• #63
Ist das Absicht, die normalen Wege zu meiden, weil du durchs Unterholz spannender findest oder verläufst du dich und gehst dann quer?
Ja, ist Absicht. Oft aber auch kombiniert mit verschiedensten Wegen und Forststraßen, alles bunt gemischt, wie es sich ergibt. Nie offizielle Wanderwege, außer sie kreuzen grade meine Wege... Ich bin fast immer alleine in der Gegend, deswegen war ich umso erschrockener, als ich auf die Joggerinnen traf, Mitten im Niemandsland. Nein, so schlimm ist es nicht, die nächsten (Bauern-)Häuser ist oft nur wenige 100 m entfernt. Aber es sind absolut keine touristischen Gegenden.
Und, nein, ich bin mich noch nie verlaufen.
Achgott, letzten Herbst kam ich bei einem sehr einsamen Jagdhaus vorbei, lagen dort zwei Mädels davor. Da hab´ ich mich auch erschreckt, und sie hatten mich zuerst gesehen, weil ich auf Forststraße ging. In zehnfachem Corona-Abstand vorbeigehen, Hallo sagen und ein weiteres unerwünschtes Erlebnis abhaken.
Es ist nirgends so einsam, wie ich es gerne hätte...
ErwinM, 52
 
  • #64
Ich habe eine wildfremde Frau einfach in den Arm genommen. Ein Blick genügte und ich konnte nicht anders. Sie hat mitgemacht und jetzt sind wir zusammen. Hätte ich nie gedacht, das mir so was passiert. Da haben sich zwei getroffen, die einfach Vertrauen haben. Und das mit einer Norddeutschen :) Wir sollten alle mutiger werden, es lohnt sich.
 
  • #65
Irgendwer schrieb vor mir, dass wir hier in D fremden Leuten, die freundlich sind, eher misstrauisch gegenüberstehen, da ist was dran.
Ne, das war natürlich nicht „Irgendwer“ 😊

Ich finde das im Ausland wirklich auffällig und es wird ja hier im Thread bestätigt. Wir leben aber auch zum Teil anders, gerade im Süden sind die Menschen mehr draußen und kommen so eher in Kontakt. Und natürlich falle ich im Iran anders auf als in Köln.
Das ist aber auch Mentalitätsfrage, in China wiederum habe ich die Menschen reservierter erlebt.
 
  • #66
Ich habe eine wildfremde Frau einfach in den Arm genommen. Ein Blick genügte und ich konnte nicht anders. Sie hat mitgemacht und jetzt sind wir zusammen. Hätte ich nie gedacht, das mir so was passiert. Da haben sich zwei getroffen, die einfach Vertrauen haben. Und das mit einer Norddeutschen :) Wir sollten alle mutiger werden, es lohnt sich.
Na dann Herzlichen Glückwunsch Euch zwei!
 
  • #70
Ne, das war natürlich nicht „Irgendwer“ 😊

Ich finde das im Ausland wirklich auffällig und es wird ja hier im Thread bestätigt. Wir leben aber auch zum Teil anders, gerade im Süden sind die Menschen mehr draußen und kommen so eher in Kontakt. Und natürlich falle ich im Iran anders auf als in Köln.
Das ist aber auch Mentalitätsfrage, in China wiederum habe ich die Menschen reservierter erlebt.
Autsch, natürlich nicht IRGENDWER 😎!
Ansonsten sehr ich das auch so - Mentalitätsfrage, Besiedlungsdichte, wieviele Touristen und welche sind schon ausschlaggebend.
 
  • #72
Oder druckst du ein echtes Gelänedemodell mit einem 3D-Drucker aus?
Wäre ja mal was Neues, muss mir nur noch überlegen, wie ich damit durch den Wald hirsche. Bauchladen, Rückentrage, Schiebetruhe, Drohne - weiß noch nicht...

Einerseits die ganz normalen Topo-Karten 1:50.000.

