• #31
In der Welt gibt es so viel zu erleben. Die Problematik ist, du kannst keinerlei Erfahrung im Alleinewohnen, eigene Rechnungen verwalten
Wenn du das Geld hast diese gleich zu zahlen, ist das ja kein Problem. :) Gut man muss das halt alles einmal anmelden. Strom, Gas, Internet, GEZ, Müll usw. , Grundsteuer. Aber das kriegen Millionen hin von daher sehe ich dort kein Problem. Aber gut diese Lebenserfahrung fehlt das stimmt.

oder partnerschafltiches Zusammenwohnen mit einem Mann. Es ist lediglich Vorstellung "ich hätte das Geld für eine Wohnung", das ist aber kein Praxiswissen.
Bei jeder die das das erste Mal macht wird es gleich sein. Jede die studieren geht und sich eine WG sucht wird ins kalte Wasser geschmissen.

Dass es dich auch nicht stört, dass ein Mann es als abtörnend empfinden könnte, wie du wohnst, finde ich auch seltsam.
Dann ist es der Falsche wenn man beurteilt wird wie man lebt. :)

Ich würde zumindest mir selber beweisen, und schauen, wie es so ist, wenn man ganz alleine wohnt, wenn abends niemand heim kommt. Damit man auch mal mit dem totalen Alleinsein konfrontiert wissen, mit dem Wissen, dass kommt niemand mehr nach Hause.
Ich dachte du wolltest sie ermutigen auszuziehen. Um dem entgegenzuwirken finde ich eine WG gar nicht mal verkehrt.

Achso und zum, sei gewarnt, dass du dich nicht ausnutzen lässt von einem Mann nur Aufgrund mangelnder Lebenserfahrung. Ein guter Tipp, aber wenn man verliebt sein sollte hat man halt die rosarote Brille auf. Meine Mutter hat damals ihrem ersten Freund auch das Auto finanziert, im Nachgang ist das natürlich dumm gewesen.

Aber das sind einfach Erfahrungen im Leben... . Aus Fehlern lernt man.
 
  • #32
Streit mit Vermietern, Krise in der WG - ob das erstrebenswerte, wertvolle Erfahrungen sind?
Liebe FS, alleine die Tatsache, dass Du eine solche Frage stellst, zeigt, wie problematisch Dein gemütlicher Kokon ist.

Es macht einen riesigen Unterschied, ob Du lernen musst mit einem Unfallgegner oder Arbeitskollegen zu streiten oder mit einem Menschen, der in Deinen ganz privaten Bereich eingreift. Man ist emotional viel betroffener, muss mit all den unbehaglichen Gefühlen umgehen lernen - und bereitet sich nebenbei, ohne dies zunächst zu realisieren, auf Konflikte vor, die in jedem Zusammenleben mit einem Partner auftauchen können.

Als ich in Deinem Alter war, hatte ich schon vier auf ganz unterschiedliche Art und Weise richtig schreckliche Vermieter überlebt - mich konnte einfach Nichts mehr erschüttern. Als mein Ex dann seine Kanzleiräume anmieten wollte, hat er mich all die Verhandlungen wg Renovierung etc etc führen lassen - und das lief prima, die wunderschönen Räume nutzt er immer noch.

Sorry, das sind Bascis. Mein Mann beherrscht diese soziale Klaviatur auch unglaublich gut, wir spielen uns die Bälle zu und haben hier in einem Nachbarschaftsstreit auch schon Wogen glätten können. Solche Kompetenzen machen den Wert eines Menschen aus und hier gilt eben einfach auch "Früh übt sich, wer ein Meister werden will".

Hattest Du denn überhaupt schon einmal eine ernsthafte Partnerschaft? Denk mal bitte nach, ob Dein Selbstbild der Realität entspricht, rede mit Freunden, lass Dich eventuell coachen. Ich meine das überhaupt nicht böse, aber wenn meine Befürchtung zutrifft, solltest Du in Deinem Alter Dir selbst ernsthaft ins Auge sehen, Deine Probleme analysieren und dann den Turbo einschalten. Dir zuliebe.
 
  • #33
Auch wenn es so stark nach Klischee klingt - Ü30, Jungfrau, lebt bei Mama. Aber wer mich trifft, würde es mir NIE anmerken, aufgrund meiner Art und wie ich mich kleide (kein Mauerblümchen, sondern sehr feminin).
"Ü30, Jungfrau, lebt bei Mama":
Sei mir nicht böse, aber das zu Hause wohnen ist eher noch das kleinere Problem. Du mußt mal den Gesamtkomplex von außen sehen. Klar, ist das ein Klischee. Aber wie bei den meisten Klischees ist da auch was Wahres dran.
Was heißt für Dich denn feminine Kleidung und warum würde man Dir das nie anmerken?
Ehrlich gesagt, nach dieser Beschreibung stelle ich mir eine Sachbearbeiterin mit Pensionanspruch vor. Die Kleidung eher praktisch und Schuhe mit lebenslanger Durchlaufgarantie.
Meiner Meinung mußt Du die Sache ganzheitlich angehen, sonst kommst Du aus folgendem "Teufelskreis" nie raus:
Wohnt bei Mama -> Deshalb keine Männer mit Interesse -> Deshalb noch Jungfrau -> Dann kann man ja bei Mutti weiterwohnen -> Und zurück zum Anfang.
Und die Lösung heißt: Ausziehen !

