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Sarina1

Gast
  • #1

Ziehen sich Gegensätze wirklich an ?

Liebes Forum,
Meine Erfahrungen : Bei mir ist dies nicht der Fall. Mein Partner und ich haben viel Gemeinsamkeiten und ich genieße es sehr. Natürlich finden wir nicht alle Sachen gleich gut. Aber wenn die Gegensätze zu groß sind , ist es auch nicht gut für eine Beziehung und ich persönlich hatte damit immer mehr Stress. Ich genieße die Harmonie, obwohl wir auch mal streiten. Ziehen sich Gegensätze wirklich an ? Bin auf Euere Meinungen gespannt. Liebe Grüße
 
  • #2
Ich finde schon, dass da was wahres dran ist. Zu groß sollten die Gegensätze natürlich nicht sein. Ich hätte schon ein Problem damit wenn meine Frau sich gar nichts aus meinen Hobbys und Interessen machen würde. Anderseits wäre es für mich völlig langweilig wenn wir nur das gleiche gut finden und das gleiche machen würden.

Meine Frau geht beispielsweise sehr gerne shoppen. Ehrlich gesagt hasse ich das. Gehe selbstverständlich auch mal mit. Ich gehe auch mal gerne ins Stadion. Meiner Frau gefällt das jetzt nicht so.

Es ist also schon gut wenn jeder sein eigenes Ding noch macht. Ansonsten wäre es doch völlig langweilig.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #3
Ich sehe es gleich wie du. Bei wichtigen Dinge bitte keine Gegensätze, sondern Übereinstimmung. Ist mir sonst zu stressig. Bei Kleinigkeiten und Dingen, die man gut aneinander vorbei bekommt (unterschiedlicher Musikgeschmack etc.) darf man sich gerne unterscheiden. Aber nicht bei den Grundsatzfragen wie Wohnort, Nähe- und Distanzbedürfnis, Kommunikationsverhalten, allgemeine Lebensanschauung etc.
 
S

Sarina1

Gast
  • #4
Natürlich hat auch jeder seine Hobbys ( Er spielt in einer Band, geht ins Fintnessstudio) und ich gehe auch zum Sport bzw. mache ich auch mal was mit meinen Mädels und er mit seinen Jungs .
 
  • #5
Interessant, dass es da zwei gegensätzliche Sprichwörter gibt, das im Nachbarthread oft zitierte "Gleich und gleich gesellt sich gern." und das hiesige "Gegensätze ziehen sich an."
Je nach Typ Mensch und Gegenstand herrscht mal das eine, mal das andere vor.
 
  • #7
Ich denke, die goldene Mitte ist wirklich Gold.
Gegensätze sind spannend und inspirierend. Nur Gegensätze allerdings anstrengend.
Zu viel Harmonie kann auch einschläfernd und langweilig sein.

Und ja, wir alle legen selbst fest, wo wir das Gold zu finden glauben.
 
  • #8
Liebes Forum,
Meine Erfahrungen : Bei mir ist dies nicht der Fall. Mein Partner und ich haben viel Gemeinsamkeiten und ich genieße es sehr. Natürlich finden wir nicht alle Sachen gleich gut. Aber wenn die Gegensätze zu groß sind , ist es auch nicht gut für eine Beziehung und ich persönlich hatte damit immer mehr Stress. Ich genieße die Harmonie, obwohl wir auch mal streiten. Ziehen sich Gegensätze wirklich an ? Bin auf Euere Meinungen gespannt. Liebe Grüße
Vielleicht sich ergänzende Gegensätze, die genau da ansetzen, wo man selbst liebenswerte Lücken aufweist, wovon beide profitieren können, lernen können. Zuviel Gemeinsamkeit ist nix, wenn jemand ist wie ich, wird es mich irgendwann nerven. Und sonst übereinstimmendes Denken und Fühlen in wichtigen Lebensfragen.
 
  • #9
Sowohl als auch. Keine Gegensätze bei grundsätzlichen Einstellungen, gerne welche da, wo es bereichert oder ergänzt.
 
