• #1

Würdeslt ihr eurer Tochter Social Freezing bezahlen?

Hallo, ich möchte mal ein kontroverses Thema zur Diskussion stellen, tobt euch aus.
Ich selbst habe einen Sohn, d.h. derzeit betrifft es mich nicht, mich interessiert das Gedankenspiel. Im Bekanntenkreis gibt es immer mehr Frauen, die altersbedingt enttäuscht von ihrem Kinderwunsch Abschied nehmen müssen. Das Erstgeburtsalter der Industrieländer steigt und steigt, derzeit liegt es in Deutschland bei 31 Jahren. Fertilität nimmt bereits ab 30 ab, ab 35 rasant. Viele geben sich dennoch der medial angefeuerten (Caroline Beil) Illusion hin, dass auch mit 40 noch alles möglich ist.
Würdet ihr eurer 20-25jährigen Tochter diese kostspielige (cs. 3000€) Behandlung zahlen, damit ihr beruflich und familiär alle Möglichkeiten offenstehen?
 
  • #2
Nein, würde ich nicht.
Ich finde, dass die Natur aus gutem Grund ab einem gewissen Alter den Riegel vorschiebt. Das Risiko eines Gendefekts steigt mit zunehmendem Alter rasant. Aber es sprechen auch andere Gründe dagegen.

W30, gerade mit 1. Kind in der 34. Woche schwanger und wenn ein zweites nicht mehr funktioniert, dann ist es eben so
 
  • #3
Ich würde es nicht machen.Zum einen, weil ich den Gedanken vertrete, nicht die Eltern suchen Kinde aus, sondern die Kinder Eltern. Zum anderen halte ich nichts von Planbarkeit. Wer Kinder tatsächlich möchte, der findet Zeit und Mittel, wer nicht, der hat immer irgendwelche Umstände, die ihn daran hindern. Es gibt immer einen Grund, warum ein Paar keine Knder hat und der hat am wenigsten mit Physiologie zu tun.
 
  • #4
Warum sollte eine 20jährige ihre Eizellen einfrieren lassen? Woher nimmst du überhaupt diese Zahlen..??
Ich kenne genug Beispiele von erfolgreichen Schwangerschaften jenseits des 35. Lebensjahres, mich eingeschlossen.
Und: In vitro-Kinder haben gesundheitliche Defizite, wie sich gezeigt hat. Warum es nicht einfach zu gegebener Zeit ganz herkömmlich versuchen?
Nein, ich würde meiner Tochter ein Social Freezing in dem zarten Alter nicht bezahlen. Und später wahrscheinlich auch nicht.
Über den Führerschein können wir uns mal unterhalten.. ;-)
 
  • #6
Ich muss erstmal dazu sagen, dass ich nicht weiß, wie das gemacht wird. Also den ethischen Aspekt kann ich gerade nicht beleuchten, sondern seh es nur als Technik, das Geburtsalter der Frau herauszuzögern und ansonsten wär alles wie bei einem "normalen" Vorgang.

Ja, würde ich bezahlen. Vorausgesetzt, sie will das und nicht ich, weil ich meine, für sie das Beste entscheiden zu können in meinen emanzipierten Ansichten.

Es ist ihr Leben und ihre Entscheidung. was weiß ich, wie die Welt in 20 Jahren ist. Es ist auch nicht gesagt, dass sie die Möglichkeit jemals in Anspruch nimmt oder erst mit 55 oder so. Es kann auch ganz normal passieren, dass sie mit 30 Kinderwunsch verspürt, "normal" ein Kind bekommt und das Gefriergut gar nicht mehr braucht. Es ist nur "zur Sicherheit".
Und sie muss nicht mit 33 oder wann auch immer rumrennen ohne Verstand, um irgendeinen Mann aufzutreiben, mit dem sie einen "biologischen Kinderplan" erfüllen kann, weil die Zeit drängt. Es gibt genügend Frauen, die sich dann genau den Falschen wählen. Oder einen Mann, der als Partner gut wäre, nerven mit dem Thema, so dass er sich immer mehr sperrt und sich nur als Erzeugungsmaschine sehen muss.
 
  • #7
@Hammel
Nein, das ist reine Geldmacherei von Ärzten, die ihr Geschäft wittern... Das Problem für junge Frauen ist, dass sie einfach keinen passenden Partner für ihren Kinderwunsch finden. Die Beziehungen werden immer sprunghafter, sexorientierter, unverbindlicher und kurzlebiger. Kinderliebe, familiäre und soziale Männer sind in Deutschland rar. Alleinerziehende Frauen tappen in die Armutsfalle. Dagegen hilft auch kein Social freezing. Schwanger ist man in den 20ern und 30ern oder auch mit Anfang 40 schnell. Wenn Frau Wert auf eine gesunde Ernährung legt und sich fit hält, und die richtige Partnerwahl trifft, dann hat sie mehr davon.
 
