• #1

Work-Life Balance als Single, wie machst Du es?

In letzter Zeit stelle ich fest, dass ich eigentlich die ganze Zeit ohne Urlaub arbeite. Wir haben bereits April und ich habe noch gar nichts in Richtung Urlaub geplant. Mein letzter Urlaub war die Woche zwischen den Jahren und davor - im Sommer im Juli und davor - weiß ich gar nicht mehr. Ich habe Resturlaub vom Vorjahr und Vorvorjahr und Haufen Überstunden. Die Überstunden werden periodisch ausbezahlt, was ich natürlich schön finde, aber es entwickelt sich bei mir periodisch, ich nenne sie mal, "chronische Müdigkeit", ich fühle mich festgefahren: ich arbeite, dann das Wochenende, dann noch mal arbeiten, dann das Wochenende. Was soll man ja sonst als Single machen... Nur ist es dann so, dass ich am Wochenende häufig allein bleibe, weil die wenigen Freunde, die ich noch habe (noch...), auch irgendwie irgendwo beschäftigt sind. Jetzt haben wir z.Z. verlängertes Wochenende - und ich bin allein. Der Zyklus erweitert sich so auf Arbeiten - Alleinsein am Wochenende, Arbeiten - Alleinsein am Wochenende usw.
Seit einiger Zeit habe ich jetzt auch etwas mit dem Schlaf: An Arbeitstagen werde ich ab und zu so um 3 oder 4 Uhr plötzlich wach, muss aber um 7 Uhr aufstehen, dann versuche ich einzuschlafen, was ich um etwa 6 Uhr schaffe - der Wecker klingelt um 7 Uhr - ich stehe später um 07:30 auf. Am Wochende umgekehrt, ich werde punkt 7 Uhr wach - möchte natürlich länger schlafen, kann aber nicht, liege noch so etwa eine Stunde mit geschlossenen Augen da, stehe dann gelangweilt auf. Irgendwie spielt die innere Uhr mit mir einen Streich und es trägt seinen Teil meiner chronischen Müdigkeit bei.
Es ist nicht so, dass ich meinen Job nicht liebe - ich mache meine Arbeit gern, ich habe dafür gerne studiert und arbeite auch gerne, komme aus dem technischen Bereich, ich bin Ingenieur (Elektrotechnik) und seit 7 Jahren in der Entwicklung tätig.
Tja, mit der Arbeit klappt es, mit der Freizeit nicht. Ist jemand zufällig in der ähnlichen oder gleichen Situation gewesen? Wie schafft Ihr es mit der Work-Life Balance? Mit der Gestaltung der Freizeit? Wie schafft Ihr es dabei mit der Partnersuche?
 
  • #2
Alex, wenn man dann noch im Hinterkopf hat, daß du noch bei Muttern wohnst (war doch so, oder?), also keinen richtigen Haushalt führst, ist das allerdings bedenklich. Wie willst du dein Leben bewältigen, wenn du eine Familie hast?
Das, was du beschreibst, nicht mehr richtig hochkommen, morgens wachliegen, kurz vorm Weckerklingeln einschlafen, ist nichts anderes als eine Depression, konkreter wahrscheinlich Erschöpfungsdepression und damits besser klingt, Burnout genannt. Die Diagnose kann ich dir als Laie stellen, denn das ist mir auch passiert.
Urlaub ist zur Erholung da, nicht um sich ihn auszahlen zu lassen. Überstunden sind schön und gut, aber paß auf, daß du nicht in der Firma der nützliche Depp bist. Das ganze Geld nutzt dir nur beschränkt etwas, wenn du nicht lebst, sondern nur irgendwie existierst.
Wenn du viel Zeit in den Job investierst, muß das ein Ziel haben. Beförderung, Referenzen erarbeiten für den nächsten, besser dotierten Job etc. Klar, in den 30ern macht man viel extensiv, mit maximalem Einsatz, aber wenn du jetzt schon in den Seilen hängst, was wird das erst, wenn du Ende 30 bist?
Dazu die private Situation. Du hast das Abnabeln verschleppt und hast dich irgendwie selbst eingebaut, weil du nicht mal mehr die Kraft hast, dir eine Wohnung zu suchen. Denk auch mal darüber nach, auch wenn du es nicht gern hören willst, ob die ganze Situation zu Hause, der Umstand, daß du glaubst, nur heimlich nach einer Wohnung suchen zu können, nicht lähmend und bedrückend ist. Du wirst nicht mit Freude und Unterstützung von deinen Eltern ins Leben entlassen, sondern sollst möglichst ewig in der Kindposition im Nest hocken bleiben.
Keine Partnerin und auch kaum die Chance zu haben, unter der Situation eine Bezihung aufzubauen, ist ebenfalls niederdrückend.
Als ich meinen langjährigen Lebensgefährten kennenlernte, hangelte der sich auch so durchs Leben. Zwar in einer kleinen Wohnung, aber die Tage angefüllt mit Arbeiten, Schlafen, Tischtennistraining am Mittwoch, Einkauf am Samstag, zusätzlich schlafen, Wäsche waschen, alle 4 Wochen ins Kino. Der Mann lebte wie ein Rentner. Unsere Beziehung hat ihm dann einen ziemlichen Schub gegeben.
Also, du mußt was tun, du stehst auf vielen Baustellen, fang irgendwo an. Setze dir Ziele und verwirkliche sie.
 
