Du hast leider scheinbar nicht viel Erfahrung mit wirklich zickigen Frauen (bis hin zu solchen, die psychiatrisch behandelt werden müssen).
Du bist doch hier schon eine weile am Start. Was schreiben hier einige Männer und fast alle Frauen ? Finger weg von Menschen die eine kranke Psyche haben. Ja, das ist ein guter Grundsatz, den ich auch befolge. Und den du dir mal überlegen solltest. Das heisst nicht, dass man seine Freundin sofort wegschicken sollte, wenn sie mal solche Probleme bekommt. Sondern dass man eine Person gar nicht erst weiter daten sollte, wenn diese eine Behandlung beim Psychiater nötig hat.
Auch das gehört zu Souveränität dazu .....

Lernen - oder mit Sven weinerlich jammern, dass die Frauen eben nicht so sind wie er es gerne hätte. Fast alle Frauen schreiben Sven, dass Frauen es toll finden, mit Charme und Selbstvertrauen angesprochen zu werden. Sven glaubt es nicht. Die Welt müsse doch so sein wie er sich das vorstellt. Nicht er ist schuld - sondern die deutschen Frauen, die nichts mit ihm anfangen wollen .......
Ja Sven, es ist einfacher auf einer realwoman rumzuhacken und ihr Vorwürfe zu machen als ein Mann zu werden der ihr gefällt.
Und das hier hast du sicherlich auch noch nicht gelernt .....
Das Problem ist, dass viele Männer nicht akzeptieren können und wollen, dass frau erotisch nicht interessiert ist, wenn sie es sind.
Ja - damit versaust du Männern wie Kirovets, die noch dazu lernen wollen die Freude am Flirt. Einer wie du nervt die Frauen derart nachhaltig, dass sie einem noch wenig geübten Mann keinen kleinen Fehler mehr verzeihen. Schade für Kirovets - denn er wird dadurch unsicher. Und schade für die Frauen - denn solche Männer können und wollen dazu lernen.
 
  • #105
Warum gehen diese Männer nicht zu ihren Frauen und zeigen sich dort schwach?? Weil die Frauen in der Regel keinen schwachen Mann sehen wollen. Männer wollen übrigens auch nicht, dass Frauen sie schwach erleben.
Und warum wollen, besser gesagt, können sie das nicht?
Weil sie von klein auf eingetrichtert bekommen, dass ein Mann gefälligst nicht schwach zu sein hat.

Von dieser Regel kannst du mich dann auch bitte ausnehmen. Auch ein Mann hat seine schwachen Momente und das respektiere ich.
 
  • #106
Lernen - oder mit Sven weinerlich jammern, dass die Frauen eben nicht so sind wie er es gerne hätte. Fast alle Frauen schreiben Sven, dass Frauen es toll finden, mit Charme und Selbstvertrauen angesprochen zu werden. Sven glaubt es nicht. Die Welt müsse doch so sein wie er sich das vorstellt.
Hallo Tom, lass doch bitte dieses »alle Frauen« und »alle Männer« meinen dies, meinen das. Stehe für deine eigene Argumentation ein – und berufe dich nicht auf eine vermeintliche Mehrheit.
Hier haben sich insgesamt schon rund 20 Kommentare sowohl von Männern als auch von Frauen gegen das »Jagen und Gejagdwerden« und gegen das allzu simple Männer- und Frauenbild von dir und realwoman ausgesprochen, in dem sie sich nicht wiederfinden konnten. Und gegen das Erlernen von Charme und Selbstvertrauen für das Ansprechen von Frauen hat sich hier wirklich NIEMAND ausgesprochen.
Im Übrigen stellt sich doch die Frage: Warum sollen eigentlich nur Männer etwas beim Flirt erlernen – während die Frauen einfach nur »sind« und nichts dazu lernen müssen?