  • #10
Gegensätze ziehen sich an, jedoch nur unter einer Bedingung! Gegensätze ziehen sich an, nur für eine begrenzte Zeit. Singles fühlen sich zu ihrem Gegenpol hingezogen, weil sie unbewusst und naturbedingt nach einem Partner suchen, dessen Immunsystem sich möglichst stark von ihrem eigenen unterscheidet. So ist gewährleistet, dass der gemeinsame Nachwuchs von verschiedenen Gen-Kombinationen profitiert. Sind wir dann in einer Beziehung, ändern sich unsere Vorlieben für das eigene Wohlergehen, da wir in dieser Situation besonderen Wert auf Stabilität und Zukunft legen. Gegensätze ziehen sich an, aber im Herzen, in der Liebe muss man gleich sein. In den Emotionen, in den Werten im Charakter muss es beidseitig passen, sonst bricht irgendwann die Beziehung! Denn gleich und gleich gesellt sich gern!
 
  • #11
Mein Partner und ich haben viel Gemeinsamkeiten...... Ich genieße die Harmonie,
Geht mir genauso. Nicht notwendige Aufregung insbesondere in alltäglichem Kleinkram brauche ich nicht und ständig die gleichen Grundsatzfragen noch weniger.

Mich nicht, im Gegenteil. Ich fühle mich bis auf den Bereich Kunst mit Vertrautem in so ziemlich allen Lebenslagen am Besten. Das frisst wenig Energie und so habe ich die für das was mir wirklich wichtig ist.

Bei Kleinigkeiten und Dingen, die man gut aneinander vorbei bekommt (unterschiedlicher Musikgeschmack etc.) darf man sich gerne unterscheiden. Aber nicht bei den Grundsatzfragen wie Wohnort, Nähe- und Distanzbedürfnis, Kommunikationsverhalten, allgemeine Lebensanschauung
Finde ich merkwürdig, dass Wohnort bei ansonsten eher wertebezogenen Grundsatzfragen auftaucht.
 

Laleila

Cilia
  • #12
Liebes Forum,
Meine Erfahrungen : Bei mir ist dies nicht der Fall. Mein Partner und ich haben viel Gemeinsamkeiten und ich genieße es sehr. Natürlich finden wir nicht alle Sachen gleich gut. Aber wenn die Gegensätze zu groß sind , ist es auch nicht gut für eine Beziehung und ich persönlich hatte damit immer mehr Stress. Ich genieße die Harmonie, obwohl wir auch mal streiten. Ziehen sich Gegensätze wirklich an ? Bin auf Euere Meinungen gespannt. Liebe Grüße
Es gibt zwei Arten von Gegensätzen, die miteinander unvereinbar und die, sich gegenseitig ergänzenden.

Mich ziehen letztere Gegensätze durchaus an.
Für mich wäre eine Beziehung, in der beide immer gleich denken, agieren, usw. usf.
Zäh sie Kaugummi. Irgendwie Stillstand.
Es kommt ja dann vom Partner kein neuer Input, kein anderer Blickwinkel, keine Anregung etwas zu tun, was einem selbst nie in den Sinn käme.
Gegensätze machen dem Schlüssel-Schloß-Prinzip bereichern massiv, beleben.
Was der eine nicht kann, kennt oder mag, das mag, kann oder kennt der andere.
Zusammen istan rund, nicht deckungsgleich halbmondförmig.
Yin & Yang bilden eine Vollkommene Einheit, derade weil sie diametral zueinander stehen.
Ich möchte, dass mein Partner und ich voneinander lernen, uns ergänzen, aneinander wachsen können.
Ich mag die roten, weißen und grünen Haribos, mein Mann die gelben und orangenen.
Ich Dir innere weiche Masse des Brötchen, er die äußere Kruste. Wo er pragmatisch ist, bin ich kreativ, wo er sorglos ist, bin ich achtsam, und bei Dingen bei denen ich sorglos bin, ist er achtsam. Er ist der Mann fürs Grobe, ich die Frau fürs Feintuning. Ohne ihn hätte ich nie die Alpen kennengelernt und er ohne mich nie die Ostsee.
Bei grundsätzlichen Werten, Einstellungen und Weltbilder sehen wir allerdings in dieselbe Richtung. Hier wären gegensätzliche Haltungen ein Beziehungsausschluss.
 
  • #13
Ja, Gegensätze können auch sehr anziehend sein. Mein Lebenspartner und ich, wir sind nur in den grundlegenden Dingen des Lebens ein Herz und eine Seele, wie in der Liebe zueinander, dem Sex, der Lebensführung, der Liebe zur Natur. Bei Musik, Essen, Sport, gehen unsere Meinungen ziemlich auseinander. Hört er Bach, verdrücke ich mich mit den Worten: O ihr Götter, er hört Bach. Er liebt deftige Kost, ich mag lieber Huhn chinesisch. Er würde mich mal so zwischendrin 10 km mit dem Fahrrad am Rhein entlangjagen. Ich mache lieber einen kleinen gemütlichen Spaziergang und schaue den Schiffen nach. Inzwischen können wir darüber lachen und ulken. Wir finden es amüsant und einigen uns von mal zu mal. Streit gibt es darüber nicht (mehr). Dazu mögen wir uns zu sehr.
 
