• #1

Woran merke ich, ob eine Trennung besser wäre?

Hallo liebe Leute.
Habe lange überlegt ob ich das schreiben soll. Ich bin mit meinem Mann seit 15 Jahren zusammen. Ich habe keine Ahnung ob ich ihn noch Liebe. Weiß nicht ob ich mich trennen soll. Woran merke ich ob eine Trennung besser wäre? Wir haben ein gemeinsames Kind mit 8 Jahren. Er liebt sie über alles. Ich muss aber alles alleine machen. Erziehung, Haushalt usw. Im Grunde stört mich das auch gar nicht aber dann denke ich mir wozu brauche ich dann einen Mann? Ich weiß, er liebt mich, aber wir können nicht miteinander reden. Wir leben nebeneinander und nicht miteinander. Ich will nicht bei ihm bleiben weil er mir leid tut wenn ich gehe. Keine Ahnung ich bin so durcheinander. Kann mit ihm darüber aber nicht reden, weil ich weiß, wenn ich es auch nur anspreche, was mir durch den Kopf geht, ist er gekränkt und wird einfach sagen, ja dann geh doch. Wobei ich weiß, dass würde ihm das Herz brechen, aber er hat einen zu großen Stolz, als das er mit mir darüber reden würde. Ich hab einfach Angst eine falsche Entscheidung zu treffen. Ich möchte auch meiner Tochter nicht weh tun. Wir streiten nicht überhaupt nicht und er ist ein so guter Mann. Natürlich auch mit Fehlern genauso wie ich und wir haben schon sehr viel durchgemacht. Eigentlich wollte ich für immer mit ihm und weiß einfach nicht was sich bei mir verändert hat. Ich bin so durcheinander. Ich weiß nur mir gefällt die jetzige Situation nicht.

Mod: Der Fragetitel musste geändert werden, weil man es sonst nicht freischalten konnte. Jeder Thread braucht eine Frage und kein Statement.

Ihr Moderationsteam
 
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  • #2
Du bist für dich und dein Glück verantwortlich! Nicht mehr aber eben auch nicht weniger.
Sorge sehr gut für dich und dein Kind. Du schreibst du bist im Einklang mit deiner Situation?! Du arbeitest dich nicht an ihm ab und hast kaum Störgefühle, weil er dich nicht im Haushalt und mit den Kindern unterstützt?! Dann lebe das Leben, dass du dir wünscht. Suche dir Hobbys und Freunde, die dein Leben bereichern und bunt machen. Da wo ihr Schnittmengen habt, teile und genieße sie. Für mich persönlich sind gute und ehrliche Gespräche übrigens das wenigste was ich erwarte. Wenn das nicht mehr gegeben ist, fühle ich mich nicht gesehen und dann ist meine Toleranzgrenze erreicht.Was sind eure Schnittmengen? Wenn es keine mehr gibt, ist es wohlmöglich Zeit für dich zu gehen, denn dann gibt dir dieser Mann scheinbar wirklich nichts mehr. Wie er damit umgeht, ist seine Verantwortung, so lange du die Trennung fair und ehrlich gestaltest und die Beziehung zu seiner Tochter nicht verunmöglichst.
 
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  • #3
Hör auf dein Bauchgefühl, siehst du dich zukünftig mit einem gemeinsamen Lebensweg mit deinem Mann oder nicht?
Fühlt es sich besser mit ihm oder ohne ihn an?
Überlege gut, ob es eine Möglichkeit deinerseits gibt, die derzeitige Situation mit deinem Mann zu verbessern, ein Zurück gibt es nicht, sobald du gegangen bist.
 
  • #4
Hi,
Es klingt, als seist du ein sehr emotionaler Typ. Wenn du so durcheinander bist, hilft Folgendes:
Pro-Kontra-Liste: Was spricht für die Beziehung, was dagegen, und setze dabei auf harte Fakten, alle Missstände und alle Vorteile.
Du könntest jeden Punkt noch priorisieren, um es ähnlich einer Waage besser zu erkennen, auf welcher Seite (Bleiben oder Gehen) mehr Gewicht liegt.

Sich einfach trennen aus einem Bauchgefühl heraus halte ich für unsinnig, das würdest du später sicher bereuen.
Wenn du das Gefühl hast, alles an Erziehung und Haushalt bleibt an dir hängen, warum sprichst du es nicht an?