Mir geht es nicht ums Klagen, stattdessen habe ich auf einen Punkt hinweisen wollen, der mir bisher in dieser Debatte zu kurz gekommen ist: dass nämlich nicht nur manche Männer Probleme mit dem Flirten haben, sondern eben auch Frauen. Das scheint mir zudem vor allem ein spezifisch deutsches Phänomen zu sein – da ich in meinem Leben schon viele Länder bereist habe und feststellen musste, dass es in Deutschland zwischen Männern und Frauen oft sehr misstrauisch zugeht, wodurch sowohl das Zögerliche aufseiten des Mannes als auch das Abweisende aufseiten der Frau verstärkt wird. Frauen können hierzulande bisweilen nur dann mit fremden Männern locker und ungezwungen kommunizieren, wenn sie vorab geprüft haben, ob er als potenzieller Partner für sie infrage kommt. Kommt er als Partner nicht infrage, reagieren sie meist abweisend, auch wenn er ihnen vielleicht sympathisch vorkommt. – Hierin sehe ich eine Problematik, die den entspannten Umgang beider Geschlechter erschwerte. In Polen oder Russland etwa müssen Männer gar nicht wagen, Frauen anzusprechen – das Ansprechen ergibt sich meiner Erfahrung nach einfach ganz selbstverständlich in einem Club, weil man ohnehin sehr gemeinschaftlich orientiert ist und, sofern man sich sympathisch ist, sich recht ungezwungen kennenlernt.
Gerade weil dort die Frauen nicht sofort die sie ansprechenden Männer in »potenzieller« und »nicht potenzieller« Lebenspartner unterteilt haben, entstehen Chancen des Näher-Kennenlernens, in deren Verlauf so manche Beziehung wider Erwarten entstanden ist.
Ich denke, dass deutsche Elend von Mann und Frau, die beschriebenen Schwierigkeiten hängen damit zusammen, dass man zu sehr auf seine Rolle als Mann und Frau starrt, statt sich einfach ungezwungen und absichtslos dem Kennenlernen in Gemeinschaft hinzugeben.
 
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  • #107
Nein. Tatsächlich bin ich selbst dünnhäutig und auch mal aufbrausend.
Ich hatte auch nie das Bedürfnis anders zu sein.

Es mag aber "souverän" sein, sich in diese Konstellationen und Situationen gar nicht erst zu begeben, so öhnlich wie es bei Tom wohl ist. Er führt sein Leben nicht nur souverän, sondern er gestaltet es aktiv so, dass er es auch sein kann. DAS wollte ich damit sagen.

Gelassenheit ist eine zwiespältige Charaktereigenschaft.

Tja, für manche Verwandschaft kann ich nunmal nichts. Als Freundinnen habe ich sowas Extremes nicht gehabt. Aber ich durfte aus allernächster Nähe erleben, dass es das gibt.

Ja Sven, es ist einfacher auf einer realwoman rumzuhacken und ihr Vorwürfe zu machen als ein Mann zu werden der ihr gefällt.
Ich habe mit Sven nichts am Hut. Er sollte sich überlegen, ob mit seiner Vorliebe für jüngere Frauen gerade beim ihm nicht doch alte Rollenbilder passen, so dass er unfreiwillig mit @realwomen mehr gemeinsam hat, als er denkt. Das geht übrigens vielen eher politisch linken Männern so.


Ein Mann, der @realwoman gefällt, muss ich ja nicht sein.

Wie ihr wisst, stehe ich stark auf bestimmte äußere Merkmale bei Frauen (Charakter egal ? Naja nicht ganz). Ich habe damit leben gelernt und war sozusagen erfolgreich.

Ich jammere nicht über meine Gegenwart, aber ich trauere vielen verlorenen Jahren hinterher, in denen ich ein Spiel spielen musste/sollte, welches ich gar nicht als solches begriff. Hätte ich gewusst, worum es da geht, hätte ich mich mehr auf den Beruf oder Hobbys konzentriert und bestimmt mehr Lebensfreude gewonnen.

Und ich begreife dahinter eine nicht ganz zufällig gewollte Selektion, welche Menschen wie mich benachteiligt und bestimmte andere bevorzugt.
Das kann ich nicht gutfinden.

Das ich heute etwas sauer auf eine Gesellschaft bin, welche mich zu Klarheit und Logik (aber auch Umgang mit emanzipierten Frauen) erzogen hat, aber dann Spiele (z.B. "Frauen jagen") mit mir spielen wollte, finde ich logisch und nachvollziehbar.

Und kommt mir jetzt nicht mit "Lass doch die Vergangeheit ruhen, Du hast doch alles".
Ich schreibe hier, um andere Menschen (z.B. junge Männer) aufzuklären, damit sie nicht soviel Zeit mit vordergründigen geschaftlichem "main-stream" vertun, sondern hinter gesellschaftliche Fassaden und Handlungsweisen schauen können, über die öffentlich wenig geredet wird.
Wenn ich auch nur einen damit erreiche, hat es schon seinen Sinn.

Wie schon gesagt, wir können gerne Spiele spielen. Aber die Regeln müssen alle kennen, sonst ist es unfair.
Ich akzeptiere durchaus Niederlagen, aber ich will vorher wissen, dass ich überhaupt in einem Wettbewerb stehe, denn ich will aus den Niederlagen auch lernen können.
 