G

Gast

Gast
  • #3
Hallo FS
Bäärbel schreibt dass du noch zu Hause wohnst.. Falls ja, da wäre doch bereits ein spannendes Projekt: Wohnung suchen, Wohnung einrichten, Freunde/Family zu Einweihung einladen, Grillparty, etc.

Neues Hobby: Tanzkurs zB Salsa (inkl. Nebeneffekt); Hallenkletterkurs - anschl. Kletterferien im Süden zusammen mit Gleichgesinnten; Wandern mit Kumpels - du organisierts eine Tour; Hast du ein Bike? Oder Tauch-Ausbildung? Tourenwoche mit Alpenclub? Kochkurs (schätzen Frauen sehr(!) - hätte ich selber nötig... FS, etwas mit Gleichgesinnten unternehmen macht einfach Spass und du lernst regelmässig spannende Leute kennen...

Lamentieren ist das Eine - du musst handeln und etwas Neues anpacken!

Ps. Habe auch ET studiert - geh deine "Aufbruch zu neuen Ufern Pläne" einfach etwas projektmässig an - et voilà! m, 43
 
  • #4
Alex, wenn man dann noch im Hinterkopf hat...
Ja, ich wohne immer noch bei der Mutti. Es sind irgendwo schon harte Worte von Dir - aber, wie soll ich sagen, das ist nur der erste Eindruck und wenn ich es mir genauer anschaue, stimmt es gar nicht. Die Diagnose erkenne ich nicht an. Meinst Du im Ernst, ich hätte ein psychisches Problem? Jeder hat oder erlebt mal seine Hochs und seine Tiefs - ich bin ja auch keine Ausnahme. Aber ich komme aus jedem Tief heraus, weil ich nicht stehenbleibe, wie es manche tun. Es tritt bei mir vielleicht eine Schlafstörung auf - aber, bei wem denn nicht? Es ist vielleicht ein Symptom, aber darauf aufbauend eine Diagnose zu stellen ist schlicht und ergreifend falsch. Es widerspricht dem gesunden Menschenverstand, ein Fehler in der Logik - das ist auch das, was ich bei manchen Kollegen beobachte und es ist schwierig, sie davon zu überzeugen. Das ist eine Art Zustand, in dem man glaubt, etwas zu wissen, wobei man es eigentlich nicht weiß. Eine Art Illusion. Und das beobachte ich auch bei Dir? Du bastelst Dir eine Geschichte zusammen, die schön und gut überzeugend und logisch erscheint, wäre da nicht die falsche Grundlage und falsche Annahmen. Und aus falschen Annahmen darf man nicht etwas schlußfolgern. Vielleicht warst Du damit mal erfolgreich, vielleicht sehr erfolgreich. Ich darf in meinem Job z.B. keine falschen Annahmen machen und ich habe es mir auch in meinem Leben so angwöhnt. Weil irgendwann mal bricht alles wie ein Kartenhaus zusammen.
Bezüglich Burnout: Ich kenne Kollegen, die von sich behaupten, 10 bis 12 Stunden pro Tag zu arbeiten, einer angeblich sogar länger. Was soll ich dazu sagen? Zunächst einmal: selber schuld und zweitens, ich glaube ihnen nicht. Ganz einfach aus dem Grunde, weil es einfach so nicht geht. Ich vergleiche meinen und ihren Job mit Bücher lesen. Wer kann von sich behaupten, er könne ein Buch hochkonzentriert 10 Stunden pro Tag, fünf Tage die Woche lesen? Das geht einfach nicht. Sie sind vielleicht physisch 12 Stunden lang da, aber das ist leider alles Scheinleistung. Sie werden im Laufe der Zeit noch mehr müde als sonst, frustriert, werden öfter krank, manche verlassen irgendwann mal die Firma. Traurig, aber wahr, ich erlebe eins zwei Kollegen pro Jahr, die die Firma verlassen, sieben Jahre lang. Vielleicht werde ich auch die Firma verlassen - aber nicht aus diesen Gründen.
Als ich eine Freundin hatte, war es ganz anders. Ich hatte andere Motivation, ich hatte jemanden, mit dem ich meinen Urlaub planen konnte, jemanden, für den es sich damals gelohnt hatte, morgens zur Arbeit zu "fliegen", unter Hochdruck seine 8 Stunden zu schaffen und dann zurück nach Hause, um sich mit diesem jemand zu treffen.
 