  • #14
Ich sehe einen Unterschied zwischen Gegenpol und Gegensatz.
Mir tat vorallem früher, ein ruhiger Partner sehr gut...nicht zu verwechseln mit langweilig.
Der konnte mich Quirl schon gut erden und mochte das Mitteisserische bei mir.

Aber die Grundwerte waren gleich, vorallem bei Verbindlichkeit etc.
Genug Dinge die beide gerne zusammen machten und ein paar waren eben individuell

Einfacher waren unterschiedliche Hobbies, als man eh genug Zeit zum Ausgleich hatte;-)
Heute wäre es schwieriger, wenn die aktive Zeit mehr aufs Wochenende fällt.
Also wenn man das immer mit einem Hobby verbringen müsste, welches einem nicht liegt oder immer einer warten müsste.
 
  • #16
Liebes Forum,
Meine Erfahrungen : Bei mir ist dies nicht der Fall. Mein Partner und ich haben viel Gemeinsamkeiten und ich genieße es sehr. Natürlich finden wir nicht alle Sachen gleich gut. Aber wenn die Gegensätze zu groß sind , ist es auch nicht gut für eine Beziehung und ich persönlich hatte damit immer mehr Stress. Ich genieße die Harmonie, obwohl wir auch mal streiten. Ziehen sich Gegensätze wirklich an ? Bin auf Euere Meinungen gespannt. Liebe Grüße
Klar ziehen sich Gegensätze an.
Im biologischen z.B. gillt überwiegend, daß sich jeweils männliche und weibliche Individuen einer Spezies zueinander hingezogen fühlen. Gleiches gilt z.B. auch für die Elektrostatik (Plus und Minus ziehen sich an) wie auch für den Magnetismus (Nord und Südpol ziehen einander an)
Dieses Prinzip wurde auch in die asiatische Philosophie mit dem Prinzip von Ying und Yang aufgenommen.
 
  • #17
Unreife Menschen mögen das Drama in Beziehungen und sich daran reiben zu können. Ich stelle fest, dass auch eher unreifere Männer dieses Drama in Beziehungen suchen. Ich möchte (auch wie Du) eher Harmonie in einer Beziehung, damit ich Energie für anderes habe, sonst wäre ich als Frau ja immer nur beschäftigt meinen andersartigen Mann zu verändern. Das kann nicht Sinn der Sache sein.

Mit der asiatischen Philosophie des Ying und Yang hat das für mich nichts zu tun. Bzw. ich finde das eher falsch verstandene Philosophie!
 
  • #18
Für mich müssen für eine tragfähige Beziehung grundlegende Werte, auf die ein Individuum aus persönlicher Überzeugung sein Leben aufbaut, bei beiden übereinstimmen oder nahe beieinander liegen. Das ist für mich das Fundament einer Beziehung. Ich könnte mir jetzt nicht vorstellen, wie das bei den Werten, die jeder für sich hat, funktionieren könnte, wenn die gegensätzlich sind. Zum Beispiel, wenn der eine humanistisch und der andere misanthropisch eingestellt ist (um mal ein drastisches Beispiel zu nennen). Wenn die Werte in grundlegenden philosophischen, religiösen, sozialen, politischen Belangen diametral entgegengesetzt sind, würde ich da keine Basis für ein Fundament sehen. Das wäre ja quasi so, als sei man mit seinem "Gegner" in einer Beziehung...

Bei Eigenschaften, die über die grundlegenden Werte hinausgehen, sehe ich es jedoch eher wie @Laleila. Da darf es durchaus auch Gegensätze geben, beziehungsweise, ich finde, die sollte es sogar auch geben, die eine Beziehung beleben, zumal es sonst irgendwann von innen heraus keine Vielfalt und kein Wachstum in der Beziehung mehr gibt, sondern nur noch Stagnation. Ich finde, an dieser Art von Gegensätzen wächst eine Beziehung, die ein tragfähiges Fundament besitzt auch, weil sie lebendig ist und sich dadurch positiv weiterentwickelt.
 
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