  • #108
Es kommt immer darauf an.
Ich habe in reinen Männerbereichen gearbeitet - Ferienjobs in der Industrie, Produktion, Schichtarbeit.... Ich hatte nie Probleme. Ein einziges Mal traute sich einer einen blöden Spruch
[...]
er bekam eine Antwort, und ich hatte nie den Ansatz von Problemen
Ich wollte auch nicht unbedingt nur auf Sprüche hinaus. Das, was Du hier schreibst, suggeriert wieder, dass die Frau selbst dran schuld gewesen wäre, wenn sie sich so einen Spruch drücken lässt oder so eine Ausstrahlung hat, dass man das mit ihr machen kann.

Es ging mir darum, wie die Männer sich verhielten. Von Frauen kennt man anderes Verhalten, das daneben ist, aber Männer sind halt nicht besser. Das wollte ich damit sagen.

Und gegen Vorurteile bzgl. Kompetenz anzukommen bei Leuten, die übergeordnet sind und die nicht umdenken wollen, ist NICHT möglich. Ich hatte das nun nicht auf Arbeit, sondern beim Studium, aber das lag definitiv nicht an meinem Verhalten, denn männliche Studenten verhielten sich genauso und hatten solche Probleme nicht. Andere Studentinnen, die nach außen viel Selbstvertrauen zeigten, waren als Zicken verschrien und bekamen schlechtere Zensuren, wenn es ging. Also wenn es nicht um Punkte ging, sondern um mündliche Prüfungen, Vorträge, die bewertet wurden usw.. Ich kann Dir aber auch sagen, welche Studentinnen gute Zensuren bekamen: Die, die auf Klein-Mädchen machten, entweder echt oder weil sie wussten, dass das ankommt. Die den Beschützer im Mann rauskitzelten und seine Großzügigkeit. Was können mussten sie natürlich auch, aber sie und die "Zicken" konnten das gleiche, die "Zicken" sogar oft mehr, weil die sehr ehrgeizig waren.


Das ist ja nicht das Thema, wenn es darum geht, mit wem man sich lieber umgibt auf Arbeit. Die Frage für mich wäre in dem Zusammenhang, ob man auch Frauen mag.
 
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  • #109
Du hast leider scheinbar nicht viel Erfahrung mit wirklich zickigen Frauen (bis hin zu solchen, die psychiatrisch behandelt werden müssen).
Du machst die Ausnahme zum Regelfall, das ist unzulässig. Wenn für Dich die Ausnahme der Regelfall ist, d.h. Du über überwiegend auf psychisch gestörte Frauen trifft, Du sie anspruchst oder sie Dich, dann sind nicht die psychisch gestörten Frauen Dein Problem, sondern die Tatsache, mit welcher Sicherheit Du sie findest bzw. sie Dich. Psychisch gestörte Frauen sind ja nunmal eine Minderheit (weniger als 10% der Bevölkerung über alke Krankheitsbilder).

Wenn man sich die Statistik anguckt, welche Frauen (in der Mehrheit überdurchschnittlich gebildet und beruflich erfolgreich) und welche Männer (unterdurchschnittlich gebildet, Suchtprobleme, Anpassungsstoerungen) jenseits der 40 Single sind, dann trifft Deine Annahme noch weniger zu. Man findet aber den Grund, warum diese Frauen an den verfügbaren Männern nicht interessiert und daher flirtunwillig sind.

Wenn wir hier über Frustrationstoleranz, Souveränität, Kommunikationskompetenz etc. reden, dann geht es doch nicht um spätpubertäre Jünglinge, sondern um lebenserfahrene Männer mindestens in den 40ern. Wenn sie es bis dahin nicht können und das Ansprechen einer Frau als "Wagnis" empfinden, was willst Du als längst erwachsene Frau mit so einem Mann anfangen? Es ist doch kein Wunder, daß Männer die so wenig m Erwachsenenleben angekommen sind, keine Resonanz finden.

Gleichzeitig reden wir über Männer und Frauen, die das Familiengründungsalter hinter sich haben, d.h. gerade für Frauen haben Beziehungen nicht mehr die Relevanz. Also muss der Mann umso attraktiver sein, wenn er Aufmerksamkeit gewinnen will.
Mit 50+ habe ich nur noch nach der Kirsche auf der Sahnetorte geguckt, statt nach Kompromissen.
 
  • #110
Ein »Wagnis« ist das Ansprechen selbstverständlich nicht, wenn der Mann über ein gewisses Aussehen verfügt. Wenn Männer im Großen und Ganzen bei Frauen erfolgreich sind, schon durch das Erscheinungsbild, ist es keine allzu große Kunst, dieses »Wagnis« einzugehen und auch »Selbstbewusstsein und Souveränität« auszustrahlen.
Selbst im Teenageralter waren die Jungen, die am erfolgreichsten bei den Mädchen waren, KEINE Schönlinge, die waren optischer Durchschnitt.