Und an die Spanierin im Threadverlauf: Ja, in Spanien ist das vielleicht normal, hier aber nicht und das ist das Problem.
 
  • #34
Wohnt bei Mama -> Deshalb keine Männer mit Interesse -> Deshalb noch Jungfrau -> Dann kann man ja bei Mutti weiterwohnen -> Und zurück zum Anfang.
Sehe ich nicht so. Das Wohnen daheim kann auch eine klassische WG Situation sein. Meiner Erfahrung nach ist auch nicht die Wohnsituation zum Entstehen einer Beziehung entscheidend, sondern einzig und allein die Wellenlänge und Persönlichkeit.
Was bringen mir Menschen, die in ihren eigenen 4 Wänden top eingerichtet und selbstständig sind, aber zu viele Persönlichkeitsprobleme/Bindungsangst haben und scheu sind, sobald es ernster wird? Nur daran scheitert es immer und nicht, weil Mann oder Frau (noch) daheim lebt...
 
  • #35
Solche Kompetenzen machen den Wert eines Menschen aus
Und wer legt das fest, dass solche Kompetenzen den Wert eines Menschen ausmachen? Das deutsche Grundgesetz?

Nein, halt - da klingt das doch irgendwie ganz anders...

Nicht irgendeine anonyme Instanz, sondern jeder für sich entscheidet, auf welche Kompetenzen er bei einem Partner Wert legt. Insofern kann hier jeder gerne schreiben, dass er nie jemanden wie die FS daten würde - aber ihr einreden zu wollen, dass mit ihr etwas Grundlegendes nicht stimmt; sie aufgrund fehlender Erfahrungen in bestimmten Bereichen menschlich wenig Wert ist und darum sicher keiner Partner finden wird - das geht mir ein bisschen weit.

Man sollte vielleicht auch mal über den Tellerrand der eigenen kleinen Lebenswelt hinausblicken und sich klarmachen, dass 1. in anderen Kulturen ganz anders gelebt wird/zu anderen Zeiten auch hierzulande ganz anders gelebt wurde.

Es ist kein Naturgesetz, vielmehr bei genauer Betrachtung ziemlich unnatürlich, dass ein Mensch allein in einer Wohnung lebt! Früher blieben die Menschen ein Leben lang im Familienverband; da wäre niemand auf die Idee gekommen, sich mutterseelenallein in einer kleinen Höhle einzunisten.

Ich lebe übrigens alleine (nach WG-Erfahrung) und finde das auch gut so. Dennoch würde ich mir nicht anmaßen, andere abzuwerten und in die pathologische Ecke zu schieben, weil sie sich für ein anderes Wohnmodell entschieden haben.
 
  • #36
Und wer legt das fest, dass solche Kompetenzen den Wert eines Menschen ausmachen? Das deutsche Grundgesetz?

Nein, halt - da klingt das doch irgendwie ganz anders...

Nicht irgendeine anonyme Instanz, sondern jeder für sich entscheidet, auf welche Kompetenzen er bei einem Partner Wert legt. Insofern kann hier jeder gerne schreiben, dass er nie jemanden wie die FS daten würde - aber ihr einreden zu wollen, dass mit ihr etwas Grundlegendes nicht stimmt; sie aufgrund fehlender Erfahrungen in bestimmten Bereichen menschlich wenig Wert ist und darum sicher keiner Partner finden wird - das geht mir ein bisschen weit.

Man sollte vielleicht auch mal über den Tellerrand der eigenen kleinen Lebenswelt hinausblicken und sich klarmachen, dass 1. in anderen Kulturen ganz anders gelebt wird/zu anderen Zeiten auch hierzulande ganz anders gelebt wurde.

Es ist kein Naturgesetz, vielmehr bei genauer Betrachtung ziemlich unnatürlich, dass ein Mensch allein in einer Wohnung lebt! Früher blieben die Menschen ein Leben lang im Familienverband; da wäre niemand auf die Idee gekommen, sich mutterseelenallein in einer kleinen Höhle einzunisten.

Ich lebe übrigens alleine (nach WG-Erfahrung) und finde das auch gut so. Dennoch würde ich mir nicht anmaßen, andere abzuwerten und in die pathologische Ecke zu schieben, weil sie sich für ein anderes Wohnmodell entschieden haben.
DANKE aus tiefstem Herzen für diese Worte! Dem habe ich absolut nichts mehr hinzuzufügen, du hast es perfekt auf den Punkt gebracht! Das sind genau die Gedanken die mir aufgekommen sind, nachdem ich alle Kommentare zu meiner Frage gelesen habe. Du hast sie sehr schön in Worte wiedergegeben.