Ich weiß, er liebt mich, aber wir können nicht miteinander reden. Wir leben nebeneinander und nicht miteinander.
Für dieses Verhalten habe ich absolut kein Verständnis. Sprich mit ihm, einmal, zweimal, dreimal, jeweils in ruhigen Momenten abends zu zweit ohne Kind, und wenn er dann immer abblockt, ist das ein dicker Punkt auf der Kontra-Seite. Für Kommunikationsmöglichkeiten musst du schon selbst sorgen, du bist erwachsen und dein Leben formst du!
w35
 
  • #5
So richtig viel Infos, was nun eigentlich Dein Problem ist, schreibst Du nicht. Du musst mit Deinem Kind alles allein machen und scheinst den Haushalt allein zu führen, also da tut er gar nichts. Aber er liebt sein Kind - wie kommt das zum Ausdruck, wenn er nichts macht für es?
Und wenn Dich das nicht stört, was ist es dann?

Ihr könnt nicht reden. Hm. Kannst Du es, ich meine, kannst Du Dein Problem klar formulieren? Zu sagen (sinngemäß) "du bist überflüssig und langweilig, ich weiß nicht, wozu ich dich noch gebrauchen kann", bringt den anderen nicht weiter.

Ich glaube, Du bist seiner und des Lebens so, wie es ist, überdrüssig und denkst, da müsste noch was anderes kommen. Als erstes, was einem einfällt, ist dann immer "ich hab keine Erfahrung mit anderen, aufregenden Menschen", glaube ich. Aber ich weiß es nicht, vielleicht habt ihr auch echte Probleme, die Du nicht schreibst?

Mein Vorschlag wäre, erstmal zu einer Beziehungsberatung zu gehen, allein, um dann mal mit jemandem drüber zu reden. Denn Du formulierst hier wirklich nichts Konkretes und wenn Du so versuchst, mit Deinem Mann zu reden, bringst Du einfach nur Unfrieden in Deine Beziehung. Am Ende liegt das Problem ganz woanders, z.B. dass Du Dir mehr Freizeitgestaltung suchen müsstest, also es an Dir liegt und nicht am Partner, und Dir deswegen auch mehr Freizeit verschaffen müsstest, was heißt, dass Dein Partner mal seine Liebe zum Kind auch zeigen müsste, indem er was mit ihm unternimmt, allein, und sich mal kümmert.

Natürlich auch mit Fehlern genauso wie ich und wir haben schon sehr viel durchgemacht
Was denn und was sind es für Fehler?
 
  • #6
Man braucht keinen Grund zu gehen, wenn man keinen Grund zu bleiben hat. Deine Partnerschaft erfüllt dich nicht(mehr). Mach die Bestandsaufnahme. Kannst du dir grundsätzlich vorstellen, mit deinem Mann alt zu werden oder, sagen wir, die nächsten zehn Jahre? Ich hing noch sehr an meinem Ex, aber solcher Gedanke hat mich geschüttelt. Ab da wusste ich, dass die Trennung nur eine Frage der Zeit war. Wenn du dagegen noch Gefühle für deinen Mann hast, nur bloß die Routine im Wege steht, dann gibt es noch Chance für euch. Eine Beziehung ist eben ein Baum aus Samen gezogen und kein fertig gezüchteter aus dem Baummarkt-die haben schon Früchte, brauchen nicht viel Zeit und Geld, sind aber in der Regel nach paar Jahren eingegangen.
 
  • #7
Ich glaube, Du bist seiner und des Lebens so, wie es ist, überdrüssig und denkst, da müsste noch was anderes kommen. Als erstes, was einem einfällt, ist dann immer "ich hab keine Erfahrung mit anderen, aufregenden Menschen
Daran habe ich auch als erstes gedacht.

Ich möchte Dein Gefühl nicht klein machen aber nicht direkt zur Trennung raten...nicht wenn Du ggf aus den falschen Gründen aussteigst.

In den ersten Jahren einer Beziehung ist immer was los: verknallt, verliebt, Urlaube, erste Wohnung, Hochzeit, Kinder, bauen etc.
Träumen, Ziele haben, erfüllen, Nestbau = ein stetiger Anstieg und immer Input für die Gefühlswelt.
Und dann hat man es erreicht, es wird ruhiger und die Gefühle seichter.
Den hohen Level spürt man oft nicht, glaubt gar nichts mehr zu spüren= Absturz/Panik

Wie beim Flug, ewig steigt der Flieger, man spürt die Bewegung und den Schub. Und dann ist man oben!
Plötzlich leise und nichts drückt in den Sitz...Ich denke manchmal kurz: wir stürzen ab.

