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  • #1

Zuckerbrot und Peitsche - was soll ich davon halten?

Schönen Nachmittag,
ich hab eine Frage, die mich nun schon einige Zeit ziemlich beschäftigt:

Ich habe einen Mann kennen gelernt, wir tauschten Kontaktdaten aus und es kam dazu, dass wir uns irgendwann täglich ewig lange Nachrichten schrieben. Warum? Die Frage stellten wir uns auch, da wir beide eigentlich nicht so unbedingt die Typen für ewiges hin- und herschreiben sind, da es hier oft zu Missverständnissen kommt. Nicht so bei uns - wir unterhielten uns "schriftlich" über die komplexesten Themen, kein Small-Talk. Da wir beide beruflich extrem eingespannt sind und sich unsere Freizeit auf ein Minimum beschränkt, sind 3 Wochen bis zu unserem nächsten Treffen vergangen.
Aber wir trafen uns wieder. Es war ein super toller Abend, wir unterhielten uns bis in die Morgenstunden ... dann kam es dazu, dass wir uns küssten. Es passte, es tat gut - er wollte mehr, aber ich sagte klar NEIN, ich fahr nach Hause (schweren Herzens ;-) )! So trafen wir uns nächsten Abend wieder - er organisierte einen super romantischen Abend - und schlussendlich hatten wir Sex.

Ich ging eigentlich davon aus, dass es das war - diese Erfahrung habe ich einfach schon öfter gemacht. Nicht bei ihm - er meldete sich sofort am nächsten Tag, wir schreiben uns immer noch Nachrichten, SMS, ...! Ich merke jetzt aber, dass ich deutlich emotionaler werde - er tut mir unglaublich gut, ich fange an nervös zu werden, wenn er nicht sofort antwortet und irgendwie habe ich totale Angst, dass er sich bald zurückzieht. UND ich weiß nicht warum, woran ich das festmachen kann!? An meinen Erfahrungen von früher?

Er sagte bei unserem letzten Treffen, dass es "mit uns ein emotionales Feuerwerk sein könnte, aber auch, dass er sich bewusst sei, dass ich in der Lage sein könnte, ihm richtig weh zu tun. Andererseits möchte er niemanden mehr weh tun!?" Immer öfter denke ich nun an diese Aussage, der ich anfangs kaum Bedeutung zugemessen habe!? Ich habe jetzt wirklich Sorge, dass er einen Rückzieher macht!

Es war so einfach bis jetzt - ohne diesem beginnendem Gefühl der Verliebtheit! Jetzt fange ich an zu hinterfragen, seine Sätze zu zerlegen, ... immer wieder empfinde ich seine Nachrichten als kühl, andere als extrem süß (anzüglich sind seine Nachrichten nie - wenn dann einfach nur entzückend, ich bekam z.B. ein Kinderschlaflied von ihm geschickt mit den Worten "von Englein bewacht")!?

Ich merke irgendwie, dass er sooooo vieles mitbringt, dass ich sooooo lange gesucht habe ... ich will es jetzt aber nicht kaputt machen!? Was soll/kann ich davon halten!?
 
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  • #2
Er sagte bei unserem letzten Treffen, dass es "mit uns ein emotionales Feuerwerk sein könnte, aber auch, dass er sich bewusst sei, dass ich in der Lage sein könnte, ihm richtig weh zu tun. Andererseits möchte er niemanden mehr weh tun!?"

Ich weiß nicht, was du da rein interpretierst, aber für mich heißt das, dass du ihm (auch) viel bedeutest und somit die "Macht" hättest, ihn zu verletzen.
 
  • #3
Du solltest einfach mal ganz locker bleiben, auch wenn es schwierig ist. Nicht grübeln, keine Worte auf die Goldwaage legen und auch mal an etwas anderes denken. Ich denke, du steigerst dich da viel zu sehr in etwas hinein. Das, was du da schreibst, klingt nicht nach einem falschen Spiel und vielleicht geht es ihm ja wie dir. Sprich doch mit ihm darüber, was in dir vorgeht.
M
 
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  • #4
Ich verstehe Dich sehr gut, denn mir erging es genauso. Meine Angst und daraus resultierendes Verhalten haben seine Gefühle im Keim erstickt. Es war vorbei.
 
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  • #5
Ich bin auch eine, die das sehr gut versteht, was Du da schreibst. Ich habe diese Angst auch in mir und sie packt mich immer, wenn es "ernster" wird, wieder. Ich würde ihm nichts darüber sagen, so gut es geht. Oder: indem Du die Heftigkeit DEINER Gefühle, Deiner Angst, abschwächst und ihm sagst, dass Dich manchmal Unsicherheit befällt. Ich habe einmal erlebt, dass ER dann sehr erleichtert war und mir seinerseits SEINE ganze Unsicherheit gestand. Da standen wir auf einmal ganz erstaunt voreinander und sahen, WIE VIEL Interpretation in diesem Angst-Spiel steckt und wie viel nur überdeckte Unsicherheit ist. Das war befreiend!
Ich lese aus Deinem intensiv geschriebenen Beitrag, dass Du schon einen ziemlichen Mechanismus aufgebaut hast, nicht mehr so viel zu erwarten und dergleichen. Um bloss nicht immer und immer wieder enttäuscht zu werden. Irgendwie rührt mich das, dass dann darunter noch so viel Erwartung und Hoffnung blitzt. Vielleicht hilft Dir an einem ruhigen Punkt in Deinem Leben mal ein professionelles Gesprächsangebot - bei dem Du Dir klarer darüber werden könntest, warum da so viel Angst ist und wie Du der Angst besser gegenübertreten kannst.

W46
 
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  • #6
Bleib' locker!

Was du liebst; lass frei. Kommt es zurück gehört es dir - für immer. (Konfuzius)
 
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