  • #5
Alex, wenn du kein Problem hast und meine Annahmen nicht stimmen, dann ist alles fein. Eine Depression ist meist keine psychische Erkrankung, sondern eine Anpassungsreaktion. Ein Signal, daß etwas nicht stimmt im Leben. Und ich will mich auch garnicht weiter auf dieses medizinische Gebiet begeben.
Fakt ist, daß deine Batterien mehr als leer sind und sich so auch nicht aufladen, es kommt in deiner Situation keine Energie zurück, vielleicht kommst du mit diesem technischen Terminus besser zurecht. Du brauchst Ruhe und neue Impulse, solltest vielleicht mehr Urlaub machen, ausspannen und zu Hause und aus der Firma rauskommen. Neue Leute treffen, dich auf Neues einlassen, neue Ziele setzen. Nimm vier Wochen Urlaub (das mußt du dann durchsetzen), setz dich in den Flieger, flieg nach USA, nimm dir dort einen Mietwagen und fahre eine große Runde. Oder irgendetwas in der Art.
Im Moment (auch mit dem Thema Wohnungssuche) ziehst du dich immer auf die Kausalkettenkonstruktion zurück "Wenn ich erst eine Freundin habe, wird alles besser." Klar ist das so. Eine Partnerschaft bringt für Menschen, die Nähe und Beziehung mögen, ungeheure Energie. Das geht mir genauso, ich ticke nicht anders.
Aber: Du versuchst das Problem durch erhoffte Intervention von außen zu lösen und gibst wichtige Verantwortung für dein Leben ab. Das ist extrem schwierig. Du wirst mit großer Wahrscheinlichkeit keine erwachsene, nicht entwicklungsretradierte oder an nur an deiner Versorgungsleistung interessierte Frau finden, wenn du nicht zu Hause ausziehst.
Ich bin doch nicht blind, du bist klug, kannst eine Menge auf die Beine stellen und hast noch eine Menge vor. Also brauchst du auch eine Frau, die so tickt. Bis dahin, daß es jemand sein sollte, die Sex mag, damit du nicht ständig oversexed wartest, bis das Weibchen wieder bereit ist. (ich erinnere mich da an einen anderen Post)
Wenn du dich jetzt aus lauter Verzweiflung von irgendeiner Frau "rausholen" läßt, zahlst du einen hohen Preis. Dann sitzt du nämlich im nächsten Hamsterrad. Dann hast du ruckzuck zwei, drei Kinder und eine Hausfrau zu Hause sitzen, die nur Ansprüche an dich stellt, arbeitest für drei und bist wieder am Limit.
Stell dich doch erstmal auf die eigenen Beine, erleb ein bißchen was, check wer du bist und was du brauchst, wenn du allein bist, fern der Eltern oder einer Freundin und dann mach weiter.
 
  • #6
Hallo Alex,

mir geht/ging es sehr ähnlich wie dir. Ich habe bis vor einem halben Jahr auch nur für die Arbeit gelernt, ein Seminar hat mir dann die Augen geöffnet, dass das nicht alles sein kann. Und seither mache verschiedene Dinge um die anderen Lebensbereiche auszugleichen. Ich finde das sehr wichtig und merke wie es mir gut tut. Ich wohne 500km von meiner Familie entfernt, daher sind Besuche eher selten. Leider habe ich in der Stadt in der ich zur Zeit lebe auch nur wenige Kontakte. Daher habe ich mir die Internetseite der VHS geschnappt, mir das Angebot angeschaut und dann immer wieder an Veranstaltungen teilgenommen z.B. Kochen, backen. Ok, das sind wahrscheinlich nicht so deine Interessen, aber das Angebot ist so groß, da gibt es bestimmt etwas was dich interessiert. So kommt man ganz einfach unter leute. Ausserdem mache ich jetzt sehr viel Sport. Ich weiß im ersten Moment wirst du dir jetzt sagen dafür hast du nicht die Zeit! Aber die musst du dir nehmen... Ich hab auch immer lange gearbeitet. Aber das ist es mir nicht mehr Wert, ich habe auch ein Privatleben und wenn ich mich für einen Kurs angemeldet hab dann habe ich den Termin und lass die Arbeit Arbeit sein. Ausserdem habe ich im Internet nach einem Tanzpartner gesucht und seit zwei Wochen bin ich Salsa-Queen (na ja auf dem Weg dahin)...
Mit dem schlechten Schlaf geht es mir übrigens genau so, finde die Aussage von Bärbel aber sehr gewagt... nicht jeder der schlecht schläft leidet gleich an einem burnout oder an Depressionen! Aus deinen Zeilen habe ich nicht die typische Antriebslosigkeit bei Depressionen erkannt sondern eher, dass du gern was unternehmen willst, aber nicht so richtig weißt was und mit wem etc.! Was #2 geschrieben hat fand ich sehr schön, sieh es als Projekt! Überleg dir was du gern machen würdest, wenn du dazu einen Partner brauchst, überleg dir wie du an einen Partner kommst. Beim Tanzen könntest du z.B. im Internet suchen oder in den Tanzschulen in deiner Umgebung einen Aushang machen oder so.
Ich glaube dir fehlt einfach genau wie mir, dass du mehr unter Leute kommen musst. Ich bin überzeugt, dann klappt es mit Freundschaften ganz von allein und irgendwann wird dir dann bestimmt auch dein Traumpartner über den Weg laufen!

Viel Glück!!!

w, 30
 
G

Gast

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  • #7
Ich gehöre auch zu den Arbeitstieren, die oft vergessen, dass es noch ein Leben außerhalb der Arbeit gibt - mit denselben Symptomen wie du (Schlaflosigkeit, Planlosigkeit im Privaten). Ich schaffe es immer wieder, die Notbremse zu ziehen, weil ich diesen "Nur-Arbeit-und-sonst-nichts"-Zustand eigentlich kaum aushalte und mich ein gewisses Gefühl der Sinnlosigkeit übermannt. Was mir hilft: einfach machen. Mehr kann ich dir eigentlich gar nicht raten. Einfach tun und konsequent vor deinem Arbeitgeber Freiräume schaffen (die für andere völlig selbstverständlich sind, z.B. zum Feierabend zu gehen oder Urlaub zu nehmen ;-).

Plane deine Urlaube weit im Voraus (heute ist ein guter Tag dazu ;-), kümmere dich um Begleitung (Freunde, alte Bekannte, Interessengemeinschaften, Gruppenreise), plane deine Gleittage für den Rest des Jahres ein (am besten Brückentage), reiche am Dienstag die Anträge ein, verabrede dich heute dazu jetzt schon mit den wenigen Freunden, die du hast, zu Städtetrips oder anderen Kurztrips, Wandern, Segeln, Angeln, Surfen, Mountainbiken, Klettern, Alpenüberquerung, Jakobswegs ;-)). Verabrede dich, damit du gezwungen bist, auch tatsächlich den Urlaub/ Gleittag zu nehmen! Für den Anfang: eine große Reise (3 bis 4 Wochen auf einen anderen Kontinent), eine kleine Reise (2 Wochen Europa), zwei Städtetrips ins Ausland für ein langes Wochenende, zwei kleine Trips in Deutschland für ein langes Wochenende. Das sollte für dieses Jahr genügen.