Nur eine kleine Anmerkung zu der Person die gemeint hat Konflikte mit Vermietern wäre ganz wichtig und mir entgehe eine unverzicht- und kostbare Lebenserfahrung: es soll ja Leute geben, die nicht mehr bei den Eltern wohnen, und öfter umziehen und trotzdem nie in Konfliktsituationen mit ihren Vermietern oder WG Partnern kommen. Hm. Was läuten bei DENEN falsch? ;) (rhetorische Frage)
 
  • #37
Liebe FSin,
es ist nunmal so, dass wenn man von jemanden nur erfährt, er lebt daheim bei seinen Eltern, kaum die Frage nachgeschoben wird, warum dies so ist. Es ist in der heutigen Zeit ungewöhnlich und deshalb glaube ich, die meisten (aber vielleicht meine ich dies jetzt nur), denken gleich hier an Hotel-Mama oder Dich gibt es nur im Doppelpack.
Mir ist in meinem Umfeld aufgefallen, dass Männer wie Frauen, welche bei/mit ihren Eltern leben, in dieser Zeit keinen Partner finden. Es wirkt auf den ersten Blick unattraktiv.
Und jeder hatte sehr gute Gründe, mit seinen Eltern zu leben (Kümmern um die kranken Eltern, Einsparung und nötige Ruhe beim Studium, anstehende Scheidung und Auszug aus dem gemeinsamen Haus, etc.).
Ich würde das Thema erst einmal beim Kennenlernen nicht ansprechen und gleich damit ins Dating einsteigen. Wenn der Mann näher an dir interessiert ist und verstehen/erfahren möchte, was deine Gründe sind, kannst du ihm diese dann zum richtigen Zeitpunkt erklären.
 
  • #38
Liebe FS,
wenn du damit klarkommst, wieso denn nicht?
Wichtig ist wohl die Gesamtpassung und dass du auf eigenen Beinen stehen, sprich, dich um deine Finanzangelegenheiten, deine Wäsche, das Putzen und Essen selbstständig kümmern KANNST, sprich es irgendwann in deinem Leben einmal gelernt hast. Wieso sollte es einen Partner, der in der Gesamtpassung in dein Lebensmodell passt, denn stören? Es benötigt in der Regel ohnehin ähnliche Wertvorstellungen und Entwürfe, um kompatibel zu sein.

@saepe_inscania: Steit mit den Vermietern, Streit mit den Nachbarn, STreit mit dem Freund, dann Ex, Streit mit den WG Partnern...natürlich kann man zwischenmenschliche Defizite auch als etwas besonders Tolles, Erstrebenswertes hervorherben, "normal" oder gar "must have" sind soziale Inkompetenzen im wirklichen Leben aber keinesfalls.
 
  • #39
(...)
- in spätestens zwei bis drei Jahren möchte ich ausziehen. Das fühlt sich für mich persönlich richtig an. Also ewig möchte ich keinesfalls bei meiner Mutter wohnen!
Du sagst es ja selbst, du willst nicht ewig bei deiner Mutter wohnen und es fühlt sich richtig an, irgendwann auszuziehen. An diesem Punkt sind die meisten Menschen schon lange bevor sie das dreißigste Lebensjahr vollendet haben - das ist für mich ein Wunsch nach Abnablung und Selbstbestimmung. Ich hatte schon viel viel früher den Wunsch meine eigenen vier Wände mit Leben zu füllen, mich einzurichten wie ich möchte, keinem Rechenschaft schuldig zu sein, einfach das zu tun, was ich für richtig halte, ohne Rücksicht auf Eltern oder Geschwister nehmen zu müssen. Hinzu kam, dass ich es äußerst wichtig finde, dass man mal alleine gelebt hat und nicht direkt mit einem Partner zusammenzieht (allenfalls bei finanzieller Notwendigkeit in Studentenzeiten in eine WG). Mich würde es abschrecken... und wenn dann noch Jungfräulichkeit und aufs Häusle sparen dazu kommt... oweija, das wäre mir zu strange. Aber es gibt ja auch Männer, die das Leben ähnlich sehen, also mach einfach, wie du es für richtig hälst und der passende (!) Mann wird sich nicht dran stören.
 
P

Papillon

  • #40
bei ihr wohnen kann, um mir Geld für ein Haus (mein Traum) zur Seite zu legen.
Mit 31 Jahren solltest du in den nächsten 5 Jahren diesen Traum aber dann auch umgesetzt haben, sonst rennt dir die Zeit davon und deine gesamte Sparmaßnahme war umsonst (außer du hast ein überdurchschnittliches Einkommen). Von einem Mann mach solche Träume nicht unbedingt abhängig. Man kann so ein Haus auch vermieten und dann zusammenziehen.
Als Frau würde ich Abstand halten von einem Mann der mit 31 Jahren noch bei Mama lebt egal welche Gründe. Männer sind da umgekehrt häufiger toleranter, da sie Wert auf Sozialkompetenz legen. Außerdem muss doch keiner bei dem ersten Date wissen, wo du wohnst? Sage ich doch auch nicht.
 