  • #8
Wer möchte schon eine Art BoFrostErbse sein? Nein mal im Ernst - bitte vertraut der Natur. Wenn ein Paar keine Kinder bekommen kann, hat es sicherlich seine Gründe. Es geht ja nicht nur um diese eine Generation - sondern auch um jene die daraus dann noch folgen werden. Ihr wisst ja selber, dass eingefrorenes Gemüse nach dem Auftauen nicht mehr knackig ist ...
Also tut bitte nicht mehr so, als wäre es frisch. Die Steigerung ist dann noch das Thema Leihmutterschaft oder noch grotesker die künstliche Gebärmutter.
Fast so grotesk wie das Retortengemüse, das nie die echte Natur erlebt hat und keinen eigenen Boden kennt.

Bitte versteht: Die Natur entscheidet ja selber, welches Ei sie pro Zyklus reifen & springen lässt. Das hat sicherlich auch etwas damit zu tun, von welchem Partner die Frau in besagtem Zyklus umgeben ist - und was zu seinem Erbgut gut passen würde. Denn jede Frau trägt Millionen Eier in ihren Eierstöcken.
Da einfach willkürlich was rausrupfen und einfrieren - ist allenfalls dem etwas begrenzten vorwiegend technisch denkenden Logos eingefallen. Die Natur hat aber viel umfassenderes zu bieten ...
Für das Echte gibt es im Grunde keine Alternative!
 
  • #9
Frauen sind heutzutage leider gebildet und berufstätig. Bei einem akademischen Werdegang steigt keine Frau vor 25 in den Beruf ein. Wenn noch an der Dissertation gefeilt wird, ist man auch schon mal locker um die 30.
Meine Kolleginnen waren alle zwischen Anfang 30 und Anfang 40, als sie ihre Kinder bekommen haben. Es hat soviel ich weiß ohne große Probleme geklappt, was auch die zweiten Kinder im Abstand von 1-3 Jahren zeigen.
Hätte ich eine Tochter, würde ich sie zeitig ermutigen und so gut wie möglich Unterstützung bei eventuell gewünschten Kindern anbieten.
Ich bin jetzt 31 und selbst wenn irgendwo gefrorene Eizellen von mir rumliegen würden, hätten ich kein Bedürfnis mit 50 noch ein Kind zu bekommen. Ich gebe mir noch 4-5 Jahre und danach ist das Thema durch.
Wichtiger Punkt: Den paarungswilligen Frauen zwischen 25 und 30 fehlen häufig auch die willigen Männer im ähnlichen Altersbereich.
Und ja, wenn meine Tochter sichergehen will, würde ich ihr nach Möglichkeit das einfrieren bezahlen.
 
  • #10
In deinem Text sind die typischen Gedankenfehler unserer Gesellschaft zu finden: Warum müssen Töchter bis Ende 20 studieren, um dann mit 30 Berufsanfängerinnen zu sein und sich dann erstmal 7 Jahre einen ordentlichen Mann zu finden und dann noch eine Karriere aufs Parkett zu legen? So funktioniert eine Familiengründung eben nicht! Das haben alles die Eltern mit ihrer kaputten Denke zu verschulden! Die sture, ale kaputte Sack-Gesellschaft von über 50+ ist daran schuld, dass die heutigen Kindern vor die Hunde gehen.

Früher hat man Kinder mit 16 rausgeschmissen und nicht bis 30 betütelt. Männer hängen heute mit 45 noch an ihren Muttis und bleiben unverbindlich. Den Kindern rät man, dass man mit 25 für alles zu jung seien und dann wird man zu den über 30-jährigen Frauen gehässig, dass sie jetzt für alles zu alt seien.

Eltern wie du sind das wirkliche Problem.
Nein, ich zahle für mein Kind keinen weiteren Modernitäts-Fehler, ich würde dafür sorgen, dass meine Tochter mit 17 die Welt bereist, schnell selbstständig wird, ihre Leidenschfat findet und mit 25 mit ihrem Partner zusammenlebt.

Ansonsten finde ich es nicht schlimm, wenn über 40 jährige Kinder bekommen. Frauen heute fitter als noch in den 50er Jahren. Und wenn Eltern nicht zeitig gucken, dass Kinder selber Kinder bekommen, ist das eben ihre Schuld.