Buche eine Gruppenreise, bestell dir dazu einen Schub von Katalogen und lass dich inspririeren. Wenn du unsicher bist, dann buche doch erst mal eine Kurzreise von ein, zwei Wochen mit einer Gruppe, dann siehst du, ob dir das liegt. Wie wäre es mit einem Kurs? Ich habe im Urlaub mal einen Sprachkompaktkurs gemacht, eine Bekannte hat ein Filmseminar besucht. Was würde ich interessieren? Gibt es irgendwas, was du schon immer mal machen wolltest, worfür dir aber die Zeit fehlte? Lass deine Phantasie mal spielen.

Dasselbe gilt für Abend- und Wochenendgestaltung. Auch hier hilft nur, es einfach zu tun. Kurse raussuchen, buchen, hingehen, fertig. Interessante Veranstaltungen (Konzerte, Kultur, Messen...) für den nächsten Monat raussuchen, Karten kaufen, hingehen. Vor allem sollte man sich mit schönen Dingen beschäftigen und nicht nur mit reinen Zeitfüllern, sonst bist du in vier Wochen wieder auf dem alten Level. Welche Interessen hast du denn?

Die Gefahr ist, glaube ich, dass man sich als Single in der Arbeit zu wichtig nimmt. Die anderen gehen auch, wenn Feierabend ist! Sie haben Kinder, familiäre Verpflichtungen, einen Partner, mit dem sie fest verabredet sind oder wichtige Hobbys. Schaffe dir auch fixe Termine, die du in deinen Kalender einträgst und in die dir keiner einen Termin setzen kann.

Bin gespannt, wie du das Problem angehst, viel Glück dabei!

w, 41 (Leidensgenossin)
 
  • #8
Mir scheint, daß Alex1980 sich in Arbeit flüchtet, als Ablenkung vor seinem Alleinsein ?
Und als Flucht vor seinen Gedanken, die hoch kommen, wenn er alleine und nicht abgelenkt ist ?
Dazu diese Angst vor dem alleine sein, und dabei nicht beschäftigt = abgelenkt zu sein, ihn bis in seinen Schlaf verfolgt ?

Mit 32 J. immer noch bei der Mutter wohnen = nicht alleine wohnen müssen. Wenigstens noch einen Gesprächspartner haben, anstatt nur die stumme Wand ?

Vorschlag: Sich persönliche Interessen suchen, und Freundeskreis aufbauen. Dabei raus aus der eigenen Wohnung = unter Menschen kommen. Wenn man dabei eine Partner/in kennenlernt, (beste Chancen in so einem Umfeld) dann fällt es leichter, mit ihr zusammen eine eigene Wohnung zu beziehen, statt alleine.
Die Mutter von Alex1980 vereinsamt deswegen trotzdem nicht.
 
G

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  • #9
Lieber Alex 1980, (ich gehe dannn mal daovon aus, dass du jetzt anfang 30 bist)

ich kann dir ein paar Sätze zu deiner Situation sagen, die vielleicht ein wenig helfen, aber auch zum Nachdenken anregen.

1. Zum einen meine ich mich zu erinnern (Wie auch schon Bääärbel schreibt), dass du noch Zuhause wohnst. Das ist in gewissen Punkten legitim, ist privat, gehört hier jetzt auch nicht hin und ist eben so. Vorallem wenn man lange studiert hat usw ist das teilweise Alltag. Ich kann dir sagen, dass ich als Student mit 24 Jahren zuhause ausgezogen in eine eigene Wohnung und knapp 30 Min Fahrtweg von Eltern entfernt eingezogen bin und erst dann das wahre Leben kennenglernt habe. Wenn man Abends um 22 Uhr noch abwaschen muss, um 21:45 Uhr in den Supermarkt rennt, Sonntag keine Milch mehr im Haus hat oder irgendwas kaputt geht, der Wasserhahn defekt ist.. oder man arbeiten/studieren muss und dann 4 Std entschuldigt Zuhause auf einen Handwerker oder "Wasserableser" wartet und der halbe tag auf dem Kopf steht. Wer das nicht kennt, hat nur das halbe Leben drauf.

2 Des Weiteren kling dein Text minimal negativ angehaucht, anfänglich depressiv (Man soll sowas ja nicht schreiben, da es wenig hilfreich ist, aber mir haben solch harten Worte immer geholfen) und ich lese nur Ausreden.

Du kannst alles ändern. Nicht denken, sondern handeln. Geh raus, schmeiss was weg, kauf dir was neues, such dir n eigene Wohnung, schreib alte Freunde an, setzt dich in den Park, geh zum Sport, kauf dir was schönes, gönn dir ein Tag Sauna und Wellness, lade jemanden zum Kaffee ein...... Das kann man endlos weiterführen.

Stattdessen lese ich nur "alles ist doof" ohne Anzeicehn dafür, dass du etwas ändern willst.

3. Das "Single Dasein" darf nie derart das Leben bestimmen, dass man 7 Tage die Woche schlecht gelaunt durchs Leben rennt oder schlecht gelaunt ins Bett geht. Mit dieser Einstellung wird sich kaum was ändern und die Frau auch nicht gerade dich lieben oder ansprechend finden.