Erscheinungsbild ja, also wenn einer seltsam gekleidet ist und das nicht in Richtung "eigener Stil" geht, oder lange dreckige Fingernägel hat, schlechte Zähne hat, dann wird er seltsam ankommen. Aber das Aussehen war bei den erfolgreichsten Jungen und Männern wirklich durchschnittlich. Die konnten flirten, wirkten interessant, nicht krampfig. Die wirkten cool. Das sind alles Attribute, die Selbstvertrauen brauchen.

Es gab auch Jungen, die besonders gut aussahen, die hätten vielleicht wirklich bei einigen - längst nicht allen - Mädchen Erfolg gehabt, wenn sie die angesprochen hätten. Keine Ahnung. Wir hatten einen in der Klasse, der ziemlich gut aussah, aber der wusste das, war daher auch arrogant, und er war nicht sexy. Die Jungen mit Erfolg waren sexy, also konnten flirten und Mädchen die Unsicherheit nehmen, die waren aber nicht schön. Übrigens war das beliebteste Mädchen auch optisch Durchschnitt, aber sie war flirty, konnte Jungen das Gefühl geben, nichts falsch zu machen, sie lachte über alles, egal, was die Jungen für Witze rissen.

Vielleicht ist derjenige, der dich zögerlich und nach hundert »Gedankenschleifen« anspricht, viel selbstbewusster und mutiger als der Draufgänger-Typ, der dies aus dem Handgelenk bewerkstelligt?
Ich denke, hinter beiden steckt dasselbe Geheimnis: Sie überhöhen Frauen nicht und gucken einfach, was passiert, und wenn die Frau nicht will, meinen sie nicht, es sei eine tiefe Kränkung ihrer Männlichkeit, oder die große Liebe wolle ihn nicht, oder er hätte nie Glück bei Frauen usw.. Mit Selbstvertrauen steckt man einen Korb weg, weil man die Ablehnung beim anderen lässt, dh. nicht auf sich und seinen Wert als Person und Mann/Frau bezieht. Und man spricht eine andere Person nicht mit großen Erwartungen an, also weder großen positiven noch negativen Erwartungen. Man ist nicht erstarrt vor dem Aussehen desjenigen, den man ansprechen will oder hat Angst vorm Zusammenbrechen, wenn er einen nicht will.

Und warum? Weil der Mann, der vielleicht erfahrungsgemäß bei Frauen nicht so gut ankommt und sehr viel mehr Körbe einstecken musste, sehr viel mehr Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Mut benötigt, um überhaupt den ersten Schritt zu wagen. –
Ich würde sagen, der hat das endlich entwickelt, was der Mann, der schon immer Erfolg bei Frauen hatte, schon immer hatte.
 
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  • #111
Ich bin gern umworben worden. Ich hatte nie das Gefühl, dass sich Männer dabei unwohl und gegängelt gefühlt haben und es nur notgedrungen taten, weil es anders nun mal nicht geht. Nein, es war ein schönes Spiel, an dem beide Spaß hatten.
Wenn er das Gefühl hätte, er müsste etwas tun, wozu er keine Lust hat, dann strahlt er das doch aus. Wer das schöne Spiel für sich als unwürdig empfindet, der wird es lassen, oder sollte es zumindest.
Ich bin auch erstaunt, wie das Werben eines Mannes um eine Frau hier teilweise auch gleich mit einer antiquierten Beziehungsführung gleichgesetzt wird.
 
  • #112
Wer nicht flirten und werben kann, der kann das üben.
Wer nicht flirten und werben will, der kann das lassen.
Und die, die beides können und wollen, haben hoffentlich beide sehr viel Spaß daran.

Leute macht Euch das Leben nicht so schwer.
Flirtet und werbt, und liebt und lebt. Lasst Euch von Schlappen und Pannen nicht so entmutigen. Diese Sache sollte man wirklich in der Realität üben.
Wer Liebe zu geben, Pralinen zu verschenken, und Blumen zu verschicken hat, der sollte das dringend tun. Die richtige Frau wird es euch sicher sehr danken.
Denn eines ist gewiss, irgendwann und in nicht all zu ferner Ferne sind wir alle Asche und die nächsten sind am Ruder.
 
  • #113
Selbstbewusstsein ist nicht gleich Selbstbewusstsein. Was dem einen relativ leicht fällt, ist von dem anderen hart erkämpft
Ich will es erstmal begrifflich trennen und unterscheiden zwischen Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein.
Du meinst hier Selbstvertrauen. Sich seiner selbst bewusst sein ist nicht Selbstvertrauen haben. Das können auch die haben, die sich ihrer selbst nicht bewusst sind, sich aber toll finden.