  • #41
@saepe_inscania: Steit mit den Vermietern, Streit mit den Nachbarn, STreit mit dem Freund, dann Ex, Streit mit den WG Partnern...natürlich kann man zwischenmenschliche Defizite auch als etwas besonders Tolles, Erstrebenswertes hervorherben, "normal" oder gar "must have" sind soziale Inkompetenzen im wirklichen Leben aber keinesfalls.
Liebe FS, bringe mal einen siebzigjährigen, schwäbischen Vermieter mal zur finanziellen Großzügigkeit und wir sprechen uns wieder...

Ich weiß, dass Dir die Fundamental-Kritik einiger Schreiber hier nicht gefallen kann. Es ist sicherlich auch ungerecht, ganz unterschiedlich gestrickte Menschen einfach so im Schnelldurchlauf zu vergleichen. Wir formulieren hier auch ziemlich direkt, es soll ja wach rütteln und zum Nachdenken bringen.

Vermutlich wirst Du auch nur einen sehr ähnlich gestrickten Mann ernsthaft in Erwägung ziehen - wenn Du ihn denn einmal finden solltest - insofern wird es dann schon passen. Ich wünsche Dir nur wirklich, dass es noch klappt - 31 ist nicht mehr soooo jung. Alles Gute!
 
  • #42
dass es noch klappt - 31 ist nicht mehr soooo jung. Alles Gute!
Sie hat noch 9 Jahre und etwas mehr zum Kinder kriegen. 31 ist zwar relativ spät, aber wenn sie einmal ausgezogen ist kräht kein Hahn mehr danach... . Ist wie mit den Schulabschlüssen, sobald man etwas Berufserfahrung hat ist der Schulabschluss egal.

Dieses theoretische Manko lässt sich also recht schnell beheben. :)
Es ist kein größerer negativer Punkt, einfach rausgehen neue Leute treffen. Den Leuten braucht man es ja nicht auf die Nase binden. Und denen den man es später erzählt, die kennt man dann gut genug um es als kein Hindernis zu sehen.

Und ausserdem:
Wenn man jetzt die Auswahl hat zwischen:
=> Einer Frau mit Kind
=> Einer unterdurchschnittlich attraktiven Frau
=> Einer Frau die noch Zuhause wohnt, die aber nicht erwartet, dass man ihr alles hinterher trägt.

Die Frau mit dem Zuhause würde meistens das Rennen machen...
 
  • #43
ich bin nicht leicht und sofort zu haben (für Intimes). Deswegen stört es mich nicht dass ich mich nicht >jederzeit< mit einem Mann zurückziehen kann. Wenn der Richtige kommt, dann wird sich meine Wohnsituation auch ändern.
LIebe FS, ich denke unsere Ausdrucksweise spiegelt immer eine Geisteshaltung wieder, es mag sein dass ich überinterpretiere, aber ich meine hier eine etwas zu taktische Herangehensweise zu erkennen. Kann es sein, dass dein (zwanghaftes?) streben nach höchsten Idealen etwas mit deiner Wohnsituation zu tun hat? Hast du vielleicht Angst unter Druck gesetzt zu werden und im falschen Moment nicht Nein sagen zu können? Vielleicht ist deine Mutter eine gern genommene Ausrede für dich?
 
  • #44
Sie hat noch 9 Jahre und etwas mehr zum Kinder kriegen. 31 ist zwar relativ spät, aber wenn sie einmal ausgezogen ist kräht kein Hahn mehr danach...
Wenn die FS mit 36 auszieht und ihr Traumhaus auf dem Lande finanziert hat, ist sie ortsgebunden, wenig beziehungserfahren und mit etwas Pech schon mitten in der Torschlusspanik. Welche Sorte Mann legt dann Wert darauf, in die abbezahlte Immobilie der Frau zu ziehen? Es ist ok, wenn eine Frau sich zu Hause einfach wohler fühlt und es wird sicher Männer geben, die damit kein Problem haben. Dass die FS sich für Männer attraktiver macht, indem sie bis Mitte 30 als "eiserne Jungfrau" zu Hause wohnt und für´s Häusle spart, würde ich aber nicht so pauschal glauben...
 
N

nachdenkliche

  • #45
Vielleicht ist deine Mutter eine gern genommene Ausrede für dich?
Sehr guter Hinweis! Das soll jetzt KEIN Vorwurf an Dich sein, liebe FS, aber mir geht es gelegentlich auch so, dass man Dinge., die man nicht ändern möchte aber könnte, so belässt, weil man Angst vor anstehender Veränderung hat. Dann ist man heilfroh, eine passende "Ausrede" zu haben, wie aufs Haus sparen..Muttan, usw.
 