4. Was ich insgesamt herauslese ist, du bist mit deiner Situation und wahrscheinlich mit dir unzufrieden (Entweder weil du Zuhause wohnst oder eben keine Partnerin hast), was sich auf alles abfärbt und dadurch in jedem Bereich unzufrieden oder wenig Aktivismus passiert. Und ddurch gräbst du dich ein, alles wird nicht besser und statt Lösungen zu suchen kommen nur Ausreden.

Versteh mich nicth falsch, du hast das Glück alles selber in der Hand zu haben, was viele nicht haben (Armut, Krankheit, Abhängigkeit, weniger Luxus, andere Lebensverhältnisse, Alter..Angst) und dann ändere etwas und dann wird das schon wieder!
 
G

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  • #10
Ja, Lieber FS, ich erkenne mich da in vielen Dingen (bis auf die Einsamkeit) wieder.

War kurz vor Burnout, verantwortliche Position, morgens um 4 Uhr ins Büro gefahren (konnte nicht mehr liegen/schlafen), Freitag Abend erschöpft das Nötigste in die Wohnung geschleppt, Katze füttern, essen, duschen. Samstag geputzt, gewaschen, gebügelt, zum Friseur, kaum noch Kraft, Akku-Stand `Reserve`. Vorzugsweise `Schlafzustand` von Samstag bis Montag.

Und genau gegen diese beginnende Lethargie habe ich mich `gewehrt`.
Ich habe mich bei Sprachen für Europa (am Samstag, Spanisch) angemeldet, bin danach zum Reiten gefahren, anschließend 1 Stunde Joggen durch den Wald. Dienstag Abend `Wasser-Aerobic` in der örtlichen Schwimmhalle, jeden Abend außer Dienstags joggen.

Total verrückt und wahrscheinlich schreien jetzt einige auf.
Ich bin abends `tot` ins Bett gefallen, konnte wieder schlafen, habe nette Leute kennen gelernt, hatte den Kopf frei und mehr Kraft als vorher. Übrigens auch im Job.

Meine Eltern haben mir noch einen `Tritt` verpasst: `Sei froh, dass Du einen tollen Job hast und gesund bist`. Stimmt!!

Will sagen: Am Stress kann man oft nichts ändern, aber man kann lernen Prioritäten zu setzten und die Einstellung zu ändern.Die Gesundheit/Balance hat auch zunächst Vorrang (meines Erachtens) vor der Partnersuche. Wenn man mit sich `im Reinen` ist, kann sich auch die Liebe besser entfalten.

w/45
 
G

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  • #11
Himmel noch mal Alex, wann begreifst du endlich, dass DU, ganz allein DU, für dein Leben verantwortlich bist und entsprechend auch nur etwas ändern kannst wenn dir etwas nicht passt. Du hast geschrieben, als du noch eine Freundin hattest, war da eine ganz andere Motivation. Schon mal darüber nachgedacht, dass du dir vielleicht selbst wichtig sein solltest und ganz allein für dich etwas machen solltest?
Im übrigen sehe ich solche Typen wie dich immer wieder - die ihren Hintern nicht hoch bekommen, weil sie ja schon von frühester Kindheit an von Mutti versorgt und bespaßt worden sind. Upps, auf einmal ist man erwachsen und soll da für sich selbst verantwortlich sein? Ja, Alex, das ist nämlich mit Erwachsensein verbunden - Verantwortung für das eigene Leben übernehmen. Und glaub mir, wenn du das begriffen und umgesetzt hast, dann wirst du auf einmal feststellen, dass du auch wieder Freunde findest, sogar eine Freundin, mit der du liebevoll umgehst. Aber dazu musst du endlich deinen Hintern hoch bekommen und nicht darauf warten, dass dich jemand zu deinem Glück trägt.
w/45
 
  • #12
Vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen und Erfahrungsberichte! Ich werde mir die Situation noch mal irgendwie überdenken. Mal schauen, wie ich es angehe. Falls jemand noch etwas sagen oder loswerden möchte - bitte schön :)

Ich kann dir sagen, dass ich als Student mit 24 Jahren zuhause ausgezogen in eine eigene Wohnung und knapp 30 Min Fahrtweg von Eltern entfernt eingezogen bin und erst dann das wahre Leben kennenglernt habe. ...
Das "wahre Leben"? Ich glaube und spontan würde ich sagen, "das wahre Leben" habe ich bei der Bundeswehr mit 21 Jahren beim ersten Anschiss von einem Feldwebel kennengelernt. Mit 24 habe ich mein Diplom (FH) bekommen und mit 25 den ersten Anschiss vom Chef, dass ich ein Projekt gegen die Wand schmeisse und gefeuert werden würde. Ich wurde noch nicht gefeuert, bin immer noch dabei, Projekte zu stemmen (im Team), aber die Gefahr ist da, jederzeit gefeuert zu werden. Das ist wahrscheinlich auch das "wahre Leben", dass man eigentlich nur eine "human resource" ist. Ich habe mich als Ingenieur damit abgefunden - aber nicht "innerlich gekündigt", wie es bei manchen Kollegen so ist. Ich erinnere mich, im Studium habe ein Professor in Recht gemeint, das "wahre Leben" spiele sich im Gerichtssaal ab, wenn z.B. jemand von jemandem Geld haben möchte. Das ist also alles recht subjektiv und ändert sich von einem Ereignis oder Schicksalsschlag zum anderen ;)
 
G

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  • #13
Hi Alex, hier #8.


