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Gast

  • #1

Zu überempfindlich? Was kann man sich als Paar sagen?

Welche Aussagen Eures Partners zählen zu jenen, die man als Frau locker nehmen kann, weil sie in die Kategorie „nicht wichtig“ fallen. Weil man sich als Paar dies oder jenes durchaus sagen darf ohne es persönlich zu nehmen.

Und welche Aussagen verletzen Euch als Frau so sehr, sodass ihr über ein Beziehungsende nachdenkt? Mir gehts darum, von Euch zu erfahren, ab wann durch Bemerkungen des Partners die Grenze der Wertschätzung überschritten wird.

Beispiele: „soll ich meine Ex-Freundinnen jetzt wegen Dir anrufen und denen sagen „bitte ruft mich nicht mehr an, ich habe jetzt eine Freundin“? oder „naja, Deine Frisur ist nicht gerade toll“ oder „Deine Kleidung wird sicher einen Grund haben“. oder „auf diesem Foto hast du viele Falten“.

Ehrlichkeit gut und schön, aber ist es manchmal nicht besser, besonders in einer Partnerschaft ein bisschen Taktgefühl zu zeigen? Ist das zuviel verlangt oder normal? Wie gehen Männer damit um? Ist es anziehender, eine Freundin zu haben, die eher kumpelhaft über Kritik hinwegsieht? Wie gehen Frauen damit um? Ist es Euch egal, wenn der Partner diese oder jene Eigenheit von Euch mit ungefragten Bemerkungen versieht?

Sind das für Euch Kriterien, die wichtig für eine gute Beziehung sind oder seht ihr darüber locker hinweg?

Freue mich auf Eure vielfältigen Antworten!
w/45
 
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Gast

  • #2
Mit dem ersten deiner Beispiele für Bemerkungen, die "zu weit" gehen, hast du voll und ganz die Zickigkeit bestätigt, die hinter deiner Einstellung steckt.

Ich habe in meinem Leben die eine oder andere Beziehung gehabt, und mit einigen dieser Frauen bin ich bis heute befreundet. Und schon immer haben "neue" Freundinnen sich an diesen Bekanntschaften gestoßen und - zumindest - versucht, mich davon "abzubringen", mal mit sanftem Vorwurf, mal in der härteren Gangart, sprich: Ankündigung, die Beziehung zu beenden und ähnliches mehr. Nur: ich lasse mir meine Freundschaften - mehr ist es nicht - nicht vorschreiben, auch nicht von einer neuen Partnerin.

m 50
 
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Gast

  • #3
Interessante Frage
Du machst ein paar Annahmen/ Aussagen , denen ich nicht folgen kann. Weshalb ist es kumpelhaft über Kritik hinwegzusehen, ist es damenhaft oder divenhaft sich über Kommentare aufzuregen ? Soll man über Kritik hinwegsehen, oder lieber zuerst mal drüber nachdenken?
Braucht es eine Frage um eine Bemerkung zu machen, klingt nach "artige Kinder hört man nur wenn sie gefragt wurden". Schliessen sich Ehrlichkeit und Taktgefühl gegenseitig aus ? Soll man sich "dies und jenes" sagen ohne es persönlich zu nehmen, oder sollte man die gemeinsame Zeit mit persönlichen Bemerkungen verbringen ? "Verletzen Euch als Frau....." macht es einen Unterschied ob ein Mann oder eine Frau taktlos ist ?

Viele Fragen. Mir ist Taktgefühl wichtig und die Fähigkeit zu Selbstkritik ebenso, pardon wegen Kritik, und ein bissle Humor dazu macht auch keinen falschen Fehler nicht
 
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Gast

  • #4
Zwei Dinge sind mir in einer Beziehung sehr wichtig: 1.) offene Meinungsäußerung und 2.) Loyalität nach außen. Ich kann alles vertragen, nur eines nicht: daß meine Freundin meinen Gegnern recht gibt. Selbst wenn es objektiv so ist, daß ich im Unrecht bin, muß sie mit mir gemeinsam an meinem Standpunkt arbeiten, darf mir nicht in den Rücken fallen.

