• #1

Ziemlich kalte Füße vorm Heiraten

Hallo Leute,
mein Lebensgefährte und ich sind seit 14 Jahren zusammen, mit den üblichen "Aufs und Abs", im Großen und Ganzen eine recht normale Beziehung mit vielen gemeinsamen Interessen und guter körperlicher Nähe.
Vor ein paar Monaten haben wir beschlossen, aus diversen rechtlichen Gründen - wir sind nicht mehr die Jüngsten - nun doch zu heiraten. Übermorgen wollen wir das Aufgebot bestellen.

Mein Problem ist, dass, seit wir uns verlobt haben, ich plötzlich alles unter einer übergroßen Lupe sehe. Bei Meinungsverschiedenheiten, die bisher bloß zu einem "Beziehungsschnupfen" oder einer "vorübergehenden Schlechtwetterfront", wie mein Freund es ausdrückt, geführt haben, habe ich auf einmal die ganz großen Zweifel, ob es denn wirklich so gut ist zwischen uns und ob ich überhaupt heiraten will, ob es nicht besser wäre, alles zu belassen, wie es ist. Sogar Trennung ist für mich auf einmal ein Thema.
Sprich: ich bekomme kalte Füße, sehr kalte - übermorgen Standesamtstermin...

Mein Freund sagt, er findet das ganz normal, aber mich zieht das schon ziemlich runter und ich habe im Moment die sehr starke Tendenz, mir eine einsame Insel zu suchen und zu flüchten.
Ist das so? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder kommt jetzt die "Wahrheit ans Licht"?

lg
segovia
 
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Gast

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  • #2
Überleg mal, was sich durch eine Heirat in eurem Alltag ändern sollte? Nichts, würde ich meinen...
Es ist nüchtern betrachtet eine rechtliche Formsache auf dem Papier...
 
  • #3
Höre auf Dein Bauchgefühl! Wenn Du nicht nur ans Nicht-heiraten, sondern sogar an Trennung denkst und Dir wünschst auf einer einsamen Insel zu sein, ist etwas im Argen. Nur aus rechtlichen Schritten zu heiraten finde ich persönlich nicht gut. Daran könnte Eure Beziehung zerbrechen. Dann bleibt nichts mehr. Sprich mit Deinem Partner. Lass Deine Gefühle nicht bagatellisieren. Siehe "Beziehungsschnupfen", "vorübergehende Schlechtwetterfront". Wenn Dein Partner Dich liebt, wird er das ernst nehmen. Ich persönlich hätte nicht geheiratet, wenn ich solche Gefühle und Gedanken gehabt hätte, wie Du sie hast. Es muss sich richtig anfühlen. Das tat es bei mir und tut es seit 26 Jahren. Alles Gute!
 
  • #4
Hallo Segovia,
ja, das ist die Wahrheit! Ich mit meinen Erfahrungen, würde keinesfalls heiraten; denn dann liefere ich mich zu einem großen Prozentsatz aus, was ich nicht möchte. Die meisten Menschen können einfach auf Dauer nicht alleine mit sich sein, das ist die Hauptursache für viele menschliche und zwischenmenschliche Problemen. Sehr oft werden die Beziehungen nach der Hochzeit wesentlich schlechter und schlimmer, da gewisse Selbstverständ-lichkeiten im Ehe - Recht einseitig zum Tragen kommen. Meist ist es so, wenn es ohne Trauschein schon nicht richtig klappt, so klappt es mit Trauschein erst recht nicht. Ihr seid schon so lange ohne Trauschein, dann bleibt dabei, denn was du hier schreibst, sieht so aus, dass die Trennung eh bald ein Thema sein wird und dann frage ich mich erst recht, warum dann noch kurz vorher heiraten?
Drücke dir meine beiden Daumen für eine passende und richtige Entscheidung, noch hast du es in deiner Hand, lass dich nicht verunsichern von irgendwelchen Leuten, es ist alleine dein Leben, ich weiß sehr wohl und sehr genau, von was ich spreche, habe jede Menge Erfahrung mit mir selbst aber auch mit vielen anderen Menschen!
 