Die heutigen 40-jährigen müssen leider ausbügeln, dass man sie um ihre Zeit betrogen hat: die Eltern und falsche Partner. Ich bin dafür, wieder sehr früh Kinder zu bekommen, so mit 22-25. Ab 27 kommt da meist nichts mehr. Aufklärung tut Not bei den Eltern. Den Söhnen mal auf die Löffel hauen und wieder Verantwortung geben, in die Bundeswehr stecken, ein soziales Jahr machen, damit sie wieder traditionelle Werte lernen, anstatt überall herumzuhuren, wie das bei den jungen, ungepflegen Männern von über 20 heute so üblich ist, weil die Eltern selber keine Beziehung mehr vorleben. Punkt aus.
 
  • #11
Hallo Lunamütze,
Gendefekte können hier keine Argumentation sein, da die Eizellen ihr Alter behalten, nicht im gefrorenen Zustand altern und sich auch (so wie bisher bekannt) nicht anders verändern. Am besten lassen sich jedoch befruchtete Eizellen einfrieren. Hier ist die Wahrscheinlichkeit größer dass sie wieder "aufwachen".
Liebe Grüße Liselotte, die selbst jeden Abend eine ehemals tiefgekühlte befruchtete Eizelle ins Bett bringt. Der Grund hierfür lag in einer Erkrankung und hätte ich nicht mit Mitte 20 meinen Kinderwunsch konsequent verfolgt, wäre ich heute kinderlos. Ich würde es unterstützen!
 
  • #12
Die Frauen MÜSSEN wohl oder übel mit über 40 Kinder bekommen, denn zwischen 20 und 40 haben jene Eltern und unverbindliche Partner sie regulär zurückgeschraubt mit Argumenten: "Das kannst du (können wir) später noch alles machen." Pustekuchen, die Tragödie ist nun da. Wären Frauen nicht immer so emotional abhängig von den falschen Freaks in ihrem Leben gewesen, müssten sie heute nicht zusehen, wo sie bleiben.

Könnten Eltern mal aufhören, ihre Kinder für ihre kranken Zwecke und Vorstellungen zu missbrauchen? Die 20-25 jährige Tochter soll bitteschön Kinder bekommen, wenn sie es will. Am besten in den folgenden Jahren und sie ermutigen, dass der jetztige Partner, der Richtige dafür ist. Für eine große Karriere ist es ab 25 sowieso zu spät. Da kriegt man den Zug nicht mehr fürs Kinderkriegen mit über 30, wenn sie erst noch ein paar Jahre im Beruf herumgurkt. Und die Partner bei Frauen über 30 werden später nur noch schlechter, abgenutzter und zwangläufig aus Einsamkeit gewählt. Das wissen wir doch alle, aber die meisten Eltern ist zu falsch, um das Beste für ihre Kinder zu wollen.

Ich wäre dafür, wieder die Hausfrauenrolle zu fördern. Die Gesellschaft sagt, Frauen müssen Karriere machen und studieren. Nein, müssen sie nicht! Männer sollen lernen, wieder ihre Versorgerrolle anzunehmen und ihre Verbindlichkeit stärken. Das müssen aber Eltern ihnen einpflanzen. Es werden ja nur noch kleine Machos und Muttersöhnchen geboren, so in der Art: "Mutti ist die Beste. Die Frauen sind alle nicht gut genug." DAS ist das Problem. Ausschließlich das!
 
  • #13
Schau mal, das Leben einer Frau sieht so aus: Bis minimum 27 bestimmen meist die Eltern, was im Leben der Frau so für ein Programm läuft und was nicht. (Erster Partner, Schule, Ausbildung, Studium, Ausziehen oder nicht, Arbeit, Reisen - ja oder nein). Untergründig sind immer die Eltern da und verbocken so ziemlich alles. Findet sich dann ein Partner, ist der zu 90 % in heutiger Zeit unverbindlich und möchte weder Heirat noch Kinder oder das ganze wird auf später vorgetäuscht.
Ich würde meine Kinder ganz anders erziehen. Söhne viel strenger und früher aus dem Haus jagen und ihm erklären, dass du ein Enkel erwartest. Keine haushaltliche Unterstützung, sondern sitzt der Kerl noch ewig daheim und lässt es sich unverbindlich gut gehen. Du hast einen Sohn, du machst ihm hoffentlich heiße Socken!

Social Freezing klingt mir nach dem typischen Mainstream-Problem, das wir haben, wodurch sich die Gesellschaft zu einem Krebsgeschwür entwickelt hat und das unsere Kinder kaputt macht, weil die Eltern meinen es ja wiedermal "nur gut". Auf der Strecke bleiben immer die Töchter, die man gerne missbraucht für seine Versuche. Alles auf später verschoben, tausend Absicherungen, den Kindern alles erfüllen, ihnen die Zukunft vorschreiben, aber sie bleiben unglücklich.
Ich sehe nur eine vernünftige Lösung aus dieser künstlichen Welt: Die Tochter muss zwischen 20-25 ausziehen, sollte in der Zeit minimum eine erste feste länger Partnerschaft haben und die Eltern sollten sich den Typ vorknöpfen, und ihm klar machen, dass bald geheiratet wird und dass es Kinder gibt. Zumindest in die Richtung lenken. Denn immer mehr junge Leute leben promisk und nehmen das gar nicht mehr ernst. Schaut man sich die Eltern an, haben die selbst keinen Plan von Beziehungen. Da wundert es nicht.
 