Ich meinte mit meinen Punkten und der - zugegeben - scharfen Kritik jetzt nicht deinen Job oder irgendwelche "burnout" Situationen oder persönliche Dinge, die uns nix angehen, sondern mehr oder weniger oberfächliche und vordergründige Faktoren. Und was nun näher am "ernst des Lebens" dran ist, also ob man im Job gekündigt wird oder kurz davor steht oder ob es darum geht, 1 Liter Milch zu kaufen oder dafür zu sorgen, dass man immer Klopapier im Haushalt hat...wenn du mich fragst, letzteres ist schwerer zu lernen. Im Job geht man meistens nur Befehlen nach oder man wenig handlungsspielraum, klar man hat eine große Verantwortung für viele Menschen (Zu der Bundeswehr oder jetzt Kampfeinsätzen sage ich nix, dazu möchte ich mich generell nicht äußern..) , aber es ist ein enormer Stress. Nur es ist ein gewisser vorgegebener Rahmen. Aber sein eigenes Leben in seinen eigenen 4 Wänden zu organisieren ist schwerer, auch wenn das so schnell keiner wirklich glaubt. Bei einer Party hier zuhause hat mal ein "netter Kollege" die Kloschüssel kaputt gemacht, ich dürfte am Montag morgen zum Baumarkt und 2 Tage lang naja im stehen pinkeln :) Das klingt super lustig, aber um ehrlich zu sein, mich hat es tierisch genervt, es hat enorm genervt und es war für mich ein Punkt wo ich dachte "okay man muss alles im Leben selbst regeln", lernen wie man diese Schüssel anschraubt, sie kaufen usw...

Was ich damit sagen will, da muss man eigene Entscheidungen treffen, für eigene Dinge einstehen, selbst haftet man am Ende des Tages und das sind andere Dinge als zu einem Job zu gehen, wo man 8 Std sitzt oder für seinen Chef was macht. Womit ich dir jetzt nicht zu nahe treten will, denn das Berufsleben ist echt nicht schön und vorallem wenn man als Akademiker in den Alltag geschmissen wird und alles auf den Kopf gestellt ist.
 
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  • #14
Hallo Alex,

mit 32 Jahren immer noch bei seiner Mutter zu leben ist absurd. Will Dich nicht beleidigen, aber ich würde so einen Jungen nie kennenlernen wollen, auch wenn er erfolgreich im Job ist. Solchen Menschen, die ihr Leben nicht selbständig führen können, fehlt Reife.
Raus aus dem Mamas Haus! Es ist höchste Zeit eigene 4 Wände zu haben!
 
  • #15
... mit 32 Jahren immer noch bei seiner Mutter zu leben ist absurd. Will Dich nicht beleidigen, aber ich würde so einen Jungen nie kennenlernen wollen, auch wenn er erfolgreich im Job ist. Solchen Menschen, die ihr Leben nicht selbständig führen können, fehlt Reife.
Ja, es ist vielleicht absurd und sicherlich eine Schwachstelle in meinem Lebenslauf. Aber glaube mir, Du würdest mich doch kennenlernen wollen. Das Problem wären wahrscheinlich Deine Freundinnen. Die würden Dich beneiden und dir bei Gelegenheit "was, er lebt noch bei seiner Mutti" zu wissen geben. Würdest Du dich gegen Deine Freundinnen durchsetzen? Bist Du dazu selbständig genug? Fragen über Fragen :)
 
  • #16
Ja, es ist vielleicht absurd und sicherlich eine Schwachstelle in meinem Lebenslauf. Aber glaube mir, Du würdest mich doch kennenlernen wollen. Das Problem wären wahrscheinlich Deine Freundinnen. Die würden Dich beneiden und dir bei Gelegenheit "was, er lebt noch bei seiner Mutti" zu wissen geben. Würdest Du dich gegen Deine Freundinnen durchsetzen? Bist Du dazu selbständig genug? Fragen über Fragen :)

Meine Güte, Alex1980, deine Abwehrmechanismen hast du so richtig verinnerlicht!

Bei dem Beitrag der Dame #13 geht es nicht um deren Selbstbewusstsein, sondern darum, dass du wohl ein Riesenproblem hast, dich von Mama zu lösen. Du musst etwas ändern, nicht andere!
Ich kann dir auch nur raten, so schnell wie möglich dein eigenes Leben zu führen- dann klappts auch mit den Frauen...
 