G

Gast

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  • #5
Liebe Segovia,

machs nicht, deine innere Stimme weist dir schon den richtigen Weg und allein deine Schilderungen über seine Rücksichtslosigkeit. Er ist nicht der Richtige, die Beziehung besteht eher aus Gewohnheit und Zweck. Jetzt äußerst du Zweifel und er nimmt sie nicht ernst, redet sie klein, vermutlich weil es für ihn so bequem ist und er vermeiden will, dass es an seine Komfortzone geht.

Ich habe damals auch aus "Vernunft" geheiratet. Habe nach dem Studium keinen Job gefunden, der gut genug bezahlt war, um mich vollständig selbst ernähren zu können und weil Unterstützung vom Amt oder längerfristige Praktika für meine Eltern eine Schande waren, haben sie unendlich Druck gemacht, ich solle jetzt endlich meinen Langzeitfreund heiraten. Den hat es nicht gestört, er hatte vor, für eine bessere Stelle an den Hintern der Welt zu ziehen und wenn ich eh nichts Besseres zu tun hätte, dann könnte ich als seine Ehefrau auch sehr viel leichter mitkommen. Für ihn wars angenehm. Hatte damals exakt wie du die selben Zweifel und das selbe Gefühl und wie bei dir haben es alle zerredet.

Habe damals bis zur letzten Minute gedacht, dass ich einen Rückzieher machen und abhauen will, aber am Tag der Hochzeit habe ich gar nichts gefühlt, gedacht, dass das ok wäre so und einen Tag später war ich mit knapp 25 dann Vernunftehefrau. Ist uns allen sehr sehr böse auf die Füße gefallen. Die ernsten Monate gings noch gut, dann kamen von nichts auf hier die Depressionen und Panikattacken. Hat 3 Jahre gedauert, sich wieder aufzurappeln, die Versuche endlich unabhängig zu werden waren in dem Zustand doppelt so schwer. Am Ende hats dann endlich geklappt und ich konnte die Scheidung einreichen, auch wenn sich mein Mann gegen Ende sehr bemüht hat, es ging einfach nicht.

Meinen Eltern konnte ich die ganze Sache nicht verzeihen, ich musste den Kontakt zu ihnen abbrechen, auch wenn sie mich und ich sie liebe. Wenn du dich jetzt von deinem Freund entgegen deiner Zweifel zur Ehe überreden lässt, wird es euch ähnlich gehen, du wirst unglücklich sein und das Wissen, dass er dich zu dieser Ehe, die du nicht wolltest überredet hat, wird eure Liebe extrem belasten, sie vielleicht sogar zerstören. Nimm deine Zweifel ernst und bitte pass gut auf dich auf. Alles Gute.
 
  • #6
Klingt nach meiner Story aus 2012, allerdings aus Sicht des Mannes. Meine Ex hat mich damals nach 7 Jahren Beziehung und nach der Verlobung verlassen.

Frag dich selbst, ob du ihn wirklich liebst und dein Leben mit diesem Mann verbringen willst. Oder ob du nur heiratest, weil dein Alter es dir vorschreibt. Meine Ex hat sich damals gegen mich entschieden, obwohl wir sehr gut zusammengepasst haben. Sie liebte mich einfach nicht mehr. Manchmal ist das einfach so. War sehr hart für mich und wir haben beide stark gelitten. Teile davon habe ich noch immer nicht verarbeitet, eher verdrängt und mich abgelenkt. Kann mich daran erinnern, als wäre es gestern gewesen. Üble Nummer. Aber es war notwendig. Wir wären beide nicht glücklich geworden.

Höre auf dein Herz und lass das Rationale möglichst außen vor!
 