Aber was der eine sich hart erarbeiten muss, hat der andere entweder schon gelernt oder musste nie ein Problem damit haben, er bekam das quasi vom Leben schon geschenkt.

Dass die Frage, ob Männer es schaffen, souverän und selbstbewusst beim Ansprechen von Frauen aufzutreten, zwar vor allem ihre selbst zu bewältigende Aufgabe darstellt, dass es aber auch von Frauen abhängt, wie diese sich konkret bei Flirtversuchen anstellen.
Eine Frau kann sich nicht beklagen, dass sie nicht angesprochen wird, wenn sie sich abweisend verhält. Sie kann keinem Mann einen Vorwurf machen, dass er genau SIE nicht angesprochen hat, weil er aus irgendwelchen Gründen dachte, es lohne sich nicht. Dann muss sie an ihrem Verhalten arbeiten.
Du schreibst aber, dass es auch von den Frauen abhängig sei, wenn der Mann nicht souverän und "selbstbewusst" (meint hier wieder "mit Selbstvertrauen") an sie herantreten kann. Das liegt aber NUR an ihm, ob er das kann. Wodurch sollte sie ihn verunsichern? Wenn sie ihn grimmig anguckt, dann spricht er sie eben nicht an und sucht sich die, die ihn anlächelt und damit eine Einladung sandte.

Wenn du als Frau nicht an einem Mann erotisch interessiert bist, der aber trotzdem nicht unsympathisch ist, was hindert dich daran, mit ihm ein paar freundliche Worte zu wechseln, ohne kalt und abweisend zu reagieren?
Ich denke, die Frauen, die kalt und abweisend reagieren, haben vorher KEIN Signal gesandt (also warum nähert er sich?) und
- haben was anderes im Sinn, z.B., dass sich gerade eine Frau an den Mann ranmacht, den sie wollten, oder
- sind arrogant oder
- haben schon schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht.

Ich hab mir so mal einen Stalker an Land gezogen, dabei KONNTE ich gar nicht abweisend sein, weil er mich ansprach, als ich meinen Beruf ausübte. Ich hatte so auch mehrere "Verehrer" an der Backe, die nicht begriffen, dass ich NICHT interessiert bin, egal, wie oft ich das sagte oder signalisierte. Denn es gibt Männer, die freundliches Verhalten einer Frau missverstehen. Hm ... Da könnte man jetzt auch sagen: Die Männer sind schuld, wenn Frauen sich dann generell abweisend verhalten "müssen", wenn sie nicht interessiert sind. Aber diese Rechnung bezahlen auch diese Frauen allein.

Also man ist immer nur für sein eigenes Verhalten verantwortlich und muss mit den Folgen leben, egal, welches Geschlecht.
 
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  • #114
In engen Familienverbänden mit haufenweisen gegenseitigen Abhängigkeiten ist das natürlich ganz anders.
Da ist man stets angreifbar. "Souverän" ist da keiner.
Dem möchte ich widersprechen. Weder ich selbst noch in meinem Umfeld agieren Männer wie Frauen unsouverän oder so zickig, wie du es beschreibst. Auch im Rahmen von Trennungen nicht.

Ok, eine Ausnahme fällt mir ein. Aber in dieser Beziehung war von Anfang an nichts auch nur ansatzweise nur irgendwie normal. Einer agiert ( oder unterlässt es) der andere re-agiert (und zickt)

Ich staune ja auch immer wieder über die vielen angeblich psychisch kranken Frauen. Aber irgendwie ergibt sich dann meist, dass diese "Diagnose" von Männern gestellt wird, die abgewiesen wurden. Kann ja nicht sein, dass er nicht so toll ist, wie er glaubt. Muss ja die Frau krank im Kopf sein, wenn sie ihn nicht will.

Ich denke unsouveränes und zickiges Verhalten egal ob von Mann oder Frau liegt nie nur an einem.

Ich stimme @Tom26 insoweit zu. Denn die Frau dazu zu bringen nicht zu zicken, bedeutet ja letztlich sein Verhalten in ihre Richtung anzupassen, also einen Kompromiss gemeinsam zu finden.

Selbst souverän sein wird dann doch meist mit Souveränität des Gegenübers belohnt.

Wer zB. fremdgeht, belügt und betrügt darf dann wohl im Rahmen einer Trennung weniger Souveränität erwarten, als jemand der die Trennung auf anständig Weise vollzieht.
 
  • #115
Die Frage für mich wäre in dem Zusammenhang, ob man auch Frauen mag
Liebe Void,

Warum.das die Frage sein soll, verstehe ich nicht.
Ich mag Menschen. In ihrer Vielseitigkeit, mit ihrer individuellen Art, und ich gehe gerne mit Menschen um.
Ich hatte und habe sowohl im Engagement als auch beruflich viel mit unterschiedlichsten Menschen zu tun.
Ich komme leicht sowohl mit Frauen und Männern ins Gespräch.