Achte erstmal auf Dich und bring Dich in Schwung.
Durchbreche erstmal Du den Alltag.
Raus, Sport, Freundinnen, Wellness...was immer du früher gerne gemacht hast.
Und ne Freundin fragen: wie glücklich bist Du denn so mit Haushalt Alltag und Co?
Ist überhaupt nichts schlimmes

Warum nicht mal sagen: so ich möchte mich jetzt mal mit Ü18 Jährigen unterhalten und zumindest lachen.
Aufstehen und gehen

Die Tabelle kannst Du wahrscheinlich dann machen, wenn Du mal mitbekommst wie "aufregend " so die Ehen von anderen sind.
Unter jedem Dach ein Ach!

Und wenn Du mit Dir im Reinen bist und weisst was Du brauchst, dann trenn Dich, wenn es nicht weitergeht.
 
  • #8
Dein Nickname ist omen. Deine „Frage“ klingt wie kalter Kaffee und staubt aus jedem Wort. Von Frau liest man schon gar nichts.

Schau erst einmal wer Du bist und was Du willst.
Was interessiert Dich?
Wofür brennst Du?
Was würdest Du mit Deinem Leben ohne Mann und Kind anfangen?

Mit dem Finger auf Deinen Mann zeigen, konfuses sowie zusammenhangloses Dahergeplapper und Dich hinter Eurem Kind verstecken, bringt Dich keinen Deut weiter.

Lebe! Mit oder ohne Mann.
 
  • #9
Liebe FS,
bei euch ist der Alltag vom Feinsten eingekehrt. Nach 15 Jahren sind die Schmetterlinge längst ausgeflogen. Das passiert auch den allerbesten Familien. Politisch unkorrekterweise bin ich jedoch der Ansicht, dass sich Eltern einfach mal zusammenraufen müssen, anstatt sich gleich zu trennen. Zumal Fremdgehen, Alkoholismus, Gewalt etc. bei euch kein Thema zu sein scheint. Dann sähe es nätürlich anders aus. In wenigen Jahren ist eure Tochter zudem in der Pubertät, einer Phase in der beide Eltern noch mal richtig ran müssen. Überlege dir das wirklich gut mit der Trennung, da die Kinder die Leidtragenden sind.

Ich hab einfach Angst eine falsche Entscheidung zu treffen. Ich möchte auch meiner Tochter nicht weh tun. Wir streiten nicht überhaupt nicht und er ist ein so guter Mann.

Vieles, was du schreibst kommt mir sehr bekannt vor und auch ich hatte lange mit einer evtl. Trennung gehadert. Ich hatte mir dann Hobbies gesucht, die mich ausfüllten. Mein Ex rührte im Haushalt auch keinen Finger und war/ist wie deiner ein wirklich guter Vater. Ich hatte dann zwecks Beziehungspflege auf einen kinderfreien (Kurz-)Urlaub im Jahr bestanden. Im Familienurlaub trat ich in den "Hausfrauenstreik". D.h. dort rührte ich meinerseits keinen Finger. Das funktionierte noch einige Jahre ganz gut. Zu erledigende Arbeiten, die ich mangels Muskelkraft nicht selbst erledigen konnte, delegierte ich nach außen gegen Bezahlung, anstatt noch länger fruchtlose Diskussionen bezüglich Arbeitsteilung anzuzetteln.

Das Buch "Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest (Eva-Maria Zurhorst) gibt weitere wertvolle Gedankenanstöße. Sehr empfehlenswert, trotz dass die Autorin teilweise religiös wird. Diese Passagen kann man ja überspringen, wenn's stört.

Letztenendes konnten wir das endgültige Auseinanderleben nicht mehr verhindern, die Trennung folgte, als die Kinder beide volljährig und fast schon flügge waren. M.E. - zumindest in unserem Fall - ein guter Zeitpunkt, zumal auch die Scheidung gänzlich ohne Rosenkrieg und böser Worte ausgekommen war. Und die Kinder die neuen Partner nicht nur akzeptieren, sondern auch mögen.

Alles Gute!
W50
 
  • #10
Stehst Du unter dem Druck Deiner eigenen Erziehung, die Dir sagt seit Jahrzehnten, daß Du gefälligst Kinder zu bekommen hast, mit einem Mann zusammzuwohnen normal sei, als Frau man ALLES wie selbstverständlich allein im Haushalt macht plus Kinderbetreuung, Kinderpflege, Kinderversorgung, Kinderherumkutschiererei...etc..etc..?

