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Gast

  • #1

Worüber definiert ihr euch?

Mich würde interessieren worüber Ihr Euch definiert? Über Arbeit, Charakter, Schwäschen, Stärken usw.??
 
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  • #2
das ist für mich schwierig zu beantworten, denn ich weiß nicht, inwieweit ich durch die gesellschaft in meiner definition beeinflusst bin.

in erster linie definiere ich mich also über LEISTUNG.
es heisst ja auch: "ohne moos - nix los".

das geld ist allerdings nur per arbeit zu erlangen.

will sagen:
ich definiere mich über arbeit - leistung - geld, denn das ermöglicht mir die bezahlung meiner kulturellen interessen.
 
  • #3
Naja, was immer bleibt ist wohl der Charakter mit allen Stärken und Schwächen. Und das ist das, was einen ausmacht. Alles andere sind Umstände, die sich leicht auch ändern können. In meinen Augen interessieren auch genau diese Dinge, wenn man einen Menschen kennen lernt. Ich würde mir zumindest umgekehrt auch wünschen, dass es das ist, worüber mich andere definieren.
 
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  • #4
Über die Wahrheit und die Liebe. ....anzunehmen wie das Leben ist. Die Dinge zu ändern, wenn sie nicht gut sind. Aber all das mit einem Lächeln.
Wie also definieren....? Über das was du _wirklich_ im Inneren fühlst, was du _wirklich_ willst. Es ist erstaunlich wie gut das geht und wie gut das tut.
 
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  • #5
Ich definiere mich überwiegend über meine Intelligenz.
Wahrscheinlich gerade deswegen, weil viele meiner Mitmenschen diese nicht erkennen und oft meinen, sie müssten mir das Gegenteil einreden. Nämlich dass ich in ihren Augen minderbemittelt und benachteiligt bin.
Aber es macht mir nichts. Ich weiß, dass ich intelligent bin und aus dem Grund immer gut durchs Leben kommen werde.
 
  • #6
Ich finde die Frage komisch, du fragst andere, wie sie sich selbst definieren und du sagst es nicht.

Ich denke, man kann sich nicht direkt über einzelne Sachen oder bestimme Sachen definieren. Es ist situations abhängig. Wenn man sich als Mensch, als Person in einer Situation öfter erlebt und sich in seinem Handeln und Tun wieder erkennt, dann definiert man sich auch darüber. Wenn man viel Geld zum leben braucht oder die Sicherheit des Geldes. Dann verliert man die Selbstwahrnehmung oder sie verändert sich, sehr schnell, wenn man keinen guten Job mehr hat. Ist es das Aussehen, dann ist es das selbe. Ob man sich wirklich über seinen Charakter definieren kann, da bin ich mir nicht sicher. Ich denke, es ist mehr die Folge eines Charters, bin ich extrovertiert, dann gehe ich auf andere zu. Bin ich schüchtern, dann überlasse ich den Schritt, einem anderem. Aber man definiert sich nicht über eine Handlung alleine. Es ist die Summe der Entscheidungen und der Situationen und es kann sich auch verändern, im laufe eines Lebens.
 
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  • #7
Ich definiere mich über Authentizität und ich erwarte das auch von anderen! Alles gestellte und nach vorn Präsentierende mag ich nicht, zu mal ich das auch ziemlich schnell bei jemanden erkennen würde!
 
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  • #8
bis 20: über das Aussehen

von 20-30 : über Sinnsuche, Intellekt, einzelne Belegung von Rollen (Ehefrau, Mutter, Job etc.)

ab 30: habe ich angefangen zu denken ;) und mich auf dem Weg zum ICH gemacht

das ist gelungen und das bisherige Ergebnis mehr als gut

mit 60? man wird sehen


w/42
 
  • #9
Über die Fähigkeit, den Wechselspielen des Lebens offen und gewappet entgegen zu treten.
Über die Kraft, das Leben nicht einem vordefinierten Plan folgen lassen zu müssen, sondern jederzeit zu erkennen, was heute der beste Weg ist.
Über die Fähigkeit, so vorzusorgen und gleichzeitig so im heute zu leben, dass ich eine Balance aus "ganz entspannt im hier und jetzt" finde und aus "die Rente ist sicher".
Über den Erfolg meiner Kinder, deren Lebensweg mich stolz macht, obwohl es ihrer ist und nicht meiner.
Über die Tiefe, mit der ich die Welt und besonders die Weiber verstehe bzw. erkenne, dass ich beide nie verstehen werde.
Über die Fähigkeit, das mögliche zu tun und das unmögliche zu akzeptieren.
Und über die Anzahl der PS meines Autos, aber dass nur ein bisschen...

Kurz: über die Fähigkeit, ein zufriedenes und möglichst wenig langweiliges Leben zu leben.
 