  • #7
Es ist nüchtern betrachtet eine rechtliche Formsache auf dem Papier...
Diese rechtliche Formsache kann aber sehr teuer werden.
Ich würde die Hochzeit absagen. Wenn man mit einen komischen Gefühl eine Sache beginnt, dann ist dies nie gut. Man kann ja auch erst einmal ein kirchliche Trauung praktizieren und vielleicht in 2 oder 3 Jahren dies beim Standesamt nachholen.
 
  • #8
Also rechtliche Gründe ansta Liebe als Grund für eine Heirat anzuführen, finde ich eh schon merkwürdig. Andersherum aus liebe heiraten und die rechtlichen Vorzüge mit nutzen finde ich schon beruhigender. Und genau das wird doch wohl eher unruhig machen! Meine Meinung
M44
 
G

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  • #9
Ich habe früher Hochzeiten fotografiert, die Bilder hingen manchmal auch im Studio als Anschauungsmaterial. Von daher weiß ich, da die Trauung ja auch fotografiert wurde und nicht nur die Studiobilder gemacht wurden, wie lange sich Paare vorher kannten, da das meist erwähnt wird vom Standesbeamten.
Eine Statistik kann ich nicht bringen, aber das kam öfter vor, dass es mit einem Paar solange gut ging, bis sie geheiratet haben. Die waren jahrelang zusammen, aber die Heirat war der Todesstoß.
Ein Paar war einfach nur traumhaft. Passten optisch super zusammen, die Feier und die beiden Akte (Standesamt und Kirche) waren einfach märchenhaft. Sie waren vorher sieben Jahre zusammen, nach der Heirat noch ein halbes. Der Mann hatte sich komplett verändert, sagte die Frau (was er dazu sagt, weiß ich nicht).

Letztendlich gibt es keine Garantie. Ob man nun vorher lange zusammen war oder nicht, ist dabei völlig egal. Wobei auch die Dauer eine Ehe null aussagt, ob die Beziehung gut ist.

Ich würde mir ganz in Ruhe ansehen, was sich für mich verändert. Wie schnell kannst Du geschieden sein und hast Du das Geld dafür zurückgelegt. Wenn man sich diesen Ausweg auch mal aufzeigt, reagiert man vielleicht nicht mehr so panisch, dass es jetzt lebenslänglich gibt. Wenn es allerdings nichts nützt, würde ich einfach NICHT heiraten.
Zitat von segovia:
Sogar Trennung ist für mich auf einmal ein Thema.
Überreaktion wegen der kalten Füße oder irriger Gedanke, dass Du auf einmal wen Besseres treffen könntest, oder gar schon immer den Gedanken gehabt, dass Dein Freund nicht der Richtige ist, Du aber nicht weißt, wie der aussehen soll? Im letzteren Fall würde ich niemals heiraten und überlegen, ob es fair ist, mit einer netten und liebevollen Notlösung zusammenzubleiben (meine eine Bekannte ist so drauf. Die will aber auch nicht heiraten und kann den Mann jederzeit vor die Tür setzen.).
 
  • #10
Ich möchte dich ermuntern die Geschichte mit der Heirat durch zuziehen.
Was einige Foristen hier von ihrer Vernunftehe (Gast 4) berichten hat ja nun überhaupt nichts mit deiner Situation zu tuen und daher solltest du diese Berichte ignorieren.
Bauchgefühl ? Das ist so eine Sache, ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass mein Bauchgefühl mal stimmt und mal nicht. Und ich habe weiterhin die Erfahrung gemacht, dass sich viele Menschen ihr Bauchgefühl zurecht biegen um sagen zu können, dass ihr Bauchgefühl immer stimmt. Ich bin da skeptisch.
Was bei dir zur Zeit wahrscheinlich hochkommt ist dieser ganze überhöhte Kram der mit Hochzeit zusammenhängt, von wegen 'immer zusammen' undsoweiter. Als realistische Frau solltest darüber stehen.
Am Besten heiratet ihr ohne viel Brimborium und dann einfach weiter machen. Nochwas: Behalte deinen Namen und gut ist.
 
G

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  • #11
....allein deine Schilderungen über seine Rücksichtslosigkeit. Er ist nicht der Richtige, die Beziehung besteht eher aus Gewohnheit und Zweck.