  • #14
Pardon, statt der Tochter irgendwas zu bezahlen, zu ihrer eigenen "Rettung", würde ich lieber mich retten, indem ich meiner Tochter eine gute Basis mit einer vernünftigen Erziehung abliefere, die dienlich für all die Probleme im Leben ist. Insbesondere junge Frauen sollten heute ganz anders erzogen werden: Zu weniger emotionaler Abhängigkeit, weniger Karriere- und Leistungsdenken, weniger Loyalität, mehr Freiheitsdenken, mehr Selbstbestimmung. Das schafft Klarheit für die richtigen Männer und keine verträumten Vorstellungen, die sich nicht erfüllen lassen. Ergo, keine Spätgebärenden.

Dass Frauen mit 40 erst Kinder bekommen liegt an drei Dingen: Falsche Erziehung, dadurch mangelndes Selbstkonzept, dadurch mindere Männer.

Ich würde meine Kinder zu starken, selbstbewussten Menschen heranziehen, dass sie nehmen was sie wollen, tun was für sie richtig ist und sich durchzusetzen lernen, bevor andere über sie entscheiden können. Solche Menschen müssen mit 40 nicht jammern, dass sie was verpasst haben. Frauen, die mit 40 noch ihr erstes Kind bekommen, hatten vielleicht gerade noch Glück im Unglück und im letzten Zug die Kurve mit dem richtigen Mann bekommen. Ich gönne es den Frauen, denn sie hatten viel Unglück in ihrem Leben, durch zu viel Warterei oder Ängsten, die durch die Eltern oder Männer eingebläut wurden.
 
  • #15
Nein, würde ich nicht.

Ich halte davon gar nichts.
Wer Kinder tatsächlich möchte, der findet Zeit und Mittel, wer nicht, der hat immer irgendwelche Umstände, die ihn daran hindern
Das ist die eine Seite, es gibt immer den richtigen Zeitpunkt oder nie .

Die andere ist, ich finde es gut, dass es eine natürliche Altersgrenze gibt.
Dass Menschen beim Abitur Ihrer Kinder bereits im Rentenalter sind, halte ich für schwierig.
Sowohl meine Kinder als auch ich sind froh, dass ich relativ jung - mit 26 / 28 -Mutter wurde. Ich genieße es, dass sie heute erwachsen sind, mit ihnen so allerlei zu unternehmen, und dass ich wohl auch fit bin, wenn es mal Enkel gibt.
Einen Mann, der in meiner Altersklasse noch kleine / jüngere Kinder hat , käme für mich nicht in Frage, ein Mann, der mir mit IVF käme, würde ich einen Besuch beim Psychologen nahelegen.

Man muss nicht alle Möglichkeiten ausschöpfen, nur weil es medizinisch machbar sind.
Alles hat seine Zeit, auch das Kinderkriegen.

W,49
 
  • #16
Das einzige Problem ist die Bevormundung der Frau, die man bis heute noch nicht überwunden hat: Mit 40 ist die Frau anscheinend zu alt und soll sich gefälligst zurücknehmen, mit 25 muss man schon mal vorsorgen mit Social Freezing, weil man die Schlendriane an Männern ja so kennt. Soso.

Sagt der Tochter einfach die Wahrheit: Wir Erwachsene sind manchmal einfach nur noch unfähige Ar....löcher und lassen uns gegenseitig nicht leben. Ihr betrügt die Tochter schon jetzt um ihre Zeit. Wären Eltern, Freunde, Partner und sonstiges Umfeld aufrichtig zu der Tochter, hätte sie das nicht nötig. Ihr habt Angst um die Tochter, weil ihr diese Welt kennt, eure Söhne nicht zu anständigen Partnern erziehen könnt und wisst, dass das alles zwecklos ist. Der Tochter wird noch viel Leid bevorstehen. Ihr wisst es und ihr versucht, ihr eine Absicherung für ihre kommende Hölle zu schaffen. Dass ihr euch so um die Tochter Gedanken macht, zeugt davon, dass ihr wisst, dass Töchter immer Instrument der Gesellschaft sind, die man gerade so hinbiegen kann, wie man sie braucht, um sie später für ihre Bedürfnisse verantwortlich zu machen.
 