Und in dem Ort wo Du wohnst, ist das auch bei allen anderen Fraunen der Fall wie bei Dir?
 
  • #11
wenn ich es auch nur anspreche, was mir durch den Kopf geht, ist er gekränkt und wird einfach sagen, ja dann geh doch.

Wenn er so tickt, dass ihm sein Ego oder seine Bequemlichkeit wichtiger sind, als ein schönes gemeinsames Leben, dann brauchst du auf ihn keine falsche Rücksicht nehmen. Wenn ihm dein Glück nicht wichtig ist, liebt er dich nicht.

Was bedeutet: Er macht "nichts in der Erziehung"? Wenn er sich nicht um seine Tochter kümmert, sie nicht von Freunden oder dem Vereinssport abholt, nicht mit ihr Rodeln geht, sich nicht für schulische Belange interessiert, kein Essen und auch sonst nichts für sie oder mit ihr macht, ist seine "Liebe" nichts wert. Dann gilt das, was für dich gilt und was sein Verhalten mit dir macht, auch für sie.

Wenn du Hausfrau bist oder weniger als 30 Stunden arbeitest, wäre eure Hauspflichtenaufteilung ja halbwegs nachvollziehbar. Dann wärest du materiell teilweise abhängig von ihm. Oder verdienst du dein eigenes Geld, bist eine berufstätige Mutter? Dann hätte er es geschafft, dich so zu manipulieren, dass du 15 Jahre nach seiner Pfeife tanzt, ihn bedienst und dir noch Sorgen um ihn machst, während er sich bequem zurücklehnt und es nicht mal für nötig hält, mit dir zu reden. Dann interessieren ihn deine Bedürfnisse und dein Glück nicht. Dann wird es höchste Zeit, dass du dich selbst um dein Glück und das deiner Tochter kümmerst.

Auf jeden Fall solltest du mal nüchtern Bilanz ziehen, ihn an seinen Taten messen. Was hast du gegeben, was hat er für eure Familie oder dich getan. Mach bitte die Augen auf, auch wenn es weh tut. Du musst dich ja nicht aktiv trennen, aber du solltest ihm nicht mehr seine Latschen hinterhertragen (Waschne, Putzen, Kochen), nicht mehr neben ihm schlafen, dir ganze Wochenenden frei nehmen, dich mit Freunden treffen oder mit deinem Kind was Schönes machen. Am besten in einer eigenen Wohnung.
 
  • #12
Ich glaube, Du bist seiner und des Lebens so, wie es ist, überdrüssig und denkst, da müsste noch was anderes kommen. [ ... ]
Mein Vorschlag wäre, erstmal zu einer Beziehungsberatung zu gehen, allein, um dann mal mit jemandem drüber zu reden.
Das wären auch meine ersten Gedanken: wenn du meinst, etwas versäumt zu haben, anders leben zu müssen, du keine Zufriedenheitsgefühle mehr hast, musst DU etwas ändern.
Steigst du aus deiner jetzigen Beziehung aus, wird es dir in der nächsten bald nicht anders gehen: Du bist einfach nicht initiativ genug, du musst dein Leben SELBST anpacken, das darin ändern, was dir nicht gefällt.
In einer Beziehungsberatung kannst du das, zusammen mit jemand aus dem Fach, herausfinden.

Vielleicht brauchst du einen neuen/anderen Job (falls du arbeitest; wenn nicht, denk mal darüber nach, dir einen zu suchen). Vermutlich brauchst du Freundinnen und Freunde, mit denen du dich austauschen kannst; andere Mütter aus der Schulklasse deiner Tochter? Engagiere dich ehrenamtlich, z.B. indem du in einer Ausgabestelle der »Tafel« hilfst, dich um alleinstehende ältere Menschen kümmerst o.ä. Du kannst auch Vorlesenachmittage für Kinder anbieten, es gibt so viel. Entdecke einfach, was dir Freude macht: Zeichenkurs an der Uni? Gastvorlesungen? Spannende Titel aus der Buchhandlung um die Ecke? Es gibt so vieles ... und du wirst bald nicht mehr darüber nachdenken (müssen), ob du »Flüchten oder Standhalten« solltest.

Sobald du dir tagsüber ein interessantes Leben aufgebaut hast, wirst du die Welt mit neuen Augen betrachten, auch deinen Mann. Du schreibst ja, » ... er ist ein guter«. Diese Sorte wächst nicht an jeder Ecke - ich würde diese Pflanze, eure Beziehung, erst einmal gießen und zusehen, wie sie sich entwickelt.
 
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