Deshalb kommt es bei Kritik auf eine sorgfältige Wortwahl an, also nicht "deine Frisur ist nicht toll" (Solidarisierung mit Menschen, die das genauso sehen könnten), sondern "laß dir doch für <xy> eine schicke Frisur machen, dann werden mich alle um dich beneiden" (Solidarisierung mit Dir).

Genauso ist es bei diesem "habe jetzt eine Freundin" (aha, ich bin ihm ein Klotz am Bein). Das muß bitteschön heißen "wenn sie wieder anruft, sage ich ihr, daß ich viel lieber mit meiner Freundin telefoniere als mit ihr".

Andererseits ist Diplomatie halt nicht jedem in die Wiege gelegt. Inwieweit Du Dich hier auf Kompromisse einlassen kannst und willst, mußt Du selbst entscheiden.
 
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Gast

  • #5
Es kommt erstmal darauf an WIE man WAS sagt.

Es gab schon Äußerungen von Männern, wo ich sofort wusste, was der Mann wirklich denkt und darauf hin habe ich die Beziehung beendet.

Prinzipiell muss Kritik unter Freundschaften und in einer Beziehung, auch im Arbeitsumfeld möglich sein. Das angemessen auszusprechen und zu empfangen gehört zur emotionalen Reife.

Ich hatte letztens einen Fall mit einem Mann, dem ich sagte, dass es gut ist, dass er zum Psychologen geht, weil er dort vielleicht dort auch seine Egozentrik und sein für mich zu enges Verhältnis zu seiner Mutter besprechen kann. Dieser Mann hat sich mir aber vorher schon nicht angemessen verhalten, so dass ich es für angemessen hielt, nun Klartext zu reden.

Der Mann war sehr sauer auf mich, aber wer austeilt, muss auch einstecken können.

w
 
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Gast

  • #6
Konstruktive Kritk bezogen auf Dinge, die die kritisierte Person selbst ändern kann, ist das beste was es gibt.
Es gibt nur zwei gründe Kritik auszusprechen:
Um den anderen zu verletzten oder um den anderen mit besten Absichten auf etwas hinzuweisen.
Keiner spricht Kritik aus, damit der andere sie ignoriert.

Beispiel:
Ungefragte Kritik über Falten oder eine Glatze ist verletztend, da das in den meisten Fällen nicht von der Person beeinflusst werden kann.
Konstruktive Kritik, dass jemand zu dick ist, sich zu stark parfümiert oder die Kleidung etwas merwürdig ist, ist, wenn es stimmt, absolut gut gemeint.
 
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Gast

  • #7
So mancher Mann kommt ja sogar unter Rechtfertigungsdruck wegen seiner Unterhosen. Siehe Parallelthreat mit den Klamotten. Ist das dann die Grenze des Erträglichen und ein Grund zur Trennung? Wichtig scheint mir die Unterscheidung von Kritik und Abschätzigkeit! m
 
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Gast

  • #8
Ich habe früher, als meine Tochter klein war, erklärt, wenn ich sie nicht lieben würde, dann würde ich sie auch nicht kritisieren. Wenn mir jemand egal ist, dann übe ich auch keine Kritik.

Wer konstruktive Kritik erhält, um was zu verbessern, oder mal über sich nachzudenken, zu reflektieren, sollte das immer so auffassen, dass der Andere ihn mag, ihn aus Wertschätzung und Respekt "kritisiert" und nicht, um jemanden zu verletzten.

Als Erwachsener sollte man gelernt haben, genau zu differenzieren, welche Kritik man bekommt.

Wer eine gesunde Wahrnehmung hat, merkt auch, ob es konstruktive und berechtigte Kritik ist, oder nur Kritik, die einen runterziehen und fertig machen soll. Bei dieser Kritik muss man natürlich Grenzen setzen und Stopp sagen.