  • #46
Wenn die FS mit 36 auszieht und ihr Traumhaus auf dem Lande finanziert hat, ist sie ortsgebunden, wenig beziehungserfahren und mit etwas Pech schon mitten in der Torschlusspanik. Welche Sorte Mann legt dann Wert darauf, in die abbezahlte Immobilie der Frau zu ziehen? Es ist ok, wenn eine Frau sich zu Hause einfach wohler fühlt und es wird sicher Männer geben, die damit kein Problem haben. Dass die FS sich für Männer attraktiver macht, indem sie bis Mitte 30 als "eiserne Jungfrau" zu Hause wohnt und für´s Häusle spart, würde ich aber nicht so pauschal glauben...
Für den Mann, der etwas ernstes sucht, ganz bestimmt. Männer, die Frauen falsche Hoffnungen machen, sie benutzen und dann einfach wegwerfen, diese haben natürlich keine Freude an einer "eiserner Jungfrau", bei der sie nicht landen können, aber diese haben vor Frauen sowieso keine Achtung und keinen Respekt und keine Frau will einen solchen Mann. Von daher fährt die FS mit ihrer Vorgehensweise doch recht gut.
 
  • #47
Was heißt, du würdest keinen Sex mit einem Mann haben, weil du konservativ bist? Also nach der Kennenlernzeit HAT man aber eben auch mal Sex, weil Sex zur Paarsein dazugehört und weil man auch sexuell zusammenpassen muss.
Klar ist es unsexy, dass du bei Mutti wohnst. Er kann nicht zu Dir kommen, ihr könnt nicht zusammen fernsehen , nicht zusammen bei Dir kochen und nicht den Sonntag zusammen verbringen - im Bett, frühstückend usw...
Dein Problem ist eben, dass Du nicht wirklich erwachsen werden willst-du hast es schick und bequem, musst nicht wirklich für dich selbst sorgen, nicht alles alleine einkaufen, nicht alles alleine putzen und nicht alles alleine bezahlen. Comfortzone!
Es IST aber keine WG, denn es ist ein Unterschied, ob du eine Mitbewohnerin hast oder Mutti den neuen Freund begutachtet.
Meines Erachtens redest Du Dir die Sache schön.
Ich hatte mal einen Freund, der im haus seines Vaters lebte...der kam nur noch am und an am WE vorbei, aber schon alleine das war ein No-Go! Man kann nicht nackt durchs Haus, muss sich immer brav und gesittet anziehen, sobald man das Bett verlässt und kommt sich vor wie 15 bei den Eltern zuhaus.

Wenn ein Mann Dich total liebt, wird es ihm evtl. egal sein, aber es ist und bleibt unattraktiv!
 
  • #48
Zitat von suxxessHH:
Die Frau mit dem Zuhause würde meistens das Rennen machen...
Wirklich? Viele Männer in der Altersklasse haben längst selber eine schicke Wohnung, oft sogar Eigentum, vielleicht ein Haus. Ob die Frau dann ein abbezahltes Haus hat, dürfte für die meisten absolut nebensächlich sein. Außer, der Herr hat es nur darauf abgesehen.....

Was bleibt, eine Frau Mitte dreißig, die noch bei der Mutter wohnt. Keine Beziehungserfahrungen hat und keinerlei sexuelle Erfahrungen.

Ich denke, da wäre den meisten Männern eine Frau mit einem oder zwei Kindern deutlich lieber, oder, selbst eine unterdurchschnittlich attraktive Frau, dafür aber mit Lebenserfahrung.

Die meisten Männer wünschen sich eine Frau auf Augenhöhe, in jedem Bereich! Und keine Frau, die sie erst noch wie ein kleines Kind an die Hand nehmen und ihr alles beibringen müssen.
 
  • #49
Die meisten Männer wünschen sich eine Frau auf Augenhöhe, in jedem Bereich! Und keine Frau, die sie erst noch wie ein kleines Kind an die Hand nehmen und ihr alles beibringen müssen.
Das ist so, wie es dasteht, ist das leider nur eine weibliche Wunschvorstellung.
Auch die FS (mit Abi und Studium) wird für (von mir geschätzt) 90 % der Männer über ausreichend Lebenserfahrung und "Augenhöhe" verfügen.

Wenn sie sonst hübsch ist, wird es da kein Problem geben.

Ihr größtes Manko wird sein, dass sie sich sehr zögerlich mit dem Umgang mit körperliche Liebe gibt. Gerade wenn der Mann schon etwas Erfahrung hat, wird diese das abschrecken, denn es gibt für eine dauerhafte Beziehung aus männlicher Sicht nicht viel was schlimmer ist als wenig Libido auf der weiblichen Seite.

Ob sie deswegen gleich zu einer AE wechseln halte ich aber dann doch eher für ein Gerücht....
 
R

RumTaTa

  • #50
Ich würde nicht mal jemanden daten, der mit seinen Eltern in ein und demselben Mehrfamilienhaus wohnt. Da hat die Loslösung vom Elternhaus nicht geklappt. Beziehungsprobleme sind damit vorprogrammiert.
 