  • #17
Ok, versetzt Euch bitte in meine Lage.
Es gab in unserer Familie Zeiten, wo ich, wie soll ich sagen, mit meiner Schwester bis zum 19. Lebensjahr das Zimmer teilen musste. Die Eltern hatten damals keinen Job und wir waren, sage ich mal so, nicht reich. Die damalige Wohnung hatte um die 50 qm und wir waren eine vierköpfige Familie.
Ich war damals in der Schule irgendwie Einserkandidat und die Lehrer wollten mich nach der Realschule auf ein Gymnasium schicken. Ich wollte aber so schnell wie möglich Geld verdienen, Gymnasium kam für mich nicht in Frage, weil zusätzliche 3 Jahre, und so ging ich auf eine Fachoberschule (FOS), weil nur 2 Jahre und mit der Hoffnung, einen besseren Ausbildungsplatz zu finden.
Durch glücklichen Zufall hatte mein Vater einen guten Job gefunden und wir konnten umziehen und so bekam ich mit 19 mein eigenes Zimmer, das Zimmer, in dem ich gerade sitze und diesen Text eintippe.
In der FOS war ich auch Einserkandidat und bekam eine Urkunde "in würdigung der hervorragenden Leistungen": eine Peinlichkeit für mich, es gab eine große Feier, viele haben ihre Eltern mitgebracht, ich wollte nur das Abschlusszeugnis abholen und man gibt einem plötzlich eine Urkunde - ich konnte dabei nur stottern :(
Weil es uns in der Familie deutlich besser ging, habe ich mich bereits in der FOS für ein Studium entschieden. Kaum zwei Semester hinter sich gebracht, holte mich die Bundeswehr und so ging ich 9 Monate lang gerne zur Bundeswehr (gerne - weil Geld), durfte aber das Studium danach fortsetzen.
Nach dem Studium habe ich gleich einen Job gefunden und habe mich gefreut, das mehr oder weniger gute Geld zu verdienen.
Zugegeben, ich habe mein ganzes Leben nur das eine Ziel verfolgt, endlich mal das Geld zu verdienen und dabei das Privatleben vernachlässigt. Nun stehe ich mit dem Geld da und weiß nicht, was ich damit anfangen soll. Von daher sehe ich die Kritik berechtigt, nicht imstande zu sein, eigenes Leben zu führen. Die ganze Zeit mit den Eltern gewohnt, weil es sich so ergeben hatte, wir waren füreinander da, ich habe meinen Eltern geholfen, die Eltern mir. Ich kann mir gut vorstellen, mein Selbstbewusstsein, das ich mir einbilde, eher egoistischer Natur ist und dass es die Frauen abstösst. D.h. die "Abwehrmechanismen" sind nichts anderes als purer Egoismus.
Zusätzlich bin ich nun im Job mehr gebunden, als mir lieb ist, die Projekte werden anspruchsvoller, man wird älter, Freundeskreis wird kleiner usw. Ich muss natürlich selbst zusehen und bin selbst dafür verantwortlich, wie ich daraus komme.
 
  • #18
Hi Alex,

ich versuchs mal, aber bitte mach Du Dich frei von den Vorstellungen "mit der richtigen Frau wird alles gut". Dafür musst Du nämlich SELBST sorgen-und dann kommt auch die richtige Frau.

Aus der ferne ist eine analyse natürlich schwierig und ich versteige mich auch nicht deinen Gemütszustand zu bewerten. Was mir auffällt ist zunächst das:

Mit 24 habe ich mein Diplom (FH) bekommen und mit 25 den ersten Anschiss vom Chef, dass ich ein Projekt gegen die Wand schmeisse und gefeuert werden würde. Ich wurde noch nicht gefeuert, bin immer noch dabei, Projekte zu stemmen (im Team), aber die Gefahr ist da, jederzeit gefeuert zu werden.
Sauber dressiert! Immer die MA´s in Angst halten und dadurch im Laufrad. Und wenn Sie dann fertig sind kommt halt der nächste... Mal abgesehen davon dass heute wohl keiner der einigermassen bei Trost ist einen guten E-Ingenieur feuern würde (versuch mal einen zu kriegen!) habt Ihr offenbar eine gruselige Arbeitsathmo.

Also erstens- feuer Deinen Chef! Such Dir eine Firma die Mitarbeiter und keine Leibeigene hat. Mit Deiner Ausbildung und Vita kannste Dir wahrscheinlich die Stellen aussuchen. Da Du ja offenbar auch nicht so viele Ortsgebundene Freunde hast wäre da auch ein Ortswechsel denkbar.
Zweitens- weg von Mutti. Selbstständig Leben bringt Dir einen Persönlichkeitsschub.
Drittens - Interessier Dich für was ausserhalb des Jobs, am besten in einer Gemeinschaft- das sozalisiert weiter und bringt Feelgood-Hormone und vielleicht sogar eine Liebe
Viertens- mach Sport! Stimmungsaufhellend, besonders Ausdauersport. Dazu noch bauts Stress ab, macht den Kopf frei und sorgt für einen besseren Schlaf. Auch hier wirkt eine Gruppe zusätzlich motivierend und bringt Sozialkontakte.

Work-Life Balance heisst auch dass BEIDES erfüllend sein muss- bei Dir ist das offenbar bei keinem der beiden der Fall.

Es ist Dein Leben- Fang damit an es zu leben denn Du bekommt kein zweites.
 
  • #19
Meine Güte, Alex1980! Was kann dich denn aus deiner Lethargie wachrütteln? Du hast ja bereits zum zweiten Mal dein Problemthema hier im Forum eingestellt. Jeder bemühte sich sehr, dir einen neue Sichtweise der Dinge zu ermöglichen und dir die Scheuklappen von den Augen zu nehmen.

Kalles engagierter Beitrag #17 könnte dir wirklich Mut machen, dein Leben endlich anzupacken. Außerdem geben dir Forumteilnehmerinnen deines Alters eindeutig negative Feedbacks zu deinem Lebensstil, und ich kommentiere aus der "mütterlichen" Warte, hier und in deinem anderen Thread von 2010.

Was erwartest du denn von diesem Forum? Du hast die unterschiedlichen Sichtweisen gelesen, welche gibt dir zu denken?
 