Deswegen geht mir dieses Frauen-Männer Dings bis zum Bashing auf den Keks, auch die Verallgemeinerungen, weil jeder*r anders ist.

Ich habe männliche und weibliche Freund*innen, 2 sehr gute weibliche Freundinnen, 1 männlichen, und diverse gute Bekannte beides Geschlechtes.
Ich schätze hier die Beiträge von igikai, frei, FemmedeVienne, pixi67 sowie von Lebens_Lust und neverever besonders.

Es tut mir leid, wenn Du solche Erfahrungen gemacht hast - aber ich kann das aus meinem Studium nicht bestätigen. Meine Freundin und ich sind nicht der Typ liebes, sanftes Frauchen, im Gegenteil. Aber wir waren engagiert, interessiert - und haben zusammen bei 60 Studierenden als Jahrgangsbeste abgeschlossen.

Ich rede auch nicht von Schuld, wenn jemand blöde Sprüche abbekommt - ob wegen Frausein oder HS oder... Aber wenn ich Standing, Selbstbewusstsein ausstrahle, Grenzen ziehe, Stopp sage, dann passieren weniger Angriffe. Manches kann man auch meiden.

Und so wie es @Cassel und @Serenissima sagen - es muss einen nicht jede*r mögen.

Hier beim Thema ging es um "Jagen" und Mann-Frau. Nur den Begriff Jagen verknüpfe ich negativ - Jagen, Beute...Den Mann Typ Jäger will kaum eine. Aber den Mann, der selbstbewusst agiert.

Das Thema Gleichberechtigung ist eines, das Thema Werben ein ganz Anderes.

Werbung hat seinen Anteil an Urinstinkten.
Der Rest ist soziale Prägung und Persönlichkeit.
Ein gewisses Maß an Kommunikationsfähigkeit und - willigkeit

Und im Fazit braucht es wohl für die erfolgreiche Werbung beidseitig Anziehung und Aktivität.

W,50
 
  • #116
Hallo Tom, lass doch bitte dieses »alle Frauen« und »alle Männer« meinen dies, meinen das.
Lies doch einfach nochmal .... "fast" steht geschrieben.
Und lies, was du über Frauen in Polen oder Russland schreibst - und was über deutsche Frauen. Ohne jegliche Relativierung ......
Und ja, einige mögen den Ausdruck "jagen" nicht .... aber das Label ist uninteressant, die Verhaltensweise zählt.
während die Frauen einfach nur »sind« und nichts dazu lernen müssen?
Keine Sorge - auch Frauen müssen dazu lernen. Und machen das auch - zumindest ziemlich viele davon.
In Polen oder Russland etwa müssen Männer gar nicht wagen, Frauen anzusprechen – das Ansprechen ergibt sich meiner Erfahrung nach einfach ganz selbstverständlich in einem Club
Du tust mir wirklich leid. Party, Club, Stadtfeste oder Konzerte .... überall kommen auch in D ganz viele Menschen einfach so miteinander ins Gespräch. Kurz oder lang - mit oder ohne Wiederholung .... geht alles. Doch, du jammerst. Darüber, dass die Frauen nicht so sind wie du dir das vorstellst. Anstatt Gegebenheiten zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen ...... und du relativierst übrigens gar nicht.
Das ich heute etwas sauer auf eine Gesellschaft bin, welche mich zu Klarheit und Logik (aber auch Umgang mit emanzipierten Frauen) erzogen hat, aber dann Spiele (z.B. "Frauen jagen") mit mir spielen wollte, finde ich logisch und nachvollziehbar.
Ich habe dich unterschätzt - entschuldige bitte. Du hast gelernt. Allerdings ist mein Ansatz ein ganz anderer - nicht die Gesellschaft ist schuld, auch nicht die Frauen, die Eltern oder wer auch immer .... ich selbst hatte den Lernprozess ja auch. Und habe mich entschieden - Lerne von den Erfolgreichen. Dann habe ich das Erlernte so genutzt, dass es zu mir gepasst hat. Hier haben wir beide dann wieder den gleichen Ansatz - wir beide wollen den Jungs einen Weg aufzeigen. Wir können aber beide nur unsere Wege vorstellen, unsere Erfahrungen anbieten. Den Wunsch zu lernen ... den müssen sie selbst entwickeln. Und den richtigen Weg für sich selbst - den finden sie weder in einer reinen Kopie noch als selbsternannte "Gesellschaftsverbesserer". Sondern durch ihre eigenen Erfahrungen und in ihrer eigenen Persönlichkeit. Man muss sich auch die passenden Lehrer aussuchen .....
 