  • #17
Würdet ihr eurer 20-25jährigen Tochter diese kostspielige (cs. 3000€) Behandlung zahlen, damit ihr beruflich und familiär alle Möglichkeiten offenstehen?
Lieber Hammel
Ich habe keine Tochter, da ich auch keinen Partner habe und mich vielleicht auch mal vom Kinderwunsch verabschieden muss.
Aber ich würde meiner Tochter eine solche Behandlung bezahlen, wenn sie möchte. Am Ende muss sie trotzdem selbst entscheiden, ob und mit wem sie die Eizellen verwenden will.
Die moralische Entrüstung über weibliche, alternde Eizellen und 40-jährige Mütter stört mich. Auch die Qualität älterer Spermien nimmt deutlich ab, doch das wird medial und im Diskurs ums Kinderkriegen gern ausgeblendet.
 
  • #18
. Wenn ein Paar keine Kinder bekommen kann, hat es sicherlich seine Gründe.
Das ist doch aber ein anderes Thema. Keine Kinder kriegen zu können und auf Biegen und Brechen alles zu versuchen, geschieht sicher auch aus großer Not der Betroffenen, welche Motivation auch dahintersteckt. Das ist ja auch bei so mancher Mutter sehr fragwürdig.
Keine Ahnung, wie oft das wirklich gut geht, wenn Ärzte bei Unfruchtbarkeit nachhelfen. Und es ist ja auch nicht immer die Natur, es sind auch die Verschmutzung der Nahrungsmittel mit irgendwelchen hormonell wirkenden Stoffen, die Umweltverschmutzung, die sich auf die Fruchtbarkeit von Mann und Frau auswirken könnten und als Ursachen vermutet werden. Ich weiß zu wenig drüber, ob man das noch "umändern" kann durch medizinische Verfahren oder Mittel, aber die Haltung "es ist wider die Natur, find dich ab" ist mir hier zu einfach.

Die Frau, die sich die Eizellen einfrieren lässt, weiß ja gar nicht, ob sie fruchbar ist oder nicht, sie verschiebt die Geburt nur - VIELLEICHT. DASS eine Frau diesen Wunsch hat, kommt doch auch nicht aus dem Nichts, Stichwort Gesellschaft, Arbeit und Karriere.
 
  • #19
Nein, ich würde meiner Tochter nicht zum Social-Freezing raten. Ich möchte meine Enkelkinder aufwachsen sehen. Wenn meine Enkelkinder erst geboren werden, wenn meine Tochter 50 ist, haben die Enkel wahrscheinlich keine Großeltern mehr.

Außerdem stimmt der Preis, von dem du ausgehst nicht. Für 3000 Euro kriegt man keine Social-Freezing Behandlung. 3000 Euro kostet ein Zyklus. Man braucht aber mehrere Zyklen, um genügend Eizellen zu gewinnen, damit trotz der Risiken (Eizelle lässt sich nicht punktieren, Eizelle stirbt beim Einfrieren, Eizelle stirbt beim Auftauen, Eizelle lässt sich nicht befruchten, Eizelle nistet sich nicht ein, Fehlgeburt) noch mindestens ein lebend-geborenes Baby herauskommt. Also muss man mindestens 3, 4, 5 oder noch mehr Zyklen lang Eizellen entnehmen. Die Medikamente haben starke Nebenwirkungen, die Entnahme-Operation birgt auch Risiken. Die gesunde junge Frau ist also rund ein Jahr lang krank.

Dann sind irgendwann die Eizellen entnommen. Aber sie müssen ja auch jahrelang in Stickstoff-Tanks gelagert werden. Die Lagergebühren betragen üblicherweise auch mehrere hundert Euro pro Halbjahr.

Im Summe kostet es also deutlich mehr als 3000 Euro. Der zehnfache Preis ist für ein ernstgemeintes Social-Freezing realistisch.

Und falls sich diese Frau dafür entscheidet vor ihrem 40. Geburtstag Kinder zu bekommen (oder einen Mann hat, der nicht per künstliche Befruchtung Kinder zeugen will) , war das alles umsonst.
 
  • #20
Nein, würde ich nicht und ich finde allein eure Gedankengänge krank!!!

Geht's noch? Deine Tochter ist gerade einmal über 20 und die Chance in ein/zwei Jahren oder im Laufe der nächsten 10 einen beständigen Partner zu finden mit dem sie dann gemeinsame Kinder bekommt ist 100 %. Mehr geht nicht, oder? Warum müsst ihr alle der Natur ins Handwerk pfuschen? Habt ihr keine anderen Sorgen?