...von welcher Rücksichtslosigkeit des Partners der FS ist hier die Rede?

Nach 14 Jahren weiß man, ob man zusammengehört oder nicht. Auch Gewohnheit und Zweck ist da normal und in Ordnung, solange nach wie vor genügend Liebe zueinander da ist.
Die Ehe ist jedenfalls ein rechtlicher Vertrag und den sollte man sich näher ansehen und ggf. Klauseln einbauen. Was kommt, weiß man ohnedies nie.
 
  • #12
Ich will dir (zu diesem Zeitpunkt) keinen Ratschlag geben. Du musst das für dich selbst entscheiden und du bist es, die dann mit dieser Entscheidung leben muss.

Denke aber vielleicht einmal über folgende Fragen nach:
Was würde eine Hochzeit verändern? Nichts? Alles?
Wie würde ein Leben nach der Heirat oder ohne Heirat oder gar ohne deinen Partner aussehen?
Wie würde es dir gehen, wenn es dein Mann wäre, der diese Gedanken hat?
Wovor genau hast du Angst? Was befürchtest du?
Vielleicht fallen dir oder Anderen hier noch weitere Fragen ein. Nimm dir Zeit, dich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

Alles Gute - hoffentlich auch für die Liebe!!
 
  • #13
Wir haben nach 22 Jahren geheiratet, weil die Zeit dafür reif gewesen zu sein schien, ohne rechtliche Gründe. 3 Jahre später kam die Trennung und ein Jahr später die Scheidung.

Kann so sein, muss nicht. Deine negativen Gefühle solltest Du unbedingt vorher ausräumen, hinterfragen, warum, was und wie, und nicht übergehen. Im Zweifelsfall gegen die Angeklagte - ähm Heirat.

PS: Aus rechtlichen Gründen heiraten?!? Ist irgendwie schon ein Armutszeugnis für dieses Versprechen.
 
  • #14
Mal angenommen, die Heirat würde man absagen: Würde sich dann die FS erleichtert fühlen ?
Wenn ja - dann nicht heiraten.

Was seit 14 Jahren so geklappt hat - sollte man nicht wegen dem heiraten riskieren.

Die einzigen, wesentlichen Vorteile sehe ich in der Erbschaftssteuer und Lohn/Einkommenssteuer: Höhere Freibeträge. z.B. um Immobilien vererben zu können.
(Ansonsten wäre der Erbe ggf. gezwungen, die geerbte Immobilie zu verkaufen, wegen der Erbschaftssteuer)
Und bei der Lohn-/Einkommenssteuer. Aber wenn Beide etwa gleich viel Geld verdienen, dann ändert sich ja wenig.

Emotional ist das heiraten oft weniger, als die Meisten sich vorstellen. Die Ernüchterung kommt eine Viertelstunde, oder drei Monate nach der standesamtlichen Trauung. Denn persönlich fühlen Viele kaum was verändert.
 
  • #15
Hallo FS.
Stell dir selbst ein paar Fragen, wie deine Zukunft mit ihm aussehen soll, ob verheiratet oder nicht.
Willst du den Rest deines Lebens mit diesem Mann verbringen?
Wahrheit ans Licht?
Ist eure Beziehung vielleicht so eingefahren, dass "voraussichtlich" nichts aufregendes mehr passieren wird? Luft raus?
Wie sehen eure Zukunftspläne aus?
Habt ihr gemeinsame Ziele? Setzt euch welche!
Liebt ihr euch noch?

Ich finde, nach der Zeit, die ihr schon zusammen seit, kann man schon aus "rechtlichen" Gründen heiraten. Allerdings sollten einige Dinge stimmen, nicht nur die Bequemlichkeit.
Weder deine noch seine.
 
  • #16
Oh, das sind ja viele und sehr gute Antworten, danke euch allen sehr!