  • #51
So ein bisschen muss man schon über die hier zur Schau gestellten Naivität schmunzeln. Die Threaderstellerin wird bei einem Date ihrem Gegenüber wohl nicht als erstes auf die Nase binden "Ich wohne noch bei meiner Mutter, ich mach die Augen 5 sek zu und Du hast Zeit zu rennen ..."

Wie die Spanierin kenne ich es aus verschiedenen Ländern, dass es absolut normal ist, dass Kinder bei ihren Eltern wohnen. Und nochmals stelle ich die Frage: Stirbt ein Volk dadurch aus, dass man vor der gemeinsamen Ehe keinen Sex hat? Mal einen kleinen Blick nach Japan? Die haben tolle Erfindungen dagegen, nennt sich Stundenhotel.

In dem Zusammenhang frage ich mich, was die durchschnittlichen Forumsteilnehmer denn für Erfahrungen gemacht haben, als sie noch zu Hause wohnten. Ich war bis 21 zu Hause. Da beide Elternteile arbeitstätig waren, habe ich als großer Bruder den kompletten Haushalt bereits als Teenager übernommen. Und das waren nicht nur Kleinigkeiten wie Wäsche waschen, einkaufen und kochen, sondern auch weitergehende organisatorische Dinge wie alles rund ums Auto, Haus (Sat-Fernsehen einrichten, Pergola bauen, Garten pflegen, etc.), finanzielle Angelegenheiten (Versicherungen, Bankgeschäfte) am Ende sogar die EkST (damals noch auf dem grünen Papier, nix Elster). Ich kann von mir nicht sagen, dass alleine leben mein Leben mich mit mehr Erfahrungen bereichert hat (es war sogar einfacher).

Ich bin ein Mann und ich würde o.g. Frau treffen. Vielleicht auch weil ich ein paar Leute kenne, die zwar alleine wohnen aber trotzdem unglaublich unselbstständig sind. Und - weil ich glaube, dass eine Frau nicht unbedingt das können muss, was ich bereits kann. Statt EkST soll sie lieber Kekse backen können (kann ich nicht).
 
  • #52
Ja, da stimme ich meinem Vorredner unter #50 zu, wenn er meint, dass auch Menschen, die alleine wohnen, unselbstständig sein können. Ich kenne sehr, sehr viele Studenten - Männer und Frauen - die zwar alleine wohnen, am Wochenende aber ihre Wäsche einpacken und sie bei Mutti abliefern. Manchmal kann man sich das Studium ja so einteilen, dass man Freitag keine Veranstaltungen mehr hat. Regelmäßig sind dann Donnerstag ab 17h und in den Semesterferien ohnehin die Studenten zu ihren Eltern getingelt. In der Woche gab es dann meistens noch was aus der Tupperdose, die man am Wochenende aufgefüllt hat mit Mamas Eintöpfen oder Mensa. Offiziell würden diese Personen hier aber wohl als selbstständig gelten, da sie auf dem Papier alleine gewohnt haben.

Ich selbst bin nach dem Abi ausgezogen, studieren war ohnehin nicht in der Nähe meiner Eltern möglich. Mein Freund wohnte bis fast 30 noch zuhause, ist aber im Haushalt deutlich erfahrener als ich und definitiv kein Muttersöhnchen. Kommt also immer auf den Einzelfall drauf an, auch wenn eine eigene Wohnung natürlich praktischer ist für die Treffen, das seh ich ein (aus eigener Erfahrung).
 
  • #53
Wie die Spanierin kenne ich es aus verschiedenen Ländern, dass es absolut normal ist, dass Kinder bei ihren Eltern wohnen.
Ich finde es wenig hilfreich, die Sitten und Gebräuche anderer Nationen in dem Zusammenhang aufzuführen. Natürlich gibt es auch Länder, in denen die Frauen gar nicht alleine leben dürfen und welche, in denen Beziehungen ganz anders funktionieren.

Wenn man schon so argumentiert, dann ist aus meiner persönlichen Perspektive ein Teil der typisch deutschen "Gleichberechtigung", dass Frauen auch auf eigenen Füßen stehen sollten. Das tun sie sicher eher, wenn sie in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt alleine zu bestreiten und alleine zu wohnen. Sonst ist das Risiko höher, dass "Hotel Mama" doch einfach bequemer ist und ich als Mann anschließend die "Versorgung" weiter bereitstellen soll. Das ist sicher nicht allgemeingültig, aber in dem Zusammenhang doch eine meiner persönlichen Erfahrungen (die Frau ist anschließend mit ü40 wieder nach Hause gezogen...).
 
  • #54
Ich finde es wenig hilfreich, die Sitten und Gebräuche anderer Nationen in dem Zusammenhang aufzuführen. Natürlich gibt es auch Länder, in denen die Frauen gar nicht alleine leben dürfen und welche, in denen Beziehungen ganz anders funktionieren.
Ahem, ich rede hier z.B. von Spanien, Italien, Japan, China. Und ich glaube kaum, dass jemand hier den Einwohnern dieser Länder allgemeine Unmündigkeit/Unselbstständigkeit unterstellen würde.