Ich selbst habe mich nach langer Ehe scheiden lassen, mit 38 Jahren. Keine Kinder, zwar nicht gewollt, hat sich leider so ergeben. Ich habe ohne Groll akzeptiert eben zu den Frauen zu gehören die keine Kinder haben. Statt dessen durchweg im Job sind. Und, wo ist das Problem? Es gibt durchaus Schlimmeres. Demzufolge kann ich auch die Frauen/Männer nicht verstehen, die sich dermaßen in den Wunsch nach eigenen Kindern hineinsteigern bzw. verrennen, dass sie physisch und psychisch krank dadurch werden.

Und dann...bin ich doch noch Mutter geworden, mit 40 Jahren. Den Erzeuger habe ich aber in der Schwangerschaft noch vor die Tür gesetzt weil er sich nicht entscheiden konnte. Erst war es ein Ja zum Kind, dann Vielleicht, am Ende ein Nein. Da war für mich die Geschichte gegessen und ich habe meinen Sohn - das Beste was mir je passiert ist, heute fast 17 Jahre alt - allein groß gezogen. 2 Jahre Erziehungsurlaub, dann zurück in den Job für 6 Stunden täglich und mit Hilfe/Unterstützung der verzückten Großeltern und meiner Schwester als Patentante verlief alles perfekt. Bis heute, keine Sorgen, keine finanziellen Nöte. Allein deshalb weil ich alles im Voraus durchdacht und geplant habe.

Ergo: Halte dich aus dem "Lebenslauf" deiner Tochter raus, finanziere schon gar nicht diese befremdlichen und hinrissigen Gedanken.
 
  • #21
Hallo Lunamütze,
Gendefekte können hier keine Argumentation sein, da die Eizellen ihr Alter behalten, nicht im gefrorenen Zustand altern und sich auch (so wie bisher bekannt) nicht anders verändern. Am besten lassen sich jedoch befruchtete Eizellen einfrieren.
Das weiß ich - arbeitete selbst jahrelang im Büro einer gyn. Praxis. Ich meinte vielmehr damit, dass bei einer natürlichen Befruchtung das Risiko steigt und die Natur eben durch das Versiegen des Eizellendepots einen natürlichen Riegel versucht vorzuschieben.
Auch das Alter des Mannes bei Zeugung spielt eine erhebliche Rolle bzgl möglicher Anomalien.
Du hast Recht was das Einfrieren und die Qualität der Eizelle betrifft, aber welche 25-jährige findet Einen Mann, der dafür sein Sperma bereitstellt?
Oder anders gefragt, welcher Mann mit 50 sagt „klar Schatz, lass dir die bereits fremdbefruchtete Zelle einsetzen. Mir egal, ob ich der leibliche Vater bin“?

Ich persönlich finde es einfach nicht richtig, wenn man so spät noch Kinder bekommt.

Wie oben jm. schrieb, dass man ggf. mit 40 oder älter noch natürlich schwanger werden kann - Ja, weiß ich auch. Aber hier steigt einfach das Risiko drastisch.
Wir hatten eine Patientin Anfang 40, die auch noch meinte Kinder haben zu müssen - sie wurde 3mal spontan schwanger, 3mal rechnete ihr die NT-Messung ein Risiko für T21 von ca. 1:10 aus, 3mal sagte der Harmonytest, das Kind ist krank, 3mal trieb sie ab. Ohne Worte. (Das hat jetzt aber nichts mit dem Thema zu tun, ich wollte es nur erwähnen)

Also letztlich bin ich dagegen., aber jedem das Seine.
 
  • #22
Dass Frauen mit 40 erst Kinder bekommen liegt an drei Dingen: Falsche Erziehung, dadurch mangelndes Selbstkonzept, dadurch mindere Männer.
Das ist der größte verbale Schwachsinn den ich je gelesen habe. Mein Gott!

Schon jemals daran gedacht, dass vielleicht einzig und allein die Lebensumstände/Lebenssituation nicht passte um im Alter vor 40 Jahren ein Kind zu bekommen?

Ich war viele Jahre verheiratet. Das Thema Kinder hatte ich mit meinem Exmann einvernehmlich nach hinten verschoben weil wir erst die räumliche und finanzielle Basis schaffen wollten. Ein Kind aufziehen ohne irgendwelche Nöte. Means, aus eigener Kraft schaffen ohne vom Staat in irgendeiner Form abhängig zu sein. Leider denkt der Mensch heute viel zu wenig, setzt Kinder in die Welt noch und nöcher. Papa Staat zahlt ja...

Plötzlich kriselte meine Ehe und ich habe den Gedanken an Kinder abgehakt. Dass die eine Ehe retten halte ich für ein Gerücht und absoluten Nonsens. Auf die Idee kurz vor der imaginären Scheidung noch ein Kind in die Welt zu setzen würde ich niemals kommen!
 