Ich danke allen Menschen, die in der Vergangenheit mich konstruktiv kritisiert haben. Dadurch bin ich aufgewacht und konnte viel dazu lernen.

w 49
 
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  • #9
Hallo!
Ich denke, es ist Ansichtssache.Jeder Mensch reagiert anders.Bei Paaren sollte es schon so sein, das man sich alles sagen darf, es sollte aber niemals bösartig und gemein `rüberkommen, um den anderen zu verletzen.Wie sensibel das Gegenüber ist, sollte in der Partnerschaft klar sein und dann haben gemeine Attacken dort nichts zu suchen.
Es gibt ein altes Sprichwort: Wenn ein Feind dich lobt, sei auf der Hut.
Wenn ein Freund dich kritisiert,sei ihm dankbar.
Wie schön wäre es doch, wenn man in dem Partner wenigstens ab und zu auch den besten Freund hätte... W / 48
 
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Gast

  • #10
Kritisiere nie Deine Frau. Mach auch keine Andeutungen. Verbiete Dir Verbesserungsvorschläge. Und wenn Du Komplimente machst oder was positives sagst, immer auf den Kontext achten. Wenn Dir also das rote Kleid gefällt und Sie es zufällig "merkt", sieh zu, dass Sie auch irgendwann mal beim schwarzen Kleid was "positives" merkt oder hört.

Erspart sehr viel Ärger.

Ich bilde mir ein, das Frauen sowieso Kritik dort sehen wo sie gar nicht gemacht wurde bzw Kritik oft reininterpretieren bzw. sowieso Unsicherheiten, Minderwertigkeitsgefühle und Komplexe haben. Also wozu Feuer ins Öl giessen ...

Beweisen kann ich es nicht und ob es umgekehrt für Männer gilt interessiert mich auch nicht, da ich als Partnerin eine Frau habe und mit Ihr glücklich sein möchte bzw. Sie glücklich machen will.

M45
 
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  • #11
Wenn Mann mit jemandem eine Beziehung hatte, im Bett war und dann meint, auch in einer neuen Beziehung mit dieser Vorgängerin Kontakt haben zu müssen, verzichte ich gerne auf so einen Partner.
Wenn man sich zufällig begegnet und höflich grüßt, ist das ok.

Wenn man einen Menschen wirklich geliebt hat, geht es mit der Freundschaft nach der Liebe eh nicht .....Ein Mann wie #1 - nein danke!

Ansonsten kommt es natürlich darauf an, in welcher Absicht etwas gesagt wird ... ist es um zu verletzten, würde ich mir Gedanken darum machen, wie es mit der Beziehung steht!
Das geht gar nicht.

Die andere Variante: meinem Partner gefällt etwas nicht und er äußert es - Man kann ehrlich sein, ohne wie ein Elefant im Porzellanladen.

Den Partner mit seinen Eigenheiten lieben können, ist ja die Grundlage einer Beziehung - wenn zuviele Bemerkungen über alles mögliche kommen, habe ich den Eindruck, es paßt nicht.
So etwas ist der Feind jeder Beziehung, denn wenn dauernd Kommentare kommen, wird man sich bei dem wie man etwas macht und was man macht zurücknehmen und beginnen unwohl zu fühlen.
 
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Gast

  • #12
Wenn Mann mit jemandem eine Beziehung hatte, im Bett war und dann meint, auch in einer neuen Beziehung mit dieser Vorgängerin Kontakt haben zu müssen, verzichte ich gerne auf so einen Partner. Wenn man einen Menschen wirklich geliebt hat, geht es mit der Freundschaft nach der Liebe eh nicht .....Ein Mann wie #1 - nein danke!.
Woher diese negative Einstellung? Es gibt sehr viele Menschen die nach einer Trennung Freunde bleiben. Insb bei geschiedenen mit gemeinsamen Kindern entwicklet sich oft eine sehr gute Freundschaft. Sorry, das siehst Du falsch. Einen potentiellen Partner auszuschliessen nur weil er Kontakt zur Vorgängerin hat schadet Dir nur selbst. M45
 
  • #14
Wie schön wäre es doch, wenn man in dem Partner wenigstens ab und zu auch den besten Freund hätte... W / 48
Tja, das dachte ich als Mann auch. Aber machte bei der Partnersuche damit fast immer schlechte Erfahrungen. Wer auch ein Freund sein will, gerät in die "Kumpelfalle" = gilt als guter Freund, aber mehr ist man(n) nicht.