Ihr habt mir auf jeden Fall geholfen, meine Gedanken klarer zu ordnen und meine Gefühle besser zu verstehen.
Wir haben vor, den Rest unseres Lebens zusammen zu bleiben, das war uns schon lange vor den Heiratsabsichten klar. Und bei rechtlich geht es vor allem, wie Bernd50 schreibt, um Erbschaft, Versicherung, und natürlich auch so Dinge wie Besuchsrecht auf der Intensivstation (obwohl sich natürlich niemand so etwas wünscht). Meinen Namen werde ich beibehalten, das haben wir bereits geklärt.

Dann werde ich es also wagen und morgen Vormittag das Aufgebot bestellen :)

Danke nochmal,
lg
segovia
 
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  • #17
Gast 8 nochmal

Ich könnte mir vorstellen, dass die Paare, die sehr lange zusammen sind, dann heiraten und sich schnell wieder trennen, vielleicht irgendwas merkten, dass die lange Beziehung ohne Trauschein auseinandergehen könnte und deswegen Panik bekamen. Deswegen hielten sie es für eine gute Idee, das Ding festzuzurren. Nur klappt sowas ja nicht, wenn man sich nicht mehr zusammengehörig fühlt oder auch nur einer Angst hat, dass es in die Brüche gehen könnte und der andere dem ganzen distanzierter gegenüber steht.
 
  • #18
Liebe FS,
heirate nicht, wenn Du es nicht wirklich willst. Dann kannst Du es nicht so einfach und folgenlos beenden wie jetzt. Ich würde nie aus Matrialismus oder Vernunft heiraten, sondern nur noch aus Liebe. Ich habe eine Vernunftehe hinter mir. Das war es nicht wert.

Und schau Dir genau das Unbehagen an. Das hat nichts mit der Ehe zutun, sondern damit, was zwischen Euch ist.
Wenn Du die Hochzeit ablehnst, rechne damit, dass aus dem Beziehungsschnupfen eine schwere Beziehungsgrippe wird. Ein Mann, der sich nach 14 Jahren zum heiraten aufrafft, wird die Ablehnung nicht gern hinnehmen. Das kann ich auch nachvollziehen. Ich würde mich auch fragen, was in der Beziehung nicht stimmt, dass ich als Ehepartner abgelehnt werde.

Es ist schwierig und kann folgenreich sein - trotzdem: niemals, wenn Du innerlich nicht zu 100% "ja" sagen kannst.
 
A

Ars_Vivendi

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  • #19

Diese Legende hält sich hartnäckig als Begründung für die Heirat. Besuchsrecht genauso wie Auskunftsrechte können durch Vollmachten geregelt werden und die sollte man auch haben, völlig unabhängig vom Ehestatus. Die Schweigepflicht von Ärzten gilt grundsätzlich auch gegenüber Ehegattinnen.
Wenn jemand hauptsächlich aus juristischen Gründen heiratet, ist das eine persönliche Entscheidung. Ob das Sinn macht, wenn die zugrundeliegende Beziehung nicht optimal ist, ist eine andere Frage...
 
G

Gast

Gast
  • #20
1) ihr habt beschlossen, zu heiraten. Es ist ein rationaler Entschluß der Vernunft, für den es Gründe gibt. Was ist mit Steuer ? Oder Rentenbezug wenn einer mal stirbt ?

2) Wo ist das Risiko ? Ihr könnt ja einen Ehevertrag machen und reinschreiben was mit Euerem Vermögen, Kindern oder Euerer Altersversorgung ist die in der Ehe angesammelt wurde.

3) natürlich gibts keine Gewähr. Aber willst nicht wissen, wie es ist ? Und wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Durch einen Ehevertrag kannst das Wagnis reduzieren; informier Dich mal, bei manchen Berufskonstellationen ist das sogar anzuraten.
 
  • #21
Ihr könnt ja einen Ehevertrag machen und reinschreiben was mit Euerem Vermögen, Kindern oder Euerer Altersversorgung ist die in der Ehe angesammelt wurde.
Ein Ehevertrag bringt praktisch nichts, weil sie in vielen Punkten anfechtbar sind. Der Staat spielt nicht mit, wenn man die Steuervorteile mitnimmt, aber die Nachteile bei Unterhaltsforderungen oder Altersvorsorgevermeiden möchte.