Andererseits schwarz-weiß-Ausdrucke auf A4-Papier 1:5.000 (nominell!), meist ohne Höhenlinien (die irritieren ein wenig, wird zu überladen). Es ist eineAnsicht senkrecht von oben, normalerweise sage ich einfach Relief dazu, sieht auch wie ein Relief aus. Ich bin blutiger Laie, ich benutze das bloß. Technische Grundlage für das Zeug ist "Airborne Laser Scannning", woraus dann ein digitales Geländehöhenmodell erstellt wird, eine Darstellungsvariante ist dieses Relief in schwarz-weiß-Schattierungen.
ErwinM, 52
 
  • #73
Wenn ich jemanden direkt vor einer Psychiatrie kennenlernen würde, wäre der für mich zunächst einmal nicht vertrauenswürdig
 
  • #75
Wenn ich jemanden direkt vor einer Psychiatrie kennenlernen würde, wäre der für mich zunächst einmal nicht vertrauenswürdig
Wieso? Die Leute auf den offenen Stationen haben wenigstens eingesehen dass sie ein Problem haben. Da draußen laufen so viel mehr Menschen mit schlimmen Verhaltensmustern rum, die noch nicht mal so weit sind und munter weiter andere verletzen und traumatisieren (jetzt nicht unbedingt immer im klinischen Sinn gemeint). Kann man hier doch immer wieder lesen.
Und wer eine Gefahr für sich selber oder die Allgemeinheit darstellt, ist auf der geschützten Station oder ganz woanders.
 
  • #76
Woran glaubt ihr zu erkennen, dass man einem Fremden vertrauen kann?
Ich glaube nicht, ich weiß: an nichts.

Nein und das will ich auch nicht. Vertrauen wächst langsam in den relevanten Fragen des Lebens.

Die Frage "wo steht die Butter hier im Supermarkt" oder "wie spät ist es? wogehts nach....?" hat ja nichts mit Vertrauen gegenüber Fremden zu tun, sondern es geht um weitgehend unwichtige Informationen.

Aber ja, kann man und öfter mal geht das nicht gut aus weil zu viele Menschen auf ihren persönlichen Vorteil bedacht sind. Darum versuche ich garnicht "zu schnell" zu vertrauen.

Ist es euch schon einmal passiert, dass ihr einem Fremden sofort Vertrauen geschenkt habt und euch in eine Art Abhängigkeit begeben habt?
Kann mir nicht passieren, weil meine Haltung gegenüber Fremdnen "nein" ist - egal was sie wollen, außer bei Kindern unter 12. Da höre ich mir das Problem an und bin auch bereit Abhilfe zu schaffen, also eher im Sinne von Hilfsbereitschaft nicht von Vertrauen. meinerseits Der andere vertraut dann wohl eher mir, dass er mir mit seinem Anliegen kommt.
Busgeld in Cola umgesetzt und jetzt keine Fahrkarte? Na, dann gehen wir zum Bus und ich bezahle die Fahrkarte, damit ihm/ihr das nicht gleich wieder passiert und er/sie sicher nach Hause kommt.

Ich habe als Erwachsene die nötige Handlungskompetenz und Mittel um meine Probleme selber zu lösen und trau das auch anderen Erwachsenen zu.
Lösung 1 ist immer: gut organisiert sein und ein Leben führen, das man beherrscht. Dann gibt es keine Probleme bei denen man auf andere angewiesen ist und Fremden vertrauen muss.
 
  • #77
Wenn ich jemanden direkt vor einer Psychiatrie kennenlernen würde, wäre der für mich zunächst einmal nicht vertrauenswürdig
HAHAHAHAHA! Darüber kann ich nur lachen. Ich verstehe deinen Gedanken, so habe ich früher als Teenager auch gedacht. Ich war selber mal in Klinik 3 Wochen und ich sag dir dort hat es ALLES. Von Depression bis Burnout bis simpler Alkoholsucht bis Schizophrenie einfach alles. Und ich sag dir noch was: Einigen Patienten siehst du das selbst wenn die dort sind absolut 0.0 an das kannst du mir glauben. Glaub mir mir hat man es selbst damals nicht angesehen weil ich 1 Tag danach an einem Job Interview war und den Job in einer KANZLEI bekommen hab und auch gehalten hab. Sorry aber diese Vorurteile...klar viele siehstes an oder merkst was aber längst nicht allen.
 
  • #78
HAHAHAHAHA! Darüber kann ich nur lachen. Ich verstehe deinen Gedanken, so habe ich früher als Teenager auch gedacht. Ich war selber mal in Klinik 3 Wochen und ich sag dir dort hat es ALLES. Von Depression bis Burnout bis simpler Alkoholsucht bis Schizophrenie einfach alles. Und ich sag dir noch was: Einigen Patienten siehst du das selbst wenn die dort sind absolut 0.0 an das kannst du mir glauben. Glaub mir mir hat man es selbst damals nicht angesehen weil ich 1 Tag danach an einem Job Interview war und den Job in einer KANZLEI bekommen hab und auch gehalten hab. Sorry aber diese Vorurteile...klar viele siehstes an oder merkst was aber längst nicht allen.
Darum ging es FrauRossi50 ja, dass man es den Menschen eben nicht ansieht. Deshalb wäre sie grundsätzlich vorsichtig, wenn sie jemand vor einer Psychatrie anspräche.
 