Bei Frauen bin ich mit Kritik vorsichtig geworden, weil sie ggf. schnell persönlich tief getroffen reagieren.Selbst meine Mutter kann keine Kritik ertragen.
= groß im austeilen, aber kleinlich im einstecken.

Meine letzte Partnerin war sehr zurückhaltend mit ihrer Kritik an mir. Ich bat sie immer wieder, mir zu sagen, was ihr an mir störte, aber sie traute sich nicht. Auch nicht, nach unserer Trennung.
Ihr Kritik an mir hörte ich nur über Dritte. Oder zufällig am offenen Fenster, als ich früher heim kam, als erwartet.

Zur Partnerschaft gehört auch Kritik. Damit man erfahren kann, was dem Anderen stört - damit man es korrigieren kann.
Denn sonst "frisst" es sich psychisch rein - bis die Beziehung scheitert ?
 
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  • #15
Ich (auch m45) in 100% der Meinung von #9:
Kritisiere nie Deine Frau. Mach auch keine Andeutungen. Verbiete Dir Verbesserungsvorschläge. Und wenn Du Komplimente machst oder was positives sagst, immer auf den Kontext achten. Wenn Dir also das rote Kleid gefällt und Sie es zufällig "merkt", sieh zu, dass Sie auch irgendwann mal beim schwarzen Kleid was "positives" merkt oder hört.

Erspart sehr viel Ärger.

Ich bilde mir ein, das Frauen sowieso Kritik dort sehen wo sie gar nicht gemacht wurde bzw Kritik oft reininterpretieren bzw. sowieso Unsicherheiten, Minderwertigkeitsgefühle und Komplexe haben. Also wozu Feuer ins Öl giessen ...

Beweisen kann ich es nicht und ob es umgekehrt für Männer gilt interessiert mich auch nicht, da ich als Partnerin eine Frau habe und mit Ihr glücklich sein möchte bzw. Sie glücklich machen will.

M45
Ich hatte mal den Fall, daß jedes, immer nett gemeintes, Kompliment ins Gegenteil verkehrt wurde.
Bsp:
Ich: "Der Minirock steht Dir sehr gut". Antwort: "Ach und in der Jeans sehe ich also fett aus, oder wie?"

Noch schlimmer ist "Fishing for compliments" von Ihr. Ein wahres Minenfeld tut sich dann auf:
Man muß erstmal raten was denn gelobt werden soll. Danach muß man loben, darf aber weder übertreiben, noch zu sehr bei der Wahrheit bleiben.

Am schlimmsten sind dann aber Fangfragen, wie: "Findest Du mich zu dick?". Was soll man(n) dazu sagen? Man kann nur verlieren. Sagt man die Wahrheit, hat man verloren. Lügt man, hat man verloren. Und kommt man mit Allgemeinplätzen wie "Du gefällst mir so wie Du bist", hat man erst recht verschi**en.
Solche Fragen kamen typischerweise wenn wir etwas unternehmen wollten, worauf sie aber keine Lust mehr hatte (Sex, Ausgehen o.ä.).
 
  • #16
@14 ... lach, vielleicht helfen ja ein paar Bsp., wie es manchmal klappen könnte.

Ich (auch m45)
Ich hatte mal den Fall, daß jedes, immer nett gemeintes, Kompliment ins Gegenteil verkehrt wurde.
Bsp:
Ich: "Der Minirock steht Dir sehr gut". Antwort: "Ach und in der Jeans sehe ich also fett aus, oder wie?"
Wie wäre es denn mit: "Der Minirock steht Dir sehr gut aber in einer Jeans finde ich Dich auch richtig knackig"


Am schlimmsten sind dann aber Fangfragen, wie: "Findest Du mich zu dick?". Was soll man(n) dazu sagen? Man kann nur verlieren. Sagt man die Wahrheit, hat man verloren. Lügt man, hat man verloren. Und kommt man mit Allgemeinplätzen wie "Du gefällst mir so wie Du bist", hat man erst recht verschi**en.
Solche Fragen kamen typischerweise wenn wir etwas unternehmen wollten, worauf sie aber keine Lust mehr hatte (Sex, Ausgehen o.ä.).
"Natürlich bist Du nicht zu dick und zieh doch das kleine Schwarze an"
Trotzdem liebe ich es, Dich beim Sport schwitzen zu sehen.
 