Es gibt nur 2 Alternativen. Entweder man heiratet und geht das Risiko ein oder man möchte dieses Risiko vermeiden und heiratet nicht. Eine Heirat mit Rettungsschirm gibt es nicht.

Die einzige Ausnahme wäre, wenn beide genauso viel verdienen oder beide sind H4-Empfänger.
 
G

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  • #22
Ja, auf gar keinen Fall heiraten! Wenn ich ein schlechtes Bauchgefühl habe, hat es sich bisher immer als Fehlentscheidung erwiesen.
Ihr seid 14 Jahre zusammen und habt Meinungsverschiedenheiten, die Frauen sich gerne schön reden. Ich sehe die Scheidung schon kommen! Auch eine lange Liebe kann in einem halben Jahr oder von heute auf morgen ganz schnell vorbei sein! Das weiß ich selber zu gut, wie schnell das gehen kann.
 
  • #23
Ja, auf gar keinen Fall heiraten! Wenn ich ein schlechtes Bauchgefühl habe, hat es sich bisher immer als Fehlentscheidung erwiesen.
Ihr seid 14 Jahre zusammen und habt Meinungsverschiedenheiten, die Frauen sich gerne schön reden. Ich sehe die Scheidung schon kommen! Auch eine lange Liebe kann in einem halben Jahr oder von heute auf morgen ganz schnell vorbei sein! Das weiß ich selber zu gut, wie schnell das gehen kann.

Zu spät. FS hat sich entschieden, zu heiraten. Der Knüller ist, sie macht die Antworten hier dafür verantwortlich. Da hat sie 98 % der Antworten offenbar nicht gelesen. Naja, jeder ist seines Glückes Schmied und trägt Verantwortung für sein Handeln.
 
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  • #24
Zu spät. FS hat sich entschieden, zu heiraten. Der Knüller ist, sie macht die Antworten hier dafür verantwortlich. Da hat sie 98 % der Antworten offenbar nicht gelesen.
Vielleicht gerade deswegen hat sie festgestellt, dass alles hier Geschriebene nicht auf sie zutrifft. Manchmal hilft einem das doch auch, negative Meinungen zu hören, um die Sache richtig zu beurteilen, dass man genau das Gegenteil will.
Naja, jeder ist seines Glückes Schmied und trägt Verantwortung für sein Handeln.
Genau deswegen sollte jeder selber entscheiden und nicht unbedingt einfach auf 98% der Beiträge hören. :)
 
  • #25
Der Knüller ist, sie macht die Antworten hier dafür verantwortlich. Da hat sie 98 % der Antworten offenbar nicht gelesen.
Das stimmt so nicht, im Gegenteil ;)

Natürlich denke ich nicht derart eindimensional, dass ich so eine lebenswichtige Entscheidung ausschließlich von Antworten in einem Forum abhängig mache.
Meine Frage lautete auch nicht "Heiraten ja oder nein?", sondern ob jemand diese Panikgefühle, diese "kalten Füße" kennt und wie er/sie damit umgegangen ist. Die besten Antworten dazu, nach dem Motto: "woher willst du wissen, wie es nach einer Heirat ist" oder "was soll sich schon groß ändern", haben das Zünglein an der Waage mit ausschlagen lassen.

Aber auch aus negativen Antworten habe ich den Schluss gezogen: so arg ist es bei mir auch wieder nicht.

Letztendlich ausschlaggebend war aber ein gutes Gespräch mit meinem Freund und einem unserer Trauzeugen am Abend vor dem Aufgebot.

Trotzdem danke ich allen hier, die sich die Mühe und Zeit genommen haben, mir zu antworten und mit mir nachzudenken.
Jetzt ist die Entscheidung gefallen und ich freue mich auf unsere Hochzeit.

lg
segovia
 
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