  • #23
Ich würde es nicht machen.Zum einen, weil ich den Gedanken vertrete, nicht die Eltern suchen Kinde aus, sondern die Kinder Eltern. Zum anderen halte ich nichts von Planbarkeit. Wer Kinder tatsächlich möchte, der findet Zeit und Mittel, wer nicht, der hat immer irgendwelche Umstände, die ihn daran hindern. Es gibt immer einen Grund, warum ein Paar keine Knder hat und der hat am wenigsten mit Physiologie zu tun.
Es wäre hilfreich, den Bereich der Esoterik zu verlassen und sich ein wenig mit Wissenschaft zu beschäftigen Ganz davon abgesehen, dass sich Kinder ihre Eltern aussuchen, war in den 90igern beliebt, au weiah
 
  • #24
Hi, hier die FS,
Warum sollte eine 20jährige ihre Eizellen einfrieren lassen? Woher nimmst du überhaupt diese Zahlen..??
Ich kenne genug Beispiele von erfolgreichen Schwangerschaften jenseits des 35. Lebensjahres, mich eingeschlossen.
Quelle: "Social Freezing" von Frank Nawroth, daher komme ich auf das Thema. Dass es immer wieder Beispiele gibt, die auch ab 35 noch erfolgreich sind, na klar, aber Unfruchtbarkeit ist ein Tabu, und wenn jemand IVF oder ähnliches macht und dadurch seine Erfolgschancen erhöht, redet man natürlich nicht darüber.
Ich selbst würde wohl auch eher versuchen, meiner Tochter klarzumachen, dass man rechtzeitig eine stabile Partnerschaft anstreben sollte und nicht - wie im Bekanntenkreis erlebt - bis Mitte 30 Partys und Co. als Hauptfreizeitbeschäftigung sehen sollte.
Aber die Technik schreitet mit Riesenschritten voran, und ich glaube, dass manche Maßnahmen später selbstverständlich sein werden. Die Antibabypille ist ja aus Sicht der Natur eigentlich auch eine ganz krasse Sache, und trotzdem ist sie selbstverständlich.
Ich sehe es auch so wie einige hier, dass man - von körperlicher Unfruchtbarkeit abgesehen - selbst schuld ist, wenn man es in mind. 30 fruchtbaren Jahren nicht schafft zu Kindern zu kommen und dann hinterher jammert.
Allerdings bin ich vehement gegen @jasmina_jj s Ansicht, dass Frau sich am besten um die Kinder kümmert und sich auf den arbeitenden Mann verlässt, aber das schweift zu sehr vom Thema ab.
Danke für die Antworten und interesanten Aspekte.
 
  • #25
Hallo Forum,
nein Schnuppe,mit 40 und weit drüber hat man sehr wohl die Energie und die körperliche Kraft Kinder zu gebären und aufzuziehen. Die Natur kann dir bis zum letzten Tag deiner Fruchtbarkeit Kinder schenken. Also auch mit 50 z.B. Auch sind die Kinder genauso Gesund oder nicht wie bei einer jungen Frau. Obwohl es am Anfang der Fruchtbarkeit einer Frau und am Ende der Fruchtbarkeit tatsächlich Risiken gibt .Auch das hat die Natur eingerichtet zum selektieren.Die Natur kann sehr grausam sein.
Was ist also das wahre Problem ?
Der Industriefrass,Chemie in der Luft und im Wasser, leben außerhalb seines individuellen Bioryhtmus usw, lassen die Menschen ,in dem Fall Frauen extrem schnell altern. Mit 40 sollte man also nicht älter als 28 ,maximal 30 aussehen und in dem körperlichen Zustand sein. Was sich ändert ist nur die mentale Reife.
Wenn das bei euch nicht so ist,dann solltet ihr euch entgiften und den Körper reinhalten.
Liebe,r Hammel
Ich an deiner Stelle würde nur das tun was du selbst für richtig hältst. Wenn deine Tochter ihre Eizellen einfrieren will,du das aber für dich innerlich ablehnst,dann soll sie dafür sparen für ihre eigene Überzeugungen. Deine Tochter ist nun mal ein Ausdruck der neuen Zeit. Irgendwann werden die Kinder sowieso nur noch durch eine künstliche Gebärmutter geboren. Und das werden manche hier noch erleben.Zumindest die Anfänge. Na dann.
 