Dies hat verschiedene Gründe; von finanziellen Aspekten über stärkeren Familienbindungen bis hin zu gesellschaftlichen Aspekten. In z.B. Japan oder China ist es gesellschaftlich tabu, dass ein unverheiratetes Paar zusammen wohnt, daher wohnen die meisten eben bis zur Heirat bei den Eltern.

Vielleicht nehme ich auch den Mund zu voll und habe ein zu aufgeklärtes Bild über Deutsche. Vielleicht sind wirklich alle Deutschen unselbstständig, so lange sie zu Hause bei den Eltern wohnen.
Ich sollte meine obige Aussage revidieren, da ich persönlich asiatisch erzogen wurde. Und finde es normal (für meine Generation), dass Kinder behütet zu Hause Selbstständigkeit lernen und nicht (wie die Deutschen) unvorbereitet vor die Tür gesetzt werden.
 
  • #55
Für mich sind und waren immer die selbstständige Frauen interessant und attraktiv. Und dazu gehört - allgemein und geschlechtsunabhängig - einigermaßen erfolgreich sein im Beruf, finanziell unabhängig und eine eigene, mit persönlicher Note eingerichtete Wohnung haben. Das ist das, was ein jeder erwachsener Mensch in unserem Kulturkreis vorweisen sollte, das gehört zu einer weitgehend abgeschlossener Entwicklung. Mit 31 bei der Mutter zu wohnen ist ein echtes Problem. Nicht wegen des Wohnens an sich (ich finde es wichtig, ein gutes Verhältnis zu Eltern zu haben), sondern wegen dem, was man verpasst hatte.

Die Geschichte von wegen "Miete sparen für ein eigenes Haus" kann ich nur als Ausrede einstufen. Wenn diese 600 € pro Monat tatsächlich in dem Haushalt eine Rolle spielen, dann wird aus dem Haus eh nichts werden. Man müsste 20 Jahre sparen, um erst so richtung 100000 kommen, die wiederum erst ein Drittel der gängigen Hausbaukosten darstellen. Und dafür 20 Jahre meines Lebens opfern? Um alleine dort zu leben? Was für eine Perspektive.

Die Zeit zwischen 20. und 30. Lebensjahr ist die beste Zeit, einen Partner fürs Leben zu finden. Einen, der sich mit einem selbst entwickelt und wenn man zusammen ist dann sogar in die annähernd gleiche Richtung. Dann gehört das Hausbau zur Familienplanung und nicht zur irgendwelcher Traumerfüllung, sei es meiner eigenen oder der meiner Mutter.

Ich wohne selbst in einem Haus, etwas anderes stand bei mir nicht zu Debatte, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, bei den Eltern zu wohnen, um für mein Haus zu sparen. Weil es Unsinn ist.

Ich weiß, was es bedeutet, wenn Eltern pflegebedürftig werden. Meine Mutter zog irgendwann in unser Haus, weil sie dement wurde und nicht alleine leben konnte. Ist für uns selbstverständlich gewesen. Und es hat funktioniert, obwohl ich mit 18 von zu Hause ausgezogen war.

Und zur eigentlichen Frage: natürlich ist eine Frau, die mit über 30 bei ihrer Mutter lebt, von sich behauptet konservativ und bodenständig zu sein, dabei noch jungfrau ist - in jeder Hinsicht unattraktiv. Jungfrau sein ist an sich nichts schlimmes. Mit 31 aber keine sexuellen Erfahrungen zu haben ist schon sehr merkwürdig, zumindest in unserem Land. Da fällt ein wichtiger Teil der eigenen Entwicklung. Mag sein, dass es Männer gibt, die so etwas antörnt, für mich wäre es nichts. Ein erfülltes Sexualleben gehört in eine Beziehung, egal wie lange sie dauert.
 
  • #56
Mal ein Kommentar zu dem hochgelobten Früh Ausziehen.

Ich bin auch sehr früh ausgezogen, und selbständig geworden, was ja durchaus positiv ist.

Aber warum? Weil das "Eltern"haus unerträglich war, weil Kommunikation durchaus nonverbal-gewalttätig war.
Und weil niemand irgendetwas für mich geregelt hätte, was über den alltäglichen Schulbesuch und die obligatorische Leistungserfüllung hinaus ging. Also wird man selbst tätig.
Aber manchmal wäre etwas Stütze und ein paar Hilfestellungen schon schön gewesen.

Da finde ich es doch schöner, meine Kinder eher liebevoll - fördernd ins Erwachsenenleben zu begleiten, auch wenn sie länger brauchen. Dafür haben sie als Rückhalt eine stabile Bindung zumindest zu mir. Sie sind auch keine Muttersöhnchen, würde ich nicht dulden und es ist hier auch nicht Hotel Mama.