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  • #10
Ich definiere mich über meine spirituellen (individuellen) Ansichten, die da lauten ;-) : Ich bin ein spielerisch-kreatives und freudvolles Bewusstseinsteilchen im großen Ganzen und ergänze die Schöpfung mit meiner Individualität. Ich erfülle meinen Anteil am großen Ganzen am besten indem ich mich freudvoll und großherzig entfalte...das macht Laune für mich und für andere... und das Gehirn/Körper leistet eh am meisten, wenn es diese kleinen Glückshormone produziert - also los geht`s ;-)
 
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  • #11
über die Leidenschaft zu meinen Fussballverein (Werder Bremen :) und größtenteils über meine Hobby's , Vorlieben , Unternehmungen !
 
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  • #12
Über mein Aussehen, bin schließlich eine Frau und wozu soll eine Frau sonst gut sein außer um gut auszusehen?
 
  • #13
Mal ganz ehrlich, wenn man einen Menschen beschreibt (egal, ob sich selbst oder einen anderen), dann nennt man doch überwiegend Attribute, wie "intelligent, gewitzt, charmant" oder natürlich auch "dummschwätzend, albern, naiv" oder oder oder. Vielleicht noch, was man "kann", also "spricht spanisch, spielt Klavier, ist ein guter Ratgeber", oder seh ich das falsch? Man sagt doch nicht, der- oder diejenige ist bzw. hat "180 PS vs. Ford-Fahrer, 120qm-Wohnung vs. WG-Bewohner, Lacoste-Hemden-Träger vs. Leinenhosenfetischist und Golfspieler vs. Aquariumbesitzer"... Klar macht das alles auch einen Menschen mit aus, aber es geht doch um das (sich selbst oder andere) Definieren, also das, was IN einem steckt und nicht um Begleitumstände. Vielleicht verstehe ich aber auch die Frage falsch...
 
  • #14
Ich denke, ich möchte mein Leben so leben, dass ich in 5 Sekunden tot unfallen kann und trotzdem in der letzten, dann üblicherweise lange Sekunde mit großer Zufriedenheit auf mein Leben zurückblicken kann. Die Anspruche sollten dabei aber realistisch sein (aus Weltformel oder Weltfrieden wird nichts) , und man muss seine Schwächen akzeptieren, wenn auch ein wenig arbeiten daran nicht schlecht ist. Der Endlichkeit meines Lebens bin ich dabei aber jederzeit sehr bewußt, deshalb könnte ich mich nicht über Leistung oder einen wohlgestalteten Körper definieren.

Wenn ich merke, dass ich Mist gemacht habe, weil ich wütend, eitel, borniert, unaufmerksam oder sonstwas war, dann versuche ich es schnell zu korrigieren und nicht mehr wie früher auf die lange Bank zu drücken.
So die 5 Sekunden sind um. :)
 
  • #15
Ic ... Endlichkeit meines Lebens ... sehr bewußt, deshalb könnte ich mich nicht über Leistung oder einen wohlgestalteten Körper definieren. ... "
Ich stimme dem zu,
es ist wie mit der ganzheitlichen Medizin - der Mensch als Ganzes, so sehe ich mich.

Über alle Höhen und Tiefen, mit allen Sinnen, mit Gefühl und Verstand, mit Stärken und Schwächen, mit Erfolgen und Niederlagen stets zu sagen - das bin ICH.
Ich lebe, liebe, lache, weine, träume, ... . Ich lebe nicht, um zu arbeiten, sondern umgekehrt. Ic h muss mir nichts beweisen, warum sollte ich dann anderen etwas beweisen, etwas "demonstrieren".
 
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  • #16
@9 und über was definierst Du Dich wenn Du mal älter wirst und das Aussehen nicht mehr so prickelnd ist?? Wusste gar nicht dass Frauen sich nur über ihr Äußeres definieren.

Ich definiere mich über die Summe der Jahre, was habe ich privat und beruflich geleistet, wie gehe ich mit Menschen um, was sind meine Stärken und Schwächen.

w (45)
 
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  • #17
ich definiere mich über meinen studienabschluss und leistung, meine attraktivität (demzufolge auch über blicke von männern und frauen) und jugend...

ziemlich oberflächlich, was... so ist unsere gesellschaft leider nunmal!
w 29
 
  • #18
Ich definiere mich gar nicht, ich bin einfach. Alles fließt und so auch Prioritäten, Definitionen und Stati.
 
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  • #21
Eine gute Frage, echt tiefgründig !

Konnte ihm das nie erklären:

Ich liebe meinen Beruf, aber ich bin mehr als nur mein Beruf.
Ich mag Familie haben aber es reicht nicht um darin aufzugehen. (vor allem als Frau reicht es nie).
Ich bin sicher mehr als eine Ansammlung von Interessen und Talenten denen ich Ausdruck verleihe.
Statusfragen und Statusängste finde ich hochnotpeinlich. Ich versuche mich über Stärken und Schwächen zu definieren, nicht über Materielles.Dazu brauche ich die anderen. Ganz isoliert zu sein ist nicht gut um zu wissen wer man ist und was man alles kann.