  • #117
Ich jammere nicht über meine Gegenwart, aber ich trauere vielen verlorenen Jahren hinterher, in denen ich ein Spiel spielen musste/sollte, welches ich gar nicht als solches begriff..... hätte ich mich mehr auf den Beruf oder Hobbys konzentriert und bestimmt mehr Lebensfreude gewonnen.
Dich hat keiner dazu gezwungen. das war doch Deine Entscheidung, das unerfreuliche Spiel mitzumachen. Man kann doch auch inn jungenn Jahren schon erkennen, dass einem etwas nicht liegt, keinen Spass macht und das Spielfeld aufgrund einer eigenen Entscheidung verlassen.
Wir reden nicht von hilflosen Kleinkindern, sondern einem Alter kruz vorm erwachsen werden, wo man auch Entscheidungen wie Berufswahl trifft, also schon einiges an Lebenserfahrungen hat und daraus gelernt haben sollte

Ich fand das Spiel weder in jungen Jahren noch später erfreulich und habe es nicht mitgemacht, sondern die Zeit tatsächlich für meine Hobbys, die Schule, das Studium sowie nach der Scheidung für einen beruflichen Durchstart genutzt.

Das ich heute etwas sauer auf eine Gesellschaft bin, welche mich zu Klarheit und Logik (aber auch Umgang mit emanzipierten Frauen) erzogen hat, aber dann Spiele (z.B. "Frauen jagen") mit mir spielen wollte, finde ich logisch und nachvollziehbar.
Das finde ich garnicht nachvollziehbar, weil Du Dich mit dem falschen Thema befasst. Es gibt kein unbekanntes Spiel mit unbekannten Regeln. Das ist Dein Irrtum, denn Menschen verhalten sich sehr unterschiedlich in verscheidenen Konstellationen und höchst individuell.
Es gibt sowas wie soziale Kompetenzen, die man erwirbt. Es gibt die Fähigkeit, aus Erlebtem Lebenserfahrungen zu sammeln und diese auf neu/andere Situationen anwenden zu können und zu sehen, dass Dinge sich in den verschiedenen Lebensphasen verändern.
Da scheint mir eher Dein Mangel zu liegen.
 
  • #118
Wie schon gesagt, wir können gerne Spiele spielen. Aber die Regeln müssen alle kennen, sonst ist es unfair.
Ich akzeptiere durchaus Niederlagen, aber ich will vorher wissen, dass ich überhaupt in einem Wettbewerb stehe, denn ich will aus den Niederlagen auch lernen können.
Ich bin davon überzeugt, dass die Meisten das "Spiel" nicht kennen. Es gibt kein Handbuch dafür,weil wir zu verschieden sind. Deshalb bin ich immer sehr skeptisch, wenn jemand in einem Internet-Forum anderen seine unbeugsamen Weisheiten präsentiert.

Ein @Tom26 spricht z. B. von Souveränität, schreibt, er würde eine Frau, die psychiatrischer Behandlung bedarf gar nicht erst weiter daten.
Dass psychische Probleme während einer Partnerschaft auftreten können, wie beispielsweise Depressionen oder eben ein Burnout,auf die Idee kommt er gar nicht erst.
@Tom26 du schreibst, dass @Kirovets ja noch lernen möchte. Aber in der Theorie kann man lernen so viel man will. In der Praxis schaut es oft ganz anders aus.

Ich persönlich finde es grundsätzlich schwierig, diverse Flirt-Tipps in einem Forum für voll zu nehmen. Auch diversen Ratgebern stehe ich skeptisch gegenüber. Es gibt nicht DAS Flirt-Reglement, weil es immer davon abhängt wen wir gerade vor uns haben.

Deswegen beobachte ich einen Mann/potentiellen Flirt-Partner immer etwas, bevor ich aktiv werde. Ist er schüchtern, dann versuche ich es mit "sanfteren Methoden" wie Blickkontakt herstellen und lächeln. Ist der Mann ein ziemlich kontaktfreudiger Geselle gehe ich direkt hin und spreche ihn an.

Ob beobachten und dementsprechend handeln nun DAS REZEPT ist, möchte ich nicht sagen, aber vielleicht hilft es sich unangenehme Situationen zu ersparen. Grundsätzlich bin ich für "Learning by doing".
 