Also bei den Eltern wohnen, im Mehrgenerationen-Familienhaus, warum nicht? Kommt immer auf die Person an und wie das Zusammenleben und die Eltern-"Kind" Beziehung gestaltet ist. Wie die Privatsphäre gestaltet ist, wie abgegrenzt Bereiche sind - ein reines Kinderzimmer ab einem gewissen Alter fände ich schon seltsam.
 
  • #57
Ahem, ich rede hier z.B. von Spanien, Italien, Japan, China.
Ja, das ist mir schon klar. Ist uns die Türkei wirklich so viel ferner als Japan? Glaube ich nicht. Aber in Spanien hat langes zuhause wohnen eben Tradition, die italienische "Mamma" ist fast schon sprichwörtlich und auch in China weiß ich, dass das Verhältnis in Familien anders ist als bei uns. In China wird zum Beispiel von den Familien großer Wert darauf gelegt, dass die Mädchen heiraten und ggf. wird dann auch von den Eltern nach einem Mann Ausschau gehalten. Mal abgesehen davon, dass dort sowieso aufgrund der Einkindpolitik alles aus den Fugen ist...
In der Hinsicht würde ich Deutschland klar anders sehen als die von Dir genannten Länder. Und dass

Vielleicht nehme ich auch den Mund zu voll und habe ein zu aufgeklärtes Bild über Deutsche. Vielleicht sind wirklich alle Deutschen unselbstständig, so lange sie zu Hause bei den Eltern wohnen.
Ein wesentlicher Teil von "Selbstständigkeit" ist, dass man mal "selbstständig" ist.
 
  • #58
Da finde ich es doch schöner, meine Kinder eher liebevoll - fördernd ins Erwachsenenleben zu begleiten, auch wenn sie länger brauchen. Dafür haben sie als Rückhalt eine stabile Bindung zumindest zu mir.
Mütter haben dazu sicher eine grundlegend andere Einstellung als Partner. Das ist Teil des Problems, dass es oft zwischen Männern und Schwiegermüttern gibt. Ich habe auch solch "fürsorgliche" Mütter bei Partnerinnen erlebt. Es ging meist eher weniger darum, wirklich in ein eigenständiges "Erwachsenenleben zu begleiten". Ich glaube daher nicht, dass die Sichtweise von Müttern in dieser Diskussion wirklich Teil der Lösung ist. Sie gehört eher zum Problem.
 
  • #59
@FS, da musste ich mich extra registrieren um dir zu antworten ;-) Ich finde deine Einstellung super und ich habe ehrlich gesagt Schwierigkeiten Frauen mit deiner Einstellung zu finden. In anderen Kulturkreisen ist es völlig normal mit den Eltern zusammen zu wohnen, ich finde ein gutes Verhältnis mit der Familie auch unschätzbar wichtig. Auch ist es gut auf wichige Dinge im Leben (zB Haus) zu sparen; warum Geld (aus deiner Sicht) verschwenden, nur um anderen Leuten etwas zu beweisen?

Ebenso finde ich es gut mit dem Sex zu warten bis man sich wirklich sicher ist - Das muss nicht bis nach der Hochzeit sein. Ich als Mann habe persönlich auch das "Problem" dass ich keine Intimität möchte wenn ich zu einer Frau keine Gefühle habe, deswegen waren OST oä für mich nie interessant. Gerade für so "gefühlslastige" Menschen ist es schwierig entsprechende Partner zu finden meiner Meinung nach. Also Kopf hoch bitte lass dich nicht verbiegen. Du bist super!

m,30
 
  • #60
Leute, die früh von zu Hause ausziehen, sind leider nicht selbständig und weitblickend, sie wollen nur irgendwie "frei" sein.

Das ist an sich nicht falsch, da ich "Freiheit und Unabhängigkeit" als sehr hohe Attribute meines Daseins bezeichne, nur der Knackpunkt, ich kann es mir finanziell leisten.

Junge Leute wollen mit 18 oder 20 ausziehen, Wohnung mieten, Auto haben oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen, die ganzen Gerätschaften und Möbel für die Wohnung. Nur woher das Geld nehmen? Entweder zahlen die Eltern, was weiterhin eine Abhängigkeit bedeutet, oder die Bank auf Raten, was ebenfalls eine finanzielle Einschränkung bedeutet.

Also junge Leute ohne Weitblick ziehen schnell aus, ihnen geht das Geld aber auch genauso schnell aus.

So lange zu Hause bleiben, wie es möglich ist und geht, ist die schlauere Variante, man hat gespart, kann die Eltern noch irgendwie unterstützen, ist im Notfall nicht alleine und dennoch unabhängiger als in eigenen vier Wänden mit Vermieter am Hals - Vorraussetzung - ist ein liberales und harmonisches zu Hause, da kann ich wiederum Leute verstehen, welche zu Hause die Hölle hatten, aber das sind wiederum nicht alle.