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  • #17
M mich davon "abzubringen", mal mit sanftem Vorwurf, mal in der härteren Gangart, sprich: Ankündigung, die Beziehung zu beenden und ähnliches mehr. Nur: ich lasse mir meine Freundschaften - mehr ist es nicht - nicht vorschreiben, auch nicht von einer neuen Partnerin.

m 50
Warum habt ihr Männer Freundschaften mit Ex-Partnerinnen? Unbegreiflich! Und das die dann auch noch wichtiger sind als die Beziehung, noch unbegreiflicher ;)
 
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  • #18
Woher diese negative Einstellung? Es gibt sehr viele Menschen die nach einer Trennung Freunde bleiben. Insb bei geschiedenen mit gemeinsamen Kindern entwicklet sich oft eine sehr gute Freundschaft. Sorry, das siehst Du falsch. Einen potentiellen Partner auszuschliessen nur weil er Kontakt zur Vorgängerin hat schadet Dir nur selbst. M45
Ich habe das zwar nicht geschrieben, aber ich hatte einen Freund, der auch meinte, das das geht und Ex-Freundinnen Freunde sein könnten und dass es nicht schlimm ist, mit gemeinsamen Freunden was zu unternehmen... und dann stehen aber plötzlich Sprüche im Raum, die mit deren Vergangenheit oder sogar mit deren Sex zu tun haben.. das ist unzumutbar!!!
 
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  • #19
@15, hier die #14:
Hier hätte sie mir das "Natürlich" um die Ohren geschlagen. Mit der Begründung: "Das sagst Du doch nur so, damit Du Deine Ruhe hast. Das würdest Du auch sagen, wenn ich 150kg wiegen würde."

Zu berücksichtigen war auch der Kontext vorher: War sie vorher bei Ihrer besten Freundin und die hat angedeutet, daß sie mal eine Diät machen könnte und man antwortet später "Natürlich bist Du nicht zu dick", dann war erst recht der Teufel los.
Anmerkung: Und sie war schlank und durchtrainiert (Halbmarathon)!

Bin froh daß ich sie los bin...
 
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  • #20
Ich hatte mal den Fall, daß jedes, immer nett gemeintes, Kompliment ins Gegenteil verkehrt wurde.
Oh ja, das kenne ich. Was immer man äußert, es wird als Kritik aufgefaßt. Selbst auf so simple Fragen wie "warst du heute schon beim Briefkasten?" kommt entweder irgend eine Rechtfertigung, daß sie ja wohl nicht alles gleichzeitig machen könne, oder Gemaule nach dem Motto, daß der werte Herr das doch auch selbst tun könnte. Genau deswegen frage ich aber doch.
 
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Gast

  • #21
Warum nur legen die meisten Menschen so unglaublich viel Wert auf das Gesagte, obwohl doch eigentlich jeder Erwachsene wissen müsste: Worte sind nur Rauch und Schall...?

Entscheidend ist, was man tut - Schaut auf ihre Taten, nicht auf ihre Worte.

Klar können Worte verletzen. Aber beziehungsentscheidend sind sie nie! Viele Menschen wissen ohnehin kaum, was sie wirklich empfinden - und wenn sie es wirklich wissen, kann sich das im nächsten Augenblick durch eine Kleinigkeit oder Zufall bereits wieder komplett geändert haben.

Mir sagte der eine Mann, ich sei ihm zu hässlich (ich habe gelacht), der andere, ich sei zu fett (er liebt mich trotzdem). Nun, ich habe Kinder mit beiden bekommen, und ich weiß mit 100%iger Sicherheit, dass ich für beide die Frau Ihres Lebens war bzw. bin.

Was man sagt, hat oft mit der Situation, mit Zufall zu tun. Wie schnell ist nicht etwas gesagt, was man so niemals hätte sagen wollen und eigentlich auch nicht fühlt?