  • #119
Selbst im Teenageralter waren die Jungen, die am erfolgreichsten bei den Mädchen waren, KEINE Schönlinge, die waren optischer Durchschnitt.
Gut, ersetzen wir das Wort »Schönling« durch »Extraversion«. Das läuft auf dasselbe hinaus. Es gibt Männer, die nicht extravertiert, sondern introvertiert sind und deshalb Schwierigkeiten haben, in Clubs mit Small Talks Frauen zu unterhalten oder sie »locker« anszusprechen. Diese introvertierten Jungs entfalten ihre Fähigkeiten stattdessen erst bei näherem Kennenlernen einer Frau abseits des öffentlichen Getriebes, wozu es aber in vielen Fällen gar nicht erst kommt, sofern viele Frauen bei ihrem starren Der-Mann-muss-mich-aber-selbstbewusst-ansprechen-Können bleiben.
Ich könnte mir vorstellen, dass aufgrund dieses weibliches Dogmas viele Frauen bereits die Chance ihres Lebens verpasst haben – einfach weil sie sich keinen Schritt aus der eigenen Bequemlichkeit herauswagen, sondern die Auffassung vertraten: die Männer sollen mal machen.
Nun, bei Frauen, die wirkliche Hingucker sind, geht diese Strategie sicherlich auf, aber es gibt auch sehr viele Frauen, die darüber klagen, nicht den richtigen Partner zu finden und allein zu sein. Da fragt man sich dann ebenfalls, ob sie vielleicht zu starre Auffassungen darüber haben, was ein Mann zu leisten habe, um mit ihnen näher in Kontakt zu kommen.
Ja, es ist richtig: Introvertierte Männer sollten sich Fähigkeiten wie »Frauen selbstbewusst ansprechen« antrainieren. Das sollten sie unbedingt, denn es ist immer gut, wenn Menschen an sich arbeiten und ihre Einseitigkeiten beheben.
Nur: Warum sollten im Gegenzug nicht auch Frauen dazulernen? Haben Frauen nichts, worin sie sich im Vorfeld des Kennlernens ändern könnten, als einfach nur »stille« Signale von sich zu geben, in der Hoffnung, dann auch vom Richtigen angesprochen zu werden?
Es ist übrigens für Frauen tatsächlich sehr viel einfacher, »stille Signale« von sich zu geben, als für Männer, Frauen aktiv anzusprechen. Bei den »stillen Signalen« blamiert sie sich nicht, wenn ein Mann nicht darauf reagiert, sondern kann so tun, als ob diese Signale gar nicht so gemeint waren und der ablehnende Mann sie missverstanden habe. Hingegen müssen Männer riskieren, sich komplett zum Affen zu machen, denn Körbe können auch sehr unverschämt, arrogant oder lautstark gegeben werden, was für jeden Mann, egal ob selbstbewusst oder nicht, immer unangenehm ist.
Ganz ehrlich: Egal wie selbstbewusst ich an einem Abend drauf war, wenn ich früher in einen Club gegangen bin: Wenn mir eine Frau zickig eine Szene machte, nur weil ich sie freundlich ansprach, dann war meine Freude , das Ansprechen bei anderen Frauen zu wiederholen, deutlich getrübt. Und ich hatte dann in dieser speziellen Situation auch keine Lust mehr, mir einen »fröhlichen Spieltrieb« anzutrainieren, weil mir dieser aufgesetzt erschienen wäre.
 
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  • #120
Wenn wir hier über Frustrationstoleranz, Souveränität, Kommunikationskompetenz etc. reden, dann geht es doch nicht um spätpubertäre Jünglinge, sondern um lebenserfahrene Männer mindestens in den 40ern. Wenn sie es bis dahin nicht können und das Ansprechen einer Frau als "Wagnis" empfinden, was willst Du als längst erwachsene Frau mit so einem Mann anfangen? Es ist doch kein Wunder, daß Männer die so wenig m Erwachsenenleben angekommen sind, keine Resonanz finden.
Yes, Yes. Das finde ich aber auch. Ich bin ja schon dafür, jungen Männern zu helfen, Selbstvertrauen zu entwickeln. Aber ab einem bestimmten Alter bin ich von "rumgreinen" und "sich selbst bemitleiden" genervt. Wenn sich ein Mann mit Anfang vierzig darüber beschweren will, dass es unkorrekt ist, dass er ne Frau ansprechen soll, und angepieselt darauf beharrt, die könnten ja auch mal und so weiter und so weiter, ne dann gehe ich lieber mit dem lustigen Lebemann an die Bar, selbst wenn wir beide wüssten, dass wir "nur" einen netten Abend hätten und nicht miteinander in der Kiste landen würden. Weil er mir als Frau ein gutes Gefühl gibt, und es akzeptieren kann, wenn ich nicht mitgehe, und er diesen Abend nicht als Schlappe empfindet, sondern trotzdem als einen schönen Abend mit einer Frau, in deren Gesellschaft er gerne war.
 
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