  • #20
Meine Güte, Alex1980! Was kann dich denn aus deiner Lethargie wachrütteln? Du hast ja bereits zum zweiten Mal dein Problemthema hier im Forum eingestellt. ...
Ich habe dieses Forum erst dieses Jahr entdeckt, nicht 2010, da verwechselst Du mich mit jemand anderem. Übrigens haben mir meine Freunde empfohlen, sich "im Internet" umzuschauen, genauer die Freundinnen meiner Freunde - sie sind auch in meinem Alter und haben keine Probleme damit, dass ich immer noch bei den Eltern wohne - und wenn doch, sie würden es mir sagen, wir haben uns über das Thema mehrmals unterhalten.
Ausserdem wollte ich in diesem Thread einfach nur fragen, wie es die anderen mit ihrer "Work-Life Balance" schaffen und nicht über meine Situation sprechen. Ich wollte hier nicht analysiert werden ;)
Ich habe mir aus der ganzen Diskussion eine Liste mit inzwischen 36 Punkten zusammengestellt - um sie nicht zu vergessen, weil einige der Punkte sind unangenehm (wie z.B. gute Fragen von Bäärbel) und man neigt ja dazu, unangenehmes zu vergessen.
Bezüglich Firmenwechsel: Das Arbeitsklima mag rauh aussehen, aber ich habe inzwischen als "Externer" mehrere Entwicklungsabteilungen von innen gesehen und das eine oder andere miterlebt, wie z.B. Leute tatsächlich gegangen wurden. Ausserdem geht es nicht so einfach, nicht wegen der Kündigungsfrist, sondern weil man irgendwo fester Bestandteil eines Teams ist, in dem man sich aufeinander verlässt, miteinander Stress bewältigt - klingt vielleicht absurd, aber es schweißt mehr oder weniger zusammen. Ich würde die Firma wahrscheinlich erst dann verlassen, wenn ich sicher wäre, dass alle Kollegen im Team meine Aufgaben übernehmen könnten.
Eigentlich ist es nicht so, dass ich die ganze Zeit daheim sitze. Ich mache Sport, am Besten draußen, ich bin auch in einem Fitnessstudio eingeschrieben - besuche es aber eher unregelmäßig. In letzter Zeit unternehme einiges alleine, wie z.B. alleine in die Disco - soweit bin ich schon, ich gehe alleine in die Disco :(
Aber ich bin noch niergendwo in einer Singlebörse angemeldet.
 
  • #22
Hi Alex,

nun, in der Analyse bist Du schonmal gar nicht so schlecht, nur die Umsetzung...

aber ich habe inzwischen als "Externer" mehrere Entwicklungsabteilungen von innen gesehen und das eine oder andere miterlebt, wie z.B. Leute tatsächlich gegangen wurden. ....sondern weil man irgendwo fester Bestandteil eines Teams ist, in dem man sich aufeinander verlässt, miteinander Stress bewältigt - klingt vielleicht absurd, aber es schweißt mehr oder weniger zusammen. Ich würde die Firma wahrscheinlich erst dann verlassen, wenn ich sicher wäre, dass alle Kollegen im Team meine Aufgaben übernehmen könnten.
Nein, absurd klingt das nicht. Du hast eine hohe Loyalität Deinen Kollegen gegenüber- aber Dein Ag hat Sie offenbar nicht zu Dir. Und wie stehts mit Deiner Loyalität Dir selbst gegenüber?
In Deinem Alter hab ich auch noch so gedacht- und später festgestellt dass man durchaus gerade in dieser Beziehung ein wenig Egoismus an den Tag legen muss was dann durchaus auch zum Nutzen der Firma ist. Ich musste erst eine Scheidung durchleben um denKick zu bekommen etwas zu beenden was ich schon vor Jahren beendet haben hätte sollen. Du hast die Chance früher als ich klug zu werden.
Klar, als Externer schaust Du schon in diverses rein- was mir aber auch sagt wo Du unterwegs bist. Ich glaube dass Du möglicherweise bei einem kleineren Unternehmen besser aufgehoben wärst. Dort ist dann auch Wertschätzung und Loyalität gegenüber den MA´s eine andere.

Eigentlich ist es nicht so, dass ich die ganze Zeit daheim sitze. Ich mache Sport, am Besten draußen, ich bin auch in einem Fitnessstudio eingeschrieben

Das ist doch schonmal richtig gut! Jetzt noch eine Gruppe suchen mit der Du das machen kannst und Du findest Freunde! Das Studio kannste dafür vergessen- ist wie im Kino, man zahlt, schwitzt und geht wieder. Keine Gruppendynamik.
 
  • #23
Das ist doch schonmal richtig gut! Jetzt noch eine Gruppe suchen mit der Du das machen kannst und Du findest Freunde!
Ich nutze den Sport draußen, um ein wenig abzuschalten, meistens alleine. Früher habe ich dazu Freunde eingeladen - aber weil ich es mehr oder weniger seit mehreren Jahren regelmäßig mache, können sie nicht mehr mithalten. Ich laufe am Besten Parcours bis zur körperlichen Erschöpfung - gibt es irgendwo Gruppen, die so was ähnliches treiben und wenn ja, wo finde ich sie?
 
  • #24
Seit einiger Zeit habe ich jetzt auch etwas mit dem Schlaf: An Arbeitstagen werde ich ab und zu so um 3 oder 4 Uhr plötzlich wach, ...
Falls jemand ähnliche Probleme mit dem Schlaf haben sollte, ich habe es folgendermaßen überwunden: Bin ich wach - stehe gleich auf und versuche nicht mehr wieder einzuschlafen. Als Beschäftigung am frühen Morgen lese ich meistens ein Fachbuch und wenn es soweit ist, frühstücke und fahre zur Arbeit. Ich brauche an manchen Tagen tatsächlich nur etwa 5 Stunden Schlaf, normalerweise aber etwa zwischen 7 und 8.
 
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