Es sollte jeder lernen, dahinter zu gucken, sich selbst zu kennen (wer sich selbst realistisch einschätzen kann, wird nahezu unverwundbar) und auch den anderen zu sehen, wie er wirklich ist, denkt, fühlt und handelt. Es hat mit Wirklichkeit zu tun statt mit der Illusion (der wir uns so gerne hingeben, wenn die Worte gefallen).
 
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  • #22
Oh ja, das kenne ich. Was immer man äußert, es wird als Kritik aufgefaßt. Selbst auf so simple Fragen wie "warst du heute schon beim Briefkasten?" kommt entweder irgend eine Rechtfertigung, daß sie ja wohl nicht alles gleichzeitig machen könne, oder Gemaule nach dem Motto, daß der werte Herr das doch auch selbst tun könnte. Genau deswegen frage ich aber doch.
Gutes Beispiel mit dem Briefkasten !
Mich nervt es bei Frauen am meisten, daß einfache Fragen wie diese, die einfach mit "ja" oder "nein" ausreichend beantwortet wären, zu wilden Diskussionen führen, die dann meist auch noch im Streit enden. Wenn ich nicht total hetero wäre....
 
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Gast

  • #23
.... oder Gemaule nach dem Motto, daß der werte Herr das doch auch selbst tun könnte. Genau deswegen frage ich aber doch.
Dann fange den Satz das nächste Mal anders an:

Ich will zum Briefkasten gehen, oder warst du schon dort schauen?

Dann weis die Frau, was du vorhast und du kannst deine Frage geschickt rüber bringen. Wenn die Frau dann noch mault, dann war deine Auswahl an Frau schlecht, oder du solltest mit deiner Partnerin an der Kommunikation arbeiten. Dazu gibt es auch gute Kurse.

w
 
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Gast

  • #24
Zwei Dinge sind mir in einer Beziehung sehr wichtig: 1.) offene Meinungsäußerung und 2.) Loyalität nach außen. Ich kann alles vertragen, nur eines nicht: daß meine Freundin meinen Gegnern recht gibt. Selbst wenn es objektiv so ist, daß ich im Unrecht bin, muß sie mit mir gemeinsam an meinem Standpunkt arbeiten, darf mir nicht in den Rücken fallen.

.
Wenn Sie öffentlich Unsinn behaupten, soll sich Ihre Partnerin vor anderen blamieren, indem sie Ihnen dern Rücken stärkt?

Eine Frau die sich so verhält ist nicht loyal, sondern hat einfach kein Rückgrat!
 
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  • #25
Als ich die Eingangsfrage und die Statements der anderen User gelesen habe sind mir die Zitate mancher Männer eingefallen:
"Ich bin immer ehrlich, auch wenn's weh tut." oder "Ich bin wie ich bin"....
Die FS spricht genau das an.
Für mich sind solche Aussagen eine läppische Entschuldigung sich nicht mit dem Thema Takt, Empathie oder Diplomatie befassen zu müssen. Harte Kritik oder verletzende Ehrlichkeit muss einfach nicht sein, vor allem nicht dem Partner gegenüber.
Dem gegenüber stehen Frauen, die Fragen stellen auf die sie die wahre Antwort gar nicht hören wollen, sondern im Grunde Trost, Beschwichtigung und Beifall erwarten.

Ich glaube beide Seiten müssen an sich arbeiten.
Die Einen müssen lernen dass "deine Frisur sieht besch... aus" einfach nicht geht und sollten sich etwas Höflicheres einfallen lassen. Die Anderen müssen aufhören Fangfragen zu stellen ("Bin ich dick?") und mögen sich mehr Selbstbewusstsein erarbeiten.

Was mir noch auffällt ist der rauhe Ton, der in vielen Partnerschaften herrscht. Ist euch das schon einmal in öffentlichen Verkehrstmitteln aufgefallen? Es ist erschreckend. Ich meine, ein guter respekt- und liebevoller Umgangston ist die beste Basis um Überempfindlichkeiten zu vermeiden.
 