  • #79
Darum ging es FrauRossi50 ja, dass man es den Menschen eben nicht ansieht. Deshalb wäre sie grundsätzlich vorsichtig, wenn sie jemand vor einer Psychatrie anspräche.
Ja. Das kann ich gut verstehen. Ich mein halt auch es gibt dort wirklich alles. Da gibt es schon grosse Unterschiede^^ Laut meinem Arzt hat jeder 2. Mensch im Verlauf seines Lebens ein psychisches Ding dass Medikamente braucht. Jedenfalls eine Zeit lang. Und trotzdem ist die Stigmatisierung so gross und die Leute haben Angst davor.
 
  • #80
Wenn ich jemanden direkt vor einer Psychiatrie kennenlernen würde, wäre der für mich zunächst einmal nicht vertrauenswürdig
Diese Einstellung ist sehr bedenklich. Viele Menschen begeben sich freiwillig in stationäre Behandlung und stellen keinerlei Gefahr da. Die forensische Abteilung ist separiert, die Patienten dort dürfen sich nicht frei bewegen und können dir somit nicht einfach so begegnen.
Es gibt in der Psychiatrie viele offene Stationen, auf welchen Depressionen, Angst- und Essstörungen usw. behandelt werden, alles ganz normale Menschen, die es nicht verdient haben, stigmatisiert zu werden.
Jeder kann in eine psychische Schieflage geraten, das sollte heutzutage kein Grund für Skepsis sein.

w33
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #82
Hoffentlich hilfst du den 'Nordlichtern'.
Ich werde auf jeden Fall weiter Schwaben aus der Nordsee retten. Die raffen das einfach nicht mit den Strömungen, den Prielen und mit Ebbe und Flut. (Grinse-Smiley)
Natürlich, geben und nehmen, wobei bei Schwaben sollte man überlegen, 🤣wobei wir Oberbayern tolerant sind, und geduldig Wege zeigen, warnen, mit Wasser aushelfen.
Sogar bei Norddeutschen, die die südlichen Regionen nicht auseinander halten können.
 
  • #84
Sogar bei Norddeutschen, die die südlichen Regionen nicht auseinander halten können.
Ich finde es interessant das immer die Neckereien zwischen den Nordlichtern und den Südkreuzlern (Kreuz des Südens) gibt aber scheinbar kein äqúivalent dazu zwischen Ost und West. Wem sagen Eifel und Hunsrück oder Niederlausitz und der Barnim was? Ok, die Eifel glauben viele seit Juli einordnen zu können, aber das Ahrtal und Erftstadt sind eher Randlagen der Eifel.
 
  • #85
Bei spontanen Begegnungen ist Vertrauen irrelevant. Im Supermarkt zu helfen. Zu fragen. Anhalter mitnehmen.
Das ist nicht Vertrauen. Das ist das Checken, ist die Situation potentiell gefährlich, oder nicht. Für mich als Mann anders als als Frau.
Smalltalk mit Fremden, potentiell ungefährlich, tagsüber, am belebten Ort.
Vertrauen ist situativ. Vertrauen im Notfall, in Fachkräfte, sollte man, zumindest für den Notfall.
Man trifft einen Menschen. Das Bauchgefühl entscheidet, näherer Kontakt oder Abstand.
Entscheidet man sich für näheren Kontakt, Begegnung, dann gibt es einen Vertrauensvorschuss. Wie groß, welcher Umfang, muss man für sich entscheiden.
Das Unterbewusstsein checkt den Fremden ab. Nach Körpersprache, Mimik, Gestik, Ausdruck der Augen. Wie artikuliert sich jemand. Fühlt man Authentizität. Läuft alles unterbewusst. Bei positiven Check vertraut man. Bei Diskrepanzen wird man, sollte man vorsichtig werden.
Bei mir in der Praxis ist ein solides Vertrauensverhältnis unabdingbar. Entwickelt es sich nicht, dafür die probatorischen Stunden, breche ich ab.

M, 56
 
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