  • #26
Würde ich nicht - bis 40 klappt es oft auch ohne eingefrorene Eizellen und ich kenne keine einzige 20jährige, die sich damit befassen möchte. Beruflich kann man sich auch bis 35 etabliert haben und das Leben läuft nunmal auch nicht immer nach Plan. Man bekommt dann ein Kind, wenn die Partnerschaft als Familie passt und wenn beide sich lieben und eine Familie gründen wollen. Dass dann die Karriere der Frau leidet, wird eben dadurch ausgeglichen, dass der Mann mehr bezahlt und sobald möglich, sich aktiv an der Kinderbetreuung beteiligt - heutzutage gehen immer mehr Männer in Elternteilzeit - man kann vieles Absprechen. Eizellen einfrieren halte ich nicht für den richtigen Weg, mal abgesehen davon, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass so eine eingefrorene Eizelle wirklich komplett ohne Schaden 10 oder 20 Jahre überlebt.
 
  • #27
Nein, das würde ich nicht, ganz sicher nicht aus dem Grunde, dass Ihr somit alle Möglichkeiten offen stünden! Ich würde mich nicht auf diese Art und Weise in ihr Leben einmischen wollen. Meine Tochter ist 19, eine tolle Zeit, aber eben auch eine Zeit „der kleinen Abschiede“. Wenn ich allerdings so manche Antwort hier lese, komme ich schon arg ins Grübeln und frage mich, was für Menschen kennt Ihr so, @Gast_mn und @jasmina_jj ?
Ist eine Krankheit der Beweggrund, sieht die Sache nochmals anders aus.
 
  • #28
Das Problem für junge Frauen ist, dass sie einfach keinen passenden Partner für ihren Kinderwunsch finden. Die Beziehungen werden immer sprunghafter, sexorientierter, unverbindlicher und kurzlebiger.
Das ist auch aus meiner Sicht das Kernproblem und nicht die Länge der Zeit, in der Frauen fruchtbar sind. Es liegt auch nicht an der Karriere oder dergleichen, es sei denn man studiert Jura oder Medizin, promoviert, habilitiert und steigt wirklich zu den Top 1 Prozent in einem Unternehmen etc auf. Das dauert natürlich Jahre. Aber sonst alles sehr gut machbar zeitlich.

Aber rechtzeitig einen familientauglichen Mann kennenzulernen, sich zu verlieben, ebenfalls von dieser Person geliebt zu werden - das ist nicht so leicht machbar und hat viel mit Glück zu tun. Heute wird direkt seitens einiger Männer klargestellt, dass sie freiheitsliebend sind und bis Anfang 40 ungebunden sein wollen. Hatte ich neulich erst mit einem 32jährigen. Meine das nicht vorwurfsvoll, ist nur meine Beobachtung. Kann mir nicht vorstellen, dass das früher auch so war. Natürlich sind aber auch bei weitem nicht alle Männer so. Es gibt auch total familienorientierten Männer, die gern eine Familie gründen würden.

W30
 
  • #29
Ja, würde ich bezahlen. Vorausgesetzt, sie will das und nicht ich, weil ich meine, für sie das Beste entscheiden zu können in meinen emanzipierten Ansichten.
Das ist der richtige Ansatz!
Da kann ich aus meiner Erfahrung erzählen, dass meine Mutter mich plötzlich UNGEFRAGT "ermunterte", dies auch zu tun.
Ich bin 32 und Single. Es war vielleicht gut gemeint, ich finde aber, dass sie es überhaupt nichts angeht.
Man entnimmt die Eier ja auch nicht mal eben so, sondern es ist eine intensive Hormontherapie, damit mehrere Eier heranreifen...dazu sollte man niemanden "ermuntern".
Und zudem, was hier meines Wissens noch gar nicht angesprochen wurde:
Würdet ihr eurer 20-25jährigen Tochter diese kostspielige (cs. 3000€) Behandlung zahlen, damit ihr beruflich und familiär alle Möglichkeiten offenstehen?
Soweit ich weiss, werden die Eier nur 5 Jahre aufgehoben. Das heisst, wenn sie das mit 20 machen lässt, sind sie mit 25 wieder weg. Daher würde ich das eh erst ab 30-35 in Erwägung ziehen.
 
  • #30
Nein, würde ich nicht. Mit über 50 sollte niemand mehr Kinder bekommen. Stattdessen würde ich ihr einbläuen, dass sie von Anfang an darauf achtet nicht an Männer zu geraten, die einen nur hinhalten und den Kinderwunsch auf irgendwann verschieben bis es zu spät ist und sich ab 35 nur auf jüngere Männer einzulassen sofern sie noch Kinderwunsch hat dann. Es ist bei Männern ja auch nichts anderes. Da könnte man das Sperma auch und viel leichter einfrieren. Denn je älter er wird, desto schadhafter wird sein Erbgut. Doch auch das fördert nur das Irgendwann noch weiter hinaus zu zögern, wahrscheinlich noch bis zum Rentenalter. Die Natur hat den Riegel schon im passenden Alter vorgeschoben.