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Gast

  • #26
ad #22: aber das zeigt doch ein Grundproblem: die Frage ist ja total neutral, wird aber anscheinend als Angriff verstanden, auf den man sofort zurückschlagen muss.
Bloss warum? Und deshalb soll der Frager sofort einmal besänftigen, bevor er seine neutrale Frage stellen darf?
Empfehle den Damen (und natürlich auch Herren), die so reagieren, sich mit der Gewaltfreien Kommunikation zu beschäftigen.
 
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Gast

  • #27
Hier die FS,
danke für die vielen Antworten, auch wenn ich sehe, dass ich meine Frage nicht deutlich genug formuliert habe. Schreiber Nr. 24 hast aber genau auf den Punkt gebracht.Danke!
Mir geht es einfach nur darum, wie man als Frau damit umgehen kann, wenn der Partner diese Haltung hat: "ich bin eben ehrlich" oder "ich bin eben so wie ich bin".
Ja, genau dieser raue Ton, den auch ich manchmal bei anderen Paaren erlebe, ist für mich so schwierig zu verstehen.
Manche Frauen lachen einfach bei Aussagen des eigenen Partners, wenn er ihnen sagt "Du bist einfach zu fett" und ich zum Beispiel würde mich bei so einer Aussage umdrehen und gehen.

Für mich ist es einfach nur Wertschätzung/Empathie/Diplomatie, die ich mir in einer Partnerschaft wünsche. Man(n) muss ja nicht lügen und der Partnerin nur sagen was sie hören will. Ehrlichkeit ja, aber es geht doch auch mit Takt. Oder nicht?
 
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Gast

  • #28
Manche Frauen lachen einfach bei Aussagen des eigenen Partners, wenn er ihnen sagt "Du bist einfach zu fett" und ich zum Beispiel würde mich bei so einer Aussage umdrehen und gehen.
@FS:
Wie würdest Du denn GENAU DIESE Aussage taktvoll umschreiben ?????

Etwa so(?):
"Hallo Schatz, hast Du schon die neue Brigitte-Diät gesehen?"
oder so:
"Die Weight Watchers haben da ein tolles Sonderangebot dieses Wochenende."
oder eher so:
"Die Heidi Klum ist 6 Wochen nach der Geburt des 3. Kindes wieder gertenschlank und auf dem Laufsteg. Schon irre was man mit etwas Willenskraft erreichen kann"
Mal ehrlich: Ist das wirklich besser ???

Meiner (m) Meinung nach ist dieser ganze Empathie Quatsch Blödsinn und man sollte GERADE in einer Partnerschaft wirklich ehrlich sein. Sonst wird wieder der Bote geköpft, nur weil einem/einer die Botschaft nicht gefällt, für die er nichts kann. Man muß nicht verletzend sein (z.B.: "Du bist fett wie eine Tonne"), aber man darf auch nicht zu Gutmenschenhaft sein (z.B.: "Ich liebe jedes Pfund an Dir", wenn es in Wahrheit nicht stimmt).
 
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Gast

  • #29
Im Gegenteil, weil es nämlich eine Aufforderung ist, etwas gegen das "zu fett" zu unternehmen. Und so eine Erkenntnis sollte doch nun wirklich von der Person selbst kommen und nicht vom Partner.

Bei mir käme so eine Ansage übrigens nur dann, wenn ich genau das Gegenteil ausdrücken will, z.B. weil die Frau wieder mal was gegen ihre Pfunde unternehmen will, obwohl sie das aus meiner Sicht gar nicht nötig hat und das auch weiß. Wenn sie sich dann umdreht und geht, ohne mein süffisantes Grinsen zur Kenntnis zu nehmen, ist sie selber schuld.
 
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Gast

  • #30
Meiner (m) Meinung nach ist dieser ganze Empathie Quatsch Blödsinn.
Das ist vermutlich auch der Grund, weshalb du Single bist.

Respekt, Takt und Höflichkeit gehören für mich genauso in eine partnerschaftliche Beziehung wie in den Freundeskreis oder an den Arbeitsplatz. Traurig, wenn man nicht mal mehr in der Lage ist, sich minimal in sein Gegenüber einzufühlen. Man kann alles sagen, auf das "wie" kommt es an. Tipp: Einfach mal bilden - mit Schulz von Thun.